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Kleines Schlauchboot m. Motor fürs Mittelmeer-was kaufen?


FWB Group am 23 Apr 2014 12:03:24

Hallo ihr Griechenlandfahrer.
Frage - welches Schlauchboot für Griechenland?

Geschuldet der Tatsache, das wir im letzten Urlaub so ein kleines, aber feines Schlauchboot für 2 Personen in Aktion in Küstennähe bewundern durften,
der Besitzer aber recht Maulfaul war, daher nun auf diesen Weg.
Ich hab mich bereits durch die Suche gequält, aber nicht wirklich passendes ala, nimm das oder lass die Finger davon, gefunden.

Eine Frage, eigentlich mehrere und vielleicht kann ich da von euren Erfahrungen profitieren.
Wir tragen uns mit dem Gedanken ein gebrauchtes Schlauchboot mit kleinen Benziner zu erwerben.
Diese möchten wir benutzen, wenn wir im Urlaub sind, um ein wenig auf dem Mittelmeer zu schippern.
Es soll nicht groß sein, aber ausreichend für 2 Personen, um mal aus einer Bucht aufs Wasser rausfahren zu können.

Daher meine Fragen.
- Geht das so einfach, Führschein hab ich natürlich nicht! :wink:
- Ich möchte es fertig aufgeblasen, auf meinen Alkovendach transportieren (selbstverständlich ohne Motor, so hatte das der Ideengeber im letzten Urlaub auch).
- reicht für 2 Personen so ein 2 - 5 PS Motörchen und wenn ja, darf ich das auch fahren ?
- muß es immer neu sein, oder kann man auch ein Boot das 10 Jahre alt ist, nehmen ?
- Anhänger möchte ich nicht nehmen müssen, da ich hinten das Motorrad auf dem Träger drauf hab.

Ach ja, da ich einen kleinen Alkoven ( T4 ) mein eigen nenne, habe ich durch die Auflastung auf 3,3 to kein Probleme mit der Zuladung!
Ich hoffe es gibt ein paar Infos. Danke euch!

JoergR am 23 Apr 2014 12:21:25

Hallo Frank,
schau mal auf --> Link da wird dir geholfen. In dem Forum findest du auch einige gute Ratschläge zu deiner Frage.
Wir sind da fast ausschliesslich Schlauchi fahrer.
Für 2 Personen sollte ein Schlauchi mit 300cm und ca.10PS reichen. In Deuschland brauchst du seit September erst einen Sportbootfüherschein wenn du über 15PS fahren willst.
In Kroatien brauchst du den Schein schon sobald du einen Motor am Boot hast. Zu Griechenland kann ich dir bei der Füherschein Frage leider nicht helfen. Aber im Forum gibt
es auch dafür Tip`s von Gricheland Profis.

ENTDECKER am 23 Apr 2014 15:29:47

Frank, Du hast Post. :wink:

,
Christian

FWB Group am 23 Apr 2014 15:48:09

Hi
Hab ich gesehen, vielen Dank, ich warte erst mal noch ab, was die Jungs noch so zu sagen haben zwecks Motor usw..
Im Übrigen ist noch jemand anderes auf die Idee gekommen, mir ein Angebot zwecks Boot zu machen.
Gegebenfalles komme ich darauf zurück.

Wespe am 23 Apr 2014 15:54:41

JoergR hat geschrieben:... Für 2 Personen sollte ein Schlauchi mit 300cm und ca.10PS reichen. In Deuschland brauchst du seit September erst einen Sportbootfüherschein wenn du über 15PS fahren willst.
In Kroatien brauchst du den Schein schon sobald du einen Motor am Boot hast.


Es kommt dabei auch ein bisschen auf Größe und Gewicht der Personen an.
Bei 2 Pers. 'Normgewicht' gehen die Hersteller von je 75kg aus, also 150kg.

Wie Jörg schrieb reichen 3m durchaus um in einer Bucht rum zu schippern, allerdings würde ich einen kleineren Motor wählen, weil
- manche Länder haben 6PS als Führerscheingrenze (Deutschland früher 5PS)
- manche Länder regeln das nach Geschwindigkeit
- großer Motor (10 PS und mehr) heisst viel Gewicht und ist relativ teuer
- große Motoren brauchen immer einen externen Tank

Ich würde ein gut gebrauchtes Markenboot (Zodiak, Bombard, Yanmar, Quicksilver, etc.) nehmen. Sollten die dir zu teuer sein, tut's auch z.B. ein neues Z-Ray II 400 Sportboot 310.
Die bekommt man schon recht günstig bei ebay.

Beim Motor würde ich dir ein 4PS 4-Takt Motor empfehlen. Yamaha und Mercury sind zuverlässig, kosten aber auch etwas mehr als preiswerte Asiaten.
In Holland werden will 8PS an Kleinbooten gefahren, sie sind leiser und brauchen wenig Sprit.

Nicht ausser acht zu lassen ist übrigens der Boden. Es gibt Lattenböden, Alu oder Holzplatten und s.g. Airdeck (Vollluftböden).
Da du in südliche Gebiete willst, würde ich dir vom Airdeck abraten. Uns ist mal eines in der Sonne geplatzt, obwohl der Boden nicht voll aufgepumpt war.
Lattenböden haben das gringste Packmass, Aluböden sind die haltbarsten und stabilsten.



Achim

Nachtrag: Beim Motor musst du einen Kurzschaft nehmen, nicht Langschaft.

Hundekruemel am 23 Apr 2014 16:57:36

kann mich den antworten nur anschließen,
aber achte darauf das es einen kiel hat, sonst vergeht dir schnell die lust am fahren (so war es bei uns).
hier ein adresse --> Link

ich habe meins, mit latteboden nach 2 jahren wieder verkauft weil es langweilig wurde (langsam, keine kurstreue)
den bootsführerschein gemacht und darf jetzt was richtiges fahren.
ich will damit sagen, mit dem lattenbodenboot habe ich viel geld kaputt gemacht.
vielleicht kannst so irgendwo --> Link
eines mieten und dir ein eigenes bild machen.

viel spaß

robeal

geloni am 23 Apr 2014 18:55:39

Boot: Das Boot sollte nicht zu kurz sein, ein längeres läuft kurstreuer. Und gerade, wenn Du es im Meer benutzen willst, sollte es unbedingt einen Kiel (oder ein Schwert) haben, um seitlichen Versatz durch Wind und/oder Querdünung zu mildern. Spiegel und Boden sollten eine möglichst stabile Verbindung haben.
Ein 15 Jahre altes, gut gepflegtes Metzler, Grabner oder Zodiak (die Liste ließe sich erweitern!) lebt vermutlich bei guter Behandlung länger als eine neue Vinyl-Wurst aus dem Billig-Markt.
Auch hier gilt: Das Billige ist letzten Endes das Teure.

Motor: Viertakter sind zeitgemäß und sauberer, allerdings technisch aufwendiger und deswegen i. a. deutlich schwerer als Zweitakter.
Zweitakter gibt es gebraucht zum kleinen Preis. Sie haben weniger bewegliche Teile und sind sehr robust.
In den Mittelmeerländern sind sie bei den Fischern immer noch weit verbreitet und werden deshalb auch fast überall relativ günstig repariert.
5 PS reichen, wenn Du keine Rennen gewinnen und nur die nächste oder übernächste Bucht erreichen willst. Wasserski geht erst ab Führerschein pflichtigen 25 PS.

geloni

jippiee am 23 Apr 2014 22:35:22

Alternativ zum Schlauchboot gibt's die Faltboote, sehr beliebt bei Fischern und Segler:

--> Link

Braucht man nicht aufzublasen, kommen auch ins gleiten.
ich überlege mir, so eines aufs Dach zu schnallen



Moritz

nick352 am 24 Apr 2014 20:45:52

Wir haben ein 3 Meter Schlauchboot mit einem alten 5PS Yamaha Motor.
Beides sind schon ca. 20 Jahre alt und haben uns nicht im Stich gelassen.Wir sind damit schon in Kroatien und Italien unterwegs gewesen ....für unsere Zwecke reicht es locker.
Nick

Drummond am 24 Apr 2014 23:37:37

Hallo Frank,
ich hab schon diverse Schlauchboote gehabt von Aluboden über Hochdruckluftboden bis zum zum Festrumpf (Rib). Die Frage nach welcher Bodentyp zu deinem Einsatzzweck passt richtet sich im Wesentlichen nach der Frage - will ich das Boot spontan aufbauen und benutzen oder kann ich es einmal aufgebaut für einige Tage oder Wochen aufgebaut lassen. Der Aufbauaufand mit einem Festbodenmodell ist beträchtlich eine Luftbodenmodell deutlich geringer. Die nächste Frage ist wie oft muss ich es zusammengebaut transportieren - ein leichtes Modell mit Luftboden wiegt deutlich weniger als eines mit einem festen Boden. Die Vorteile des festen Bodens liegen eindeutlig in er Tatsache, dass ich im Boot einen festen Boden habe, welches sich bei ein und aussteigen bemerkbar macht und bei höhere Motorisierung in den Fahreigenschaften positiv niederschlägt da das Boot in sich stabiler ist und sich nicht "durchbiegt" durch die "hohe" Antriebsleistung - dies ist jedoch aus meiner Erfahrung erst im Bereich über 10 bis 15 PS bemerkbar.
Nach meiner Erfahrung würde ich dir eine ca. 5 -6 PS Motor empfehlen - das ist für eine bischchen Buchtenhopping völlig ausreichend und du schlepst dir nicht einen Wolf. Das Boot sollte ca. 3 m lang sein. Da würde ich dir ein Hochdruckbodenmodell empfehlen (z.B. Lomax NSA 290 oder einen Honwave T32IE ö.ä) - diese modere Hochdruckbodenmodelle haben einen Boden der mit ca. 0,8 bar aufgeblasen wird und sich fast wie ein Stück Kunststoff anfühlen und verhalten (die Schläuche ansich werden mit ca. 0,3 bar aufgeblasen). Von einen geplatzen Schlauch oder Hochdruckboden habe ich noch nie gehört wie mein Vorredner beschrieben hat! Ich finde dies der beste Kompromiss - selbst diese Modell wiegen aber schon ca. 35kg - das ist beim rumwuchten nicht zu unterschätzen. Solche Modell sind in ca. 15min fahrbereit da du im Prinzip nur die Schläuche und den Boden mit Luft befüllen musste. Bei Festbodenmodell musst du noch die Bodenplatten einsetzen (diese können ganz schön störrisch sein) und wiegen ca. 10 bis 15 kg mehr (Gewicht nur aus dem Aspekt heraus dass du es zum Auto, zur Garage, ans Wasser usw. tragen musst).
So dann viel Erfolg beim aussuchen und vor allen nachher beim Buchtenhopping!
Viele GRüße,
Drummond

FWB Group am 25 Apr 2014 08:53:44

Hallo Jungs. Bis hier her hab ich schon mal viel gelernt.
Vielen Dank dafür.

Ich weiß nun, das wir mit einen ca 3,00 m Boot und um die 5 PS hinkommen werden.
(Wobei PS kann man ja nie zu viel haben).

Dinge die wir dank euch auf der Liste haben:
aufblasbarer Kiel oder Schwert - der Unterschied den muß ich mir noch erlesen,
Kurzschaft für den Motor,
selbst 20 jahre alt geht,
Metzler, Grabner oder Zodiak etc. als Gebrauchtboot
leichter 2 Takter,
Vom Gewicht her hab ich alles das zu viel, was meine Frau zu wenig hat, so kommen wir mit 150 kg so ziemlich genau hin. :wink:

Das Ganze ist nicht so einfach, weil wir ja noch keine Rentner sind und das Boot aufs Jahr gesehen eher selten nutzen werden können.

Noch ein paar Fragen an die Fachleute:
-Der Tank ist doch bestimmt direkt am Motor dran, ähnlich wie bei einer Kettensäge.
Bei unseren Ideengeber sah ich, das er noch zusätzlich so einen kleinen Extratank mit dabei hatte, ist das so gängige Praxis?

- Habt ihr wenn ihr rausfahrt, immer noch 2 Paddel mit? ( Entschuldigt, wenn das eine d......e Frage war.

- Gab es bei euch schon mal Ärger mit der Rennleitung, wenn man das Boot aufgeblasen auf dem Dach mitführt ?
Ich meine ich kann es ja vor Ort das 1. x aufblasen und dann im Urlaubsland auf dem Dach mitführen.
Bevor es nach Hause geht, wird die Luft wieder abgelassen und das Boot für die lange Tour ordentlich verpackt.

BurnerWil am 25 Apr 2014 09:39:53

FWB Group hat geschrieben:Noch ein paar Fragen an die Fachleute:
Bei unseren Ideengeber sah ich, das er noch zusätzlich so einen kleinen Extratank mit dabei hatte, ist das so gängige Praxis?
- Habt ihr wenn ihr rausfahrt, immer noch 2 Paddel mit? ( Entschuldigt, wenn das eine d......e Frage war.

Ich habe noch nie einen Extratank benötigt. Hängt aber stark davon ab wie lange du fährst. Am besten mal testen wieviel der AB verbraucht.
Paddel sollten immer an Bord sein,denn erstens schaut die WaschPo da schon mal nach und 2. könnte der Motor auch mal streiken. Allerdings sind sie nicht zwingend hilfreich. Bei einem unserer Segeltörns hat mal ein Crewmitglied die Paddel vergessen und einen Motorschaden. Er hätte rd. 2km gegen den Wind zurück paddeln müssen. Nach einer halben Strafpaddelstunde haben wir ihn mit der Yacht zurück geholt. Er hatte keine Chance und wurde immer weiter abgetrieben. Zu Übungszwecken lassen wir bei Ausbildungstörns jetzt alle mal bei Starkwind paddeln ;-). Dennoch hat man mehr Chancen als ohne Paddel :D

rkopka am 25 Apr 2014 09:54:09

FWB Group hat geschrieben:Der Tank ist doch bestimmt direkt am Motor dran, ähnlich wie bei einer Kettensäge.

Ich hatte bisher einen Tomos 4PS und einen Mercury 4,5PS und beide hatte keinen internen Tank, nur den externen. Ist ja auch viel praktischer. IMHO haben nur die ganz schwachen Motoren einen internen Tank und der kann nicht sehr groß sein. Und auch dann bräuchtest du ja noch einen externen, mit dem du zur Tankstelle gehst.

RK

BurnerWil am 25 Apr 2014 09:59:11

rkopka hat geschrieben:Ich hatte bisher einen Tomos 4PS und einen Mercury 4,5PS und beide hatte keinen internen Tank, nur den externen. Ist ja auch viel praktischer. IMHO haben nur die ganz schwachen Motoren einen internen Tank und der kann nicht sehr groß sein. Und auch dann bräuchtest du ja noch einen externen, mit dem du zur Tankstelle gehst.

RK

Hallo RK, da hast du recht. ich habe nur Erfahrung als Beiboot zum Segelboot. Da haben wir immer einen 5l Plastiktank zum Nachfüllen in der Backskiste. Bei der hier gewünschten Nutzung ist der separate Tank bestimmt sinnvoll.

Nille am 25 Apr 2014 10:02:50

Moin, wir sind regelmäßig in GR und haben neben unserem Sportboot noch ein 3,10 Suzumar mit Aluboden und 4 PS Selva 2-T als Tender mit. Für Deine Anforderungen würde ich ein Boot mit Alu- oder Holzboden und einen 2-Takter mit min. 8 PS und einem 15 liter Tank empfehlen . Bei geringerer Motorisierung kommt Ihr zu zweit nicht immer sicher in Gleitfahrt und ein Luftbodenboot wäre mir persönlich zu weich, ist allerdings ca. 10kg leichter.

Zum Transport des Bootes würde ich Klappräder an den Spiegel anbauen.

ENTDECKER am 25 Apr 2014 13:01:50

Meine Meinung:

- 5Ps geht gar nicht. Das war unser erster Motor, eine kleine Strömung und Du bist Tage unterwegs. Am Besten einen 8PS Kurzschaft mit original umgerüsteten 10 PS. Ab da ist auch mal Gleiten drin.
- 2-Takter, ist leichter, aber stinkt, ist laut und verbraucht viel Sprit. Lieber einen zuverlässigen 4-Takter (z.B. zuverlässiger Honda BF8/BF10 ohne schnick-schnack) und Du kannst auch lange Touren oder mehrere Tage damit fahren. Und wenn ein Gewässer nur für 4-Takter ruft, haste auch kein Problem.
- Schlauchboot ca. 3m mit Aluboden. Vorteil ggü. Luftboden ist die Stabilität und die ebene Fläche. Dann kannste auch mal eine Zarge BW-Kiste reinstellen und brauchst keine Angst zu haben.

Ein 3m Aluboden und ein 10Ps Außenbordmotor passt vom "Handling" her noch.

,
Christian

karlheinz1 am 25 Apr 2014 13:32:27

Hallo Frank
Vermutlich wird das Gewicht das groesste Problem, und das nicht wegen deiner Lademoeglichkeit sondern ganz einfach wegen des haendlings. Die neueren viertakter wiegen mit 5 PS an die 25-30 kg,ein 10PS wiegt schon ueber 40 kg.
Schlauchi mit Luftboden und gut 3m laenge wiegt ueber 40 kg, dann noch Slipwagen und Geroedel.
Seit neuestem sind ja Motoren bis 15 PS Fueehrerscheinfrei. Trotzdem wuerde ich bei einem Einzylinder mit 6 PS bleiben (ca. 25 kg), dann ein Luftbodenschlauchboot mit Kiel (3,20m, 42kg), das laesst sich gerde so haendeln.
Karlheinz

geloni am 25 Apr 2014 18:54:37

Der kleine 4-PS-Evinrude Zweitakter (baugleich mit Johnson) hat einen eingebauten (1,5l ??) Tank, ist relativ sparsam, leicht und leise und m. E. sehr zuverlässig. (Den Tomos ähnlicher Leistung fand ich lauter.)
Zur Sicherheit habe ich bei längeren Touren immer einen 5-Liter-Reservekanister dabei gehabt, wenn ich mit dem Evinrude unterwegs war.
Solide Paddel, eine Trinkwasserreserve von etwa 1,5l pro Person, genügend Leine und eine wasserdichte Lampe gehören unbedingt zur Standardausrüstung!

Mit einem 3m-Boot mit Kiel und ca 150kg Zuladung müsstest Du mit dem Evinrude (oder mit einem Motor ähnlicher Leistung) so gerade ins Gleiten kommen, wenn die See ruhig ist. Wichtig ist allerdings, dass ihr nicht beide hinten im Boot sitzt, sondern dass eine Person vorn im Bug sitzt.

Noch eine Anmerkung zu Kiel und Schwert:
Ein Kiel ist bei Luftbooten in den Bootskörper eingearbeitet, entweder durch die Formung des Holz- oder Alubodens, oder durch einen Hochdruckluftschlauch zwischen Holz-/Aluboden und Gummibodenhaut.
Ein Schwert ist beweglich und kann ausgeklappt bzw eingeholt werden. Bei den meisten Gummibooten wird das Schwert seitlich außerhalb des Rumpfes in einer Holzführung befestigt, wenn diese Gummiboote besegelt werden. (Bei manchen Gummibooten lässt sich die Beseglung zukaufen)
Sowohl Kiel als auch Schwert stabilisieren den Geradeauslauf, Schwerter tauchen tiefer ein und vermindern die Querdrift durch Wind, und die kann bei einem Gummiboot mit relativ großer Angriffsfläche zum Problem werden.

geloni

Drummond am 25 Apr 2014 19:48:35

Hallo Zusammen,
ich hatte bereits 15 PS, 25 PS und 2 PS Aussenborder - und ganz ehrlich der 2 PS war mit Abstand das Beste - weil es superleicht ist, supereinfach im Handling (wiegt glaube kein 12kg) und es einen integrierten Tank hat. Klar eine Rennmaschine ist das nicht aber es reicht allemal um um die Ecke zur nächsten - ungestörten - Bucht zu kommen. Von "Gleiten" und sonstige "Performance" Themen zu reden bei einem zerlegbaren Schlauchboot halte ich nichts. Die 2 min die du schneller in der nächsten Bucht bist hast du schon beim Aufbauen des festboden Bootes und beim schleppen des überdimensionierten Aussenborder UND externen Tank usw. verloren....
Bei so einer Anwendung würde ich nach der Devise "keep it simple" fahren. Einen Reservekanister würde ich auf jeden Fall mitnehmen. Bedenke auch dss du das komplette Teil am Abend wieder zum WoMo schleppen musst - falls du Dir keine Boje im Urlaub gönnen möchtest.
Aber auf jeden Fall ist es eine fantastische Bereicherung und ehemals überfüllte Strände gehören der Vergangenheit an, auch kleine Entdeckungsreisen bieten sich an. Wir haben das Schlauchboot und den kleinen AB im WoMo dabei und nutzen es genau dafür ausserhalb der Saison. Im Sommerurlaub nehmen wir unsere Stingray Bowrider mit und dann dient das Schlauchboot als Bojentaxi.
Viele und viel Spass,
Drummod

Maike1970 am 27 Apr 2014 21:45:52

Ich würde dir zum 4-Takt raten, weil leiser und unkomplizierter, weil das Mischen entfällt. Allerdings höhere Wartungskosten und schwerer.
Wir standen vor einem Jahr auch vor der Wahl und sind sehr zufrieden. Wir transportieren liegend im Anhänger.

Da mein Männe jetzt den Sportbootführerschein macht, See hat er jetzt schon, haben wir wegen Vergrößerung evtl. ein Sevylor ST270W-HF und einen Suzuki DF5 4-Takt Kurzschaft beides im Topzustand und nur wenige Stunden gelaufen, abzugeben. Sind uns noch nicht schlüssig, aber falls Interesse besteht? Allerdings seid Ihr sehr weit weg und ohne Angucken und Motortest würde ich nix kaufen.
Der Suzuki hat einen internen Tank und einen Anschluß für einen externen Zusatztank.Externer Tank incl. Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden und neuwertig.
Bilder Boot erst in 2 Wochen. Zurzeit keine Zeit.

FWB Group am 04 Mai 2014 20:43:14

Damit stellt sich die nächste Frage.
Brauche ich irgendeinen Schein am Mittellmeer für 5 PS ?

geloni am 04 Mai 2014 21:29:50

Nein.

geloni

FWB Group am 04 Mai 2014 21:32:52

Danke

friedwardt am 04 Mai 2014 21:37:12

Ich habe ein Zodiak Schlauchboot 3,4 m länge, mit einem 15PS Suzuki 4takt Motor dran. Das Boot hat einen aufblasbaren Boden. Dafür benötigt man einen etwas besseren Pumpe die direkt an die Batterie angeschlossen werden muss. Der Tank faßt 20 Liter, damit kann man sicher 4 Std bis 5 Std. tuckern. Es macht aber auch Spaß mit über 30 km/h übers Wasser zu gleiten wenn keine Wellen da sind. Der Motor wiegt 40 KG, Das Boot wiegt auch ca. 40 KG dann der Tank leer ca. 5KG die Räder zum Anschrauben auch nochmal ca. 10 KG dann die Pumpe auch 5 KG also da kommt schon was zusammen. Also aufs Gewicht achten. Auch kann man das Boot nicht einfach zu Wasser bringen. Man muss es in einigen Ländern vorher beim Hafenkapitän anmelden und das kostet in Italien zum Beispiel relativ viel Geld.

Maike1970 am 06 Mai 2014 23:01:31

Jedes Land hat eigene Bestimmung bezüglich Führerscheinpflicht, Kennzeichnungspflicht (Bootsname oder IBS oder Flaggenzertifikat, etc.), Haftpflichtversicherung, Geschwindigkeitsbegrenzungen und vorgeschriebenes Zubehör, was bei einen kleinen Boot verdammt viel Platz beanspruchen kann: Anker, Ankerball, rote Flagge, Signalhorn, Rettungsmittel, Signalmittel, Feuerlöscher, Beleuchtung, Schwimmwesten, Bootshaken, Pumpe, etc.). Macht Euch rechtzeitig schlau.Kleines Boot + Motor und einfach los, ist leider nicht.

FWB Group am 08 Mai 2014 04:57:26

Wieder was gelernt, das hab ich befürchtet.

geloni am 10 Mai 2014 18:21:46

Bisher habe ich nicht erlebt, dass sich in Griechenland die Wasserschutzpolizei oder irgend ein Hafenkapitän je um die Ausrüstung gekümmert hätte, und ich habe auch von niemandem anderen gehört, dass er je danach gefragt worden wäre.
Kontrollieren tun die nur, wenn der Verdacht besteht, dass die Bootsinsassen tauchen und dabei vllt. Altertümer hoch holen und mitnehmen. Dann wird es allerdings so richtig teuer, also: Finger weg, oder vorher Genehmigung beim Hafenkapitän einholen!

Wenn ihr auf Bootstour geht, ist es sinnvoll, den WoMo-Nachbarn Bescheid zu geben, wohin ihr mit dem Boot wollt, und wann etwa ihr zurück sein wollt.

Was unbedingt dabei sein sollte, habe ich oben schon ausgeführt.

geloni

Nille am 10 Mai 2014 18:38:07

geloni hat geschrieben:Bisher habe ich nicht erlebt, dass sich in Griechenland die Wasserschutzpolizei oder irgend ein Hafenkapitän je um die Ausrüstung gekümmert ..
Kontrollieren tun die nur, wenn der Verdacht besteht, dass die Bootsinsassen tauchen und dabei vllt. Altertümer hoch holen und mitnehmen.


Kann ich so bestätigen, wir sind bis dato viermal von der Coast Guard angesprochen worden und mussten nie Ausrüstung vorweisen (wohl aber eine Haftpflichtversicherung nachweisen, aber AB mit 150 PS). Zweimal sind wir beim Tauchen angesprochen worden, da wollten die aber jedesmal nur sehen, dass wir nicht mit Harpune tauchen gehen.

FWB Group am 12 Mai 2014 20:33:54

Nille und geloni

Danke euch beiden, wieder was gelernt.

Ostwestfale am 12 Mai 2014 22:13:03

FWB Group hat geschrieben:Damit stellt sich die nächste Frage.
Brauche ich irgendeinen Schein am Mittellmeer für 5 PS ?


Doch, in Kroatien!

Bon Voyage

Ralles am 27 Jun 2014 07:59:35

Ostwestfale hat geschrieben:Doch, in Kroatien!

Bon Voyage


Nur dann, wenn das Boot länger als 3m ist, braucht man in Kroatien einen Schein.

Rodger44 am 27 Jun 2014 11:53:04

Hallo Frank,

wir hätten hier für Dich ein passendes Schlauchboot in der Größe wie gesucht einschl. einem. 8 PS Motor. Alles sehr wenig genutzt und gut gepflegt. haben dies in E-bay Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten. Komplett denken wir so an einen VKP von rund € 1000,-. Wäre aber noch verhandelbar. Wir haben uns vom "booteln" verabschiedet. Wenn Interesse besteht, bitte Kontakt aufnehmen.

Beste aus dem Kinzigtal
Rodger

zirbl am 17 Nov 2014 19:59:21

Also das Ranger von Grabner ist zwar teuer, dafür bietet es unschlagbare Vorteile, Packmass, Gewicht und Material sind da mal zu nennen. Wir haben einen 6 PS Motor und sind mit Hund und 2 Personen locker ins Gleiten gekommen. Das Luftboot ist aüßerst wendig und kann ohne viel Anstrengung auch von nicht so kräftigen Menschen ohne Probleme ins Gewässer gesetzt werden.


Freddy123 am 24 Nov 2014 23:10:21

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen.

Unterwegs waren wir schon mit 3,5 bzw. 5PS 2-Taktern und 3,30m Schlauchboot in Griechenland und auf den großen Etangs (z.B. Etang de Thau) ín Südfrankreich.

Vor allem im Meer geht es ganz schnell (30min) das aus ruhiger See wirklich ruppige Verhältnisse werden. Dies haben wir mehrmals erlebt. Zuletzt auf Pilion. Auf dem Rückweg von Badeausflug musste ich Frau und Hund am Ufer absetzten (sie hatte Todesangst) und bin allein mit dem Boot zum CP zurück gefahren. Die Wellen waren teilweise wirklich 2m hoch. Der 5PS Motor hatte wirklich zu tun.
5 oder 6 PS sind für das Meer im Ernstfall zu wenig. Vor allem wenn man schnell zurück will.


Wir haben uns jetzt ein Wiking Draco (3,80m Länge und ca. 95kg Gewicht mit Zubehör wie Lenkung, Fernschaltung, Sitzen usw.). Das Boot hat einen V-Kiel aus Holz. Wir haben uns für einen 15PS Johnson 2-Takter aus 1998 entschieden (ca. 38kg Gewicht).

Das komplette Boot passt in die Dachbox und der Motor aufrecht hinter den Fahrersitz.

Durch einen zerlegbaren Bootswagen ist das Slippen kein Problem.

Ich denke immer so: "hätte ich einen dicken Freund dabei,wäre es gewichtsmäßig auch nicht anders".

Und ob das Zugfahrzeug noch 135kg Gewicht mehr ziehen muss, ist auch wurscht.

JamesBond am 18 Mär 2015 21:46:06

geloni hat geschrieben:Bisher habe ich nicht erlebt, dass sich in Griechenland die Wasserschutzpolizei oder irgend ein Hafenkapitän je um die Ausrüstung gekümmert hätte, und ich habe auch von niemandem anderen gehört, dass er je danach gefragt worden wäre.



Dann hast Du mich noch nicht gehört!!!

Ich bin ja nun auch schon Jahrzehnte in GR mit Boot unterwegs. Und da waren einige Kontrollen dabei.

Und da kam dann immer bei raus:

Haftpflichtversicherung
Schwimmweste für Jeden an Bord
Signalmunition
Führerschein (O.K. unser Boot ist etwas größer)


Ansonsten waren wir früher auch immer mit 10PS und 3,80m Gummipelle unterwegs. Hat immer zum Gleiten gereicht aber auf Dauer macht es nicht wirklich Spaß, da in GR ab Mittag es immer wellig wird. Für Frühaufsteher meistens kein Problem. Aber für Menschen mit Rücken sind diese Boote nicht zu empfehlen.

Ein Zodiac hatte ich damals auch. Würde es aber heute nicht mehr empfehlen, da Zodiacs dafür bekannt sind, nicht Dauerhaft die Luft zu halten. Das steht sogar in der Bedienung.
Aber ansonsten sind es ganz tolle Boote.
Mir hat damals am besten das Quicksilver gefallen. Ging schnell aufzubauen, hielt die Luft und war recht handlich. Ein guter Kompromiss....

Aber eines sei Dir bewusst.
Wenn Dich der Virus erst mal packt, dann machst Du wie ganz viele im Schlauchbootforum (und auch ich) die gleiche Karriere....... :lach:

Du wirst sehen, nach ein zwei mal muss ein größeres Boot her. :mrgreen:

.....und dann mach Urlaub in GR noch mehr Spass

JamesBond am 18 Mär 2015 22:01:07

Nille hat geschrieben:Kann ich so bestätigen, wir sind bis dato viermal von der Coast Guard angesprochen worden und mussten nie Ausrüstung vorweisen (wohl aber eine Haftpflichtversicherung nachweisen, aber AB mit 150 PS). .



Mit dieser Aussage wäre ich sehr vorsichtig......

Meine erste Kontrolle war mit 9,9PS hinten dran.
Mir wurde nur noch die Heimfahrt zum CP erlaubt. Dann durfte ich in Nafplio eine teure Haftpflichtversicherung abschließen.

Ich kenne die genaue Gesetzeslage in GR nicht.
In diesem Fall wäre sie mir auch völlig egal.
So eine Haftpflichtversicherung für eine kleine Gummipelle kostet nur ein paar Euro im Jahr, erspart aber ggf. viel Ärger.
Und das Diskutieren brauchst Du mit der Polizei eh nicht erst anzufangen.... :lach:

Außerdem, kann ich nur jedem raten, immer eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Unfälle passieren auch auf dem Wasser schneller als man denkt.

Einige hier werden wissen wovon ich rede.
Ich hatte letztes Jahr einen ganz schweren Unfall im Hamburger Hafen. Das wäre für meinen Unfallgegner sehr teuer geworden ohne Versicherung.

campari am 06 Mai 2018 10:16:46

Hallo in die Runde...

Wir reisen demnächst das erste Mal nach Peloponnes und sind am überlegen unser Schlauchboot mit E-Motor mitzunehmen.
Lohnt sich das?

Das Boot ist in unserer Haftpflichtversicherung integriert, und wir haben eine extra Bestätigung ausstellen lassen (ist leider auf Deutsch).
Sind außer Schwimmwesten und Signalmunition noch weitere Dinge vorgeschrieben?

LG Daniela

Ulf_L am 06 Mai 2018 14:19:14

Hallo

Das kommt ein wenig auf den E-Motor an, aber mit dem gänigen 300 bis 600W E-Quirlen würde ich nicht aufs Meer fahren.

Gruß Ulf

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