Hallo,
bin erst seit April 2009 mit eigenem WoMo unterwegs. Hatte mich auf Empfehlung des Händlers, bei dem ich das WoMo neu gekauft habe, für eine EFOY entschieden. Der Händler bezeichnete die Alternativen kleiner Generator/Photovoltaik als unpraktisch.
Der Händler empfahl die kleinste EFOY. Die würde völlig reichen sagte er. Er verbaute gleichzeitig für mich einen Wechselrichter und wusste das ich 230 Volt Geräte (Drucker, Ladegeräte IT etc) über täglich bis zu acht Stunden betreiben würde. Ich entschied mich für die 1200, um mehr Ladungsreserve zu haben und weil ich dem Optimismus des Händlers bezüglich der 600 nicht traute. Das sollte gut sein. Die Webasto Heizung des Ducato lief an der Batterie ohne EFOY im Winter lediglich einige Stunden unabhängig vom Stromnetz.
Die 1200 war damals die leistungsstärkste Zelle, die für meinen Ducato passte. Kaufpreis ca 3.100 €. Innerhalb der Garantiezeit wurde die Dosierungspumpe gewechselt. Nach 2.600 Betriebsstunden ist die Zelle erneut funktionsuntüchtig gewesen. Fehlermeldung: "Prüfen sie den Abgasschlauch auf Durchlässigkeit". Habe ich gemacht. Alles ok. Fehlermeldung erneut nach Reset. EFOY am 15.10.2012 zu SFC gesendet. Um KVA gebeten und bis Mitte November keine Antwort. Angerufen. Telefonische Mitteilung bei meiner Anfrage: Reparaturkosten > 1.400 €.
Im gesamten EFOY Betriebszeitraum (ganzjährig benutzt) erhielt ich vom Display nie die Aufforderung, Service Fluid aufzufüllen. Auf meine Nachfrage bei SFC wurde mir versichert, sofern keine Display Anzeige auch kein Bedarf Fluid aufzufüllen.
Zwei große Schäden innerhalb von gut drei Jahren an der EFOY. Glück im Unglück: die Dosierungspumpe war Garantie. Ich gehe mal davon aus, das deren Reparatur bei 500 € gelegen hätte. Gesamt also ca 2.000 €.
Exkurs zu den geschätzten Kosten für die Pumpe: Die Dosierungspumpe für die Webasto, war in Chisinau / Moldawien aus dem Unterboden gefallenen und dann abgerissenen. Die Pumpe war werksseitig durch Fiat in Italien in einer Schaumstoffschelle gehaltert. Der Schaumstoff hat der Belastung augenscheinlich nicht standgehalten und war gerissen. Bei Reparatur wurde dann in D auch ein anderes Befestigungssytem genutzt. Garantieansprüche wurden abgelehnt. Kosten ca 500 €.
Meine Fragen:
Generell
- Ist oben geschilderte Qualität der Beratung von WoMo Einsteigern normal?
Speziell
- Ist es normal, dass Service Fluid bei 2.600 Betriebsstunden nicht nachgefüllt werden muss?
- Ist die Lebensdauer der EFOY bei 2.600 Betriebsstunden normalerweise schon ungefähr erreicht?
- Ist es normal, dass die SFC keine Reparatur KVA verschickt, selbst wenn darum schriftlich gebeten wurde?
- Gibt es bei der SFC auch Mitarbeiter im Kundendienst, die akzeptabel akzentfrei Deutsch sprechen? Ich hatte Probleme zu verstehen, was die Servicemitarbeiter, die ich telefonisch bei SFC erreichte, sagten, sowohl grammatikalisch als auch wegen der Aussprache.
- Empfiehlt sich die Reparatur?
- Ich bin die meiste Zeit des Jahres in Südosteuropa. Empfiehlt sich eher Photovoltaik für mich? (Insbesondere, da die EFOY bei durchschnittlich 3.000 Betriebsstunden zuzüglich Treibstoffkosten bei ca 2 € / Betriebsstunde liegt und es in GR trotz Email-Zusage bei Nautilus in Athen nicht möglich war, innerhalb von zwei Monaten neue 5 L Patronen zu erhalten ?)
- Ich bin zumeist in abgeschiedenen Bergregionen in Südosteuropa unterwegs. Ist ein herkömmlicher kleiner Generator eher zu empfehlen? Insbesondere als Backup bei vorhandener Photovoltaik? An meinen Stellplätzen stört dessen Betrieb, zumal in Herbst/Winter/Frühling, keinen Menschen. Welcher würde sich dann empfehlen? Mobile "Einhell" und "Reimo" gibt es ab gut 400 € für meinen Bedarf.
Viele Fragen. Ich hoffe das macht niemanden ärgerlich, da ich bisher nichts zum Forum beigetragen habe und das Forum auch nicht lange durchforstet habe, um zu sehen ob es schon Antworten zu meinen Fragen gibt. Nachdem ich mich letztlich durch den Fachhandel nicht wirklich gut beraten fühle, hoffe ich hier ein breiteres Spektrum von Antworten zu finden, um mich orientieren zu können.
Odysseus53

