|
Hallo WoMo-Fachleute,
möchte übermorgen mit meinem neu gekauftenWomo Richtung Skandinavien fahren. Habe heute von einem langjährigen WoMo-Fahrer gesagt bekommen, dass man nach längerer Fahrt, seinen Diesel-Motor nicht abschalten, sondern noch einige Minuten laufen lassen sollte. Ist dies ein guter Tip? Vielleicht ein paar Meinungen. Gebro Hallo,
wenn´s denn ein Turbo ist - absolut ja beim Sauger gibt es dafür keinen Grund Hallo Gebro,
egal ob neu oder nicht : Turbo immer "langsam" warm fahren (ca.: 15 km) und zu Ende der Fahrt wieder "kalt" fahren (auch so bis 15 km vor dem Ziel runter vom Gas). d.H.: zum Anfang und zum Ende hin die Maschine nicht übermäßig drehen lassen und wenn Du sie dann im Stand noch paar Minuten (geht ja nicht immer) laufen lassen kannst, um so besser. Die Maschine dankt es Dir mit langer Lebenszeit! wolfgang Also Wolfgang kann ich nur zustimmen, was die 15 km "Warm- / Kaltlaufphase" betrifft. Alles andere - 5 Minuten im Stand laufen lassen - gehört in die Gerüchteküche. Logisch ist, das der Motor - sollte er mal längere Zeit im hohen Drehzahlbereich gelaufen sein (wer macht das schon ? Das maximale Drehmoment liegt ziemlich weit unten !) wieder auf normale Betriebstemperatur runter kommen muß, das sind die 15 km moderate Gangart vor dem Stop. Ansonsten geht im Leerlauf (auch bei warmen Motor) bei stehendem Fahrzeug die Motorbelastung eigentlich eher hoch, liegt einfach an der fehlenden Luftzirkulation und dem für den Motor vollkommen falschen Arbeitspunkt ! Bei meinem Fiat Ducato 2,8 JTD steht in der Bediehnunganleitung das man den Motor immer nach der Fahrt noch einige Minuten im Leerlauf laufen lassen soll, damit die Temperatur des Öls im Turbo sinkt und dieses dann nicht mehr so dünnflüssig ist wie bei höherer Temperatur. Ansonsten kann sich der Turbo fressen und Fiat haftet in solchen Fällen nicht. Hallo Turbofahrer,
wie bereits erwähnt liegt der Hinweis im Turbolader und seiner Arbeitsweise begründet. Der Turbolader dreht mit extrem hohen Drehzahlen (>50.000U/min) und ist auf entsprechende Schmierung angewiesen. Wenn man nach einer längeren Fahrt mit relativ hoher Last sofort den Motor abstellt, wird gleichzeitig sofort die Ölpumpe abgeschaltet. Die Turboschaufeln drehen aber noch kurz ungeschmiert weiter, was in eine erheblich reduzierte Lebensdauer mündet. Daher im Leerlauf etwas weiterlaufen lassen (Turbo dreht fast gar nicht mangels Abgas) bzw. die letzten km im gemäßigten Galopp angehen. Dem eigentlichen Motor ist das schnelle Abschalten wurscht (außer das Kühlergebläse dreht noch, dieses mit eingeschalteter Zündung nachlaufen lassen, bis der Thermoschalter das Ding abschaltet). Das gilt übrigens für alle Turbomotoren, besonders Benziner, die nochmals höhere Drehzahlen haben. Die Drehzahl ist enscheidend, da der Turbo durch die (Aus-)Strömung der verbrannten Abgase angetrieben wird. Diese ist bei höheren Motordrehzahl halt höher. happyhymer Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!!! :D Super,
da hab ich ja auch ne Menge gelernt; Dank an alle! Hallo,
Es geht um die Ölkohlebildung in den Lagern des Turboladers, es wird durch das Nachlaufen (Abkühlphase) eine Ölkohlebildung verhindert. Bei bestimmten Turbo-Motoren, gibt es eine Zwangsgesteuerte Nachlaufphase. Hugo hallo
ich vermute mal ,dass hier die rede davon ist den motor kalt fahren wenn er vorher 1-2 std mit ca 4000 -5000 U/min gefahren wurde,also ziemlich an der grenze eines diesels hat man sein fahrzeug so geschunden,gehoert es natuerlich ,so wie ein pferd gebuerstet :D und kaltgefahren alle ABfahrten die im bereich um die 2500 -3000 U/min liegen ,reicht eigentlich die normale abfahrtsfase von der AB um den turbo abzukuehlen bzw 2-3 ampelstops oder normale landstrassen fahrt denn was macht ihr wenn ihr euer fahrzeug an der grenze des machbaren fahrt und ihr kommt in einen stau,dann is vorbei mit den 15 km kaltfahren dann steht er (turbo)und muss sich mit stop end go zufrieden geben is nur ein gedanke von mir lg alex Bei unserem WoMo stand das auch in der Bedienunganaleitung, aber wer ließt die schon? Bei modernen Turbos reicht eine Minute im Stand aus um den Turbo in verträgliche Regionen zu bringen. Das geht auch im Stau. Wichtig ist die Tankpause an der Autobahn.
Mal ganz ehrlich.
Achtet da wirklich jemand drauf? Hallo Shorty,
ich geb´s ja ungern zu ! Ich achte da sehr genau drauf - warmfahren - kaltfahren und 1 Minute Leerlauf bis zum Abschalten. Das mache ich seit Jahren und hatte auch noch niemals ein Motorproblem (kann auch Zufall sein). Man hat mir´s mal so erklärt: (für Turbo´s)
Nach dem Start erst ein paar Sekunden (!) im Leerlauf tuckern lassen, weil´s Öl noch kalt und entsprechend zähflüssig ist. Der Öldruck baut sich wohl nicht schlagartig auf, sondern braucht das eine oder andere Sekündchen, um auch die letzte Lagerstelle zu erreichen, wie z.B. die Lager vom Turbo. Den heißen Motor sollte ich nicht unmittelbar abstellen, wenn ich ihm zuvor noch Leistung abverlangt und somit den Turbo habe hoch drehen lassen, damit die Turbowelle zur Ruhe gekommen ist, bevor der Öldruck durch Abstellen auf Null geht und die Welle ungeschmiert nachläuft. Wie viele oder wenige Sekunden der Turbo nachläuft, weiß ich allerdings nicht. aus Straelen Schaschel
Wir achten da auf jeden Fall drauf, seit der Turbno eines bekannten verreckt ist und sie ihm in der Werkstatt als Grund genannt haben das er das Fahrzeug nach der Fahrt sofort abstellt. War zeimlich teuer damahls. Ich fahre seit 11 Jahren Womo. Mittlerweile haben wir das vierte. Seit ca.8 Jahren fahre ich auch PKW mit Turbodiesel Motoren. Mittlerweile auch schon den dritten und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich noch nie um den Turbo gekümmert habe.
Entweder hatte ich bisher nur Glück, oder es ist doch nicht so wichtig den Turbo abzukühlen. Ich werde mich mal bei der Werkstatt meines Vertrauens schlau machen. Hi Turbos,
all das fällt vielleicht im gewerblichen Güterverkehr, womöglich mit Anhängerbetrieb ins Gewicht, weniger bei der grundsätzlich eher moderaten Wohnmobilnutzung. Ich, jetzt auch erstmals mit einem relativ modernen Turbodiesel bestückt, habe anfangs permanent und ängstlich den Drehzahlmesser beobachtet. Mit meinem jetzigen Fahrzeug (Ducato 2.8 ie.TD) komme ich bei der Leistungskurve des Motors, meiner daraus resultierenden Fahrweise und einer Reisegeschwindigkeit von max. 120 km/h kaum in den kritischen Bereich. Im Hochgebirge vielleicht ausnahmsweise mal. Klar, wer die Karre drischt, muss darauf achten. Aber der ist eh kein Motorenfreund. Jambo Ich habe gerade in meiner Bedienungsanleitung(Fiat Ducato) nachgesehen. So wirklich wichtig kann das mit der Abkühlung nicht sein. @ Shorty
Mal ganz ehrlich! Ich schon. Das hat mir mal ein KFZ Meister erklärt. Ist doch klar, dass bei Autobahnfahrten der Motor ziemlich viel leisten muss. Auch der Turbo schaufelt imens viel Luft und dreht fast immer mit Höchstdrehzahl. @ Alle Kommt man auf der BAB abfahrt an eine Tanke, dann sollte man den Motor 1 - 2 Minuten entspannen lassen. Entspannen auch im Sinne der thermischen Belastung. Der Turbo wird durch die heissen Abgase angetrieben, die während der Belastung sehr hohe Temperaturen erreichen. Die andere Turboschaufel schaufelt kalte Luft in die Brennkammern und dadurch entsteht ein sehr hohes Temperaturgefälle zwischen den beiden Schaufelkammern. Dieses muss erst ein wenig ausgeglichen werden um Verspannungen der verschieden Materialien zu vermeiden (Gusseisen und ALU - Druckguss). Das Kühlwassersystem muss auch noch gleichmässig zirkulieren, damit beim abgeschalteten Motor (und damit Stillstand der Wasserpumpe) keine Stauwärme durch Nachheizen der Zylinderwandungen entsteht. Wie bekannt sein dürfte steigt die Stauwärme nach oben in den Zylinderkopf, der bei neueren Motoren aus einem anderen Material besteht als der Motorblock und kann dort zu Spannungen führen, die die verschiedenen Materialien gegeneinander arbeiten lassen. Was dann passiert kann sich jeder vorstellen. Eine Ruhepause (dahintuckern im Stand) vor dem Abschalten des Motors erhöht die Lebensdauer des Turbos und der Maschine gewaltig. das dazu @Frank
Die unterschiedlichen Materialien eines Motors werden sich bei erwärmung immer unterschiedlich stark ausdehnen. Genauso ist es auch wenn Du den Motor abstellst. Es kann gar nicht sein, dass es keine Spannungen im Material gibt. Und wenn das ein Motor nicht aushält, dann hat er nichts in einem Auto verloren. Stauwärme wird es bei einem abgestellten Motor immer geben. Das Motorenöl ist nämlich heiß genug, um den Motor noch eine ganze Weile mit Wärme zu versorgen, vor allem im Sommer. Die thermiche Belastung wird wohl auch erst im stand richtig hoch sein. Während der Fahrt wird der Motor ja auch noch zusätzlich durch den Fahrtwind gekühlt. Das lies mir nun keine Ruhe und ich habe mir alle Bedienun gsanleitungen die ich habe durchgelesen.
Iveco - nichts BMW - nichts Nissan - nichts Alle 3 sind Common Rail-Turbodiesel und die 3 Hersteller erwähnen absolut nichts über "kaltfahren" und im Leerlauf den Turbo abkühlen. Aber das Warm- und Kaltfahren werde ich weiterhin machen, ist für mich eine logische Angelegenheit. @agu
Gegen das warmfahren gibt es auch abolut nichts zu sagen. Das ist sogar wichtig. Hallo Shorty,
da sind wir 2 ja wieder. Ich bin ganz Deiner Meinung ! Warm- und Kaltfahren habe ich auch ohne Turbo früher gemacht, hab ich sogar in der Fahrschule gelernt. @agu
ist schon witzig mit uns beiden. Aber warum nicht. Ich finde die Diskussionen hier immer echt gut. Vor allem weil auch der Ton stimmt. Hallo Frank, :razz:
gegen Dein Bericht ist wirklich nichts zu sagen, doch ich glaube das dieser wohl eher in den Bereich der Formel1 Technik gehört. :D Einem Allerweltsmotor der "normal" gefahren wird sollten im heutigen Zeitalter diese von Dir geschilderten Dinge eigentlich fremd sein. :roll: Liebe von Ana und Volker @ Shorty @ Ana - Volker
Ihr habt schon Recht. Ich bin aber immer skeptisch, was die Motorentechnik, oder überhaupt die Fahrzeugtechnik angeht. Da wird oft gespart und mit wenig Material hohe Leistung und Tragkraft herausgeholt. Das hat Vorteile, aber, so finde ich, Nachteile. Bei dem geschilderten Sachverhalt Stauwärme muss ich hinzufügen, dass ich VW LT geschädigt bin (altes Modell). Da kam es häufig vor, dass durch die Lage des Motors (in einer Art Glocke unter der Motorabdeckung, ohne Luftzirkulation) die Stauwärme den Zylinderkopf derart stark beanspruchte, dass die Lebensdauer des Motors drastisch verkürzt wurde. Trotzdem! Warm- und Kaltlaufenlassen ist immer von Vorteil und ein Muss. Bei jedem Motor, bei jedem Fahrzeug. Es geht hier auch um die Öltemperaturen in Getriebe und ggf. Hinterachsgetriebe. Ich finde: Ein Auto sollte wie eine Frau behandelt werden. Das "Warm up" und das "Slow Down" vollenden den Akt! :wink: cu Auch mein Motor wird äußerst pfleglich behandelt. Ich glaube, der einzige, der meinen Diesel schlecht behandelt, ist der Prüfer bei der AU.
3x Abregeldrehzahl - da blutet mir das Herz, ganz ehrlich, das kommt bei mir im Betrieb nie vor, auch wenn ich weiß, dass er das ab kann. Aber keine Bange, die Motoren müssen schon einiges aushalten können. Denkt doch mal darüber nach, dass die wenigsten dieser Motoren von so fürsorglichen Wohnmobilisten gefahren werden, die meisten müssen sich im harten Nutzfahrzeugalltag bewähren und tun dies auch, meist jahrelang. Dazu gibt es im Fahrzeugbau auch zahlreiche Shock-Temperaturtests, die die Motoren und deren Bauteile über sich ergehen lassen müssen und dadurch nicht (vorzeitig) ausfallen dürfen. Wer von Euch würde z.B. 20°C kaltes Wasser in einen heiß gefahrenen und dann entleerten Motor schütten?! Das muss jeder Motor eines seriösen Herstellers als Freigabekriterium aushalten - und das ist nur ein Beispiel, weiter sind z.B. Kaltstart und dann sofort Vmax, Dauerhöchstdrehzahltests (500 -1000h!), usw. Zu unserem Thema: Mag sein, dass sich durch das "Nachlaufen" lassen des Motor gewissen Temperaturspitzen ausgleichen können und dies der Lebensdauer zu Gute kommt, aber es sollte auch so gehen. Ich halte es hingegen für keine allzugroßen Act sich das anzugewöhnen, bei mir müssen aber 30 s reichen. Das mit dem Warmfahren ist wie sich zeigt hingegen unstrittig und da schließe ich mich an. Und: Wem sein Motor derat am Herzen liegt, der sollte sich aber auch verstärkt um die Auswahl des Motoröls sorgen. Inzwischen gibt es zahlreiche seriöse Produkte (leider auch genügend unseriöse) die bei den Problemstellungen "Kaltstart" und "Notlaufeigenschaften" einiges zu bieten haben. Da gab und gibt es in den letzten Jahren jede Menge Fortschritte - ich hab's ausprobiert... Viele - Laichy |
Anzeige
|