aqua
anhaengerkupplung

Umrüstung auf LiFeYPO4 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 42


rossifumi am 15 Aug 2012 23:19:28

Danke für diese Praxiserfahrungen!

Rossi

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schnatterente am 15 Aug 2012 23:22:16

superduty hat geschrieben:Das mag ja durchaus sein, aber bedenke nur mal den vielen Ärger den man sich mit defektem Blei in der Zeit erspart.
Der Blei-Akku geht doch meist irgendwo im Urlaub über den Jordan, und dann kann man rennen oder im dunkeln und auf dem trockenen sitzen.


Naja bei herkömmlichen Gel- oder Säurebatterien merkt man schon eine gewisse Zeit im voraus (z.B. bei hohen Stromentnahmen), dass die Lebensdauer dem Ende entgegen geht.
Wie ist das denn bei den LiFeYPO-Zellen? Wie macht sich da die Alterung bemerkbar, bzw. gibt es da schon Erfahrungen?

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rossifumi am 15 Aug 2012 23:34:36

schwierige Frage, gibt ja keine Langzeiterfahrungen :eek: 8) .
Obwohl ich jetzt schon einige Jahre LiFePo ohne BMS im Einsatz habe, konnte ich noch kein nachlassen bemerken.
Bei den Angaben zur Zyklenzahl wird meist Kapazitätsrückgang auf 80% als Fixpunkt angegeben.
Ich vermute, daß auch die Stromfähigkeit ähnlich sein wird, also wenig zu bemerken und daß der Akkutod irgendwann schnell kommen wird analog der stark absinkenden Spannung bei Kapaziät gegen 0%.
Aber darum sollen sich dann die nicht verhandenen Enkel kümmern :D .

Rossi

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Gast am 16 Aug 2012 12:59:59

rossifumi hat geschrieben:. . .
Aber darum sollen sich dann die nicht verhandenen Enkel kümmern :D .

Rossi


Sehe ich auch so, mit äußerster Gelassenheit.
Einem frühzeitigen Defekt kann theoretisch nur ein Materialfehler an den Zellen zugrunde liegen. Bei einer Störung/Defekt an den LIPRO1-1 kann eigentlich nichts passieren, denn die Sicherheitsschleifen sollten in solchen Fällen automatisch greifen.

walter7149 am 16 Aug 2012 14:38:36

Hallo Monika und Gerd !

Mit großem Interesse habe ich die Umrüstung Eures Wohnmobils auf die neuen Li-akkus mit verfolgt, möchte Euch beglückwünschen zum erfolgreichen Abschluß und wünsche weiterhn einen störungsfreien Betrieb und immer genug gespeicherten Strom an Bord.

mogger am 16 Aug 2012 21:12:01

Hallo,

ich bin gerade in der Planungsphase für die Neuanschaffung eines Reisemobils. Das Fahrzeug soll auf der Basis einen MB-Vario oder Atego aufgebaut werden.
Die o. g. Fahrgestelle haben ein werksmäßiges/serienmäßiges Batteriefach für große 2 x 12 Volt Batterien. Die Batterien sind in Reihe geschaltet und so hat man 24 Volt. Die Anlasser haben ca. 4 bis 4,5 KW bei 24 Volt.

Jetzt meine Idee:
Man nimmt dieses werksmäßige/serienmäßige Batteriefach setzt dort einen 24 Volt Li-Akkublock für das Fahrzeug und einen 12 Volt Li-Akkublock für den Wohnaufbau ein.

Wäre eine solche Lösung für die Fachleute vorstell- bzw. realisierbar?


rossifumi am 16 Aug 2012 23:46:04

Hi Mogger,
natürlich wäre ein separates Ersetzen der 24V und 12V Blei durch LiFePo möglich.
Aber wenn eh ein Fahrzeug neu aufgebaut wird, warum separat und nicht gemeinsam, hier halt leider mit 12-24V Wandler (müsste es ja geben?).
Bei einer mit einem Akku-Lieferanten schon angedachten "großen Lösung" sollte es ein LiFePo-Block mit 2 verschiedenen 12V-Ausgängen mit Schaltschwellen für WoMo und Starter (für immer gesichertes Starten) werden und ebenfalls integriertem 230V-Ausgang.
Warum Starter-Akku ungenutzt lassen beim Freistehen, warum kein Starten möglich bei leerem Starter-Akku, aber vollem WoMo-Akku?
Kein Trennrelais, kein B2B-Lader........., nur die Regeleletronik!
Für die Elektroniker schien das keine große Herausforderung gewesen zu sein.
Leider ist momentan aus der Idee aufgrund der Auslastung des Lieferanten nichts geworden.

Rossi

mogger am 17 Aug 2012 13:07:31

Hallo Rossi,

erstmal Danke für die ausführliche Stellungnahme. Leider bin ich was Electronic angehet nur ein Laie. Deine Antwort bzw. der Tröt läst darauf schließen, dass meine Idee vom Grundsatz gar nicht so abwegig ist, und dass es hier hohes techn. und inovatives Potenzial gibt. Ich werde die Entwicklung der Li-Akkus im Auge behalten.


lisunenergy am 26 Aug 2012 21:01:48

Habe gerade 14 Tage meine neue Anlage testen können.Ich bin absolut begeistert wie zuverlässig und wie schnell die Akkus wieder voll geladen wurden.Durch die neue LED Beleuchtung und 300 Watt auf dem Dach meines Caravans ist Fremdstrom nicht mehr nötig.Beleuchtung am Abend waren so um die 1,9 Ah bei allen Lampen .Kaffe kochen, staubsaugen,duschen mit warmen Wasser aus dem Akku stellten kein Problem dar.Der Batteriemonitor half dabei die Anlage sehr gut beobachten zu können.Die neue LED Lampe war aber das absolute und wurde von vielen Campern mit Staunen betrachtet.Eine genaue Bauanleitung werde ich die nächsten Tage mal einstellen.

rossifumi am 28 Aug 2012 19:53:27

kurze Anmerkung zum balancen der A123-Zellen vom Mopped.
Mopped lief seit Winter nicht mehr, jetzt die Akkus ca 6min an den BalancerLader drangehängt, fetisch :) .
Also quasi Null Selbstentladung und auseinanderdriften in einem 3/4 Jahr im eingebauten Zustand!

Rossi

Gast am 02 Okt 2012 21:05:49

Überschüssigen Strom vernichten
Auch nach der erfolgreichen Umrüstung auf die Lithium-Akkus gibt es noch Kleinigkeiten zu verbessern.

Nachdem unsere Stromversorgung mit Solar und Lithium-Akkus so gut funktioniert, musste noch eine Lösung gefunden werden, um den meist schon um die Mittagszeit vorhandenen überschüssigen Solarstrom sinnvoll zu nutzen.
Das heißt, gefunden war die Lösung schon 2010, denn seither liegt die AES-Steuerleitung von unserem Solarladeregler zum Dometic Kühlschrank RMT 7855L.
Nur funktionierte das bisher noch nicht, da im Serienzustand die 12 V Heizpatrone des Kühlschrankes nur über die D+ Steuerung Strom geschaltet bekommt, also bei laufendem Motor. Das ist natürlich auch sinnvoll, den in aller Regel verfügen die Fahrzeuge für die AES-Funktion nicht über eine ausreichende 12 V Stromversorgung.

Leider wehrten sich mein Elektrofachmann mit Händen und Füßen dagegen, hier noch den entscheidenden Handgriff anzulegen. Natürlich hätte ich auch einfach dem Rat des Dometic-Monteurs folgen können: „eine neue, abgesicherte 12 V Leitung von den Akkus zum Kühlschrank legen“. Aber damit sind vermutlich einige andere Nachteile verbunden, diese Lösung wollte ich nicht.

Da meine Geduld diesbezüglich schon sehr strapaziert war, wandte ich mich endlich ans Werk nach Schlüsselfeld-Aschbach und hatte im zweiten Anlauf auch genau den richtigen Mitarbeiter am Telefon (vielen Dank dort hin, super Service). Bei unserem Charisma ist für so eine Schaltung eigentlich schon alles vorbereitet, es muss nur in der cbe-Bordelektrik eine kleine Brücke eingesetzt werden, und schon liegen die 12 V an der 12 V Heizpatrone des Dometic-Kühlschrankes an – wie einfach.

An sonnigen Tagen lieferten die Votronic-Solarladeregler das AES-Signal bereits kurz nach Mittag, der Kühlschrank läuft nun einwandfrei mit 12 V und schaltete später, bei nachlassender Sonneneinstrahlung, wieder auf Gasbetrieb um. Abends sind unsere Akkus trotzdem voll. Somit können wir jetzt endlich unseren überschüssigen Strom sinnvoll nutzen und gleichzeitig etwas Gas sparen.

Nun werden wir mal die Kühlleistung in dieser Betriebsart beobachten, die bei den momentanen Außentemperaturen aber kaum in Frage stehen dürfte. Aus diversen Foren kenne ich auch genügend Berichte von Leuten, die mit der Kühlleistung im 12 V Betrieb zufrieden sind. Wir sind diesbezüglich sehr zuversichtlich.

mobideck am 12 Okt 2012 11:06:16

Hallo alle zusammen !

Ich beobachte diesen Thread von Anfang an und habe mich nun entschlossen langfristig auch auf die Winston LiFeYPO-Akkus umzusteigen.
Mein Mobil hat im Moment noch, was die Elektrik angeht, die Originalausstattung von Frankia (Bj.2001) mit einem Schaudt EBL-264, einer 110Ah Exide Nassbatterie und einem 80 Watt Solarmodul. Zusätzlich habe ich im letzten Jahr einen Phillippi Batteriemonitor installiert. Das Fahrzeug wird im Zeitraum von April bis Oktober ca. 12 Wochen genutzt. Da wir bezüglich Bordstrom recht bescheiden sind (kein Wechselrichter, keine Kaffeemaschinen usw.) war der Energiehaushalt mit dieser Ausstattung immer recht ausgeglichen. Da die Exide-Batterie aber merklich nachlässt, möchte ich diesen Winter nutzen, um die Ausstattung auf den Akkuwechsel vorzubereiten. An erster Stelle steht dabei der automatische Unterspannungsschutz. Der ist ja grundsätzlich für jede Art von Versorgungsbatterie sehr sinnvoll. Die Idee von Singlefreiheit, den Leistungsteil mit dem BTS555 zu realisieren gefällt mir sehr gut, allerdings habe ich noch keine rechte Idee, wie man das vernünftig mechanisch realisieren könnte. Immerhin müssen da ja u. a. zwei Kabel von min. 10mm² möglichst verlustfrei, aber doch trennbar angeschlossen werden.

@ singlefreiheit - wie hast Du das gelöst und wie hast du den BTS555 gekühlt ?
Als Batteriewächter will ich den Batterieguard M148 von Kemo benutzen, der ist in der Abschaltspannung einstellbar und hat auch schon eine Verzögerung um kurze Spannungseinbrüche durch Lastwechsel abzufangen. Den BTS555 würde ich dann einfach mit einer Transistorschaltstufe ansteuern um das Signal vom Kemo-Modul zu negieren. Beim späteren Umrüsten auf die LiFeYPO-Akkus kann ich dann dort die Lipro 1-1 anschliessen und mit einem zweiten BTS555-Leistungsteil den Überspannungsschutz realisieren. Bloß eben mit dem mechanischen Aufbau habe ich noch keine richtig gute Idee.
:?

lisunenergy am 12 Okt 2012 16:31:34

Bei einem kleinen Akku bis 90 Ah ist die Frage ob es sich lohnt einen so teuren Aufwand zu betreiben.Allein die SSR Relais und die ganzen Sachen mit Spannungsbegrenzer treiben die Kosten in die Höhe.Meine Erfahrungen zeigen das die Winston Zellen ,wenn sie einmal balanciert sind keinen Drift aufweisen.Bei den Blöcken werden sogar selektierte Zellen verwendet. Ein ordendlicher Tiefentladeschutz ist das wichtigste und ist realisierbar mit einem LEAB oder MSTE-solar.90 Ah ist wie mind 200 Ah Blei.Will man die einzelnen Zellen braucht man allerdings das volle Programm.

chrisk am 26 Okt 2012 10:15:25

schnatterente hat geschrieben:
superduty hat geschrieben:Naja bei herkömmlichen Gel- oder Säurebatterien merkt man schon eine gewisse Zeit im voraus (z.B. bei hohen Stromentnahmen), dass die Lebensdauer dem Ende entgegen geht.
Wie ist das denn bei den LiFeYPO-Zellen? Wie macht sich da die Alterung bemerkbar, bzw. gibt es da schon Erfahrungen?


Ein Freund hat solche Akkus samt neuen Ladegeräten in sein Boot eingebaut bekommen. Hat auch fast ein Jahr alles gut funktioniert, bis die Akkus urplötzlich tot waren. Quasi ein digitaler Vorgang.
Wer ein Boot hat kann sich da sicher vorstellen was dann auf einen zukommen kann.
Im Womo ist das natürlich etwas ganz anderes, kenne da auch sonst keinen.
Bin mal gespannt, ob sich die Technik durchsetzt. Geringerer Platzbedarf mit weniger Gewicht klingt ja nicht schlecht.

andwein am 26 Okt 2012 11:21:51

mogger hat geschrieben:Hallo,
Die o. g. Fahrgestelle haben ein werksmäßiges/serienmäßiges Batteriefach für große 2 x 12 Volt Batterien. Die Batterien sind in Reihe geschaltet und so hat man 24 Volt. Die Anlasser haben ca. 4 bis 4,5 KW bei 24 Volt.
Jetzt meine Idee:
Man nimmt dieses werksmäßige/serienmäßige Batteriefach setzt dort einen 24 Volt Li-Akkublock für das Fahrzeug und einen 12 Volt Li-Akkublock für den Wohnaufbau ein.

Bei der Umrüstung der Chassiselektrik/Elektronik wäre ich extrem vorsichtig. LiMa/Regler und Motorsteuerung??? mit CAN-Bus???? sind empfindlich und wenn ein Problem auftaucht werden die Fachwerkstätten (vor allem im Ausland) auf Tauchstation gehen. Im Sinne von "Reparaturfähigkeit" würde ich die Chassis-Originalkonfiguration nicht verändern.
Andreas

lisunenergy am 26 Okt 2012 18:05:27

chrisk hat geschrieben:
schnatterente hat geschrieben:
superduty hat geschrieben:Naja bei herkömmlichen Gel- oder Säurebatterien merkt man schon eine gewisse Zeit im voraus (z.B. bei hohen Stromentnahmen), dass die Lebensdauer dem Ende entgegen geht.
Wie ist das denn bei den LiFeYPO-Zellen? Wie macht sich da die Alterung bemerkbar, bzw. gibt es da schon Erfahrungen?


Ein Freund hat solche Akkus samt neuen Ladegeräten in sein Boot eingebaut bekommen. Hat auch fast ein Jahr alles gut funktioniert, bis die Akkus urplötzlich tot waren. Quasi ein digitaler Vorgang.
Wer ein Boot hat kann sich da sicher vorstellen was dann auf einen zukommen kann.
Im Womo ist das natürlich etwas ganz anderes, kenne da auch sonst keinen.
Bin mal gespannt, ob sich die Technik durchsetzt. Geringerer Platzbedarf mit weniger Gewicht klingt ja nicht schlecht.
Solche Akkus ist ein sehr großer Begriff.Was für eine Anlage +Balancer wurden denn verbaut.Wurden nur billige Balancer eingesetzt die außerhalb des Spannungswertes kein Schaltsignal liefern? Wurde ein Tiefentladeschutz verbaut.Sollte ein Wert der Zelle außerhalb des zulässigen Bereiches sein war es das für immer! Keine Chance.Es wird sich durchsetzen.Die Frage ist halt wann der Li Preis mit sinken beginnt.Zur Zeit geht der Trennt extrem nach oben.

chrisk am 26 Okt 2012 18:44:31

War ein Musterboot für Sterling Technik. Welche Akkus es waren kann ich aber nicht sagen.
Der Preis wird wohl noch so lange hoch bleiben, wie die Anleger an das weiße Gold glauben.

rossifumi am 26 Okt 2012 19:23:19

Ich vermute einfach mal, daß in dem Boot zwar Li-...-Akkus, aber keine LiFePo drin waren.
Und man weiß ja inzwischen, daß die anderen Li-Akus teils recht heikel sind.
So gabs schon einige Brände durch Pedelecs mit Li-Ionen, mir ist auch ein schwerer Fahradunfall mit während der Fahrt explodierendem Li-Ionen-Akku bekannt.
Das ist ja ein Vorteil der LiFePo, daß sie ungefährlicher sind im Handling als BleiGel/Vlies und erst recht als die anderen Li-Varianten.
Leider werden sehr oft völlig verschiedene Akkuarten in einen Topf geworfen, nur weil sie alle mit Lithium zu tun haben, aber ansonsten vollkommen verschieden sind.

Rossi

Gast am 27 Okt 2012 19:35:32

Zwischenbericht nach 3 Monaten:
Die Winston-Akkus und die ganze Elektrik drum herum arbeitet ganz hervorragend.
Bei dem momentanen diesigen Wetter können wir unseren Strombedarf allerdings nur etwa zur Hälfte über unsere 690 W Solaranlage decken.
Unser Batteriecomputer zeigte 300 Ah an, 100 fehlten also. Wir könnten gefahrlos bis etwas unter 80 Ah entladen. Da keine Wetterbesserung in Sicht ist, haben wir uns jedoch schon am 24.10.12 bei unseren freundlichen Nachbarn erstmals an Landstrom angeschlossen.
Unser normales Waeco-Ladegerät wurde erstmals in Zusammenhang mit den Lithium-Akkus getestet, es bringt 45 A. Als es am Strom hing, waren deutliche Brummgeräusche (Travo) zu vernehmen und das Ding lief heiß, 45 Grad habe ich gemessen - gut, das haben unsere Netzteile vom Laptop auch. Das Ding hat ein Gebläse und wurde nicht wärmer wie diese 45 Grad.
Solche Nebenwirkungen konnte ich früher nicht feststellen. Bevor wir on Tour gingen, war es ja im Winter permanent eingeschaltet und arbeitete still und leise mit Erhaltungsladung vor sich hin. Vermutlich musste es noch nie diese hohe Leistung abgeben. Das Brummen war durch Resonanzschwingungen verstärkt. Ich habe es auf Filzplättchen gestellt, dann war es still. Vielleicht kommt das Brummen auch daher, dass ich das Gehäuse offen hatte und nun eher Schwingungen übertragen werden.
Also: gegen Ende der Ladephase haben sowohl Solarladeregler (inzwischen kam kurz die Sonne durch) als auch das Waeco-Ladegerät die Leistung deutlich runtergefahren. Es ist nun alles in Ordnung, das Ladegerät ist nicht mehr heiß und gibt auch kein Brummen von sich. Es arbeitet nun seit 3 Tagen, wie gewohnt, still vor sich hin.

Bei der Umrüstung auf die Lithiums wurde vergessen, den Ladestrom von der Lichtmaschine in die Over Voltage Protection mit einzubeziehen (sonnentau war dies aufgefallen). Wenn viel gefahren wird, kann das zu einer Überladung der Akkus führen.
Es ist bisher nichts passiert, denn wir sind seither kaum gefahren. Aber es muss noch nachgerüstet werden.
Ein weiteres Crydom D1D07 - SSR wird im BUS-Modul der Bordelektrik bei Überspannung in das dort verbaute Relais eingreifen und damit den Ladestrom zu den Bordakkus unterbrechen. Eine einfache und elegante Lösung, für den Hinweis möchte ich mich bei den Leuten unseres Reisemobilherstellers bedanken.

macagi am 29 Okt 2012 09:41:10

rossifumi hat geschrieben:Das ist ja ein Vorteil der LiFePo, daß sie ungefährlicher sind im Handling als BleiGel/Vlies und erst recht als die anderen Li-Varianten.


Ja, aber leider ist es auch so dass der Energieinhalt geringer ist.

Und deswegen werden die eben weniger genutzt als andere Li baiserte Akkus. Und das wurde gerade A123 zum Verhängnis - pleite! --> Link

Dürfte den Preisen speziell von LiFePo nicht unbedingt guttun....

lisunenergy am 30 Okt 2012 07:05:42

macagi hat geschrieben:
rossifumi hat geschrieben:Das ist ja ein Vorteil der LiFePo, daß sie ungefährlicher sind im Handling als BleiGel/Vlies und erst recht als die anderen Li-Varianten.


Ja, aber leider ist es auch so dass der Energieinhalt geringer ist.

Und deswegen werden die eben weniger genutzt als andere Li baiserte Akkus. Und das wurde gerade A123 zum Verhängnis - pleite! --> Link

Dürfte den Preisen speziell von LiFePo nicht unbedingt guttun....
Der Energiegehalt der Lifepo4 Akkus liegt bei 160mAh/g. Dieser Wert wird nur noch von LiNio2 mit 170mAh/g überboten.Typen wie Li(Ni co Mn)o2 liegen bei 130-160 mAh.Eine enorme Erhöhung der Kappazität führt zu einer Verminderung der Lebensdauer.Die Kallendarische Lebensdauer von o2 Varianten liegt bei 2-5 Jahren.A123 ist der Erfinder der Eisenbatterie.Das das Unternehmen pleite ist ist meiner Meinung nach nur ein Politikum.Allein Vinston hat 26 Patente die umschifft werden müssten.Im Womo kommt es auf Sicherheit an.Da ist ein Akku der thermisch durchgeht fehl am Platze.Sehr interessant ist auch,das sehr viele Hersteller von LiMn auf Lifepo4 umsteigen.

Durch die chinesische Konkurrenz wird es für viele Hersteller immer enger.Eines Tages und ich glaube der Tag ist schon da werden die überzogenen Preise vieler Hersteller zum Verhängniss.

macagi am 30 Okt 2012 08:02:01

sonnentau3 hat geschrieben:Der Energiegehalt der Lifepo4 Akkus liegt bei 160mAh/g.


Wo hast du diese Werte her?

Der Energieinhalt von LiFePo Akkus ist geringer als der der anderen Varianten, siehe :
--> Link

Man sieht das alleine schon an der Spannung, die mit 3,2 - 3,3V deutlich unter der typischen LiPo Spannung von 3,7V liegt.
Dem stehen allerdings die Vorteile gegenüber - siehe Artikel.

lisunenergy am 30 Okt 2012 19:22:36

macagi hat geschrieben:
sonnentau3 hat geschrieben:Der Energiegehalt der Lifepo4 Akkus liegt bei 160mAh/g.


Wo hast du diese Werte her?

Der Energieinhalt von LiFePo Akkus ist geringer als der der anderen Varianten, siehe :
--> Link

Man sieht das alleine schon an der Spannung, die mit 3,2 - 3,3V deutlich unter der typischen LiPo Spannung von 3,7V liegt.
Dem stehen allerdings die Vorteile gegenüber - siehe Artikel.
ISBN 3-939359-11-4
978-3-939359-11-1

rossifumi am 31 Okt 2012 01:00:22

macagi hat geschrieben:Man sieht das alleine schon an der Spannung, die mit 3,2 - 3,3V deutlich unter der typischen LiPo Spannung von 3,7V liegt.
Dem stehen allerdings die Vorteile gegenüber - siehe Artikel.

Von der Spannung direkt auf den Energieinhalt zu schließen, kann ein Trugschluss sein.
Denn dann hätte ein Bleiakku rund 60% der LI-- Energie.
M.W. sind LiFePo im Energieinhalt meist marginal schlechte als Li-Ion und Li-POM etc, was mich aber für KFZ nicht interessiert, da nur LiFePo passend zur Bordspannung und die Sicherheits- und Handlingsvorteile bedeutend wichtiger sind.
Im Vergleich zu Blei reicht mir vorerst ein Quantensprung :D .
Rossi

isuzu09 am 24 Dez 2012 15:19:35

Hallo
Ich habe meine Motor -Batterie 24 V 90 Ah auf LifePO4 24 V 60 Ah umgerüstet. Die ab Werk eingebauten Batterien wurden gerade mal
3 1/2 Jahre alt bis eine Batterie einen Zellenschluss hatte. Die Vorteile der LifePO4 sind ,Gewicht 20 kg gegenüber 45 kg, keine Säure,
weniger Platzbedarf, längere Lebensdauer ca.10-12 Jahre .Nachteil, höhere Anschaffungskosten 450.-Euro gegenüber 800.-Euro, was
sich mit der langen Lebensdauer ausgleicht. Vorletzte Woche teste ich die Batterie im Engadin bei Minus 15 Grad,der 5,2 ltr.Isuzumotor
sprang eiwandfrei an.Fotos sind im meinem Album. Ich wünsche allen schöne Weihnachten.
Kari

joekel am 24 Dez 2012 15:47:11

Hallo, wie immer nach zwei Jahren sind meine Bleiakkus hinüber...... Nun möchte ich auf Li umsteigen und liebäugle mit den Winstonakkus. Mindest 200 ah möchte ich schon installieren und wollte auf ein Bms und Schnickschnack verzichten. Überladen sollte mit der unserer Mastervolt 100 ah und Balancer nicht möglich sein , die Tiefenentladung regel ich manuell und habs in 8 Jahren nicht geschafft.
Wer kann mir Bezugquellen nennen....

Mfg Jo

bernierapido am 24 Dez 2012 18:24:03

@ joekel
Wenn du kein wirklich gutes BMS, nimmst, hast du am falschen Ende gespart und wirst nach 2 Jahren spätestens dich in die Phalanx derjenigen einreihen, die sagen dass Li nichts taugt.
Meine ersten LiFePo waren nach 1 1/2 Jahren hinübe ,eigentlich nur ein Akku, weil nur eine gesamtmessung aller Akkus erfolgte. (1000€ Lehrgeld bezahlt).
Die Zellen laufen immer ein bisschen auseinander und wenn du nicht am Ladeende mit kleinen Strömen balancierst (bei mir auf 3,62V), dann ist irgendwann eine Batterie nicht mehr fit (wird nicht mehr voll geladen).
Wenn dann auch noch die Unterspannungsabschlatung nicht pro Zelle wirkt, geht irgendwann diese eine Zelle in Unterspannung ohne dass du das an der Gesamtspannung feststellen kannst. das passsiert immer wieder, bis dann die Zelle im Eimer ist.
Wenn 3 Zellen noch 3V haben kann die schwächste 2,2V haben und der Block hat insgesamt 11,2V, also gerade die Abschaltgrenze. Die 2,2V-Zelle ist dann aber bald hinüber.
Das BMS kostet nicht die Welt, ein kaputter Akkublock mit 200Ah schon.

singlefreiheit am 24 Dez 2012 20:23:35

Oben wurde der Energiegehalt in mAh/g beziffert. Das ist grober Unfug.
Daran ändert sich auch nichts, wenn dies in Büchern so stehen sollte.
Jeder darf Bücher mit unsinnigem Inhalt veröffentlichen.

Vermutlich war aber die Energiedichte gemeint.
Das Einheit dafür ist immer Energie/Gewicht.
Zulässige Einheiten sind z.B. Wh/kg oder mWh/g.

Frohe Weihnachten und

lisunenergy am 25 Dez 2012 17:30:22

joekel hat geschrieben:Hallo, wie immer nach zwei Jahren sind meine Bleiakkus hinüber...... Nun möchte ich auf Li umsteigen und liebäugle mit den Winstonakkus. Mindest 200 ah möchte ich schon installieren und wollte auf ein Bms und Schnickschnack verzichten. Überladen sollte mit der unserer Mastervolt 100 ah und Balancer nicht möglich sein , die Tiefenentladung regel ich manuell und habs in 8 Jahren nicht geschafft.
Wer kann mir Bezugquellen nennen....

Mfg Jo
Bei den derzeitigen Preisen würde ich es ohne BMS gar nicht erst versuchen.Allein die 200 Ah sind so ziemlich überall ausverkauft.Die Entladung per Gesammtspannung ist absolut nicht möglich.Allein Gerth hat es gut beschrieben wie die Balancer in bestimmten Situationen schalten. Wenn Du Bezugsquellen suchst dann gibt es Yachtbatterie.de,Litrade.de Faktor-technische Teile.de,GWL-Prag.

joekel am 25 Dez 2012 22:49:36

Richtig, aber das Angebot für ein BMS 12 Volt mit satter Leistung damit in der Wohndose der Wechselrichter Leistung bringen kann ist knapp. Bei Faktor gibts das CBM 12V 60A... lassen sich zwei oder drei davon parallel betreiben ?

jo

lisunenergy am 26 Dez 2012 16:21:09

joekel hat geschrieben:Richtig, aber das Angebot für ein BMS 12 Volt mit satter Leistung damit in der Wohndose der Wechselrichter Leistung bringen kann ist knapp. Bei Faktor gibts das CBM 12V 60A... lassen sich zwei oder drei davon parallel betreiben ?

jo
Das ist ja auch nicht was Du brauchst. Es gibt mehrere Lösungen wie man es gestalten kann.Der Lipro1-1 ist zur Zeit das einzige vollautomatische System.Bei Ev -Power bedarf es einem manuellen Resetknopf und es ist nicht ersichtbar ob Akkuzelle defekt ,leer oder voll.Auch das von Litrade System zeigt nur über einen Optokoppler an ob Gefahr besteht.Beim Lipro ist es möglich über den Fernbedienungseingang des Wechselrichters in Verbindung mit einem kleinem SSR Relais (10A) alle Ströme zu schalten die ein Wechselrichter so zieht.Es geht natürlich auch mit einem SSR und einem TSA 260 Mosfettakkutrennrelais.

elektrotechnikzrenner am 28 Dez 2012 01:40:51

@sonnentau:
sind die Schaltausgänge dieses Lipro-Dingends Open Collektor?
also sind die negativ oder positiv schaltend?
Auf Deutsch: Wird Plus oder Minus geschaltet?

Finde im Datenblatt nur:
NC (normally closed) – Kontakt wird im Fehlerfall geöffnet,
Ausgeführt als Optokoppler mit Transistorausgang

ja-welcher Transistor ist im OK? NPN oder PNP? :-)

Nachtrag:
Unten in den Schaltplänen schon gefunden :-)
Leider kein Open Collektor Ausgang :cry:

andwein am 28 Dez 2012 15:50:04

elektrotechnikzrenner hat geschrieben:@sonnentau:
sind die Schaltausgänge dieses Lipro-Dingends Open Collektor?
also sind die negativ oder positiv schaltend?
Auf Deutsch: Wird Plus oder Minus geschaltet?
Finde im Datenblatt nur:
NC (normally closed) – Kontakt wird im Fehlerfall geöffnet,
Ausgeführt als Optokoppler mit Transistorausgang
ja-welcher Transistor ist im OK? NPN oder PNP? :-)
Nachtrag:
Unten in den Schaltplänen schon gefunden :-)
Leider kein Open Collektor Ausgang :cry:

Eigentlich ist ein "potentialfreier Schaltausgang" wesentlich flexibler einzusetzen als ein "open Collector" (mit Spannung, Polung und Laststrombegrenzung), deine Fragestellung zeigt dies auch auf (pnp/npn). Wieso also "leider"?
Fragend, Andreas

elektrotechnikzrenner am 28 Dez 2012 18:04:49

Hallo Andreas,
Ja-stimmt-ein potentialfreier Schaltkontakt wäre am flexibelsten. Allerdings (wenn nicht gerade ein Reedrelais oder ein bistabiles eingesetzt wird) auch am "verschwenderischsten") Aber wie ich ja oben geschrieben habe, hat das Dingends eben das gar nicht:
"NC (normally closed) – Kontakt wird im Fehlerfall geöffnet,
Ausgeführt als Optokoppler mit Transistorausgang"
Und lt. dem Beschaltungsplan nur positiv schaltend.

"Leider" deswegen, da es auch noch andere Bauteile in der Elektronik gibt als SSR, die jedoch (wie eigentlich 90 Prozent in Schaltungselekroniken) negativ geschaltet werden. Und dazu noch wesentlich besser und günstiger sind. Klar-Vorwiderstand und Transe und das Problem ist keines mehr. Aber ist halt trotzdem wieder ein mehr an Elektronik...

lisunenergy am 29 Dez 2012 13:18:11

Ich verstehe die Diskusion nicht ganz richtig!? Entwickelt wurden die Platinen um die sehr teuren BMS Systeme zu umgehen,die eigendlich für 96 Volt Akkuspannung und höher ausgelegt sind(Elektrofahrzeuge) Warum soll ich ein solches System für einen 12 oder 24 Voltakku einsetzen.Das wichtigste ist,das im Fehlerfall (egal was für ein Fehler) das Relais keine Versorgungsspannung bekommt.Um auf vorhandene Technik zurückzugreifen wurde es so entwickelt ,das ganz normale Halbleiterrelais im Puck Gehäuse verwendet werden können.Es nützt ja nichts wenn Spezialelektroniken gebaut werden,die wiederum das System enorm verteuern,weil in nicht so großer Stückzahl hergestellt.Dessweiteren darf auch nicht vergessen werden,das alle Ladequellen,die vorher angeschafft wurden weiterhin funktionieren!Wenn es ein besseres System auf dem Markt gibt dann nur her damit.Ideen gibt es viele.Nur schaffen die wenigsten eine Marktreife zu erlangen.Zwischen meiner Idee und einer Markteinführung am 14.04.2012 ist nicht einmal ein Jahr vergangen.Dabei habe ich von Elektronik wenig Ahnung.Zur Zeit suche ich nach einer Lösung um den Verkabelungsaufwand zu verkleinern.Ziel soll es sein eine Einheit zu finden,wo ein Austausch 1 zu 1 erfolgen kann.Mir fällt da schon wieder was neues ein.Brauche halt nur noch eine Firma die das umsetzen kann.Für alle die es Interessiert werde ich heute mal in mein Caravan gehen und die einzelnen Zellspannungen messen . War dort schon seit Wochen nicht mehr.

elektrotechnikzrenner am 29 Dez 2012 16:51:31

Nun-warum soll ich sowas bei 4 oder 8 Zellen einsetzen wollen:
Weil die Zellen da genauso driften können. Immer wieder ein Thema-gerade z.B. bei den Modellbauern.

Spezialelektroniken? Wirklich nicht. Und verteuern schon gleich gar nicht. Wenn ich mir die SSR anschaue, was die kosten...
Mir ging es jetzt nur um den Ersatz der doch recht teuren SSR.
Alles andere bliebe ja wie gehabt.
Ich selber bin an das alles eh nichtgebunden-ich steuer das eh alles so, wie es mir passt und nicht mir irgendeine Elektronik vorgibt...
Aber für andere sicher interessant.

Nun-den Verkabelungsaufwand mit den einzelnen BMS auf den Akkus wirst du wohl kaum verkleinern können. Höchstens vielleicht "Idiotensicherer" durch vorkonfektionierte Leitungen mit unverwechselbaren Steckern...
Oder eben die Akkus gleich als fertig montierten Block ausliefern.
Und vielleicht eine fertig konfektionierte Schalteinheit als "black box" statt vieler einzelner Komponenten (da ein SSR und da eins und da noch eine Überwachung, etc).
Aber sowas ist ja normalerweise kein großes Problem...

Nun-irgendwas zur Marktreife zu bringen ist für mich das wenigste. Laufen genug Sachen "draußen", die "auf meinem eigenen Mist gewachsen sind", weil es sie so fertig nicht gibt. Allerdings bin ich im Vertrieb eine absolute Niete.
Auf gut Deutsch:
Ich kann zwar alles entwickeln, aber ich kann es nicht verkaufen... :D
Das Leid eines Vollbluttechnikers...

lisunenergy am 29 Dez 2012 18:02:30

Also ich bin heute wie versprochen bei meinem Baby im Caravan gewesen. Die Akkuspannung lag gerade bei 14,59 Volt.Durch die Temperatur von +5 Grad war der Regler der Meinung er müßte die Spannung anheben.Die Balancer waren activ und am Battmonitor war ein Strom von 350mA.Alle Zellen hatten die gleiche Spannung.An jeder Zelle 3,64 Volt.Danach habe ich den Fön meiner Frau angeschaltet .Auf dem Battmonitor standen -122A .Die Spannung ging bis auf 11,89 Volt runter und blieb dann für 10 Minuten.Fön ausgeschaltet und die Spannung ging auf 13,4 Volt hoch und war nach einer halben Stunde wieder bei 14 Volt.

Mit der Verkabelung meine ich folgendes.Durch die Systemspannungseinstellung verschiedener Ladequellen kann eine Trennung wie bei vielen Systemen nicht erfolgen.Es würde bedeuten,das durch eine Zeitschaltung oder einem Resetknopf das System wieder angefahren werden muß.Bei der Variante die es jetzt gibt arbeitet alles vollautomatisch.Die Balancer müssen bleiben.Wie würdest Du es lösen,wenn eine Zelle aus dem Balancermodus läuft und die Ladequelle abschalten soll?

Für Elektroniker ist es kein Problem sich eine kleine Lösung selbst zu basteln.Findest Du Ideen finden wir jemand der es herstellt.

singlefreiheit am 29 Dez 2012 18:27:45

elektrotechnikzrenner hat geschrieben:Mir ging es jetzt nur um den Ersatz der doch recht teuren SSR.


Auf Seite 2 dieses Threads hatte ich schon mal den BTS555 statt des SSR vorgeschlagen.
Der kostet nur einen Bruchteil und ist effizienter wie ein SSR.

elektrotechnikzrenner am 29 Dez 2012 20:01:51

@sonnentau:
Ist doch kein Problem: Diode gegengepolt reingebaut und die Systemspannungseinstellung bleibt wie sie ist...
Oder was meinst du speziell damit?

Wie würde ich es lösen?
Nach dem Datenblatt haben die Balancer 2 Überwachungslinien. Eine auf Überspannung und eine auf Unterspannung. Na mit der Linie für Überspannung schalte ich über ein SSR oder einen HSS die Ladeeinrichtung ab und mit der Linie für Unterspannung selbiges mit der Last.

Ach-Ideen habe ich selber genug. Und umgesetzt habe ich schon vieles. Mache auch meine Platinenlayouts selber und ätze die Dinger auch so wie ich sie brauche.
Und bisher gab es wenig, wofür ich keine Lösung gefunden hätte :-)
Nur bin ich halt überhaupt kein Vertriebsmensch. Jemanden dann das zu verkaufen ist einfach nicht meins...

@singlefreiheit:
bei mir wird eigentlich alles bis auf PWM mit HSS angesteuert. Zwar nicht unbedingt mit dem 555er, aber mit anderen dieser Serie. Das meinte ich eben auch, daß die SSR einfach dazu unverhältnismäßig teuer sind...

lisunenergy am 30 Dez 2012 13:02:34

singlefreiheit hat geschrieben:
elektrotechnikzrenner hat geschrieben:Mir ging es jetzt nur um den Ersatz der doch recht teuren SSR.


Auf Seite 2 dieses Threads hatte ich schon mal den BTS555 statt des SSR vorgeschlagen.
Der kostet nur einen Bruchteil und ist effizienter wie ein SSR.



Das ist ja ein schönes Teil.Mir stellt sich aber immer noch die Frage, wie ich ein Baustein bekomme ,wo ich als Nichtelektroniker mit Bastelwerkstatt eine Platine bekomme wo ich 165 A sicher darüber anschließen kann.Ein fertiges Modul würde dann aber auch nicht mehr 7 Euro kosten.Dessweiteren besteht ja immer noch die Frage, wie ich den Akku trennen kann ohne Schaltelemente vor die Ladequellen zu setzen. Es müssen ja nicht Crydom SSR benutzt werden.Meine SSR haben zwischen 9-20 Euro gekostet.

elektrotechnikzrenner am 30 Dez 2012 20:04:02

Nun-als Nichtelektroniker ohne Bastelwerkstatt bekommt man sowas am besten beim Elektroniker mit Bastelwerkstatt :lol:
Machbar ist alles-immer eine Frage des Bedarfs...
Gibt auch noch andere HSS aus der BTS-Serie. Kann man viele schöne Sachen mit machen. Sind ja extra für den Automotive-Bereich entwickelt worden.
Man bekommt halt auch gleich kostenlos eine Strommessung dazu und Sicherungen braucht man auch keine mehr...

Ja-ein Modul, daß dauerhaft 165 A schalten kann wird sicher mehr als 7 Euro kosten, wenn man es ordentlich mit Gehäuse und allem bauen möchte. 20 Euro kommen da sicher auch zusammen... Weil das geht nicht mehr mit Platinen-selbst mit 70 ?m. Das geht nur noch mit massiven Kupferschinen :ja:
20 Euro für ein SSR mit 165 A? Da kommst du aber echt günstig ran. Sowas kostet normalerweise ja schon der Kühlkörper für das Ding...

Deine Frage:"Dessweiteren besteht ja immer noch die Frage, wie ich den Akku trennen kann ohne Schaltelemente vor die Ladequellen zu setzen" verstehe ich irgendwie nicht.
Nun-um die Ladequelle vom Akku trennen zu können, wirst du wohl irgend ein Schaltelement brauchen (oder das Ladegerät selber abregeln müssen-wenn es das kann). Anders wird das nicht gehen...
Oder erklär halt mal, wo überhaupt das genaue Problem besteht.

lisunenergy am 30 Dez 2012 21:02:36

Noch mal kurz zur Erklärung meines Systemes. Die einzelne Zelle muß überwacht werden,da eine Gesamtspannungsüberwachung nicht möglich ist.Tritt der Fall ein,das eine Zelle außerhalb des Balancerbereiches liegt muß die Ladung dringent unterbrochen werden.Dies muß so lange erfolgen bis der Balancer die Zelle in den vorgegebenen Bereich zurückführt.Damit die Ladequelle die Spannung nicht verliert darf diese nicht vom Akku getrennt werden.Daher ist es nötig davor zu trennen.Eine Trennung wie bei EV-Power halte ich persönlich für nicht gut,da ja der gesamte Akku getrennt wird.Es funktioniert weder Ladung noch Entladung.So wie das System jetzt läuft ist es ja sehr gut.Einfacher wäre aber die Möglichkeit den Ladegeräten eine Spannung vorzugaugeln um eine Abschaltung einzuleiten.Für den der es schafft das System selbst zu installieren für den halten sich die Kosten in Grenzen.Für Leute, die das Installieren lassen müssen, kommen Montagekosten dazu, die meiner Meinung nach nicht unerheblich sind.Schöner wäre es doch man findet eine Lösung ,die eine 1 zu 1 Montage zulassen würden.Ideen der Elektroniker sind gefragt.

elektrotechnikzrenner am 30 Dez 2012 21:45:21

Ja-also davon gehe ich mal aus, daß die Spannung der einzelnen Zellen überwacht wird. Sonst würde ja das ganze BMS keinen Sinn machen-schließlich ist es genau dafür da, das driften der einzelnen Zellen zu verhindern...
Und das auch bei einem Ladestop bei vollem Akku nach wie vor Strom entnommen werden kann sowie bei einem Verbrauchsstop der Akku trotzdem geladen werden kann, halte ich für selbstverständlich. Alles andere macht ja keinen Sinn oder ist ja völlig an der Realität "vorbeientwickelt".
So-also meldet eine der Balancer, daß die Spannung (einer Zelle) überschritten wurde, wird das Ladegerät abgeschaltet (Verbraucher laufen nach wie vor).
Meldet der Balancer, daß die Spannung (einer Zelle) unterschritten wurde, werden die Verbraucher abgeschaltet (Ladegerät läuft nach wie vor)
Warum willst du dem Ladegerät irgendwas vorgaukeln? Ich verstehe irgendwie das Problem nicht. Warum?

Warum sollte sowas nicht jeder selber installieren können? Biete doch einfach dazu eine fertige "Black-Box" an dafür. Was braucht das Ding:
Ladeeingang, Verbrauchsausgang und die Kontrolleingänge der Balancer. Das ist elektronisch kein Hexenwerk. Alles mit idiotensichern Steckverbindungen vorkonfektionieren (bis auf die Hochstrom-Ein-und Ausgänge) und jeder Kunde der selber ne "Autobatterie" wechseln kann, kann auch sich so ein Ding reinbauen...
Machen kann man alles-mußt nur sagen, was du brauchst...

Gast am 30 Dez 2012 21:46:41

Es ist in dem Bereich sicher noch einiges an Entwicklungsarbeit zu leisten, um solche Systeme für den Einbau einfacher zu gestalten. Hier sind aber die richtigen Profielektroniker gefragt. Da müsste doch was zu machen sein, Ideen sind offenbar vorhanden.

Um zu zeigen, dass sich das ganze lohnt, hier unser Zwischenbericht zum Jahresende:
Unsere Anlage mit den Winston LYP400AHA-Zellen ist inzwischen 160 Tage störungsfrei in Betrieb.

Der Winter nördlich der Alpen ist allerdings schlecht für Solar. Ab Mitte/Ende Oktober deckt eine Solaranlage unseren Strombedarf nicht mehr ganz. Das macht jedoch nichts, wir stehen bei Freunden und haben reichlich Landstrom. Den fehlenden Sonnenstrom laden wir über ein WAECO PerfectCharge IU1512 in unsere LYP400AHA-Zellen. Das reduziert gleichzeitig unseren Gasverbrauch, denn Kühlschrank und Heizung laufen momentan auch auf Strom.

Die aktuellen Werte unserer Anlage sehen wie folgt aus:

Die Zellen liegen 2/100 V auseinander.

Interessant ist die Betrachtung der 2 unterschiedlichen Photovoltaiksysteme auf unserem Fahrzeug.
- 5 Kyocera PV-Module (polykristallin, 36 Zellen, > 16 % Wirkungsgrad) mit zus. 450 W, ca. 25 A an Votronic 500 DUO Solarladeregler
- 2 cbe-PV-Module (32 monokristalline Siliziumzellen) mit zus. 240 W, ca. 16 A an cbe-Solarladeregler prs240

Die cbe-Module haben an Fläche und Nennleistung jeweils einen Anteil von 34,7 % der Gesamtanlage, liefern jedoch nur 30,38% vom gesamten Strom. Nun sind die im Vergleich stehenden Kyocera-Module ganz normale Photovoltaikmodule. Mit Hochleistungsmodulen würde der Unterschied noch viel deutlicher ausfallen. Es lohnt sich also durchaus, beim Kauf der Module auf Qualität und Leistung zu schauen.

PV_121230_Statistik

elektrotechnikzrenner am 30 Dez 2012 22:17:27

@superduty:
Ihr habt knapp 700 Wp auf eurem Dach und habt Nov./Dez. gerade mal um die 12 Ah am Tag im Schnitt? Finde ich schon arg wenig...

Nun-ob der Minderertrag der einen Anlage zur anderen wirklich an den Modulen liegt?
Oder am Laderegler? Oder an beidem?
Vielleicht solltet ihr euch mal überlegen doch mal in einen guten Mppt-Regler zu investieren?


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