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Über Pfingsten zur Insel Rügen


frankjasper8 am 29 Mai 2010 22:24:29

Hallo!

Ich möchte mal ein paar Eindrücke von meiner Tour auf die Sonneninsel Rügen hier einbringen:
Abfahrt war am 15. Mai. Hier ging es zuerst über Hannover auf der A 7 bis zum Kreuz "Hannover-Kirchhorst", dann fuhr ich auf der ausgebauten B 3 in Richtung Celle und auf der B 191 nach Uelzen. Etwa 20 Kilometer hinter Celle kommt man durch den Ort Eschede, wo vor Jahren das schwere Zugunglück mit einem ICE-Zug war. Dann geht es weiter auf der B191 über Uelzen immer durch schöne Heidewälder bis an die Elbe bei Dömitz.
In Dömitz ist ein Denkmal für die Dömitzer Elbbrücke und es gibt auch zwei SP. Der Platz an der Marina war wegen des Regenwetters aber sehr matschig, ist aber landschaftlich der bessere. Er liegt am Hafen, einem Seitenarm der Elbe. Der zweite Platz liegt etwa gegenüber am Elde-Müritz-Kanal auf betonierter Fläche oder Wiese.
Ich blieb aber nicht in Dömitz, sondern fuhr auf der B 191 in Richtung Ludwigslust. Dabei kommt man auch durch den Ort Malliß, wo ja letzte Woche dieser Bombenanschlag auf eine Bank war. Das Bankgebäude liegt ja nun in Schutt und Asche, nur der Tresor war ja nicht zerstört..
Ab Ludwigslust ging es auf der B 106 nach Schwerin. Dort stellte ich das Mobil auf einen Parkplatz in der Nähe des Schweriner Schlosses an der Werder Strasse ( Nicht als übernachtungsplatz geeignet ) und bummelte durch den schönen Schlossgarten. Da es schon Spätnachmittag war, suchte ich ein Plätzchen zum Schlafen und fuhr in ein Industriegebiet auf einen Parkstreifen und verbrachte hier die Nacht.
Am nächsten Morgen kehrte ich dann auf den Parkplatz an der Werder-Strasse zurück, ging die etwa 150 m zum Schiffsanleger und machte die sogenannte Inseltour mit dem Rundfahrtschiff, die sehr zu empfehlen ist. Es gibt auch noch andere Rundfahrten, die länger dauern. Wieder an Land ging ich zum Marktplatz und machte eine Stadtrundfahrt mit dem Petermännchen-Bähnchen. Hier bekam ich einen guten, informativen Bericht über die Sehenswürdigkeiten Schwerins. Nach einigen Kopf-nach-links--Kopf-nach-rechts Bewegungen kamen wir auch am Schloss vorbei und durch den tollen Schlossgarten zum Zoo und nach Zippendorf zum Strand. Die Rundfahrt endete nach ca. 1 1/4 Std wieder am Marktplatz
und ich ging dann bald zum Wohnmobil und fuhr über die B 106 nach Wismar. Hier verbrachte ich zwei Übernachtungen auf dem Stellplatz am Westhafen. Der SP ist mit allem Notwendigen ausgestattet, Strom, V+E, WC, Duschen, Brötchenservice und Kiosk. Auch die Gestaltung der Plätze ist ansprechend mit Pflanzen und Sitzecke. Wismar hat viele interessante Geschäfte, die zum Shopping einladen, den schönen Marktplatz, Eiscafes und am Hafen gibt es leckere Fischbrötchen oder Fischgerichte direkt vom Kutter. Auch die Hafenrundfahrt lohnt sich.

So, dass soll erst mal reichen, bald geht es weiter. Alle, die auf Bilder warten, muß ich leider enttäuschen.



Frank

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frankjasper8 am 30 Mai 2010 10:20:39

So, Alle wieder einsteigen, es geht weiter!

Von Wismar startete ich dann auf der B 105 und gelangte nach Neubukow, hier bog ich von der Bundesstrasse ab und fuhr Richtung Kühlungsborn.
Der Ort ist sehenswert, u.a. ist hier Entstation der Schmalspurbahn "Molli", eine aufwendig restaurierte und gepflegte dampflokbespannte Eisenbahn. Die Bahn tuckert mit mehreren Zügen zwischen Dad Doberan und Kühlungsborn-West hin und her. Weitere Haltepunkte sind sind z.B. Kühlungsborn-Mitte, Heiligendamm und Bad Doberan. Und in Heiligendamm war ja sogar schon der US-Präsident zum Gipfeltreffen mit Frau Merkel. Heiligendamm wird ja auch "die weisse Stadt am Meer" genannt.
Von Bad Doberan fuhr ich dann nach Warnemünde und parkte das Wohnmobil auf dem Stellplatz am Bahnhof. Nun kann man sich ja über diesen Platz streiten, der 16,- Euro für 24 Std. kostet, aber der tolle Ausblick auf die Fährschiffe direkt vor dem Stellplatz auf der Warnow macht ein bisschen den Preis wieder gut. Und als ich dort stand, war auch ein Kreuzfahrtschiff am angrenzenden Kreuzfahrtterminal, die "Celebrity Constellation", die dann gegen Mitternacht auch vollbeleuchtet auslief. In Warnemünde lädt die Shoppingmeile am "Alten Strom" zum Bummel ein, das Hotel "Neptun" am Sandstrand, oder man faulenzt einfach am Strand.
Am Stellplatz gibt es weder V+E noch Strom, ein WC ist beim Bahnhof. Der vordere Teil des Parkplatzes ist für PKW und Busse, der hintere Platzteil ist großräumig und für Wohnwagen und Mobile ausgewiesen.
Nach einer Übernachtung setzte ich die Reise über Rostock nach Rövershagen fort und steuerte "Karl`s Erlebnisbauernhof" dort an. Hier ist für Jung und Alt etwas geboten. Die Kinder können verschiedene Fahrgeschäfte ausprobieren, u.a. eine Tracktorbahn, eine Feldbahn oder den "Fliegenden Kuhstall". Für die Erwachsenen gibt es einen großen Bauernmarkt, wo u.a. Textilien, Wurst und Käse oder auch Blumen und Pflanzen erworben werden können. Auch für Essen und Trinken ist ausreichend gesorgt, Parkmöglichkeiten sind direkt am Hof ausreichend vorhanden. Der Hof liegt direkt an der B 105, etwa 10 Km hinter Rostock.

Nach längerem Auffenthalt fuhr ich weiter über Graal-Müritz und den Darß nach Barth und Stralsund zu meinem eigentlichen Ziel, der Insel Rügen.
Dort steuerte ich den Campingplatz in Schaprode an, ein ruhig gelegener Platz, der aber günstig für Besuche der Insel Hiddensee liegt. Wohnmobile stehen hier auf seperatem Platzteil, teilweise mit Blick auf die Insel Hiddensee oder den Bodden. Schaprode selbst ist nur ein kleiner Ort und dient hauptsächlich als Parkplatz für Hiddensee-Besucher, aber es gibt einen kleinen Hafen, Restaurants, Fahrradverleih, einen kleinen Laden und viel Natur ringsherum.

Am nächsten Tag besuchte ich die Insel Hiddensee, nahm das Fahrrad mit und mußte 16,90 € für Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff zahlen, das Rad kostete noch mal 6,90€ dazu. Man kann sich da billiger ein Rad auf Hiddensee leihen. Die Insel ist Autofrei, nur der Inselpolizist, Ärzte und Krankenwagen, sowie der Inselbus dürfen fahren. Entsprechend gibt es auch nur eine Strasse, z.T. geteert oder gepflastert. Alternativ zum Fahrrad gibt es noch Pferdefuhrwerke oder man wandert über die 19 Kilometer lange Insel. Orte sind im Norden Kloster, in der Mitte Vitte und Neuendorf im Süden, das Wahrzeichen der Insel, der Leuchtturm Dornbusch liegt nördlich von Kloster, dem Ort, wo Gerhard Hauptmann einst gelebt hat. Das Haus ist im Übrigen zu besichtigen. Man muß natürlich sehen, daß man das letzte Schiff zurück nach Schaprode nicht verpasst, sonst muß man auf der Insel übernachten.

Tags darauf machte ich nur eine Runde mit dem Fahrrad in der Umgebung von Schaprode, schaute mir da den Stellplatz beim "Seehof" an, der in freier Natur direkt am Wasser liegt. Nur war die Strasse dahin momentan wegen Bauarbeiten gesperrt und ein Feldweg mit teils weichem Untergrund war als Umleitung ausgewiesen, der größeren Fahrzeugen wohl nicht geeignet ist.

Die nächste Etappe ging an einem Regentag quer über die Insel Rügen nach Prora zur "Wohnmobil-Oase", einem im letzten Jahr eröffneten großzügigen Stellplatz. Neue, saubere Sanitäranlagen, Stromkästen, Ver- und Entsorgungsanlage, Brötchenservice und viele Tipps vom Stellplatzbetreiber für die Freizeitgestaltung bekommt der Besucher des Stellplatzes. Auch ein Imbisswagen mit Zelt und Freisitzmöglichkeit befindet sich am Platz, sowie eine Hochterasse zum Sonnen (wenn sie denn scheint).
Prora lockt mit einem Strand, den zum Teil verfallenen Gebäuden des KdF-Heimes, das einst auf ca. 4 Kilometern Länge als Urlaubsdomizil erschaffen wurde. Heute wie erwähnt zum Teil ganz verfallen oder beschädigt aber auch teilweise im Wiederaufbau. So soll z.B. ein Hotel und eine Jugendherberge entstehen. Ein Eisenbahnmuseum mit vielen Stücken wie Lokomotiven und Autos lockt ebenfalls besucher an, ein Kletterwald und weitere Ausstellungen gibt es ebenso. Radwege führen vom SP nach Binz oder nach Sassnitz zum Fährhafen Mukran. Gäste des Stellplatzes bekommen diese Saison täglich eine Freifahrt per Bus nach Binz pro Person.

Jetzt erst mal verschnaufen, es geht dann bald mit dem dritten Teil weiter!



Frank

frankjasper8 am 30 Mai 2010 13:41:28

Und nun der dritte Teil meines Berichts:

Von Prora aus fuhr ich zunächst nach Sassnitz zum Stadthafen. Vorsicht beim Befahren der Zufahrtsstrasse!!! Hier wurde sehr tückisches grobes Kopfsteinpflaster verbaut, bitte ganz langsam fahren, sonst gehen Gläser und Geschirr zu Bruch. Am Hafen befinden sich reichlich Parkplätze für PKW und Reisebusse, aber im hinteren Teil des Platzes vor dem einstigen Fährhafengebäude, ist auch Platz für unsere Womo`s. Parktikett bitte nicht vergessen! Für 1,50 € pro Stunde kann man hier tagsüber parken, Übernachtung kostet übrigens 8,-- €. Hier am Pasrkplatz befinden sich auch drei Imbisse mit Fisch- und Wurstgerichten, ein Museums-U-Boot liegt
hier zur Besichtigung und die Schiffe zum Kreidefelsen fahren hier auch ab. Eine einstündige Tour an der Steilküste entlang zum Königsstuhl habe ich dann auch mitgemacht und ist sehr informativ mit Kommentar vom Kapitän.
Wieder zurück bummelte ich noch durch den Stadthafen, es gibt reichlich Gelegenheiten für kleinere oder größere Mahlzeiten, Andenkenlädchen
oder Ausstellungen über die Seefahrt. Hoch über dem Hafen schwingt seit zwei Jahren eine Fußgängerbrücke in die Altstadt, von hier hat man gute Sicht auf Hafengebiet und die Ostsee.
Ich verließ den Hafen von Sassnitz und fuhr Richtung Naturpark Jasmund.
Auf dem Großparkplatz der Stubbenkammer in Lohme-Hagen gibt es einen Stellplatz für Wohnmobile. Hier stellte ich mich auf den beschilderten SP im hinteren Bereich des Platzes. Es gibt die Möglichkeit Strom zu beziehen, Wasser zu tanken und zu entsorgen und für die WC-Cassette gibt es einen Raum zum Entleeren. Die Parkgebühr beträgt für die Übernachtung 8,-- €
die Entsorgung der WC-Cassette kostet zwei Euro und Wasser gibt es für 1,-- € am Automaten. Morgens kommt von 8.00 - 8.30 Uhr ein Bäcker zum Platz und bietet Brötchen an.
Vom Platz ging ich die etwa 2 Kilometer auf bequemen Waldwegen zum Naturparkzentrum. Man kann diese Tour auch mit Führung ab 11.00 Uhr machen und bekommt dann den Naturpark erklährt. Das Naturparkhaus und die Aussichtsplatte am Königsstuhl kosten Eintritt, man hat aber bei guter Sicht einen wunderschönen Blick von der Plattform auf die Ostsee und den Strand. Im Naturparkhaus gibt es für den Eintritt einen Film über den Naturpark und man kann einen Gang durch die Ausstellung machen und bekommt über Kopfhörer Informationen. Dabei kann man mehrere Vorträge wählen. Ich fand es ganz gut gemacht.
Ich blieb dann über Nacht auf dem Stellplatz Lohme-Hagen und fuhr am nächsten Morgen nach Putgarten. Dabei entdeckte ich in Lohme am Dorfladen noch einen weiteren SP, fuhr dann über die Schaabe, wie diese Verbindung heiß, nach Putgarten und parkte das Mobil dort für 5,--€ auf dem Bereich für Busse und Wohnmobile. Mit der Arkonabahn fuhr ich dann zum Kap Arkona, denn auch diese Region ist für private Autos gesperrt. Man kann aber auch hier Fahrräder mieten oder man geht die 2 Kilometer zu Fuß. Am Kap Arkona sind 2 Leuchttürme zu Besichtigen, ein Marinebunker kann ebenfalls besichtigt werden und es gibt verschiedene Restaurants. Auch die Ausgrabungsstätte einer slawischen Burg liegt hier am kap Arkona. Ich wanderte dann an der Steilküste entlang zum Fischerdorf Vitt, etwa 1,5 Kilometer entfernt.Man kann auch über eine lange Treppe zum Ufer absteigen ( etwa 70 Meter ) und dann am steinigen Ostseestrand entlang nach Vitt gehen. Der Fischerort liegt sehr schön in einer Bucht, ist etwa 20 Häuser groß und lebt von Fischfang und Tourismus.
Auch hier kann der Hunger und Durst in verschiedenen Gaststätten befriedigt werden. Für den Rückweg nach Putgarten nahm ich dann wieder die Arkonabahn und gelangte so zum Parkplatz zurück. In Putgarten sollte man sich noch den Rügenhof ansehen, wo Landmaschienen und verschiedene Handwerksarbeiten zu bestaunen sind.
Meine letzte Nacht auf der Insel verbrachte ich dann in Binz auf dem Stellplatz in der Proraer Chaussee. Hier ist im Preis von 14,-- € sogar Strom inklusive!!, nur die V+E-Anlage war defekt. Ein Bummel durch die Einkaufszone von Binz zur Seebrücke und dem ehemaligen Kurhaus war leider alles, was ich von Binz gesehen habe, die Zeit reichte nicht mehr aus.
Auf dem Rückweg verbrachte ich die letzte Nacht noch mal in Warnemünde, wo diesmal das Kreuzfahrtschiff "Norwegian Sun" am Kreuzfahrerterminal lag. Am Vortag wäre die Aidablu dort zu bestaunen gewesen.
Der letzte Teil der Reise führte dann auf schnellstem Wege über die Autobahnen A 20, A 1 und A 7 nach Hause.

Soweit nun mein Bericht von dieser Pfingsttour an die Ostsee. Ich hoffe, es hat einigen von Euch gefallen, auch wenn leider keine Bilder zur Untermalung der Schönheit gemacht wurden.

Schöne

Frank

uri am 30 Mai 2010 18:56:21

Hallo Frank,
schöner Bericht, vielen Dank. Kommt mir alles sehr bekannt vor, hat sich wohl in letzter Zeit nichts weiter (nachteilig) verändert auf Rügen. Wir waren Pfingsten auch im Norden unterwegs: Schwerin, Wismar, Poel. War an den "Brennpunkten" ganz schön voll. Wie war die WOMO-Dichte so auf Rügen?

uri

frankjasper8 am 30 Mai 2010 20:53:03

Hi Uri!
Naja, auf Rügen war es eigendlich nicht so übermäßig mit den Wohnmobil-Kollegen, in Schaprode standen etwa 10 - 12 Fahrzeuge, am Seehof sah ich etwa 8 Womos, am Proraer SP war etwas mehr los, aber auch hier war noch ausreichend Platz. Am Fährhafen in Mukran sah ich so 6 bis 8 Womos,
in Lohme-Hagen standen wir mit 7 Fahrzeugen, Putgarten war mit 10 Mobilen etwas voller (tagsüber) und in Binz waren es nur 5 Mobile. Aber das Wetter war ja auch nicht so doll. In Warnemünde standen auch nur in der ersten Reihe so 10 -12 Einheiten, nur in Wismar war der Platz an beiden Tagen voll. (16. und 17. Mai) Und das n unterwegs auf den Strassen hielt sich auch in Grenzen, weil so viiel nicht los war.

nach Potsdam

Frank

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