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Frühjahrsreise zu den OBERITALIENISCHEN SEEN 1, 2, 3, 4


alzu am 30 Mai 2013 19:54:40

Der heurige Frühjahrsurlaub führt uns zu den Oberitalienischen Seen. Auf Stadtbesichtigungen in Brescia, Bergamo und Mailand vergessen wir dabei auch nicht.


Hier die Kartendarstellung unserer Reise im Bereich Italien und Schweiz.

alzu am 30 Mai 2013 20:02:57

Tag 01, Dienstag, 30. April

Um 15:45 verlasse ich fluchtartig das Büro, um 17:00 Uhr stehen wir schon im Stau auf der A7. Aber nur 20 min. verzögert sich unsere Fahrt. Nach einer Pause am Chiemsee kommen wir gegen 20:30 Uhr nach Innsbruck. Wir suchen den SP in Kranebitter, finden aber nur einen CP. Da wollen wir nicht bleiben, so suchen wir uns einen SP beim Hotel Humlerhof in Nösslach, in der Nähe von Gries am Brenner. Wir kommen gegen 22:00 Uhr dort an, trinken noch ein Achterl und zahlen für die Nacht € 10,-.







Tag 02, Mittwoch, 1. Mai

Um 07:30 Uhr gibt es Frühstück im Hotel. Meiner Meinung nach zu teuer, € 12,- pro Person und ein nicht so tolles Frühstücksbuffett. Die € 10,- für die Nächtigung werden abgezogen. Wir fahren über den Brenner nach Sterzing und biegen dann von der Autobahn ab, Richtung Jaufenpaß. Auf 2094m Seehöhe liegt noch viel Schnee, die Straße ist aber frei.



Wir kommen nach Meran, der Parkplatz bei der Therme entpuppt sich als Parkhaus. Da sind wir natürlich zu hoch. Wir drehen ein paar Runden, kein Parkplatz frei! Dann steuern wir den CP am Tennisplatz an, dort stehen wir gut und zentrumsnah (€ 28,50 ohne Strom). Den ganzen Nachmittag aalen wir uns im warmen Wasser der Therme, die verschiedenen Pools haben Temperaturen zwischen 18 und 37 Grad. (Die 18 Grad Pools lassen wir aus).



Mittags gibt es im Restaurant Nudeln mit Fleischsauce und Lasagne, dann endlich einen wunderbaren Espresso. Gegen 18:00 Uhr verlassen wir die Therme, zurück beim Auto gibt es erst einmal Abendessen. Dann machen wir uns stadtfein und gehen noch einmal zurück ins Zentrum. Wie preiswert ist doch ein Auslagenbummel, wenn die Geschäfte geschlossen haben!

alzu am 30 Mai 2013 20:09:25

Tag 03, Donnerstag, 2. Mai

Zeitig in der Früh werde ich von schweren Tropfen geweckt, die auf das Dach trommeln. Ich drehe mich noch einmal um, um 08:00 Uhr werde ich wieder wach. Da wollten wir doch schon längst unterwegs sein! Ist auch schon egal, wir frühstücken erst einmal ausgiebig, gegen 09:30 fahren wir dann ab. Eine gute Stunde später kommen wir auf dem SP am Kalterersee an (€15,- icl. Strom, Dusche, WC und V/E). Wir richten uns ein, dann kommen die Räder vom Auto. Im Uhrzeigersinn umrunden wir den See, hat uns aber nicht so toll gefallen.







Auf der Ostseite zuerst auf einem Wander- und Radweg, da brauchen die Fußgänger die ganze Breite. Dann auf einer engen und wenig befahrenen Straße, aber mit kaum einem Blick auf den See. Wieder ohne Seeblick zurück auf die Hauptstraße, hier viel Autoverkehr. Zurück am SP deponieren wir die Räder und gehen zum Seeufer.





In einem Gastgarten genießen wir Kaffee und frische Erdbeeren, sind wirklich schon sehr geschmackvoll. Wir räumen noch die Sesseln ins Freie und genießen das warme Frühlingswetter. 2 Flaschen Südtiroler Rotwein warten darauf, geleert zu werden. Heute Abend wird zum ersten Mal gekocht.

alzu am 30 Mai 2013 20:36:33

Tag 04, Freitag, 3. Mai

Frühstück um ½ 8 Uhr, dann nützen wir die V/E. Wir fahren auf der Bundesstr. Richtung Riva am Gardasee. Ca. 10 km nördlich von Arco, in Sarche, finden wir einen großen Supermarkt. Wir kaufen Fleisch für die abendliche Grillerei, ein paar Flaschen Wein, Brot und Schinken. Über Riva del Garda fahren wir zu der Cascada Varone.



Wir zahlen € 5,50 pro Person, der 100m hohe Wasserfall ist wirklich beeindruckend. Er fällt aber nicht an einem Felshang in die Tiefe, sondern hat einen Canyon in den Fels gewaschen. Mehrere Stollen führen zum Wasserfall, wir haben die Regenponchos an, sonst wären wir im Nu nass bis auf die Haut.







Weiterfahrt durch Riva an das Westufer des Gardasees. Durch viele Tunnels führt die enge kurvenreiche Straße an senkrecht aufsteigenden Felswänden entlang nach Südwesten. Bei Salo verlassen wir die Hauptstraße, um auf einer der Halbinsel nahe der Stadt Manerba del Garda auf den CP San Biagio zu landen. Wir haben Glück, heute ist der letzte Tag der Vorsaison, da zahlen wir ohne Strom „nur“ € 31,- Für den Strom noch einmal € 2,-, der wird nach Verbrauch abgerechnet.







Wir verbringen ein paar Stunden mit Lesen, dann wird der Griller angeheizt. Das Fleisch hat besser ausgesehen, als es dann ist, aber die Gemüsepackerl schmecken gut. Dazu frisch gegrillte Vollkornweckerl und Baguette. Natürlich darf ein echter Kalterer Wein nicht fehlen. Der Tisch bleibt über Nacht vor dem Auto stehen, vielleicht können wir morgen draußen frühstücken.

Fortsetzung folgt....

anguilla am 30 Mai 2013 22:39:23

Hallo Alfred,

Da Wir uns den Seen von Süden her nähern, nächste Woche, bin ich begierig auf neue tips für diese Gegend. Sehr schöner Bericht bisher. Hoffentlich gehts so gut weiter.


Wolfgang

alzu am 31 Mai 2013 06:45:30

Tag 05, Samstag, 4. Mai

Wir haben den Frühstückstisch schon fast fertig im Freien gedeckt, da ziehen schwarze Wolken auf. Blitzschnell verstaue ich Tisch, Sesseln und den Griller im Auto. Und kaum sitzen wir im Womo beim Frühstück, lacht auch schon wieder die Sonne. Na egal, so bekommen wir wenigstens keinen Sonnenbrand. Gegen 09:00 Uhr fahren wir ab, in der großen Stadt Brescia lassen wir uns vom Navi in die Innenstadt zu einem Parkhaus führen. Aber noch bevor wir dorthin kommen, finde ich in einer Seitenstraße eine Parklücke. Nicht all zu groß, aber mit Einweisung von Renate ganz passend. Wir gehen keine 5 min. zur Piazza dela Vittoria.



Die vielen Standln des Samstagmarktes versperren die Sicht auf die Prunkbauten, die den Marktplatz säumen. Es wird Zeit zu einem Cappucino und einem Espresso und kurz darauf sind wir um € 3,- ärmer und voller Entdeckerlust. Die Rotonda, der kreisförmige alte Dom und gleich daneben der Duomo Nuovo sind herrliche Sakralbauten.











Der Zieleinlauf eines Mountainbike-Downhill-Rennens ist direkt davor. Verschiedene Hindernisse und Sprungschanzen verlangen den Teilnehmern so Manches ab.





Wir gehen über steile Treppen hinauf zum Castello. Dort genießen wir den Rundblick und so manches Foto kommt auf die Speicherkarte.







Wir steigen wieder in die Stadt hinunter, vorbei am Torre dell´ Orologio, zurück zur Piazza della Vittorio. Ohne Umweg finden wir das abgestellte Auto, nicht einmal ein (insgeheim doch erwarteter) Strafzettel schmückt die Scheibenwischer. Wir geben die Koordinaten des Stellplatzes in Sulzano am Iseo-See ein, das Navi leitet uns punktgenau auf den Platz. Wir werden gleich von der Platzbesitzerin eingewiesen, es ist ziemlich voll. Am späteren Nachmittag gehen wir hinunter zum See.





Wir beschließen, wenn das Wetter morgen mitspielt, noch einen Tag zu bleiben und mit den Rädern die Monte-Isola zu umrunden. Mal sehen!!

Fortsetzung folgt.....

mv4 am 31 Mai 2013 07:38:32

schöne Bilder!! Da hatten wir ja fast die gleiche Tour gemacht. (am Lago d´ Iseo und in Bergamo war ich auch noch.) Ich war übrigens am gleichen Tag wie ihr in Brescia (King of The Castle) ...beindruckend waren auch die Preise abends auf dem internationalen Markt ...da wollten die doch zb. für eine große Thüringer Bratwurst 7 € . :D
Übernachtet hatte ich etwas ausserhalb von Brescia ...sehr ruhig und schön..bin dann mit dem Rad in die Stadt, bzw am nächsten Tag mit der U-Bahn gefahren.

alzu am 31 Mai 2013 08:28:22

Hallo mv4,
ja, ja, wenn Englein reisen......
War einer der sonnigsten Tage, der 4. Mai. Sonst war das Wetter ja nicht immer so schön.

mv4 am 31 Mai 2013 08:44:23

ja leider hat es halt immer mal Regen gegeben (zum Glück meist nur in der Nacht)... ich bin deswegen auch vom Lago wegefahren...wollte dort eigentlich bissel in den Bergen mit dem Rad fahren. Konnte aber nur eine Tour machen. Das Wetter ist halt dieses Jahr selbst in Italien sehr durchwachsen..das kann man halt für viel Kultur und Geschichte nutzen. Bergamo hat mich auch sehr beeindruckt ...von dort aus wollte ich erst nach Milano ...bin aber gleich weiter nach Genova runter.
Bin schon mal gespannt auf deinen weiteren Fortsetzungsbericht.

alzu am 31 Mai 2013 11:35:04

Tag 06, Sonntag, 5. Mai

Laaange geschlafen. Erst um 08:15 beginne ich, Frühstück zu kochen. Kaffee und weiche Eier, auch kommt heute der neue Brötchengriller zum Einsatz. Die Rinde der schwammkonistenten Weckerl wird sogar richtig cross. Kurz vor 10:00 Uhr geht es zur Fähre, die Räder bleiben auf dem Auto. An Sonntagen werden mit dem Fährboot keine Räder auf die Isola Monte mitgenommen.





Blauer Himmel und die Sonne lacht. Wir lösen Retourtickets und zahlen pro Person € 3,80. Keine 5 min. später legt die Fähre ab und nach weiteren 5 min. können wir auf der Insel aussteigen. Wir schlendern zunächst durch den Ort, eine Laufveranstaltung kommt schon in die Schlußphase.











Mit dem Linienbus fahren wir dann zum Ort Cure, ca. 250 Höhenmeter können wir so auf dem Weg zur Kirche auf der Bergspitze sparen. 200 Höhenmeter legen wir dann auf einer sehr steilen Straße zurück, nur einmal werden wir von einem Moped überholt.
Auf den letzten Metern kommt dann auch noch ein einziger Mountainbike – Fahrer, aber der steigt auch ab und schiebt den restlichen Weg. Bei der Wallfahrtskirche angekommen, gehen wir erst einmal ins Gotteshaus. Eine wunderschöne, reich geschmückte Kirche aus dem 19. Jahrhundert.







Dann gibt es einen Espresso, dann besichtigen wir die Grotte mit einer Marienstatue.



Über den Wanderweg geht es nun 450 Höhenmeter wieder zurück zum Hafen.







Meine Knie schlottern ordentlich, als wir zum Städtchen kommen. Wir suchen uns einen netten Gastgarten, Cola, Eis und Kaffee schmecken gut. Schon seit einigen Stunden ist eine lockere Bewölkung aufgezogen, aber das Wetter ist sehr angenehm, nicht zu heiß. Wir besteigen noch einmal die Fähre und quälen uns dann die Straße hinauf zum Stellplatz. Sesseln raus, eine kleine Jause und dann lesen wir einige Zeit. Unsere Stellplatznachbarn fahren fast alle wieder ab, das Wochenende ist fast vorbei. Nur ein Schwede, ein Franzose und ein Berliner sind außer uns noch da. Aber auch für uns wird es Zeit, die Sesseln wieder zu verstauen, drohende Gewitterwolken ziehen auf und nach einer halben Stunde geht es auch schon los. Schön, dass wir im trockenen Auto sitzen. Nach dem Abendessen und dem Geschirrwaschen gönnen wir uns noch eine heiße Dusche im schönen Sanitärgebäude des Stellplatzes.

Fortsetzung folgt....

alzu am 31 Mai 2013 13:08:19

Tag 07, Montag, 6. Mai

Regentropfen auf das Auto klopfen……, so werden wir heute geweckt. So schlimm ist der Regen aber nicht. Wir packen nach dem Frühstück zusammen, zahlen € 25,- für 2 Nächte und machen uns auf den Weg zur See-Umrundung. In Lovere finden wir einen Parkplatz (gebührenpflichtig) und nach dem Einwurf von € 1,- dürfen wir über 2 Stunden stehen bleiben. Wenn ich da an zu Hause denke, da wurde die Parkgebühr gerade auf € 1,- pro ½ Std. verdoppelt.







Wir schlendern durch den Ort, kaufen bei einem Bäcker frisches Brot und haben den Regenschirm eigentlich umsonst mitgeschleppt. An der Uferpromenade genehmigen wir uns noch einen Espresso, dann kommen wir zurück zum Parkplatz. Wir fahren durch Castro und dann auf einer engen kurvenreichen Straße, auf der Fahrzeuge über 2m Breite verboten sind, Nach Riva di Solto.



Der nächste Stopp kommt in Sarnico, wir schlendern ein Wenig durch die Altstadt. Dann gehen wir über die Brücke, die über den Abfluss des Iseosees führt nach Paratico.





Auch hier scheinen die Gehsteige hochgeklappt, so fahren wir nach Iseo, auf den Campingplatz Punta d`Oro. Bei der Ankunft erwischt uns wieder ein Regenschauer, aber nach 20 min. kommt die Sonne heraus. Wir holen die Räder vom Auto und brechen auf, die Stadt Iseo zu erkunden. Wir suchen den Bahnhof und stellen fest, dass der Zug Richtung Bergamo mit der Kirche ums Kreuz fährt. Der Campingwart hat aber auch was von einem Bus gesagt. Wir suchen die Touristeninformation und erfahren, dass die Autobusverbindung wesentlich einfacher ist. Die nötigen Tickets bekommen wir in einer Trafik.









Wir genehmigen uns noch einen Kaffee und ein Eis, dann machen wir uns auf den Heimweg.





Die Sonne lacht vom Himmel, wir stellen die Sesseln raus und genießen noch über 2 Stunden das warme Wetter. Zum Abendessen gibt es Schnitzel in Pfeffersauce, einfach lecker.

Fortsetzung folgt....

uschi-s am 31 Mai 2013 13:22:05

Sehr schön, ich bin gespannt, denn eine ähnliche Tour haben wir vor ein paar Jahren auch gemacht, teilweise auf den gleichen Plätzen.

alzu am 01 Jun 2013 06:21:44

Tag 08, Dienstag, 7. Mai

Um 06:30 Uhr ist Tagwache. Um 07:45 sitzen wir auf den Rädern zum Busterminal. Nach ca. 200 m fragt mich Renate, wo ich die Kamera hätte. Sofort düse ich zurück, das ist mir noch nie passiert. 10 min. vor der Abfahrt sind wir beim großen Parkplatz, wo der Bus abfährt. Wir entwerten die Tickets und fahren ca. 15 min. nach Sarnico. Dort warten wir 40 min. auf den Anschlussbus nach Bergamo. Bloß der Fahrer verweigert die Annahme der Tickets, die waren nur für die Fahrt nach Sarnico, für die Weiterfahrt brauche ich andere. Die Frage, ob ich die bei ihm bekäme wird verneint, ich bekomme sie in der Bar, ca. 150m weg. Ich renne, was die Beine hergeben, er wartet freundlicherweise mit der Abfahrt, sonst hätten wir noch eine Stunde warten müssen. Ca. 50 min. dauert die 29 km lange Fahrt. Beim Busterminal in Bergamo kaufen wir uns gleich die Tickets für die Rückfahrt bis Sarnico. Wir geben noch den Standort ins Navi ein, sicher ist sicher. Dann machen wir uns auf den Weg zur Oberstadt. Wir laufen auf der Viale Papa Giovanni, dann über den Piazza Mateot, dann über die Viale Roma, dann über die Viale Vittorio Emanuele zur Talstation des Schrägaufzuges.





Dabei wechseln wir nie die Straße, biegen auch nicht ab, Nur der Straßennamen ändert sich alle paar Meter. In der Oberstadt angekommen, gehen wir erst einmal hinauf zum Piazza Vecchia. Wegen Filmaufnahmen ist die Straße zeitweise gesperrt, ein "Man in Black" läuft x-mal den gleichen Weg.







Wir schwenken zu den Arkaden und gehen in die Chiesa di Santa Maria de Maggiore, unglaublich, so etwas haben wir noch nicht gesehen. Reichst geschmückt, fast schon überladen präsentiert sich die Kirche.









Der Dom, gleich nebenan, ist leider geschlossen. Wir gehen zum Piazza Masceroni, dann wieder die engen Gasse hinunter. Zwischendurch finden wir ein kleines Lokal mit schönem Gastgarten, dort essen wir einen Salat.







Über die Porta San Giacomo verlassen wir die Oberstadt wieder.





Über 100e Stufen geht es runter. Beim Theater gibt es noch einen exquisiten Kaffee, dann schlendern wir zurück zum Busterminal. Um 15:20 Uhr fahren wir pünktlich ab, bis Sarnico. Ich gehe gleich wieder in die Bar, um die weiteren Tickets zu erstehen. Aber leider, nach Iseo hat er keine, er verweist mich in die Altstadt von Sarnico. Bei unseren weitern Fragen nach Tickets werden wir auf die andere Seite des Iseoseeabflusses verwiesen, in eine Trafik. Inzwischen fängt es auch noch an zu regnen, die Schirme hat Renate doch nicht umsonst den ganzen Tag mitgeschleppt. Die Tickets bekommen wir tatsächlich in der Tabacci Bude, dann wieder über die Brücke zurück zur Haltestelle. So vergeht die ¾ Std. Wartezeit wie im Flug. Pünktlich kommt der Bus und nach 15 min. sind wir wieder zurück bei den Fahrrädern. Über einen kleinen Umweg zu einem Supermarkt ( Hilfe, der Wein ist aus!!!) geht es zurück zum Campingplatz.

Fortsetzung folgt.....

alzu am 01 Jun 2013 13:32:25

Tag 09, Mittwoch, 8. Mai

Lange im Bett geblieben. Dann Frühstück im Freien mit Blick auf den See, herrlich. Fast die Zeit für den Check – Out übersehen, ist aber kein Problem. Dann fahren wir Einkaufen und Tanken. € 1,74 ist auch kein Geschenk. Über die Autobahn fahren wir zum Campingplatz westlich von Mailand. Wir zahlen € 5,20 Maut, und kommen ohne Stau zum Campingplatz der Stadt Mailand. Nach einer Ruhestunde schwingen wir uns auf die Räder und besorgen Tickets für Bus und Metro. Zurück am Platz sehe ich erstmals ein Womo mit dem Aufkleber des deutschen Wohnmobilforums. Die beiden sitzen gerade beim Abendessen, als ich sie anspreche. Es ist Freetec 598 mit seiner Frau. Später bekommen wir noch ein paar super Tipps von ihnen, schön dass es das Forum gibt. Und natürlich Camperkollegen, die nicht mit Infos hinter dem Zaun halten. Wir grillen uns die Steaks, die wir heute morgen gekauft haben. Bis es zu finster wird sitzen wir draußen, erst als ich nicht mehr schreiben kann, verlegen wir unser heutiges Würfelspiel nach drinnen.

Tag 10, Donnerstag, 09. Mai

Nach dem Frühstück geht es mit den Fahrrädern zur Bushaltestelle. Die 24 Stunden-Tickets haben wir ja schon gestern besorgt, so brauchen wir sie nur noch im Bus Nr. 72 zu entwerten. Wir fahren ca. 30 min. zum Piazza del Angelo, dort steigen wir um in die Metro. Nach weiteren 10 min. stehen wir auf dem Domplatz. Die Ansicht des berühmten Mailänder Domes verschlägt uns den Atem.



Nach einer Gepäckskontrolle dürfen wir (gratis, nicht umsonst) in das riesige Gebäude. Nach der Zahlung von € 2,- für die Fotoerlaubnis haben wir freie Bahn. Besonders prunkvoll ist der riesige Altarraum mit den beiden Orgeln ausgestattet. Gigantische Altarflügel säumen die Seiten. Die Besucher werden allerdings auf einen kleinen Teil des Domes zurückgehalten, aber man kann trotzdem jeden Winkel einsehen.









Auch in die Krypta steigen wir hinunter, hier sind die Kirchenschätze und die Reliquien eines Heiligen zu bestaunen. Wir verlassen den Dom und gehen in die Galleria Vottorio Emanuel, einem riesigen Einkaufstempel mit Gläserner Kuppel. Alles, was in der Modewelt Rang und Namen hat ist hier vertreten. Spärlich sind die Auslagen, ein Handtäschchen reicht für ein großes Schaufenster. Der Preis auch, bis zu € 8000,- kostet so ein Ding, das in unseren Augen noch nicht einmal besonders schön ist.





In einem der Kaffeehäuser gönnen wir uns einen kleinen Espresso, der schlägt mit € 3,- zu Buche. Aber er hat geschmeckt und außerdem wird dazu auch noch ¼ lt. Eiswasser kredenzt. Die GoPro zeichnet in der Zwischenzeit einen Zeitrafferfilm auf. Wir schlendern weiter zur Mailänder Scala, dem wohl berühmtesten Opernhaus der Welt. Kann aber nur von der Besetzung her sein, denn zumindest von außen ist der Eindruck der Wiener Staatsoper wesentlich schöner.







Jetzt ist es an der Zeit, um Tickets für die Besichtigung der Terrassen des Domes. Wir stehen 50 min. in der Warteschlange, über Mittag sind immer weniger Leute. € 12,- kostet der Spaß mit Liftbenützung, ohne wäre es billiger.



Was bin ich froh, dass wir den Lift genommen haben. Sonst würde es mir wahrscheinlich auch so gehen.



Fast 90 min. verbringen wir dort oben und können die Steinfiguren ganz aus der Nähe betrachten. 1000e Spitzen und aus Marmor gemeißelte Figuren zieren den Dom, die Bauzeit war nicht umsonst 500 Jahre.















Im Anschluss gehen wir noch in DIE Einkaufsstraße Mailands. Während wir noch zwischen Schuhen um € 2000,-, einem kurzärmeligen Hemd um € 600,-, einem Sakko um€ 4000,- oder doch einer Armbanduhr um € 68 000,- schwanken, sind wir auch schon wieder auf dem Domplatz, wo wir zwei Eis um € 5,- erstehen. Inzwischen strahlt die Domfassade im Sonnenlicht, da kann ich um ein paar Fotos nicht herum.











Vergebens suchen wir einen Bankomat, hier zahlt man wahrscheinlich ausschließlich mit der Goldkarte. Mit der Metro geht es wieder zurück zum Piazza del Angelo, hier können wir auch die Bargeldvorräte wieder aufbessern. Wir steigen wieder in den 72er Bus und werden nach einer ½ Stunde schon etwas nervös, wir kommen und kommen nicht zu unserer Abfahrtsstelle. Weit draußen vor Mailand frage ich dann den Fahrer nach der (bei der Abfahrt notierten) Haltestelle. Alles ok. Er dreht nur eine größere Runde und kommt bei der neuerlichen Fahrt ins Zentrum wieder dort hin. Nach fast einer Stunde können wir aufatmen, wir sind wieder bei den abgestellten Rädern. Zurück zum Campingplatz ist es nicht weit, bald steht ein eiskalter Gin – Tonic auf dem Tisch. Abendessen: Fischfilet auf Risotto, Renate hat sich selbst übertroffen.

Fortsetzung folgt....

alzu am 01 Jun 2013 20:25:01

Tag 11, Freitag, 10. Mai

Es regnet, ganz wie der Wetterbericht es vorhergesagt hat. Gut dass wir gestern noch die Sesseln und auch die Räder verstaut haben. Wir benützen die V/E und mit vollem Wassertank und leerem Grauwassertank checken wir aus. € 72,- für 2 Nächte sind wir los, nächstes Jahr sollten wir doch über ACSI nachdenken. Über Novara fahren wir zum Lago de Orta. Wir haben im Navi wieder „Mautstraßen vermeiden“ eingegeben, leider wird der Regen stärker und so können wir die Fahrt zwischen den Teichen nicht so richtig genießen. In Gozzano finden wir einen riesigen Billa, während langsam die Sonne herauskommt, ergänzen wir die Vorräte. Bald darauf kommen wir an den See, bei Orto finden wir auf dem SP direkt unter der Wallfahrtskirche gerade noch einen freien Platz. Ein bisschen schief, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. 2 Tage dürften wir hier stehen, es gibt Mistkübeln und ein WC. Die Platzgebühr: € 0,00. Wir wandern bei schönstem Sonnenschein in den Ort Orta, sehr enge Gassen empfangen uns.









Viele kleine Geschäfte bieten regionale Spezialitäten, wir erstehen für Gerald und Uli je ein Fläschchen Trüffelöl.













Über den Sacra Monte, der in 20 Kapellen mit insgesamt 670 Fresken und Figurengruppen die wichtigsten Begebenheiten des Heiligen Franziskus zeigt, kommen wir zur Kirche auf dem Sacra Monte.













Von dort sind es nur mehr ein paar Schritte bis zum Auto. Weil es seit wir den Ort verlassen haben wieder regnet, freuen wir uns über unser trockenes Zuhause.

Fortsetzung folgt...

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