wenn Einer eine Reise tut, dann kann er war berichten. So auch ich.
Unsere Polentour liegt nun einige Wochen hinter uns und ich habe mich endlich dazu aufgerafft und einen kleinen Reisebericht geschrieben.
Zur Route sei gesagt:
Abfahrt in Duisburg,
erste Übernachtung in Sachsen Anhalt weiter über Frankfurt Oder nach Posznan (Horror durch die Stadt zu fahren).
Zweite Übernachtung hinter Torun freistehend, zwischen LKW`s, auf einem Hotelparkplatz, da der angegebene Stellplatz einfach nicht mehr da war.
In Polen sind die Strassen eine Herausforderung für Mensch und Auto! Leider hat mein alter Hymer an einer Bahnübergang, bei einem Schlagloch die Flügel gestreckt und ein Stück im Innenrahmen ist gebrochen.....
Wenn euer Navi sagt, 160 KM fast 4 Stunden Fahrzeit....glaubt dem Navi,
es stimmt.
Übrigens hat Polen wohl fast alle EU Gelder in den Neubau von Autobahnen investiert, die leider noch nicht fertig sind. Den Rest der Gelder in Blitzkästen.
Noch nie habe ich so viele Blitzkästen gesehen wie auf dieser Wolga Line.
Am nächsten Tag ging es weiter über Bygdonsz nach Olztyn und von dort nach Sorkwity. Da meine Frau sich weigerte, noch weiter bis zur Wolfschanze zu fahren und einen Stellplatz in diesem Ort ausgemacht hatte, fuhren wir ihn an.
Wir haben schon einige Erfahrungen gemacht was Stellplätze angeht, aber
diesen hier möchte ich wirklich persönlich empfehlen!
Warum...Hier die Erklärung:
Bei der Ankunft fanden wir einen schönen mit Hecken und Zaun
abgetrennten Platz vor auf dem 5 Wohnmobile direkt am See stehen können.
(die Aussicht ist einfach Spitze!) Ebenso sind 5 verschieden große Ferienwohnungen buchbar.
Strom und Frischwasser sowie Entsorgung ist vorhanden.
W-Lan gibt es kostenlos
Ebenso ist eine Dusche vorhanden.
Das ist ja normal wird nun jeder sagen, also hier die zusätzlichen
Highlights:
Nach der Ankunft wurden wir von den Besitzern erst einmal zum Kaffee eingeladen und mit Informationen über die Umgebung versorgt.
Der Platzbetreiber (Günter) bietet als persönlichen Service gegen
Benzin (Gas)kosten und einem Mittagsessen als Bezahlung an, die schönsten Stellen der Masuren zu erkunden.
Wolfschanze
Stelle wo das Attentat auf Hitler geschah
Heilige Linde
Ebenso sind organisierte Kanufahrten durch die masurischen Kanäle
buchbar, die mit Zwischenstopp zur Mittagszeit sogar Grillen und Getränke
beinhalten.
Das Mittagsessen beider Kanutour
Das war einfach wunderschön !
Die Ehefrau (Elzbieta) bietet an, Lebensmittel und weitere benötigte Dinge, bei Ihren Einkäufen, aus der Stadt mitzubringen.
Hierzu ist nur kurz eine kleine Liste mit den benötigten Sachen mitgeben.
Brötchenservice, Getränke (auch Bier) stehen ausreichend zur Verfügung,
frische Eier vom Bauern nebenan sind erst gar nicht weiter zu erwähnen.
Weiter steht ein Steg in den See zur Verfügung, um schwimmen zu gehen
oder zu Angeln.
Auch gibt es 3 frei nutzbare Ruderboote,so wie eine kleine Pontoninsel im
See.
Am Abend kann man gemeinsam die Grillhütte nutzen, wo auf
Buchenholz, in gemütlicher Runde gegrillt wird.
Hier sei Günters selbstgebrannter Birnenwodka von mir besonders empfohlen!
Das wir bei dem Service und den Angeboten und der absoluten
Freundlichkeit in herrlicher Lage nicht nur eine Nacht blieben, ist
verständlich. Wir schafften 10 Tage und haben keinen Tag bereut, dort einfach hängengeblieben zu sein.
Auf unseren Ausflügen besuchten wir, unter anderem, die Wolfschanze (Achtung Mücken!, Marienburg, die Heiligelinde (eine wunderschöne Wallfahrtskirche), unzählige abgelegene, verträumte Seen und die Stadt Nikolaiken mit ihrem Jachthafen (dort steppt der Bär).
Ausserdem erfuhren wir viel über Land und Leute.
Yachthafen Nikolaiken
Landschaft
Da ich Funkamateur bin möchte ich auch hierzu etwas schreiben.
Regulär schaut jeder Platzbetreiber interessiert oder misstrauisch dem
Antennenbau des Funkmobilisten zu.
Auf diesem Platz wurde mir Angeboten soviel Draht zu spannen, wie ich
wollte. Werkzeuge und Hilfsmittel wie Leiter etc. standen zur Verfügung
und so konnte ich einmal
den Test machen, der mich immer schon interessierte. Was ist besser? Ein
Dipol mit 2*20 Metern Läge oder die Spezialanfertigung der 40/80 Meter
Mobilantenne von DF2JN.
Erstaunlicherweise war ich in DL sowie auch in allen europäischen
Ländern mit der Mobilantenne bis zu einer S Stufe lauter zu hören.
Meine Anlage bestand aus IC-706 MK2, 400 Watt PA KL 500 (Umbau von LJ4lQ der extra für diese Tour die Pa aufgebaut hatte... Danke ! )
Es war auf der gesamten Tour selbst 75 KM vor Kaliningard möglich, aus
dem Wohnmobil mit DL zu sprechen!
Die Rückfahrt verlief dann über Stettin weiter nach Wismar , Insel
Rügen, Cuxhafen, Norddeich und letztlich Duisburg.
Gefahrene KM 3794 KM, Schwielen an den Händen, aber einen unvergesslich schönen Urlaub erlebt!
Hier der Link zum Stellplatz mit Fotos --> Link


[/url]. Natürlich waren wir eine ganze Gruppe Paddler und hatten am Nachmittag sehr müde Arme und Schultern, 30 km Paddeltour sind schon sehr lang.