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Baltikum im Herbst- alleinallein 1, 2, 3, 4, 5, 6


wiebke am 03 Okt 2013 22:58:24

geplant ungeplant. Karten von Litauen, Lettland und Estland, sowie 2 Reiseführer sind vorhanden.
Und wir haben 3 Wochen Zeit.
Ansonsten schauen wir mal……


Dienstag,24.09.

Um 12 Uhr ist fertig gepackt, und gemütlich fahren wir Richtung Kiel, wo morgen
Nachmittag die Fähre nach Klaipeda abgehen soll.
Nach der obligatorischen Pause bei MCD mit der obligatorischen Frage "wozu brauchen Sie
denn ein Messer?" und 270 km weiter erreichen wir den Stellplatz in Molfsee bei Kiel,
Parkplatz am Freilandmuseum und Restaurant Drahtenhus.



--> Link

kostenlos und ohne alles.
Da das Restaurant am Platz eine große geschlossene Gesellschaft bewirten muss, laufen wir
den Kilometer in den Ort und essen dort im Gasthaus Catarinenhof Labskaus und
Bauernfrühstück.

wiebke am 03 Okt 2013 23:07:17

Mittwoch, 25.09. - Ostsee

Die Gäste der Gesellschaft waren gnädig mit uns und haben den Parkplatz gesittet verlassen,
sodass wir ein,- und ausschlafen und nach dem Frühstück einen ausgiebigen Rundgang durch
das Museum machen können.

In der Museums-Meierei gönnen wir uns ein lecker Käsebrot und Buttermilch.
Außerdem gibt es dort ein Backhaus (nicht immer geöffnet), wo man frisch gebackenes Brot
und eine Schinkenkate (nicht immer geöffnet), wo man Geräuchertes kaufen kann.
Einen Töpfer und einen Korbmacher gibt es ebenfalls.

Eintritt 7 EUR p.P inklusive Fahrt mit der Museumsbahn und Führungen.


--> Link

Nach einem kurzen Mittagschläfchen nehmen wir die 12 km zum Ostuferhafen in Angriff.
Dort müssen wir langelange warten, immer wieder fährt der "Einweiser" an uns vorbei, alle
PKWs und etliche LKWs sind vor uns dran.
Warum, erfahren wir dann:
Gemäß Anweisung haben wir ein rotes Schild „LPG on board“ in die Windschutzscheibe gehängt. Und demnach dürfen wir nicht ins Innere des Schiffes, sondern nur ganz nach oben, wo die grossen LKWs im Freien stehen.

Pünktlich um 18 Uhr legen wir ab.

wiebke am 03 Okt 2013 23:24:33

Horst, der Arme, ist draußen eingekeilt zwischen etlichen LKWs und das einzige Wohnmobil
an Bord.




Die 21-stündige Fährüberfahrt mit der Victoria Seaways (DFDS) einfach hat uns 220,- EUR
gekostet – allerdings nur bei Buchung direkt über die litauische Website der DFDS.
Über die deutsche DFDS wären es so um die 30 EUR mehr gewesen.
Die Preise an Bord sind sehr moderat: Abendessen (Buffet) mit allem Zappzerapp 13 EUR,
0,5l Bier vom Fass 3,- EUR, Frühstücksbuffet 5,50 EUR p.P.




Donnerstag, 26.09. - Klaipeda

Die Nacht verläuft ruhig und ohne besondere Vorkommnisse.
Wir vertreiben uns den Tag mit Frühstücken, Karten studieren und Mittagessen.
An der Rezeption bekommen wir einen Stadtplan von Klaipeda, einen Tipp, wo wir einen
Geldautomaten (ATM) finden, und eine Empfehlung für unseren ersten Campingplatz.

...Und schon legen wir an.





Horst lebt noch und wir warten ca 1 Std. bis wir die Fähre verlassen dürfen.

lilo (last in last out) :)

Dadurch können wir auch nicht den vorausfahrenden PKWs folgen. Also folgen wir mangels
Wegweisern den vorausfahrenden LKWs....
Und die fahren nicht nach Klaipeda, sondern in den Zollbereich..
und da darf man nicht so einfach wieder raus.
Also wieder zurück, wir irren herum, bis sich ein offizielles Fahrzeug erbarmt und uns
den Weg zeigt.
Jetzt noch schnell Geld holen, klappt, liegt auf dem Weg.
Uns fallen die vielen Supermärkte und Einkaufszentren auf. Haben die Leute hier soviel Geld?
Campingplatz suchen klappt dank Stadtplan und Navi Mechthild.
Auch hier stellen wir fest, dass es kaum Wegweiser aus Klaipeda heraus gibt.


20 km nördlich des Fähranlegers Klaipeda im Ort Giruliai gelegen, aber noch in keiner unserer Karten oder Führer gelistet:



CP Pajurio Kampingas
Šlaito gatv?
Klaipeda Giruliai
55.7662500 21.0903330
--> Link
ca 18 EUR inkl. Strom, V/E und Wifi (das geht aber nur in der Nähe der Rezeption))

Gut: jeder Stellplatz hat eigenen Strom, eigenes Trinkwasser und eigenes Abwasser
Schlecht: keine freie Sicht nach Süden und deshalb abends keine Tagesschau




Ach ja, hier sind sie 1 Std im Voraus

wiebke am 03 Okt 2013 23:40:21

Freitag, 27.09.

Heute schlafen wir aus, so eine Schifffahrt ist schon anstrengend.
Gegen Mittag fahren wir zurück gen Klaipeda, kaufen noch ein paar
Lebensmittel ein und fahren auf die Fähre zur Kurischen Nehrung
(5 Minuten für 112,90 Litas, ca.32,-EUR hin und zurück).
Dort geht es für nochmals 50 Litas (ca. 14 EUR) Maut für 50 km auf mehr oder weniger
holpriger Straße schnurstracks nach Nida.
Dort checken wir auf dem einzigen Campingplatz der Kurischen Nehrung ein.
Kosten: 60 Lats (17,50 EUR) pro Nacht inkl. Strom und V/E, ohne Internet.
Ein Sondertarif, weil wir ganz alleine sind , sicherlich teurer in der Hochsaison.


wiebke am 04 Okt 2013 00:06:26

Samstag, 28.09.

Nida ist wohl ein sehr touristischer Ort, zu dieser Jahreszeit jedoch recht gemütlich
aber noch nicht ausgestorben.


Wir erkunden das Städtchen per Fahrrad und sehen:
die Häuser



den Hafen





und Thomas Manns Italien-Blick




Dann stechen wir für eine Stunde (7 EUR p.P.) in See,





fahren zur großen Düne





und zur Grenze nach Russland.



In der Stadt erleben wir noch den Zieleinlauf eines Halbmarathons




und einen Aufmarsch des Lions Club.




Zwischendrin 10 Schreckminuten, WOOO ist das Schlüsselbund????
Alle Taschen und Jacken werden durchwühlt, nix ist.
Schlußendlich gehen wir zu den Rädern zurück, und siehe daaaa:




Soviel zur Sicherheit hier. Die Räder standen ca. 1 Std verschlossen
mit gestecktem Schlüssel hier.


Auf dem Heimweg machen wir noch einen Abstecher an die Ostsee.
Eine herrliche Stimmung, Sonne, Wind, Wolken und eine bald untergehende Sonne.


Lancelot am 04 Okt 2013 02:57:38

wiebke hat geschrieben:Soviel zur Sicherheit hier. Die Räder standen ca. 1 Std verschlossen
mit gestecktem Schlüssel hier.


Glück gehabt - da hängen ja noch andere dran .. :eek:

(setze Lesezeichen - schöner Bericht :) )

ganderker am 04 Okt 2013 09:56:59

hallo wiebke,
Lesezeichen ... na klar, weckt schon jetzt viele Erinnerungen an unsere St.-Petersburgtour vom letzten Jahr.

Danke auch für die Links und konkreten Angaben im Bericht, damit erst ist er auch eine Hilfe für diejenigen, die sich Reiseinfos holen wollen.

Bin gespannt, wie das weiter geht bei euch, wir waren im Juli/August 12 dort, konnten oftmals noch in den Seen, die oft zum Cpl gehörten, baden. Dass ihr so spät dort reist... alle Achtung, ergibt eine ganz andere Perspektive

Der Cpl Klaipedia bietet Richtung Norden am Strand sogar noch Restbunker vom Westwall (warum auch immer, ich kann das Foto nicht hochladen)

bonjourelfie am 04 Okt 2013 10:27:11

Hallo,

der Herbst hat schon auch seine schönen Seiten, wie deine Bilder zeigen. Vielen Dank. Falls ihr noch ein paar Anregungen braucht...--> Link

LGElfie

elwoko am 04 Okt 2013 14:35:33

Hallo,

da kann man so leicht neidisch werden . . .

Obwohl wir im August 3 Wochen in Polen und im Baltikum unterwegs waren, möchte ich am liebsten auch wieder sofort aufbrechen. Eure Bilder tun ein übriges.

Ich weiß ja nicht, wie eure Routenpläne aussehen und wie weit ihr in der Zwischenzeit seid, aber als Tipp möchte ich euch gern "die Rückseite" der Nehrung - das Haff - ans Herz legen. Ventaine und die Landspitze sind wunderschön, bestimmt besonders jetzt, wenn der Vogelzug schon weit intensiver ist als wir es ihn erlebt haben (das waren halt nur erste Vorboten).

Und wenn ihr in Lettland Meer und einsamen Strand satt haben wollt, findet ihr in unserem diesjährigen Reisebericht die Stellen, wo man wirklich prima stehen kann.

Ich wünsche euch jedenfalls eine wunderschöne Zeit dort und freue mich auf weitere Berichte (und Bilder)!

vs11 am 04 Okt 2013 18:51:32

Sehr schöner Bericht . :)

Könnt Ihr noch was zu den CP sagen ?

Ob diese im November auch noch geöffnet sind ??

Wir wollen am 2.11.2013 starten . :lenker:

Volker

haballes am 04 Okt 2013 23:18:45

:) Irgendwann schaff ich das auch mal.
Fein zu lesen. Danke.

wiebke am 05 Okt 2013 09:40:44

Leider gestaltet sich das zeitnahe Einstellen schwieriger als gedacht.
Bitte um Geduld.

abba am 05 Okt 2013 13:27:51

Wiebke wunderschöne Bilder. Freue mich auf die Fortsetzung! Ja ob das Rad mitsamt dem Schlüsselbund bei uns noch da gewesen wäre?

wiebke am 05 Okt 2013 20:40:07

Wolfgang und Uschi, ja, wir waren doch sehr erleichtert. Und es hingen einige seeeeehr wichtige Schlüssel dran

Elfie und elwoko, danke für eure Hinweise, wir werden sehen....(inzwischen stehen wir südlich Siaulias)

Volker, die Stellplätze bei Klaipeda und in Nida sind das ganze Jahr über geöffnet, im weiteren Bericht schreibe ich die Öffnungszeiten dazu.

wiebke am 05 Okt 2013 21:13:28

Sonntag, 29.09. – Palanga

Wir fahren auf der Kurischen Nehrung wieder zurück Richtung Norden, zunächst an der „grossen Fähre“ vorbei bis zur „kleinen Fähre“, mit der nur Fussgänger und Radfahrer übersetzen können. Wir parken und es erwarten uns Kutschentaxis, die uns die letzten 1,8 km bis zur Nordspitze bringen wollen. Wir könnten selbst mit dem Wohnmobil dorthin fahren, aber mit der Kutsche ists stimmungsvoller und der Handel wird perfekt: 30 Litas (ca. 8 EUR) soll die einfache Fahrt kosten.



Unterwegs erklärt uns der Kutscher in feinstem Deunglisch die detaillierte Preiskalkulation hinsichtlich aktueller Hoch- und Nebensaison und wie es wird, wenn der Euro endlich kommt.



Die Pferdestärke ist froh, als wir da sind und weist uns darauf hin, dass ein Trinkgeld durchaus angenehm ist.



Das Delphinarium ist wegen Umbau geschlossen, das Meeresmuseum empfängt uns etwas unfreundlich und so sparen wir den Eintritt. Zurück geht’s zu Fuß an einem Freiluftmuseum vorbei, in dem einige wiederaufgebaute Fischerhäuser zu besichtigen sind.



Ein Stückchen weiter warten drei gelandete Schiffe auf eine Besichtigung.




Wieden an Land wollten wir das Seebad Palanga besuchen. Die Karten zeigen einen Campingplatz im Süden, den wir mit dem Navi schnell gefunden haben. Er liegt sicher direkt neben der Polizeistation, ist aber leider geschlossen. Also steuern wir einen notierten Platz nördlich in der Nähe des Strandes an. Wir können ihn aber nicht finden und fragen schließlich eine vorausfahrende Polizeistreife um Rat. Die sind jedoch ratlos und wir bitten um Erlaubnis, direkt an Ort und Stelle auf einem Parkplatz zu nächtigen. Die Antwort: Warum denn nicht, es ist hier nah am Strand, bleibts ruhig. (Nicht wörtlich so, aber dem Sinn nach schon). Also bleiben wir hier, direkt um die Ecke steht das Hotel „Hotel Pusynas“.




Wir satteln die Räder und stoßen nach einigen Metern auf den Küstenradweg A10, der uns nach ca. 2 km zur Flaniermeile von Palanga führt. Es ist kalt und wenig los. Die paar Flanierenden sind dick vermummt.




Die meisten Restaurants sind geschlossen, aber dieses eine war schon der Hammer: irgendwas mit Cuba heißt der Laden und hat einen fantastisch kitschigen Garten auf der Rückseite:




Dann gibt’s auch noch ein SmartCafé:




Nach Westen hin gehts zur 800m langen Seebrücke. Etliche Bänke sind aufgestellt für die abendsonnenhungrigen Gäste.






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