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Umrüstung auf LiFeYPO4 1, 2, 3, 4, 5 ... 42


Gast am 28 Mai 2012 22:21:05

Hallo,
wir wollen unsere Stromversorgung modernisieren.
Von einem Batteriehersteller bekam ich die Auskunft, dass unter den bei uns gegebenen Umständen bei unseren GEL-Akkus mit einer Lebensdauer von 3 bis 4 Jahre zu rechnen ist. Das Problem ist sicherlich die tägliche Nutzung und die ausschließliche Ladung über Solar, was keine speziellen Ladevorgänge ermöglicht, welche einer Sulfatierung entgegenwirken. Hierzu müssten wir monatlich ein Mal an Landstrom, was wir jedoch nicht wollen/können.
Vier Jahre sind bald um, also sollten wir uns über Ersatz Gedanken machen.

- Wir wohnen 365 Tage im Jahr im Wohnmobil (= viele Zyklen)
- Haben so gut wie nie Landstrom zur Verfügung (schlecht für Blei)
- Fahren äußerst wenig (kein Strom von der Lichtmaschine)
- Brauchen relativ viel Strom

Zur Energieversorgung haben wir 690 W Solar auf dem Dach und haben bisher noch nie Landstrom benötigt. Die vorhandene Photovoltaik-Anlage besteht aus:
- 5 Kyocera PV-Module mit zus. 450 W, ca. 25 A an Votronic 500 DUO Solarladeregler
- 2 cbe-PV-Module mit zus. 240 W, ca. 16 A an cbe-Solarladeregler prs240
- 3 Exide GEL 145 mit zusammen 148,5 kg und einem Platzbedarf von ca. 52x67x23 cm
- 1 WAECO SinePower MSK1500-012, 1500 W Dauerleistung, kurzfristig 2000W
- 1 WAECO PerfectCharge, bis 500 Ah, 45 A



Unsere GEL-Akkus liefern bei 60 % Entladung 3024 Wh und sind dazu mit 800 Zyklen angegeben. Eine tiefere Entladung würde die Lebensdauer deutlich verkürzen.

Blei-Säure-Akkus scheiden generell aus, da die Akkus bei uns relativ unzugänglich im Zwischenboden verbaut sind. Somit kann der Säurestand nicht geprüft werden und Knallgas wollen wir auch nicht im Fahrzeuginnern haben, auch nicht mit Ableitung nach außen.

AGM ist für unsere Anwendung ungeeignet und verursacht bei Kollegen schon genug Probleme, die wir nicht auch noch selber erfahren wollen.

Wieder GEL wäre sicher das einfachste, aber auf lange Sicht gesehen für eine Photovoltaik-Anwendung auch nicht das Optimale. Zudem gibt es deutlich preisgünstigere Lösungen, wenn man die zu erwartende Zyklenzahl und somit die Lebensdauer mit in die Rechnung einbezieht.

Nach monatelanger Erkundigung u. a. in einem englischen Blog und im PVforum, wo mir das Mitglied „Sonnentau“ mit seinen Praxiserfahrungen entscheidende Informationen gab, habe ich mich entschlossen, die herkömmliche Blei-Technik durch LiFeYPO4 Zellen von Winston zu ersetzen.

Würde ich mich bei den LiFeYPO4 Zellen mit einer dem jetzigen Zustand vergleichbaren Leistung zufrieden gegeben, was 300 Ah bei 80 % Entladung entspräche, wären die LiFepo4 Zellen nur rund 300 € teurer als die jetzigen hochwertigen Marken-GEL-Akkus (für industriellen Einsatz), würden insgesamt über 100 kg weniger wiegen und zudem die 4-fache Lebensdauer haben. Oder anders gerechnet, um die gleiche Zyklenzahl mit hochwertigen GEL-Akkus zu erreichen, müssten die GEL-Akkus 4 mal gekauft werden = 6.000 € gegenüber 1.800 € für LiFeYPO4-Zellen vergleichbarer Leistung.

Wir möchten jedoch etwas mehr Leistung bei sehr schonender Entladetiefe.
Mit den LiFeYPO4 Zellen von Winston bekomme ich aus 400 Ah bei einer für diesen Akkutyp sehr schonenden Nutzung von 70 % = 3584 Wh (bei 80 % Entladung wären es sogar 4096 Wh) und das bei einem Gewicht von nur 57 kg und einem Platzbedarf von nur ca. 47x29x26 cm.
Der Hersteller verspricht eine Lebensdauer bei einer Entladung zu 70 % > 5 000 Zyklen, bei 80 % > 3 000 Zyklen. Von der Technical University Prague liegen über Winston- LiFeYPO4-Cellen Langzeittests mit 13 000 Zyklen vor!!! Gut, Laborwerte, aber beispiellos.
Diese Zellen sind sowohl hervorragend für Photovoltaikanlagen geeignet, da Teilladungen die Lebensdauer nicht beeinträchtigen, sondern sogar verlängern als auch für den mobilen Einsatz in Wohnmobilen mit einer Energiedichte von 90 bis 110 Wh/kg. Welcher Blei-Akku kann das von sich behaupten?
Der Preis der gewählten 400 Ah LiFeYPO4 Zellen liegt zur Zeit ca. 30 % über dem der jetzigen Exide-GEL-Akkus, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass bei schonender 70-%-Entladung 18,5 % mehr Strom zur Verfügung steht und gute 90 kg weniger Gewicht herumgefahren werden muss. Die zu erwartende Lebensdauer beträgt das über 6-fache der GEL-Akkus. Also 2.000 € gegenüber 9.000 € für den GEL-Ersatz über den zu erwartenden Zeitraum.

Zu den LiFeYPO4 Zellen muss allerdings die vorhandene Elektrik etwas modifiziert werden.
Die einzelnen LiFeYPO4 Zellen benötigen Balancer, damit die Spannungen der Zellen nicht auseinanderdriften. Zudem berücksichtigt der momentan vorhandene Schutz vor Tiefentladung lediglich die Gesamtspannung und greift zudem zu spät für LiFeYPO4 Zellen.
Es ist ein absolut zuverlässiger Schutz vor Überladung und Tiefentladung je Zelle vorzusehen, denn eine richtige Tiefentladung reicht bereits, um die einzelne Zelle zu zerstören.
Diesen Schutz bieten die guten und günstigen neuen LiPro1-1-Balancer der Firma ecs-onine.org, welche übrigens von „Sonnentau“ entwickelt wurden. Das Geniale an diesem LiPro1-1-Balancer ist, dass hier gleich die Steuerung integriert ist, welche 3 bis 4 Solid State Relais zum Schutz vor Tiefentladung und in einer weiteren Sicherheitsschleife nochmals 3 bis 4 Solid State Relais zum Schutz vor Überladung schalten kann. Hier kommen also abhängig von den zu trennenden Strömen und der Größe der Solid State Relais nochmals Kosten ab ca. 350 € aufwärts hinzu, in unserem Fall ca. 680 €.
Teure BMS-Systeme, welche oft genug keinen ausreichenden Schutz für die einzelnen Zellen bieten, oder nur vor Tiefentladung schützen, nicht jedoch vor Überladung, entfallen durch die LiPro1-1-Balancer.

Zum Schutz vor Überladung haben wir vorgesehen:
- 1 Stück SSR_100_100A = für Abschaltung Solarmodule mit 22,1 V und 690 W
- 1 Stück SSR_100_40A = für Abschaltung Solarmodule mit 20,3 V und 240 W
- 1 Stück SSR_230AC_10A = für Abschaltung Waeco Ladegerät auf Netzseite (elektronisches Relais für Wechselspannung 230V / 10A)

Zum Schutz vor Unterspannung haben wir vorgesehen:
- 3 Stück SSR_100_100A = Parallel geschaltet, insgesamt 300 A Dauerstrom, Einschaltstromspitze bis > 400A Zur gemeinsamen Abschaltung Wechselrichter + aller DC Verbraucher, von Ihnen einzubauen.

Um unsere Solaranlage zu optimieren, wollen wir den cbe-prs240 Solarladeregler gegen einen zweiten Votronic 500 DUO austauschen. Von Victron soll ein Batteriemonitor BMV-602 eingebaut werden. Dies wäre aber beides technisch nicht unbedingt notwendig.

Übrigens, LiFeYPO4 Zellen von Winston brennen nicht, explodieren nicht, gasen nicht, enthalten keine Flüssigkeit, können auch liegend verbaut werden, funktionieren ohne Probleme auch im Winter und bei extremer Hitze, von -45 Grad bis +85 Grad. Die Selbstentladung liegt unter 5 % pro Monat. Schnellladung mit bis zu 3C ist möglich. Das Gewicht liegt bei vergleichbarer Leistung bei etwa 1/3 eines Blei-Akkus. Die einmaligen Anschaffungskosten liegen bei vergleichbarer Leistung nur unwesentlich über denen von hochwertigen Marken-GEL oder AGMs. Eigentlich der ideale Akku für Wohn- und Reisemobile.

Die LiFeYPO4 Zellen von Winston sind bestellt und sollen Anfang Juli geliefert werden. Die 400 Ah Zellen sind scheinbar sehr beliebt und momentan ab Lager kaum zu bekommen. Die Schiffsladungen aus China werden bereits vor dem Eintreffen in Hamburg verteilt.

Sobald die Zellen bei uns eingetroffen sind, werden wir hier weiter berichten.

Unser besondere Dank gilt an Dieser Stelle "Sonnentau", ohne dessen Beiträge, Überzeugungsarbeit und persönliche Beratung die Umrüstung in der Form für mich als Elektro-Laien nicht möglich wäre, vielen Dank.

felix52 am 28 Mai 2012 22:50:42

Jou,
herzlichen Glückwunsch zu Eurer wohl endgültigen Individuallösung der
Energieversorgung im Womo. Danke noch mehr dafür, wie dezidiert und kompetent Ihr dies hier vortragt. Bitte berichtet weiter über Eure Erfahrungen, die im Rahmen dieses Forums wohl bislang einmalig sind.
Hoffentlich melden sich hier nicht wieder die, die zu nem Generator raten oder dazu, den Cafe über ner Gasflamme zu kochen oder überhaupt ohne "soviel" Strom aus zu kommen.
Danke für Euren Beitrag und Alles Gute
Felix52 :) :respekt:

lisunenergy am 29 Mai 2012 06:11:25

Vielen Dank für die Blumen. Auch ich habe mich für diesen Akku entschieden weil ich davon überzeugt bin ,das dies die Zukunft sein wird.Mein Akku ist schon drinn und Solar und Kabel gezogen.(Bilder folgen) Da ich nur einen Caravan Hänger besitze ist das Gewicht ,das größte Problem gewesen.Nach langer Information habe ich mich dann dazu entschieden.Die Geschichten kennt ihr ja schon.Mein Hänger ist mit 450 Watt Solar ausgerüstet.Die Akkugröße beträgt 160 Ah volle Power.Ein Vollladen ist nicht mehr nötig.Für die Abschaltung der Prints habe ich noch was in der Bucht gefunden. --> Link Vorsicht!!! keine AC Relais verwenden!! Für größere DC Ströme empfehle ich einen Trennmosfet.

rossifumi am 30 Mai 2012 21:57:05

superduty hat geschrieben:Nach monatelanger Erkundigung habe ich mich entschlossen, die herkömmliche Blei-Technik durch LiFeYPO4 Zellen von Winston zu ersetzen.

Gute Entscheidung!!!
Meine 100AH (noch) im WoMo funktioniert seit gut 2 Jahren problemlos.
Auch alle anderen LiFePo in den anderen Fahrzeugen: ein Quantensprung zu den bleischweren Blei/Gel/Flies.
Und das seit bis zu Region 6 Jahren, in denen ich konventionelle Starterakkus ev schon tauschen müssen hätte.
Viel Erfolg beim Einbau und immer Saft im Netz :D .
Rossi

macagi am 30 Mai 2012 23:10:26

Ich habe gerade meine Links zu Li Batterien gecheckt, und die Thundersky scheint es gar nicht mehr zu geben.....alles tot?

Und wie war das nochmals mit Temperaturen unter Null? Früher schlecht, nun mit Y Doping besser? Aber wo krieg ich die Zellen her......

rossifumi am 30 Mai 2012 23:22:11

macagi hat geschrieben: Aber wo krieg ich die Zellen her......

Kaufe demnächst mal wieder ein.

Rossi

singlefreiheit am 31 Mai 2012 00:04:58

rossifumi hat geschrieben:
macagi hat geschrieben: Aber wo krieg ich die Zellen her......

Kaufe demnächst mal wieder ein.

Rossi


Dieses Frage-Anwort-Spiel erinnert mich an:

macagi: "Wo gibts denn hier ein Bier?"
Rossi: "Mein Glas ist noch voll!"

Eine bessere Antwort wäre die Wegbeschreibung zur nächsten Kneipe bzw. zum nächsten Li Batterie-Händler. :D

macagi am 31 Mai 2012 08:14:32

Na ja, rossi könnte mir wohl ein Bier besorgen wenn ich eins wollte.....

lisunenergy am 31 Mai 2012 20:57:31

Bei Faktor.de und Litrade.de oder GWL.com gibt es diese Akkus.Gehen unter Null und verlieren nicht an Kappazität.Leider steigt der Preis bald täglich.

macagi am 31 Mai 2012 22:46:22

Danke sonnentau, aber gwl.com gibt es nicht.

lisunenergy am 01 Jun 2012 05:59:05

macagi hat geschrieben:Danke sonnentau, aber gwl.com gibt es nicht.
Sorry sollte GWL-Power werden --> Link

michaelbacke am 01 Jun 2012 10:55:18

Das mit 4 Zellen in Reihe zusammenschrauben seh ich ja noch ein, aber das ganze andere mit balancen und BMS Controller krieg ich nicht in mein Hirn...

lisunenergy am 01 Jun 2012 16:29:46

michaelbacke hat geschrieben:Das mit 4 Zellen in Reihe zusammenschrauben seh ich ja noch ein, aber das ganze andere mit balancen und BMS Controller krieg ich nicht in mein Hirn...
Wie Du schon richtig siehst benötigt man nur 4 anstatt 6 Zellen bei Blei.Stell Dir die Zellen wie Flaschen mit Wasser vor.Über allen Flaschen ist eine Zuleitung für Wasser.Wenn jetzt das Wasser in die Flaschen gefüllt wird kann es sein das ein Verschluß ein wenig kleiner ist wie der andere.Die Flaschen füllen sich also unterschiedlich schnell.Da aber die Flaschen nicht mehr wie volllwerden dürfen,braucht man ein Ventil was sozusagen die Füllmenge steuert.Das macht ein BMS Print oder eine ganze BMS Einheit.Das ist jetzt sehr stark vereinfacht,aber es ist dadurch anschaulich.Es muß also verhindert werden,das eine Zelle schneller voll ist wie die anderen.Würde es nicht geregelt geht die Zelle sehr schnell defekt.

Rallamann am 01 Jun 2012 19:04:25

Hallo ihr " Pioniere " ,

wohhh, hatte ich vorher noch nie was von gehört :oops: , hört sich aber sehr interessant an :yau: , werde das mal für mich durchrechnen, bei Ausfall der jetzigen Batterien vielleicht eine neue Möglichkeit. Danke schön für den Denkanstoß :dankeschoen: .

Gast am 01 Jun 2012 19:29:01

rossifumi hat geschrieben:. . . Meine 100AH (noch) im WoMo funktioniert seit gut 2 Jahren problemlos.
Auch alle anderen LiFePo in den anderen Fahrzeugen: ein Quantensprung zu den bleischweren Blei/Gel/Flies. . . .
Rossi


Hallo Rossi,
vielen Dank für die Zustimmung zu meinem Vorhaben.
Habe bei meiner Informationssuche im Vorfeld natürlich auch deine Beiträge alle gelesen.

Du verwendest die LiFeYPO4 hauptsächlich als Starterbatterie?
Habe ich auch vor, zumindest im Wohnmobil. Aber erst mal die eine Baustelle abschließen, sonst gibt es zu viel Stress.

Um die LF12V90AH einzubauen, müsste ich die Zellen umbauen, da ich Polanordnung „0“ brauche, also plus und minuspol vertauschen.
Und eine andere Befestigungsmöglichkeit muss ich auch bauen, da mein jetziger Akku mit Bodenleiste B1 befestigt wird.

Dann macht mir sorge, dass der LF12V90AH überladen würde, denn sobald die Aufbauakkus 14,4 V erreicht haben, schaltet eine Erhaltungsladung für den Starterakku ein, welche diesen mit 2 bis 4 A läd - bis die Sonne untergeht.
Die Erhaltungsladung brauche ich natürlich schon, denn wir fahren nicht viel. Über Winter standen wir z. B. 6 Monate auf dem selben Stellplatz, ohne das der Motor ein Mal gelaufen wäre.

macagi am 01 Jun 2012 19:38:27

sonnentau hat das super erklärt.
Die Zelle geht eben kaputt wenn sie zu leer ist, und auch zu voll. Wie beim Laptop, wo aber die Elektronik schon drin ist.
Deswegen muss das Ganze supergenau geregelt werden, sonst geht schnell was schief.....

Gast am 01 Jun 2012 19:41:01

Rallamann hat geschrieben:Hallo ihr " Pioniere " ,
. . . werde das mal für mich durchrechnen, bei Ausfall der jetzigen Batterien vielleicht eine neue Möglichkeit. Danke schön für den Denkanstoß :dankeschoen: .


wenn die Rechnung stimmen soll, muss die zu erwartende Zyklenzahl (Lebensdauer) mit einbezogen werden und dann sind die LiFeYPO4 trotz zusätzlich benötigter Elektronik klar im Vorteil - vor allem auch gegenüber fertigen Systemen bekannter Hersteller, die schlicht überteuert sind, um es mal gelinde auszudrücken.

Rallamann am 01 Jun 2012 19:51:02

superduty hat geschrieben:
Rallamann hat geschrieben:Hallo ihr " Pioniere " ,
. . . werde das mal für mich durchrechnen, bei Ausfall der jetzigen Batterien vielleicht eine neue Möglichkeit. Danke schön für den Denkanstoß :dankeschoen: .


wenn die Rechnung stimmen soll, muss die zu erwartende Zyklenzahl (Lebensdauer) mit einbezogen werden und dann sind die LiFeYPO4 trotz zusätzlich benötigter Elektronik klar im Vorteil - vor allem auch gegenüber fertigen Systemen bekannter Hersteller, die schlicht überteuert sind, um es mal gelinde auszudrücken.


Hallo Gerd,

danke für den Hinweis :wink: , auch die Gewichtseinsparung ist super, ich werde mir gleich mal die Bedienungsanleitung von ECS ( Li Pro 1 - 1 ) runter laden und zu Gemüte führen, Wissen ist Macht :D .

Gast am 01 Jun 2012 19:59:40

Hallo Ralf,
ja, Sonnentau hat das alles gut beschrieben.

Wenn man das mit den Balancern und den Solid State Relais mal verstanden hat, ist es halb so schlimm.

Zum Abschalten großer Lasten (alle Verbraucher in einem, wobei ganz schnell über 200 A zusammenkommen können) bahnen sich auch einfachere Lösungen an, als in meiner Planung noch vorgesehen.
Sobald was davon fertig und getestet ist, wird es bestimmt hier im Forum zu lesen sein.

Viel Spaß beim informieren

rossifumi am 02 Jun 2012 11:57:19

superduty hat geschrieben:Du verwendest die LiFeYPO4 hauptsächlich als Starterbatterie?

Hallo superduty,
in den konventionellen KFZ werden die LiFePo’s als Starter benutzt, von 2,3Ah im Mopped (1000er) bis 20Ah im 7,4l BigBlock von Kollegen.
Die 100Ah ist der fertige BleiErsatzAkku , den es leider nicht mehr gibt, und dient interimsweise als Aufbauakku, bis mal die größere Variante mit BMS fertig ist und wird dann Starterakku mit dann mehr Reserven für Standheizung.
Welche Bodenleistenvariante müsste ich schauen, aber eine der 100Ah noch zu bekommen????????
Warum soll der Starterakku überladen werden vom Ladegerät bei Erhaltungsladung??
Oder du wartest mit Starterakku – von A123 gibt’s schon Starterakkus, leider nur mit BMS vom KFZ-Steuergerät.
Aber andere Variante soll auch noch irgendwann kommen.

Rossi

macagi am 02 Jun 2012 14:35:15

Die Frage ist wie lange es A123 noch geben wird, die haben gerade tiefrote Zahlen präsentiert......

Gast am 02 Jun 2012 18:12:30

rossifumi hat geschrieben:. . . in den konventionellen KFZ werden die LiFePo’s als Starter benutzt, von 2,3Ah im Mopped (1000er) bis 20Ah im 7,4l BigBlock von Kollegen.

Rossi


Hallo Rossi,
nur 20 Ah im BigBlock?
Ich wollte meine 140 Ah Blei-Säure im Diesel durch LF12V90AH ersetzen. Die von Faktor meinen zwar, dass es eine 60er auch tut, aber da bin ich doch etwas skeptisch, im Benziner ja, aber im 3 Liter Diesel?

Mit der Konstruktion von A123 kann ich mich nicht so recht anfreunden. Eine 100er brauche ich aber sicher nicht.

lisunenergy am 03 Jun 2012 15:32:05

Der erste Abschnitt ist geschafft! Der Akku läuft jetzt im Caravan und hat eine aktuelle Spannung von 14,16 Volt.Das Crydom SSR (Solid State Relais )schaltet zuverlässig.Die Balancermodule arbeiten und sind nicht warm.Jede Zelle hat die gleiche Spannung.Der MPP Regler von Steca ist auf eine Spannung von 14,2 Volt eingestellt.Bilder gibt es Ende der Woche.Für die Abschaltung der hohen Verbraucher empfehle ich einen Signalgeber(Piepton oder Lichtblitzer) Es macht keinen Sinn teure Bauelemente zu verwenden.Durch die Abschaltung von 12 Volt bleibt sehr viel Zeit zum reagieren.Kleine Verbraucher schaltet man am besten mit SSR Relais,da man davon ausgehen kann ,das es dann passiert ,wenn man nicht im Womo ist.

rossifumi am 04 Jun 2012 00:01:56

superduty hat geschrieben:nur 20 Ah im BigBlock?

Da war ich auch etwas überrascht, hatte mind 40Ah empfohlen.
Aber scheint problemlos schon einige Zeit zu funktionieren.
Die Ami-Fraktion will jetzt ihre bleischweren und teuren Spezialbatterien aus USA alle ersetzen, nachdem am Anfang doch etwas Überzeugungsarbeit notwendig war :D .
Meinen Sprinter hat die 20Ah (100Ah Blei) nicht ganz geschafft, die 40Ah locker.
Also dürfte die 60Ah bei dir vermutlich gut reichen, aber etwas mehr Reserve wiegt ja nicht mehr viel.

Rossi

Gast am 05 Jun 2012 00:40:57

Hallo,
inzwischen wurde intensiv an der Planung weiter gearbeitet. Da bleiben Korrekturen nicht aus. In dem Zusammenhang auch mein Dank an Sonnentau.

Es gibt also eine kleine Modifikation, welche Kosten senkt, eine einfachere Verkabelung ermöglicht und effektiver ist.

Alle SSR´s werden gegen crydom SSR´s ohne LED und in Industriequalität ersetzt. Von Sonnentau habe ich gehört, dass die günstigen SSR´s mit LED´s relativ viel Strom brauchen, aber darauf wir er sicher selber noch näher im Forum eingehen. Zudem wurden für alle SSR´s Kühlkörper geordert.

Zum Schutz vor Überladung wurden bestellt:
- 1 Stück crydom D06D80 = für Abschaltung Solarmodule mit 22,1 V und 690 W
- 1 Stück crydom D06D60 = für Abschaltung Solarmodule mit 20,3 V und 240 W
- 1 Stück crydom D2425 = für Abschaltung Waeco Ladegerät auf Netzseite (elektronisches Relais für Wechselspannung 230V / 10A)

Zum Schutz vor Unterspannung waren 3 Stück SSR_100_100A = Parallel geschaltet, insgesamt 300 A vorgesehen. Das kann jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Schließlich erzeugen SSR´s bei dem Strom verdammt viel Wärme, was vergeudete Energie bedeutet und das möchte ich mir im Wohnmobil nicht leisten.
Sie werden daher durch einen automatischen Trennschalter TSA 260-12V von Philippi ersetzt (ganz neu, lieferbar ab April 2012). Der TSA 260-12V hat einen Tiefentladungsschutz von 11,2 V und einen Überspannungsschutz von 15,6 V eingebaut, was mir eine zusätzliche Sicherheit bietet. Es gibt den gleichen Schalter auch ohne Schutz.

Von Philippi bekam ich dazu folgende Auskunft:
". . . der TSA 260 wird einfach über ein Schließerkontakt ein- und ausgeschaltet. Mit einem zusätzlichen Relais ist dies auch möglich aber nicht erforderlich, da es ja nur ein Steuerschalter ist für wenige mA. Der TSA ist geschlossen solange der Steuerkontakt auch geschlossen ist.
Mit freundlichen n philippi elektrische systeme gmbh i.A. "

Somit ließe sich der TSA und FBR 260 an Stelle des Ein-/Ausschalters über ein kleines SSR steuern. Eine nochmalige telefonische Rückfrage bei Philippi bestätigte diese mögliche Steuerung. Ich habe die Teile bestellen und werde das testen.

Gast am 05 Jun 2012 21:53:06

Ja, das mit dem Bestellen ist nicht so einfach. Die Crydom Relais sind nicht überall zu bekommen und wenn, dann nur das eine oder andere und manchmal zu absoluten Wucherpreisen. Der einzige Shop der alles von Crydom hat wäre RS Components GmbH, die aber absolut nichts an Privatkunden liefern wollen, also die Bestellung dort wieder stornieren.
So sitze ich im sonnigen Andalusien bei 38 Grad im Wohnmobil, der Schweiß rinnt, der Laptop läuft heiß, denn wir beide google nach den begehrten SSR´s von Crydom. . . .
Mouser Electronics, Mansfield, Texas, in dem Shop ist vermutlich alles zu haben, was jemals ein Electronic-Freak irgendwo auf der Welt gebrauchen könnte. Registrieren, bestellen und per Visa bezahlen. In 3 Tagen sollen die Teile mit FedEx in Deutschland sein. Na dann, bisher habe ich gute Erfahrungen mit Bestellungen in den USA gemacht.

lisunenergy am 05 Jun 2012 22:29:14

Ja der Teufel sitzt manchmal in kleinen Details.Ich habe jetzt auch eine Lösung die Verbräuche der billigen SSR Relais zu minimieren.Schaltplan werde ich noch einstellen.Anlage läuft bis jetzt ohne Störung .Es ist genial wie schnell der Akku wieder voll ist.

singlefreiheit am 05 Jun 2012 22:36:36

Hallo,
meinen Über- Unterspannungsschutz habe ich mit zwei BTS555 von Infineon realisiert.
Die Gründe waren folgende:

1. RON = 2.5mOhm statt 17mOhm beim 100A Crydom-Relais (1.7V Verlust bei 100A)
2. Einen Shunt zum Strommessen brauche ich nicht, da der BTS555 einen integrierten Current-Sense (1:30000) hat.
3. ich will sparen: ein BTS555 kostet beim Reichelt 6.95€

Mit ein bisschen Zusatzelektronik, die weniger als 1mA verbraucht und unter 1€ gekostet hat, war ein viel effizienterer Über- Unterspannungsschutz fertig.

lisunenergy am 05 Jun 2012 22:45:21

Was hast Du realisiert und wieviel Strom wird geschaltet ?

singlefreiheit am 05 Jun 2012 22:49:26

Wie oben geschrieben, habe ich einen Über- Unterspannungsschutz für meine Batterien realisiert.
Die Maximalströme stehen im Datasheet des BTS555: --> Link
Es sind nominal 165 A und maximal 520 A. Mehr kommt bei mir nicht vor.
Mir wäre der Spannungsverlust von 0.5 V der teuren Crydom Relais zu hoch.
Mit meiner Lösung verliere ich nur 0.25 V bei 100 A für 6.95 €.
Ein BTS555 fungiert als Überspannungsschutz und der zweite als Unterspannungsschutz.
Zu kaufen gibt es die z.B. hier: --> Link
Die BTS555 werden von 2 OpAmps gesteuert, eine Referenzspannungsquelle und etwas Hühnerfutter war noch nötig.
Die Gesamtkosten betrugen < 20 € und 2h Arbeit.

Hier --> Link hat jemand etwas Ähnliches (für geringere Ströme mit kleinerem Hochstrom-PROFET) gebaut und beschrieben.

Gast am 18 Jun 2012 21:42:06

Also die Sache mit dem LF12V90AH als Starter-Akku hat sich vergangene Woche erst mal erledigt. Nach exakt 4 Jahren begann der Blei-Säure-Akku mitten im Spanischen Hinterland zu schwächeln.
Im Abstand weniger Tage meldete der Bordcomputer 2 x low Batery und 12,2 V.
Auf der weiteren Fahrt haben wir dann bei einer Iveco-Werkstatt einen Stop eingelegt und kurzerhand einen neuen Blei-Säure-Akku eingesetzt.

Aber das ist nicht so tragisch, denn zuerst muss die eine Baustelle mit den Aufbau-Akkus erledigt werden. Das ist in den nächsten Wochen noch genug Arbeit. Ich werde davon berichten.

Gast am 10 Jul 2012 21:29:34

Es geht weiter:
Mouser Electronics, Mansfield, hat die heiß begehrten SSR´s von Crydom schnell und zuverlässig geliefert. Alle Preise im Internetshop sind Netto zuzüglich MwSt. Es entstehen keine Kosten für Versand, Zoll usw. Also alles in allem eine völlig unproblematische Abwicklung.

Alle benötigten Teile sind inzwischen bei unserem Ömchen eingetroffen. . .


Natürlich ist davon nicht alles für den Umbau auf Lithium-Akkus notwendig und in den meisten Paketen ist mehr Luft verpackt als Ware.
Die Lithium-Akkus stehen in Kolbermoor und werden mir in wenigen Tagen zugeschickt. Meine Vorbereitungsarbeiten sind angelaufen.

Inzwischen stehen auch die Kosten für die Umrüstung genauer fest.
Der Austausch von 3 Stück Exide Gel ES 1600 würden beim Händler ca. 1500 € + Montage kosten, über das Internet wären sie für ca. 1.100 € in hoffentlich gutem Zustand zu bekommen.
Die Umrüstung auf LiFeYPO4 Zellen von Winston kostet mich inkl. Akkus, Elektronik und allem Kleinmaterial bis hin zum letzten Kabelschuh 3.410 € (die Akkus alleine kosten 2.156 €).
Teuer?
Ok, die Nebenkosten ließen sich stark reduzieren. Es müssen z. B. nicht die sehr teuren Crydom-SSR in Industriequalität sein, es müssen keine schön anzusehenden Kühlkörper aus Alu-Rippenprofil sein, es müssen keine Niro-Schrauben sein usw. Da wir zudem im Mobil wohnen und nicht lange auf Strom verzichten können, muss der Umbau innerhalb weniger Stunden erfolgen. Das hat zur Folge, dass z. B. keine vorhandenen Batteriekabel abgeändert, sondern diese durch neue ersetzt werden. Alles ist so konzipiert, dass ein Rückbau jederzeit schnell und problemlos erfolgen kann, falls es zu unerwarteten Problemchen kommen sollte. Es gibt also neue Batteriekabel, die ganze Schaltelektrik ist auf einer zusätzlichen Schalttafel verbaut, das erfordert zusätzliche dicke Kabel und Stromverteiler, die ich auch nicht selber gefertigt, sondern gut und edel im Yachtshop gekauft habe. So kommt eines zum anderen. Wer also Zeit und Geschick hat, kann die Nebenkosten deutlich reduzieren.

Aber wie gesagt, die zu erwartende Lebensdauer muss bei den Kosten berücksichtigt werden, diese beträgt etwa das 6-fache von den jetzigen GEL-Akkus.
Und in der zusätzlich verbauten Elektronik ist eine totale Überwachung der Akkus mit automatischem Schutz vor Tiefentladung und Überladung enthalten. So ein automatischer Schutz vor Tiefentladung ist in den wenigsten Mobilen verbaut, und wenn dann nicht mit totaler Trennung der Akkus vom System, was bei längeren Standzeiten dann trotzdem zum Batteriesterben führt.

Weitere Vorteile der Lithium-Zellen:
Die Selbstentladung beträgt unter 2% pro Monat, gegenüber Blei-Akkumulatoren, die zwischen 2 und 10% pro Monat an Selbstentladung aufweisen (Quelle Wikipedia).
Wer seine Akkus über Solar lädt, für den ist bestimmt der Ladewirkungsgrad von besonderer Bedeutung. Bei Lithium-Akkus liegt dieser um die 90%, bei Bleiakkumulatoren hingegen nur bei bescheidenen 60-70% (Quelle Wikipedia).

Letzteres ist natürlich mit ein Grund, weshalb die Lithium-Akkus bei Sonnentau so schnell geladen sind. Na Lars, was machen wir zukünftig nur mit all dem Überschüssigen Strom???

lisunenergy am 10 Jul 2012 22:25:21

Hallo Gerd,

Da steckt ja noch viel Arbeit in den Kisten!Wenn Du noch Hilfe brauchst lass es mich wissen.
Meine Anlage läuft jetz super gut.70 Kg mit Solar (450 Watt) Akku 160AH,2Laderegler,Wechselrichter,Battmonitor,SSR relais ist echt unschlagbar.Alle Zellen haben die gleiche Spannung.Preis :2800 Euro komplett

kintzi am 10 Jul 2012 22:45:00

Hallo ST,
heisst also 160Ah nutz-u. ladbar, entsprechend 320Ah konventionelle Bleiakkuus, aber mit garantiert 6-facher Lebensdauer für 2800€ ohne Inst.-Arbeit ?

Mit offenen Deta`s 100Ah (min. 3 J.haltbar) bei 12J. = 12 Batts a 120€ = 1440€ mit insgesamt 8 Jahre Gewährlstg.

Rechnung falsch? Gr. R.

lisunenergy am 10 Jul 2012 23:13:59

kintzi hat geschrieben:Hallo ST,
heisst also 160Ah nutz-u. ladbar, entsprechend 320Ah konventionelle Bleiakkuus, aber mit garantiert 6-facher Lebensdauer für 2800€ ohne Inst.-Arbeit ?

Mit offenen Deta`s 100Ah (min. 3 J.haltbar) bei 12J. = 12 Batts a 120€ = 1440€ mit insgesamt 8 Jahre Gewährlstg.

Rechnung falsch? Gr. R.
Ja falsch!! 2800 Euro für 450 Watt Sunpower Modul,1200 Watt Wechselrichter Ringkern,2 Laderegler Made in Germany+komplettes Installationsmaterial,Battmonitor,SSR Relais 5 mal,Lipro1-1+ Akku dem es nicht stört tagelang entladen zu sein oder mit 160 A Entladestrom über die ganze Zeit zu arbeiten.

kintzi am 11 Jul 2012 23:15:50

Hallo ST,
achso, ist ja bis auf die Batt fast die gesamte E-lektrik, nicht nur Batt-spez. Sachen. Die Leistung ist nat. nicht vergleichbar.
Hiesse also: Batt + Batt.-Spez. E-tronik ca. 1500€ (wie von früher bekannt)
Ladung über EVS?
Dann sieht`s anders aus. Gr. R.

lisunenergy am 12 Jul 2012 06:13:57

Die Ladung erfolgt mit einen mormalen Ladegerät 10 A.Das reicht dicke.
Der 5 Liter Trumawarmwasserboiler benötigt zum aufheizen 22 Ah bei 60°

kintzi am 12 Jul 2012 07:17:45

Danke, ST.Gr. R.

Schubdüse am 14 Jul 2012 15:38:17

Hallo zusammen.

Für mich das interessanteste Thema seit langem und genau was ich gerade suche. Hab aber ein paar Verständnisfragen.

Wenn ich dass richtig verstehe dann werden diese Akkus (bei Einsatz als Startbatterie) ganz normal über die Lima geladen, oder vom Solarladegerät (bei Bordbatterie) also ganz ohne komplizierte Microprozessor Schlachmichtot gesteuerte Ladetechnik?

Und das machen die Akkus auf Dauer mit?

Da die Dinger keine Schutzelektronik drin haben sind sie dann auch sofort Schrott wenn ich einmal vergesse das Licht auszuschalten und der Akku bis auf letzte Ampere leergenuckelt wird?

Wenn man die vorhandene Ladetechnik (Lima bzw. Solarlader) weiterverwenden kann dann muss man also nur schauen das man eine Elektrinok gegen tiefentladung einbaut?
Bei der Bordbatterie sehe ich da kein Problem, wie ist es mit der Startbatterie? Gibts dafür Schutzschaltungen?

lisunenergy am 14 Jul 2012 17:50:09

Dafür habe ich die Lipro 1-1 entwickeln lassen.Diese kommen auf jede Zelle und steuern im Fall eines Falles verschiedene Solid State Relais an.Der Rest der Ladetrechnik bleibt einfach bestehen.Wichtig ist,das man Akkus verwendet die keine Akkuheizung benötigen.Z.B. Faktor.de -Winston

lisunenergy am 15 Jul 2012 18:55:33

Habe neue praxiserprobte Werte vom schönen LiFePo4 Akku.Dank meines Batteriemonitor Victron BMV 600 kann ich sehr schön sehen wie viel AH ich entnommen habe.Bei einer Entladung von 40 A bekomme ich aus dem Akku 160Ah@12 Volt 180 Ah.Bei einer Entnahme von 100 A bekomme ich 120 Ah aus dem Akku.Das liegt aber daran das der Lipro in die Abschaltung bei3 Volt geht.3 sekunden später ist am Akku wieder 13 Volt und das Spiel beginnt von vorn.Bei einer Stromreduzierung von 40 A sind schon 160 Ah möglich.Als ich bei 180 Ah den Test abgebrochen hatte waren 5 Minuten später 12,8 Volt am Display. Fazit:Der Akku ist wirklich der Hammer! Um aber mind 1C =160 A zu entnehmen müsste der Lipro auf einen tieferen Spannungswert eingestellt werden.Hat aber den Nachteil das bei kleineren Strömen enorm viel aus dem Akku genommen wird.Passieren dürfte da aber nichts,da die Überlebensspannung noch sehr hoch wäre.Um solche Werte aus einem Blei Akku zu bekommen müßte man den 3-4 fachen Wert rechnen.Fakt ist,das die angegebenen Werte von Winston stimmen und der Akku bei kleineren Entladeströmen weit über die Angaben hinaus geht.

rossifumi am 15 Jul 2012 20:19:56

Schubdüse hat geschrieben:Wenn ich dass richtig verstehe dann werden diese Akkus (bei Einsatz als Startbatterie) ganz normal über die Lima geladen?
Und das machen die Akkus auf Dauer mit?

Ich habe meine erste LiFePo als Starter so ca 2006/7 im Mopped eingebaut.
Seitdem alls meine 2 + 4-rädrigen Fahrzeuge und auch von Bekannten mit LiFePo ausgerüstet.
Hersteller Thundersky bzw Winston und A123.
Bisher alle ohne Probleme, auch Unterspannung kam schon vor :? .
Werden aber wohl wahrscheinlich nicht solange halten wie LiFePo mit BMS.

Rossi

kintzi am 15 Jul 2012 21:08:50

Hallo Sonnentau, sehe ich das richtig:
4x LYP160AHA = 880€ oder LYP200AHA=1040€
plus
4x LIPro1-1 = 138€
plus
2xLeistungsrelais 100A =300€
plus Kleinteile
und ich bin dabei? Dank u. Richi

lisunenergy am 16 Jul 2012 06:11:23

Hallo kintzi,

Die Akkus sind seit November um 40 Euro pro Zelle gestiegen.(Angebot und Nachfrage) :twisted: Die Lipro sind richtig.Bei den SSR Relais gibt es folgendes zu sagen: Die Crydom sind mit Abstand die bessten aber auch die teuersten.Bei den billigen ist der Verbrauch zu hoch.Daher muß man sich was einfallen lassen um den Verbrauch zu senken.Gerd hat bei Phillippi ein neues Relais geordert,welches sehr hohe Ströme schalten kann.Bei mir ist es so,das ich für die hohe Abschaltung den An und Aus Schalter vom Wechselrichter aufgetrennt habe.Dabei verwende ich ein 10 A Relais.Für die Verbraucher reicht bei mir ein 30 A Relais.Singelfreiheit hatte eine gute Idee mit einem Infinion Baustein.

Gast am 16 Jul 2012 21:42:25

Die Spannung steigt
Die Vorbereitungen der letzten Tage sind abgeschlossen. Dienstag sollen die Akkus an mich verschickt werden.
Auf die Umrüstung bin ich selber sehr gespannt. Ein gewisses Risiko ist dabei, die Knackpunkte meine ich zu kennen.

Habe am Wochenende noch weitere Verkleidungen im Concorde abgebaut und mir Kabelverläufe in den Hohlräumen angesehen, auch mal die ganze Elektriktafel gelöst und geschaut was hinter dem Schaltschrank so ab geht.
Dabei hat sich bestätigt, dass ich die Votronic Solar-Laderegler und den Waeco PerfectCharge in die cbe-Schaltkästen laufen. Das funktioniert so natürlich nicht, ich muss sie direkt an meiner Schalttafel anschließen, ansonsten wäre es so, dass ich bei Unterspannung nach trennen der Akkus von allen Verbrauchern, sprich vom Concorde, die Akkus nicht mehr laden kann, ja die Solarladeregler sogar ihre Spannungsvorgabe von den Akkus verlieren und evtl. Schaden nehmen.

Durch die von mir gebaute Schalttafel (Fotos kommen noch) bin ich sehr flexibel im Anschließen von den ganzen Verbrauchern und Ladegeräten. An den Akkus direkt wird nur meine Schalttafel angeschlossen, sonst nichts.
Auf der Tafel kann ich Ladegeräte und lebensnotwendige Kleinverbraucher, wie z. B. die Platinen zur Überwachung der Zellen, vor dem Trennschalter anschließen, und ich kann die normalen Verbraucher, also das was heute direkt an den GEL-Akkus hing, nach dem Trennschalter anschließen, da ich mehrere Sammelstützpunkte und Sicherungskästchen mit verbaut habe. Die Sammelstützpunkte haben M10 und M4 Anschlüsse. Nicht billig, aber sehr flexibel.

Die letzten Tage waren geprägt vom zahlreichen Bestellungen von Kleinkram und diverser Kabel, um alle Komponenten auf meiner Schalttafel mit dicken Batteriekabeln verbinden zu können, um den Mess-Shunt für den Batteriecomputer anschließen zu können, um die Solarladeregler und das Netzladegerät anschließen zu können usw. Zusätzlich treten natürlich unvorhergesehene Schwierigkeiten auf. So fehlen z. B. Kabelschuhe für 6mm² Kabel. Naiv wie ich bin, glaubte ich solchen Kleinkram in Läden wie z. B. Conrad in Mainz oder ATU zu bekommen. Fehlanzeige, außer Fahrerei und Zeitverschwendung kam da nichts bei raus. Es war mir eine Lehre. Werde bzw. habe nun alles, aber auch wirklich die kleinste Schraube im Internet bestellt. Das hat auch den großen Vorteil, dass man sich die Qualität besser aussuchen kann. Schließlich ist es schon ein Unterschied, ob ich ein H07V-K Baumarktkabel (-40 bis +70° C) oder solche vom Yachtbau für -40 bis +105° C verbaue, ob ich perfekt hydraulisch verpresste Batteriekabel bekomme oder die einfachen Schraubklemmen einsetze, ob ich billige Asia-SSRs mit hohem Stromverbrauch und fragwürdiger Lebensdauer einsetze oder mit gute und teure Crydoms besorge.

Schauen wir mal, wie sich das alles bewährt.

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