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Gasüberfall vor ein paar Tagen 1, 2


Gast am 05 Jun 2013 23:38:16

Die hohe Moderation hat geschrieben:Wer keine neue Info beitragen kann...

Und eben das ist der Punkt: Wirkliche Neuigkeiten zum Thema hat niemand. Für mich wäre in dem Zusammenhang folgendes interessant:
Welches Narkosegas wurde verwendet?
Wie wurde es zur Anwendung gebracht?
Aber das erfährt man nie aus diesen Berichten. Die Opfer berichten nach dem Überfall über Augenreizungen und einen dicken Kopf. Oft auch deutlich weniger spezifische Symptome.
Klar, solche Details sind in einer normalen Tageszeitung für die Leser langweilig.
Aber in der sogenannten Fachpresse (Protzmobil, RMI) könnte man das Thema ja mal genauer recherchieren mit Fakten unterlegt.
Gibt es eventuell schon irgendwo einen solchen Bericht? Wenn ja, bitte mal hier verlinken.
Aber bitte nicht das 237456. Schauermärchen vom Schwager des Kollegen, die kann man hier im Forum schon alle nachlesen.

Den folgenden Bericht aus der RMI hat User Freetec in einem anderen Narkosegas-Thread gepostet:

Überfälle mit Narkosegas auf Urlauber erhitzen die Gemüter. Aber:
Gibt es sie überhaupt? Schnell sind Reisemobilisten beim Thema: den Horrorgeschichten über ausgeraubte/ mit Narkosegas betäubte Urlauber. Bundesweit jedoch kommen die Landeskriminalämter (LKA) zu einem überraschenden Schluss: Bisher sei noch nie mit letzter Sicherheit nachgewiesen worden, dass bei einem Überfall auf ein Freizeitfahrzeug Betäubungsgas zum Einsatz gekommen ist. Pressesprecher Fredereck Holtkamp vom LKA Nordrhein-Westfalen bestätigt: „Gasüberfälle sind kein Thema. Dank starker Polizeipräsenz sind Überfälle auf Reisemobile und Caravans generell stark zurückgegangen." Udo Bühler von der hessischen Fraktion zählt 27 Überfälle auf Reisemobile und Wohnwagen im Jahr 2002, doch „in keinem der Fälle war ein Narkosegas nachzuweisen". Narkosegas nur vermutet.Nachdem es in Bayern zwischen März und Juli 2002 insgesamt 41 solcher Überfälle gegeben hatte, bildete das Bayerische LKA die Sonderkommission „Zugvogel". Die subjektiven Aussagen der befragten Opfer ließen zwar die Vermutung zu, dass die Täter in zwölf Fällen bei ihrem Raub mit narkotisierenden Mitteln gearbeitet hatten. Doch bei elf Geschädigten gab es außer dem selbst geäußerten subjektiven Empfinden keinen konkreten Beweis über den Einsatz eines Betäubungsmittels. Weder im Fahrzeug noch am Aufbau fanden sich verwertbare Spuren, ebenso wenig in der näheren oder weiteren Umgebung des Tatorts. Kriminalhauptkommissar Alexander Wolf, Leiter der Soko Zugvogel, weiß: „Bei den Überfällen auf Freizeitfahrzeuge ist es uns bisher nicht gelungen, zweifelsfrei den Einsatz eines Narkosemittels nachzuweisen. Auch das von uns eingeschaltete Institut für Rechtsmedizin in München zeigte sich sehr skeptisch."Rätselhaft bleibt der Fund sehr geringer Spuren von Chloräthan im Organismus eines ausgeraubten Ehepaares. Dieser Stoff befindet sich etwa in Kältesprays, eingesetzt bei Verstauchungen und Prellungen. Das überfallene Ehepaar versicherte jedoch, kein solches oder ähnliches Spray verwendet zu haben. Letztlich bleibt ungeklärt, wie oder wodurch das Chloräthan in den Organismus der Betroffenen gelangte.Opfer Uwe W. aus dem Ruhrgebiet berichtet/ dass er mit seinem Gespann fast ohne Pause etwa 800 Kilometer weit bis Lyon gefahren sei. Aus Sicherheitsgründen habe er auf einer großen, belebten Raststätte in der Nähe der gut beleuchteten Tanksäulen geparkt: „Ich habe zwei Stunden geschlafen, war aber erst nach sechs Stunden richtig da." Er klagte über Kopfschmerzen, ein Gefühl der Benommenheit und trockenen Hals. Das Türschloss seines Caravans war geknackt, Handy, Geld, Papiere und andere Wertgegenstände fehlten. Übermüdung als Ursache Uwe W. ist sicher: „Ich wette, da war Schlafgas im Spiel." Gedanken über eingeatmete Benzindämpfe oder Übermüdung macht er sich nicht. Auch seine Kinder Julia, 5, und Daniel, 7, hatten von dem Einbruch nichts gemerkt. Sie schliefen im Caravan auf derselben Ebene wie ihr Vater. Schiebetüren gab es nicht. Dennoch litten sie weder an Kopf- noch Halsschmerzen oder sonstigen Beschwerden. Julia und Daniel fühlten sich topfit. Wenn ein Betäubungsgas einen kerngesunden, 80 Kilogramm schweren Mann in Tiefschlaf versetzt, müsste es seine nur einem Drittel so schweren Kind viel härter treffen.Dazu sagt ein Professor: Vergiftungen mit Folgeschäden, lang andauernde Bewusstlosigkeit, Verwirrtheitszustände oder zumindest lang anhaltende Benommenheit müssten feststellbar sein. Mit Narkosegas kann man jeden Menschen betäuben."Dazu jedoch bedarf es umfassender Kenntnisse der Anästhesie, der Wirkung des verwendeten Gases, seiner Konzentration in der Atemluft sowie der körperlichen Verfassung und Konstitution des Opfers. Es soll möglichst schnell sein Bewusstsein verlieren, tief und lange schlafen. Aufbau und Grundrisse von Reisemobilen sind sehr unterschiedlich. In einigen schlafen alle Reisenden auf der- selben Ebene, in Modellen mit Stockbetten und/oder Alkoven übereinander. Die Schlafebenen liegen also meist unterschiedlich hoch. Strömt Gas durch Lüftungsschächte oder Fenster ins Innere ein, sinkt es zunächst auf den Boden und breitet sich dort aus: Gas ist schwerer als Luft. Um nicht nur die schlafenden Personen im Untergeschoss, sondern auch die im höher gelegenen Bereich zu betäuben, wäre eine sehr große Menge Gas nötig. Der Innenraum müsste praktisch bis zur Decke gefüllt werden. Die Schläfer im Parterre würden deshalb erheblich mehr Gas einatmen als jene, die die weiter oben übernachten. Die verschiedenen Gasarten, die bislang als Tatwaffe diskutiert wurden, konnten noch nie im Körper von Überfallopfern nachgewiesen werden. Die Tiefschlafphasen des Menschen verlaufen zyklisch. Kurz nach dem Einschlafen erfolgt die intensivste Phase. Hier merken Menschen selten, was um sie herum geschieht. Wer übermüdet Ins Bett fällt, ist dann ein leichtes Opfer. Demnach müsste es zu einem unterschiedlichen Grad der Beeinträchtigungen und Vergiftungen kommen, je nachdem, wer und mit welcher körperlichen und gesundheitlichen Konstitution wo im Reisemobil geschlafen hat. Das Einleiten von Gas - Äther oder Chloroform - mit einer Spritze würde nicht ausreichen, um die gesamte Besatzung eines Reisemobils zu betäuben. Ganz abgesehen davon bestände bei entsprechender Konzentration oder Vermischung mit Luft eine sehr hohe Explosionsgefahr, der sich ein Einbrecher kaum aussetzen würde. Um von außen den Innenraum eines Caravans mit Gas zu befüllen, wäre der Inhalt einer großen Gasflasche erforderlich. Dies führte zu größeren Problemen technischer Art: Die Täter müssten bei ihrem Vorhaben eine große und schwere Gasflasche mitführen. Das Narkosegas einzuleiten, wäre mit einer nicht unerheblichen Geräuschentwicklung verbunden. Auch ist es wenig wahrscheinlich, dass die Täter nach erfolgtem Raub auf ihrem schnellen Rückzug eine schwere Gasflasche mit sich schleppten. „Wir haben weder am Tatort noch im näheren oder weiteren Umfeld Hilfswerkzeuge entdeckt, die sich zum Einleiten betäubender Substanzen in ein Reisemobil geeignet hätten." Das bestätigen die Ermittler des bayerischen LKA. Auch der Versuch, bei den Opfern selbst Spuren von verabreichten Betäubungsstoffen zu finden, war negativ.Bärbel Cotte-Weiß vom LKA Brandenburg sagt: „Der Einsatz von Narkosemitteln lässt sich nur sehr schwer nachweisen, weil nach einer Blutprobe das Blut eines Geschädigten beim Trans- port immer unter 20 Grad gehalten werden muss. Bei einem Streifenwagen ist dies in der Regel nicht gewährleistet." In Bayern waren die Ermittler der Soko nach einem Überfall sofort vor Ort. Per Kurier wurde die Blutprobe zur Untersuchung gebracht. Die Analyse erbrachte keine Spuren von Stoffen, die auf ein wie immer auch geartetes Gas hinwiesen. „Ich persönlich halte es für ausgeschlossen, dass von außen Gas in die Freizeitmobile eingeleitet wurde", mutmaßt Alexander Wolf, Leiter der Soko, „das ist auch die Mehrheitsmeinung unserer Mitarbeiter." Falls überhaupt ein Betäubungsgas verwendet worden sei, dann erst im Fahrzeug. Die Schlösser an den Türen von Freizeitfahrzeugen sind meist relativ schnell und geräuschlos zu überwinden. Wie bei Wohnungseinbrüchen kommt es dem Täter auf schnelles Arbeiten im Sekundenbereich an. Wertgegenstände auf Ablagen oder offen abgelegt im Wohnbereich wechseln blitzschnell den Besitzer. Laut Hauptkommissar Wolf wird die Situation dann kritisch, wenn das Opfer im Schlaf unruhig wird oder sich der Täter entschließt, das Fahrzeug näher zu durchsuchen. Dann - so die Theorie - könnte sich ein Täter möglicherweise entschließen, ein Narkosemittel einzusetzen. Aber welches Gas? Auch hier bleibt nur Spekulation: Skeptisch äußern sich Toxikologen wie Gerichtsmediziner. Kältesprays oder Startpilot bringen nicht die Wirkung. Die Spraydose, die auf Knopfdruck ein Opfer in Sekundenschnelle bewusstlos macht, ist noch nicht erfunden. Herkömmliche Narkosemittel wirken nicht so schnell, als dass sie sich für einen Überfall im Inneren eines Reisemobils eigneten. Gäbe es solche Substanzen, würden sie nicht nur bei Überfällen auf Freizeitfahrzeuge eingesetzt, sondern auch bei anderen Überfällen. Ihr Einsatz ist bisher jedoch noch nie dokumentiert worden.Gab es bisher also gar keine Überfälle mit Narkosegas auf Reisemobilisten? Außer den Schilderungen der Geschädigten fehlen Beweise. Kritisch betrachtet sind Überfälle, wie von Reisemobilisten kolportiert, eher unwahrscheinlich. Dennoch bleibt Vorsicht geboten. Der Autor Professor Dr. Kurt Mesle aus Ladenburg kennt seit über 30 Jahren die Camperszene aus eigener Erfahrung. Er ist studierter Kriminalsoziologe und war Fachbereichsleiter an der Berufsakademie , Baden-Württemberg im j4 Bereich Sozialwesen.
16 REISEMOBIL INTERNATIONAL 5/2004

Gibt es da mehr? Hat jemand einen Fall mit einem eindeutig nachgewiesenen Narkosegas?
Polizeiprotokoll?
Aktenzeichen?
Gibt es Spuren, die belegen, wie dieses Gas den Opfern "nahegebracht" wurde?

palstek hat geschrieben:Eine Frage an die Zweifler: Was könnte eurer Meinung nach passiert sein, was zu den beschriebenen Symptomen geführt hat?

Das ist die Einladung, sich gegenseitig die wildesten Spekulationen um die Ohren zu schlagen. Hier bringen uns nur belastbare Fakten weiter und die kann ich in dem Thema nicht finden.


CarbonUnit

captnsharky am 05 Jun 2013 23:47:27

Na das war doch mal ein toller Bericht, Danke Carbonunit.

By the way: Was kostet denn eigentlich so eine Flasche Narkosegas? Das lohnt ja für einen Einbrecher nicht, wenn er 100 Euro pro Mobil in Gas investiert um dann vielleicht 200 Euro zu erbeuten...

brainless am 06 Jun 2013 00:02:34

carbonunit hat geschrieben:
Die hohe Moderation hat geschrieben:Wer keine neue Info beitragen kann...

Und eben das ist der Punkt: Wirkliche Neuigkeiten zum Thema hat niemand.


CarbonUnit



Exakt dieser Umstand hat mich bewogen,

an die Polizeidirektion Potsdam (Sprecherin Jana Birnbaum) und den ADAC in München (Sprecher Klaus Reindl) zu schreiben.
Wir haben hier einen Fall, wo Namen genannt werden, auf die ich mich direkt bezogen habe.

Sobald ich Antworten habe, werde ich diese hier veröffentlichen oder (falls nicht genehmigt vom Absender) im Wortlaut mitteilen.

Wolfherm, ich hoffe, wir werden uns eine andere Gelddruckmaschine suchen müssen :D


Volker ;D

schnatterente am 06 Jun 2013 00:10:42

brainless hat geschrieben:Exakt dieser Umstand hat mich bewogen,

an die Polizeidirektion Potsdam (Sprecherin Jana Birnbaum) und den ADAC in München (Sprecher Klaus Reindl) zu schreiben.


Und ich hab im Winter auch an Kopfball (ARD 11Uhr jeden Sonntag) geschrieben, hier geht man vielen interessanten Fragen auf den Grund, leider bis jetzt noch keine Antwort bekommen.

Bravada am 06 Jun 2013 00:57:08

Das ist doch absolut nicht erklärlich. Narkosegas oder sonstiges Gas. Um ein Wohnmobil damit zu füllen braucht man ca. 2 Flaschen mit je 33 Kilo Inhalt. Des weiteren was nicht passt - ein kleines Kind würde dann nie mehr aufwachen- ein Mensch mit ca. 60 Kilo wäre bewustlos und eine Person über 100 Kilo der im Allkoven schläft würde vermutlich gar nichts abbekommen. In meinen Augen alles absolut Quatsch. Lasst euch nicht veräppeln. Wir haben schon selber mal einen Selbstveruch gemacht und eine 11 Kilo Gasflasche im Wohnmobil aufgestellt und aufgedreht. (Eine Dachluke war offen)Es riecht nach Gas, der Gaswarner den wir eingebaut haben hat sich gemeldet aber sonst passierte gar nichts. (Bitte nicht selber nachmachen- wir sind beim Roten Kreuz und hatten auch einen Arzt dabei) Ich selber lag oben im Allkoven und es passierte mir überhaupt nichts. ( Wir hatten Sicherheitsmaßnahmen vor Ort sowie ein Atemgerät für Notfall) Also bitte keine Panik. Wer fragen hat - bitte einfach mich kontaktieren.
lg Robert

rolfwam am 06 Jun 2013 01:32:02

ICH hab da ne Frage: was fuer Gas habt ihr denn verwendet?
Und wie kommt man auf diese Idee? Vielleicht koenntest du das ganze ja etwas naeher erklaeren, bei dem Wort "Gas" bin ich immer so unglaeubig. :wink:

wolfherm am 06 Jun 2013 05:45:53

Völker,


Mist, muss ich doch weiter arbeiten.....

Acki am 06 Jun 2013 07:16:27

Bravada hat geschrieben:Das ist doch absolut nicht erklärlich. Narkosegas oder sonstiges Gas. Um ein Wohnmobil damit zu füllen braucht man ca. 2 Flaschen mit je 33 Kilo Inhalt. ...

Wenn ich von einem Thema keine Ahnung habe, würde ich mich eher zurückhalten!
Einfach hier noch einmal das Rechenbeispiel, wieviel an flüssigem Narkosegas es brauchen würde, um ein Womo genügend zu fluten, wenn es dann so wäre (nichts mit Gasflaschen und Tankwagen ...)

Zitat vom Januar 2013:
Noch einmal etwas zum Volumen: Zum schlafen braucht es in der Luft 0.2% Isofluran. Das sind in einem Liter Luft 2 ml Narkosegas. In einem Kubikmeter (=1000 Liter) Luft sind dies 2'000 ml Narkosegas. In einem 20 qm Wohnmobil also 40'000 ml = 40 Liter Narkosegas.

Wenn wir der Einfachheit halber davon ausgehen, dass nach Gleichung idealer Gase aus einem Liter Wasser 1'673 Liter Gas werden, braucht man für 40 Liter Gas 42 ml flüssiges Isofluran, um bei gleichmässiger Durchmischung im Innenraum eine Konzentration von 0.2 Volumenprozent zu erreichen.
Dies ist Physik und damit eine genaue Wissenschaft!

bernierapido am 06 Jun 2013 08:46:49

Wenn dort ein Arzt zugegen war und das Ehepaar über Symptome klagte, so will ich hoffen, dass eine Urin- und Blutprobe gnommen wurde. Dann könnte man das nachweisen.
Bei den sog. KO-Tropfen ist das genauso, die sind auch nur so lange nachweisbar, wie sie wirken.

Vor einer Woche wollte ich -ausnahmsweise um die Mautautobahn nicht zu verlassen- auf einem Rastplatzu übernachten.
drei mal habe ich den Platz gewechselt dann aber aufgegeben weil die Kühlagregate so etwas von laut waren, dass ich da nur schlecht hätte schlafen können.
Auf einem weiteren Rastplatz war der Lärm der Autobahn so stark zu hören, dass ich schließlich doch wieder von der Bahn runter auf einen Supermarktparkplatz fuhr.
Wer bei dem Lärm schlafen kann, wird auch durch einen Einbrecher ins WoMo nicht wach.

Apropo Übernachten auf Supermarktparkplätzen:
Am Sonntag sind wir an drei Parkplätzen vorbeigekommen, auf denen wir schon mal übernachtet hatten. Da war diesmal ein Flohmarkt. Wir sind auch schon mal um 4 Uhr von den ersten Ausstellern geweckt worden sonst hätten wir mitten im Gewühl gestanden. Dafür war ich dann der erste Käufer auf dem Markt. ;-)

Gast am 06 Jun 2013 09:01:52

Tipsel hat geschrieben:Bitte lasst die Spaßbeiträge sein, denn genau aus diesem Grund wurden bisher alle Gas-Threads geschlossen.

Wer keine neue Info beitragen kann hat die Möglichkeit, sich in einem der OT-Spaß-Threads beteiligen.

Also bitte sachlich bleiben.


Ich finde doch auch dass man gerne sachlich bleiben darf. Es gibt Meldungen wie der Zeitungsbericht am Threadanfang, bei dem die Polizei und ADAC von Gas ausgehen und bei dem drei Vorfälle aufgeführt sind, zusätzlich hat die Armee in Moskau demonstriert dass man auch ein ganzes Konzerthaus fluten kann. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch schwer zu beweisen ("Welches Gas?") weil sich das bis zur Feststellung schon fünfmal verflüchtigt haben dürfte und allerhöchstens noch in Proben der Opfer finden lassen dürfte.

Ich finde, solange das nur extrem wenige Fälle sind (was auch Null heißen kann) darf man sich nicht ins Hemd machen. Genauso unpassend finde ich es aber auch jeden Fori und jeden Zeitungsartikel, der darüber berichtet und sich darüber Gedanken macht mit der Humorkeule zu mobben.

Ich will es nämlich sehr wohl wissen wenn sich wo -und auf welche Art- Überfälle ereignen, welche Eigenfehler oder Womoschwächen das unterstützt haben. Wir stehen sehr viel frei in der Gegend... wollen uns nicht einpanzern aber trotzdem sinnvoll vorbereitet sein.

Gast am 06 Jun 2013 09:16:59

snoopy hat geschrieben:


hat die Armee in Moskau demonstriert dass man auch ein ganzes Konzerthaus fluten kann. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch schwer zu beweisen ("Welches Gas?")


Na ja, das ist ja wohl auch mächtig schief gegangen.
Würden es "die mit Gas Einbrecher" auch so machen, wären bei jedem zweiten Einbruch mit Gas Tote zu beklagen.

viking92 am 06 Jun 2013 09:26:53

Acki hat geschrieben:braucht man für 40 Liter Gas 42 ml flüssiges Isofluran, um bei gleichmässiger Durchmischung im Innenraum eine Konzentration von 0.2 Volumenprozent zu erreichen.

Problem ist nur, so'n Verdampfer gibt's bestimmt nicht für lau. Gott sei Dank :wink:

Bin mal gespannt, was auf Volkers Anfragen für Antworten kommen.

& bloss nicht verrückt machen lassen.

nethunter am 06 Jun 2013 09:27:02

... eben.... Wir alle wollen es tatsächlich wissen ob es das gibt und wie mit welchem Gas!
Deshalb lesen alle mit.

"Gas" Überfälle gibt es oder nicht ist für uns doch zweitrangig.
Dies spielt nur eine Rolle wenn man sich elektronisch gegen Überfälle schützen will.
Es ist eines sicher denke ich.... Das es ein Einbruch mit Diebstahl im Womo ist....

Da unseren Freunden dies schon zweimal auf einem CP in FR passierte denke ich daran wie man in heißen Nächten mit geöffneten Fenstern schläft.

Da wird mir klar das ich weiter so unbedacht schlafen möchte bei offenem Fenster....

peter

Gast am 06 Jun 2013 09:29:32

Was ich bißchen seltsam finde, alles wird immer getestet, hin und her, vor und zurück.

Warum ist denn noch keiner der so tollen Womo-Fachzeitschriften eingefallen, das zu testen.
EInfach mal nen Dummy mit Meßnase in die Koje legen und testen wieviel der abbekommt wenn man unterschiedliche Gase in diverse Öffnungen einleitet.
Warum gibt es keine Tests von den super Gaswarnern, weil es vielleicht nix zu veröffentlichen gibt ?

Das wär doch echt mal ein Versuch wert, um zu sehen, es ist was dran an den ominösen Gasüberfällen oder alles nur Humbug.

Ciao
Didier

Gast am 06 Jun 2013 09:30:21

Hier nochmal 2 Beiträge eines Arztes, den ich persönlich kenne und der selber öfter mit einem umgebauten LKW unterwegs ist. Diesen Beitrag stelle ich zum wiederholten Male hier ein:








1.Beitrag:

Zitat:
...bin zwar kein "Gasmann" (Anästhesist im "Fachjargon"), aber eines weiss ich sicher: mit NO (Lachgas) bekomme ich niemanden in Narkose, da die Konzentrationen für eine vernünftige Anästesie über 50 Vol% liegen müssen ... da bleibt keine Luft zum atmen ... darum nimmt man es nur als Beigas, nicht als Hauptanästesiegas ...


Andere Gase eignen sich schon einigermassen: Wichtig ist, dass der Siedepunkt niedrig genug ist (viele, v.a. der neueren Gase brauchen einen beheizten Verdampfer, da der Siedepunkt bei 100°C und höher liegt) und man eine vernünftige Konzentration hinbekommt ...


Das altmodische Halothan würde sich z.B. schon eignen ... vernünftige Narkose bei etwa 2 Vol% ... Siedepunkt bei etwa 50 °C ... riecht süsslich ... im Gegensatz zu Äther oder Chloroform toleriert man das auch beim Einschlafen ... nimmt man deswegen immer noch in der Kinderanästhesie.


Nur: für ein Wohnmobil (5x2x2m=20 cbm) braucht man dann 0,4 cbm ... und da sind noch keine Verluste wegen offenem Fenster etc. eingerechnet ... ich glaube das wird ganz schön teuer ...

Insgesamt will ich nicht so recht dran glauben ...


Wenn Du neben der A9 auf einem Rastplatz schläfst gibt es nur Tiefschlaf oder gar nicht ... erholsam ist es wahrscheinlich auch nicht ... wenn nebenan der 40 Tonner brummelt und dauernd Autos vorbeifahren ... da kommt es auf einen Einbrecher auch nimmer an.


Im Übrigen, wie stellt Ihr Euch das praktisch vor: Geht der Einbrecher dann unter Vollschutz in das Auto? Die übliche Aktivkohle Gasmaske holt das nämlich nicht zu 100% raus ... Am Schluss schlummert der Einbrecher selig neben den zu beraubenden )))

...


2. Beitrag

Zitat:
.....1. ausser NO (Lachgas) kommen alle Narkosegase nicht in Flaschen, sondern in flüssiger Form ... die müssen irgendwie verdampfen ...

2. An die medizinisch gebräuchlichen Gase kommt man sehr schlecht dran ... einzig Äther bekommt man über Umwege (Startpilot) ...

3. Wer schon mal Äthernarkose gemacht hat (musste das für meine Promotion mit Ratten machen) weiss, dass man denjenigen sehr gut festhalten muss ... die Chloroformnarkosen aus dem Film sind sehr gekürzt, das dauert länger ... wenn ich schlafe, und jemand hält mir Chloroform oder Äther unter die Nase ... bin ich sofort hellwach ... jeder andere auch ... das reizt sehr ...
Wenn man nicht aufpasst und zulange mit an dem Tuch schnüffelt kotzt man ... eigene Erfahrung )) keine Angst, nicht schön! Gasmaske hilft gar nichts ... man bräuchte Vollschutz, also eine Taucherausrüstung (natürlich ohne Flossen;-))))

4. Die inhalativen Narkotika sind in der Regel sehr "fettliebend" sonst würden sie nicht so schön ins Hirn gehen ... das führt dazu, dass sie lange nach der Narkose noch ausgeschieden werden und nachweisbar sind.

5. wenn man jemanden ungefährlich und sicher schlafen schicken will, würde ich als Gangster eher zu einem Benzodiazepin greifen ... das muss das Opfer aber schlucken ... Flunitrazepam (Markenname Rohypnol) bekommen Junkies erstaunlicherweise immer irgendwo her, obgleich es die Medizin nicht mehr benutzt, da es als sog. "Date-rape" (Vergewaltigung nach Drink) - Droge einen schlechten Ruf bekommen hat. klass. Nebenwirkung: Amnesie, also vergessen der Geschehnisse ...

6. Auch bei dem Augenzeugenbericht oben habe ich den Eindruck, dass man nach einer Erklärung sucht, warum man die Einbrecher nicht gehört hat .... Dass ein Joghurtbecher in den Schränken nach Giftgas riecht, halte ich auch für normal ))

7. Bernd muss ich zu 100% Recht geben: Wo bleiben die Toten? Es gibt immer mal wieder einen NO-Schnüffler, der auf der Strecke bleibt ... Auch ein guter Anästhesist hat mindestens einmal in der Woche einen kleinen Zwischenfall, der ohne Beatmungsgerät und/oder Medikamente böse ausgehen würde ... wacht nicht auf, schläft zu tief, hört nochmal zu atmen auf, obwohl schon wach etc...

8. Was passiert eigentlich in einem Äther-Sauerstoff gefülltem Auto, wenn man das Licht anmacht? Richtig, es kracht gewaltig!!! Darum nimmt man es in der Medizin bei uns nicht mehr her (wegen der Elektrokauter!) ...

Weiter zweifelnde ... ...
(Quelle: Allrad-Forum)

Gast am 06 Jun 2013 09:30:29

Also eigentlich ist dieses Thema so abgedroschen, daß ich mich garnicht äüßern möchte und persönlich fürchte ich mich auch nicht vor einem Gasüberfall.

Für alle die allerdings meinen, daß sowas technisch nicht möglich ist, hier mal ein realer Fall, wie es Verwandeten von mir vor ein paar Jahren ergangen ist:
Bei bzw. für einen Wohnungeinbruch wurde ein dünnes Loch in den Fensterrahmen des Schlafzimmers gebohrt, Narkosegas (oder was auch immer für ein Gas) eingeleitet und die Balkontür aufgebrochen. Es wurde Schmuck und teure Wertgegenstände entwendet. Es war ein gezielter Profi-Einbruch, und es war wohl bekannt was zu holen war. Das ist alles nachweislich und polizeilich bestätigt.

Kai

Gast am 06 Jun 2013 09:37:43

Acki,
nu sag doch mal was dazu, zu dem Beitrag von Peter (Yasar)
Wie siehst Du die Argumentation des Arztes, den Peter zitiert.
Du weißt ja, ich schätze auch Deine Beiträge hier im Forum immer sehr! :ja: :)

aldebaran am 06 Jun 2013 09:57:41

Gasüberfälle gehen hier im Forum noch besser als Batteriesachen, oder?

trecke am 06 Jun 2013 10:39:18

Mal eine Frage an jene, die noch andere Sprachen als deutsch sprechen:

Was kann man in andersprachigen Ländern darüber lesen. Ist das nur ein deutsches Phänomen?

Oder ist das ganze Gerede über Gasüberfälle so was wie die Bielefeldverschwörung? --> Link

Was mich wundert, wenn es so einfach wäre, mit Gas jemanden ausser Gefecht zu setzen, dann müsste doch wesentlich mehr darüber zu lesen sein.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass nur eine Hand voll Ganoven weis, wie das funktioniert. Ausserdem wäre es doch wesentlich lohnenswerter einen LKWfahrer ausser Gefecht zu setzen, und mit der ganzen Ladung zu verschwinden - und das würde dann sicherlich täglich mehrfach passieren - und das nicht nur in Deutschland. Es wurde auch darüber geschrieben, das ein Schlafzimmerfenster angebohrt wurde - auch darüber müsste es doch dutzende von Berichten geben.

Viele

aus Bielefeld, der freundlichen Stadt am Teutoburger Wald

Jürgen

Gast am 06 Jun 2013 10:40:50

kzac hat geschrieben:...Bei bzw. für einen Wohnungeinbruch wurde ein dünnes Loch in den Fensterrahmen des Schlafzimmers gebohrt, Narkosegas (oder was auch immer für ein Gas) eingeleitet...

Zu unkonkret. Welches Gas war das genau?
Bitte die chemische Bezeichnung nennen.
Das muss ja im Polizeiprotokoll drinstehen.
Fakten, Fakten, Fakten und an die Leser denken...
Solche Aussagen überzeugen mich nur immer weiter davon, dass dieses Thema aus irgendwelchen Gründen bewußt im Ungefähren gelassen wird, um bei Bedarf immer wieder Ängste schüren zu können durch interessierte Kreise.
Als ersten direkten Profiteur einer solchen Verunsicherung kann ich mir die Gaswarner-Industrie vorstellen, die so ihre Wundergeräte, welche angeblich vor Gasen aller Art warnen sollen, besser an den Kunden bringen kann.


CarbonUnit

brainless am 06 Jun 2013 11:03:07

Respekt,

daß der ADAC-Sprecher Klaus Reindl so rasch geantwortet hat auf meine Anfrage. :!:

Hier seine Antwort auf meine Email:


Sehr geehrter Herr brainless,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Und : Sie haben wohl in der Tat Recht, dass es sich entweder um einen Hoax handelt oder um eine moderne Legende, der auch ich aufgesessen bin. Aufgrund Ihres Hinweises habe ich noch einmal genauer recherchiert, um mich nicht nur auf (jetzt willkürlich herausgesuchte) Polizei-Meldungen (s. untenstehende links)

--> Link

--> Link…n-wohnwagen.xml

oder auf entsprechende Informationen von ADAC-Mitgliedern vor einigen Jahren zu verlassen. Es haben sich allerdings entsprechende Überfälle ereignet, bei denen die Betroffenen im Nachhinein nach dem Aufwachen über Übelkeit und Kopfschmerzen geklagt haben. So etwas gab es laut (damals aktueller) Polizeimeldungen unter anderem vor einigen Jahren im Bereich der A 5 und der A 8 in Baden-Württemberg und Bayern, in Schweden (s. link) und entlang der Autobahnen in Südfrankreich / Spanien. Allerdings ist der Einsatz von Betäubungsgas gleich welcher Art relativ unwahrscheinlich, da hierzu wohl eine Gasmenge von etwa 33 kg notwendig wäre, um ein Wohnmobil mit dem Gas zu fluten. Es scheint aber - wie sich jetzt herausgestellt hat - wohl so zu sein, dass die betroffenen Wohnmobilfahrer mit KO-Tropfen in einem Getränk ausser Gefecht gesetzt wurden. Dann würden sich auch die Übelkeit und die Kopfschmerzen erklären.

Gleichwohl machen Gaswarnanlgen trotzdem Sinn wegen möglicher Gefahren durch die Flüssiggas-Anlagen.
Tut mir leid, dass ich die Meldungen - auch der Polizei - über die "Gas-Überfälle" ursprünglich so übernommen habe. Jetzt weiß ich es besser !

Mit freundlichen n
Klaus Reindl
ADAC Hörfunk- und Fernsehstudio
Hansastr. 19
80686 München
Tel.: +49 (0) 89 7676 - 2625




Meine mail an ihn war folgende:




Betreff: Pressemitteilung von Klaus Reindl

NACHRICHT:

Zitat aus Berliner Zeitung vom 5.Juni 2013:
Überfall Buckautal - Mit Gas betäubt und ausgeraubt

"Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) kennt derartige Fälle. „An der A 7 in Frankreich und im Grenzgebiet von Frankreich nach Spanien treten solche Überfälle häufiger auf“, sagte Sprecher Klaus Reindl. Auch auf der A 5 bei Karlsruhe sowie der A 8 bei Stuttgart hätte es schon Fälle gegeben. „Wir empfehlen Gaswarnanlagen für Wohnmobile“, sagte Reindl. Zudem solle man nur auf gut beleuchteten und bewirtschafteten Rastplätzen halten. „Man schläft dort vielleicht nicht besser, aber sicherer.“"

Viele meiner Bekannten, die ebenso wie ich ein Wohnmobil fahren, sind der festen Meinung, daß der o.a. Bericht in den Bereich der "Urban Legends" gehört.
Von uns befragte Allgemeinmediziner, aber auch Anästhesisten, qualifizierten ähnliche Berichte als Phantastereien - aus verschiedenen, wissenschaftlich nachvollziehbaren Gründen.
Deshalb meine / unsere Frage an Herrn Klaus Reindl:
"WAS hat sie zu der obigen Aussage veranlaßt? Welche Beweise existieren zu den angeführten Fällen?"
Ich freue mich auf Ihre Antwort und werde diese, falls Sie nicht widersprechen, in Deutschlands größtem Wohnmobilforum veröffentlichen.
Mit besten n aus Backnang,

brainless



Fazit:
Den ADAC werden die "Narkosegas-Befürworter" künftig nicht mehr als Kronzeugen nennen können.
Danke dafür an Klaus Reindl. :top:

Jetzt warte ich noch auf die Potsdamer Polizei,


Volker :wink:

schnatterente am 06 Jun 2013 11:03:41

kzac hat geschrieben:wurde ein dünnes Loch in den Fensterrahmen des Schlafzimmers gebohrt,


Wie groß war denn das Loch?

brainless am 06 Jun 2013 11:51:36

Respekt auch der Pressestelle West der Polizei Potsdam. :!:


Diese Antwort erhielt ich gerade per Mail:



Sehr geehrter Herr brainless,



bezüglich Ihrer Anfrage kann ich mitteilen, dass wir als Pressestelle grundsätzlich keine Auskunft an Privatpersonen übermitteln.

Ob Sie Äußerungen auf Ihrer Forumsseite publizieren, obliegt ganz allein Ihnen.



Ich möchte aber eine Ausnahme machen.



Fakt ist, dass in der Nacht vom Freitag zum Samstag zwei Wohnmobile durch unbekannte Täter aufgebrochen wurden, die zu dieser Zeit auf einem Parkplatz der BAB 2 in Fahrtrichtung Magdeburg standen.

Betroffen waren zum einen das im Bericht erwähnte Ehepaar sowie ein 37 Jahre alter Mann, der im zweiten Wohnmobil schlief.

Während dem Mann nichts gestohlen wurde, hatten die Täter die Spielkonsole sowie die Handtasche der Frau entwendet, in der sich die Handys, die EC- Karten und Bargeld befanden.

Soweit korrekt.



Die Eheleute berichteten, dass es ihnen nicht gut ginge. Man klagte über Übelkeit. Nach Angaben des Paares haben sie länger als gewöhnlich geschlafen. Dabei handelt es sich nach ihren Angaben um einen Zeitraum von zwei Stunden.

Ein Notarzt wurde hinzugezogen und hat die Beiden untersucht. Rückstände eines K.O.-Gases oder ähnliches sind nicht festgestellt worden bzw. konnten nicht nachgewiesen werden.

Das hatte ich der Zeitung aus so mitgeteilt. Ob also bei der Tatbegehung ein Reizstoff eingesetzt worden ist oder diese gesundheitlichen Einschränkungen auf Grund möglicher Fahrzeugabgase hervorgerufen wurde, ist also reine Spekulation. Ich verweise hier auch gern auf meine Stellungnahme beim Magazin Zibb des rbb vom 03. Juni 2013.

Dem 37-Jährigen klagte über keine gesundheitlichen Probleme.



Ferner sprach ich über einen ähnlich gelagerten Sachverhalt aus dem Jahr 2012.

Eine Lkw- Fahrer hatte seine Nachtruhe gehalten, die plötzlich unterbrochen wurde. Unbekannte hatten die Fahrertür aufgebrochen, den Mann dann mit einem Reizstoff besprüht und ihm die Brieftasche entwendet.

Der Reizstoff konnte nicht näher bestimmt werden.



Als Sicherungen empfehlen wir als Polizei unter anderem das Anbringen von Spanngurten an den Türen, so dass diese von außen nicht zu öffnen sind.

Weitere Präventionsangebote zu diesem Thema finden Sie bei Ihrer nächsten Polizeidienststelle.



Ich betrachte Ihr Anliegen als beantwortet.



Mit freundlichen n



Jana Birnbaum


Pressestelle Polizeidirektion West






Der Vollständigkeit halber hier meine ursprüngliche Anfrage per Mail:


Betreff: Stellungnahme von Polizeisprecherin Jana Birnbaum
Zitat aus Berliner Zeitung vom 5.Juni 2013:
Überfall Buckautal - Mit Gas betäubt und ausgeraubt

„Für das Ehepaar, dass nach eigenen Angaben nicht mehr als fünf Stunden Schlaf benötigt, war das eine ungewöhnlich lange Nachtruhe“, sagte Polizeisprecherin Jana Birnbaum am Montag. Der 63-jährige Mann und seine 60-jährige Ehefrau erwachten mit Kopfschmerzen, klagten über brennende Augen und Übelkeit.
„Der Wohnwagen war aufgebrochen worden. Es fehlten Geld, die EC-Karten, zwei Smartphones, Ausweispapiere und eine Nintendo-Spielekonsole“, sagte die Polizeisprecherin. Bei dem Nachbarn war auch eingebrochen worden, doch dort fehlte nichts. Den Schaden beziffert die Polizei auf 2000 Euro.
Ein Notarzt konnte die Geschädigten vor Ort behandeln. Die Symptome deuteten darauf hin, dass sie mit Narkosegas betäubt worden waren, das die Täter in die Wagen geleitet hatten. Es ist offenbar der erste Fall eines Gasüberfalls in Brandenburg auf Wohnmobil-Urlauber. „2012 ist ein Lkw-Fahrer mit Gas betäubt worden, dann wurde die Ladung gestohlen“, sagte Birnbaum.
Zitat Ende


Guten Tag meine Damen und Herren,

der o.a. Bericht hat in unserem Forum --> Link zu kontroversen Diskussionen geführt.
Wir sind allerdings froh, in diesem Fall namentliche Ansprechpartner zu haben, die uns bestimmt hilfreich sein können.

Gerüchte von -so genannten- Gasüberfällen ziehen sich ja schon seit vielen Jahren durch die Medien - bisher immer auf Vermutungen gestützt und nicht ein einziges Mal wissenschaftlich nachgewiesen.
Der Tenor Ihrer Sprecherin scheint ja nun Fakten zu nennen, keine Annahmen.
Können Sie uns bitte mitteilen,
- ob der behandelnde Notarzt durch seine Anamnese / Diagnose ein Narkosegas nachgewiesen hat
- welches Narkosegas genutzt wurde
- ob mögliche andere Ursachen (Übermüdung, Alkoholgenuss, organische Erkrankungen, etc.) definitiv auszuschließen sind
- welche Narkosegas-Beweise für den Fall aus 2012 / Lkw-Fahrer mit Ladungsraub vorliegen?

Wir haben ein (wortwörtlich) vitales Interesse daran, zu erfahren, welchen konkreten Gefahren wir uns bei Übernachtungen im Wohnmobil aussetzen und wie wir diesen wirkungsvoll begegnen können.

Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Wenn Sie nicht widersprechen, werde ich Ihre Antwort in unserem Wohnmobilforum publizieren, um auch die übrigen Forumsmitglieder in den Genuss Ihrer Erkenntnisse kommen zu lassen.

Mit besten n aus Backnang,




Fazit:
Bei der ärztlichen Untersuchung konnten bei dem älteren Paar keine Narkosesubstanzen nachgewiesen werden - das hatte Jana Birnbaum auch der Presse so mitgeteilt!
Es könnte - so ihre ausdrücklich "spekulative" Vermutung - auch z.B. durch Abgase Kopfschmerz und Übelkeit begründet sein.
Bei dem dritten Überfallopfer (Fahrer des zweiten überfallenen Womos), dem nichts geraubt wurde, wurden keinerlei Symptome festgestellt. Ihm ging es augenscheinlich gesundheitlich gut.

Damit ist auch die zweite "Beweisebene für Narkosegasüberfall" geplatzt. 8)

Was von dem Bericht des Schreiberlings der Zeitung zu halten ist, will ich nicht hier äußern............


Mein Tip:
Sichert die Türen, meidet unsichere Plätze und glaubt nur das, was nachvollziehbar ist.

Gute und sichere Fahrt,


Volker :wink:

Gast am 06 Jun 2013 12:00:20

brainless hat geschrieben:Respekt,

daß der ADAC-Sprecher Klaus Reindl so rasch geantwortet hat auf meine Anfrage. :!:

Hier seine Antwort auf meine Email:

[i]
Sehr geehrter Herr brainless,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Und : Sie haben wohl in der Tat Recht, dass es sich entweder um einen Hoax handelt oder um eine moderne Legende, der auch ich aufgesessen bin. Aufgrund Ihres Hinweises habe ich noch einmal genauer recherchiert, um mich nicht nur auf (jetzt willkürlich herausgesuchte) Polizei-Meldungen (s. untenstehende links)


Hallo Volker,

Danke für Deine Mühe,
da wird ja nun einiges deutlich klarer.
Das den Leuten, LKW Fahrer usw. auf der Raststätte KO Tropfen in ein Getränk
oder ins Essen gemischt werden kann, steht außer Frage.
Das würde dann doch einiges logischer erscheinen lassen.

Gast am 06 Jun 2013 12:01:45

brainless hat geschrieben:...Was von dem Bericht des Schreiberlings der Zeitung zu halten ist, will ich nicht hier äußern............


Und ich denke, das ist auch gut so :wink:

Vielleicht wäre aber noch zu recherchieren, ob "der Schreiberling" Aktien o.ä. von einer Firma hat die mit Gas-Warn-Geräten geschäftlich zu tun hat :lach: oder welche "Fähigkeiten" man bei seiner Zeitung braucht, um Karriere zu machen... :roll:

Vielen Dank für Deine Mühe!

schnatterente am 06 Jun 2013 12:12:07

8119 Volker,

vielen Dank für deine Mühe, das erklärt so einige Ausrutscher in Form von kräftigen Ausschmückungen der Klatschpresse. Für mich nur eine Bestätigung.

schnatterente am 06 Jun 2013 12:13:36

Die Antwort der Pressestelle werde ich mir in die Zwischenablage kopieren und jedes Jahr wieder rausholen :-)

franz_99 am 06 Jun 2013 12:29:41

löst sich scheinbar alles in nichts auf.

viking92 am 06 Jun 2013 12:38:05

schnatterente hat geschrieben:8119 Volker,

vielen Dank für deine Mühe, das erklärt so einige Ausrutscher in Form von kräftigen Ausschmückungen der Klatschpresse. Für mich nur eine Bestätigung.

Schliesse mich dem mal mit an :wink:

Diese beiden Statements sollte man ganz weit oben festpinnen. :top:


Gogolo am 06 Jun 2013 12:42:53

Volker, auch von mir recht herzlichen Dank für deine Bemühungen. Sie haben meine Vermutung nur bestätigt.


Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 06 Jun 2013 12:47:04

Vielen Dank an Volker Brainless :mrgreen: für die Mühe.
Kann man nicht diese Antworten irgendwo anpinnen, damit das nicht verloren geht?
Ich mach das sonst in meinem Blog.
Die Diskussion taucht wieder auf, so sicher wie das Amen in der Kirche. Dann haben wir wenigstens Beweise dafür, dass Meldungen in der Presse die Wahrheit wiedergeben können, das aber nicht immer tun und deshalb mit Vorsicht zu geniessen sind.
Der Zeitungsschreiberling hat gehört, was er hören wollte und das hingeschrieben. Ist ja aus seiner Sicht verständlich. Der muss sein Blatt voll kriegen und braucht Leser. Die kriegt er einfacher mit einer mysteriösen "Gasüberfallgeschichte", als mit der drögen Nachricht, dass wieder nur ein Wohnmobil aufgebrochen wurde.
So wird aus einer Vermutung, nachdem sie einem Zeitungsschreiberling zu Ohren gekommen ist, ganz schnell Gewissheit. Und dann glauben es alle: "Steht doch in der Zeitung". Sehr schönes Gegenbeispiel.


CarbonUnit

Acki am 06 Jun 2013 15:59:50

Freetec 598 hat geschrieben:Acki,
nu sag doch mal was dazu, zu dem Beitrag von Peter (Yasar)
Wie siehst Du die Argumentation des Arztes, den Peter zitiert.
Du weißt ja, ich schätze auch Deine Beiträge hier im Forum immer sehr! :ja: :)


Ich hatte am 9.Januar um 14:36:59 dies hier geschrieben: --> Link
Und dann ja in der Folge noch einige Erweiterungen in dem zitierten Thread.

Insbesondere, wenn immer erwähnt wird, das Zeug sei nur schwer zu beschaffen, kann ich nur grinsen: Ich könnte täglich eine Flasche mitnehmen und daneben wohl Dutzende andere Leute, die sich im OP aufhalten und deren kriminelles Potential ggf. höher ist, als meines, ebenfalls ... :wink:
Und dabei handelt es um ein mitteleuropäisches mittelgrosses Spital - nicht um einen Kleinbetrieb in der albanischen Pampa ... :oops:

Peter scheint zwei Ärzte zu zitieren, die nicht so recht dran glauben, aber auch nicht die Möglichkeit bestreiten.
Damit scheinen wir ähnlich weit zu sein, wie damals, als der Anästhesist sagte:
“ES IST RELATIV EINFACH MACHBAR UND DAHER IST ES AUCH DENKBAR, DASS ES GEMACHT WIRD!“

palstek am 06 Jun 2013 16:05:32

Das ist ja der Hammer, dass die Zeitungsleute unverfroren darauf los fabuliert haben. Ich hatte die Meldung zuerst in einer anderen Zeitung gelesen. Anscheinend fabulieren die Lokalreporter nicht nur, sie schreiben auch voneinander ab.


Frank

kitally am 06 Jun 2013 16:22:05

palstek hat geschrieben:Das ist ja der Hammer, dass die Zeitungsleute unverfroren darauf los fabuliert haben. Ich hatte die Meldung zuerst in einer anderen Zeitung gelesen. Anscheinend fabulieren die Lokalreporter nicht nur, sie schreiben auch voneinander ab.


Frank



ui auch schon wach geworden.
Ich hatte mal das Vergnügen, neben einem Reporter zu sitzen, als es um was wirtschaftliches ging.
Dann kam die Meldung "Dirk Bach ist tot"

was glaubst du hat der Reporter gemacht?

Erst einmal bei Wikipedia abgeschrieben und dann geguckt was andere taten Das ganze dann an die Redaktion
geschickt, die es auch genau so gesendet hat
Dann hat er sich wieder dem eigentlichen Thema zugewandt, von dem er in der Zeit natürlich nix mitbekommen
hat. Wo hat er also dann die Infos her?

Welche Zeitung, sag ich mal nicht hier.
Aber es hat mich schockiert und mir sogar den Glauben an seriöse Zeitungen genommen.

Gast am 06 Jun 2013 16:24:07

Acki,

Danke für Deine Antwort.
Fazit für mich:
Nichts ist unmöglich, allerdings bleibt die Applikation ungeklärt,
und nix genaues weiß man nicht.
Die eine sagen so, die anderen sagen so, wie bei diesem Witz:

2 Schweizer fahren mit dem Traktor aufs Feld.
Sagt der eine, du Uri, ich habe gehört, deine Frau ist so toll im Bett ??
Sagt der….du ich weiß auch nicht, die einen sagen so, die anderen so :lol:

Lancelot am 06 Jun 2013 17:02:26

Acki hat geschrieben:Damit scheinen wir ähnlich weit zu sein, wie damals, als der Anästhesist sagte:
“ES IST RELATIV EINFACH MACHBAR UND DAHER IST ES AUCH DENKBAR, DASS ES GEMACHT WIRD!“


Dann wäre da noch das Statement der königlichen Kollegen aus England .. :) :)

.. die das bestreiten :!:

Edit : hab das wieder gefunden

Na ja - wie wäre es mit diesem Statement des "Royal College of Anaesthetists":

"Despite the increasing numbers of reports of people being gassed in motor-homes or commercial trucks in France, and the warning put out by the Foreign Office for travellers to be aware of this danger, this College remains of the view that this is a myth." (--> Link)

wolfherm am 06 Jun 2013 19:10:01

Frank,

ich sag doch, nicht immer alles glauben, was in der Zeitung steht.



Volker: Prima. Danke.

Allradmobilist am 06 Jun 2013 20:26:22

Dank an Brainless für seine Mühe! Die Antworten waren doch schon mal erhellend. :)
Im konkreten Fall bei Potsdam könnte es ja theoretisch auch so gewesen sein, dass die Besatzung des einen Womo die des anderen ausgeraubt hat und dann zu Tarnzwecken über gleiche Symptome klagt (im Falle des k.o.-Tropfen-Verfahrens z.B.).

Gast am 06 Jun 2013 20:43:31

Hallo zusammen,

hier der Link zum Statement der Königlich-Britischen Anästhesisten: --> Link
Vielleicht haben wir dem Mythos ja heute einen Schlag versetzt. Aber bestimmt schärft schon jemand seine Tastatur, um die Erlebnisse vom Schwager des Kollegen hier zu verbreiten.
Nochmal, weil das gerne missverstanden wird: Niemand bezweifelt, das Wohnmobile ausgeraubt werden. Aber der Einsatz von Betäubungsgas dabei konnte bisher noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.
Und ich wage mal zu behaupten, dass das auch in absehbarer Zeit nicht gelingen wird.


CarbonUnit

felix52 am 06 Jun 2013 20:56:19

Ich danke brainless dafür, dass er mit Recherche, die unseren Berufsreportern aus der Zeitungsbranche abgeht, hier für Aufklärung gesorgt hat. :ja:

OttoWalke am 06 Jun 2013 21:18:14

Hier noch der direkte Link zur RBB Sendung --> Link

musste etwas kichern, der Typ da wusste nicht mal das die Rückseite des Kühlis keine Verbindung zum Innenraum hat, aber was solls den Unterschied zwischen Womo und Wowa bekommen diese nicht Mobillisten auch meist nicht auf die Reihe :roll:

captnsharky am 06 Jun 2013 23:13:43

Hey Brainless,

WAS SOLL DEN DAS? Mit Deiner verdammten Aktion machst Du ein absolutes Chips & Bier Thema kaputt. Warum? :lol:

Spass bei Seite, ich ziehe meinen Hut für Deine investigative Recherche! Supi, damit sollte das Thema Gasüberfall mal endlich beendet sein. Nur was verteibt uns ab jetzt die lauen Sommerabende???


Viel

Volkmar

Tipsel am 06 Jun 2013 23:17:05

Wie schon erwähnt, gibts hier kein Bier und keine Chips, und die Zeitungsmeldung wurde auch geklärt. Sommerloch 2013 geschlossen.

Bis zum nächsten Sommerloch :hallo:

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