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Camperkarriere


selbstschrauber am 28 Jan 2013 19:05:32

Hallo Kollegen,

wie verlief denn Eure "Camperkarriere" bis heute?

Wir haben, so denke ich- die klassische Abfolge hinter uns. Als Kind war ich mit meinen Eltern PKW und Zelt unterwegs, später kam ein Wohnwagen. Im Endeffekt war ich da aber schon zu alt, mehr als 2 Urlaube erlebte ich darin nicht mehr, dann kam die Zeit der eigenen Urlaube.

Zuerst mit dem Fahrrad und dem Zelt. Dann mit dem Auto und dem Zelt. Dazu gibts keine Bilder, die sind irgendwo vergraben und nicht digital.

Dann kam der Quantensprung: Das erste eigene Wohnmobil! Es war ein alter T2 mit 50 luftgekühlten PS. Ein ehemaliges Firmenfahrzeug, das wir mit ca 6 Monaten Resttüv und sich abzeichnendem Motorschaden geschenkt bekamen. Es ist wohl einfacher aufzuzählen, was an dem Auto nicht defekt war, als umgekehrt... Für den TÜV haben mein Vater und ich mehr als 1,5 qm Blech in das Auto geschweißt, der Fahrer konnte vor dieser Aktion schon durch den Kabinenboden mitlaufen. Die Fahrertür hing nur noch an einem Scharnier etc.- Wie der Wagen 1,5 Jahre zuvor TÜV bekam, wird wohl das Geheimis der Beteiligten bleiben.
So sah das Schmuckstück nach den Schweißarbeiten aus:

Der Bilderdienst des Forums schneidet mir den halben Bus ab, keine Ahnung warum. Bin aber zu faul zum suchen. PKW und Zelt gehören Freunden.

Auch den Motor mussten wir uns vornehmen. Wie praktisch alle Busse dieses Typs litt auch dieser Wagen an der chronischen Untermotorisierung gepart mit mangelhafter Kühlung durch den Heckmotor, die Auslassventile waren stark verbrannt, Risse in den Stegen zwischen den Ventilsitzen. Also neue Zylinderköpfe montiert. Aber auch die Zylinder hatten etwas abbekommen, das merkte ich jedoch erst nachdem ich den reparierten Motor einige Zeit gefahren hatte und der Ölverbrauch zu hoch war. Also Motor wieder raus, Köpfe runter und Maschine zum Instandsetzer gebracht. Neue Kolben und Laufbüchsen, die Zylinderköpfe wieder montiert, das ganze erneut eingebaut.


Danach gings an den Einbau einer selbst gefertigten Camperausstattung aus Pappelsperrholz:

(Das Bild zeigt die Ausstattung schon im Nachfolger)


Nach einem ersten Testurlaub in der Camargue (Plage de Piemason, wo sonst :-) ) wurde der Wagen erst einmal von einem Bekannten neu lackiert. Sicher kein Luxus bei dem vorherigen Aussehen. Dann wurde die Gasanlage eingebaut und als Krönung für die Stehhöhe ein superflaches Hubdach eingebaut. Damit blieb der Bus unter 2m.



Lackfarbe sieht etwas komisch aus, liegt am Scan. Schon wieder die halben Bilder abgeschnitten, echt komisch.
Mit diesem Fahrzeug haben wir dann leider nur wenige Urlaube verbringen können, da viel zu schnell der Ernst des Lebens kam, die Studentenzeit war für uns vorüber und das leidige Arbeiten begann. Als Selbständige fehlte die Zeit. Außerdem kamen nach und nach die Kinder. Mit einem Kind sind wir noch mit dem Fahrzeug gefahren, Astrid lag im Fahrerhaus in einem selbst gefertigten Notbett. als dann Ihre Schwester kam, war klar, die Tage sind gezählt. Der Wagen war trotz Top-Zustand, neuer Maschine und neuem TÜV nahezu unverkäuflich, da er keinen Kat hatte. Ein Schwarzafrikaner bezahlte wenige DM letztlich nur den Wert der Tanfüllung und nahm den Wagen freudig mit nach Benin. Auf meine Frage was dort mit dem Auto vorhabe: Wir stellen Stühle rein, das wird ein Taxi.- Wahrscheinlich fährt er da noch heute.
Da die Ausstattung noch neuwertig war, beschlossen wir das gleiche Modell nocheinmal zu kaufen, es wurde dann ein Wassergekühlter 92Ps Wasserboxer mit 3 Wege Kat, EZ 1990.

Das auf diesem Foto zu sehende Hochdach war beim Kauf nicht dabei, sondern stammt vom Schrottplatz und wurde von uns dort abgebaut und auf diesen Bus geklebt.- Schon wieder nur das halbe Auto, langsam gewöhne ich mich daran...
Die Innenausstattung wurde umgebaut, zusätzlich wurde aus der originalen Sitzbank ein Einzelsitz gebaut und als Option erhalten. (Wahlweise 5 oder 6 Sitzer) Das Fahrzeug hatte eine Doppelsitzbank, auch diese wurde zunächst erhalten, da die Mädels beide immer gerne vorne sitzen wollten.Eine überaus weise Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte...


Mit diesem Fahrzeug schafften wir dann immerhin 2 Urlaube, dann schlug der Storch wieder zu. Geplant war ein 3. Kind, das hätte dann wieder im Fahrerhaus schlafen sollen, gekommen sind dann unsere beiden Jungs. Damit war klar, die Zeiten des Campens im VW-Bus sind vorbei. Wir nutzten den Wagen dann noch einige Jahre als Familienkutsche, da wir kein anderes Auto mit 6 Sitzplätzen hatten. Dieser Wagen war dann - wenn auch unter dem gefühlten Wert- noch in Deutschland verkäuflich, dank 3 Wege Kat und grüner Plakette ging er nach Norddeutschland an einen jungen Mann.

Wir kauften dann unser heutiges Womo, das wir inzwischen auch schon wieder 10 Jahre nutzen:
Bild
Bild
Schon wieder nur halbe Bilder, ich gebs auf.


Wie war es bei Euch?

LG

Selbstschrauber


Engis am 28 Jan 2013 19:37:18

Da erkenn ich mich wieder :-)

Mit den Eltern im großen Wohnwagen, aber auch mal im Zelt oder Kastenwagen, mit Betten drin. Irgendein Mercedes. War in den 70ern.
Dann mit Rucksack und Zelt oder Fahrrad. Und später der Freundin mit dem Corsa und Zelt nach Jugoslawien.
Ein Jahr später mit dem Rucksack durch Türkei und dann mit dem Kadett nach Norwegen. Dort reifte der Entschluß: Wohnmobil.
Da ich zu dieser Zeit viel auf Bumerangturnieren unterwegs war, wurde der Wunsch sehr konkret.
Dann ein Transit, den wir mangels Masse, langsam ausbauten. Irgendwann kam ein Hochdach drauf. Das war sehr aufregend. Das erste Loch ins Dach zu bohren und dann mit der Stichsäge das komplette Dach aufzuschneiden.
Bild

Dann kamen Kinder und der Transit in die Jahre. Ein Wohnwagen musste her. Und nach dem der mit einem geplatzten Reifen im Tunnel in Österreich sein Ende sah, wurde es wieder ein Wohnmobil.

Bild

Das wars bislang


Engis

Gast am 28 Jan 2013 20:17:02

Camperkarriere?
Begann an Anfang der siebziger Jahre mit einem geliehenen Steilwandzelt in Cap d. Agde,
ein Alptraum von einem ? CP, wir bekamen für die ersten Tage nur eine
Parzelle in den Dünen, so schräg, das meine Tochter und meine damalige Frau
nachts immer auf mich rollten.
Später bekamen wir einen ebenen Platz an einer Kreuzung auf dem riesigen CP.
Staubig ohne Ende. :eek:
Da standen die vollen Mülltonnen so, das die betrunkenen Franzosen,
wenn sie nachts mit ihren verbeulten Peugot und Citroen von Ihrem Stadtbummel
zurück kamen, sich einen Spaß daraus machten, mit ihren "Kisten" die Tonnen so
an zu ditschen, das die dann bis an die Zeltwände kullerten, weshalb man sich deshalb
Sorgen um Frau und Kind machen mußte, ob man den nächsten Tag erleben würde.
Denn es hätten ja auch anstatt einer Müll-Tonne auch ein PKW sein können. :eek:
Oder der Toilettengang:
Mußte die Kleine zur Toilette, marschierte Papa und Kind los, nach mehreren hundert Metern
meinte die "Kurze", "Papa, ich muß nicht mehr"
Kaum war man wieder am Zelt angekommen, hieß es "Papa, jetzt muß ich aber ganz
dringend".
Was machte der Papa, setzte sich in seinen 2002er BMW und fuhr! das Kind, wie gefühlt
tausend andere Franzosen, mit dem Auto zur Toilette :roll:
Die Toiletten waren auf einem aufgeschütteten Podest in Reihe angeordnet.
Wenn die Putzkolonne kam, wurden alle Toilettentüren geöffnet und dann von
unten mit einem C-Schlauch "gereinigt"......... :eek:
Fazit war: Niemals wieder zelten und niemals wieder Frankreich,
(heute ist Frankreich neben Italien unser Lieblingsziel) :lol:
denn auf dem Heimweg streikten auch noch die Franzosen in Südfrankreich und übermalten alle ! Wegweiser
mit schwarzer Teerfarbe !
Dann kam der erste Urlaub in einem zweiachsigen stationären WOWA am Keutschacher See,
das war für die damalige Zeit der absolute Luxus 8) :ja:
Die Steigerung war, mit dem fast neuen 2500er BMW und einem geliehenen Fendt-WOWA mehrere Jahre
an die Adria.
1991 das erste Leih - WOMO und gleich Blut geleckt, allerdings ließen es damals die "finanziellen
Depressionen" :D nur zu, weitere WOMOs zu leihen.
Erst 2007 kam das erste eigene WOMO und seit dieser Zeit sind wir absolut happy :lol:

Anzeige vom Forum


Gast am 28 Jan 2013 21:04:33

Campen gabs bei uns nur im Zelt -> weite Reisen waren ja im Osten eigentlich für "Normal sterbliche" nur von der Ostsee bis zum Erzgebirge bzw. von FFO bis kurz hinter Magdeburg möglich , da brauchte es kein Wohnmobil .....
Ein Kindheitstraum war es schon immer von mir -> Den ich mir auch erfüllte :!:
Also begann unsere "Camperkarriere " erst 2008 mit den ersten eigenen Mobil -> da es erst einmal zum probieren war , kaufte ich mir ein Mobil ,das vom Motor und Getriebe Top war und der Rest naja :mrgreen: -> Ich konnts ja reparieren und aus heutiger Sicht als sehr hilfreich für weitere Womo Käufe betrachten ...

nach der "Aufhübschung "Unverwüstlich und mit 2,5 TD mit 92 Turbo Ps sogar recht flott :!:


Dann verkauften wir "Schnauffi" um wieder "Normal " Urlaub zu machen , weil wir inzwischen Umgezogen sind in die Stadt und Zeit ,Mangelware war -->> Die Womo lose Zeit hielt genau 3 Monate , dann kamen wir vom Autokauf mit unserem jetzigen WoMo zurück :D Wir wollten nur gucken :roll:

Gesehen ,Probegefahren ,durchgescheckt und sofort gekauft -> Es passte auf den ersten Blick und haben es bis heute nicht bereut..... :P

Unser Dampfer:

Der im Moment perfekteste für Uns ......
Und wenn es den Tröd 2032 noch gibt und ich noch lebe , stell ich hier meinen ........vor :D

Jumperjump am 31 Jan 2013 15:00:44

ja wenn wir schon mal dabei sind..... auch mein erster Campingurlaub war mit meinen Eltern in Kroatien 1985 mit Klappcaravan.
Danach hatte mich die Bullisucht erwischt, mein erster allerdings erst 1990,
, 2,0 l luftgekühlt
wurde dann verkauft ....war ich doof. Umstieg auf Scirocco , um dann nach diversen PKW's wieder 1996 einen gelben zu kaufen.


Dann Kind kam , musste ich seriös einen Mazda 929 Kombi in Empfang nehmen.
Wohnwagenkauf Hobby 500 KMfe erfolgte 2006 , erst nach Kroatien mit dem Teil und anschließend auf Fehmarn plaziert als Dauercamper.
oktober 2012 kam dann die Gelegenheit mein heimliches Hobby wieder aufblühen zu lassen ( Ich kann ja nicht nur im Schuppen sitzen): Ein Citröen Jumper mit Reimoausbau, retro versteht sich,
als Drittfahrzeug vor die Tür zu stellen.



Gast am 31 Jan 2013 15:55:34

1) Kleines Dreieckzelt und in Chamonix auf dem "Camping du glace" fast erfroren. Beim Aufbau hatte es noch 18 Grad, nachts viel es auf -5 Grad.

(Dieses Bild ist allerdings Kanada)

2) Großes 3x5m Zelt für 2 Personen :lol: super viel Paltz, Aufbau in 20 Minuten, aber schweres Teil.


3) Alter Faltwohnwagen von einem evangelischen Pfarrer für 1500DM gekauft. Echt lustig so ein Faltwohnwagen. Der hatte schon eine Gasheizung im Fußboden.
Die war mir aber nicht geheuer. Mit dem ging es unter anderem nach Sardinien

Man beachte die Befestigung der Fahrräder. Aber es hat nie jemanden gestört und kein Polizist hat sich je beschwert. 8)

4) Mitsubishi L300 mit Faltdach, Gas, Porta Poti und ganzen 20l Wasservorrat. Der hat sehr viel mitgemacht und viele Länder gesehen.

Die Entdeckung des Freistehens!

Dann waren 20 Jahre Pause, weil meine Firma mich aufgefressen hat. Mit dem Verkauf der Firma dann

5) B504. So bequem und faul hatten wir es noch nie. Das ist schon eine ganz andere Welt des Reisens.


Wobei ich nicht sagen würde, das ist jetzt das Schönste. Alles war auf seine Art ein tolles Erlebnis. Mit dem Alter wird man allerdings auch bequemer und genießt den Luxus.

klausevert am 31 Jan 2013 16:34:40

Wenn ich die Berichte so durchsehe - es ist eindeutig der Trend zu höheren Führerscheinklassen erkennbar :D

BadHunter am 31 Jan 2013 17:08:54

Als ich 1975 6 Jahre alt war haben meine Eltern mit einem Wowa angefangen, wir hatten eine Saisonplatz an der Ostsee, sind aber auch in den Sommerferien mit dem Wowa meist, wenn das Wetter nicht so toll war, nach Spanien oder Italien gefahren.
Als ich 18 war habe ich mir auf den Campingplatz einen eigenen Wowa angeschafft, 3 Jahre später kam zusätzlich ein LT Kastenwagen dazu den wir uns haben ausbauen lassen..
Nach weiteren 3 Jahren wurde der dann in Zahlung gegeben und ein LMC 6400 MA Alkovenwomo gekauft. Die Wowas blieben aber weiterhin unsere "Basis" auf den Dauerplatz...
Meinen Wowa habe ich dann 2001 verkauft und und meine damalige Frau und ich haben uns einen Eura Alkoven angeschafft, den LMC haben meine Eltern weiter genutzt (bis heute).
Seit 2006 habe ich nun meinen Concorde 620 XS und bin absolut zufrieden damit, den gebe ich so schnell nicht wieder her...

Parallel dazu habe ich auch immer mal wieder mit Motorrad und Zelt Urlaub oder Kurztouren gemacht, das wollen wir nun auch wieder so einmal im Jahr machen, meine jetzige Lebensgefährtin ist auch als Camperin aufgewachsen und fährt auch seit 3 Jahren Motorrad.


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