Caravan
anhaengerkupplung

Das Gogolobil unterwegs: in Sibirien, China und Seidenstraße 1 ... 10, 11, 12, 13, 14


Walther45 am 18 Sep 2014 15:45:46

Ich war genau zur gleichen Zeit auf Olchon mit dem Motorrad wie du.
Haben wir uns zufällig in Huschir vor einem Magacin gesehen?
Da sind 2 Deutsche mit einem Transit vorgefahren.

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Gogolo am 18 Sep 2014 16:35:58

Das kann möglich sein, wir haben sehr viele Leute unterwegs getroffen. Allerdings haben wir keinen Transit, sondern ein Bimobil auf Iveco-Allrad-Basis (siehe Bilder im Bericht).


Habe die Ehre

Gogolo

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

DigiMik am 24 Sep 2014 03:11:52

Da ich ja immer noch zu den Unterprivilegierten gehöre und keine PN schreiben darf, also hier... :cry:

Hi Gogolo,
ich bin Deinem Link zu Batlink gefolgt und muss sagen, dass dies für mich die beste Lösung ist.
Die Verstärkung erfolgt zunächst primär physikalisch über die Antenne, als ehemaliger Funker weiß ich, das dies der erste Ansatzpunkt zu einer Optimierung ist.
Andere Systeme, die rein elektronisch arbeiten, können nur das verstärken, was da ist, wo nichts ist, können sie auch nichts verstärken.
Mit dem Batlink-System kann man sich in D zumindest halbwegs legal bewegen, während die elektronischen Systeme in D und EU schlicht illegal sind, dazu mit fraglichem Nutzwert.

Was mich nun interessiert, wie Du die Anlage montiert hast. Klar, ich pappe die Antenne mit Saugnäpfen an die Außenhaut oder montiere sie an einen Träger...
Wie hast Du das mit der Kabelführung gelöst?
Die Antenne sollte ja über das WoMo heraus ragen, muss bei Fahrt wieder weg und ich möchte ein Kabel von dort nicht durch ein Fenster durchführen müssen.

LG aus Oldenburg,
Mikesch

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Gogolo am 24 Sep 2014 09:54:24

Hallo Mikesch,

ich habe das Kabel immer durch einen kleinen Fensterspalt geführt, da ich die Antenne nur dann mit den Saugnäpfen ans Fahrzeug "pappe" wenn ich bei einem längeren Stand einen schlechten WLAN-Empfang habe. Das ist sic her nicht die beste Lösung, aber sie hat sich bei mir bewährt. Vielleicht gibt es auch ein passendes Flachkabel, aber das ist mir nicht bekannt.


Habe die Ehre

Gogolo

DigiMik am 24 Sep 2014 11:46:54

Danke Dir!

Da bleibt mir wohl auch kein anderer Weg.

LG vom Mikesch

Gogolo am 22 Mai 2015 12:06:47

Neueste Info aus Asien für Asienreisende:


Wie ich schon während meiner Reise 2011 berichtet habe, wurde damals damit begonnen quer durch die Wüste Gobi von Nord nach Süd (bzw. umgekehrt) eine Teerstraße zu bauen. Vor kurzem hat mir unser damaliger Reiseleiter berichtet, dass diese Straße nun fertig ist und die Gobi problemlos und ohne Allrad auf einer hervorragenden Straße durchquert werden kann. Damit ist wieder ein schönes Stück Abenteuer weniger....


Damit sind solche Bilder wohl Vergangenheit:

Tiefe Sandpassage





Abschleppaktion





Habe die Ehre

Gogolo

Sappiehans am 07 Jun 2015 13:59:31

Hallo Gigolo, wir haben mit Begeisterung deinen Bericht von der Seidenstraße gelesen.
Wir haben zwei Fragen zu deiner reise:
1. Kannst du dir vorstellen, mit einem karmann oder bresler auf Basis des ducato diese Reise zu machen? Leider fehlt uns das Geld für einen so tollen Wagen wie deinem! Und Gebrauchte sind einfach nicht zu finden.
2. Kannst du sagen, wieviel euch die Reise insgesamt gekostet hat? Nklusiv Vollkaskoversicherung.
Gerne auch die Antwort als PN

Gogolo am 07 Jun 2015 15:32:09

Sappiehans hat geschrieben:1. Kannst du dir vorstellen, mit einem karmann oder bresler auf Basis des ducato diese Reise zu machen?
2. Kannst du sagen, wieviel euch die Reise insgesamt gekostet hat? Nklusiv Vollkaskoversicherung.



Servus,

zu 1: Nachdem jetzt die Wüste Gobi geteert ist, ist die Reise mit diesen Fahrzeugen durchaus machbar. Trotzdem sind die Straßen in Russland, Usbekistan und besonders in Turmenistan äußerst schlecht mit tiefen und heimtückischen Schlaglöchern. Du musst absolut damit rechnen, dass das Fahrzeug nach der Reise Schäden hat und du in die Werkstatt musst. Jammern wegen Schäden oder auch Unfällen in diesen Ländern gilt nicht...

zu 2: Alles insgesamt (Reisepreis, Essen, Visa, Diesel, Geschenke und Mitbringsel) hat uns die Reise rund 30.000€ gekostet. 20.000€ war der Reisepreis, der Rest die eigenen Ausgaben. Eine Versicherung für diese Länder macht incl. Vollkasko derzeit nur die Nürnberger Versicherung wenn du über den Makler Jahn und Partner, Mehring abschließt (Achtung: Voranmeldung der Reise bei der Versicherung notwendig für Deckungsschutz). Die Erweiterung auf diese Länder ist bei dieser Versicherung kostenfrei!


Wenn du noch Fragen hast - heraus damit.


Habe die Ehre

Gogolo

pipo am 08 Jun 2015 13:50:36

Sappiehans hat geschrieben:Hallo Gigolo

Haben wir es nicht schon immer geahnt ;D

Sorry für OT :ja:

knarf am 28 Feb 2018 00:32:55

Hallo Gogolo,
ich habe gerade mich in den Gedanken verliebt, diese Tour auch zu machen.
Wahrscheinlich 2022. 2019 bis 2020 will ich noch mal nach Afrika.
Und man muss ja auch ein bisschen sparen.
Bis Du mit Seabridge gefahren?
Ich denke, allein ist diese Tour nicht zu schaffen.
Gruß
Frank

Keddi am 12 Mär 2018 10:44:55

Hallo Gogolo,
habe gerade den kompletten Thread in einem Rutsch verschlungen, super!
Wir touren ja nun schon seit knapp neun Monaten mit unserem Ducato durch Afrika und haben eigentlich vor, auf der ostroute (Äthiopien, Sudan, Ägypten) mit einem Schlenker über israel, Saudi arabien, Oman, Iran nach Hause zu fahren.
Unsere größte Sorge gilt der Dieselversorgung, denn die Diesel-Weltkarte sagt für Ägypten, Jordanien, Iran, ... eine Dieselqualität von mehr als 5000 ppi.
Das ist alles andere als low sulphur Diesel (allerhöchstens 500 pm), den so ein Euro 5 Motor mit DPF braucht.
Vielleicht kannst du uns ja mit deiner Erfahrung helfen.
Wie sind die Euro 5 oder gar 6 Fahrzeuge (gab es die da überhaupt schon?) aus eurer Gruppe mit dem schwefelhaltigen Diesel zurechtkommen?
Waren auch Euro 5- Ducatos dabei?
Wenn Ja, wie war das ganz speziell bei diesen Autos?
Ich weiß, eure Reise ist schon ein paar Jahre her, aber das macht eigentlich nichts, denn wenn sich die Dieselqualität geändert haben sollte, dann wohl nur zu unserem Vorteil.
Dankeschön und allerbeste Grüße aus Uganda, Kerstin

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Keddi am 12 Mär 2018 11:13:56

Ach du liebe Güte, das kommt davon, wenn vor dem "absenden " nicht nochmal Korrektur liest.
Es soll natürlich immer "ppm" heißen, also parts per miligramm.
Europa hat schon lange den Ultra low sulphur (weniger als 15 ppm), wir tanken hier in der Regel Diesel bis 500 ppm, kurzzeitig (in Sambia) auch mal bis 2000 ppm, alles ohne Probleme.
Aber Diesel über 5000 ppm über mehrere 1000 Kilometer hält kein Euro 5-Motor aus.
deswegen interessiert mich deine Erfahrung umso mehr.
Salut, Kerstin

Gogolo am 12 Mär 2018 13:37:39

So, jetzt will ich mal antworten. Aber das wird jetzt etwas länger – aber ich habe ja Zeit, wir sind gerade in der Cinque Terre bei Levanto/Ligurien und das Wetter ist momentan nicht so prickelnd.

Vorweg schicken möchte ich folgendes: Wir würden diese Asientour sofort wieder machen – wenn wir sie nicht 2011 schon gemacht hätten! Aber 38.000km muss ich mir nicht nochmals antun, obwohl es sehr schön war.

Hallo Knarf: ja, wir sind mit Seabridge gefahren. Normalerweise machen wir keine geführte Tour, aber hier waren doch acht sehr schwierige Grenzen zu bewältigen und wir sprechen die dortigen Landessprachen nicht. In vielen Ländern muss man sich immer wieder registrieren lassen. Das hat der Reiseleiter übernommen. Wir hätten gar nicht gewusst, wohin man da gehen muss. Geldumtausch: hat der Reiseleiter gemacht und auch am Ende jedes Landes das überschüssige Landesgeld wieder rückgenommen. Auch hier also kein Stress. In China braucht man einen sauteueren staatl. Reisebegleiter (2000$/Woche + Unterkunft und Verpflegung). Für die ganze Gruppe hatten wir nur einen, der außerdem sehr gut deutsch gesprochen hat und fast wie ein Freund war. Den kannte aber schon vor früheren Reisen unser Reiseleiter. Im Westen von China (Uiguren) und in Osttibet standen wir ständig unter Beobachtung des Militärs und des Geheimdienstes und uns wurden von diesen auch „sichere“ Übernachtungsplätze zugewiesen bzw. in Osttibet auch mal vertrieben. Ohne Dolmetscher wäre man da aufgeschmissen gewesen. Auch konnten wir in vielen Ländern (Russland, Mongolei, Kirgistan, Iran, Armenien) frei übernachten wenn es garade eine sehr schöne Gegend war und mussten uns nicht an die Vorgaben halten. Allerdings musste der Reisezeitplan eingehalten werden. Das ist aber bei einer nicht geführten Tour zumindest in China und Turkmenistan auch so, dass man da nicht frei zeitlich disponieren kann.

Natürlich ginge es auch ohne Seabridge – wenn man unendlich viel Zeit und Nerven hat. Wir wollten aber diese Reise ganz entspannt geniessen. Und das ist gelungen. Seabridge kümmert sich auch bei Pannen um Hilfe und organisiert Ersatzteile aus Deutschland. Da bleibt dann ein Dolmetscher bei Havaristen und kümmert sich auch um die Zollfreigabe der Ersatzteile. Das soll jetzt keine Lobeshymne auf Seabridge werden, denn solch ein Service kostet auch seinen Preis. Uns jedenfalls war dieser nicht zu hoch.


Hallo Keddi u.a.: Ja, der Diesel war zwischendurch ein Problem. Nicht nur die Qualität, sondern auch die Versorgung.

Wir waren auf alle Fälle froh, dass das Gogolobil „nur“ einen Iveco mit Euro4 und ohne AdBlue hatte bzw. hat. Da war die Dieselqualität nicht so entscheidend. Auf den Passhöhen in Osttibet waren schon Schotterpässe mit 4000m zu überqueren. Da fingen so manche Fahrzeuge zu qualmen an und der Dieselpartikelfilter (DPF) verstopfte, der Motor lief auf „Störung“ und hatte plötzlich nur noch die Hälte der Kraft – und das in der Pampa auf 4000m. Die Mercedes-Diesel hatten das größte Problem und mussten immer wieder in die Werkstätte um den DPF ausblasen zu lassen und den Fehlerspeicher zu löschen. Das Wenigste Problem hatten die alten Toyotas und auch Iveco.



Ich war heilfroh, noch kein Adblue zu haben, denn 2011 gab es auf der Strecke kein Adblue. Adbluefahrer hätten rund 300 Liter Adblue mitnehmen müssen. Wie jetzt die Adblue-Versorgung ist, entieht sich meiner Kenntnis. Was aber immer noch sein dürfte ist die Tatsache, dass in Usbekistan (zur Reisezeit im September) zur Reisezeit sämtlicher Diesel ausschließlich für die Baumwollernte reserviert ist. Touristen schauen dann „mit dem Ofenrohr ins Gebirge“. Wir hatten Glück, Seabridge konnte ein paar Fässer Diesel auf dem Schwarzmarkt ergattern und dann wurde aus den Fässern in die Tanks der Womos umgepumpt. Bei der Qualität dieses Diesels habe ich besser nicht hingesehen. Es war auf alle Fälle zweckmäßig mehrere Dieselfilter mit dabei zu haben... Ohne Seabridge und die Dolmetscher hätten wir in Usbekistan wahrscheinlich gar keinen Diesel erhalten oder hätten bis nach der Baumwollernte warten müssen.

Auch in Turkmenistan wäre ohne Dolmetscher nichts gegangen. Wir standen ab Grenze bis zur Ausreise unter ständiger Beobachtung des dortigen Geheimdienstes, damit wir ja keinen Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung aufnehmen (strengstens durch den dortigen Diktator verboten!). Haben Jugendlich versucht mit uns bei den abendlichen Übernachtungsplätzen anzusprechen, wurden sie sofort vertrieben. Wir konnten zwar morgens losfahren wann wir wollten – aber nur in einem vorgegebenen Zeitfenster, denn der Geheimdienst fuhr dann als letzter Wagen und passte auf, dass wir nicht irgendwo abbiegen. Trotzdem war Turkmenistan ein faszinierendes Land, das man gesehen haben muss.


Noch etwas zum Diesel: es besteht die illegale Möglichkeit, den DPF auszubauen und auch AdBlue stillzulegen. Eine Softwareanpassung ist dazuauch erforderlich. Der Motor hat dann Euro0!!! Das ist zwar in Deutschland offiziell verboten (Steuerhinterziehung), aber sonst würde ich keine Möglichkeit sehen, mit den neuen hochgezüchteten Motoren diese Länder zu befahren. Bei Rückkehr muss dann natürlich die Programmierung wieder rückgängig gemacht weden und der DPF und Adblue wieder eingebaut werden.


Ich denke, dass ich nun alle Fragen beantwortet habe. Sollten trotzdem neue Fragen auftauchen: her damit!



Habe die Ehre

Gogolo

ebi1 am 12 Mär 2018 14:08:08

Von mir noch ne kleine Anmerkung...

Die Info habe ich von Mercedes, ich habe sie danach aber nicht weiter überprüft: laut Mercedes ist es mit dem Ausbau des DPF nicht getan. Die Düsen würden durch den Diesel mit hohem Schwefelgehalt verstopfen. Zudem würde man innerhalb des Motors ungewünschte chemische Prozesse erzeugen, die auf die Lebensdauer gehen. Wenn es mit dem Ausbau des DPF getan wäre, hätte ich mir anno 2016 schon ein Neufahrzeug in D gekauft und das Ding einfach ausgebaut, weil das Mobil eh nicht in D genutzt werden sollte. Ein Techniker von Mercedes in Windhoek sagt mir: "keine Chance". Zumindest nicht für ein eigentliches Euro6 - Fahrzeug. Wie es mit Euro 5 oder 4 aussieht, kann ich leider nicht sagen.

Grüße
Ebi

Gogolo am 12 Mär 2018 15:20:34

Das beweist es wieder: sooooo schlecht sind die alten Motoren auch wieder nicht :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Sollteein Fahrverbot in den Städten kommen - dann fahre ich halt dort nicht mehr hin... Es gibt noch so viele andere schöne Stellen in Europa und auf der Welt ohne solche blödsinnigen Regelungen


Habe die Ehre

Gogolo

Keddi am 12 Mär 2018 15:43:57

Stimmt, mit dem Ausbau des DPF ist es - laut Fiat - leider überhaupt nicht getan...
Es gibt für uns also nur zwei Optionen :
1. Wir drehen um und verzichten auf Ägypten und die anderen Länder
2. Wir tanken den Diesel den es dort gibt, aber dazu wäre es hilfreich zu wissen, ob schon das schon andere Euro 5-Motoren (am besten ducato, ohne Adblue) vor uns heil überstanden haben.
Vielleicht liest hier ja sogar ein Ducatofahrer mit, der kürzlich erst mit seinem Auto in Ägypten war... :ja:
Salut, Kerstin

Westfalenheld am 19 Aug 2018 11:47:29

Cooler Blog & cooler Trip. Ich hoffe auch mal dahin zu kommen, mit eigenem fahrbaren Unterbau :)

Forticus am 15 Feb 2020 15:08:26

Hallo Gogolo,
vielen Dank für den Bericht! Ich sehe schon, der Trend geht ganz klar zum Zweitwagen.
Mein Erstwagen/Weissware/ steht zwar noch beim Händler, aber ich träume schon fleißig weiter. Viel Zeit habe ich nicht mehr, deshalb zähle ich seit letztem Jahr rückwärts, um es mir einzuteilen.

Neben den vielen bunten Eindrücken fand ich auch so manches Detail wie z.B. 2 Ersatzräder oder zur Gruppenhydraulik interessant.
Grüße
Martin, 29


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