Zusatzluftfeder
anhaengerkupplung

Schlafen im Alkoven während der Fahrt 1, 2


Gast am 09 Jun 2005 22:14:34

Wenn man nicht übermüdet fährt, vorausschauend und defensiv fährt ist das Risiko auf leeren Landstrassen fast null.


Hoffentlich weiß das auch der engegenkommende, übermüdete, betrunkene oder rasende Fahrer!!!

viele andere fahren hinten ohne Gurte und es passiert wirklich sehr, sehr selten was


Ich möchte nicht dabei sein, wenn Du deinem Kind später erklärst, das es nur deshalb im Rollstuhl sitzt, weil Du zu nachlässig warst, weil so etwas ja nur sehr, sehr selten passiert.

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Tipsel am 09 Jun 2005 22:22:48

anpejuje hat geschrieben:schnipp...Letztendlich muss das jeder selber entscheiden.

Andy


Hallo Andy,

aber für ein Kind musst du entscheiden und hast die Verantwortung.

Und das Risiko auf Landstraßen ist meiner Meinung nach noch höher, als vorausschauend auf der Autobahn zu fahren. Es gibt im Notfall keinen Standstreifen zum Ausweichen, es geht gleich in den Acker, wenn nach einer Kurve plötzlich ein Traktor langsam fährt oder Radfahrer und Gegenverkehr, oder ein Moped mit 25 kmh....alles schon mal erlebt.

Janka am 10 Jun 2005 01:00:38

Die Ausnahmen sind dann aber natürlich immer so spektakulär, dass sie gross veröffenlicht werden,

Hallo Andy,
aus deinem Profil entnehme ich das du bei der Feuerwehr bist umso erstaunter bin ich über deine Aussagen, denn von solchen Ausnahmen lebt der Rettungsdienst, siehe auch den Beitrag den ich in diesem Posting geschrieben habe und wie Christel schon geschrieben hat die Verantwortung trägst du selber. Ich war selbst über 25 Jahre Berufsfeuerwehrmann (BOI) und jetzt noch in der FF.

Bernd

Jambo45 am 11 Jun 2005 19:33:00

Hi Leute,

muss mich auch mal zu dem Thema melden.

Natürlich ist es bedenklich, während der Fahrt im Alkoven zu liegen.
Aber- ob Sitzplatz seitlich oder entgegen der Fahrtrichtung und dann ohne Gurt (eingetragen und erlaubt!!) oder Liegeplatz mit Abstützug nach vorn ist ziemlich egal. Beides hält den kleineren Auffahrunfall vielleicht mehr oder weniger aus. Der größere Knall wird in jeder dieser Situationen zum unberechenbaren und unbeherrschbaren Ereignis. Gnade uns Gott.
Aber viele ältere Wohnmobile haben einfach keine geeigneten Sitze in Fahrtrichtung mit Gurten und ohne scharfkantigen Tisch vor der Nase.

Frei umherturnende Passagiere (Kinder !!) sind in jeder Situation ein Extremrisiko. Da brauchts keinen Unfall, da reicht eine Vollbremsung, um schwerste Verletzungen zu erzeugen. Dann schon lieber im Alkoven liegen und im Zweifel nach vorn abgestützt sein.

Und warum nur am Alkoven festbeißen? Es geht doch viel einfacher! Wer kennt nicht folgendes Szenario ?:

Vatter sitzt locker am Volant und frisst die Meilen nur so weg; Mutter sitzt auf dem Beifahrersitz, gemütlich zurückgelehnt mit den Füßen auf dem Armaturenbrett und liest oder häkelt.

Was nutzt bitte der Sicherheitsgurt, wenn man sich schon bei einer Kollisionsgeschwindigkeit von 20 km/h todsicher mit den eigenen Knien den Schädel einschlägt? Und was, wenn das Vehikel einen Beifahrerairbag hat, der zündet? Glaubt nicht, liebe Beifahrer(innen), ihr schafft es ohne weiteres, die Knochen rechtzeitig runterzunehmen, euch fest hinzusetzten, den Gurt nachzuziehen und dann noch vor dem Aufprall die Hände in den Nacken zu nehmen.

Will sagen: es gibt viele Dinge und Gewohnheiten an und mit einem Wohnmobil, die alles andere als sicher sind. Wenn ich mir den Möbelbau, die Küchenkonstruktion und das Thema Ladungssicherung im Wohnmobil allgemein vor Augen führe, sollten die Passagiere lieber grundsätzlich in den Alkoven gehen, da besteht die geringste Gefahr, von irgendwas getroffen zu werden. Es sollte wirklich mal jeder von uns sonntags morgens auf die leere Landstraße fahren und dann aus 80 km/h eine Vollbremsung in den Stand machen. Einige werden ihr blaues Wunder erleben. Und zwar schon lange vor der Blockier- oder ABS-Regelgrenze.
(Fahrzeuge ohne ABS sollten das nur aus 50 km/h machen, sonst gibt's Bremsplatten)

Was neben etwas sachkundiger Vorsorge wirklich nur hilft ist die oft zitierte betont defensive und vorausschauende Fahrweise.

CU

Jambo

Gast am 13 Jun 2005 13:28:09

Jambo45 hat geschrieben:.


Und warum nur am Alkoven festbeißen?



Vieleicht weil das die Frage war???

Jambo45 am 13 Jun 2005 19:52:47

@ Cruiser, vielen Dank für die scharfsinnige Erleuchtung.
-Muss man ja erst mal drauf kommen.

cu Jambo
:wink:

trobs am 13 Jun 2005 20:20:36

Da muß ich jetzt doch mal meinen Senf dazu geben!
Darf man auf Bahngleisen schlafen?

Gast am 13 Jun 2005 20:34:21

Heisses Thema mit wieder sehr unterschiedlichen Meinugen, wie immer.

Alkoven bei uns grundsätzlich verboten !

Ohne Gurt, no way !

Unser Nachbar hatte einen verhältnismässig leichten Unfall. Auf der Landstrasse leich das Lenkrad verzogen und gegen einen soliden Ast gekommen.
Resultat.

Beide hatten nur einen gehörigen Schrecken aber der gesamte Alkoven war war völlig zerfetzt. selbst die Seitenwand hatte sich auf der gesamten Länge aus der Verankerung gelöst.

Wenn da jemand im Alkoven lag hätte er dies meiner Meinung nach nicht überlebt.

In diesem Sinne gute und gesunde Fahrt.

Gast am 13 Jun 2005 21:10:12

Jambo45 hat geschrieben:@ Cruiser, vielen Dank für die scharfsinnige Erleuchtung.
-Muss man ja erst mal drauf kommen.

cu Jambo
:wink:


Gerne, jederzeit wieder :lol:

ffb-rudi am 14 Jun 2005 14:43:09

ja dann lasst uns das thema doch mal kreativ angehen. In meinem Hirn wandern seit geraumer Zeit Gedanken an ein alternatives Rückhaltesystem herum:

Bei einem Aufprall ist der Sitz ja erstmal nicht so entscheidend (nur beim Rückfedern). Wichtiger ist der Gurt, denn dieser hält mit seinen wenigen cm² an Auflagefläche am Körper die gesamte bewegte Masse zurück. War mir schon immer ein Rätsel, warum der Körper nicht quasi "durchgeschnitten" wird, wenn ich mir die Geschichte vom Friederich weiter oben mit seinen 900 kg ansehe.

Wenn man nun ein Gurtzeug (z.B. wie beim Fallschirmspringer) konstruiert und dieses an einem geprüften Ankerpunkt mit einem Rollgurt fixiert, dann hätte man theoretisch die Möglichkeit, ein Kind auf einem Bett spielen zu lassen und dennoch gegen ein Herausschleudern zu sichern. Man muss unbedingt sicherstellen, dass sich im "Schwenkbereich" dieses Pendels keine harten oder scharfkantigen Dinge befinden. Das sind aber Details. Mir geht es nur um die Grundidee.

Bitte tut mir einen Gefallen und fallt jetzt nicht über mich her. Das ist ein völlig unausgegorener Gedanke, aber genau so fangen Innovationen an...

Eventuell kann man dieses Gurtzeug ja auch in mehrenen Dimensionen befestigen, so dass man sich wie in einem Koordinatensystem bewegen kann, bis bei einem Aufprall alle Gurte blockieren und das Kind so in der letzten Position fixieren. Ist Spinne, ich weiß. Aber manchmal habe ich Spaß am Spinnen....

ffb-rudi am 14 Jun 2005 14:47:47

um nochmal einen draufzusetzen: theoretisch müsste ein wirklich stabiler Alkoven sicherer sein als ein Gurt, wenn man beim Aufprall genau an der Wand liegt. Denn dann verteilt sich das Gewicht meines Körpers auf die gesamte Fläche und auf die wenigen cm Gurt.

Also müsste man auch sichere Schlafplätze bzw. Gurte für Schlafende konstruieren können...

Aretousa am 14 Jun 2005 15:04:10

Was ist denn ein wirklich stabiler Alkoven- bei dem Material aus dem er besteht. Habe leider keine Fotos von unserem zerstörten Wohnmobil- das sah eigentlich vorher ziemlich stabil aus.
Aretousa

ffb-rudi am 14 Jun 2005 15:35:46

stabil nicht im IST sondern im SOLL. Ich bin doch gerade beim "Wünsch-Dir-was-Mobil"...

Aretousa am 14 Jun 2005 15:38:45

ach sooooooo.....
A.

Friedrich am 14 Jun 2005 15:51:35

Das nun von mir:

Das Thema bedarf nach meiner Meinung keiner Worte.

Im schlimmsten Falle wären die Folgen unübersehbar. Oder glaubt jemand

allen ernstes daß eine Versicherung nur einen Finger krumm machen

würde??

Frieder

:abgelehnt:

Lothar May am 14 Jun 2005 16:25:58

Ich glaube das Problem liegt eben darin, dass der Gurt schon vor dem Aufprall fest am Körper anliegt, die Alkhovenvorderwand aber nicht.
In die schlägt der Körper wie eine Granate ein und dann durch. Ausserdem dehnt sich das Gurtmaterial erheblich, der Alkhoven nicht.
Will man also im ALkhoven sicher schlafen, dann wäre die Frage: Wie kann ich verhindern, das ich abfliege, wenn das Womo plötzlich stehen bleibt. (Bleibt vieleicht so ein Anstaltsbett zum ferstzurren des Liegenden :razz: :?:
Lothar

ffb-rudi am 14 Jun 2005 16:43:59

...und noch eine Erklärung: ich rede nicht von einer Privat-Bastelei sondern von Produktentwicklung.

Die Idee mit einem Air-Bag muss doch auch mal so angefangen haben, dass sich jemand dachte, dass es schön wäre in ein Luftkissen statt aufs Lenkrad zu knallen.

Eventuell passt das Thema hier auch nicht so richtig rein. Dirk hatte vor einiger Zeit mal so ein Spinn-Thema zu Dingen die man sich im WoMo wünscht oder vorstellen kann...

ffb-rudi am 14 Jun 2005 16:46:26

@Lothar: ja, das habe ich mir auch schon überlegt. Die Zeit, die man vom Schlafplatz bis zur Alkovenwand braucht könnte schon ausreichen, um diese im Vergleich zum Körper wesentlich zu langsam zu machen. Müsste also auch ein Airbag rauskommen :D

Stefan-Claudia am 14 Jun 2005 17:37:42

zumindest für alle Fahrer älterer Fahrzeuge gibt es jetzt eine preiswerte
Alternative; den Airbag von Aldi.

Der sieht so aus wie ein Luftballon und den klemmt man sich zwischen die Zähne.
Wenn man nun verunglückt und nach vorne aufschlägt, drück das Lenkrad auf den Brustkorb, die entweichende Luft pustet man in den Sack und Zack !...hat sich der Airbag entfaltet !

9,99 € in allen Aldi Märkten !

Seekater am 14 Jun 2005 23:08:27

Hallo Alkoven-Sicher-Mach-Fans,

laßt mal den Gedanken fallen, so kreativ Ihr auch seid.

Im Alkoven gibt es nirgendwo ein Bauteil, was im Falle eines Crash auch nur Bruchteile der wirkenden Kräfte auffangen könnte.

Zum Vergleich:
Der Alkoven besteht aus Holzlatten, Isomaterial und 0,5mm Alu-Blech. Im Falle eines Crash fliegt eine halb gefüllte Packung Fruchtsaft mit 500 g Gewicht durch die Wand durch in's Freie.
Aretousa hat geschrieben:.......
wir fuhren die vorgeschriebenen 60 ......
im Alkoven war das Vorderfenster aus dem Rahmen gerissen


Um einen Alkoven "sicher" zu machen, müßte er gebaut sein, wie der Gurtbox auf der Ihr im WoMo angeschnallt am Tisch sitzt. Und wie sieht dieses TÜV-abgenommene Teil aus (in allen WoMos nahezu gleich):
Mehrere Stahlstreben ca. 50 x 50 mm, die mit ca. M10-Schrauben direkt am Fahrgestell verbolzt sind. Ich schätze mal das Teil wiegt seine 50 kg.....
Derartige Streben müßten in einem "sicheren" Alkoven durch das Fahrerhaus hindurch zum Chassis geführt werden und bei der Höhe des Alkoven schätzungsweise doppelt so stark ausgeführt sein, wie der übliche Gurtbock. Ich schätze mal ein Ducato WoMo ist mit einer Vorderachse, die Motor, Fahrerhaus und einen derartigen "sicheren" Alkoven trägt bereits heftig überladen, von Insassen im Fahrerhaus und einer Person im Alkoven gar nicht zu reden. Der ganze Aufwand ist auch nötig denn:

Cruiser hat geschrieben:Damit man mal eine Vorstellung hat, welche Kräfte bei einem Unfall wirken:
.....
Friedrich kam im Verlauf einer Zehntelsekunde zum Stillstand. Sein Gewicht wuchs auf 973 kg an.
.....


Diese Kräfte wollt Ihr ja auch, ca. 2m über dem Fahrgestell auch "auffangen", die Stahlkonstruktion muß also noch zusätzlich einen 2m langen Hebelarm verkraften ....... also Euere "Kreativität" und Vorstellung von einem theoretischem "sicheren" Alkoven in allen Ehren......

Es kommt schon nicht von ungefähr, warum WoMos so gebaut sind, wie sie gebaut sind.


Seekater

qwei am 15 Jun 2005 12:14:48

hi

Da sag ich nur eins dazu hatte mal einen Unfall, danach war der ganze Alkofen weg.
und seit dem läuft bei mier keiner mehr im Auto rum oder geht zur Tolette, als ich sah was da alles rumfliegt und wie das zeug einschlägt mache ich mir jedes mal gedanken wo und wie und was ich in dei Schränke lege, ist ein unterschied ob man eine sodawasserflache an die Ome bekommt oder eine Decke etc.


P.s der unfall war nicht meine Schuld da hängte sich ein Wohnwagen auf der gegenfahrbahn aus und rollte mir frontal rein. Vom Wohnwagen war nichts mehr übrig. :D

Gast am 15 Jun 2005 13:58:06

nicht zu vergessen: eine im Alkoven liegende Person verändert den Schwerpunkt des Fahrzeugs. Das kann zu heimtückischem Fahrverhalten beim plötzlichen Ausweichen führen.

pegjung am 24 Jun 2005 14:00:33

Hallo,
hier die Antwort der Rechtsabteilung des ADAC:

Im Wohnteil von Wohnmobilen dürfen Personen zwar während der Fahrt
mitgenommen werden. Diese Personen dürfen jedoch nur auf Sitzen befördert
werden; sie müssen vorhandene Gurte oder Rückhalteeinrichtungen benutzen.

Ein ungesichertes Schlafen im Wohnteil ist verboten. Wird dies nicht
beachtet, so muß damit gerechnet werden, daß auch bei einem unverschuldeten
Unfall der Mitverschuldenseinwand erhoben und Schadenersatzansprüche
entsprechen gekürzt werden.

Nach den uns vorliegenden Informationen ist die Rechtslage in Österreich und
Italien in etwa vergleichbar.

Mit freundlichen n



Peter Sandl
Juristische Zentrale - RechtsService (JSS)
ADAC e.V., Am Westpark 8, 81373 München
Tel. 089/76 76-62 99, Fax. 089/76 76-84 32
mailto:[bitte keine Mailadressen posten] <mailto:[bitte keine Mailadressen posten]>
--> Link <http://www.adac.de>

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