aqua
motorradtraeger

Umrüstung auf LiFeYPO4 1 ... 37, 38, 39, 40, 41, 42


OscRa am 01 Mär 2015 00:45:15

Hallo Damedos,

es geht um die Leistungsschaltung. Habe bei Conrad einen ähnlichen MOSFET gefunden und zwar den IRLB3034PbF. Von den Parametern her scheint alles gleich zu sein. Da mein Wissen darüber sehr spärlich ist, kann ich nicht entscheiden ob der IC auch verwendet werden kann. Was sagst Du dazu?
Wäre nicht schlecht weil man in Deutschland bestellen könnte und ist auch noch etwas billiger.

,
Oskar

e_boettcher am 01 Mär 2015 14:48:01

Den IRFB3004 kannst Du für 2,77€ (netto) bei Mercateo.de kaufen - brauchte aber einen Gewerbeschein.


Edgar

OscRa am 01 Mär 2015 15:33:20

Habe aber keinen. Bist Du auch am Umstellen nach "Damedos-Methode"?

,
Oskar

e_boettcher am 01 Mär 2015 16:01:53

Ja, so ähnlich,
Werde in einer Woche die erste Probereise machen und danach über mein Konzept und erste Erfahrungen / Messwerte berichten.

Edgar

OscRa am 01 Mär 2015 16:10:33

Kannst Du bitte vorab ein paar Details verraten, bin momentan in der Entscheidungsphase. Hast Du den Verteiler genutzt oder das vorhandene Trennrelais? Wenn ja, wie geschaltet?

,
Oskar

unt60 am 01 Mär 2015 19:13:04

Hallo an alle,
nachdem ich mich bereits im Spätherbst mit dem Thema LIFeYPO4 beschäftigt und auch einige hilfreiche Antworten von euch aus dem Forum erhalten habe, nun mein aktueller Stsnd der Umsetzung. Als Laie auf diesem Gebiet habe ich mich für die Aufbaubatterie zu einer Fertiglösung entschlossen. Von D+W Energie habe ich ein ESY 100-12 Batteriesystem erworben. Nach einigem Umbau des alten Kabelsalates ist bisher alles im grünen Bereich. Das alte Ladegerät, Booster und Solarregler von Büttner sowie die Anzeigepanels sind weiterhin im Einsatz.
Nach einer relativ kalten Nacht ( ca - 8 Grad ) hat die Batterie rund 20 Ah für den Heizungs- und Radiobetrieb abgeben müssen. Bereits nach ca 30 min Fahrt und 50 km Fahrstrecke zeigte der Batteriecomputer wieder einen Ladezustand von 99 Ah an. ich denke daß das ein guter Wert ist.
Für die Starterbatterie habe ich eine Winston LiFeYPo4 60 AH Batterie erworben. Wegen der geringen Einbauhöhe im Batteriekasten habe ich die Zellen von ihrem Gehäuse befreit; zur Kontrolle noch ein Cellog 8s angeschlossen. Es zeigte sich, daß die Zellen beim Laden im Fahrbetrieb doch etwas auseinander driften : 3,59 V max und 3,35 V min. Deshalb habe ich gestern von Faktor vier einfache CBM1X Ballancing Boards eingebaut. Heute morgen war die Spanung der Zellen recht ausgeglichen 3,290 - V 3,299 - 3,296 V - 3,290 V.
Was mich etwas stutzig macht : die Wiederstände der Ballancer sind immer noch recht warm. Kann mir jemand sagen, ob die Leistungsvenichtung durch die Wiederstände weiter bis zur Nennspannung von 3,2 V geht oder ob ich womöglich was falsch montiert habe - die Ballancerseite mit der Bohrung habe ich an Plus und die Gabelung an Minus geschraubt?
Danke schon jetzt für Eure Hilfe.

e_boettcher am 01 Mär 2015 19:43:06

OscRa hat geschrieben:Kannst Du bitte vorab ein paar Details verraten, bin momentan in der Entscheidungsphase. Hast Du den Verteiler genutzt oder das vorhandene Trennrelais? Wenn ja, wie geschaltet?

,
Oskar


Hi Oskar,
ich könnte de Editor des Forums auf de Mond schießen: habe in der letzten Stunde mal meine bisherigen Erfahrungen zusammengeschrieben, mit einer dämlichen Fehlermeldung wurde der Bericht ins Nirvava geschickt - wenn ich wieder ruhig bin, werde ich es erneut versuchen - wird aber einige Tage dauern - sorry!

Edgar

jippiee am 01 Mär 2015 19:50:00

unt60 hat geschrieben:... Kann mir jemand sagen, ob die Leistungsvenichtung durch die Wiederstände weiter bis zur Nennspannung von 3,2 V geht ...

ich habe dieselben Balancer an der Aufbaubatterie verbaut - sie sprechen bei mir immer ab 3,6V an (nicht wie im Datenblatt 3,65V) an und ab knapp über 3,5V aus. Da die Balancer immer nur sehr sehr kurz bzw. intermittierend in Betrieb sind, werden die Widerstände bei mir nie sehr warm.

gruß

moritz

wolfherm am 01 Mär 2015 19:59:27

e_boettcher hat geschrieben:

Hi Oskar,
ich könnte de Editor des Forums auf de Mond schießen: habe in der letzten Stunde mal meine bisherigen Erfahrungen zusammengeschrieben, mit einer dämlichen Fehlermeldung wurde der Bericht ins Nirvava geschickt - wenn ich wieder ruhig bin, werde ich es erneut versuchen - wird aber einige Tage dauern - sorry!

Edgar



Edgar,


Vielleicht hilft dir der Beitrag weiter: --> Link

Andi342 am 01 Mär 2015 20:07:24

Ich schreibe größere Texte immer in Word bzw nem Textfile vor, nachdem ich vor Jahren in einem anderen Forum ähnliches erlebt hatte. Seit dem keine Probleme mehr, hatte mich auch schrecklichst geärgert damals.

OscRa am 01 Mär 2015 20:38:03

Hallo Edgar,
kann sehr gut nachvollziehen wie´s Dir geht, habe mehr als ein mal so ein Sch.. gehabt. Jetzt markiere ich den Text => Ctr+V vor dem Abschicken ins Nervana und lasse mich überraschen, meistens klappt es, wenn nicht habe ja noch eine Kopie.
Ich hoffe Du kriegst es noch mal zusammen, bin mir sicher.
Manch mal soll die Browser-Funktion "Zurück", der Pfeil oben rechts, den geschriebenen Text wieder bringen. Ausprobiert hab ich es noch nicht.
,
Oskar

Acki am 01 Mär 2015 21:06:15

Gedanken zu einem Akkublock mit geringerer Einbau-Höhe

Nachdem mein System perfekt funktioniert, habe ich mir überlegt, was man den Kollegen raten kann, die ein grosse Batteriekapazität wünschen, die entsprechenden Zellen aber stehend nicht in den vorgesehenen Stauraum bringen, weil die Höhe ungenügend ist.
Zeller mit kleinerer Kapazität sind z.T. weniger hoch.

Entsprechend können nun doch z.B. immer 2 Zellen zu 200Ah parallel und 4 dieser Blöcke dann in Serie geschaltet werden. Oder noch etwas extremer - und deutlich weniger hoch - 4 Zellen zu 100Ah parallel.
Ich gehe davon aus, dass die parallel verbundenen Zellen einen Spannungsausgleich machen und daher nur die jeweiligen Blöcke in Serie dann also einen Balacer brauchen. Also weiterhin auch 4 Balancer für ein 12V System!
Gehe ich richtig mit dieser Überlegung?

P.S. : Ich drücke immer nach einigen Zeilen wieder auf "Vorschau". Dadurch kein entsprechender Datenverlust mehr, wie oben erwähnt! :ja:

OscRa am 01 Mär 2015 21:24:13

Ich fürchte nein. Ansonsten würde man ja fertige Systeme genau so wie Blei-Akkus mit 12V anbieten und das Problem mit den Balancern wäre gar nicht vorhanden.

,
Oskar

biauwe am 01 Mär 2015 21:37:45

So z.B.:

Bild

--> Link

Acki am 01 Mär 2015 21:38:46

OscRa hat geschrieben:Ich fürchte nein. Ansonsten würde man ja fertige Systeme genau so wie Blei-Akkus mit 12V anbieten und das Problem mit den Balancern wäre gar nicht vorhanden.

,
Oskar

Bist Du sicher, dass Du mich verstanden hast?

Acki am 01 Mär 2015 21:42:15

biauwe hat geschrieben:So z.B.:

...
--> Link


Uwe
Dein link geht nicht ... :cry:

biauwe am 01 Mär 2015 21:48:37

Hier noch mal neu

So z.B.:

Bild

Suche für Goggle: endless-sphere.com/forums/viewtopic.php?f=4&t=47052

--> Link

OscRa am 01 Mär 2015 22:02:43

Hallo Acki.

Wenn Du den Verdacht hast, ich hätte was falsch verstanden, dann erkläre es mir bitte noch mal, sorry.
"4 Blöcke in Serie" ist der klassische Blei-Akku. 2 parallel" ist 2 gleiche Akkus zur Kapazitäts-Verdopplung.
Bitte klär mich auf.
Auf dem Bild sind die Zellen lediglich auf Stecker zusammen gefaßt, mehr auch nicht.
PS: Der Link funktioniert irgend wie nicht.

,
Oskar

Acki am 01 Mär 2015 22:13:59

OscRa hat geschrieben:Hallo Acki.

Wenn Du den Verdacht hast, ich hätte was falsch verstanden, dann erkläre es mir bitte noch mal, sorry.
"4 Blöcke in Serie" ist der klassische Blei-Akku. 2 parallel" ist 2 gleiche Akkus zur Kapazitäts-Verdopplung.
Bitte klär mich auf.
PS: Der Link funktioniert irgend wie nicht.

,
Oskar

Ein Li-Akku besteht aus 4 Zellen in Serie mit je einem Balancer.
2 Zellen parallel ergeben eine "grössere" Zelle (mehr Kapazität).
Und dann wieder in Serie!

P.S.: Der Bleiakku hat 6 Zellen in Serie! :schlaumeier:

OscRa am 01 Mär 2015 22:52:40

Hallo Acki,

es ist doch gleich wie viele Zellen in Reihe sind. Die Blei-Akkus haben eben eine kleinere Zellspannung, daher 6 Stück um auf 12V zu kommen.
Am Prinzip ändert es doch nichts.
Ich weiß immer noch nicht was ich falsch verstanden habe, natürlich schließe ich es nicht aus. Vielleicht eine Skizze?

,
Oskar

lisunenergy am 02 Mär 2015 00:56:36

Im Grunde ist es kein Problem 4 Einzelelemente von 100 Ah zu einer 400 Ah Zelle zu verschrauben. Ein Balancer darauf und das 4 Mal. Einziger Nachteil ist, das die schlechteste Zelle die Kapazität bestimmt.

e_boettcher am 02 Mär 2015 09:55:49

OscRa hat geschrieben:Kannst Du bitte vorab ein paar Details verraten, bin momentan in der Entscheidungsphase. Hast Du den Verteiler genutzt oder das vorhandene Trennrelais? Wenn ja, wie geschaltet?

,
Oskar


Auch der mit Page neu geschriebene und eingefügte Text lässt sich nicht senden (Meldung: SQL-Fehler)

Bin ratlos!

Vielleicht kann mir ein Admin mal unter die Arme greifen?!?!

Kann es sein, dass der Text zu lang ist - gibt es da eine Begrenzung???


Edgar

Acki am 02 Mär 2015 10:00:58

Hallo Edgar

Mach doch ein PDF aus Deinem Entwurf und häng es an, oder verlinke es!

Andi342 am 02 Mär 2015 10:06:22

Oder teile ihn doch einfach in 2 Posts auf... :)

e_boettcher am 02 Mär 2015 10:17:40

Andi342 hat geschrieben:Oder teile ihn doch einfach in 2 Posts auf... :)


Geht auch nicht: gleiche Fehlermeldung!!!

????????????

wolfherm am 02 Mär 2015 10:20:48

Mache mal dazu unter Administration ein eigenes Thema auf und schildere genau, was abgelaufen ist. So kann man damit nicht viel anfangen.

e_boettcher am 02 Mär 2015 10:37:14

Mein erster Bericht:
.
Vorbemerkung:


Stromverbrauchsmässig kann man uns getrost als "Schwachströmer" bezeichnen. Daher habe ich mich aus Gewichtsgründen vor 4 Jahren für nur einen Aufbauakku entschieden. Wir reisen von März bis Oktober (03/10). Nachdem nach knapp einem Jahr die Banner AGM (trotz schonender Behandlung) sich verabschiedete, habe ich begonnen, mich mit der Li-Technik zu beschäftigen. Als dann nach weiteren 13 Monaten auch die Ersatz-Banner-AGM wieder platt war, habe ich mich für eine EXIDE GEL 80 Ah entschieden, weil mir der Mut zur Li-Technik noch fehlte. Funktioniert zwar problemlos, 40Ah nutzbar sind aber nicht gerade üppig. Ein zweiter Blei-Akku ist mir mit gut 25kg zu schwer.


Inzwischen habe ich hier im Forum viele Anregungen zur Li-Technik gefunden - es bleiben aber noch einige Fragen offen: was bedeutet die Zellendrift in der Praxis? Wieviel Automatismus muss sein, was für Störquellen handelt man sich damit ein? Wie sieht es mit der kalendarischen Lebensdauer aus?


Zum Sammeln von Erfahrungen habe ich mich für ein 3-Stufen-Konzept entschieden.


Stufe 1:
Parallel zum GEL-Akku schalte ich einen 60Ah LiFeYPo4-Akku. Die Umschaltung auf reinen Blei-Betrieb soll während der Reise jederzeit ohne Werkzeug möglich sein.


Stufe 2:
Wenn sich die Li-Technik sich zuverlässig und kapazitätsmässig mindestens gleichwertig zur Blei-Technik erweist, wird der GEL-Akku (ca. 25kg) ersatzlos ausgebaut.


Stufe 3:
Wenn der Starterakku (ca. 30kg) in etwa 2 Jahren zu erneuern sein wird, soll der 60Ah-Li-Akku ihn ersetzen und als Aufbau-Akku ein 90 oder 100Ah LiFeYPo4-Akku (oder Nachfolgesystem ?? ) zum Einsatz kommen.


Meine Lösung:
Zielsetzung: so aufwendig wie nötig, so einfach wie möglich! Möglichst viel der vorhandenen Einrichtungen / Verkabelungen übernehmen!


Im Januar habe ich mit Stufe 1 begonnen. Die vier 60A Zellen wurden zunächst mal parallelgeschaltet und mit einem Labor-Netzgerät auf 3,6V geladen, bis I = 0A. Dann wurden die Spannungen (nach einer Ruhezeit) zwischen den einzelnen + Polen ( - Pole noch verbunden) dokumentiert (für spätere Vergleichsmessungen). Anschließend wurden die Zellen zu einem 4S-Pack über Polverbinder verbunden und die Zellen mit einfachen Balancern (3,6V, 2,3A, ohne Sicherheitsschleife, ohne Temp.Überwachung) versehen. Nach einer teilweisen Zwischenentladung wurde der Akku mit einem Ctek MSX 10 auf 14,4 V aufgeladen und nach einer Ruhezeit von 2 Stdn. mit 3,8A (entspricht etwa unserm Bedarf TV + Hzg. + Licht) kontinuierlich entladen. Ladung und Entladung bei 21GradC. Die Entladung wurde beim Erreichen von 2,9V Zellenspannungsschwellwertes der schwächsten Zelle beendet. Das WattMeter zeigte 73 Ah - bestätigt die Meldungen, dass die Kapazitätsangaben nach oben reichlich Luft lassen!


In die +-Leitung der beiden Batterien habe ich einen schaltbaren 40A-Sicherungsautomat gesetzt, da ich nicht wusste, welche Ladeströme nach einer Tiefentladung über die LM in den Li-Akku fließen würden und um den Akku bei Bedarf einfach vom System zu trennen. Die Verbingsleitungen wurden zunächst "dämpfend" (sprich: dünn) gewählt, um die Systemabsicherung 50A nicht zu überfordern. Erste Messungen ergaben, dass etwa 25A fließen.
Zur Überwachung und Kontrolle der einzelnen Zellen habe ich einen Junsi CellLog8S verdrahtet,


LVP / OVP:


Tiefentladeschutz muss sein! Ein vergessener Verbraucher ist immer drin!


Den Tiefentladeschutz habe ich mit einer kleinen Modifikation vom Original übernommen (Schaudt EBL 99K): die Abschaltschwelle mit ca. 10,5 V war mir schon als "Kleinverbraucher" für den GEL-Akku zu niedrig (obwohl wir in unseren 27 Jahren WOMO-Erfahrung niemals eine Unterspannungsabschaltung betriebsmässig zugelassen haben) für den Li-Akku wären sie möglicherweise tötlich. Daher habe ich in die Fühlerleitung zwei Diode in Durchlassrichtung eingebaut ( mittels Stromdieb steckbar an der Sicherung, also leicht rückgängig zu stecken), womit sich die Abschaltschwelle auf 12,1 V erhöht. Bei einem Abschalttest hatte die Spannung der schwächsten dabei Zellle 2,9 V erreicht.


OVP:
Muss das sein? Die bisher gemessenen Spannungen der LM gehen über 14,2V nicht hinaus, Schaudt lädt mit max. 14,3V und der neu installierte Solrladeregler EPSOLAR Tracer-B hat einstellbare Ladespannungen und Zeiten. Eigentlich sollten spätestens die Balancer das abfangen - wenn man zu Beginn die Zellen ordentlich balanciert und zwischendrin beobachtet, dass nicht zu große Abweichungen zwischen den Zellen auftreten - es sei denn, ein Balancer geht defekt (sollte daher möglichst einfach mit wenigen, zuverlässigen Bauteilen aufgebaut sein: was nicht eingebaut ist, kann auch nicht defekt gehen!). Bisher im Forum veröffentlichte negative Erfahrungen über Zellendrift von sauber initialisierten Zellen sind mir nicht bekannt.
Ich habe trotzdem den Alarmtrigger des Junsi auf OVP = 3,8 V eingestellt und schalte damit zunächst über ein Relais die Minusleitung zwischen den beiden Akkus auf, später (wenn es wärmer wird und das Arbeiten unter dem Carport angenehmer ist, plane ich die Abschaltung der Ladequellen über MOSFETS nach dem Konzept von Damedos umzustellen. Unklar ist mir noch die Abschaltung des Solarreglers (Schaltung auf der Sekundärseite möglich?).


In der nächsten Woche beginnt die Felderprobung!



Edgar

Acki am 02 Mär 2015 11:59:27

Hallo Edgar

Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du bei der LVP nur den Gesamtakku überwachst, bzw. automatisch abschaltest?
Nicht die Tiefladung einer einzelnen Zelle?

Damedos am 02 Mär 2015 12:59:34

Hallo Oscar
OscRa hat geschrieben:Habe bei Conrad einen ähnlichen MOSFET gefunden und zwar den IRLB3034PbF. Von den Parametern her scheint alles gleich zu sein. Da mein Wissen darüber sehr spärlich ist, kann ich nicht entscheiden ob der IC auch verwendet werden kann. Was sagst Du dazu?
Sorry für die späte Antwort. Ich bin im Moment auf Reise und habe nicht jeden Tag Internetzugang.
Der IRLB3034PbF scheint mir von den Eckdaten her genau so geeignet wie derjenige, den ich verwendet habe. Wichtig ist, dass der Maximalstrom für Deine Anwendung geeignet ist (das musst Du selbst beurteilen und die Kühlung entsprechend auslegen), ein kleiner Widerstand (das hat er) sowie dass die Source-Drain- resp. die Source-Gate-Spannungen stimmen (sie stimmen). Es würde mich freuen zu lesen, wie es Dir damit ergangen ist.

Herzliche und viel Erfolg!

e_boettcher am 02 Mär 2015 13:25:50

Acki hat geschrieben:Hallo Edgar

Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du bei der LVP nur den Gesamtakku überwachst, bzw. automatisch abschaltest?
Nicht die Tiefladung einer einzelnen Zelle?


So ist es!
Die LVP-Abschaltung erfolgt zur Zeit über die Packspannung bei 12,1V.

Beobachte die Zellendrift über das Junsi, werde bei Erfordernis die Abschaltspannung auf 12,2 - 12,3V erhöhen, sollte das kritisch werden, dann setze ich ein 2. Junsi (8M) zur selektiven Erfassung von LVP ein und schalte damit die Fühlerleitung.
Habe bisher festgestellt, dass unter 3.0V Zellenspannungs kaum noch Ah's im Akku schlummern - außerdem sind wir "Schwachströmer": 10A Last oder mehr erreichen wir so gut wie nie!

Mal sehen was die Praxis an Erfahrung bringt.


Edgar


Edgar

rolf51 am 02 Mär 2015 17:59:00

Hallo Edgar,

deine Vorgehensweise ist gut und so könnte ich es mir auch vorstellen. Die benötigte Elektronik hält mich noch davon ab, daher auch für mich so einfach wie möglich (notwendig).

lisunenergy am 02 Mär 2015 20:40:57

Der Zelltrift in der Praxis ist immer noch sehr unterschiedlich, von Anlage zu Anlage. Ich kenne Fälle da ist jede Zelle sehr gleich. Es gibt aber auch Anlagen da sind die Balancer oft aktiv.Mit dem Alter der Zellen wird es zunehmen, da sich die Parameter in der Zelle chemisch verändern. Eins kann ich aus der Praxis berichten: selbst bei kleinen Abweichungen, die man erst am Ende des Ladevorgang bemerkt, steigt die Spannung extrem schnell an.Da immer dabei zu sein um einzugreifen halte ich für gewagt.

OscRa am 02 Mär 2015 21:08:04

Damedos hat geschrieben:Hallo Oscar
Der IRLB3034PbF scheint mir von den Eckdaten her genau so geeignet wie derjenige, den ich verwendet habe. Wichtig ist, dass der Maximalstrom für Deine Anwendung geeignet ist ...


Hallo Damedos,

kein Grund zur Entschuldigung, bin sehr froh an Deinen Erfahrungen teil nehmen zu dürfen (uff war das ein Satz), danke für die Antwort. Der Strom reicht alle mal aus. Im Grunde sind es nur einige wenige Amper´s: TV, Heizung Licht (LED), keine 230V-Umformer oder andere Stromschlucker.
Nun sind die Bauteile Bestellt und ab jetzt kein Zurück mehr. Werde berichten wie es gelaufen ist und auch wie es nicht gelaufen ist.

,
Oskar

biauwe am 02 Mär 2015 21:09:05

Hallo,

so ein System mus sich auch noch wirtschaftlich rechnen.
Meine 80 Ah haben ca. 550€ gekostet.
Ich habe einen 80 Ah Gelakku eingespart, minus 159€.
Wenn ich wieder in 5 Jahren nur einen Gelakku kaufen muss, wieder minus x €.

Die Preise für Li- Akkus sind im letzten Jahr stark gestiegen und auch für das Zubehör.

e_boettcher am 02 Mär 2015 22:02:38

[quote="sonnentau3"]Der Zelltrift in der Praxis ist immer noch sehr unterschiedlich, von Anlage zu Anlage. Ich kenne Fälle da .....[/

Mich würde sehr interessieren, welche konkreten anlagenspezifischen Unterschiede sind es denn letztlich, die die Zellendrift in welcher Weise beeinflussen? Sind es z. b. besonders große Ströme (Stromspitzen), oder eher kleine Ströme (bei reiner LED Beleuchtung, so um die 1A)? Bleibt die Drift, oder erholen sich die Zellen wieder und nehmen ihre alten Werte nach einer Ruhephase wieder ein. Erkennbar werden die Zellenunterschiede natürlich am Besten in den steilen Bereichen der Kurve (über 3,7V bzw. unter 2,7V). Im Arbeitsbereich zwischen 3,2V bis 3,4V Zellenspannungs liegen sie nach meinen bisherigen Messungen und Berichten anderer User ziemlich eng beieinander. Das sind für mich immer noch offene Fragen, aber nur wenn ich die Antworten kenne, kann ich "meine Anlage" an den unkritischen Bereich anpassen. Das werde ich wohl selbst ausloten müssen.
Wie sich die Zellen nach einigen Jahren verhalten, dazu wird wohl noch kaum jemand Erfahrungen haben, ich könnte aber gut damit leben, z. B. einmal jährlich eine "Batteriepflege" (analog zur Säurestandskontrolle) vorzunehmen und als Vorbereitung für die Überwinterung mit einem Labornetzgerät den Akku sorgfältig auszubalancieren und mit einer geeignete Lagerspannung in den Winterschlaf zu schicken.

Edgar

OscRa am 02 Mär 2015 23:18:23

e_boettcher hat geschrieben:In die +-Leitung einen 40A-Sicherungsautomat gesetzt,

Hallo Edgar,
danke für den detaillierten Bericht, hat es doch noch geklappt. Woran lag es denn?

Diese Frage hab ich mir auch gestellt. Die Idee mit der Sicherung ist gut. Bei 200Ah Aufbau- und 95Ah Starter-Batterie wird es wahrscheinlich schon zu größeren Ausgleichs-Strömen kommen.
Hat da schon jemand anderer irgend welche Erfahrungswerte?

e_boettcher hat geschrieben:Tiefentladeschutz muss sein! Ein vergessener Verbraucher ist immer drin!

Kann ich nur bestätigen, Hat mich eine 2,5 Jahre alte (neue) Batterie gekostet.

e_boettcher hat geschrieben: Abschaltschwelle auf 12,1 V erhöht.

Die Abschaltschwelle meiner VB 05 liegt bei 10,3 V. Komme gerade aus der "Werkstatt meines Vertrauens" wegen Wassereinbruch und habe nebenbei den Elektriker mit dieser Frage konfrontiert. Er meint es wäre i.O. Ich bin da anderer Meinung. Werde auf jeden Fall die Schwelle anheben.

e_boettcher hat geschrieben:OVP: Muss das sein?

Ich fürchte ja. Habe am Anfang meiner Recherchen irgendwo gelesen (leider die Quelle nicht gespeichert) das die LiPo´s im oberen Bereich eine sehr empfindliche Kennlinie haben. Bei Überschreitung von nur 10-30 mV kann schon die Überladungsgrenze erreicht werden.
Habe fataler weise vor Kurzem die gesamte Browser-Chronik gelöscht. ha, ha.
Auch Sonnentau berichtet Ähnliches.

Morgen hole ich meine 4 Zellen ab, die ich selektieren und initialisieren ließ, bei der Summe kommt es auf die paar Euronen auch nicht wirklich an. Möchte von vorne rein alle Unsicherheiten reduzieren die im Bereich des Möglichen liegen.

Habe mich für die Variante von Damedos entschieden, allerdings ohne Leistungs-Verteiler. Werde das vorhandene Trennrelais mit einem kleinem Koppelrelais abschalten. Hoffe das es so funktioniert. Zudem eine getrennte LVP/OVP-Abschaltung über LiPro1-3 und CMOS-Leistungsschalter. Werde später detaillierter berichten.

Wünsche dir viel Erfolg,
,
Oskar

e_boettcher am 03 Mär 2015 00:16:58

Hi Oscar,

Sehr wahrscheinlich lag es an einem Smily, da soll es bei Übertragungen von Apple-Geräten auf das Forum Probleme geben, so hat Wolfterm fleißig recherchiert. Muss man erst mal drauf kommen!

Zum OVP:
Nach dem Datenblatt von Winston liegt die kritische Spannungsobergrenze der Zelle bei > 4 V. Im Bereich oberhalb 3.7 V beginnt die Spannung zunehmend schnell zu steigen. Da sollte man mit dem Arbeitsbereich sich respektvoll entfernt halten. Ich habe mich daher für Balancer entschieden, die bereits bei 3,6 V eingreifen. Weil mir der Temperatureinfluss auf die Ladeendspannung noch unklar ist, habe ich auf Temp.Komp. bei den Ladegeräten verzichtet (wird auch allgemein empfohlen. Meine bisherigen Messungen haben gezeigt, dass oberhalb von 3,5V sowieso nur noch wenige Ah''s eingelagert werden.
Die Abschaltung der LM bei OVP über das vorhandene Trennrelais müsste bei dem Damedos-Konzept doch rel. einfach dadurch zu erreichen sein, indem man den Minus des Relais mit auf den Stützpunkt (wie das Netz-Ladegerät) legt der vom MOSFET geschaltet wird - so will ich es versuchen. Dazu muss ich aber ans Innere des EBL. Ein Relais erhöht wieder den Eigenverbrauch.


Edgar

OscRa am 03 Mär 2015 00:32:45

Hallo Edgar,

in diesem Fall hat es tatsächlich keinen Sinn die letzten mAh in die Akkus zu zwingen. Ein etwas größerer Sicherheitspuffer ergibt hier Sinn weil die Drift und deren Ursachen immer noch nicht exakt beschrieben sind. Ich habe einen Cellog und einen Victron BMV-702 mit bestellt um das Verhalten besser zu überwachen. Wir werden sehen. Finde gut das wir ein ähnliches Konzept verfolgen mit kleinen Unterschieden. Beim Abgleich der Ergebnisse können wertvolle Infos zu Stande kommen. Bin gespannt.

Viele ,
Oskar

Acki am 03 Mär 2015 08:24:33

OscRa hat geschrieben:...
Die Abschaltschwelle meiner VB 05 liegt bei 10,3 V. Komme gerade aus der "Werkstatt meines Vertrauens" wegen Wassereinbruch und habe nebenbei den Elektriker mit dieser Frage konfrontiert. Er meint es wäre i.O. Ich bin da anderer Meinung. Werde auf jeden Fall die Schwelle anheben.
...

Die meisten Mobile haben einen Abschaltautomaten bei 10.8V - aber auch bei dieser Spannung sind unsere klassischen Batterien schon sehr leer und wohl auch durch die Tiefladung geschädigt.
Daher ist eine Erhöhung auf 12.1 sicherlich vorteilhaft!

Als ich meinen 400AH Akku testweise mit 100A Belastung bis auf 13 % Restkapazität entladen hatte, hatte er unter der Last noch 11.8V Spannung. Bei Abschaltung des Verbrauchers eine "Ruhespannung" von 12.7V!

Zu der Ladespannung bei LiFePo gibt es hier auch noch ein paar interessante Erklärungen:
--> Link

shorty am 03 Mär 2015 09:05:19

Hallo Acki, ich wollte eigentlich Deinen Gedanken" in Sachen aus kleinen Zellen grosse Systeme bauen " zitieren. Meine Anlage besteht aus 100AH Zellen von Winston die zu einem 300 AH System konfiguriert wurden. Wie schon berichtet wurde mein System nach einem Techniktreffen bei Transwatt getestet. Alle waren erstaunt denn mein System hat trotz drei Jahren Betrieb ca. 20 % mehr Leistung also gute 360 AH. :D

Acki am 03 Mär 2015 10:29:40

shorty hat geschrieben:...
Meine Anlage besteht aus 100AH Zellen von Winston die zu einem 300 AH System konfiguriert wurden. Wie schon berichtet wurde mein System nach einem Techniktreffen bei Transwatt getestet. Alle waren erstaunt denn mein System hat trotz drei Jahren Betrieb ca. 20 % mehr Leistung also gute 360 AH. :D

Besten Dank für die Info!
Kann ich irgendwo ein Bild Deines Akkus sehen?

derwasserburger am 03 Mär 2015 16:26:11

Hallo zusammen,

eigentlich ist es ein gute Idee, aus 100Ah Zellen einen Akku zu formen... erst recht, wenn man eine Höhenbeschränkung hat, wie es bei mir ja vorlag. Das bisschen mehr in Breite und Länge dürften die viele von uns verschmerzen können (man sollte nicht die WIDE Akkus kaufen, sonst wird es deutlich breiter!)
Ich habe hier mal 2 Versionen zusammengebastelt, die den Zweck erfüllen sollten. Höhe ohne Pol-Aufbau liegt bei jeweils 220 mm. Das Sonnentau- Schema kann damit also auch voll bedient werden.

300Ah aus 12x100Ah
Bild

400Ah aus 16x100Ah
Bild

Jede weitere 100Ah verlängern den Block um 13.6cm, Höhe und Breite bleiben jeweils gleich.

Neben dem Höhenvorteil gibt es noch einen anderen Vorteil: Die 100Ah sind wesentlich einfacher zu bekommen als z.B. die 400Ah Zellen. Und mit etwas Glück kommt man in den Rabatt-Bereich. Bei Faktor liegt heute z.B. ein Preis von 629 EUR für eine 400Ah Zelle, 4x100Ah Zellen sind für 588 EUR zu bekommen (wenn man mehr als 8 Zellen abnimmt!)

Klar, der Hinweis von Sonnentau ist berechtigt, die schwächste Zelle einen "Zellenpäckchens" bestimmt die Spannung aber ich denke, das sollte im unkritischen Bereich liegen, wie das so viele von uns ja auch schon festgestellt haben. Wenn man das LG noch konfigurieren kann, dann reduzieren sich die Nachteile.

Klar, wenn ich kein Problem mit den grossen Zellen habe, dann würde ich mir das kleinteilige Vl. auch nicht antun. Scheint mir aber auch kein Problem zu sein.

Fröhliches Päckchen-Schnüren :razz:

Frank

gordan am 03 Mär 2015 17:31:23

Hallo Frank!

Das sehe ich bißchen anders!? :?
Um die gleiche Sicherheit zu haben, braucht du für dein z.B. 4x100AHA statt 1x400AHA,
vier mal so viele LiPro´s als sonst für 400AHA nötig wäre!?
Ich unterstütze den Motto: „was nicht da ist, kann auch nicht kaputt gehen“ und bin auch
der Meinung das so billig i einfach wie möglich gebaut werden soll, aber nicht auf Kosten
der Sicherheit! So viel Verkabelung macht die Sache Sicherlich nicht einfacher und sicherer.
Ich habe bis heute keine Probleme mit Zellendrifft, aber darüber ist so viel geschrieben worden
dass ich mich davon beeinflußt habe und alle mögliche Sicherheiten, trotzdem eingebaut habe.
Platz hin oder her, ich werde mich immer wieder, viel lieber für 1x400AHA und nicht für
4x100AHA entscheiden. Manche denken aber anders!? :ja:


Gordan :roll:

Acki am 03 Mär 2015 17:36:06

gordan hat geschrieben:Hallo Frank!

Das sehe ich bißchen anders!? :?
Um die gleiche Sicherheit zu haben, braucht du für dein z.B. 4x100AHA statt 1x400AHA,
vier mal so viele LiPro´s als sonst für 400AHA nötig wäre!?
...

Nein, Du brauchst pro Paket der parallel geschalteten Zellen doch nur ein Lipro, ergo weiterhin 4 Stück!

derwasserburger am 03 Mär 2015 19:15:32

Um die gleiche Sicherheit zu haben, braucht du für dein z.B. 4x100AHA statt 1x400AHA,
vier mal so viele LiPro´s als sonst für 400AHA nötig wäre!?


Na ja, grundsätzlich hat das Acki ja schon beantwortet. Parallel betrieben regiert eben die jeweils schwächste Zelle (kann "oben" oder "unten" eine beliebige sein und dürfte i.d.R. unbekannt bleiben) das Auslösen von OVP oder LVP für ein jeweiliges Zell-Päckchen.

Ergo hast Du den gleichen Schutz für die Einzelzellen und für den Gesamt-Akku. Ob Du die gleiche Leistung hast, ist diskutierbar. Aber wir sprechen dann vom Grenzbereich um 3.6V und höher (2.8V und höher), der für die Nutzung ohnehin irrelevant ist.

Wie bei jedem Kompromiss hat man etwas zu akzeptieren und das muss man natürlich für sich entscheiden. Solange das Ergebnis keine Einschränkung bedeutet ist es praktisch gesehen - egal! Auf die Sicherheit geht dieser Kompromiss aber definitiv nicht!


Frank

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