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Zum ersten Mal nach Portugal 1, 2


bonjourelfie am 17 Okt 2013 19:01:02

In diesem Frühjahr haben wir uns Portugal als Reiseziel ausgewählt. Gestartet sind wir in Süddeutschland, Frankreich durchquerten wir diagonal bis zum Atlantik weitgehend ohne Autobahn, in Spanien fuhren wir auf meist mautfreien Autobahnen ziemlich weit nach Süden, weil wir zunächst an die Algarve wollten. Von dort haben wir uns langsam an der Küste hochgearbeitet, waren in Lissabon, haben Abstecher ins Gebirge gemacht, weiter ging es bis Aveiro und dann durch das Douro-Tal wieder nach Spanien. Insgesamt waren wir von Ende April bis Anfang Juli 2013 unterwegs und haben knapp 6600km zurückgelegt.

Da das Wetter zu Beginn unserer Reise noch ziemlich schlecht war, kamen wir zügig voran. In drei Tagen, mit Zwischenübernachtungen in Baume-les-Dames und Gueret, hatten wir Frankreich durchquert und die Atlantikküste bei Archachon erreicht. Der viele LKW-Verkehr und der Regen machten alles recht anstrengend, deshalb war ein erster längerer Aufenthalt angesagt.



Wir wählten den CP "La forêt" direkt an der großen Düne, denn die wollte ich mir schon immer mal ansehen.Sie ist 103m hoch und wohl die größte Düne Europas. Natürlich musste ich gleich hinauf, schließlich wollte ich endlich das Meer sehen.
Ein mühsamer Aufstieg,



der sich aber doch sehr gelohnt hat.





Auch wenn die große Düne uns den Blick auf den Atlantik verwehrte, blieben wir trotzdem auf dem Campingplatz.
Mit unseren Rädern fuhren wir Richtung Arcachon. Es war der 1.Mai und auch die Franzosen genossen den freien Tag, entsprechend belebt war es an der Küste entlang. Immerhin konnten wir den ersten Cappuccino mit Blick auf den Atlantik genießen. Der Strand ist phantastisch, endlos und sehr feiner Sand, aber zum Baden noch viel zu kalt.





Am nächsten Tag, nach nächtlichen heftigen Regenfällen, fahren wir mit den Rädern über wenig befahrene Straßen zum Étang de Cazaux, eine ehemalige Meereslagune, inzwischen aber ein Binnensee.





Unser Navi zeigt an, dass es einen kleinen Weg am See entlang gibt Richtung Biscarosse, der sich aber als sehr mühsam herausstellt. Streckenweise müssen wir ordentlich schieben.



Irgendwie haben wir es geschafft, den Rückweg sind wir aber dann lieber auf dem Radweg an der Straße entlang gefahren und erreichten nach 45km den CP.

bonjourelfie am 17 Okt 2013 19:17:29

Spanien, nur ein Durchreiseland?

Dazu ist Spanien eigentlich ein viel zu schönes Land, aber wir haben uns nun einmal vorgenommen, in diesem Jahr Portugal zu entdecken. Drei Tage haben wir uns immerhin Zeit gelassen, sind fast nur auf meist mautfreien Autobahnen gefahren. Die erste Etappe endete in Castrojeriz, in der Nähe von Burgos. Es ist ein kleines Dorf, aber direkt am berühmten “camino” (Jakobsweg) gelegen. Endlich kam auch mal die Sonne richtig heraus, nachts war es aber fast an der Frostgrenze, das Dorf liegt immerhin 800m hoch.



Am nächsten Tag ging es gleich weiter, eine kleinere Etappe von 200km bis Salamanca .Hier waren wir vor zwei Jahren schon einmal, aber die Stadt ist so schön, dass wir gerne noch einmal dort waren. Vom CP sind wir mit den Fahrrädern immer am Fluss entlang bis in die City gefahren. Plötzlich war es Sommer geworden und die Temperatur erreichte die 25 Grad.









Die dritte Etappe endete nach 290 km in Mérida. Diese sicherlich sehr interessante Stadt muss aber noch auf uns warten. Es war plötzlich so heiß und wir waren so erschöpft, dass wir uns auf dem CP gemütlich in den Schatten gesetzt und dem Nichtstun gefrönt haben.
Und dann kommen wir endlich nach Portugal…

bonjourelfie am 19 Okt 2013 20:13:48

Ich sehe gerade, dass die Bilder in abgeschnittener Form erscheinen, deshalb versuche ich es ab jetzt mit einem kleineren Format.

6.Mai, Ankunft in Portugal

Auf der spanischen A6 fuhren wir an Badajoz vorbei zur portugiesischen Grenze. In Portugal erwartet uns erst einmal eine völlig leere Autobahn.



Wir hielten beide die Augen auf und suchten nach der Stelle, wo man die Visakarten registrieren lassen kann für die Mautabbuchung. Leider vergeblich, und so verließen wir baldmöglichst die Autobahn, wir fahren ohnehin lieber auf kleinen Straßen.
Die erste Stadt war Evora, die „Perle des Alentejo“. Im alten Stadtkern gibt es viele bedeutende Bauwerke.


Gotische Kathedrale und römischer Tempel vertragen sich gut.


Das Portal mit den 12 Aposteln


Hier mal sechs davon


Bei der Weiterfahrt kamen wir über diese römische Brücke.



Der Fluss war übersät mit weißen Blüten,



und die Wiesen...wir kamen doch gerade aus dem kalten Deutschland.









Weiter ging es nach Beja, die zweitgößte Stadt im Alentejo.


Das Klarissenkloster Nossa Senhora da Conceicao


mit manuelinischen Stilelementen.


Enge Gassen,


schöne Häuser,


manche renovierungsbedürftig.

Der CP in Beja hat uns überhaupt nicht gefallen, deshalb sind wir noch weiter gefahren bis Castro Verde. Dort gibt es einen ganz neuen, aber noch weitgehend schattenlosen CP, wo wir für die Übernachtung sagenhafte 6,37€ incl. wlan bezahlt haben.

bonjourelfie am 20 Okt 2013 12:57:39

8.-11.Mai, Die Algarve, Portugals schönste Gegend?

Genug der Besichtigungen, ich wollte jetzt endlich ans Meer, zumal sich das Wetter allmählich besserte. Über sehr kleine Straßen durchquerten wir die Serra do Caldeirão, landschaftlich sehr schön, an Faro vorbei und langsam an die Küste. Wir hatten es ja erwartet, aber der Schock war doch groß. Feriengebiete, Einkaufszentren und Gewerbeflächen wechselten sich ohne Unterbrechung ab. Campingplätze direkt am Wasser gibt es kaum. Wir entschlossen uns, nach Armaçao de Pera zu fahren, wohl wissend, dass auch dieser Ort eine Touristenhochburg ist. Aber wir sind ja schließlich auch Touris.
Der erste Eindruck war denn auch umwerfend, Hochhaus an Hochhaus, aber der CP liegt etwas am Rande und zum Strand sind es etwa 10 Minuten. Wir blieben hier dennoch einige Tage, weil wir mal wieder waschen mussten etc. Außerdem wollten wir gerne mal wieder die Landschaft mit dem Fahrrad erkunden und der lange, endlose Strand ist phantastisch.
Unsere erste Radfahrt führte uns zu einer kleinen Kapelle, Senhora da Rocha, hoch über dem Meer auf einem Felsen gelegen.





Das schönste war die Aussicht, rechts und links wunderschöne Sandbuchten und endlich die berühmten gelben Felsen.





Nur umdrehen sollte man sich nicht, denn gleich hinter der Kapelle beginnt schon wieder die Bebauung.



Die Weiterfahrt war anstrengend, ständig ging es bergauf und -ab. Es gab einen (schlecht) ausgeschilderten Radweg, den wir bald verloren haben. Aber man kommt immer an irgendwelche schönen Buchten.





Lange haben wir vergeblich ein Restaurant gesucht, erst bei der Rückkehr gab es diese leckeren gegrillten Sardinen.



Und es gibt sie noch, die Fischer bei der Arbeit..









Natürlich durfte eine laaange Strandwanderung nicht fehlen. Vom CP läuft man ca.10 Minuten durch ganz hässliche Straßenschluchten, dann kommt man endlich an den Strand, aber der ist wirklich sehr schön, Sand vom Feinsten. Schuhe aus und los ging’s. Aber ojeeeh, nach wenigen Minuten kam eine Flussmündung und es war Flut, heftige Strömung, keine Badehose, Ende der Wanderung.



Bei Ebbe sieht es dann so aus,



und der Blick zurück, naja...



Mancher hat es lieber so



Insgesamt haben wir die Tage in Armaçao da Pera sehr genossen. Der CP war noch fast leer, pool aber schon bereit. Das Restaurant war noch geschlossen,aber die Bar mit freiem wlan ganztägig geöffnet. Und über den Preis von 7,50 ohne Strom kann man wirklich nicht meckern.

bonjourelfie am 20 Okt 2013 19:39:54

12.Mai, Nach Silves, in dir Serra de Monchique und nach Lagos

Von Armação de Pera haben wir mal wieder einen Abstecher ins Innere gemacht, zunächst nach Silves, einst Hauptstadt der maurischen Provinz Al-Gharb. Über der Stadt erhebt sich eine mächtige Maurenburg aus rotem Sandstein.







Nach einem guten Mittagessen im Restaurant vor der Kirche





und freiem wlan auf dem Hauptplatz,



ging es in das Küstengebirge der Algarve, die Serra de Monchique , und weiter bis zum höchsten Punkt, die Foia, immerhin 902m hoch.



Es ist eine sehr wasserreiche Gegend mit vielen “fontes”, entsprechend grünt und blüht es außerordentlich üppig.





Wir hatten oben sehr gute Sicht, das Meer und die ganze Algarve lagen uns zu Füßen.
Hier hielten wir dann doch ein verspätetes Mittagsschläfchen, bis wir vom Gebimmel einer Kuhherde geweckt wurden.



Am nächsten Tag fuhren wir nach Lagos, wo wir uns 6km außerhalb der Stadt auf dem CP Turiscampo (15€ mit Campingcheque) wieder für einige Tage einrichteten.
Das gute Wetter hatte uns verlassen, es wurde kühl und regnerisch. Mit dem Fahrrad kommt man recht gut nach Lagos, natürlich gibt es auch Busverbindungen. In den Cafés scheint man nur deutsch zu sprechen, und holländisch natürlich, aber der Cappu war gut.



Igreja de Santa Maria







Zollbehörde, hier wurden schwarzafrikanische Sklaven versteigert



Sturmumtoste Avenida



Lagos hat mir sehr gut gefallen, ein lebendiges Städtchen, hübsche Altstadt, schöne Plätze. Und natürlich die berühmten Felsformationen am Leuchtturm, sozusagen Algarve in Reinkultur.












bonjourelfie am 23 Okt 2013 17:06:18

18. Mai, Sehnsuchtspunkt südwestlicher Punkt Europas

Und immer weiter ging es nach Westen. Das Klima wird rauer, die Winde heftiger und die Brandung stärker, und in gleichem Maße nimmt die touristische Bebauung ab, endlich. Wir kamen nach Sagres, haben dort die Festung aus der Zeit Heinrich des Seefahrers besichtigt, von der allerdings kaum etwas erhalten ist.


Rosa dos Ventos, vermutlich aus dem 15.Jhdt.


Igreja de Nossa Senhora da Graça, 16.Jhdt., innerhalb der Festung.

Viel spannender ist der anschließende Spaziergang auf dem baumlosen Kalkplateau, das ins schäumende Meer hinausragt. Ringsherum stürzen schroffe Klippenwände 60m senkrecht in die Tiefe und nach Westen hat man einen tollen Blick auf das Cabo de São Vicente, jenem berühmten südwestlichsten Punkt Europas.








Auf dem kargen Boden blüht es dennoch gewaltig


Die Mittagsblume in gelb...


...und rot


Und fast nebenan das berühmte Cabo de São Vicente.

Dieses Jahr scheine ich die Extrempunkte Europas zu sammeln, erst im Februar das Nordkap, sozusagen freie Sicht bis zum Nordpol,jetzt der südwestlichste Punkt, Amerika zum Greifen nah :D. Ich weiß, dass es nur touristische Punkte sind, aber irgendwie sind sie doch etwas Besonderes, sie bringen eine Seite in mir zum Klingen.

Anschließend sind wir dorthin gefahren, aber das war eigentlich eine Enttäuschung, denn das Kap ist durch die Leuchtturmumgebung weitgehend abgesperrt. Die Eindrücke von derFestungsklippe waren nicht mehr zu toppen.




Die berühmte letzte Bratwurst...


...und der will sicher auch nach Amerika.


Übernachtet haben wir in Sagres auf einem Parkplatz, zusammen mit etlichen weiteren Wohnmobilen. Endlich ein Platz mit Meerblick direkt vom Womo!




Bis hierher hatten wir fast 2900km zurück gelegt, ganz schön weit weg von daheim.
Auf die weitere Reise müsst ihr ein wenig warten, wir bekommen lieben Besuch aus Schweden. Deshalb werde ich den Bericht jetzt verschieben lassen. Ich freue mich über eure Kommentare, auch mit Kritik kann ich umgehen.
Und ihr dürft gespannt sein, es kommt noch einiges, sicherlich auch weniger bekannte Teile Portugals.

Gast am 23 Okt 2013 17:52:49

Ich verstehe das jetzt mal so, dass wir schreiben dürfen :oops:

Tolle Bilder und tolle Gegend, wir sind da auch sehr gerne und Du machst mir Fernweh :oops: :D

Ich wünsche Dir von Herzen noch viele solcher schöne Urlaube :!:

manni63 am 24 Okt 2013 09:59:00

Toller Reisebericht :lol:

Erinnert uns so an 2009, da sind wir auch in Portugal gewesen .... jedoch war unser Reiseverlauf "anderstrum" ;D
(den Verlauf inkl. RB kann man auf meiner HP anschauen)

Uns hat es damals auch schon super gefallen ..... wobei die Algarve z.T. wirklich nicht sehr schön ist (Betonburgen) :?

Bin schon gespannt wie es weiter geht :roll: :ja:

liesje am 24 Okt 2013 13:44:07

Schöner Bericht, den ich fast genauso hätte schreiben können, wenn ich 2008 schon was vom Forum gewusst hätte.
2008 war unser erstes "freies" Jahr und wir sind 3 Monate unterwegs gewesen (September, Oktober und November). Da schwärmen wir immer noch davon und dein Bericht hat uns wieder draufgeholfen.
Wir sind dann über Spanien zurück - wie geht es bei dir weiter?

bonjourelfie am 30 Okt 2013 23:41:48

Es geht weiter...

19.- 22.Mai, Costa Vicentina, Costa Dourada, Halbinsel Troia, Sesimbra

Immer noch war es recht kühl, aber die Sonne traute sich mehr und mehr heraus. Wir fuhren die Westküste entlang, die Costa Vicentina, und ich war begeistert. Nichts von dem Rummel der Südküste, wunderschöne Strandbuchten zwischen imposanten Felsen, kaum Leute (wegen des Wetters?) Wir sind mehrere Strände angefahren, manchmal waren wir fast allein am Strand. Die Landschaft an der Südwestspitze ist eine sehr karge Hochfläche, keine Bäume, viel Fels, ziemlich eben, Vielleicht hat mir gerade das Raue so gut gefallen, auch das Klima ist hier ganz anders, sehr viel windiger. Zu den Stränden gehen immer kleine Stichstraßen ab. Das ganze Gebiet ist seit 1995 als Naturpark deklariert und die Bebauung wird streng kontrolliert. Hoffentlich bleibt das so!
















Storchennest auf Palme? Geht doch...


Wir sind noch bis Vila Nova de Milfontes gefahren, und durften am Abend vom Orbitur-CP diesen Sonnenuntergang genießen.





Nach einem Ruhetag ging es weiter Richtung Norden, über die langgezogene fingerähnliche Halbinsel Troia. Sanddünen und Pinienwälder begleiten uns. Später wird es flacher, rechts ist die große Lagune des Flusses Sado, links das Meer mit endlosen Sandstränden. Wir kamen an großen, unter Wasser stehenden Reisfeldern vorbei. Bei einer Kooperative kauften wir Wein und Reis, durften auch in den Weinkeller hineinschauen.





Am Ende der Halbinsel startet die Fähre nach Setubal, in diesem Urlaub wohl die einzige Fähre (23 €). Setubal ließen wir aus, die Rosen müssen noch auf uns warten.





Dann ging es mal wieder ins Gebirge, zwar nur ein kleiner Gebirgszug, die Serra da Arrabida, aber mit ganz tollen Ausblicken aufs Meer und zurück auf die Halbinsel Troia.





Am Nachmittag kamen wir nach Sesimbra auf den völlig leeren CP, wo wir für weniger als 10€ übernachteten. Nach kurzer Ruhepause machten wir uns auf den Weg in den Ort, erst abwärts, dann die Straße entlang, bis wir zum Strand und in den Ort kamen. Sesimbra ist ein alter Badeort mit Tradition, in der Altstadt finden sich noch einige, leider sehr heruntergekommene schöne Häuser mit Azulejos verkleidet. Die Gassen sind sehr eng und ziehen sich am Hang entlang, manchmal nur Treppen. In einem winzigen Restaurant aßen wir Schweinefleisch mit Muscheln, eine einheimische Spezialität...lecker.








Ganz allein, und ein wenig Meerblick hatten wir auch.

Die nächst Etappe geht nach Lissabon.

bonjourelfie am 01 Nov 2013 20:04:45

22. Mai, Cabo Espichel und Lissabon

Da es bis Lissabon nicht mehr sehr weit war, machten wir am Vormittag noch einen Abstecher zum Cabo Espichel, wieder einmal landsend. Dort erwartete uns die Kapelle Nossa Senhora do Cabo,





eine barocke Wallfahrtskirche, die aber ihre Attraktivität als Wallfahrtskirche wohl verloren hat. Die Unterkünfte der ehemaligen Pilgerer sind alle zugemauert.



In der Kirche gibt es ein beeindruckendes Deckengemälde, überhaupt ist sie sehr reichhaltig ausgeschmückt, Barock in Reinkultur. Und eindrucksvoll ist natürlich wieder der Blick über die Küste und die steil abfallenden Felsen.




Über die Autobahn und die große Brücke über den Rio Tejo kamen wir flott nach Lissabon.



Der Verkehr war gewaltig, aber dank Navi haben wir den Cp gut gefunden. Am Nachmittag sind wir noch mit dem Bus in die City gefahren, eine rumpelige Fahrt von 35 Minuten Dauer. Die Straßen sind in einem sehr schlechten Zustand, auch sonst strahlt die Stadt einen morbiden Charme aus. Wir waren zunächst auf dem Rossio, dem großen zentralen Platz



mit vielen Cafés, einer großen Marmorsäule mir Bronzestandbild, Brunnen etc. Der Platz ist wunderschön in einem Wellenmuster gepflastert, bei längerem Hinschauen wurde mir ganz schwindlig.



Mit dem berühmten Aufzug,



eine Eisenkonstruktion von 1900, sind wir dann nach langer Wartezeit und 10€ ärmer in die Oberstadt gefahren.



Langsam sind wir Richtung Fluss gebummelt, kamen am Modernen Museum vorbei,



und mit dem Bus ging es wieder zurück zum CP. Ein reicher Tag!




Mit der uns schon bekannten Buslinie 714 sind wir am nächsten Tag zunächst nur bis Belim gefahren, ein Ortsteil direkt am Wasser, der früher Ausgangspunkt für die großen Entdeckungsfahrten war. Als erstes stand das Kloster Mosteiros dos Jerónimos auf dem Programm,



das bedeutendste Beispiel manuelinischer Baukunst und ein Symbol für Portugals Macht und Reichtum zur Zeit der kolonialen Eroberungen. Die Kirche beeindruckt schon allein durch ihre Größe und Weiträumigkeit,



aber der anschließende Kreuzgang toppt alles, was ich bisher in Portugal gesehen habe. Er ist zweistöckig und reichlich mit manuelinischem Dekor ausgestattet, unendlich viele Feinheiten sind zu entdecken, jede Säule ist anders ausgeschmückt, alles aus fast weißem Sandstein.











In fußläufiger Entfernung dann der Torre de Belim, gebaut im 16.Jhdt., im reinsten manuelinischen Stil,- ja, ich weiß, ich wiederhole mich-das Wahrzeichen von Lissabon.



Von der oberen Plattform bietet sich eine gute Aussicht auf Lissabon, den Tejo und das riesige “Denkmal der Entdeckungen”.



Am Nachmittag sind wir dann wieder mit dem rumpeligen Bus in die City gefahren. Ziel war die Alfama, Lissabons malerisches Altstadtviertel, enge Gassen, steile Treppen, immer wieder irgendwelche Durchgänge, versteckte Hinterhöfe, aber auch schöne Terrassen mit Aussicht auf den Fluss Tejo.













Eigentlich wollten wir mit der berühmten alten Straßenbahnlinie 28 fahren, die sich durch dieses Viertel quält, aber sie war immer sehr voll, das haben wir uns erspart.
Viel gibt es noch in Lissabon zu entdecken, ein Grund ganz bestimmt noch mal herzukommen. Aber uns reichten zwei Tage, mehr ging nicht.

Gast am 01 Nov 2013 20:28:50

Sehr schöne Reise, bravo bonjourelfie.
Wir sind auch gerade für längere Zeit an der Algarve. Mal sehen,was wir hier alles schönes entdecken.
Aber zuerst müssen wir mal die Ungereimtheiten des portugiesischen Mautsystems entschlüsseln :cry:

bonjourelfie am 02 Nov 2013 23:01:43

Puhhh, so ein Reisebericht ist doch ziemlich aufwändig.
Mir läuft mal wieder die Zeit davon, in den nächsten Tagen wollen wir noch mal wegfahren und da habe ich noch viel zu tun, das kennt ihr ja sicher auch. Manche haben sicher schon bemerkt, dass ich vieles aus meinem Reiseblog übernommen habe und deshalb lade ich euch ein, dort die Fortsetzung zu lesen --> Link

Wir sind insgesamt fast 6600km gefahren. Und wir haben den ganzen Norden Portugals nicht mehr geschafft, was wir aber unbedingt nachholen werden, vielleicht schon im nächsten Jahr.

Meistens haben wir stressfrei auf Campingplätzen übernachtet, die in Portugal wirklich gut und günstig sind (von 4,40€ bis 23,50€ in Lissabon), gelegentlich aber auch auf Stellplätzen und in freier Natur. Natürlich hatten wir das Glück der Vorsaison, im Sommer sieht das sicherlich mancherorts ganz anders aus.
Beeindruckt hat mich die Freundlichkeit und Offenheit der Portugiesen, auch ohne Sprachkenntnisse war eine Verständigung möglich. In Valhelja ging ich z.B. täglich in den kleinen Dorfladen und jeden Tag brachte mir die Inhaberin einige Worte bei, dabei hatten wir beide offenbar viel Spaß. Ich schätze es inzwischen wieder, auch mal längere Zeit an einem Ort zu sein, und deshalb haben wir bewusst nur einen Teil Portugals bereist.
Ich glaube, ich bin ein Portugalfan geworden...

Ich würde gerne noch unsere Reiseroute in einer Karte darstellen, muss ich aber erst noch lernen, und ihr müsst noch drauf warten.

Und vielleicht habt ihr Lust, uns auf unserer nächsten Reise zu begleiten. Arbeitstitel: Novemberreise in den Süden, Ziel unbekannt.

eifler10 am 05 Jan 2014 02:24:38

Morgen

Frage zu Aveiro, habe mir im Netz Grundstücke angesehen.
Wollte mal wissen wie das Umland ist.Einkaufen und was alles dazu gehört.
Danke und alles gute aus der Eifel.

eifler

bonjourelfie am 05 Jan 2014 15:53:12

eifler10 hat geschrieben:Morgen

Frage zu Aveiro, habe mir im Netz Grundstücke angesehen.
Wollte mal wissen wie das Umland ist.Einkaufen und was alles dazu gehört.
Danke und alles gute aus der Eifel.

eifler


Hallo,

ich weiß natürlich nicht, wo genau du dir Grundstücke anschaust und welche Infrastruktur du erwartest. Wir waren hauptsächlich an der Küste unterwegs, und hatten den Eindruck, dass es keine Probleme gibt. Aveiro ist ja eine nicht ganz kleine Stadt, dort gibt es wohl alles. Und eigentlich ist ja noch alles irgendwie Großraum Porto, wo wir aber (noch) nicht waren.

LGElfie

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