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Mit dem Wohnmobil ins Berchtesgadener Land 1, 2, 3


frankjasper8 am 11 Sep 2013 16:52:02

Einführung:
In den letzten Tagen des Monats August im Jahr 2013 ging ich mal wieder auf Entdeckertour in den Süden unseres deutschen Vaterlandes. Nach einem bisher schönen Sommer hoffte ich ja insgeheim, das es auch die nächsten Tage noch schön bleiben würde. Es sollte eine Fahrt "ins Blaue" werden, d. h. ich hatte im Vorfeld keine Planung gemacht, wohin die Tour gehen sollte. Einzig als grobe Richtung wurde der Süden gewählt, wohlgemerkt: der Süden Deutschlands.
Nachdem das Wohnmobil gepackt und vollgetankt war, machte ich mich auf den Weg.

Tag 1: Samstag, der 24. August 2013
Das Wohnmobil stand also reisefertig und mit den niegelnagelneuen Forumsaufklebern vorn und hinten bestückt vor dem Haus.


Es ging los und um 08.30 Uhr setzte ich mich hinter das Steuer des Bürstner Wohnmobils und drehte den Zündschlüssel um. Willig begann der Ducato-Motor seine 122 Pferdestärken auf die Strasse umzusetzen. Über Landstrassen fuhr ich vom Heimatort zur Autobahn A 7 bei Northeim und auf der Autobahn bis hinter Göttingen zum Dreieck "Drammetal". Ein kleines Stück ging es dann auf der A 38 in Richtung Friedland weiter und hier verließ ich zunächst die Autobahn und gelangte auf der Bundesstrasse B 27 über Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Bebra nach Fulda. Ich fahre diese Strecke eigentlich immer, wenn ich in den Süden will, denn so umgeht man die Quälerei durch die "Kasseler Berge" und die Landschaft im Werratal mit einigen Burgen und recht schönen Ortschaften ist recht abwechselungsreich. Man möchte ja schließlich etwas sehen und der Urlaub fängt auch unterwegs schon an.
Nach rund drei Stunden Fahrtzeit erreichte ich bei Fulda wieder die Autobahn A 7 und fuhr jetzt darauf weiter an Bad Brückenau und Hammelburg vorbei in Richtung "Biebelrieder Kreuz". An der umgebauten Raststätte "Riedener Wald" gönnte ich mir ein Mittagessen in der "Nordsee"-Filiale, bevor ich dann auf die A 3 in Richtung Nürnberg fuhr. Es war recht wenig Verkehr auf der Strecke und ich kam ganz gut voran. Schon bald war Nürnberg erreicht und ich wechselte auf die A 9 in südliche Richtung. Aber schon an der Ausfahrt "Allersberg" fuhr ich von der Autobahn ab, denn ich wollte am Rothsee die erste Nacht dieser Reise verbringen.
Am Seezentrum bei Heuberg fuhr ich auf den Womo-Stellplatz und stellte das Mobil ab. Schnell noch das Stromkabel angeschlossen und dann das Fahrrad vom Heckträger herunter genommen, dann machte ich eine Radtour am Main-Donau-Kanal entlang...

^hier ist die Schleuse Eckertsmühlen zu sehen, welche einen Höhenunterschied von etwa 20 Metern überwindet

... und später noch rund um den erst in den 1980er Jahren künstlich angelegten Rothsee.



Der See dient im wesentlichen dazu, den Wasserstand im Main-Donau- Kanal zu regulieren. Aber es gibt auch einige Badebereiche und auch Segelboote sind auf dem See unterwegs. Man kann am Seezentrum auch Fahrräder oder Tretboote mieten.

Mehr Bilder vom Kanal und auch noch vom Rothsee zeige ich euch am Ende meines Reiseberichtes, dann komme ich hier noch einmal vorbei.

Bei schönem Sonnenwetter ging damit dieser erste Tag zuende

Gefahrene Kilometer: 413 KM

frankjasper8 am 11 Sep 2013 20:49:37

2.Tag: Sonntag, der 25. August 2013

Bereits in der Nacht hatte es angefangen zu regnen. Das Prasseln der Regentropfen auf das Dach des Wohnmobiles hatte mich irgendwann mal in der Nacht geweckt.
Und jetzt am Morgen regnete es noch immer und laut Wetterbericht sollte es auch den ganzen Tag nicht aufhören. Obwohl ich eigentlich hier am Rothsee noch bleiben wollte, entschied ich mich zum Aufbruch. Ich überlegte, wohin ich mal fahren könnte, was man sich mal anschauen könnte und irgendwie kam mir der Gedanke, in nördliche Richtung zu fahren, weil dort weniger Regen sein sollte. Vom Navigationsgerät geleitet fuhr ich über die B 2 an Nürnberg und Fürth vorbei zur A 73 Richtung Erlangen und Forchheim. Bei Forchheim gibt es das Wiesenttal und das schaute ich mir als nächstes an. Leider auch hier nur regnerisches Wetter und ich fuhr durch Ebermannstadt bis Pottenstein. Das einzige Foto dieses Tages entstand unterhalb der Burganlage in der Ortschaft Pottenstein.


Bei gutem Wetter ist das hier bestimmt ganz schön, urige Felsformationen sind entlang der Strecke zu sehen und der Fluss Wiesent schlängelt sich durch die Wiesen am Strassenrand.
Aber bei Regen war hier nüscht los und ich fuhr weiter durch den Regen. Langsam wurde es jetzt aber Zeit, sich um einen Platz für die Nacht zu kümmern, schließlich will ich ja nicht die ganze Nacht durchfahren. Ein Blick in den pm-Stellplatz-führer brachte mich dann auf die Fährte nach Bamberg. Dort war ich noch nie, aber es gab hier im Forum vor einiger Zeit mal ein Bild im Reiseraten. Es soll dort ein besonders schönes Rathaus geben. Na, das musste ich mir doch ansehen, wenn ich schon so nah dran war. Also ging es auf nach Bamberg. Dank meines Navi`s fand ich auch gleich zum Stellplatz am Heinrichsdamm direkt am Main-Donau-Kanal und einem Flussarm der Regnitz und auch in der Nähe der Innenstadt. Weil es aber immer noch regnete, verlies ich das Wohnmobil an diesem Tage nur noch, um die Parkgebühr von 12,- € am Automaten zu bezahlen und um das Womo an den Stromkasten anzuschliessen.
Leicht gefrustet stieg ich an diesem Sonntagabend früh in das geräumige Heckbett meines rollenden Hotels. Warum hieß dieser Wochentag eigentlich "Sonntag"?

Tagesetappe: 178 Kilometer Gesammtstrecke: 591 Kilometer

frankjasper8 am 12 Sep 2013 21:20:25

3. Tag: Montag, der 26. August 2013

Nachdem der Sonntag ja nun total ins Wasser gefallen war, sah es am nächsten Morgen schon deutlich besser aus. Der Regen war weg. Zwar war die Sonne noch nicht erkenn- bar, aber es war wenigstens schon mal trocken... von oben und von unten.

Zunächst schaute ich mich einmal auf dem Stellplatz hier am Heinrichsdamm in Bamberg um. Der Womo-Bereich nimmt etwa 24 Fahrzeuge auf, die jeweiligen Plätze sind durch Holzpfähle markiert. Die Platzgebühr von 12,- €/Tag ist am Automaten mit Münzgeld oder EC-Karte zu zahlen. Vier Stromsäulen mit je sechs Steckdosen sind auf dem Platz verteilt, Kosten dafür 1,- €/Kwh. Eine V+E-Anlage ist am Stellplatz vorhanden. Angrenzend befindet sich ein PKW-Parkplatz und ein Parkhaus. Eine Buslinie hält direkt am PKW-Parkplatz. Am Parkhaus bietet ein Bäcker in einem Verkaufscontainer Brötchen, Kuchen und Snacks an.

^Hier sieht man die vordere Reihe des Stellplatzes, der nur durch einen Fuß- und Radweg vom Main-Donau-Kanal getrennt ist. v



^Die 2. Reihe ist durch eine Lärmschutzwand von der Strasse getrennt. Im Vordergrund ist die V+E-Anlage zu sehen.

Vom Platz aus gelangt man in etwa 15 Minuten zu Fuß in die sehenswerte Innenstadt. Zum Radfahren laden gutbefestigte Radwege beiderseits des Main-Donau-Kanals oder am Ufer der Regnitz ein.

So, dann nehme ich Euch jetzt mal mit auf einen Rundgang durch die Innenstadt und zeige Euch mal die Sehenswürdigkeiten. Erst ging ich mal am Kanal entlang und schon von hier konnte ich einen Blick hoch zum Kloster Michaelsberg werfen.








Die gepflegten Grünanlagen umgeben das Kloster ebenso wie ein Weinberg und ein Obstgarten.



Und von dem Platz vor dem Kloster hat man einen schönen Ausblick über die Stadt Bamberg und das Hinterland.





Hier oben auf dem Berg gibt es ihn noch, den "Tante Emma-Laden".



Anschließend ging es weiter zum Dom und dem großen Domplatz.

Davon kann ich Euch aber leider nicht mehr heute berichten, also freut Euch auf die Fortsetzung.

frankjasper8 am 13 Sep 2013 21:04:10

Und weiter geht es mit dem Stadtrundgang durch Bamberg. Gesehen habe ich den mächtigen Dom schon vom Klostergarten aus...


... jetzt stehe ich direkt davor und betrachte die Fassade.


Nebenan befindet sich der Domplatz


und auch im Innern sieht es sehr gewaltig aus






So, damit soll es genug sein mit den Fotos vom und aus dem Dom. Ich ging dann weiter ins Ortszentrum, wo gerade ein Strassenfest stattfand, daher ist es alles ein wenig geschmückt. Hauptbestandteil der Bamberger Innenstadt ist die Regnitz, z.B. wurde das Rathaus auf dem Fluß erbaut,


besonders schön sind die gemalten Verzierungen an den Aussenwänden




Flußabwärts vom Rathaus schliesst sich dann der alte Stadthafen mit dem Kranen und ein Fischerviertel an, das auch "Klein Venedig" genannt wird...








Bild

...und noch vor dem Rathaus, also von der Fließrichtung der Regnitz gesehen, befindet sich ein Mühlviertel...




Mit diesen Bildern geht meine Ortsführung durch Bamberg zuende. Natürlich gibt es noch sehr viel mehr zu sehen, aber alles habe ich auch nicht auf der Digi-Cam festgehalten.
Nur etwa 20 Minuten braucht man vom Rathaus zurück zum Wohnmobilplatz, wenn man auf direktem Weg geht. Aber ein Umweg zum Main-Donau-Kanal lohnt allemal.
Nach der Rückkehr zum Stellplatz machte ich noch eine Radtour am Main-Donau-Kanal entlang, leider allerdings ohne Kamera. dann ging der Tag in Bamberg zuende.

Und wie mein Reiseprogramm weiter ging, könnt Ihr in Kürze hier nachlesen.

Fortsetzung folgt! :ja:

frankjasper8 am 14 Sep 2013 12:32:33

Fortsetzung:

Tag 4: Dienstag, der 27. August 2013

Nach dem Frühstück startete ich vom Stellplatz am Heinrichsdamm in Bamberg zur nächsten Teilstrecke. Der Wetterbericht hatte für die nächsten Tage im Süden Bayerns noch einmal "Super-Sommer-Sonnenwetter" versprochen, nur am heutigen Dienstag sollte es stellenweise noch Regen geben.
Also nahm ich Kurs auf den Süden des Freistaates. Um 9.30 Uhr war Abfahrt in Bamberg und ich fuhr zunächst in einem Nachbarort zu einem Discounter-Markt und füllte meine Bordvorräte auf. Über Forchheim und Erlangen gelangte ich auf der A 73 nach Nürnberg zum Dreieck "Nürnberg-Feucht". Dann ging es auf der A 9 weiter und in der Nähe von Hilpoltstein machte ich auf einem Autobahnparkplatz Mittagspause, es gab aus der Bordküche Leberkäs-Semmeln.
Ich wälzte den Stellplatzführer auf der Suche nach einem Platz hier in der Nähe. Ich befand mich hier im Altmühltal und wollte die Fahrt noch einmal unterbrechen, weil ja im Süden Bayerns das Wetter noch immer nicht so toll sein sollte. Dort war noch Regen vorhergesagt. Die SP´s in Berching und Beilngries kannte ich bereits, da wollte ich nicht übernachten. Also schaute ich mal nach Stellplätzen westlich der A 9. Zu weit sollte es aber auch nicht von der Autobahn entfernt sein.
Ich fand dann den TOP-Platz in Treuchtlingen als passenden Auffenthaltsort, nachdem in Eichstätt in diesen letzten August-Tagen der Platz wegen eines Jahrmarktes gesperrt war. "Also, Auf nach Treuchtlingen!" dachte ich mir, programmierte das Navi und folgte den Anweisungen der netten Dame. Ich kam so zeitig am Nachmittag in dem Ort an der Altmühl an, dass ich noch einen Bummel durch den Ort machen konnte. Dabei konnte ich mich auch gleich an der nahen Shell-Tankstelle für die Übernachtung auf dem SP anmelden. Die Übernachtung kostet 9,50 € incl. Dusche, WC und V+E, Strom für ca. 8 Std kostet 1,- € am Automaten. Es sind etwa 58 Plätze vorhanden, davon etwa 10 Plätze auf der anderen Strassenseite am Kurpark.

Umgeben von viel Grün liegt der Stellplatz am Ortsrand und doch ziemlich nah am Zentrum. Jeder einzelne Stellplatz hat seine Grünfläche und auch für die Stromanschlüsse ist ausreichend gesorgt.




Das am Einfahrtsbereich liegende Sanitärgebäude machte immer einen sauberen Eindruck. SP-Nutzer bekommen bei der Anmeldung in der Shell-Tankstelle einen Schlüssel für das Gebäude, so haben nur zahlende Gäste zutritt. Naja, zumindest ist das wohl so gedacht.




Der Ortsbummel begann gleich am Stellplatz, dort ist ein Kurpark




Dann ging es aber in menschlich bewohntes Gebiet... Zum Mitwandern hier der Ortsplan --> Link











Nicht im Bild festgehalten habe ich die Altmühl-Therme, die nur wenige Minuten vom Womo-Platz entfernt ist. Ganz schön fand ich noch eine alte Dampflokomotive.






damit verbunden kann ich auch noch auf das Miniaturland Treuchtlingen hinweisen --> Link
eine Modelbahn-Anlage. Ich kann dazu aber nichts sagen, weil ich dort nicht gewesen bin.
Ich hab mich an diesem Nachmittag noch sportlich betätigt und bin mit dem Rad durch die Gegend geradelt.

So, jetzt habt Ihr erst mal wieder Lesestoff. Ich muß den nächsten Abschnitt meines Berichtes vorbereiten und melde mich bald hier zurück. Bis dahin!

frankjasper8 am 14 Sep 2013 14:23:13

Tag 5: Mittwoch, 28. August 2013

Bisher war ich bereits 746 Kilometer bei dieser Tour gefahren, heute sollten weitere dazu kommen.
Nach dem Frühstück ging es gegen 9.30 Uhr wieder weiter. Zunächst fuhr ich durch das romantische Altmühltal in Richtung Eichstätt und dann auf der B 13 nach Ingolstadt zur Autobahn A 9. Auf der Autobahn gelangte ich durch die Holledau, das Hopfen-Anbaugebiet, bis nach Allershausen. Hier lotste mich die "Navi-Tante" von der Autobahn hinunter.
"Häää?", dachte ich, "watt will die denn jetzt?"
Aber man soll ja bei Frauen keine Widerworte haben, also machte ich, was mir die Dame befahl. Später an diesem Tag wusste ich, was passiert war. Ich hatte beim Navi-Gerät die TMC-Stauumfahrung eingeschaltet. - Ich wusste nicht mal, daß das Teil sowas hat! - Auf der BAB waren Staus und deshalb sollte ich das Gebiet um München umfahren.
Das Navi führte mich über Freising, Erding und Wasserburg nach Prien am Chiemsee. Prien hatte ich morgens bei der Abfahrt in Treuchtlingen als Tagesziel eingegeben. Gegen 14.30 Uhr parkte ich das Wohnmobil auf dem Parkplatz am Schiffshafen in Prien-Stock. Zum Beinevertreten machte ich einen Rundgang am See und am Bahnhof der Chiemsee-Bahn.


Sehenswert ist die historische Chiemsee-Bahn --> Link , die seit dem Jahr 1887 als dampfbetriebene Strassenbahn den Bahnhof Prien mit dem Hafen in Prien-Stock verbindet.







Später fuhr ich dann zum Stellplatz "Almfischer" in der Nähe von Übersee am Chiemsee.

Hier steht man in schöner Landschaft vor der Wiese beim Bauernhof von Familie Steiner --> Link
in unmittelbarer Nähe zum Hof. Es gibt WC, Dusche, Getränkeautomat, Ver- und Entsorgung, Müllentsorgung und Brötchenservice. Auch einige Waren vom Hof, wie Marmelade, können erworben werden.
Vor meiner Ankunft war am letzten Wochenende am Platz das Chiemsee-Open-Air-Festival --> Link
deshalb sahen die Wiesen auch noch sehr mitgenommen aus. Die starken regenfälle hatte die Wiesen sehr aufgeweicht.


Aber dennoch fand ich den Platz sehr ansprechend und blieb hier die nächsten zwei Nächte.



In schöner Alpenlandschaft liegt der Bauernhof mit schöner Sicht auf die Berge und das Wetter war auch endlich mal besser geworden.

frankjasper8 am 14 Sep 2013 21:21:49

Fortsetzung...

6. Tag: Donnerstag, der 29. August 2013

Dieser Tag sollte, wenn der Wetterbericht Recht hatte, ein schöner Tag werden. Der Morgen war aber noch recht kühl; nur 12 Grad zeigte das Aussenthermometer im Wohnmobil. Ich entschied mich für eine Radltour an den nahen Chiemsee und startete nach dem Frühstück mit leckeren Kaisersemmeln zu der Tour.
Nur etwa 3 Kilometer waren es bis zum Chiemsee, der wegen der doch kühlen Temperaturen noch relativ "unbewohnt" war. Ruhige Badebuchten ließen Blicke über den See zu.



Diese drei Fotos stammen von der Halbinsel Seethal, dann radelte ich weiter über die Tiroler Achen...


Hier verläuft der Radweg einige hundert Meter parallel zur Autobahn A 8...


und unter weißblauem Himmel grasten auf einer großen Wiese viele Kühe...



Tja, so radelte ich durch die Natur, fuhr auf dem Uferweg und über Grabenstätt bis nach Chieming und wieder zurück nach Übersee. Mittlerweile war es auch warm geworden, kaum eine Wolke am Himmel über der Kirche St Nikolaus in Übersee...


dann kehrte ich nach rund 40 Radel-Kilometern zum Stellplatz zurück und erholte mich im Sonnenschein. Apropos Sonnenschein: Die Sonne beendete an diesem Tag ihre Wanderung am Chiemgau-Himmel mit einem tollen Sonnenuntergang...


So, ich mach mich jetzt an die Vorarbeit für die nächste Etappe und dann berichte ich weiter. Bis später!

frankjasper8 am 15 Sep 2013 10:00:40

Fortsetzung...

Tag 7: Freitag, der 30. August 2013

Es war an der Zeit, Abschied zu nehmen vom Stellplatz "Almfischer" in Übersee. Gegen 10.00 Uhr startete ich den Dieselmotor des Ducato`s und fuhr ins nahe Traunstein, weil hier eine Wohnmobilwerkstatt war. Ich hatte in den letzten Tagen immer wieder Probleme mit dem Wasserhahn am Spülbecken im Küchenbereich. War es zu Anfang nur ein Tropfen gewesen, so hatte ich jetzt schon pro Tag etwa einen halben Liter Wasserverlust, weil es am Hahn heraus lief und in eine Schale darunter tropfte. Das konnte so nicht bleiben, das musste repariert werden.
Also fuhr ich zu der Werkstatt der Caravanprofis --> Link in Traunstein und fragte, ob sich das mal jemand ansehen und evtl. reparieren könnte. Der Inhaber persönlich schaute sich das Problem an und bot an, einen neuen Wasserhahn sofort einzubauen, denn der alte sei kaputt. Ein Monteur kam auch wenige Minuten später, baute den Hahn aus und einen neuen sogleich wieder ein. Erfreut über so schnellen Service konnte ich nach nur einer Stunde weiterfahren.
Wo ich schon mal in Traunstein war, wollte ich mir den Ort auch mal anschauen, musste leider aber feststellen, daß es für mein Womo kein Parkraum gab. Der Großparkplatz am Festplatz war wegen einer Veranstaltung leider dicht und weitere Parkplätze waren mit den hübschen rot-weißen Balken unzugänglich gemacht. In der Innenstadt brauchte ich Freitagmittag um 12.00 Uhr erst gar keinen Versuch starten.
Ich umrundete daraufhin mit dem Womo den Chiemsee, erledigte unterwegs noch Einkäufe und der Dieseltank wurde auch noch aufgefüllt. Dann ging es schnurstracks auf der B 305 nach Reit im Winkl auf den Stellplatz "Am Waldbahnhof" --> Link Hier stellte ich das Wohnmobil ab und richtete mich ein. Es wird in 2 Bereiche unterteilt. Links der Zufahrtsrasse befindet sich der Platzteil mit Sanitärnutzung, rechts ist ein Platzteil ohne Sanitärnutzung. Dort ist ein Gebäude (lasst es mich als "renovierungsbedürftig" bezeichnen), wo die WC-Cassette entsorgt und Wasser abgelassen (Gulli in der Fahrbahn) und Frischwasser getankt werden kann. Etwas ungepflegt wirkte der Platzteil auf mich. Stromkästen, die wohl schon bessere Tage erlebt hatten, Stellflächen in hohem Gras oder Kieshäufchen, die nicht begradigt wurden.
Nun ich war ja ohnehin auf dem anderen Platzteil, wenn auch die Sicht auf die Berge "unten" besser gewesen wäre.






Man sieht schon, daß der SP nicht gerade voll war. :D So war aber auch immer Platz in der Sanitäranlage, die in der unteren Etage dieses Gebäudes untergebracht war. :D








Neben 2 normalen Duschkabinen gab es auch noch eine geräumige für Rollstuhlfahrer, dennoch sahen die Räume zwar sauber aus, wirkten aber mit nicht fertig montierten Steckdosen, Schaltern oder Entlüftern irgendwie unvollendet.

Wie nun mein Auffenthalt in Reit im Winkl verlaufen ist und wie meine Reise weitergeht, davon erzähle ich Euch im nächsten Teil meines Berichtes.

frankjasper8 am 15 Sep 2013 12:31:14

Fortsetzung...

Tag 8: Sonnabend, 31. August 2013

Die erste Woche meines Urlaubs war vorbei, ich stand in Reit im Winkl auf`m Stellplatz und hatte bereits 1087 Kilometer auf dieser Tour gefahren. Heute stand eine Ortsbesichtigung in Reit im Winkl auf`m Programm. Zunächst aber holte ich im nahen Dicounter

direkt am Stellplatz Brötchen in der Backwaren-Abteilung.
Es können auch Brötchen bei der Platzbetreiberin bestellt werden.
Gestärkt machte ich mich dann zu Fuß auf ins Ortszentrum. Auf einem Wiesenweg erreicht man in etwa 15 bis 20 Minuten das Zentrum von Reit im Winkl






Vorbei an einem sogenannten Gletschermühlenfeld - das sind vom Gletscherwasser in hunderten von Jahren ausgewaschene Steinrinnen - erreichte ich bald das Ortszentrum






Viele dieser blumengeschmückten Häuser waren im Ort zu betrachten


aber mich zog es zunächst etwas höher hinauf zu dieser kleinen Kapelle

von wo man einen schönen Blick ins Land hat. Bei der Kapelle ist auch ein Barfußpark und ein kleines Wassertretbecken, sowie ein kleiner Teich voller Fischen.









In der Nähe befindet sich auch ein Klettersteig, wo auch Bergsteiger in der Wand waren...





Nun aber noch ein paar Fotos aus dem Ort:








Und für alle Volksmusikfreunde...

Das Cafe-Restaurant "Zum Kuhstall", das Lokal haben einst der Volksmusikstar Maria Hellwig und ihr Mann Adi bewirtschaftet. Noch heute steht "Maria" als Holzfigur davor. Ich hab sie auch mal in den Arm genommen


Maria Hellwig ist ja leider vor einigen Jahren gestorben, aber Reit im Winkl hat auch noch andere bekannte Einwohner. Der japanische Jodelkünstler Takeo Ischi lebt hier ebenso wie die Ski-Stars Rosi Mittermaier und Christian Neureuther.

So, damit ging mein Ortsrundgang für diesen Samstag zuende und ich ging zurück zum Stellplatz und erholte mich noch in der Sonne.

Fortsetzung folgt...

frankjasper8 am 15 Sep 2013 20:23:00

Tag 9: Sonntag, der 01. September 2013

Tja, wie soll ich Euch diesen Tag schönreden? Ich weis es nicht. Sonntag - warum heißt es eigentlich Sonntag? - "Ein Sonntag im Bett", so lautete einst der Titel eines Liedes und da sollte man an diesem Tag am Besten auch machen...
Es regnete an diesem Morgen in Reit im Winkl, Zeit für ein ausgedehntes Frühstück mit anschließendem Mittagessen. Zum Glück hatte ich ja Fernsehen und schaute den "Fernsehgarten" und "Immer wieder Sonntags". Erst gegen 14.30 Uhr ließ der Regen nach und es wurde etwas freundlicher am Himmel.
Also raus aus dem Wohnmobil und ab in die Natur. Etwa eine Stunde ging ich im näheren Umfeld des Stellplatzes spazieren und kam auch an den Sprungschanzen vorbei...


Na, wenn das erst wieder losgeht, wenn die Skispringer erst wieder die Sportnachrichten beherrschen... aber das ist ja noch `n paar Wochen hin.
In der Nähe der Schanzenauslaufwiese sah ich diese Wildtierherde

Dann wagte ich mich doch noch einmal in den Ort, aber als ich die ersten Häuser erreicht hatte, öffnete Petrus wieder den Wasserhahn




Ich flüchtete in das Innere der Kirche und vielleicht hilft ja das Beten und Bitten um besseres Wetter.


Dann ging ich bei noch leichtem Nieselregen zurück zum Stellplatz, der Tag in Reit im Winkl ging
dem Ende entgegen.Ich legte mich erst einmal trocken und verfolgte das Kanzlerduell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück im Fernsehen.

Fortsetzung folgt...

frankjasper8 am 16 Sep 2013 09:16:53

Es geht weiter...

Tag 10: Montag, der 2. September 2013

Es sollte heute die nächste Etappe auf meiner Tour gefahren werden. Und so brach ich nach dem Frühstück nachdem ich das Wohnmobil innen noch schnell gewischt und das Ent- und Versorgungsprogramm erledigt hatte, zur nächsten Teilstrecke auf.

Über die B 305, die Deutsche Alpenstrasse, gelangte ich am Weitsee, Mittersee und Lödensee entlang nach Ruhpolding, wo ich den Inhalt meines Kühlschrankes ergänzte und weitere Einkäufe an Lebensmitteln machte. Eigentlich hatte ich vor, noch in Ruhpolding zu bleiben, aber der Campingplatz hier gefiel mir nicht so dolle und irgendwie war es hier auch nicht so schön.

Okay, dann schau`n mer mal, wo man noch so hinfahren kann. Aber ich brauchte gar nicht lange zu überlegen. Meine Entscheidung stand da schon fast fest... Ich hatte ein ganz bestimmtes Ziel im Kopf...



Ich fuhr nach Berchtesgaden. Ich muß Euch erklären, daß ich als Kind immer mit Eltern und Großeltern in Engedey bei Berchtesgaden Urlaub gemacht hatte. Einige Male war ich auch mit meinen Eltern am Obersalzberg und mit dem Wohnmobil ist`s jetzt auch schon das vierte Mal, daß ich am Königssee halt machte. Alles in Allem waren es bestimmt etwa 30 Auffenthalte im Berchtesgadener Land.

Über die Deutsche Alpenstrasse erreichte ich am Mittag Berchtesgaden und stellte das Wohnmobil auf einem Parkplatz am Bahnhof ab.




Ich ging zu Fuß in den Ort und bummelte durch die Strassen. Viele Erinnerungen an die Kindheit -Ach, wie oft war ich schon hier gewesen? Irgendwie war es ein komisches Gefühl, wieder hier zu sein. Vieles erkannte ich noch wieder, anderes nicht. Die Fotografiermaschine klickte am laufenden Band und hielt die Eindrücke alle digital fest...

^Ein Blick über den Bahnhof von Berchtesgaden


^Oben angekommen, Blick in die Hauptstrasse

^Ich ging durch die Einkaufsstrassen v



^Der Schlossplatz mit dem königlichen Schloss


^die Kirche


^Im historischen Nonntal mit den schicken alten Häusern v




^Das Nonntal mit dem Watzmann-Massiv

Oh, ich könnte hier noch so viele Bilder einstellen, aber dann würde der Bericht vielleicht zu lang und zu langweilig, deshalb breche ich an dieser Stelle mit der Schilderung des Stadtbummels ab.

Nach dem ausgiebigen Ortsrundgang fuhr ich am Abend zum Campingplatz "Grafenlehen" in Schönau am Königssee.

Erstaunlicherweise erkannte mich der Platzbetreiber sofort wieder und ich durfte mir einen schönen Platz mit Bergblick aussuchen.

Am Fuße des Jenners ging dieser Tag dann gemütlich im Wohnmobil zuende. Ein schöner Sonnenuntergang und leichtes Alpenglühen beendeten diesen schönen Tag.






Der Kilometerzähler stand mittlerweile bei 1202 Kilometern.

Fortsetzung folgt...

frankjasper8 am 17 Sep 2013 09:07:41

Fortsetzung...

Tag 11: Dienstag, der 03. September 2013

Ein Vorteil des Campingplatzes "Grafenlehen" ist die Nähe zum Königssee und zur Jennerbahn. Beides ist nach wenigen hundert Metern Fußmarsch erreicht.

Den heutigen Tag wollte ich für eine Überfahrt auf dem malerischen Königssee nutzen. Deshalb machte ich mich gleich nach dem Frühstück auf den Weg zur Schiffslände am See und nahm eines der ersten Boote.

Auf dem See pendeln bis zu 18 Boote, alle mit Elektromotoren, die alle etwa 90 Sitzplätze haben. Nur wenige Motorboote dürfen auf dem See im Nationalpark "Berchtesgadener Land" mit einer Ausnahmegenehmigung fahren. Der Fischer von St. Bartholomä und die Wirte haben diese Genehmigung.
Das Elektroboot brachte mich zunächst bis zum Anleger in St. Bartholomä, hier musste ich umsteigen und mit dem nächsten Boot fuhr ich bis ans Ende des Königssees bei der Salet-Alm.




Von dort ging es zu Fuß weiter auf einem Wanderweg zum schönen idyllisch gelegenen Obersee.
Durch einen Bergsturz im Jahr 1172 wurde der Obersee vom Königssee abgetrennt.





und am See entlang zur Fischunkelalm





Die Almhütte ist bewirtschaftet und es gibt dort z.B. Käsebrot, Speckbrot, Milch oder Buttermilch, aber auch Bier oder Limonaden.


Alles muß mit dem Boot über den Obersee heran geschleppt werden.
Von hier aus kann man weiter zum Röthbach-Wasserfall am Ende des Tales gehen.


Der Röthbach stürzt hier etwa 400 Meter in die Tiefe und fließt dann unterirdisch in den Obersee.

Auf dem Rückweg, der den selben Weg entlang führte, hatte ich nochmals einen herrlichen Blick auf die verträumt vor dem Obersee liegende Fischunkel-Alm.


Meine Wanderung endete dann erst mal bei der Salet-Alm, wo ich mir ein Hirschgulasch mit Spätzle und Preisselbeeren gut schmecken lies.

Dazu gab es eine Radler-Halbe!!! :ja:

Mit dem Schiff ging es weiter nach St. Bartholomä, dort stieg ich noch mal aus und machte einen Rundgang über die Halbinsel am Fuße der berühmten Watzmann-Ostwand.





Gegen 17.00 Uhr trat ich die Rückfahrt zur Schiffslände in Königssee an. Vom Boot aus sah ich noch einmal zurück auf St. Bartholomä...



Langsam ging die Seefahrt zu Ende, die Rodelbahn kam in Sichtweite. Ein Zeichen, dass die Seelände bald erreicht ist. Im Hintergrund die "Schlafende Hexe", ein Bergzu, der einer Hexe gleicht: Von rechts aus gesehen das lange Haar, die Stirn, die hakige Nase, der mund, der Hals, und so weiter, und so weiter. Auch die Fussspitzen sind noch zu sehen. :D :D


Hier an dieser Stelle verunglückten im Jahr 1688 71 Wallfahrer tödlich im See...--> Link


Und mit dem Blick auf die Rodelbahn

wo einst der Georg (Schorsch) Hackl die ersten Erfolge feierte auf seiner Hausstrecke,
legte das Boot dann wieder an der Schiffslände an.


Nach einem warmen und sonnigen Tag erreichte ich gegen 18.30 Uhr wieder den Campingplatz und erholte mich von der Wanderung.

Und wenn ich Euch den nächsten Tag schildere, nehme ich Euch mit auf den Jenner, den Hausberg am Königssee. Da gibt es gaanz viele Bilder von den wunderschönen Bergen.

Also, bleibt dran! Es lohnt sich bestimmt!

Fortsetzung folgt...

frankjasper8 am 18 Sep 2013 10:38:53

Fortsetzung...

Tag 12: Mittwoch, der 04. September 2013

Heute geht`s auf einen der Hausberge hier am Königssee, den 1874 Meter hohen Jenner.

Also, zieht Eure Wanderschuhe an und folgt mir auf den Berg, es lohnt sich!

Der Wetterbericht hatte für diesen Mittwoch sehr gutes Wetter vorhergesagt. Und meistens stimmt ja das, was die Wetterfrösche sagen. :D :lach:
Ich ging gegen 9.00 Uhr mit Wanderschuhen und Rucksackverpflegung ausgerüstet zunächst über den großen Parkplatz im Ort Königssee zur Talstation der Jennerbahn.

Dann ging es mit einer der 2-Personen-Gondeln am Seil hängend hinauf über die Mittelstation bis auf 18oo Meter zur Bergstation.






Im Untergeschoss der Bergstation gibt es ein hochmodernes Restaurant

dessen Ausstattung gar nicht an eine Berghütte erinnert.




Aber bei diesem herrlichen Wetter zog es mich natürlich auf die Sonnenterrasse

wo ich einen guten Blick auf den noch mal 74 Meter höher gelegenen Gipfel hatte. Den Weg dorthin ersparte ich mir. Ich stärkte mich noch mit einer typischen Berghütten-Mahlzeit


und genoss noch ein paar Minuten den schönen Rundblick in alle Richtungen.








Na, ist das eine Fernsicht? Ich habe fast bis nach Hause blicken können! :D
Dieser Tag war bisher wirklich wunderbar. Ich machte mich um 11.45 Uhr so langsam auf den Weg ins Tal. Von nun an ging es bergab.






Ich wählte für den Weg ins Tal die Route über das Schneibstein-Haus und die Königsbachalmen, es gibt auch noch einen Weg, der über die Mittelstation der Seilbahn führt.


Die ersten Höhenmeter sind geschafft, ein Blick zurück zum Gipfel...





Allmählich näherte ich mich dann dem Schneibsteinhaus, auf 1670 Metern Höhe gelegen.--> Link




...Ich hatte schon einige Höhenmeter überwunden...

...und dann kam mir hier oben am Schneibsteinhaus doch tatsächlich ein Radfahrer entgegen...




...also, ich hätte ja schon Probleme, hier zu Fuß raufzulaufen :oops: :oops: :oops:

Das Schneibsteinhaus ist bewirtschaftet und einige Wanderer hatten auch Einkehr gemacht



Die Radfahrer aber wollten noch weiter und fuhren oder schoben hinauf zum Stahlhaus --> Link

Ich aber setzte meinen Weg in Richtung Tal fort...



...einige unbewohnte und -bewirtschaftete Almhütten lagen am Weg...




...und wieder kamen mir hier Radfahrer auf dem steilen Bergweg entgegen...


Dann war ich schon fast bei den Königsbach-Almen angekommen...

und blickte in Richtung Watzmann-Massiv.

Liebe Mitwanderer, ich muss hier leider erst einmal abbrechen, denn die Arbeit ruft. Aber ich verspreche Euch, morgen oder spätestens übermorgen geht es weiter. Noch sind wir nicht wieder im Tal. Also, bleibt am Draht! Bis bald! :D

frankjasper8 am 19 Sep 2013 09:27:05

Fortsetzung...

So, dann machen wir uns mal wieder auf den Weg. :D
Ihr seid doch noch alle da und wollt doch sicher wissen, wie es weiter geht, oder? :D

Ich erreichte also die Königsbach-Almhütte und machte hier eine längere Rast. Im Winter würde man vielleicht sagen, ich machte einen Einkehrschwung. :D


Ich stärkte mich mir einem Speckbrot und einer Radler-Halben, bevor ich den weiteren Weg in Angriff nahm.
Laut Wegweiser sind bis zum Königssee noch 1 3/4 Stunden zu gehen...


Ein kurzes Stück führt der Weg am Königsbach entlang, der zu dieser Jahreszeit nur spärliche Wassermengen führt. Zur Schneeschmelze sieht das bestimmt anders aus.
Der Wanderweg führte dann über den sogenannten Hochbahnweg talwärts und an einer Stelle hatte man einen sensationellen Blick auf den tief im Tal liegenden Königssee.


Dann kamen die ersten Häuser der Ortschaft Königssee in Sicht





Um kurz vor 16.00 Uhr war ich dann wieder zurück an der Jennerbahn-Talstation.



Als ich beim Großparkplatz ankam, blickte ich noch einmal hoch zum Jenner-Gipfel...

und ging dann zurück zum Campingplatz, wo ich nach dieser doch anstrengenden Tour erst mal ein entspannendes Duschbad nahm.
Dann ging ich noch mal zum See und ließ diesen Tag langsam ausklingen.


Tag 13: Donnerstag, der 05. September 2013

Nach dem herrlichen Tag gestern war man ja schon ganz verwöhnt, da war es schon gemein, daß am Morgen des Donnerstags sehr starker Nebel über dem Königsseer Tal lag.
Der Nebel machte sich aber rasch aus dem Staube.
Für mich war die Stunde des Abschieds gekommen, die Rückreise in Richtung Heimat stand auf der Tagesordnung. Jeder Urlaub geht ja leider mal zuende. Ich machte das Wohnmobil für die Fahrt fertig und nachdem auch das Stromkabel eingerollt war und ich mich mit einem herzlichen "Auf Wiedersehen!" beim Platzbetreiber verabschiedet hatte, nahm ich meinen angestammten Platz hinter dem Lenkrad ein, startete den Diesel-Motor und dann ging es los.

Eigentlich wollte ich noch mit den Spezialbussen zum Kehlstein auffahren, aber dieses Vorhaben hatte ich kurzfristig geändert. Ich machte mich gleich auf den Weg und fuhr über Ramsau, Schneizlreuth und Inzell auf der Deutschen Alpenstrasse bis zur Autobahn A 8 bei Traunstein. Dann ging die Reise über die Autobahn am Chiemsee vorbei in Richtung München. Unterwegs machte ich an der Rastanlage Samerberg noch eine Mittagspause. Ohne nennenswerte Ereignisse gelangte ich auf der A 99 um München herum und kam gut voran.
An der Ausfahrt "Hilpoltstein" an der A 9 setzte ich den Blinker und verließ die Autobahn um zum Stellplatz am Main-Donau-Kanal zu fahren.Dieser Stellplatz liegt etwa 1 Kilometer außerhalb der Ortschaft Hilpoltstein im Fränkischen Seenland. Zum Seenland gehören der Altmühlsee, der kleine und große Brombachsee und der Rothsee, wo ich ja auf dere Hinfahrt die erste Nacht verbracht hatte. Ich ergatterte noch einen Platz direkt am Kanal in der ersten Reihe. :D




An diesem Tag kamen auch noch zwei Flusskreuzfahrtschiffe vorbei...




Ich machte noch eine Radtour zur Schleusenanlage bei Hilpoltstein


Man kann hier sehr schön mit dem Rad auf einem Betriebsweg immer am Wasser entlang radeln.
Von der Schleuse blickte ich dann hinab auf den "Unterlauf"


Aber ich war noch nicht am Oberlauf, sondern an einer Strasse, die über das Schleusenbauwerk führt. Bis nach oben war es noch mal ein paar Stockwerke...





Die gesammte Hubhöhe beträgt 24 Meter!




Ich radelte dann noch einmal um den Rothsee herum und konnte diese idyllische Abendstimmung noch festhalten...






Und mit diesem letzten Foto der Reise am Main-Donau-Kanal vor dem Wohnmobil ließ ich den vorletzten Tag ausklingen und bereitete mich auf den letzten Reisetag vor.



Tag 14: Freitag, der 06. September 2013

Nun war es unwiderruflich soweit; der letzte Tag auf meiner Reise war angebrochen. Bis hierher war ich bereits 1509 Kilometer auf der Tour gefahren. Nach dem Frühstück am Kanal machte ich das Fahrzeug klar zur Weiterfahrt. An der V+E-Anlage am Seezentrum am Rothsee machte ich noch schnell die Entsorgungsarbeiten (Kostenlos für Platznutzer) und nahm dann die letzte Etappe unter die Räder.
Auf der A 9 fuhr ich bis zum Autobahnkreuz "Nürnberg", wechselte hier auf die A 3 und fuhr über Erlangen, Schlüsselfeld und Geiselwind in Richtung Würzburg. Bei Kitzingen musste ich noch mal die Autobahn kurz verlassen, denn der Ducato brauchte seine Nahrung. Der Dieseltank war leer. Mit der teuersten Tankfüllung (Literpreis: 1,52 Euro) ging es dann über das Kreuz "Biebelried" und auf der A 7 zur Raststätte "Rhön" bei Bad Brückenau. Hier machte ich die letzte Mittagspause, sozusagen die Henkersmahlzeit, mit Jägerschnitzel und Bratkartoffeln.
Das letzte Teilstück führte dann ab Fulda wieder über die B 27 und hier geriet ich bei Bad Hersfeld in den ersten und einzigen Stau dieser Reise. Der Grund war ein umgekippter Schweinetransporter auf der A 7 beim "Kirchheimer Dreieck". Die Autobahn war mehrere Stunden voll gesperrt für die Aufräumungsarbeiten. Dadurch wälzte sich die Blechlawine über die B 27 nach Norden. Also ging es die nächsten Kilometer nur im Kriechgang voran.
Aber irgendwann war auch diese Hürde genommen und ich hatte freie Fahrt um über Göttingen ins heimatliche Leinetal zu gelangen. Am späten Nachmittag kam ich dann zu Hause an. Der Urlaub war vorbei. Der Kilometerzähler stand bei Ankunft bei 1927 Kilometern.


Ende

alzu am 19 Sep 2013 11:44:44

Danke fürs Mitnehmen. Ein wirklich informativer Bericht und tolle Bilder!

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