Dometic
motorradtraeger

Das Gogolobil unterwegs: Winter 2013/14 auf den Kanaren 1, 2, 3, 4, 5, 6


Gast am 08 Feb 2014 08:28:08

Ehrlich gesagt jede Tankstelle hat einen Wasserzapfhahn und eine Toilette. Wir haben getankt und dem Tankwart der ist eine Tankwärterin war ein zwei Euro Stück in die Hand gedrückt und gesagt das unser Wohnmobil 70 Liter Wasser braucht und auf die Toilette muss.

Mit einem breiten Lächeln hat man uns dann immer den Toilettenschlüssel in die Hand gegeben, so das wir unsere beiden Toilettencassetten ausgeschüttet haben und darauf geachtet haben, dass keinesfalls irgendetwas verunreinigt wurde. Das Wasserzapfen war dann entweder an einem richtigen Wasserhahn oder an diesen kleinen 8 mm Ausläufen wobei wir dann länger mit dem Wasserzapfen beschäftigt waren.

Man hatte uns allerdings auf der Fähre erzählt ( Wir waren in einer grossen Gruppe Wohnmobilfahrer und saßen öfter zusammen ) das es einige Tankstellenbesitzer das Wasserzapfen und Abwassern von Wohnmobilen verboten hätten. Wir hatten diesen Fall nicht erlebt, stets sehr freundlich ( gegen kleines Trinkgeld ) wurde uns das erlaubt.

Schlafen kannst Du eigentlich wenn Du Dich diskret hinstellst überall wo ein gerader Parkplatz vorhanden ist und es nicht verboten ist. Wir haben ohne Ausnahme uns zum schlafen in eine Stadt gestellt, da man dort übernachten darf und dies auch von der Polizei geduldet wird. Dies hat man uns mehrfach klipp und klar gesagt.

Ausnahme Fuerteventura da haben wir auch am Strand übernachtet, aber auch täglich den Standort gewechselt. Auch wenn ich es ungern schreibe, weil ich es für falsch halte es so zu sagen, ist Fuerteventura für mich eine "deutsche" Insel, da dort ein sehr hoher Anteil deutschsprachiger Einwohner und auch der deutschsprachigen Besucher sehr hoch ist. Ich finde das man dort sehr tolerant ist wenn man nicht gerade über die Stränge schlägt. Für mich war es immer die Trauminsel und wird es sicherlich bleiben.

Den Wohnwagenhändler in der Nähe der Hauptstadt bei dem man entsorgen kann ( gegen kleines Entgeld ) im Industriegebiet kennst Du glaube ich auch. Ansonsten in meinem Reisebericht wird er ausdrücklich mit Koordinaten erwähnt. ( Wir waren auch dort zur Entsorgung )

Alles liebe aus der kalten Heimat ( mein Rat bleib solange Du kannst :D ausser kalt nix los hier ) - Ulrich

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Gogolo am 08 Feb 2014 10:45:15

Danke für die umfangreiche Ausführung. Gibt es auf Lanzerote auch Strandduschen wo man Wasser zapfen kann?


Habe die Ehre aus der Wärme. ..

Gogolo

Gast am 08 Feb 2014 11:20:03

Wo kein Strand :D da keine Strandduschen :D

Wir haben einige Strandduschen gesehen, aber mein Rat hol Dir Wasser von Tankstellen ist kein Problem. Geht auch wenn Du nur tankst und kleinere Mengen nimmst ohne Trinkgeld, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass es Dir darum geht 2 € Trinkgeld zu sparen.

2 € Trinkgeld = Win - Win Situation

Tankstellenpersonal freut sich - WOMO Fahrer freut sich ( hat Entsorgt und Wasser )

Wo sollte da das Problem sein ?

Und pass auf das Sie Dir nicht auch Dein Wohnmobil anpinkeln ......--> Link
Gogolo hat geschrieben:Habe die Ehre aus der Wärme. ..
:eek: :( Ich glaube Du willst uns ärgern ... :D :D :ja:

Gogolo am 09 Feb 2014 19:15:05

Nach einer ruhigen Nacht auf unserem herrlichen Übernachtungsplatz tanken wir unser Wasser auf, fuhren zu einer Tankstelle bei Tarajalejo, denn dort hatte ich eine Waschanlage mit seitlicher Abspritzbühne (für größere Fahrzeuge) gesehen. Die Meerwassergischt hat sich auf dem Fahrzeug und den Solarpanelen festgesetzt und musste dringend abgespritzt werden. Bei der Gelegenheit konnte ich auch das Abwasser entsorgen.

Wir schauen uns die Inselmitte etwas näher an und fahren zunächst auf der FV-20 über Tuineje nach Pajara, dort steht ein schönes Ortsschild. Unterwegs sind immer wieder große Ziegenherden zu sehen. Auch Ajuy mit dem dunklen Sandstrand und den Höhlen in der Caleta Negra war ein weiteres Zwischenziel an diesem Tage.









Wir kamen vorbei an der schönen Ermita de Nuestra Senora la Pena. Die Insel ist relativ klein und innerhalb weniger Kilometer kann man sehr viel sehen, so führte unser Weg auch über die alte Inselhauptstadt Betancuria. Nach den Reiseführern soll sie sehr schön sein, aber wir fanden nichts Außergewöhnliches an diesem Ort – nur viele Touristen, die mit TUI-Bussen hergekarrt wurden. Darum auch von dort keine Bilder. Und natürlich auch Nepp in allen möglichen Variationen.









Da gefiel es uns schon wesentlich besser als wir den großartigen Ausblick vom Mirador de Morro Velosa genossen, den wir über den Pass Morro de la Cruz auf sehr schmaler Straße erreichten. Auch hier wieder: Berge in tollen Brauntönen, dazu ein wolkenlos blauer Himmel und Sonne pur. Ich überlegte, hier auf dem Mirador zu übernachten, aber unten war ein Schlagbaum und ein Schild, dass der Mirador nur von 08 Uhr bis 18 Uhr geöffnet sei. Selbst wenn es erlaubt wäre hier zu übernachten hat uns der Gedanke des „eingesperrt seins“ nicht besonders behagt und wir sind daher ein Stück weiter gefahren – es war ja noch früh am Tage.







Einen Übernachtungsplatz fanden wir schließlich an der Playa del Valle an einem ungewöhnlichen Sandstrand. Der Atlantik brandet mit Wucht ans Ufer, die Wellen gischten manchmal bis zu 10m hoch. Einfach unbeschreiblich. Das hielt aber einen Touristen nicht ab, in 10m Entfernung vom Gogolobil einfach hinzupinkeln – nicht einmal als ich ihn dabei fotografierte. Zum herrlichen Sonnenuntergang über dem Meer waren wir gottseidank wieder mutterseelenallein am Platz. Am Abend machte ich einen auf der Hautseite kross gebratenen Lachs mit Safranreis (Safran selbst mitgebracht aus Persien), dazu Tomatensalat.










Auf Fuerteventura gefällt mir die wildromantische Westküste wesentlich besser als die touristisch überlaufene Ostküste mit ihren Hotelbauten. Die Westküste von Fuerteventura ist voll der Brandung des Atlantiks mit extrem hohen Wellen ausgesetzt. Das haben wir gemerkt, als wir unseren nächsten Übernachtungsplatz angefahren sind. Wir wollen auf unserer Reise sämtliche „Playas“ der Westküste abfahren, da diese eben touristisch kaum bekannt sind aber einen ungemeinen Reiz für Naturfreaks haben. Aber vorher haben wir noch das „Ecomuseo la alcogida“ bei Tefia besucht. In liebevoll restaurierten alten Bruchsteinhäusern kann man sehen wie die Bewohner von Fuerteventura früher gelebt und gearbeitet haben. Wir kauften dort eine schön aus Palmblättern geflochtene Blume als Andenken.









Puertito de las Molinos nennt sich der Strand, der als nächstes auf unserem Programm stand. Dort ist es überhaupt nicht schön, alles wirkt ein wenig verwahrlost. Hier gefällt es uns nicht und nach kurzem Aufenthalt fahren wir hier weg.





Auf der Weiterfahrt trafen wir zufällig Bruni und Norbert, die am Straßenrand gerade eine Mittagspause machten. Nach einem netten Plausch ging es dann wieder weiter: über Tindaya an den Strand „Campamento Playa de Jarugo“. Um dorthin zu kommen muss man vom letztgenannten Ort aus ca. 10km ziemlich üble Straße mit viel Wellblechpiste fahren. Neben der Straße viele, viele Steine. Aber für so etwas habe ich ja das Gogolobil… Am Ende der Straße, die durch felsige und sandige Einöde führt, erwartet uns absolut abgelegen eine feinsandige, gelbe Bucht mit einigen grünen Büschen und ein relativ ebener Parkplatz für die Übernachtung. Schon vom Parkplatz aus hat man eine gigantische Sicht auf das Meer, Brandung und Dünen. Kein Mensch stört unsere Ruhe.








Bei der Rückfahrt in Tindaya fragten wir bei einer Hausbaustelle nach Wasser und die Handwerker waren sehr nett und freundlich und so konnte ich unser Frischwasser wieder total auffüllen. Der nächste Ort unserer Reise auf Fuerteventura war La Oliva mit der schönen dreischiffigen Pfarrkirche Nuestro Senora de Candelaria. Sie hat einen auffälligen Glockenturm aus Lavaquadern. Unterwegs sahen wir mal wieder eine Windmühle, aber eine seltene 6-flügelige.







Nachdem uns nicht so nach Museumsbesuchen war, schauten wir die im Kolonialstil erbaute Casa de las Coroneles (früher Sitz des Militärregiments) nur von außen an. Im Nachbarort Villaverde gab es einen überraschend gut sortierten Supermarkt – wir brauchen auch weiterhin nicht zu hungern.

Dann endlich ging es zum Faro del Cotillo an der Nordwestspitze der Insel Fuerteventura gelegen und wieder sind wir einmal mehr vom Atlantik umtost. Hier werden wir übernachten, hier ist es schön. Sonnenuntergang um 18:45 Uhr.








Der Sonnenaufgang ist gegen 07:30 Uhr. Wir verschlafen fast alle Sonnenaufgänge denn die Meeresluft macht müde… Bei der Rückfahrt vom Leuchtturm zum Ort El Cotillo entdecken wir wieder eine Stranddusche und eine Strandtoilette für Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Passt. Im Ort selbst besichtigen wir noch den alten Festungsturm El Tostan.






Vor dem Turm ist ein schöner ebener Platz – wir merken uns vor, am Abend wieder hierher zurück zu kommen, denn zum einen ist die Aussicht gigantisch zum anderen ist der Platz hervorragend für eine Übernachtung geeignet.


Wir fahren aber zunächst nach Corralejo an der Nordspitze von Fuerteventura um uns etwas umzusehen, denn von dort fährt in rund einer Woche unsere Fähre nach Lanzarote. Corralejo ist wieder so eine typische Touristenstadt, wie sie uns nicht gefällt. Auf der Strandpromenade tummeln und drängen sich die Touristen – wir auch. Aber nicht lange, dann haben wir genug davon, holen uns noch schnell bei der Fährgesellschaft den Fahrplan für die Fähre und dann geht es wieder zurück nach El Cotillo.


Wir haben noch bei weitem nicht alles von Fuerteventura gesehen und deshalb fahren wir auf anderen Straßen nahe der Inselmitte wieder Richtung Süden. Über Lajares, Villaverde, La Oliva und Tetir fahren wir abseits der Küste auf Nebenstraßen, die wir noch nicht kennen, nach El Time. Dort befindet sich die Casa de Felipito. Dies ist ein Picknick- und Grillplatz wo man die Örtlichkeit und Landschaft im Kreise der Familie oder Freunden genießen kann. Und weil Sonntag ist, machen das die Eingeborenen Spanier ganz ausgiebig. Das wollen wir sehen und erleben. Mit riesigen Fresspaketen und Musikinstrumenten bewaffnet feiern dort rund einhundert Personen ein Fest – abseits der Touristen. Absolut sehenswert.

Hier bleiben wir übernacht und fahren morgen weiter wieder Richtung Süden, denn auch dort haben wir noch nicht alles gesehen. Aber das steht dann im nächsten Bericht.


Bis dahin viele in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 09 Feb 2014 22:49:04

Schöner Bericht, hatte mich schon auf die Fortsetzung gefreut !

Obwohl wir diesmal alle Orte kenne und selbst fotografiert haben ist es schön es zu sehen.

Freuen uns schon auf die Fortsetzung. :hearts:

Rigema am 10 Feb 2014 06:36:17

Hallo, Gogolo,
ich bin schon fast süchtig nach Deinen Reiseberichten von den Kanaren...

Deine Fotos sind einfach grandios und wecken - zusammen mit Deinen Kommentaren -
bei mir so viel Sehnsucht nach Spanien! (Wir haben dort viele Jahre gelebt; allerdings
auf dem Festland.)

Dir und Deiner Gogoline noch eine wunderschöne Zeit!

Liebe
Rigema

Issy1 am 10 Feb 2014 16:57:16

Mir gefallen Deine Berichte auch sehr gut. Ich freue mich schon wie es weiter geht.

von der ostfriesischen Küste.

Issy

wollina am 10 Feb 2014 17:37:45

Hallo Familie Gogolo,

durch Zufall bin ich vor ca. einem Jahr in den Weiten des Internets auf deine Reiseberichte gestossen und bin sehr angetan. Und habe nach allen Berichten gesucht Asien, Bau des Wohnmobils, usw. Weil es ohne Anmeldung ein wenig mühselig ist die Berichte zu finden und zu lesen, waren diese Berichte der Grund meiner Anmeldung. Ich bin total begeistert, lese gerne auch wenn wir die meisten Fahrten nicht machen werden, da wir mit der sogenannten Weissware unterwegs sind.
Freue mich über jede Fortsetzung, wünsche weiterhin allzeit gute Fahrt, viele glückliche Erlebnisse und gesunde Heimkehr, auch wenn ich selten Kommentare schreibe.

wollina

Gogolo am 21 Feb 2014 16:34:19

Es geht weiter:


Es waren bestimmt über 100 Personen bei der spanischen Feier am Picknick- und Grillplatz Casa de Felipito. Und es dauerte nur bis 18 Uhr, dann waren wieder alle Leute weg. Über ein paar kleine unbedeutende, aber für uns noch unbekannte Nebenstrecken fuhren wir tags darauf über Tetir, La Asomada, Antigua nach Pozo Negro. Eingangs des Tals ist das Poblado de La Atalayita, wo man kleine, aus Lavagestein errichtete Behausungen der Ureinwohner, der Mahohs, anschauen kann. Es ist aber Montag, und da sind alle Museen geschlossen. Aber auch von außen zeigt es sich schon, dass man sich die Eintrittsgebühr wohl sparen kann. Wir fahren das Tal weiter bis zum dunklen, fast schwarzen Strand und dort bis zum Ortsende von Pozo Negro. Es ist sehr schön hier – und vor allen Dingen sehr ruhig. Da wir vorher bei einer Tankstelle unseren Frischwassertank problemlos wieder auffüllen konnten, bleiben wir hier nur 10m vom Meer entfernt stehen.






Wir fahren nochmals nach Tarajalejo. Gleich in der Nähe befindet sich – das wussten wir schon – eine Tankstelle mit einer Waschanlage. Hier wurde wieder das Gogolobil von Meersalzspritzern gereinigt und auch die Solaranlage bekam eine Reinigung ab. Wir machten hier im Süden wieder eine Rundfahrt, dabei waren wieder einige Nebenstraßen zu befahren. Man glaubt es nicht: aber alle Augenblicke veränderte sich die Landschaft und vieles erinnert durch den Vulkanismus an Island (das soll auf Lanzarote noch viel eindrucksvoller sein). Ganz gut kann man das immer von einem Mirador (Aussichtspunkt) aus sehen. Am Abend stehen wir südlich von Tarajalejo in einer kleinen, einsamen Bucht wieder ganz nahe am Atlantik. Hier ist es so schön, dass wir beschließen dort zwei Tage zu bleiben und uns auf die faule Haut zu legen.












Als wir am übernächsten Morgen losfahren wollten, kam ein Polizist gerade vorbei, hielt an und erklärte uns, dass es nicht erlaubt ist soooo nahe an den Strand bzw. das Meer heranzufahren. Aber wir waren gerade dabei wegzufahren und dann war das ok. Wir sind nach Porto del Rosario, zur Inselhauptstadt gefahren, haben bei Lidl und Mercadona eingekauft und auf die Besichtigung dieser Stadt verzichtet, denn das was wir beim durchfahren sahen, hat uns nicht vom Hocker gerissen. Eine Stadt eben, nichts besonderes.

Wir fuhren statt dessen wieder nach El Cotillo, da waren wir schon und da haben wir bei unserem ersten Besuch eine Lavanderia, eine Wäscherei, gesehen. Ein großer Packen Wäsche hat sich in der Zwischenzeit angesammelt und der musste gewaschen werden. Schon am gleichen Tag um 17 Uhr konnten wir die Wäsche, frisch gewaschen und getrocknet wieder abholen. Am Strand war ein Strand-WC und eine Stranddusche für Ent- und Versorgung des Gogolobils.

Wir wollten dieses mal nicht am uns schon bekannten Leuchtturm stehen, sondern sind über sandige Wellblechpisten in die Dünen zu einem Superplatz hinein gefahren. Eigentlich befanden wir uns im Naturschutzgebiet, aber wir waren so weit in den Dünen, dass da kein Ranger vorbei gekommen ist, der uns vertrieben hätte. Wir standen mutterseelenalleine, nur der Vollmond strahlte nachts vom Himmel und tauchte die Landschaft in ein unwirkliches Licht.






Aber nun heißt es bald Abschied nehmen von Fuerteventura – wir fahren jetzt endgültig nach Corralejo und kaufen bei der Fährgesellschaft ARMAS für den nächsten Tag die Tickets für die Fährfahrt nach Lanzarote für 46,50€ mit dem Schiff Volcan de Tindaya. Am Strand tranken wir noch einen Cafe con Leche (Milchkaffee) und besorgten uns Geldnachschub aus dem Automaten einer Bank.

Am südlichen Stadtrand von Corralejo gleich hinter dem letzten Hotel ist linkerhand ein größerer, ebener Parkplatz auf einer Schotterfläche mit Blick aufs Meer, auf Lanzarote und die kleine vorgelagerte Insel Los Lobos. Die Nackten aus der Hotelanlage haben wir ebenfalls gut im Blick, wenn sie ihr Hotelgelände verlassen und sich in den Dünen sonnen…





In der Nacht schlug das Wetter um, es kam heftiger Wind auf und in der Frühe regnete es immer wieder. Im Internet war der Wetterumschwung schon angekündigt, er soll aber nicht von langer Dauer sein.

Um 14 Uhr fahren wir mit der Fähre nach Lanzarote, die Fahrt dauerte 40 Minuten. Es war zwar etwas schaukelig, aber durchaus erträglich. Zielhafen auf Lanzarote ist das an der Südspitze der Insel gelegene Playa Blanca.


Über wunderschöne, bizarre Vulkaninsel Lanzarote – wo wir schon seit ein paar Tagen sind - berichte ich in Kürze.




Bis dahin viele in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 21 Feb 2014 17:04:05

Gogolo hat geschrieben: vieles erinnert durch den Vulkanismus an Island (das soll auf Lanzarote noch viel eindrucksvoller sein).
Auf jeden Fall, man muss eben alle Inseln gesehen haben !

Hab Danke für den schönen Reisebericht und noch einen schönen Urlaub, beim Mirador Morro Velosa waren wir auf unser Tour auch ( hat uns auch sehr gut gefallen, waren das letzte mal vor ca. 20 Jahren dort ) , einige Fotos hier in unserem aktuellen Reisebericht --> Link

Fahrt Ihr direkt durch nach Hause oder bleibt Ihr noch auf der iberischen Halbinsel ?

Allzeit gute Fahrt wünschen wir Euch :hearts:

pipo am 22 Feb 2014 10:22:52

Wenn ich die Bilder von euren Freisteherplätzen direkt am Meer so anschaue, dann dürfte das doch eigentlich einen Campingboom auf den Kanaren auslösen :mrgreen:

Schon bemerkenswert, wie ihr auf den sonnst so touristisch erschlossenen Inseln noch soviel Freiheit entdecken könnt :ja: :zustimm:

Viele aus dem frühlingshaften Grebendorf :razz:

Gogolo am 22 Feb 2014 23:01:34

UlrichS hat geschrieben:
Fahrt Ihr direkt durch nach Hause oder bleibt Ihr noch auf der iberischen Halbinsel ?



Wir fahren ganz langsam nach Hause, bleiben noch in paar Tage in Torre del Mar und werden auch User Inzman auf seinem SP in Südfrankreich "heimsuchen"




pipo hat geschrieben:Wenn ich die Bilder von euren Freisteherplätzen direkt am Meer so anschaue, dann dürfte das doch eigentlich einen Campingboom auf den Kanaren auslösen



Hoffentlich nicht!!!! Wir möchten in ein paar Jahren (Winter) wieder hierher und die gleichen schönen Plätze ohne Verbote und Sperren wiederfinden. Darum habe ich hier auch keine GPS-Koordinaten von meinen Stellplätzen eingestellt, sonst fahren ja alle hin... :lach: :lach: :lach: Im Einzelfall!!! gebe ich auf Anfrage (KN) aber diese Daten gerne heraus :ja: :ja: :ja:


Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 23 Feb 2014 00:16:24

Aha also doch jetzt Kanarenfan, also "infiziert" :lach: :lach: :lach:

Na dann willkommen im Club :D

Wir wünschen Dir eine gute Reise und noch gute Erholung.

Wenn ich fragen darf, habt Ihr bereut, dass Ihr Eure Pedelec`s nicht mitgenommen habt oder nicht ? Wir würden unsere sehr vermissen: --> Link

Gogolo am 23 Feb 2014 17:15:54

UlrichS hat geschrieben:Aha also doch jetzt Kanarenfan, also "infiziert" :lach: :lach: :lach:

Na dann willkommen im Club :D



Nein, wir sind und bleiben Island-Fans! Wenngleich wir sicher in ein paar Winter wieder hierher zum Überwintern fahren werden - wegen der Wärme!



UlrichS hat geschrieben:
Wenn ich fragen darf, habt Ihr bereut, dass Ihr Eure Pedelec`s nicht mitgenommen habt oder nicht ? Wir würden unsere sehr vermissen: --> Link



Nein, wir haben unsere Pedelcs bisher nicht vermisst - oder doch, vielleicht einmal... Aber dafür hätte sich die Mitnahme nicht gelohnt. Bei unserer nächsten Sommerreise nach Frankreich/Atlantikküste und Nordspanien sich sie aber sicher dabei.


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 25 Feb 2014 12:18:03

Lanzarote erinnert uns in vielerlei Hinsicht an unsere Lieblingsinsel Island. Vor allem der Vulkanismus fasziniert mich ganz besonders – und hier auf Lanzarote kommt er gut sichtbar zu Tage. Überall Vulkane (erloschene und noch aktive – aber keine tätigen), Lava soweit das Auge blickt und heiße Erde. Ganz faszinierend und schön. Auch die Kargheit der Landschaft erinnert an Island. Nur die Temperaturen sind wesentlich angenehmer und anstatt Büsche und Bäume gibt es hier Kakteen und an manchen Stellen auch Palmen.


Aber ich beginne von vorne:

Mit der Fähre Volcan de Tindaya sind wir von Corralejo (Fuerteventura) für 46,50€ (2 Personen + Gogolobil) in 40 Minuten nach Playa Blanca an der Südspitze von Lanzarote gefahren. Die Überfahrt war zwar etwas schaukelig aber durchaus erträglich. Wir haben jetzt über zwei Wochen Zeit um die Insel eingehend zu erkunden, und da diese nicht sehr groß ist, eilt es uns nicht und die Tagesetappen sind sehr kurz.

Nach der Ankunft fahren wir daher nur ein paar Kilometer westwärts ans Ortsende von Playa Blanca zum dortigen Leuchtturm Faro Punta Pechiguera. Leuchttürme sind für freistehende Wohnmobile in der Regel sehr gut geeignet, da sie stets über einen großen Parkplatz verfügen und nachts kein Verkehr dort ist. Außerdem ist es mit der Stellplatz- und Campingplatzsituation auf Lanzarote ganz schlecht bestellt – sie haben so etwas überhaupt nicht. Das war aber auch schon auf Fuerteventura so. Frischwasser erhält man oftmals bei Tankstellen für kleines Geld oder in den Häfen bei den Marinas, wo auch die Sportboote auftanken. Die Toilette wird in öffentlichen Toiletten entsorgt und das Abwasser kann man u.a. bei Autowaschanlagen los werden.

Wie gesagt, wir standen gleich am ersten Tag beim Faro Punta Pechiguera und hatten eine ruhige Nacht, sieht man vom stürmischen Wind ab. Wir haben das Gogolobil mit der Schnauze in den Wind gestellt und so war die Schaukelei durch die stürmischen Böen erträglich.





Der Wind ist weiterhin recht heftig – es soll auch in den nächsten Tagen so bleiben. Uns zieht es ein paar Kilometer weiter an die Südwestküste nach El Golfo. Dort gibt es aufgrund einer besonderen Algenart eine sehenswerte kleine grüne Lagune. Außerdem ist El Golfo für seine guten Fischrestaurants auf der Insel bekannt. Am Ortsende haben wir auf einem Parkplatz gleich an der Küste wieder einen schönen Übernachtungsplatz gefunden . Die Gischt des Meeres spritzt allerdings fast bis auf den Parkplatz. Wir stehen noch nicht lange dort und zufällig treffen auch Bruni und Norbert mit ihrem Wohnmobil ein.








Am nächsten Tag machte ich ein Superfrühstück, denn wir hatten unseren 39. Hochzeitstag. Anschließend fuhren wir an der Küste an Bergen vulkanischen Ursprungs entlang wieder nach Süden nach Los Hervideros, das wir unbedingt sehen mussten, denn dort ist beim letzten Vulkanausbruch die Lava bis ans Meer geflossen und hat riesige Kammern gebildet in denen heute die Brandung tost und weit in die Höhe spritzt. Von angelegten Aussichtsstellen kann man das gut beobachten und fotografieren. Es ist absolut beeindruckend, denn das Meer macht einen Höllenlärm.









An den Salinas de Janubio, in denen heute noch aus Meerwasser Salz gewonnen wird, fuhren wir vorbei zum (angeblich) schönsten Dorf Spaniens, Yaiza. Die Häuser sind im Stil der traditionellen Landarchitektur gehalten, beeinflusst vom Künstler Cesar Manrique. Dieser hat der gesamten Insel seinen künstlerischen Stempel aufgedrückt, das sollten wir später immer wieder sehen.






Dann fuhren wir wieder nach Playa Blanca zur Marina Rubicon um Wasser zu tanken und dann sind wir an den bekannten Papagayo-Strand gefahren. Wir hatten wohl zu hohe Ansprüche und waren etwas enttäuscht. Auf unserer Karte ist dort ein Campingplatz vermerkt, den gibt es zwar, ist aber wohl schon seit einiger Zeit geschlossen. Wir stellen uns auf den großen Parkplatz vor dem Campinggelände und können wenigstens unser Wasser und Abwasser entsorgen.





In der Nacht hat es kräftig geregnet und auch der Wind bläst unvermindert. In der Frühe weckt uns allerdings schönster Sonnenschein und das müssen wir ausnutzen für eine Fahrt zu den Feuerbergen von Timanfaya, die fotografisch nur im Sonnelicht so eindrucksvoll sind. Wir kaufen uns gleich eine Kombikarte (30€/Person), die auch für weitere Sehenswürdigkeiten auf der Insel Gültigkeit hat. Im Timanfayagebiet darf man aber nicht selbst mit dem Fahrzeug bei den alten Vulkanen im Naturschutzgebiet herumfahren, sondern das geht nur mittels einer Busrundfahrt, die im Eintrittspreis inbegriffen ist. Rund 100 neue Vulkankegel entstanden hier beim letzten Ausbruch im 18. Jahrhundert und nur ein paar Meter unter der Erdoberfläche ist es noch so heiß, dass Reisig, das in ein Loch gesteckt wird sich selbständig entzündet. Es gibt auch einen Vulkangrill, der nur mit der Hitze aus dem Erdinneren betrieben wird. Fleisch, Hühnchen und Kartoffeln werden hier gebraten und der Fußboden ist so warm, dass die Gummisohlen der Schuhe weich werden. Glücklicherweise waren wir schon ganz früh am Morgen gleich nach Öffnung des Naturschutzgebiets (um 10 Uhr) dort und als wir von der Busfahrt zurück kamen, war der Parkplatz gerammelt voll und auch auf der Zufahrtsstraße zum Timanfayagebiet war Stau. Zum übernachten sind wir nochmals an den Leuchtturm Faro Punta Pechiguera gefahren.














Schrecken in der Nacht! Als ich schlafen gehen wollte und noch aufs WC ging ist der Hebel, der die Toilettencasette öffnet, abgebrochen. Schöne Sch….. . Mit Improvisationstalent und viel Spezialkleber Marke „Flüssiges Metall“ konnte ich das Malheur provisorisch – zumindest bis zum Servicetermin bei Bimobil in Deutschland – beheben.

Nun fuhren wir wieder nordwärts, aber jetzt die Ostküste entlang bis Puerto Calero. Dort ist ein schöner Hafen mit Toilettenanlage und Wasser. Am Abend haben wir in einem der vielen Restaurants an der Marina eine ausgezeichnet schmeckende Fisch-Meeresfrüchte-Platte gegessen. Als Vorspeise gab es Tomatensuppe und Bruschetta und dazu einen Rosewein von El Grifo auf Lanzarote. Als wir zum Gogolobil zurückkehrten kam sofort ein Mann der Marina zu uns und erklärte uns, dass es nicht gestattet ist, auf dem Parkplatz zu übernachten. Wir fuhren weg uns stellten uns an einen Platz an der Straße. Sofort hielt ein Auto und uns wurde erklärt, dass auch hier eine Nächtigung nicht erlaubt sei. Der Fahrer wies allerdings darauf hin, dass wir dies problemlos auf einem Parkplatz bei einem großen Hotel in der Nähe tun können. Ein Quadfahrer kam uns entgegen und zeigte uns den Weg. Hier standen wir letztlich sogar besser als im Hafen der Marina, schön gelegen am Rande einer Kanzel mit Blick aufs Meer und Hafen. Zur „Ehrenrettung“ der uns wegschickenden Männer muss gesagt werden, dass alle sehr höflich und freundlich sowie hilfsbereit waren.

Am nächsten Morgen haben wir an der Marina unser Gogolobil trotzdem ent- und versorgt…


An der Ostküste weiter nordwärts fahren wir zur Inselhauptstadt Arrecife und haben das 400 Jahre alte, zum Schutz gegen Piratenangriffe erbaute Castillo de San Gabriel besucht. Es liegt auf einem dem Stadtzentrum vorgelagerten Inselchen und ist durch einen Damm und Zugbrücke mit dem Festland verbunden. Auch der Festungsbau Castillo de San Jose wurde noch besichtigt. Ansonsten hat die Stadt Arrecife keinen rechten Charme und auch kein Flair. Wir haben uns allerdings gleich erkundigt von welcher Stelle aus am 06.03. unsere Fähre zurück zum Festland-Spanien geht und dies auch im Navi gespeichert.










Der Tag ist noch nicht zu Ende, wir fahren an die Nordspitze der Insel nach Orzola. Hier kann man in der Nähe des Hafens auf einem Parkplatz gut übernachten und von hier ist es auch nicht weit zu unseren nächsten Tageszielen, die wir je nach Wetterlage besuchen wollen.

Am nächsten Tag ist es etwas bewölkt und wir beschließen, unter die Erde zu gehen. Das heißt, wir besuchen die Höhlen Cueva de las Verdes und die Jameos del Agua. Die Cueva de las Verdes kann man nur mit einem Führer besichtigen und die Führung dauert ca. 40 Minuten. Der Eintritt ist mit unserer Kombikarte abgegolten (gilt auch für Jameos del Agua). Die Höhlensysteme gehen vom Vulkan Monte Corona aus und sind insgesamt rund 8 km lang. Enge, niedrige Gänge wechseln sich ab mit großen unterirdischen Hallen, die bis zu eintausend Menschen fassen. Sogar eine Konzerthalle (mit sehr guter Akustik) wurde hier eingerichtet. In einem kleinen unterirdischen See spiegelt sich das Deckengewölbe und täuscht einen tiefen Abgrund vor. Erst als ein Stein hinein geworfen wird, merkt man, dass dieser in einem See und nicht in der Tiefe landet.








Die Jameos del Agua gefiel uns nicht so gut, sie sind zu einem Kunst- und Kulturzentrum unter Leitung von Cesar Manrique gestaltet worden. Alles ist sehr künstlerisch bzw. künstlich – uns gefällt das Natürliche viel besser. Zurück in Orzola übernachten wir wieder auf dem Parkplatz und treffen auch wieder Bruni und Norbert.






Nach dem Frühstück fuhren wir zum Aussichtspunkt Mirador del Rio (Eintritt in der Kombikarte enthalten) hinauf, denn das Wetter scheint heute besser zu werden. Ein spektakulärer Ausblick auf die Lanzarote im Norden vorgelagerten Inseln La Graciosa, Montana Clara und Alegranza erwartete uns.







In Arrieta, das ist jetzt wieder etwas südlicher an der Ostküste, schauten wir uns das blaue Haus „Casa Azul“ an. Es ist tiefblau und erdig rot und hebt sich durch seine außergewöhnliche Form und Farbe von allen anderen Häusern deutlich ab.







An einer Tankstelle gleich bei Arrieta konnten wir unser Fahrzeug mit dem Dampfstrahler waschen, Abwasser und WC entsorgen und bekamen auch vom freundlichen Besitzer Trinkwasser zum Auffüllen unseres Wasservorrats. Gut versorgt konnten wir dann in Guatiza – gleich in der Nähe von Arrieta - dem Jardin de Cactus, dem Kaktusgarten, einen Besuch abstatten. Wieder hat C. Manrique, der Inselkünstler, diesen Garten gestaltet. Manrique ist auf der Insel allgegenwärtig. Es gibt dort über 1400 verschiedene Arten der stacheligen Gewächse in einem schön gestalteten Umfeld.








Auf einer sehr schmalen kurvenreichen Straße gelangten wir zu unserem Übernachtungsplatz bei der Ermita de las Nieves auf 608m Höhe über dem Meer. Der Rundumblick ist gigantisch, denn man kann gleichzeitig beide Inselseiten überblicken. Die Ermita liegt sehr schön im Abendlicht. Und auch der Sonnenuntergang ist von hier oben recht spektakulär anzusehen.








Niemand stört auf dem großen Platz unsere Nachtruhe. Man merkt, dass es in der Höhe kälter ist als am Meer – aber heizen brauchen wir immer noch nicht.




Wie es bei uns auf Lanzarote weitergeht – das steht im nächsten Bericht



Bis dahin viele in die Heimat



Habe die Ehre

Gogolo

abba am 25 Feb 2014 12:55:28

Hallo Gogoline und Gogolo,

habe es endlich geschafft die letzten "Folgen" Eures Reiseberichts am Stück zu lesen. Beeindruckend, die wie immer schönen Fotos von Meer und Landschaft.

Wusstet Ihr, dass es Manrique zu verdanken ist, dass es auf Lanzarote nur dieses eine, hässliche Hochhaus in Arrecife gibt? Er hat das 1968 durchgesetzt. Daher sieht da auch alles noch so ursprünglich aus. Seit Ihr schon durch das Tal der 1000 Palmen gefahren?

Freue mich auf weitere Berichte von Euch und bleibt gesund!

deedee am 25 Feb 2014 14:18:14

NUR TOLL !!!!!!

sabmatt am 25 Feb 2014 16:36:08

deedee hat geschrieben:NUR TOLL !!!!!!

Dem braucht man nichts hinzuzufügen. :ja:
Danke, dass wir dabei sein dürfen.

Rigema am 26 Feb 2014 18:24:52

Boah, diese Fotos... einfach traumhaft...

Danke für den Bericht und weiterhin alles, alles Gute!

Liebe
Rigema

tobi02 am 26 Feb 2014 19:47:07

Ja da war ich auch schon mal auf der Insel. Ich finde sie vieeeeeeeeeel schöner als Fuerte. Ich musste das Ganze aber als Tagesprogramm absolvieren und war am Ende fix und foxy.
Aber sehr schön der Bericht und die Reise :ja:

mogger am 26 Feb 2014 20:26:40

Hallo Gogolos,

ja Lanzarote hat schon irgendwie etwas mystisches. Vielleicht liegt es an den Vulkanen, am Timanfaya oder an Cesar Manrique oder an der Kombination dieser Zutaten. Ich habe es bisher nicht herausgefunden. In Island war ich bisher noch nicht, kann deshalb auch keinen Vergleich ziehen.

Den schönsten Naturstrand findet ihr in Famara. Wenn's mal nicht zu windig ist kann man hier herrliche Strandspaziergänge machen mit Blick auf La Garciosa. In La Caleta gibt es noch sehr urige Lokale und Tapas-Bars. Sonntag-Vormittag ist in Teguise einen großen Markt, auf jeden Fall sehenswert. Samstags gibt es in Haria ebenfalls einen Kunstmarkt.
Ein sehr gutes Fischrestaurant findet ihr in Arrieta. Der Name des Restaurants ist "Amanecer", sehr empfehlenswert.

Weiterhin gutes Wetter und viele Erlebnisse.
!
Mogger

Gogolo am 27 Feb 2014 15:10:52

Danke für die Tipps. In Teguise waren wir schon auf dem Markt.


Habe die Ehre

Gogolo

pipo am 28 Feb 2014 22:09:56

Günter: Das letzte Bild, einfach nur grandios :!:

Und Glückwunsch euch beiden für die fast 4 Jahrzehnte :mrgreen:

Gogolo am 01 Mär 2014 16:13:35

Beim Mirador de las Neves genießen wir noch einen schönen Sonnenaufgang und dann fahren wir ein kurzes Stück den Berg hinab nach Teguise, das ist eine der ältesten Städte auf den kanarischen Inseln, gegründet schon im Jahre 1418.







Es ist Sonntag, und da ist Markt in der kleinen Stadt. Auch ganz nett anzusehen und zu erleben. Leider ist es kein typischer spanischer Markt, sondern fest in afrikanischer und deutscher Hand. Einheimische Künstler und Fieranten sind ganz selten. Das mit der deutschen Beteiligung am Markt hat aber auch etwas gutes, denn an einem der vielen Stände gibt es „Wiener Schnitzel in der Semmel“. Da konnte ich nicht widerstehen…








Hoch über der Stadt befindet sich die Festung Castillo Santa Barbara, denn früher wurde (trotz der Festung) Teguise oft von Piraten überfallen. Jetzt befindet sich in der Anlage ein Museum, das Museo de la Pirateria. Man kann mit dem Fahrzeug auf gut ausgebauter Straße ohne Schwierigkeiten zur Festung hinauffahren und hat von dort einen guten Blick übers Land.







Weil es bei der Ermita so schön ist, sind wir zum nächtigen nochmals hinauf gefahren. In der Nacht hat es allerdings ganz heftig zu stürmen begonnen, der Wind und der Regen haben seitlich ans Gogolobil geprasselt und ich bin mit dem Fahrzeug in den Schutz (Windschatten) der Ermita geflüchtet. Der Regen war so heftig, dass ich nur eine Sicht von wenigen Metern hatte und mich die einhundert Meter zur Ermita direkt „hinauftasten“ musste. Am Morgen war wieder gutes Wetter.

Wir sind durch den palmenumsäumten Ort Haria zum Mirador Guinate gefahren, das ist auch nicht weit entfernt und haben dort einen weiteren absolut tollen Übernachtungsplatz entdeckt, den wir in den nächsten Tagen nutzen werden. Hier ein Bild davon, wie gigantisch schön es hier oben ist:







Heute wollen wir aber wieder an die Küste fahren um in Arrieta in einem schönen Fischlokal am Meer gut zu speisen. Gleich in der Nähe der „Casa Azul“ (vgl. letzten Bericht) ist eine schöne Freifläche mit Blick aufs Meer, die sich für eine Nacht geradezu anbietet. Aber zunächst machten wir einen Spaziergang durch dieses ehemalige Fischerdorf und suchten uns ein für das Abendessen passendes Lokal heraus. Wir konnten hier problemlos übernacht stehen.

Am nächsten Morgen – wir haben uns richtig schön Zeit gelassen mit aufstehen und frühstücken – fahren wir los. Und wen treffen wir im Ort gerade als sie hereinfahren: Bruni und Norbert. Wir erzählen ihnen vom geplanten Übernachtungsplatz am Mirador Guinate und schon sind sie Feuer und Flamme und auch mit dabei. Wir stehen hier oben weit über dem Meer und haben fast den gleichen Blick wie vom Mirador del Rio, allerdings kostenlos. Der Blick aus dem Gogolobil reicht von den Inseln La Graciosa, Montana Clara und Alegranza im Norden bis zur Caletta de Caballo im Süden. Ich könnte hier stundenlang sitzen, die Wellenbrandung genießen und die Landschaft auf mich einwirken lassen. Nur der Wind ist heftig und manchmal verirren sich ein paar Touristen und –busse hier herauf. Deren Aufenthalt ist aber jeweils nur von ganz kurzer Dauer.







Wir haben nach einer ruhigen Nacht den tollen Stellplatz verlassen und sind wieder einmal nach Arrieta zur Tankstelle zwecks Ent- und Versorgung gefahren. Übrigens: auf Lanzarote soll man tunlichst ent- und versorgen wenn man kann – und nicht wenn man muss, denn die Infrastruktur für Wohnmobile ist hier etwas dürftig. Das wird aber von der absolut beeindruckenden Landschaft mehr als wett gemacht.

Wir fahren weiter und haben als Ziel den uns von Bruni und Norbert genannten Platz an der Playa Los Chargos bei Costa Teguise. Es ist sehr!!! windig hier an der Südküste von Lanzarote und vom nahen Strand wehen Sandkörner durch die Luft. Trotzdem hatten wir eine ruhige Nacht.

Am nächsten Tag fuhren wir durch das geografische Zentrum der Insel und besichtigten das bei Mozaga errichtete „Monumento al Campesino“, ein aus Wassertank von Fischerbooten zusammengeschweißtes, abstraktes und den Bauern und Fischern Lanzarotes gewidmetes Denkmal. Natürlich von Manrique. Daneben befindet sich noch ein heimatkundliches Museum.







Zur Nordküste der Insel – das ist nicht weit, die Insel ist klein – fahren wir über Tao, Tiagua, Munique und Soo nach La Santa. Hier gibt es eine sehr große Hotelanlage, die überwiegend von Sportlern besucht wird. Entsprechend ist auch das Sportangebot dort. Zum übernachten fahren wir an den von Rolf Rieber genannten ruhigen Platz ganz nahe der Küste mit Blick aufs tosende Meer und wieder mit viel Wind. Es ist aber trotzdem warm, denn die Sonne scheint schon seit Tagen vom wolkenlosen Himmel – mann/frau kann gemütlich im Campingstuhl draußen sitzen.

Der heftige Wind und das tosende Meer haben übernacht die Fenster des Gogolobils mit einer feinen Salzkruste überzogen. Es ist Zeit mal wieder für eine Wäsche. Aber nach Arrieta zur Waschanlage kommen wir nicht so schnell, erst in ein paar Tagen. Wir nutzen daher den Wasserhahn an der Ermita Tiagua und waren erstaunt, dass da kein Wasser heraus kommt – gestern lief das Wasser noch, ich hatte es ausprobiert. Ursache: der Haupthahn war abgedreht. Ein kurzer Dreh am Haupthahn von mir und das Wasser kam wieder. Die Fenster wurden von der Salzgischt sauber gemacht und der Frischwassertank ist auch wieder voll.





Wir fahren durch Lavagelände in der Nähe von den Vulkanen von Timanfaya mitten ins Weinanbaugebiet der Insel. Das ist total interessant zu sehen. Im Gegensatz zur Anbauweise auf dem Festland müssen hier die Weinreben vom Wind geschützt werden und brauchen einen Boden, der das Wasser speichert. Für jeden einzelnen Rebstock wird daher eine meist halbkreisförmige Mauer aus Lavasteinen errichtet und gefüllt wird dieser Kreis mit kleinen schwarzen Lapilli-Steinchen – das ist dann wie Hydrokultur. Die Steinchen speichern Wasser und Wärme und geben beides an die Weinstöcke ab – genial. Der Wein ist übrigens recht köstlich…










Schon bei der Fahrt durch die Inselmitte haben wir bei Tao gesehen, wie Lapilli aus einer dicken Schicht dieses speziellen Lavagesteins abgebaut wird. Und überall kommt schon der kanarische Frühling zum Vorschein und es fängt an zu blühen.










So – jetzt haben wir alle Straßen von Lanzarote befahren und alle Gegenden gesehen. Aber erst in sechs Tagen geht die Fähre von Arrecife nach Huelva auf das spanische Festland zurück. Wir werden die Zeit nutzen um uns ein zweitesmal die besonders schönen Stellen eingehend anzusehen und an den besten Plätzen übernachten. Aus diesem Grunde ist das der letzte Bericht, den ich von den Inseln absetze. Der nächste Bericht ist dann erst wieder vom Nachhauseweg.

Wenn ich gefragt werde, welche von den kanarischen Insel mir am besten gefallen hat, so habe ich folgende Reihenfolge:

Platz 1 – La Gomera
Platz 2 – Lanzarote
Platz 3 – Fuerteventura
Platz 4 – Teneriffa
Platz 5 – Gran Canaria

Die Inseln La Palma und El Hierro haben wir nicht besichtigt. Das holen wir nach, wenn wir in ein paar Jahren wieder hier überwintern. Und dann werden wir auch auf La Gomera nicht nur eine Woche, sondern mindestens drei Wochen verbringen.

Die kanarischen Inseln sind durchaus für eine Wohnmobil-Überwinterung geeignet – aber idealerweise nur für Freisteher, denn es gibt fast keine Campingplätze (nur auf Teneriffa und Gran Canaria). Dafür gibt es fast keine Verbote fürs Übernachten im Wohnmobil, jeder Parkplatz ist dafür geeignet. Und mit dem Gogolobil kann ich gegebenenfalls auch ins unwegsame Gelände fahren. Nicht zuletzt ist auch die absolute Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einwohner besonders erwähnenswert!


Haltet uns die Daumen für eine ruhige Überfahrt am 06.03. damit Gogoline nicht seekrank wird.



Bis zum letzten Bericht über die Rückreise viele in die Heimat.



Habe die Ehre

Gogolo

Ulli K am 01 Mär 2014 18:01:18

Hallo Gogolo,
danke fürs Mitnehmen auf eure Tour. Schön war's.
Ich wünsche eine entspannte Überfahrt.
Ulli, die gerne bei euch mitfährt

Gast am 01 Mär 2014 18:11:37

Gogolo hat geschrieben:Mirador Guinate..... Nur der Wind ist heftig
Sehr heftig hab es in Erinnerung, ansonsten natürlich atemberaubend.

Darf ich fragen was Euch auf La Gomera so gut gefallen hat ?

Ich frage deshalb, da wir uns gerade entschieden haben die Insel ( und auch La Palma ) nicht zu besuchen. Ausschlaggebend war hier die Entscheidung, dass wir mehr Zeit für die "vier" anderen schon bekannten Inseln haben wollen und mehr Zeit der Erholung widmen. Es war aber eine sehr schwere Entscheidung, wir haben jetzt den Rückflug der nächsten Tour von Lanzarote gebucht.

Ansonsten natürlich wie immer vielen Dank für den tollen Bericht

Gogolo am 01 Mär 2014 18:43:42

UlrichS hat geschrieben:
Darf ich fragen was Euch auf La Gomera so gut gefallen hat



Die relativ unberührte schöne Natur, die herrliche Einsamkeit der Landschaft und das Fehlen der Touristen abseits der "Städte". Und selbst in den "Städten" ist es ruhig und beschaulich.

Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 01 Mär 2014 20:21:45

Danke für die schnelle Antwort, genau so hatten wir das auch gesehen. Allerdings gilt die für uns auch für andere Inseln, auch auf Lanzarote gibt es einsame wunderschöne Stellen.

Gogolo hat geschrieben: Dafür gibt es fast keine Verbote fürs Übernachten im Wohnmobil, jeder Parkplatz ist dafür geeignet.
Na ja, ist relativ ...
solange die Anzahl der Wohnmobile sich in Grenzen halten - ja. aber siehe hier: --> Link

Wir haben schon eine ganze Menge davon gesehen und wie Du ja auch richtig geschrieben hast, benötigt man zur Übernachtung an einigen Plätzen eigendlich eine ausdrückliche schriftliche Erlaubnis .... usw. Für eine Nacht geht aber fast überall alles, da hast Du Recht.

Bild

rudi-m am 02 Mär 2014 18:25:39

Hallo Gogolo & Gogoline,

es hat uns sehr gefreut Euch heute getroffen zu haben.
Weiterhin schöne Tage auf Lanzerote und nochmals gute Überfahrt ans Festland.

Viele von Rudi & Klarine

geoPirat am 03 Mär 2014 20:24:11

Auch von mir wieder ein Danke Sehr an Gogoline und Gogolo, dass Ihr uns wieder auf Eure Reise mitgenommen habt. Eure Bilder und Texte haben wieder viel Freude beim Lesen gemacht, man surft hat auf der Couch ein ganz klitze klein wenig mit Euch mit :-)

abba am 04 Mär 2014 12:58:30

Hallo Gogoline und Gogolo,

fiebere dem letzten Teil Eurer Reise entgegen und klar drücke ich für Dich Gogoline die Daumen, dass die Überfahrt ruhig ist und Du nicht Neptun opfern musst!

Gast am 11 Mär 2014 21:54:28

Gogolo hat geschrieben:Bis zum letzten Bericht über die Rückreise viele in die Heimat.
nach Andalusien ( gehe mal davon aus, dass Du jetzt dort bist ). Wenn wir mal ganz nett fragen dürfen, wann dürfen wir mit der Fortsetzung rechnen. Ich hoffte noch vor unserem Abflug in wenigen Tagen das Ende Deiner diesjährigen :D Kanaren Reise lesen zu dürfen.

LeVoyageurLT am 11 Mär 2014 22:02:16

Was für fantastische Bilder. Das macht so viel Lust auch einmal diese Inseln zu besuchen.

Danke fürs teilhabenlassen und , Heike

Gogolo am 14 Mär 2014 15:39:12

UlrichS hat geschrieben:Wenn wir mal ganz nett fragen dürfen, wann dürfen wir mit der Fortsetzung rechnen. Ich hoffte noch vor unserem Abflug in wenigen Tagen das Ende Deiner diesjährigen :D Kanaren Reise lesen zu dürfen.


Wir sind jetzt gerade auf dem CP Bon Repos in Santa Susanna (SP) und werden am Monatag zum "Inzman" nach Südfrankreich fahren. Der letzte Reisebericht kommt erst wenn wir wieder zuhause sind, d.h. nicht vor Ende nächster Woche.


Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 14 Mär 2014 18:12:12

Danke schön für die Info, dann seit Ihr ja flott auf dem Weg zurück nach Hause ( in die Nachtfrostgegend ... :D )

Gute Fahrt wünschen wir Euch und fliegen morgen nach Teneriffa zu unserem WOMO in die Sonne.

tobi02 am 15 Mär 2014 16:25:58

Moin ihr beiden,

mal eine ganz praktische Frage - habt ihr eine Sat-Schüssel dabei oder genügt ihr euch alleine? :D
Ich kann es auf den Fotos nicht erkennen (Ob eine Schüssel drauf ist meine ich.). Wenn ja - wie gross ist die? Was sollte man im Allgemeinen haben? Im Internet ist eine Mindestgrösse von 85cm zu erlesen. Wenn man allerdings die Fotos mit Häusern darauf anschaut sind die meisten deutlich kleiner. Mit der 40er Caro wird man aber aller Wahrscheinlichkeit nicht hinkommen. Obwohl ich bis zur Südspitze von Sizilien auch keine Probleme hatte.

Gogolo am 15 Mär 2014 17:15:17

Wir haben eine SAT-Schüssel dabei. Allerdings extern auf Dreibein und 85cm Durchmesser. Der Empfang war recht gut obwohl die Kanaren am Rande der Astra-Empfangszone liegen. Allerdings hatten wir oft heftigen Wind mit Geschwindigkeiten von über 50 kmh. Da musste die Schüssel im Windschatten des Fahrzeugs ordentlich befestigt werden.


Habe die Ehre

Gogolo

felix52 am 15 Mär 2014 17:48:35

Fahrt langsam zurück. Das Wetter ist hier eher ungemütlich.... :wink:


Felix52 :)

Gogolo am 15 Mär 2014 19:00:13

felix52 hat geschrieben:Fahrt langsam zurück. Das Wetter ist hier eher ungemütlich.... :wink:


Felix52 :)



Ja, wir lassen uns Zeit. Aber es sind auch schon Arzt- und Servicetermine geplant, denn schon zu Ostern möchten wir wieder auf Achse sein :D :D :D


Habe die Ehre

Gogolo

pipo am 16 Mär 2014 13:38:44

Gogolo hat geschrieben: denn schon zu Ostern möchten wir wieder auf Achse sein :D :D :D

Aber die Zeit für einen Abschlußbericht habt ihr noch? :wink: :lach:

Gogolo am 16 Mär 2014 15:08:20

pipo hat geschrieben:Aber die Zeit für einen Abschlußbericht habt ihr noch? :wink: :lach:



Ja, ja. Das wird gerade noch so gehen... :D :D :D


Habe die Ehre

Gogolo

mischa1 am 16 Mär 2014 15:28:05

So was nennt man positiven Stress ;D :top:

sabmatt am 17 Mär 2014 09:19:07

mischa1 hat geschrieben:So was nennt man positiven Stress ;D :top:


Den hätt ich auch gern. :ja:

Gast am 19 Mär 2014 16:07:29

Gogolo hat geschrieben:Ja, ja. Das wird gerade noch so gehen... :D :D :D
Dann bleibt die Spannung ja noch :D :roll:

Sonnige ( 23 Grad ) aus Teneriffa von Marianne & Ulrich

hajo08 am 23 Mär 2014 13:08:28

Hallo Gogolobil,

war im Februar auf Lanzarote und habe euer Mobil dort bei den wasserhöhlen gesehen , leider euch nicht .
Warte gespannt auf euren Reisebericht .
Hajo

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Rückfahrt Fähre erst auf Sardinien buchen
Sizilien im Frühjahr 2016
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt