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anhaengerkupplung

Einmal um die Ostsee, Sommer 2012 1, 2


bonjourelfie am 07 Sep 2012 21:02:04

Endlich haben wir uns in diesem Jahr einen lang gehegten Traum erfüllt, einmal die Ostsee zu umrunden. Wir haben zwar etwas geschummelt und haben nicht die ganz große Runde gemacht, sondern den Schwerpunkt auf die Baltischen Länder gelegt, weil wir die noch überhaupt nicht kannten. Insgesamt waren wir fast drei Monate unterwegs, gestartet sind wir in Süddeutschland. und hier einiges aus meinen Aufzeichnungen.

22.5.2012
Die Rentner stehen wieder in der ersten Reihe


Ja, es ist schon schön, nicht in der Hauptsaison reisen zu müssen. Man muss sich keine Sorgen machen, ob man noch einen freien Stellplatz findet, alle Stellplatzbesitzer sind besonders freundlich und wenn dann auch noch das Wetter so mitspielt wie bisher, kann man sich nur noch freuen.
Wir sind inzwischen an der Ostsee angekommen, unsere Umrundung kann also beginnen. Im Augenblick trennen uns etwa 10m von der Ostsee, näher geht es wirklich nicht. Wir sind auf Rügen, Deutschlands größter Insel und von hier startet morgen unsere Fähre nach Litauen.
Für die Fahrt bis hierher haben wir uns drei Tage Zeit gelassen und sind auf Erinnerungsspuren gewandelt. U.a. waren wir in Werder/Havel, in Berlin, dort haben wir unser ehemaliges Boot besucht, und in Fürstenberg an der Havel.
Zur Zeit blüht überall der Raps, teilweise so weit das Auge reicht, denn die Felder hier im Osten sind unendlich groß. Eine wunderschöne Farbenpracht, an der man sich gar nicht satt sehen kann.



Die letzten Kilometer bis zum Stellplatz Seehof bei Schaprode auf Rügen





23.5.2012
Von Rügen nach Litauen

Um uns den Weg ins Baltikum etwas zu verkürzen, und weil wir Polen schon früher ausgiebig kennengelernt haben,haben wir eine Fähre gebucht. Von Sassnitz auf Rügen bis Klaipeda (Memel) in Litauen dauert es 18 Stunden. Wenn man eine Kabine hat, ist dies eine sehr bequeme Art des Reisens. Dies ist ja nicht unsere erste Fährüberfahrt, aber so ein Schiff haben wir noch nicht erlebt. Wir fühlen uns zurück versetzt in die 70er Jahre, die Kabine ist geräumig, hat eine Dusche, aber man muss schon den DDR-Chic mögen...Das Restaurant hat 25 Plätze, aber es ist ja noch Vorsaison, so bekamen wir doch noch einen Platz und konnten das Büffet, -einfach, aber gut - genießen. Es war recht windig, hat auch etwas geschaukelt, aber die Sonne schien und die Nächte sind ja jetzt sehr kurz. Um 23:00 Uhr kann man draußen noch lesen.








26.5.2012
Sind wir denn hier in der Sahara?



Nein, wir haben nicht die Richtung gewechselt, wir sind in Nida auf der Kurischen Nehrung in Litauen und hier gibt es mächtige Sanddünen. Gleich hinter dem Campingplatz ist eine der größten Sanddünen Europas. Eine Treppe mit 174 Stufen erleichtert den Aufstieg, und von oben hat man eine phantastische Aussicht auf das Haff und das Meer.







Aber wir sind nicht die ersten, die von dieser Landschaft beeindruckt sind. Schon Thomas Mann hat sich in Nida ein Sommerhaus bauen lassen und von 1930-32 hier seine Sommerferien verbracht.





Und dann gibt es natürlich unendlich lange Strände mit herrlichem weißen Sand. Das Wasser ist zwar noch sehr kalt, aber die Füße kann man schon mal baden.





...Fortsetzung folgt

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markgraefin am 07 Sep 2012 21:16:43

Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.

Einfach nur toll.


Markgräfin

Anne42 am 07 Sep 2012 21:32:04

wunderbar freue mich schon

zeus am 07 Sep 2012 21:48:59

Geniale Reise, bin auch gespannt auf die Fortsetzung :yau: :bindafür:

bonjourelfie am 08 Sep 2012 10:03:48

...Geduld, Geduld, und Danke für eure Aufmunterungen.

LGElfie

CKgroupie am 10 Sep 2012 13:35:46

Oh, das ist ein Reisebericht, der mich auch unglaublich interessiert! Freue mich schon auf die Fortsetzung, der Anfang ist schon ganz toll!

bonjourelfie am 10 Sep 2012 15:54:16

Weiter gehts...

27.5.2012
Ännchen von Tharau

ist's, die mir gefällt.



Wer kennt es nicht, dieses Gedicht von Simon Dach in der Vertonung von Friedrich Silcher. Dieses Ännchen steht in Klaipeda, früher Memel, auf dem Theaterplatz.



In diesem Theater hat Richard Wagner eine Spielzeit dirigiert. Aber ansonsten war die Stadt eine Enttäuschung, die Altstadt war nicht wirklich alt und in der Neustadt war am Sonntag überhaupt nichts los. Wir sind dann gleich weiter gefahren auf eine kleine Halbinsel am Kurischen Haff im Delta des Flusses Nemuna (Memel), ein Vogelschutzgebiet und am Ende ein Leuchtturm.



mit mir sehr bekanntem Leuchtturmwärter

:D



Heute schien die Sonne wieder von morgens bis abends, aber es weht ein kalter Wind und jetzt am Abend ist es richtig ungemütlich. Deshalb habe ich auch den tollen Sonnenuntergang verpasst und kam leider zu spät. Aber den roten Himmel hab ich noch erwischt.




29.5.2012

Im Delta der Memel

Gestern waren wir mit den Rädern unterwegs, teilweise sehr beschwerlich, weil die Schotterpiste einem Waschbrett glich. Die Steine waren sehr grobkörnig und wenn ein Auto kam, staubte es entsetzlich. Und die Autos fuhren nicht gerade langsam. Wir sind bis zum Ende der Straße gefahren, dort gab es einen kleinen Flusshafen, eigentlich ein Restaurant und eine Fährüberfahrt, aber leider nicht in der Vorsaison.





Belohnt wurden wir dafür mit dem Anblick sehr, sehr vieler Störche in ihren Nestern, die zur Zeit fleißig brüten.





Das Memeldelta ist ein Paradies für Wasservögel und man ist hier sehr bemüht es zu schützen.
Heute sind wir mit dem Womo noch einmal in einen anderen Teil des Deltas gefahren. Irgendwie fühle ich mich schon etwas wie in Ostfriesland, zumal das Wetter total umgeschlagen hat: windig, bewölkt, kalt und auch ein Regenschauer. Trotzdem haben wir am Nachmittag noch einen ausgiebigen Spaziergang gemacht. Wir stehen ganz allein auf einem sehr kleinen Campingplatz direkt am Ufer des Nemunas (Memel), gerade sind ein paar Angler zurück gekommen und haben mächtige Zander gefangen. Und das ist der Blick aus dem Womo



Morgen geht es weiter, immer entlang der Memel bis Kaunas.



31.5.2012

In Kaunas


Kaunas ist die zweitgrößte Stadt Litauens und manche sagen, sie sei die heimliche Hauptstadt. Vieles ist schön renoviert, aber es bleibt noch sehr viel zu tun. Hier ein paar Eindrücke:

Der Weiße Schwan, keine Kirche, sondern das Rathaus





Und hier gibt es leckere Sachen



Gast am 10 Sep 2012 19:00:43

Diesen Thread werde ich aber ganz ausgiebig beobachten !!
Nächstes Jahr schwebt und nämlich die Tour, hoch nach Rügen und von da die Küste entlang, soweit wir im 3 Wochen kommen, vor.

Garade das Kurische Haff hat es mir angetan. Da bin ich gespannt drauf.
Ich bin jetzt schon auf die nächsten Bilder und Berichte gespannt.

pfalzcamper am 10 Sep 2012 19:04:25

Ach ja - da moechte ich auch gerne mal zur Rundreise hin.

Und wenn Du so schoen weiter schreibst, kann ich eventuell den einzigen "Hinderungsgrund" ueberzeugen :razz:

Meine Frau hat Bedenken wegen Sicherheit und Sauberkeit.

heidchen am 10 Sep 2012 21:29:02

Jetzt wohnen wir schon hier oben und haben es in diese Richtung noch immer nicht geschafft. Aber dann nächstes Jahr... .
Danke, dass Du uns mit Deinem interessanten Bericht und den tollen Fotos so richtig auf den Geschmack bringst. :)

pfalzcamper am 10 Sep 2012 21:41:35

Was habt ihr denn fuer de Faehrpassage hin und retour bezahlt?

bonjourelfie am 10 Sep 2012 21:57:38

Hallo Pfalzcamper,

also ich habe mich selten in einem Land so sicher gefühlt, wahrscheinlich waren die bösen Buben gerade alle in Schweden. Es gab keine einzige irgendwie gefährliche Situation. OK, wir sind meistens auf CP gewesen, hin und wieder frei gestanden. Wenn wir das erste Mal in einem Land sind, können wir es nicht so gut abschätzen, deshalb lieber CP, und in den Städten sowieso.

Unsere erste Fähre auf dieser Reise ging von Sassnitz nach Klaipeda in Litauen, dauerte 18 Stunden undd kostete incl. Außenkabine ca. 250€. Dadurch haben wir uns die doch etwas nervige Durchreise Polen erspart. Polen selbst ist ja schon eine Reise wert, das haben wir vor einigen Jahren bereits erkundet.

LGElfie

nordlicht03 am 10 Sep 2012 23:14:25

Gaaaanz toller Bericht! :)

Die Ostseerunde steht auch bei mir ziemlich weit oben auf dem Wunschzettel.
Ich freue mich schon auf die weitere Folgen.
Weiter so!!

pipo am 11 Sep 2012 08:41:15

Oh wie schöööööön :!:
Ich bin begeistert und ermutigt unsere Ostseetour Teil 2 zu planen. Von Flensburg bis Danzig haben wir es ohne schummeln geschafft :wink:

Was für eine traumhafte Landschaft, könnerhaft ins "Bild" gesetzt :D

Bitte mehr davon :!:


peter

klauspeter29 am 11 Sep 2012 09:40:10

Sehr schöner Bericht.
Werde die Tour sobald ich Rentner bin auch mal nachfahren.

Bin auf die Fortsetzung gespannt. :daumen2:

uschi-s am 11 Sep 2012 09:41:57

Wunderschöne Bilder von der Küste. Hoffentlich geht es bald weiter.

bonjourelfie am 11 Sep 2012 22:04:47

Fortsetzung

1.6.2012

Ein Tiefdruckgebiet über dem Baltikum...und wir mitten drin

Der Regen prasselt auf das Dach, fließt in Strömen die Windschutzscheibe hinunter, der Wind pfeift und das Thermometer zeigt unter 10°C. Hallo, wir haben den 1.Juni, schon mal was von Sommer gehört? Nun ja, da müssen wir durch. Gestern hat es stundenlang ununterbrochen geregnet, wir kamen gegen Mittag in Trakai auf dem CP an und haben das Womo bis heute Morgen nicht verlassen. Aber wir haben es zum Glück warm und gemütlich, erst einmal gut gekocht, Mittagschlaf gehalten und viel gelesen und gesurft. Heute Morgen dann unerwartet blitzblauer Himmel, leider nur sehr kurz, danach wieder Regenschauer, sehr windig und kalt.
Trotzdem haben wir einen sehr schönen langen Spaziergang gemacht und dabei dieses kleine Schmuckstück entdeckt, vielleicht unser nächstes Haus?





Es gehörte einst einem polnischen Adligen, heute gibt es hier wechselnde Ausstellungen und Kammerkonzerte. Leider war es heute geschlossen.
Trakai ist eigentlich berühmt für seine Burg, die sehr idyllisch auf einer kleinen Insel im See liegt, ca. 6km von hier entfernt, zum Laufen zu weit, zum Radeln zu kalt. Morgen werden wir mit dem Womo hinfahren.
Der Campingplatz könnte ein Badeparadies sein, direkt am See gelegen, sehr sauberes Wasser, eine Badestelle mit Steg und Rutsche. Aber leider...
Es gibt ein ordentliches Restaurant mit Traumpreisen, (ja Rüdiger, die Halbe kostet hier 1,60€, da könnt ihr in Island nicht mithalten), und das Essen ist wirklich gut.





Und auf der anderen Seite des Sees liegt die Burg Trakai



die wir uns am nächsten Tag natürlich anschauen




3.6.2012

Vilnius, die Haupstadt Litauens

Ogottogottogott, Vilnius wird mir immer als Stadt der Kirchen in Erinnerung bleiben. Allein im Zentrum gibt es mehr als 50 Kirchen aller Religionen. Aber schaut selbst, manchmal bin ich an einer Stelle stehen geblieben und habe 4-6 Kirchen oder Kirchtürme gesehen. Hier eine Parade der schönsten Kirchtürme, aber fragt mich nicht, wie die Kirchen alle heißen.















Wir waren fast fünf Stunden in der Stadt und haben eigentlich nur die Highlights gesehen. Man könnte sich noch viele Tage in der Stadt aufhalten, um Museen, Galerien, Theater etc. zu besichtigen. Aber ich war am Abend so kaputt, dass ich mich wieder nach etwas mehr Natur und Ruhe sehne.



5.6.2012

Im Nationalpark Aukstaitija

Nach so viel Stadt war mal wieder dringend Natur fällig und so lag es nahe,den oben genannten Nationalpark zu entdecken. Er liegt sehr weit im Osten Litauen, schon fast an der Weißrussischen Grenze. Es gibt eine schöne 40km lange Rundtour, die wir gerne mit dem Fahrrad gemacht hätten, aber das Wetter ist noch nicht so beständig, auch noch ziemlich kalt. So sind wir mit dem Womo gefahren. Es ist hier sehr gebirgig, fast 200m hoch!! Lichte Kiefernwälder wechseln mit Wiesenlandschaften, immer wieder kommt man an Seen mit schönen Badestellen vorbei. Von einem Aussichtspunkt konnte man sechs verschiedene Seen sehen, ein ideales Kanurevier und touristisch erst im Aufbau.Ein Hinweisschild führte uns zu einem Imkermuseum mitten im Wald, der Weg dorthin hatte es in sich, so etwa wie bei uns ein Waldweg, aber viele Kurven, natürlich nur einspurig, aber da kennt Erich nix. Zum Glück kam uns nur ein Fahrzeug entgegen.
Das Museum beeindruckte vor allem durch seine wunderschönen Holzskulpturen. Zum Teil waren es Bienenstände, die wohl in langen Wintermonaten geschnitzt wurden. Aber seht selbst.













7.6.2012

Der Berg der Kreuze


Eine sehr berühmte Kuriosität in Litauen ist der "Berg der Kreuze", zwar nur ca. 10m hoch,aber wohl einmalig auf der Welt. Mehrmals wurde er zu Sowjetzeiten eingeebnet, aber immer wieder neu aufgebaut und inzwischen sind es wohl mehrere 100 000 Kreuze. Schön, dass wir noch Vorsaison haben, sonst wäre hier wohl einiges los.





Für heute wieder genug Lesestoff. Ich muss mich dringend um die nächste Reise kümmern. Am Wochenende solls los gehen. Ihr wisst ja, nach der Reise ist vor der Reise.

travelfan am 11 Sep 2012 23:48:54

Danke für den schönen Bericht.

Wo soll's denn am Wochenende hingehen?

Gute Fahrt.

CKgroupie am 12 Sep 2012 09:08:43

Danke für diese tollen Bilder! Ich lese weiter begeistert mit.

bonjourelfie am 13 Sep 2012 21:59:35

8.6.2012

Länderwechsel

Gestern haben wir unsere Rundreise durch Litauen beendet und sind jetzt in Lettland. Dank EU hat man die Grenze kaum noch bemerkt, jedoch haben wir jetzt wieder anderes Geld, nicht mehr Litas sondern Lats, mit einem ganz anderen Kurs. Und die Sprache ist auch eine andere, aber wir verstehen ja beide nicht.
Meine persönlichen Eindrücke sind sehr vielfältig. Wie in allen aufstrebenden Ländern gibt es einige Leute, die es sehr schnell "geschafft" haben, sie fahren sehr protzige Autos meist deutscher Herkunft, sind sehr modisch gekleidet und sind häufig Inhaber von hippen Cafés, Restaurants etc.
Dann sieht man sehr viele alte deutsche Autos, große BMWs, Mercedes, Audis u.ä. Deutsche Autos scheinen sehr begehrt zu sein. Auffallend war aber die Armut in den ländlichen Gebieten, besonders im Osten des Landes, nahe der weißrussischen Grenze. Wo gibt es noch riesige Wiesen, auf denen nur eine Kuh und ein Pferd weidet, nur angepflockt, keine Zäune, Felder, die von einem Ackergaul bearbeitet werden und der Bauer läuft nebenher, Frauen, die große Kartoffeläcker von Hand hacken, eine Frau auf einem Melkschemel beim melken uvm. Ich habe Fahrräder gesehen, wie mein Vater eines hatte, und der ist vor über 50 Jahren gestorben, und kleine Dorfläden, wo man noch alles bekommt. Ich habe eine gewisse Scheu diese Dinge zu fotografieren, da komme ich mir einfach zu aufdringlich vor, schließlich fahren wir hier nicht gerade mit einem kleinen Auto durch die Gegend.
Manche ältere Leute sprechen noch etwas deutsch, grüßen sehr freundlich mit einem "Guten Tag", aber für eine Unterhaltung reicht es nicht.
Die Campingplätze sind sehr günstig, aber sie entsprechen auch meistens noch nicht dem allgemeinen Standard. Sie sind durchweg sehr sauber und man steht meistens auf großen Wiesen. Die Saison hat ja noch nicht begonnen, so sind fast nur Womos aus Deutschland, Holland oder Frankreich da. Wenn im Juli die Einheimischen mit Zelten kommen, dürften die Sanitäranlagen an ihre Grenzen kommen.

Jetzt also Lettland. Aber heute haben wir erst einmal einen Faulenzertag eingelegt, wir sind wieder an der Ostsee mit seinem endlosen Strand und das Wetter war heute endlich mal wieder super, Sonne von morgens bis abends, naja, es ist ja auch der 8. Juni...


11.8.2012

Strand, Strand, endloser Strand

Das Wetter ist wieder phantastisch, wenn auch immer noch recht kühl. Täglich teste ich mit den Füßen die Wassertemperatur, vor einigen Tagen noch eisig, jetzt schon gut aushaltbar. Wir bewegen uns langsam immer weiter nordwärts die Küste hinauf, über die Hafenstadt Ventspils weiter bis zum Kap Kulka. So wie manche immer gerne auf die höchsten Berge steigen, so liebe ich es, auf äußerste Landspitzen zu fahren und dieses Kap ist wieder so ein Punkt, hier treffen die Ostsee und die Rigaer Bucht zusammen.














pipo am 14 Sep 2012 08:49:01

Strände wie aus dem Bilderbuch.
Ein Traum :D


peter

uschi-s am 14 Sep 2012 08:52:16

Ganz toll. Wie habt Ihr Euch so allgemein gefühlt: willkommen? Hat das mit der Sprache gut geklappt (englisch)?

bonjourelfie am 14 Sep 2012 20:31:48

Hallo Uschi,

Ja,wir haben uns immer und überall willkommen gefühlt, ohne wenn und aber.
Besonders auf den kleinen CPs sind wir häufig mit den Besitzern ins Gespräch gekommen, die Jüngeren können inzwischen auch fast alle englisch. Erstaunlich oft wurden wir von alten Leuten angesprochen, die konnten teilweise noch etwas deutsch von ihren Eltern etc. Die deutsche Vergangenheit begegnet einem ja schon recht häufig (Deutschbalten, Hanse etc.). Unangenehm waren nur manchmal Russen, die an den Wochenenden auf die CPs kamen, immer in größeren Gruppen, fuhren die dicksten Autos, natürlich deutsche Marken der absoluten Oberklasse, tranken viel und waren entsprechend laut. Aber nie aggressiv.

LGElfie

CKgroupie am 14 Sep 2012 20:43:59

Hallo Elfie,
wunderschöne Bilder weiterhin. Ganz tolle Reise!
Ist es schwer Campingplätze zu finden? Seid ihr ganz auf gut Glück gefahren oder habt eure Route genauer geplant?
Und welchen Campingführer habt ihr benutzt?

Mein Mann träumt auch davon, dass wir mal die baltischen Länder bereisen, aber ich trau' mich noch nicht so recht, weil ich keine Ahnung habe wie es dort so funktioniert mit dem Womo.

bonjourelfie am 14 Sep 2012 21:14:11

Wir hatten zwei oder drei Reiseführer dabei, einer speziell fur Womoreisen. In den Touribüros haben wir dann auch noch weiteres Material und CP-Führer bekommen. Häufig haben wir kleine CPs direkt am Weg entdeckt, die waren sehr günstig (ab 10€) , einfach, aber immer sauber. In den Städten war es natürlich teurer.
Wir haben die Route nur im Groben geplant, eben einmal um die Ostsee. Dass wir so weit nach Osten kommen, war eher zufällig und spontan. Aber wir konnten uns ja auch viel Zeit lassen.

LGElfie

zeus am 14 Sep 2012 22:13:50

Elfie, ich lese auch mit - Begeisterung - ganz tolle Reise, mein Traum, aber ich habe mich bisher nicht getraut. Herrlicher Bericht :!:

uschi-s am 14 Sep 2012 23:50:10

Uns ging es genauso, aber nach diesem tollen Bericht kommt die Ostseeküste wieder auf unsere Liste.

bonjourelfie am 15 Sep 2012 19:49:09

13.6.2012

Riga, die Satdt des Jugendstils

Gut erholt sind wir fit für die nächste Hauptstadt,Riga. Nachdem wir unser Womo auf dem CP abgestellt haben, machen wir uns noch am Nachmittag auf den Weg in die Stadt. Der CP liegt recht zentral, man kann die Altstadt zu Fuss oder, so wie wir, mit dem Fahrrad schnell erreichen. Unser erster Weg führt uns wie meistens zunächst zum Touribüro und da kommen wir auch schon an den ersten Sehenswürdigkeiten vorbei, das

Schwarzhäupterhaus





Es geht auf die Hansezeit zurück, die Schwarzhäupter waren eine mittelalterliche Vereinigung unverheirateter, wohlhabender, deutschstämmiger Kaufleute.
Und dann lockte gleich die St.Petrikirche, von deren Turm man eine phantastische Ausseicht hat.







Unser zweiter Tag in Riga war den Jugendstilbauten gewidmet, die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts gebaut wurden. Das ganze Ensemble der "Neustadt" ist hervorragend renoviert und trägt zurecht den Titel Weltkulturerbe. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst fotografieren sollte.









Und dann durfte natürlich auch das Kulinarische nicht zu kurz kommen und so haben wir die Markthallen besucht. In diesen Hallen sollten ursprünglich Zeppeline gebaut werden, aber diese Verwendung finde ich viel besser. Alles ist sehr übersichtlich, eine Halle für Fleisch- und Wurstwaren, eine für Fisch, eine für Gemüse etc.








17.6.2012

Und ewig blüht der Flieder

Wir sind jetzt über vier Wochen unterwegs. Als wir gestartet sind, war der Flieder in Süddeutschland schon fast verblüht, dann erwartete er uns auf Rügen und begleitete uns fortan auf der ganzen bisherigen Reise durch das Baltikum. Jetzt sind wir inzwischen in Lettland und, nun ja, so langsam geht die Blüte ihrem Ende entgegen.



Seit Riga haben wir schon wieder einige Kilometer zurück gelegt. Nach so viel Küste war ein Abstecher ins Innere unser Ziel, und zwar der Naturpark am Fluss Gauja. Über schlimme Schotterwege ging es zum Zvartes iezis, dem Teufelsfelsen. Erst eine abenteuerliche Hängebrücke, dann viele Stufen einer Holztreppe hinauf und schon hatten wir eine phantastische Aussicht auf den Felsen.







Das Wasser ist unwahrscheinlich braun, irgendwie möchte man nicht darin baden, aber das liegt am rotbraunen Sandstein. Am Abend hatten wir einen sehr schönen CP direkt am Ufer. Es ist ein ideales Kanugebiet und so konnten wir am nächsten Morgen etliche Boote beobachten, die sich stromabwärts treiben ließen.
Eigentlich wollten wir hier etwas länger bleiben, wenn nicht die Mücken... und so zog es uns schnell wieder an die Küste.

In Pärnu erhofften wir uns etwas Ruhe, schließlich ist es ein alter Kurort mit interessanter alter Bäderarchitektur, natürlich alles in Holz.







Aber das Wetter meinte es nicht so gut mit uns. Ein heftiger Sturm wühlte die Ostsee kräftig auf, der Sand wehte uns ins Gesicht und ich habe die Kamera lieber eingepackt. Aber ein Foto habe ich noch schnell geschossen.




So, jetzt werde ich erst einmal eine größere Berichtpause einlegen. Morgen starten wir wieder, es geht zunächst in den Schwarzwald, dann Freiburg und weiter nach Frankreich. Wir haben uns den Jura vorgenommen, je nach Wetterlage fahren wir aber weiter in die Provence und an die Cote d'Azur. Ach, ich freu mich so...
Und euch danke ich recht herzlich für euer Interesse, und wenn ihr Fragen habt...es gibt ja immer mal wieder wlan.

LGElfie

Anne42 am 15 Sep 2012 20:05:50

Elfie herzlichen Dank für deinen Bericht und die Bilder, ich hoffe du läßt uns auch an deinen zukünftigen Reisen teilnehmen.

bonjourelfie am 15 Sep 2012 20:07:24

Hallo Uschi und Hildegunde,

ich kann wirklich nur zu einer Reise ins Baltikum raten. Jetzt, wo ich den Bericht schreibe, habe ich schon wieder Lust, im nächsten Jahr noch einmal hinzufahren. Es gäbe noch so viel zu entdecken.

LGElfie

cmbn am 15 Sep 2012 20:16:32

Hallo,

ich kann bonjourelfie nur zustimmen.

Wir waren 2010 im Baltikum und waren von der Landschaft, sowie von seinen Bewohner nur begeistert.

Campingplätze haben wir nur in Riga und in Tallin besucht. Die restliche Zeit sind wir frei gestanden und haben uns immer wohl und sicher gefühlt.

Lg
Conny

pfalzcamper am 17 Sep 2012 13:32:11

Weiterhin ein sehr schoener Bericht, den zu lesen grosse Freude bereitet :)

bonjourelfie am 03 Nov 2012 20:08:29

Hallo,

wir sind von unserer Frankreichreise zurück und jetzt habe ich auch wieder Zeit, den Reisebericht vom Sommer zu vervollständigen. Vielleicht wartet ja schon der eine oder andere darauf, ich lade euch herzlich ein weiter zu lesen.

23.6.2012

Reif für die Insel?

In Estland müssen wir uns schon wieder ganz ordentlich neu orientieren. Die Sprache ist noch unverständlicher, da kann man kaum noch etwas ableiten, und schon wieder eine andere Währung, aber diesmal ist es der uns irgendwie bekannte Euro. Der Reflex des Umrechnens hat noch nicht ganz nachgelassen und immer wieder ertappe ich mich dabei zu fragen, wie viel etwas in unserem Euro kostet.
Nach den vielen Erlebnissen der letzten Zeit sehnen wir uns nach etwas Ruhe und wollen auf der Insel Saaremaa einige Tage "Urlaub" machen. Saaremaa ist die größte Insel Estlands. Die Fährüberfahrt dauert eine knappe halbe Stunde, gerade Zeit für einen Kaffee und ein Brötchen, dann landet man auf der Insel Muhu. Wir haben dort ein kleines Freilichtmuseum besucht, um uns etwas in die Geschichte einzustimmen. Über einen Straßendamm geht es dann erst auf die Insel Saaremaa. Sie war zu Sowjetzeiten militärisches Grenzgebiet zum Westen und durfte nur auf Einladung mit besonderer Erlaubnis besucht werden. Selbst die Einheimischen brauchten einen Stempel, wenn sie an den Strand wollten. Der Campingplatzbesitzer spricht recht gut deutsch und hat uns einiges erzählt. Aufgrund der langen Isolation gibt es hier noch sehr viel unberührte Natur und der Tourismus entwickelt sich nur langsam. Gestern haben wir eine Rundfahrt über die halbe Insel gemacht, die Entfernungen sind ganz ordentlich...




















25.6.2012

Es geht weiter, nach Tallinn


Unsere "Urlaubswoche" auf der Insel Saaremaa ist zu Ende und es geht weiter. Geplant war, auf die Nachbarinsel Hiiumaa überzusetzen, aber das Wetter...Die ersten drei Tage auf Saaremaa hatten wir so schönes Wetter mit viel Sonne, aber dann kam der große Regen und der Campingplatz konnte fast landunter melden, einmal musste sogar der Trecker kommen. Und das Wetter wurde in den nächsten Tagen nicht viel besser.
Leider war es gerade das Mittsommerwochenende, das in Estland mit vielen Festen und großen Feuern gefeiert wird, schade, es war mein erster Mittsommer im Norden. So beschlossen wir, gleich aufs Festland zu fahren und die Hauptstadt Tallinn anzusteuern.



Während der Fährüberfahrt traute sich doch tatsächlich die Sonne heraus. Sollte es doch noch mal Sommer werden?





27.6.2012

Tallinn


Vilnius hab ich die Stadt der Kirchen genannt, Riga die Stadt des Jugendstils, Estlands Hauptstadt Tallinn nenne ich die Stadt der Kreuzfahrtschiffe. An beiden Tagen lagen mehrere riesige Schiffe im Hafen. Und das merkt man in der Altstadt! Überall begegnen uns die Gruppen, teilweise gibt es ein richtiges Gedrängel in den engen Gassen und auf den Treppen zum Domberg.
Gestern mussten wir erst einmal einen Reparaturbetrieb aufsuchen, denn unsere Womoheizung hat wohl das Geschaukel der teilweise schlechten Straßen in Lettland nicht vertragen. Zum Glück war es kein größeres Problem, es wurde sofort gemacht und auf Garantie abgerechnet.
Am Nachmittag haben wir dann einen ersten Stadtbummel gemacht, der aber buchstäblich ins Wasser fiel. Unser erstes Ziel war die Touristinfo, um uns einen Stadtplan zu besorgen, bis dahin waren wir schon so nass, dass uns die Lust vergangen ist, wir nur noch ein Café gesucht haben und dann doch lieber zurück zum Womo gefahren sind. Der kämping (original estländisch) ist im Bereich des Seglerhafens. Hier fanden 1980 die olympischen Wettbewerbe statt, die vom Westen boykottiert wurde. Wir stehen also wieder mal in der ersten Reihe am Wasser. Am Abend wurden wir dann doch noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang getröstet.



Am nächsten Morgen ist das Wetter besser und so haben wir doch wieder Lust auf einen Stadtbummel. Mit dem Bus (für Senioren kostenlos) fahren wir in die City und starten mit dem Besuch der Oberstadt. Zwei Kirchen sind besonders auffällig, und die Unterschiede können nicht größer sein, der Dom aus dem 13.Jhdt.



und die Alexander-Newski-Kathedrale, gebaut 1894-1900. Mit diesem Bau wollte der russische Zar ein deutliches politisches Zeichen setzen und den Machtanspruch gegenüber der deutschen und estländischen Bevölkerung unterstreichen.



Von der Aussichtsterrasse hat man einen schönen Blick auf die Unterstadt und den Hafen.







Kein sozialer Wohnungsbau, sondern ein Kreuzfahrtschiff! Gleich drei dieser Schiffe lagen im Hafen und entsprechend voll war die Innenstadt. Alles drängte sich auf dem Rathausplatz in der Unterstadt, aber der Spuk war auch sehr schnell wieder vorbei, die Liegezeiten sind wohl nicht sehr lang.
Hier noch einige Eindrücke vom Rathausplatz, der Stadtmauer und einigen Gassen.










...Fortsetzung folgt

Aretousa am 03 Nov 2012 20:28:39

Oh, im November sollte man keine Reiseberichte lesen :cry: :cry:

Ich habe diesen erst heute entdeckt, gut dass du noch nicht fertig warst und nun weiterschreibst, wer weiß, ob ich ihn sonst gefunden hätte.
Superbericht, hochinteressant. Bitte mach bald weiter. :wink:

freiheit2012 am 03 Nov 2012 20:56:28

Wunderschöner Bericht, tolle Bilder, herzlichen Dank.

bonjourelfie am 03 Nov 2012 23:03:43

@Lena

Der November ist der ideale Monat zum Schreiben und lesen, noch kein Weihnachtsstress etc. Heute hatte ich aber das Gefühl, es sei erst September, so viel Sonne und so warm...Aber es wird halt früh dunkel, also Zeit zum Schreiben.
Übrigens, deinen England- Reisebericht habe ich auch sehr gerne gelesen. England kenne ich noch viel zu wenig, steht schon auf meiner Agenda...

LGElfie

Aretousa am 03 Nov 2012 23:06:56

Sonnig und warm, wie schön. Hier bei uns nur Regen und grau, grau und duster.

will49 am 04 Nov 2012 00:30:38

8) da bekommt man richtig lust im mai loszufahren .
braucht man eigentlich einen pass dorthin oder reicht der personalausweis ?

ansonsten super abgelaufen eure tour.

rainer

aus dem kalten, nassen Götschetal

bonjourelfie am 04 Nov 2012 19:15:21

Nee, das ist doch alles EU-Land, da reicht der Perso.
Nur wenn du nach Kaliningrad oder St.-Petersburg willst, brauchst du ein Visum.

LGElfie

bonjourelfie am 11 Nov 2012 13:59:12

Hallo.

draußen ist so richtiges Schietwetter, da kann ich weiter schreiben.

3.7.2012

Nationalpark Lahemaa

Dieser 70km östlich von Tallinn gelegene Nationalpark war unser nächstes Ziel. Es ist der älteste Nationalpark in Estland, er wurde bereits 1971 von den Sowjetrussen gegründet. Wir haben hier einige Tage auf einem Campingplatz bei Vösu verbracht, bei sehr schönem Wetter waren wir viel mit den Rädern und zu Fuss unterwegs. Der Nationalpark besteht zum großen Teil aus Wald, dem nordischen lichten Kiefernwald mit viel Heidelbeergestrüpp, leider noch ohne Heidelbeeren. Es soll hier etliche Elche geben, auch der Luchs lebt hier noch, aber wir haben leider keine Tiere gesehen. Beeindruckend sind die großen Moorgebiete, zur Zeit blüht überall das weiße Wollgras. Über Bohlenwege kann man weit ins Moor hineingehen, ein Aussichtsturm dient der Vogelbeobachtung.
Lahemaa bedeutet Buchtenland, vier große Meeresbuchten mit dazugehörigen Halbinseln, die sich wie Finger ins Meer erstrecken, an den Küsten riesige Findlinge, die das Eis hierher verlagert hat, kleine Sandstrände und Sandbänke, all das macht Lahemaa zu einem Idyll, das wirklich schützenswert ist.
Ferner befinden sich in diesem Gebiet einige der schönsten Gutshöfe Estlands, wie zum Beispiel das hervorragend restaurierte Herrenhaus Palmse.















Ich habe wenigstens versucht hoch zu klettern


Herrenhaus Palmse



17.7.2012

Inselhopping auf den Alandinseln


Auf der autobahnmäßig ausgebauten Straße, auf der aber auch Trecker, Radfahrer und Fussgänger (!) unterwegs waren, waren wir sehr schnell zurück in Tallinn und haben von dort mit der Fähre nach Helsinki übergesetzt, Fahrzeit 3,5 Stunden. Wir waren etwas großstadtmüde, und da ich Helsinki schon kannte, außerdem gerade die Europameisterschaft Leichtathletik dort statt fand und die CPs wohl überfüllt waren, sind wir gleich weiter gefahren und haben einen schönen CP in Ekenäs an der Südküste gefunden.
Unser nächstes Ziel waren die Ålandinseln, bestehend aus über 1000 kleinen und größeren Inseln, die zu Finnland gehören, aber weitgehend selbständig sind. Um es etwas spannender zu machen, haben wir nicht die große Fähre nach Mariehamn genommen, sondern sind mit mehreren kleinen Fähren über die Inseln gehoppelt. Personen fahren umsonst, das Womo kostet leider, ist aber nicht sehr teuer, wenn man bedenkt, dass wir mit einem Ticket vier Inseln angefahren haben.Die erste Insel hieß Brändö, hier sind wir fast drei Tage geblieben, weil wir bis zu unserem Treffen mit Tochter und Freund noch Zeit hatten. Viel gab es nicht auf der Insel, ein Landhandel, der alles hatte, eine Post, eine Bank, ein CP mit Kiosk, ein Restaurant...das wars schon. Aber die Landschaft! Typisch sind die roten abgeschliffenen Felsen, die wie Walfischrücken aus dem Meer herausragen, glatt geschliffen von der Eiszeit. Wir sind natürlich mit den Rädern in fast alle Ecken gefahren, an einem Tag 10 Miniinseln, die alle mit Dämmen oder Brücken verbunden sind.
Die nächsten 10 Tage haben wir dann mit Familienurlaub auf der Hauptinsel verbracht, die Hauptstadt Mariehamn besichtigt, kleine Wanderungen gemacht, in der finnischen Sauna relaxt und was man sonst so im Urlaub macht. Das Wetter hat leidlich mitgespielt, der Sommer ist halt in diesem Jahr nicht der wärmste.














bonjourelfie am 11 Nov 2012 20:07:07

Der letzte Teil der Reise ist schnell erzählt.

Am 17.Juli haben wir die Alandinseln verlassen und sind mit der Fähre nach Grisslehamn/Schweden gefahren. Das Wetter war grauslich und deshalb habe ich kaum Fotos gemacht. Und so langsam zog es uns auch nach Hause. Die Rückfahrt ging über Sala, Ängelsberg, Fagersta, Nora...bis zum Vänersee. Dort war das Wetter endlich wieder besser und wir haben noch einige Badetage eingelegt.Die restliche Strecke bis Trelleborg haben wir sehr zügig angehen müssen, denn ich fühlte mich schon einige Tage sehr unwohl und befürchtete einen Virus.Meine zweimonatige Auslandskrankenversicherung war abgelaufen, deshalb wollte ich unbedingt nach Deutschland. In Lübeck mussten wir dann aber doch die Uniklinik aufsuchen, weil es mir immer schlechter ging. und leider musste ich gleich dableiben und wurde sofort am nächsten Morgen operiert, ein etwas unschönes Ende einer wunderschönen Reise. Nach 10 Tagen Zwangspause konnten wir dann die letzten 700km fahren. (Inzwischen geht es mir aber wieder sehr gut.)

Zusammenfassung dieser Reise:

6 EU-Länder
6312km gefahren
10 Fährüberfahrten
76 Übernachtungen, meistens auf CPs, aber auch frei oder SP
Campingplatzgebühren zwischen 8 und 24€
1 Reparatur (Heizung, wurde in Tallinn sofort gemacht)

und als allerletztes Schlusswort: Jederzeit wieder


Stiene am 11 Nov 2012 20:20:20

Klasse Bericht und super Fotos.....vielen Dank.....

Aber zu der Tour würde mir der Mut fehlen.

LG, Stiene

bonjourelfie am 27 Nov 2012 13:40:08

Hallo,

für alle, die sich für die Baltischen Länder interessieren:
Heute morgen kam auf SWR2 ein interessanter Bericht über Estland.

--> Link

LGElfie

Aretousa am 27 Nov 2012 14:17:06

Elfi, könntest du mir auch noch verraten was ihr ungefähr an Fährkosten hattet und wie in den bereisten Ländern der Dieselpreis so etwa im Vergleich zum deutschen war?
Wie geht es dir jetzt, nachdem du die OP gut überstanden hast und ihr ja wieder unterwegs ward?

haballes am 27 Nov 2012 17:14:39

Danke fürs virtuelle Mitnehmen.

Das ist ganz nach meinem Geschmäckle. :daumen2:

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