Lutz171 am 08 Mär 2011 21:43:47

Hallo,
vielleicht kann mir jemand helfen. Und zwar geht es um folgendes: Wir waren drei Tage und Nächte auf einem Stellplatz mit Elektrizität. Dabei haben wir insgesamt nur 1,5 KW verbraucht (lt. Stromzähler am Stellplatz). Der Kühlschrank lief über Gas, Heizungsgebläse und Licht über Strom. Ausserdem wurde noch die Fahzeugbatterie und auch die Aufbaubatterie geladen. Meine Frage: Wievel Strom hätte ich verbraucht, wenn ich nur die Aufbaubatterie zur Verfügung gehabt hätte? Wieviel AH sind also 1,5 KW? Besten Dank schon mal im Voraus, viele , Lutz.

tober am 08 Mär 2011 21:54:22

125 Ampere hättest Du verbraucht - eine 250 Ampere Batterie benötigt wenn man mit 50% entnahme rechnet . Allerdings ist die " Amperezahl zum batterieladen" nicht in der rechnung mit drinnen. Ich weiss nicht wie voll/leer die war :D

tober

selbstschrauber am 08 Mär 2011 22:29:38

tober hat geschrieben:125 Ampere hättest Du verbraucht - eine 250 Ampere Batterie benötigt wenn man mit 50% entnahme rechnet . Allerdings ist die " Amperezahl zum batterieladen" nicht in der rechnung mit drinnen. Ich weiss nicht wie voll/leer die war :D

tober

Absolut Korrekt.
1,5kw sind 1500 Watt. Um die Anzahl der Amperrestunden daraus zu errechnen, musst die die Wattzahl durch die Voltzahl teilen. 1500 Watt : 12V = 125 Amperestunden. Da eine herkömliche 12V Batterie max. zu 50 % entladen werden darf: 250 AH Gesamtkapazität.

Was mein Vorschreiber schrieb, ist also völlig korrekt.

LG

Selbstschrauber

Sellheimer am 08 Mär 2011 22:30:05

ich hab mal gehört vor langer Zeit :)

Watt (1500) geteilt durch Volt (12) = Ampere (125)

Sellheimer

Sellheimer am 08 Mär 2011 22:31:11

hat sich überschnitten; der Vorschreiber hat es auch schon gesagt.

Sellheimer

artischocce am 08 Mär 2011 22:34:46

Hab ja keine Ahnung von so unsichtbaren Zeugs, aber könnte dir das evtl. Hilfreich sein?
--> Link

Lutz171 am 08 Mär 2011 22:46:20

Eigentlich ja ganz einfach umzurechnen. Wenn mann weiß wie. Besten Dank für die hilfreiche Aufklärung. Viele , Lutz.

diegue am 09 Mär 2011 00:21:06

Hallo @ all,

vielleicht sollte man noch mal ganz vorne im ersten Beitrag anfangen mit ein paar grundsätzlichen Klarstellungen und Erläuterungen:

1,5 kW kann man nicht verbrauchen, den bei kW handelt es sich um eine Einheit für die Leistung, wie auch PS. Dein Womo oder dein PKW könnte z.B. eine maximale Motorleistung von 115 PS (entsprechend ca. 88 kW) haben, sagst da dann auch, das dein Auto 115 PS verbraucht hat?

Eine bezogene Energiemenge dagegen ist - egal ob auf dem Stellplatz oder zuhause bei der Abrechnung mit dem Strom- oder Gasversorger - das Produkt aus Leistung mal Zeit, vulgo Kilowattstunden oder kWh, z.B. 3 Stunden (h) lang eine elektrisch Leistung von 500 W (= 0,5 kW) bezogen ergibt eine Energiemenge, die es zu bezahlen gilt, von 1,5 kWh. Zuhause kostet sowas bei Strom ca. 25 bis 30 Cent/kWh oder bei Gas zum Heizen und Kochen ca. 7 Cent pro kWh, auf dem Stellplatz eben deutlich teurer.

Also: Leistung (kW) ist gleich Arbeit (kWh) pro Zeit (h),

oder: Arbeit (kWh) oder Energie(menge) ist gleich Lesitung (kW) mal Zeit (h)

Volt und Ampere als Einheiten für elektrische Spannung und Stromstärke kommen dagegen über folgenden Zusammenhang ins Spiel:

Volt mal Ampere = Watt. Von daher entspricht ein über eine bestimmte Zeitdauer (z.B. 4 h) geflossener Strom von z.B. 8 A = 32 Ah bei einer Bordspannung von 12 V ebenfalls einer bestimmten (in diesem Fall aus oder über die Batterie) entnommenen Energiemenge. Wie man sieht, lässt sich alles umrechnen, man muss nur wissen, was man meint.

Ich hab den Vorteil, dass das in der Technik die täglich gebrauchten Grundzusammenhänge sind, aber das ist andererseit auch seit vielen Jahren Stoff der 8. oder 9. Klasse - also kann sich keiner rausreden, er hät´s nicht gewußt!

aus Hessen - Dietrich

oberstdorfer am 09 Mär 2011 06:55:05

So nachdem nun die Theorie abgehakt ist kommen wir zur Praxis. Durch die Bereitschafts Verluste sowie den Wirkungsgrad des Ladegeräts kann man bei 1,5 Kwh zugeführter Energie über einen Zeitraum von 24 Stunden höchstens die Hälfte verbraucht haben. Was wiederum bedeutet das man in diesem Fall locker mit einer 120 Ah Batterie hingekommen währe.

Gast am 09 Mär 2011 07:17:57

oberstdorfer hat geschrieben:Durch die Bereitschafts Verluste sowie den Wirkungsgrad des Ladegeräts kann man bei 1,5 Kwh zugeführter Energie über einen Zeitraum von 24 Stunden höchstens die Hälfte verbraucht haben.


Entschuldigung, aber was sind Bereitschaftsverluste und wie hoch ist der Wirkungsgrad Deines Ladegerätes?

Ich möchte diese Aussage aus elektrotechnischer technischer Sicht doch anzweifeln.

macagi am 09 Mär 2011 07:54:09

Ich muss dem Oberstdorfer beipflichten, vermutlich hätte ne 100Ah Batterie locker gereicht.

Ich habs mal bei mir gemessen, im Leerlauf schluckt mein eingebautes Ladegerät schon einen 2stelligen Wattbetrag. Trafoverluste?

peterhubertus am 09 Mär 2011 09:07:59

diegue hat geschrieben:... vielleicht sollte man noch mal ganz vorne im ersten Beitrag anfangen mit ein paar grundsätzlichen Klarstellungen ...
Danke!

-----------
nur kurz noch ein paar weitere Erklärungen: Wenn du am Spannungszähler auf dem Stellplatz 1,5 Kilo Watt abgelesen hast, dann kann man das ganz leicht umrechnen in Kilo Volt. Dann sind das auch viel einfacher zu beherrschende Begriffe. Schliesslich hat der Akku ja 12 Volt. Ob die Leistung des Akkus ausreicht, hängt übrigens davon ab, ob der Kabelquerschnitt hoch genug ist. Mit zu niedrigem Kabelquerschnitt bekommt man nämlich am Anfang eine hohe Spannung, aber am Ende nicht genug Strom. Das müßte man dann den Bereitschaftsverlusten dazuaddieren. Zusammen mit den Bereitschaftsverlusten des Ladegerätes (wurde oben genau erklärt) und mit den Kabelverlusten am Spannungszähler (die wurden bisher noch nicht genannt, sind aber wichtig) ergibt sich dann, wie schwer der Akku sein muß. Ich habe bei mir 2 Akkus á 12 Kilo eingebaut. Sie sind in Reihe aber dafür hintereinander parallel geschaltet. Mit diesem Trick vermeide ich, daß ein Akku schneller leer wird, als die Verbraucher Strom ziehen können. Zur Not kann ich ja immer noch Strom von einem in den anderen Akku umleiten (habe da einen Schalter eingebaut), damit die Belastung gleichzeitig verläuft.

Beim ersten mal, als ich die Schaltung neu gemacht hatte, ist mir beim Einschalten alles um die Ohren geflogen. Aber ich hab´s jetzt wieder zusammengeschraubt und mit Isolierband gut abgesichert. Am Wochenende will ich es wieder ausprobieren.

macagi am 09 Mär 2011 09:56:09

peterhubertus hat geschrieben:-----------
nur kurz noch ein paar weitere Erklärungen: Wenn du am Spannungszähler auf dem Stellplatz 1,5 Kilo Watt abgelesen hast, dann kann man das ganz leicht umrechnen in Kilo Volt. Dann sind das auch viel einfacher zu beherrschende Begriffe. Schliesslich hat der Akku ja 12 Volt. Ob die Leistung des Akkus ausreicht, hängt übrigens davon ab, ob der Kabelquerschnitt hoch genug ist. Mit zu niedrigem Kabelquerschnitt bekommt man nämlich am Anfang eine hohe Spannung, aber am Ende nicht genug Strom. Das müßte man dann den Bereitschaftsverlusten dazuaddieren. Zusammen mit den Bereitschaftsverlusten des Ladegerätes (wurde oben genau erklärt) und mit den Kabelverlusten am Spannungszähler (die wurden bisher noch nicht genannt, sind aber wichtig) ergibt sich dann, wie schwer der Akku sein muß. Ich habe bei mir 2 Akkus á 12 Kilo eingebaut. Sie sind in Reihe aber dafür hintereinander parallel geschaltet. Mit diesem Trick vermeide ich, daß ein Akku schneller leer wird, als die Verbraucher Strom ziehen können. Zur Not kann ich ja immer noch Strom von einem in den anderen Akku umleiten (habe da einen Schalter eingebaut), damit die Belastung gleichzeitig verläuft.



Also diese "Erklärung" schiesst den Vogel richtig ab......toll geschrieben!

Die nächste Frage (im gleichen Sinne) wäre ob ein Kilo Volt genausoviel wiegt wie ein Kilo Watt :roll:

selbstschrauber am 09 Mär 2011 09:57:36

peterhubertus hat geschrieben:
diegue hat geschrieben:... vielleicht sollte man noch mal ganz vorne im ersten Beitrag anfangen mit ein paar grundsätzlichen Klarstellungen ...
Danke!

-----------
nur kurz noch ein paar weitere Erklärungen: Wenn du am Spannungszähler auf dem Stellplatz 1,5 Kilo Watt abgelesen hast, dann kann man das ganz leicht umrechnen in Kilo Volt. Dann sind das auch viel einfacher zu beherrschende Begriffe. Schliesslich hat der Akku ja 12 Volt. Ob die Leistung des Akkus ausreicht, hängt übrigens davon ab, ob der Kabelquerschnitt hoch genug ist. Mit zu niedrigem Kabelquerschnitt bekommt man nämlich am Anfang eine hohe Spannung, aber am Ende nicht genug Strom. Das müßte man dann den Bereitschaftsverlusten dazuaddieren. Zusammen mit den Bereitschaftsverlusten des Ladegerätes (wurde oben genau erklärt) und mit den Kabelverlusten am Spannungszähler (die wurden bisher noch nicht genannt, sind aber wichtig) ergibt sich dann, wie schwer der Akku sein muß. Ich habe bei mir 2 Akkus á 12 Kilo eingebaut. Sie sind in Reihe aber dafür hintereinander parallel geschaltet. Mit diesem Trick vermeide ich, daß ein Akku schneller leer wird, als die Verbraucher Strom ziehen können. Zur Not kann ich ja immer noch Strom von einem in den anderen Akku umleiten (habe da einen Schalter eingebaut), damit die Belastung gleichzeitig verläuft.

Beim ersten mal, als ich die Schaltung neu gemacht hatte, ist mir beim Einschalten alles um die Ohren geflogen. Aber ich hab´s jetzt wieder zusammengeschraubt und mit Isolierband gut abgesichert. Am Wochenende will ich es wieder ausprobieren.


Wo ist der Ironie- Button?

Selbstschrauber

peterhubertus am 09 Mär 2011 10:27:08

selbstschrauber hat geschrieben:Wo ist der Ironie- Button?

hier: :D

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