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Das Gogolobil unterwegs: Winter 2013/14 auf den Kanaren 1, 2, 3, 4, 5 ... 17


Gogolo am 02 Nov 2013 19:35:41

Wir überwintern auf den kanarischen Inseln in der Sonne (hoffentlich) und in der Wärme (sicherlich) und machen dort ein paar Monate lang bis Ende März 2014 sog. Inselhopping. Teneriffa, Gran Canaria, La Gomera, Fuerteventura und Lanzarote stehen für fünf Monate auf dem Programm. Schaun ma moi was dann im Endergebnis daraus wird… Auf alle Fälle werden es wieder mehrere Berichte mit vielen Bildern über einen längeren Zeitraum. Ich hoffe, ihr seid im Geiste mit dabei und verfolgt unsere Reise.



Prolog:

Alle fahren nach Spanien, Portugal und Marokko zum überwintern. Zu den kanarischen Inseln dagegen nur ganz wenige. Die Idee dazu hatten wir von der Website von Rolf Rieber (--> Link), dem ich an dieser Stelle recht herzlich für seine ausführlichen Berichte und GPS-Daten danken möchte. Ohne die Informationen in seinem Reisebericht würde unsere Überwinterung doch ein rechtes „Suchspiel“ werden. Natürlich werden wir teilweise auch die Strecken von Rolf Rieber nachfahren, versuchen aber unsere Eindrücke und Erlebnisse mit eigenen Worten zu schildern. Auch werde ich es vermeiden, die GPS-Daten von Rolf Rieber einfach so abzuschreiben – dafür hat er sich mit seiner Website doch zu viel Mühe gemacht und jeder der diese Tour vorhat, soll selbst bei den Riebers hineinschauen. Lediglich wo es Abweichungen und Aktualisierungen gibt werde ich tiefer gehend berichten.



Gerade von der Sommertour in den Hohen Norden zurück, treibt es uns schon wieder in die Ferne. Auf den Kanaren waren wir noch nie – weder mit Flugzeug noch als Pauschaltourist -, es ist also dort alles Neuland für uns. In Spanien (bei Malaga) haben wir letztes Jahr überwintert um auch in einem Sprachkurs etwas die spanische Sprache für unsere geplante Südamerikareise zu lernen. Jetzt können wir auf den Kanaren dies wieder auffrischen und ggf. verbessern – zumindest bemühen wir uns. Ob wir allerdings dann im nächsten Sommer tatsächlich nach Südamerika für die Dauer eines Jahr fahren hängt noch von einigen Faktoren ab, wie z.B. Fährplan, technische Umrüstung des Gogolobils, Gesundheit, usw.


Das Gogolobil ist relativ schnell wieder auf „Vordermann“ gebracht, allerdings hat sich gezeigt, dass im Allrad-Zwischengetriebe ein Lager und ein Synchro-Ring defekt ist und repariert werden musste. Die Wäsche ist gewaschen, das Gogolobil gereinigt und die Kontrolluntersuchungen bei Arzt und Zahnarzt ohne Probleme und Auffälligkeiten absolviert. Die Vorräte sind aufgefüllt und die Winterreifen aufgezogen. An Reiseliteratur haben wir uns besorgt:

- Polyglott on tour Kanarische Inseln
- Schlaglichter Kanarische Inseln von Daniel Kempken
- Digitale Karte Kanarische Inseln 3D von Kompass
- der Rest ist aus dem Internet (insbesondere der Reisebericht von Rolf Rieber)


Bei den Vorräten haben wir nur solche Sachen mitgenommen, die im Ausland, speziell in Spanien, nicht oder nur sehr schwer zu bekommen sind. Insbesondere meine Gewürzvorräte als Hobbykoch sind wieder voll gefüllt. Auch Weißwürste in der Dose (von Zimmermann – sind wirklich gut, wenn man nichts anderes hat) und süßer Senf sind mit dabei. Ansonsten werden wir sicher ziemlich oft die spanische Küche probieren oder frische Sachen (insbesondere Fisch) zum kochen und braten/grillen einkaufen.


Das Gogolobil hat seine Winterreifen aufgezogen bekommen, denn in Österreich ist sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt Ende März Winterreifenpflicht. Natürlich muss auch die SAT-Schüssel mit, wollen wir doch auch auf den Kanaren auch mal die deutschen Nachrichten sehen. Unsere Elektrofahrräder bleiben zuhause, denn es wurde uns davon abgeraten, diese auf den Kanaren mitzunehmen, da dort angeblich nicht viele Gelegenheiten zum radfahren sind. Dadurch wird auch das Gogolobil kürzer und das ist für die Fährkosten sehr positiv. Das Geräusch im Verteilergetriebe wurde von Iveco wie befürchtet als Lagerschaden diagnostiziert und mit zwei neuen Lagern und einem Synchro-Ring sowie frischem Öl beseitigt. Im Rahmen einer Umtauschaktion habe ich nun auch eine neue Kamera mit dabei, mit der meine Bilder noch!!! besser werden sollen…


Die Vorfreude ist schon sehr groß! Und wir werden uns trotzdem Zeit lassen mit der Anfahrt und nichts überstürzen. Geplant ist diese über den Brenner, am Gardasee vorbei nach Monzambano. Von dort dann in Richtung Genua und zunächst der italienischen Küste entlang bis Frankreich. Dort werden wir bei Béziers wieder einen kurzen Halt einlegen bevor es nach Spanien geht. Immer der Küste entlang über Barcelona, Valencia, Benidorm und Vera nach Torre del Mar (wo wir letztes Jahr überwinterten). In Torre sind wieder ein paar Tage Aufenthalt geplant und dann geht es nach Cadiz zur Fähre nach den Kanaren wo wir spätestens noch vor Weihnachten eintreffen möchten. Fährtermine habe ich noch nicht, das machen wir dann jeweils vor Ort – sowohl für die Hin- als auch für die Rückreise und das Inselhopping dazwischen. Dies zu unserer Grobplanung. Lasst euch überraschen, wo wir dann tatsächlich fahren werden!


So, aber jetzt geht es los! Es ist Ende Oktober und damit beste Zeit für den Start in die Überwinterung und um der Kälte und dem Schnee in Deutschland den Rücken zu kehren.


Der Diesel im Tank müsste eigentlich locker bis zum Brenner reichen um kurz vor der italienischen Grenze nochmals richtig volltanken zu können, denn der Diesel in Italien ist wesentlich teurer als bei uns. Die LPG-Tankflasche wurde noch in Rosenheim aufgefüllt und wird erst kurz vor der Fähre wieder nachgefüllt. Ich habe noch zwei volle Tauschflaschen an Gas mit dabei. Eigentlich sollte das Gas bei den üblichen warmen Temperaturen auf den Kanaren wohl die ganze Zeit reichen. Eine Reservetoilettencasette ist auch an Bord wenn wir irgendwo mal längere Zeit nicht entsorgen können.

Wir fahren früh am Vormittag gleich auf die Autobahn um unsere GoBox ab Kufstein arbeiten zu lassen welche die österreichische Autobahnmaut Stück für Stück abbuchen wird. Die Autobahn werden wir jetzt bis Monzambano am Südrand des Gardasees nicht mehr verlassen, denn heute ist etwas „Kilometerfressen“ angesagt. Ich freue mich schon auf die ganz hervorragende Pizza, die es unweit des Stellplatzes in Monzambano gibt. So einen schönen hauchdünnen und knusprigen Boden mit meinem Lieblingsbelag Thunfisch und Zwiebeln! Die Küche im Gogolobil bleibt heute kalt. Meine größte Sorge ist: hoffentlich hat das Lokal heute geöffnet und keinen Ruhetag.

Diese Pizza ist schon seit dem Brenner, wo am Pass links und rechts schon an den Hängen frischer Schnee liegt, vor meinem geistigen Auge, aber zunächst geht es über Bozen, Trient und Gardasee zu unserem Tagesziel. Als wir an die Autobahnausfahrt Garda-Nord kamen, hatte ich den Einfall, über das Ostufer des Gardasees zu unserem Ziel zu fahren, denn dort ist es landschaftlich doch viel schöner und Zeit hatten wir laut unserem Navi auch noch genug. Nördlich von Malcesine gibt es einen netten Parkplatz, der auch von Wohnmobilen angefahren werden kann, denn es fehlt die sonst in dieser Gegend übliche Höhenbeschränkung. Daher machten wir dort eine Kaffeepause. Hatte es bei der Abfahrt in Rosenheim noch leicht geregnet, wird jetzt das Wetter immer besser und die Sonne lässt sich auch schon blicken.










Der Stellplatz in Monzambano eignet sich hervorragend als Stütz- und Ausgangspunkt für viele schöne Radtouren. Hätten wir unsere Räder mit dabei, wären wir sicher noch einen Tag länger geblieben. So aber fahren wir schon am nächsten Tag nach einem ausgiebigen Frühstück weiter. Tagesziel war eigentlich der Stellplatz in Bartholomeo al Mare kurz vor der französischen Grenze an der Riviera), den wir schon vor früheren Anreisen kannten. Doch dieses mal die große Überraschung: an der Einfahrt zum Stellplatz ist eine Höhenbegrenzungsstange mit 2,20m und der Wohnmobilstellplatz ist aufgelöst. Die Ent- und Versorgungsstellen sind demontiert. Schade!

Wir fuhren 45km weiter nach Sanremo und stellten uns dort auf einen Parkplatz für Womos mit Blick aufs Meer (10€ Gebühr). Er befindet sich gleich bei der Einfahrt zum örtlichen Campingplatz. Es ist südländisch laut hier, aber nach Einbruch der Dunkelheit konnten wir ganz ruhig schlafen. Und sehr warm ist es geworden – so ca. 23-25°C.

Fast 500km lang war dann die nächste Fahretappe zu Klaus und Anneliese, die in Südfrankreich bei Beziers einen kleinen, aber feinen Stellplatz für Wohnmobile (N43°24’ 32,7 E003°11’ 30,5) gebaut haben. Abseits aller befahrenen Durchgangsstraßen stehen wir hier schon zum dritten Mal und sind immer wieder von der Ruhe, der Umgebung und der freundlichen Aufnahme begeistert. Hier bleiben wir zwei Nächte (auch schon alleine wegen des guten Baguette, das Klaus morgendlich ans Gogolobil bringt), das haben wir immer schon so gemacht.








An unserem Ruhetag stand noch eine kleine Nordic-Walking-Tour durch die abgeernteten Felder und Weinberge der näheren Umgebung auf dem Programm. Ein wenig Ausgleich für die Fahretappen war jetzt notwendig.

In diesem Jahr sind die französischen Autobahnmautgebühren nicht mehr gar so hoch, denn wir haben keinen Anhänger (mit dem Motorroller) dabei und so bleiben wir in der Mautkategorie 3. Dies ist doch erheblich günstiger als bei unserer Fahrt im vorigen Jahr.

Die nächste Etappe führt uns dann schon nach Spanien – und immer weiter südwärts. Bleibt bitte weiter dran – es gibt sicher viel zu berichten.



Habe die Ehre

Gogolo

Anne42 am 02 Nov 2013 20:22:03

hallo Gogolo, wie schön, dass ihr wieder unterwegs seid, freue mich jetzt schon sehr auf deine Berichte und ich denke das geht vielen hier so.

traveller69 am 02 Nov 2013 21:09:57

Hallo Gogolo,

das ist wirklich eine ausgefallene Art zu überwintern :)
Für die Nachahmer: Wie lange dauert die Fährüberfahrt und was kostet die ca.?
Die Inseln sind ja vergleichsweise winzig - habt Ihr da keine Bange, in drei Wochen alles abgeklappert zu haben, um es mal salopp auszudrücken...

Gogolo am 02 Nov 2013 21:18:12

traveller69 hat geschrieben:Hallo Gogolo,

das ist wirklich eine ausgefallene Art zu überwintern :)
Für die Nachahmer: Wie lange dauert die Fährüberfahrt und was kostet die ca.?
Die Inseln sind ja vergleichsweise winzig - habt Ihr da keine Bange, in drei Wochen alles abgeklappert zu haben, um es mal salopp auszudrücken...



Ich gehe davon aus, dass die Überfahrt ab Huelva je nach Fährgesellschaft und Route (ggf. über Madeira) ca. 2 Tage dauern wird. An Fährkosten rechne ich insgesamt (incl. des Inselhoppings) mit ca. 2.500 €. Deshalb "rechnet" sich das Ganze m.E. nur dann, wenn man ein paar Monate dort bleibt.

Wir werden sicher nicht in ein paar Wochen alles "abgeklappert" haben, denn wir haben uns vorgenommen, auf den Inseln den durchschnittlichen Tageskilometerschnitt von 50km nicht zu überschreiten. Wir wollen uns vieles genau anschauen und anders als die üblichen Touristen auch mal ein paar Tage irgendwo dort stehen, wo es uns ganz besonders gut gefällt.


Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 02 Nov 2013 21:39:05

Hallo Gogolo,
da wünschen wir dir einen warmen Winter ohne Pech und Pannen. Mit deinem Mobil bekommst du ja überall einen Stellplatz. Wir sind gespannt auf deine Berichte.
Wir haben die Kanarischen Inseln gestern endgültig aus unseren Reiseplanungen gestrichen. Bei unserer Größe dort frei stehen - keine Chance, so die Auskunft von Leuten, die seit vielen Jahren auf Teneriffa wohnen und selbst ein großes Reisemobil auf MAN haben.

frankjasper8 am 02 Nov 2013 21:45:44

Oh, klasse, das Gogolobil ist wieder auf Achse! :gut:

Da können wir uns wieder auf schöne Reiseberichte und tolle Bilder freuen. Gogolo und Gogoline bringen uns die Ferne nach Hause. :klatschen:

Ich wünsche Euch eine tolle Zeit und eine schöne Reise. Viel Spass auf den Kanaren und unterwegs.

Gast am 02 Nov 2013 21:56:58

Wir wünschen Dir auch eine schöne erholsame Reise verliert kein Geld und lasst Euch unterwegs nicht Blöd anquatschen .
Wir freuen uns auf Deine Bilder :daumen2:

garagenspanner am 02 Nov 2013 22:10:10

moin moin liebr Gogolo :D

wir wünschen viel Freude und super Wetter auf den Kanaren.
Wir sind vor unserer Wohnmobilzeit jedes Jahr nach Gran Canaria geflogen , um dort 2-3 Wochen
(teils auch 2 Mal im Jahr) Urlaub zu machen. Gran Canaria ist eine sehr facettenreiche Insel ,
mit landschaftlich völlig unterschiedlichen Regionen. Fahrt auf jeden Fall von Mogan aus in die Berge.
Schaut Euch Santa Barbara (wunderschöne alte Kirche dort) und Telde sowie den Bandana-Krater an.
Weiters bleibt die urige Westküste mit den kleinen Ansiedlungen zu erwähnen.

herzliche von meiner an Deine Sieglinde :D

beste
Jan

geoPirat am 02 Nov 2013 22:18:27

In der Tat wird es wieder ein rechtes Vergnügen, Deine Berichte und Bilder hier im Forum genießen zu dürfen. Gute Fahrt und Wetter!

traveller69 am 03 Nov 2013 11:31:32

Gogolo hat geschrieben:... rechne ich insgesamt (incl. des Inselhoppings) mit ca. 2.500 €. Deshalb "rechnet" sich das Ganze m.E. nur dann, wenn man ein paar Monate dort bleibt.


Hallo Gogolo,

vielen Dank für die Info. In der Tat sind die Fährkosten beachtlich. Das erklärt wahrscheinlich auch, warum nicht so viele die Gelegenheit nutzen, die wirklich teils sehr schönen und abwechslungsreichen Inseln mit dem Wohnmobil erkunden. Von den drei Kanarischen Inseln die ich kenne, hat mir La Gomera am besten gefallen. Aber mit ihren 15x15 km kann man sie auch bequem zu Fuß erkunden. Aber auch Teneriffa, die größte Insel, ist nur 50x80 km groß. Aber warum nicht mal einen Gang runter schalten - schließlich beginnt ja bald Winter, die ruhige Jahreszeit :)
Ich wünsche Euch viele tolle Erfahrungen, Erholung und ich bin gespannt auf Eure Erlebnisse!

pipo am 03 Nov 2013 12:19:09

Ihr seit ja schon unterwegs.. :eek:

Dann wünschen wir euch Unruheständler eine wunderschöne Überwinterung auf den Kanaren :!:
Das wird sicherlich ein ganz besonderer Bericht, da sehr wenige den Weg mit dem Wohnmobil auf die Kanaren finden.
Unser ganzer Neid sei mit Euch :lach:

knutschkugel am 03 Nov 2013 12:29:12

Wünsche einen schönen erholsamen Urlaub.

Freue mich schon sehr auf die Berichte.

Gast am 03 Nov 2013 12:42:59

Auch von uns gute Fahrt!

Wir sind schon sehr gespannt auf eure Erlebnisse. Waren doch die Kanaren vor unserer Womozeit unser Lieblingsziel, bevorzugt Gomera und La Palma.
Kennen aber alle 7 Inseln.
Ähnliches haben wir dann in unserem Ruhestand vor, dauert ja nur noch 10 Jahre :cry:

Also gebt Gas, wir können es kaum erwarten, bis ihr da seid... :D

kedi3001 am 03 Nov 2013 19:14:19

Lieber Gogolo (und natürlich auf Gogoline),

mit großer Begeisterung habe ich gelesen, dass Ihr wieder unterwegs seid.
Deine Berichte sind wirklich superklasse. Hoffentlich schaffen wir es später auch mal, so schöne Reisen zu machen.

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Reise und freue mich schon sehr auf die tollen Berichte. :)

Liebe aus dem bayerischen Oberland
Conny

jorgito am 03 Nov 2013 19:17:56

Hola Gongolo,

entonces buen viaje, cuidate mucho y ojala nosvemos el proximo ano.

Saludos

Jorgito

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