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Sprinter Euro 6 im Ausland


Austos am 05 Mai 2014 20:44:55

Hallo,

kann schon jemand berichten, ob es Probleme im Ausland gibt, mit dem Diesel beim Euro 6 Motor?
Über eure Erfahrungen würde ich mich sehr freuen und welche Länder habt ihr mit dem Fahrzeug schon bereist?
Danke im Voraus.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

loewe am 06 Mai 2014 07:35:35

Hallo Austos,
es kommt halt darauf an, wo Du hinfahren willst. Ist "Ausland" für Dich nun Frankreich oder Spanien oder Rußland oder Argentinien?
Das problematische an der Sache ist der Schwefelgehalt im Diesel und das im Zusammenhang mit dem DPF und womöglich großer Höhe.
Hier
--> Link
hast Du eine Weltkarte zum Schwefelgehalt im Diesel.
Hier siehst Du, daß Europa bis auf 2 kleine Länder (Serbien und ?) unkritisch ist.
Solltest Du ein Land mit einem kritischen Schwefelgehalt im Diesel bereisen wollen, mußt Du Dich gesondert und detailliert damit auseinander setzen. Das heißt nämlich noch lange nicht, daß es z.B. in Metropolregionen nicht doch Tankstellen mit schwefelarmen Diesel gibt. Der Trend zur Umstellung auf schwefelarmen Diesel läuft weltweit.


Helmchen am 06 Mai 2014 08:52:04

Bei einer Südamerika-Tour wird es sicher ein Problem geben.
Viel problematischer wird wohl das Nachtanken von AdBlue sein. Auch im nahen Europäischen Ausland.
Da sollte man planen, bzw. Reserve mitnehmen.

Austos am 06 Mai 2014 10:27:19

die Länder die mich interessieren sind hier besonders Skandinavien, Island, Italien, Kroatien natürlich auch Österreich und Schweiz, eventuell Polen, also nur innerhalb Europa.
AD-Blue würde ich als Reservekanister mitnehmen.

Lancelot am 06 Mai 2014 10:37:36

Austos hat geschrieben:kann schon jemand berichten, ob es Probleme im Ausland gibt, mit dem Diesel beim Euro 6 Motor?


Seit März wird´s nicht soo viele Neuigkeiten dazu geben : --> Link

Ein Bekannter fährt regelmäßig mit einem MB-Transporter nach ES. Wegen der (falschen/noch nicht verfügbaren) AdBlue-Qualität in F nimmt er dazu noch seine "alten" Euro V Fahrzeuge. Klar wird sich das in absehbarer Zeit auch ändern ...

Allradmobilist am 09 Mai 2014 21:58:10

Hallo Lancelot,

ich hab erst in anderen thread geantwortet, sicherheitshalber noch mal hier.

Der webseite findadblue.com zufolge ist Ad Blue wohl so ziemlich überall in Europa verfügbar. Dort heißt es weiter, dass AdBlue nach der ISO 22241 hergestellt wird. Von weiteren Spezifikationen ist dort nicht die Rede. Euro 5 und Euro 6 kriegen also das gleiche AdBlue.

Der Verbrauch beträgt bei meinem Vario (Euro V) ca. 3% vom Dieselverbrauch. Bei uns sind das etwa ein halber Liter auf 100 km. Mit einem 20l-Kanister kommen wir also fast 4.000 km weit. Solange für uns nur max. 4 wöchige Urlaube möglich sind, ist das AdBlue also kein problem für uns. Mehr als 2 Kanister werden wir in keinem Fall brauchen, sind ja nicht auf der Flucht. :mrgreen: Bis wir halb- oder ganzjährig auf Tour gehen können, wird es AdBlue auch in anderen Weltgegenden geben - hoffe ich zumindest. :)

kintzi am 10 Mai 2014 19:22:51

Grundsätzlich: Hätte Angst, mir einen Neuen zukaufen.
Ad Blue-Beschaffungsprobleme, Ford Motorprobleme, Fiat noch immer nicht wasserdicht, Drosselklappen der Abgasrückführung...die x.te?
Was sind denn das alles für Fehlkonstruktionen? Kaum ein Fahrz., das problemlos 100Tkm fährt! War unsere ältere Konstrukteur-Generation besser oder müssen die Jungen aufgr. dem Umweltgedöns windig konstruieren? Mein 2,8JTD war gelb, durch Filter grün, verbraucht aber jetzt 1l Diesel mehr!?
CO2 ist doch der Temp.killer? Und was die Jets alles so rausblasen, in 10km Höhe sensibler Atmosphäre, da ist doch der Dieselverbrauch am Boden , rel. rasch v. Regen ausgewaschen, fast Pipifax.Und gegenüber dem Feinstaub war der alte Grobstaub fast gesundheitsfördernd :mrgreen: .Ist das nicht alles eine teuere Hysterie? Jedenfalls wüßte ich jetzt nicht, welchem Basisfhrzg. ich zustimmen könnte. War jetzt ein sicher unzulässiger Rundum- Schlag, aber was man alles an Berichten so liest. Ad Blue = Harnstoff= H2C(NH2)2, wenn Du aber im Stadtpark pinkelst, zahlst Du. :razz: Gr.R

Allradmobilist am 11 Mai 2014 06:40:31

Wenn Du Adblue in den Stadtpark kippst, auch :mrgreen:

Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen. Die Verhältnismäßigkeit stimmt hinten und vorne nicht.

Gast am 11 Mai 2014 08:31:58

Allradliebhaber hat geschrieben:Wenn Du Adblue in den Stadtpark kippst, auch :mrgreen:

Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen. Die Verhältnismäßigkeit stimmt hinten und vorne nicht.

Können Wir aber alle selbst beeinflussen :D
Früher haben alle über die lahmen 2.5 l Motoren von Fiat mit 75 Ps geschimpft heute über Euro VI Motoren -----
Bloß gut das ich mit meinen alten Schinken immer und ohne Probleme hingekommen bin wo ich wollte , trotz Euro, weiss ich was und Roter Plakette ....
:lol:
Im Moment würde ich KEIN Neufahrzeug kaufen .......Sche..s was auf Plakette -> interessiert in 5-6 Jahren keinen Menschen mehr -> Die Bescheuerten in B (Sorry meine nicht die Leute an sich,sonder einige Abgeordnete) überlegen tatsächlich einen zeitweisen Verbot von Ottomotoren in bestimmten Gebieten, da dürfen nur Elektrisch betriebene Fahrzeuge rein -> WAS NÜTZT EUCH DA DENN E VI, WENN DIE SICH DURCHSETZEN (auch ein Diesel zählt dann in den Fahrverbot).... :mrgreen:

killer03 am 22 Mai 2014 20:06:05

Hallo!
Ich habe einen Sprinter 4 Zylinder Euro 6 mit 130 PS. Der Wagen braucht kein Adblue. Er läuft sehr bescheiden ,würde sagen nicht besser wie der 110er. Ich weiß gar nicht ,warum das Ding Sprinter heißt :) Morgen bring ich ihn zum Freundlichen ,die wollen sich das mal anschauen und testen.

Klaus52R am 14 Dez 2015 18:19:33

Hallo, auch ich stehe vor der Frage, was tun, wenn kein AdBlue zur Verfügung steht (Russland, Mongolei,...?) und der Diesel auch noch reich an Schwefel ist. Wie wird mein Sprinter 516 mit Euro 6 reagieren? Habe gelesen, dass es Möglichkeiten gibt (außerhalb von EU) durch Einbau von sog. Emulatoren (und Ausbau des DPF ??) das Auto 'vorübergehend in einen "Euro 3" Status zu versetzen. Hat jemand damit schon einmal positive oder auch negative Erfahrung gemacht? Schon jetzt herzlichen dank für wohlgemeinte Hinweise. LG Klaus aus dem Rheinland, demnächst mit einem Woelcke Autark Runner unterwegs.

Gogolo am 14 Dez 2015 19:24:54

Klaus52R hat geschrieben:Habe gelesen, dass es Möglichkeiten gibt (außerhalb von EU) durch Einbau von sog. Emulatoren (und Ausbau des DPF ??) das Auto 'vorübergehend in einen "Euro 3" Status zu versetzen.



Ja, das geht und funktioniert. Ich habe mich wegen meiner Planung für Südamerika eingehend damit beschäftigt und recherchiert. Es gibt genügend Mechaniker, die das können und auch tatsächlich machen können. Da wird der DPF ausgebaut, die Adblue-Einspritzung stillgelegt und das Steuergerät für den Motor entsprechend umprogrammiert ( das Steuergerät gaukelt dann dem Motor vor, du hast einen DPF und genügend Adblue im Tank). Du darfst dann allerdings keinen Meter mehr mit dem Fahrzeug in Deutschland fahren, sonst bist du wegen Steuerhinterziehung dran. Ich werde wegen der Illegalität des Vorgangs auch keine weiteren Hinweise geben. Ich bitte um Verständnis.

ADblue gibt es z.B. in der Mongolei nicht (zumindest nicht bis zum Jahre 2013 bekannt).

Gerade in großer Höhe über 3000m verstopft bzw. verrust der DPF und der Motor geht auf Störung. Auf unserer Asienreise hatten das Problem vorwiegend die Mercedes-Fahrzeuge in den Hochlagen des östlichen Tibets. Der Euro-4-Motor von Iveco (gottseidank noch ohne Adblue) hatte dagegen keine Probleme.


Habe die Ehre

Gogolo

Allradmobilist am 14 Dez 2015 21:00:56

Gogolo hat geschrieben:...Gerade in großer Höhe über 3000m verstopft bzw. verrust der DPF und der Motor geht auf Störung. Auf unserer Asienreise hatten das Problem vorwiegend die Mercedes-Fahrzeuge in den Hochlagen des östlichen Tibets. Der Euro-4-Motor von Iveco (gottseidank noch ohne Adblue) hatte dagegen keine Probleme. ...

So ganz hab ich's noch nicht verstanden: War nun der DPF das Problem oder die AdBlue-Anlage oder die Verfügbarkeit von AdBlue oder alles zusammen?

Gogolo am 14 Dez 2015 23:47:08

Auf unserer Asienreise 2011 gab es noch keine Adblue-Fahrzeuge mit Euro6. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es jetzt auch im Jahre 2015/16 Adblue in der Mongolei, in Usbekistan oder Turkmenistan sowie im Iran gibt - und wenn, dann sicher nicht flächendeckend. Also war Adblue bei unserer Fahrt kein Thema. Mein Hinweis auf Adblue war lediglich, dass ich froh bin, diesen Unsinn, der "fernreisehinderlich" ist, nicht zu besitzen.

Die Probleme mit dem Ruß im DPF bei den Mercedes-Fahrzeugen waren alleine schon ausreichend. Wenn dann das Motorenmanagement eine schwere Störung anzeigt und das Fahrzeug im Notprogramm läuft (statt mit rd. 180 dann nur noch ca. 70 PS) und du noch auf einen knapp 4000m hohen Paß hinauffahren musst, dann ist Schluss mit Lustig.

Wenn jemand solche Touren fahren will, dann rate ich dringend zum vorübergehenden Ausbau des DPF (und wenn es ein Euro6-Fahrzeug ist: auch zum Ausbau der Adblue-Technik).


Habe die Ehre

Gogolo

andreaveloce am 15 Dez 2015 00:07:47

Moin,

da hat Gogolo vollkommen Recht: DPF ausbauen und Motormanagement umprogrammieren. Und ab aufs Schiff - illegal.

-> Allradliebhaber: es liegt an der Höhe (über 3.000 m deutlich zu wenig Sauerstoff, so dass der DPF vollrusst, da keine ordentliche Verbrennung mehr stattfindet) und auch am zu schwefelhaltigen Diesel. Das in Kombination bringt jeden Motor > Euro 3 zur Strecke. Da spielt Adblue keine Rolle.

Nur die Frage ist, wo man mit seinem Auto hinwill: West-Europa ist Adblue-technisch safe, Osteuropa könnte schon schwierig werden. Schaut auf die Landkarte, die in diesem Thread schon verlinkt ist.

Noch ein Tip: in der vorletzten Ausgabe des "Explorers" vom Sommer 2015 ist ein gut recherchierter Artikel über diese Problematik erschienen. Sehr lesenswert.

Schöne ,

Andreas (der sich noch ein Euro 5-Fahrzeug bestellt hat, aber für Südamerika trotzdem illegal auf Euro 3 runterrüstet)

Allradmobilist am 15 Dez 2015 00:59:25

Habe mal kurz gesucht - Emulatoren für die AdBlue-Abschaltung sind verfügbar für alle namhaften Herstellerfirmen. DPF hat unser Vario nicht. Also mache ich mir ersteinmal keine Sorgen. :!:

Klaus52R am 15 Dez 2015 23:12:59

Übrigens, wer sich für Island interessiert und AdBlue benötigt...habe heute von zwei Tankstellen-Unternehmen positive Rückmeldungen bekommen. Sollte demnach kein Versorgungsproblem geben (auch wenn unter --> Link für Island keine Eintragung zu finden ist). LG Klaus

N1: Hi. We have AddBlue in most of our station. --> Link

Olis: Yes, We have AdBlue in 10 ltr in most of our gasoline stations around the
coast line. Selfoss – Hella – Hornafjörður – Reyðarfjörður – Akureyri –
Siglufjörður – Dalvík

Allradmobilist am 15 Dez 2015 23:30:30

Auch diesem Forum Dank an Dich für Deine Erkundigungen! :)

Klaus52R am 15 Dez 2015 23:40:35

Hallo Allradliebhaber (mit Vario). Danke für's Danke auch aus diesem Forum. Die Welt ist klein! :lach:

Referenz am 08 Jun 2016 10:59:20

Nicht im Griff!
seit 3 Wochen sind wir in Spanien unterwegs. Wollten eigentlich nach Marokko. Mercedes Sprinter, Mercedes Allrad, geländetauglich, 1. Inbetriebsetzung Mai 2014. Ausgebaut durch HRZ.
Seit dem 16. Mai bereits in der 6. Garage,Das heisst 13 Tage von 3 Wochen Urlaub. . .. Ad Blue ist in genügender Menge und Qualität im Tank. Trotzdem leuchten die Lampen Ad Blue Mangel und Motorenstörung.
Nun hat sich die Geschwindigkeit Stunden nach der letzten Mercedes-Garage in Madrid auf max. 20 km/h reduziert.
Wir sitzen seit 5 Tagen in Granada im Hotel fest. Mercedes Spanien hat das Problem nicht im Griff und der Support aus Deutschland und Maastricht ist nicht sichtbar.
Diese komplizierte Technik ist ausserhalb Europas erst recht nicht einsetzbar.

Arielle am 06 Dez 2016 14:47:34

Hallo,

nachdem in Kürze unser "Neuer" kommt und damit auch der Adblue Bedarf, habe ich ein bisschen recherchiert.
Als passionierte Nordlandfahrer, die 3-4 Monate im Norden unterwegs sind und über 10000km fahren, hatte ich auch einige Bedenken bezüglich des Nachschubes.

Es gibt eine App mit der man die entsprechenden Tankstellen finden kann:
--> Link

Sicherlich sind das nicht alle Versorgungsmöglichkeiten, aber beruhigend ist es schon, jetzt einige Stellen zu kennen und speziell in Norge sieht es recht gut aus.

LG Silvia

Klaus52R am 13 Dez 2016 18:29:16

Hallo zusammen,
da (auch) wir im kommenden Jahr mit unserem MB Sprinter 516 4x4 mit Euro 6 nach Russland fahren, habe ich mal versucht die Verfügbarkeit von Euro 5 Diesel (Schwefel unter 50 ppm) und AdBlue in Russland zu erfragen. Keine einfache Aufgabe. Nun habe ich einfach mal den Russischen Verband der Autohersteller angeschrieben, und siehe da, es gab jetzt eine Antwort, die ich hier gerne teilen möchte:

Dear Klaus,
....Please be informed that availability of diesel fuel with max. sulphur content 10 ppm (Euro 5) is imperative at all refueling stations in the Russian Federation and the Republic of Belarus since January 1, 2016. To our knowledge, Ad-Blue is also available at majority of stations.....
Y. K. (habe ich gekürzt)
Association of Russian Automakers (OAR)

".... Bitte sein Sie informiert, dass [b] die Verfügbarkeit von Dieselkraftstoff mit max. 10 ppm Schwefelgehalt (Euro 5) an allen Tankstellen in der Russischen Föderation und in der Republik Belarus seit dem 1. Januar 2016 zwingend erforderlich ist. [/ B] Nach unserer Kenntnis ist Ad-Blue auch bei der Mehrheit der Stationen verfügbar ... "

Das klingt doch nicht schlecht, oder?

Arielle am 13 Dez 2016 18:35:22

Hallo Klaus,

super, vielen Dank. Da auch wir mit unserem "Neuen" nächstes Jahr in Russland sind, kommt das gerade recht...

teuchmc am 13 Dez 2016 23:28:19

Betrifft mich zwar nicht, weil kein Eu6,aber schon interessant, dass in den Weiten Russlands Adblue relativ problemlos zu beziehen ist und solch hochwertiger Diesel sogar Pflicht wird.
Hätt ick nicht gedacht.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Klaus52R am 14 Dez 2016 14:56:13

Hallo, habe heute noch ergänzende Informationen erhalten....

"Neue Lukoil Tankstellen haben eine AdBlue Zapfsaeule. Ansonsten gibt es an den Haupttrassen (fast) an jeder Tankstelle und in jedem Ersatzteilshop AdBlue in 10 und 20l Gebinden. Lukoil hat durchgehend EURO5 Diesel. Tatneft verkauft EURO3, EURO4 und EURO5 Diesel. Bei privaten Tankstellen gibt es oft 2 Sorten, guenstigen EURO2, teuren EURO4. "

Ohne Gewähr, solange ich nicht selbst dort war! ;D

Klaus52R am 15 Apr 2017 13:06:43

Hallo in die Runde!

Ich bin immer noch nicht schlüssig, ob ein OBD Gerät sinnvoll ist oder nicht. Mittlerweile kristallisiert sich für mich ein 'Haupteinsatz' heraus. Unser Sprinter 516 hat ja Euro 6 und damit neben AdBlue auch einen Dieselpartikelfilter (DPF). Dieser scheint offensichtlich auch auf schlechte Dieselqualität - und nicht nur auf erhöhten Schwefelgehalt - zu reagieren , indem er schnell(er) verstopfen kann (was wohl in der Mongolei zu erwarten ist). Häufiges Regenerieren durch hochtouriges Fahren ist dann notwendig.

Mein Ansatz wäre nun der, dass ich häufiger den Beladungszustand des DPF proaktiv auslese und vor Aufleuchten der Alarmanzeige, also bevor das Notprogramm startet, das hochtourige Fahren beginne.

Damit bin ich bei der Suche eines geeigneten OBD Gerätes. Das Geräte hier --> Link soll laut Beschreibung das können "DPF (Dieselpartikelfilter) Daten Auslesen und DPF Reset nach dem Wechsel".

Bevor ich nun die Anschaffung tätige, würde ich hoffen, dass es hier im Forum Erfahrungen zu diesem Thema, meinem Ansatz und zu diesem OBD Gerät gibt. Würde mich daher sehr über dienliche Antworten freuen. Vielen Dank schon mal im Voraus.

Ich wünsche allen Lesern ein frohes und friedliches Osterfest.

Habe diese Frage auch in einem anderen Forum gestellt: --> Link

Klaus52R am 15 Apr 2017 23:21:59

Klaus52R hat geschrieben:Damit bin ich bei der Suche eines geeigneten OBD Gerätes. Das Geräte hier --> Link soll laut Beschreibung das können "DPF (Dieselpartikelfilter) Daten Auslesen und DPF Reset nach dem Wechsel".


Wollte hier nur den Link --> Link nachtragen, oben ist er wohl beim Kopieren verloren gegangen. Sorry.

Klaus52R am 01 Okt 2017 19:14:20

Hallo zusammen.

Nun ist unsere 18-wöchige Reise mit unserer MERI --> Link vorbei. Durch Russland, Mongolei, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Georgien zu fahren, war aus unterschiedlichen Gründen ein Abenteuer. So waren die Straßen, wenn man sie bisweilen so nennen durfte, eher eine Aneinanderreihung von Löchern und Querrillen. Auf der anderen Seite waren wir häufig erstaunt, wie weit der Ausbau guter Straßen vorangeschritten ist. Nun, ich will hier keinen Reisebericht abliefern.

Soviel aber zu AdBlue:
Das kann man tatsächlich bisweilen an zuvor genannten Tankstellen in Russland erhalten. Auch bei Mercedes-Benz in Almaty/Kasachstan oder bei MB in Astrachan in RUS.

Nun zu der gelben Motorstörungslampe beim Sprinter. Diese Lampe ist mehr als ärgerlich. Mitte der Mongolei fing der Blödsinn an. Die Fehlercodes wiesen wohl auf AdBlue Qualitätsmängel und/oder Minderfördermenge hin. Konnten aber unterwegs gelöscht werden. Nach etwa 1000 km wieder die Lampe an. Wir haben dann den DPF per Laptop-Software regeneriert. Lampe aus! Nach 1000 km die selbe Prozedur. AdBlue war übrigens noch Original aus Deutschland. In Alamty haben wir dann den MB-Computer ausgelesen und feststellen können, dass der Sprinter sehr häufig versucht hat die Regenerierung zu starten. Bisweilen erfolgreich. Leider bekommt man als Fahrer ja keinen Hinweis angezeigt (und die weißen Rauchwolken sind auch kaum sichtbar). Die MB Werkstatt in Almaty (übrigens absolut neu, groß und gut, wie in Astrachan) und ich kamen zum Schluss, dass die gelbe Lampe nichts mit AdBlue-Problemen zu tun haben kann. Vielmehr ist es die schlechte Dieselqualität in den Reiseländern. Vermehrtes hochtouriges Fahren oberhalb von 2200 U/min und schneller als 60 km/h führten dazu, dass ab Tiflis keine Lampe mehr angegangen war (und wir mittlerweile russisches ADBlue benutzt hatten).

Noch ein Wort zum Diesel. In Russland (mind. bis Ulan-Ude) ist bei Gazprom und Rossneft "Euro 5" Diesel zu bekommen. Was immer das auch bedeutet. In der Mongolei ist die Qualität schlecht, in Usbekistan ist brauchbarer Diesel nicht "öffentlich" kaufbar und von "unbekannter" Qualität.

Und LPG Gas ist in allen bereisten Ländern relativ einfach zu bekommen. Nicht immer sind (alle) Adapter vorhanden. Es lohnt sich auch, den Russlandadapter --> Link , neben den üblichen Adaptern, dabei zu haben (wir haben einen eingebauten Gastank).

Fazit: Mit etwas Vorbereitung, netten Helfern und bisweilen guten Nerven waren alle o.g. Länder mit einem MB Sprinter CDI Euro 6 so zu bereisen, dass die Tour in diesen grandiosen Landschaften trotzdem mit großem Spaßfaktor bewältigt werden konnte.

Gast am 01 Okt 2017 19:35:41

Auch ohne Russland und anderen Ländern mit anderen Dieselstandards haben wir beim Firmenwagen immer wieder mal die gelbe Motorkontrollleuchte, die dann auch regelmäßig gelöscht wird, wenn man zu Mercedes fährt. Mir wurde mitgeteilt, dass dies ein Kontaktproblem sei, und dass es dafür von Mercedes bereits Reinigungs-Pads geben würde .... vielleicht mal ein anderer Weg als beim Schwefel und bei Adblue zu (ver)suchen ...

gespeert am 01 Okt 2017 19:47:52

Ein Hoch auf die Fz. wo es noch Briketts aus dem Auspuff hagelt!

KaYe am 20 Feb 2019 18:41:08

Klaus52R hat geschrieben:Hallo zusammen.

Nun ist unsere 18-wöchige Reise mit unserer MERI vorbei. Durch Russland, Mongolei, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Georgien zu fahren, war aus unterschiedlichen Gründen ein Abenteuer. So waren die Straßen, wenn man sie bisweilen so nennen durfte, eher eine Aneinanderreihung von Löchern und Querrillen. Auf der anderen Seite waren wir häufig erstaunt, wie weit der Ausbau guter Straßen vorangeschritten ist. Nun, ich will hier keinen Reisebericht abliefern.

Soviel aber zu AdBlue:
Das kann man tatsächlich bisweilen an zuvor genannten Tankstellen in Russland erhalten. Auch bei Mercedes-Benz in Almaty/Kasachstan oder bei MB in Astrachan in RUS.

Nun zu der gelben Motorstörungslampe beim Sprinter. Diese Lampe ist mehr als ärgerlich. Mitte der Mongolei fing der Blödsinn an. Die Fehlercodes wiesen wohl auf AdBlue Qualitätsmängel und/oder Minderfördermenge hin. Konnten aber unterwegs gelöscht werden. Nach etwa 1000 km wieder die Lampe an. Wir haben dann den DPF per Laptop-Software regeneriert. Lampe aus! Nach 1000 km die selbe Prozedur. AdBlue war übrigens noch Original aus Deutschland. In Alamty haben wir dann den MB-Computer ausgelesen und feststellen können, dass der Sprinter sehr häufig versucht hat die Regenerierung zu starten. Bisweilen erfolgreich. Leider bekommt man als Fahrer ja keinen Hinweis angezeigt (und die weißen Rauchwolken sind auch kaum sichtbar). Die MB Werkstatt in Almaty (übrigens absolut neu, groß und gut, wie in Astrachan) und ich kamen zum Schluss, dass die gelbe Lampe nichts mit AdBlue-Problemen zu tun haben kann. Vielmehr ist es die schlechte Dieselqualität in den Reiseländern. Vermehrtes hochtouriges Fahren oberhalb von 2200 U/min und schneller als 60 km/h führten dazu, dass ab Tiflis keine Lampe mehr angegangen war (und wir mittlerweile russisches ADBlue benutzt hatten).

Noch ein Wort zum Diesel. In Russland (mind. bis Ulan-Ude) ist bei Gazprom und Rossneft "Euro 5" Diesel zu bekommen. Was immer das auch bedeutet. In der Mongolei ist die Qualität schlecht, in Usbekistan ist brauchbarer Diesel nicht "öffentlich" kaufbar und von "unbekannter" Qualität.

Fazit: Mit etwas Vorbereitung, netten Helfern und bisweilen guten Nerven waren alle o.g. Länder mit einem MB Sprinter CDI Euro 6 so zu bereisen, dass die Tour in diesen grandiosen Landschaften trotzdem mit großem Spaßfaktor bewältigt werden konnte.


Hallo Klaus,
Wir würden gerne nächstes Jahr mit unserem Peugeot Boxer (Euro 6 und AdBlue) die Stan Länder (Kasachstan etc) bereisen. Hast du inzwischen noch mehr Erfahrungen mit deinem Sprinter in Asien gesammelt? Und was würdest uns raten bezüglich der Dieselfilter?
Danke und Gruß
Karina

Klaus52R am 23 Feb 2019 01:36:08

Hallo Karina.
Leider keine neue Erfahrungen in den Stan-Ländern gesammelt. Rate in jedem Fall ausschließlich bei großen Markentankstellen zu tanken. In Usbekistan wird es schwierig(er)! Dort war Diesel offiziell nicht zu bekommen. Wenn Diesel, häufig aus Fässern oder Kanistern, angeboten wurde, haben wir diesen beim Einfüllen "vorsichtshalber" durch einen Nylonstrumpf gefiltert. Damit war wenigstens das eigene Gewissen beruhigt. Insgesamt gesehen war das Problem in Kasachstan weitaus geringer. Evtl. guten Diesel in Kanistern dabei haben. Euch eine tolle Vorbereitung und sichere und erlebnisreiche Tour.

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