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Lack "abgeschmirgelt" beim Waschen (ALU) - was tun??


leonloewe am 11 Aug 2014 11:24:58

Hallo!

Ich habe mal wieder ein Problem.
Mein WoMo hat leider (könnt mich in den A... beißen) sehr lange unter Linden gestanden und war völlig verklebt und verdreckt.
Das Dach bis vorn runter die ganze Alkovenschräge: alles schwarz/dunkelgrün - wie bemoost.

Nun habe ich am Wochenende eine große Reinigungsaktion vorgenommen und alles gewaschen, gerubbelt bis geschrubbt...
Leider habe ich an ein paar wenigen Stellen wohl etwas zu doll aufgedrückt und nun schimmert das Alu leicht durch.
Das gefällt mir gar nicht und ich möchte gern eine Art Lack aufbringen, damit die Aluhaut wieder gut geschützt ist. Das sollte an den wenigen Stellen reichen, denn die Restfläche des Daches ist vollkommen in Ordnung.
Auch möchte ich es selbst machen, Geld für Komplett-Versiegelung oder dergleichen habe ich nicht und bin auch nicht perfektionistisch veranlagt, das Alu soll nur wieder gut geschützt sein (WoMo ist 19 Jahre alt).

Ich habe schon Durexon im Internet gefunden, aber ich würde gern andere Ideen/Anregungen von euch erhalten.
Gesucht hab ich, aber nur sehr wenig gefunden.
Lackpolitur wird wohl kaum funktionieren, oder? Es ist ja kein Kratzer wie mit dem Schlüssel, sondern handtellergroß ganz flach wie abgerieben... Ich würde auch gern wissen, wie Lackpolitur funktionert - gibt es da Farbtöne oder ist sie farblos? wie gehen damit Kratzer zu?

Habt herzlichen Dank!

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chrisc4 am 11 Aug 2014 11:49:54

Ich werde aus Deine Fragestellung nicht ganz schlau!

Möchtest Du das falblos überlackieren?

Mach doch mal ein Foto, dann kann man sich etwas genaueres daruter vorstellen.


Hans

underdog am 11 Aug 2014 11:58:54

Ich würde vermutlich schlichten Autolack aus der Sprühdose nehmen. In etwa den Farbton besorgen und los gehts. Dabei kann man dann die nächsten Schäden anrichten, Farbnebel auf Dachluken z.B. daher vorher abkleben.

Es gibt auch Lacke aus dem Bootsbau, so ein Deck ist fast immer der Sonne und Wind und Wetter ausgesetzt, die geeigneten Produkte für ein Boot könnten auch für ein Wohnmobil-Dach geeignet sein und sie lassen sich mit dem Pinsel auftragen, ist nicht ganz so schön aber wirksam.

Das nur als ersten Vorschlag, es gibt eventuell noch Fallstricke dir mir nicht bekannt sind.

WomoKindi am 11 Aug 2014 12:04:31

Lackpolitur funktioniert nur wo noch ausreichend Lack vorhanden ist, bei Dir ja nun nicht mehr.
Bei nem 20 Jahre alten Dete Alkoven habe ich Damals den gesamten Bereich einfach mit Lackspray der entsprechenden Farbnummer nachlackiert, sah aus wie neu und hält heute noch,
und konnte dann auch wieder richtig Gewaschen werden. :wink:

Kostete 3große Dosen Spray, noch sparsamer eben nur die abgeriebenen Stellen übernebeln, nur sieht man das eben recht heftig, neu zu alt, aber Du bist ja "nicht perfektionistisch veranlagt" wie Du schreibst.
Ansonsten mal mit nem Lacker verhandeln, ist meist günstiger wie man meint so ne einfache Fläche.

WK

leonloewe am 11 Aug 2014 12:12:18

Danke für die Antworten!

Ja, das war zum einen die Frage zur Politur: geht also nur bei Schäden im Lack, wo noch nicht der Untergrund zu sehen ist. Das wollte ich wissen.

Das andere war: wenn Lack, dann welchen?

Das mit dem Lackspray hört sich für mich gut an. Gibt es da Einwände von anderen Usern? Aber wenn es bei dir funktioniert hat und bis heute seinen Zweck erfüllt, kann ich wohl nichts falsch machen.

leonloewe am 11 Aug 2014 12:40:51

Habe mal gegoogelt, was Lacksprays angeht.

Bei denen, die ich gefunden habe, steht dann z. B. "Hochwertige Nitro-Kombi-Qualität"...
Was auch immer mit NITRO-Combi gemeint ist, gibt es Einwände gegen Nitro* auf Alu?

Gibt es irgendwas, was keineswegs im Spray sein sollte, da es sich nicht mit Alu verträgt?

Danke euch!

manfredsc am 11 Aug 2014 12:55:57

Nitro-Lack???? Wo hast Du denn da gesucht? Im Schnäppchenmarkt? Ist ja eigentlich längst verboten. Warum gehst Du nicht zum z.B. Fiathändler? Oder in der Baumarkt und holt Acryllack-Spraydosen?

leonloewe am 11 Aug 2014 13:05:03

Das war das erst, was bei der Autolacksuche hochgesprungen ist... :augenauf:

Danke, das war ja meine Frage u. a. - wenn Acryllack ok ist, kann ich damit schon etwas anfangen.
So viele Autolacke gibt es, da ziehts einen die Schuhe aus. So grenzt das die Suche schon ein.
Es geht nicht um billig, sondern darum, was technisch in Ordnung wäre, und davon habe ich keine Ahnung.

underdog am 11 Aug 2014 18:24:17

Ein "Markenprodukt" ich will nicht sagen welches, war früher ständig in der Fernsehwerbung. Ansonsten selbst physisch einen richtigen Laden für Autozubehör aufsuchen, wenn möglich. Ich hasse es inzwischen auch einen Laden zu betreten um zu erfahren "haben wir nicht".

Sprühlack in weiß sollte aber noch problemlos kaufbar sein.

Bergbewohner1 am 11 Aug 2014 18:33:13

Wenn du es nicht verkaufen willst, dann kannst es so machen. ansonsten ist es murx. Verstehe auch nicht, wie du den Lack runter gebracht hast, geht eigentlich nur mit Axeton.

bernhardm am 11 Aug 2014 18:59:30

Um ehrlich zu sein - im Forum lese ich immer wieder von Alufraß. Ich persönlich würde daher eine ordentliche Grundierung für NE Metalle (oder eine die direkt für Aluminium angeboten wird) verwenden, am liebsten eine, die keinen Decklack mehr benötigt. Glaubhaft ist das mit "kein Decklack" für mich nur bei echten 2K Produkten (also die bei denen man den Härter in den Lack mischen muss - nicht Spraydosen auf denen 2K Akryllack steht). Decklack alleine ist nur besser wie Nichts - ihm fehlen korrosionsschützende Eigenschaften einer ordentlichen Grundierung.

Beduin am 11 Aug 2014 19:07:27

Waldtroll hat geschrieben:Verstehe auch nicht, wie du den Lack runter gebracht hast, geht eigentlich nur mit Axeton.


Ist bei den meisten alten Womo´s u Wowa´s leider oft so :( vor allem wenn die die meiste Zeit draussen standen und dann noch mit scharfen Mitteln gesäubert wurden, da kannst wählen zwischen Lack drauf o sauber :(

Letztens sah ich einen, der hatte seins mit der Walze neu gestrichen. Sah richtig gut aus! Meinen ersten T2 habe ich mal neu gewalzt, kam auch gut. War dann aber richtiger Autolack aus dem Handel.

Gast am 11 Aug 2014 22:01:41

Ich würde es machen wie INA es beschrieben hat,ich habe den Alkoven meines Womo (22 Jahre alt) gewalzt,den Lack habe ich mir in einer Lackiererei mischen lassen,sieht aus wie neu.

Arno

Roman am 11 Aug 2014 22:58:39

Da es sich ja wohl "nur" um das Dach handelt, würde ich auch über einen Farbauftrag mit der Rolle nachdenken. Die Farbe sollte Dir jeder gute Maler mischen können. Die haben Farbanalysegeräte.

Ansonsten frag einfach mal bei Dethleffs (nicht Fiat) nach. Da solltest Du auf jeden Fall noch Sprühdosen mit dem richtigen Lack bekommen.
Dabei handelt es sich dann allerdings auch um lösungsmittelhaltigen Lack. Die Autolacke zum Nachlackieren die ich kenne, sich alle lösungsmittelhaltig.


Roman

leonloewe am 12 Aug 2014 07:29:15

Danke für eure Antworten.

Das mit dem Walzen hatte ich auch überlegt, aber leider habe ich keinen Platz zum Unterstellen, so dass ich das alles draußen machen muss und Angst habe, dass das Trocknen von mit Walze aufgetragener Farbe länger dauert als das mit dem Spray. Und es ist ja nicht so großflächig, eher hier und da ein paar Stellen. Grundsätzlich wär es besser, weil einmal richtig. Ich muss da nochmal nachdenken, ob ich ne Lösung finde.
Aber Acryllack-Spray wär also ok, um vorerst auszubessern? Vorher etwas anrauen (wobei das ja eigentlich schon passiert ist), sauber machen und 2-3 Lagen sprayen. Dann ist das Alu erstmal geschützt. Denn auch wenn die Sonne drauf scheint, wirkt es wie ein Spiegel an dieser Stelle. Das sieht nicht gut aus.
Später kann ich dann ja immer noch walzen.

Übrigens das mit dem Abschmirgeln ging so leicht, dass ich es (auch bei all dem Dreck) überhaupt nicht gemerkt habe. Erst als ich Klarwasser zum Abspülen genommen habe, wurden die Stellen sichtbar. Habe einen haushaltsüblichen gelben Schwamm benutzt, der auf der anderen Seite den etwas härteren grünen Belag hat. Mit der weichen Seite ging eben nicht alles ab. Mit der grünen dann leider zuviel... Ich hatte auch das Gefühl, dass der Lack nicht mehr sehr hart ist. Aber nach fast 20 Jahren...

Habt vielen Dank für eure Beiträge!

manfredsc am 12 Aug 2014 07:47:44

Bei "Motip Dupli" gibt es eigentlich alles, was Du brauchst. Einen 1k Grundfüller, der auch auf Alu haftet und 1- bzw. 2k-Lack in Sprühdose. Allerdings gibt es da soviele verschiedene Farbtöne, dass Du ein Muster zur Auswahl brauchst. Grundsätzlich wären 2k-Produkte besser, ist aber für einen "Laien" schwieriger zu verarbeiten. Kommt eben auch auf die zu bearbeitende an. Alles was größer als 50x50 cm ist, ist nichts mehr für die Sprühdose.

rkopka am 12 Aug 2014 09:30:03

Ist denn der Schutz von Alu wirklich nötig ? Schließlich schützt sich das Material doch selber durch die sofort entstehende Oxidschicht. Deshalb kann man es u.a. sehr schwer löten. Auch Aluteile im Freien zeigen doch normal keine Spuren von Korrosion !?

RK

bernhardm am 12 Aug 2014 10:02:21

Alu "schützt sich nicht von selber". Korrekt ist - Alu bildet wenn es mit Sauerstoff (Luft) in Berührung kommt sofort eine unsichtbare Oxydschicht, die verhindert daß weitere Luft an das Alu kommt. Somit korrodiert es trotz Einwirkung von Sauerstoff nicht mehr weiter.

Diese Oxydschicht ist aber nicht beständig gegen agressivere Stoffe als Sauerstoff (kannst Du ja mal mit Salzlösung probieren ;)). Dann korrodiert es munter weiter. Such mal im Forum nach Alufraß.

Die Korrosionsfestigkeit der Alu Legierungen ist recht unterschiedlich. Unser MaBu Aufbau hat an der Schürze einen kleinen Macken, den ich bewußt nicht repariert habe. Der verändert sich seit wir ihn haben nicht. Das deutet darauf hin, daß MaBu hier recht gutes Material verwendet hat. Er ist auch nicht mit weißem Aluminiumoxyd (so pulveriges Zeug wie außen auf italienischer Salami) überzogen, sondern mit einem schwarzen Reaktionsprodukt. So mancher Hersteller hat besonders in der Vergangenheit billigeres Blech verwendet, das dann leicht mal Alufraß bekommt.

Eine ordentliche Grundierung für Alu enthält Stoffe, die die Korrosion von Alu hemmen können (wie z.B. Zink bei Stahl). Ich würde daher eine entsprechende Grundierung verwenden. Auf dem Dach käme ich garnicht auf die Idee zu spritzen - da tun es Pinsel und Rolle locker.

Übrigens - mit der grünen Seite eines Spülschwammes sollte man keinerlei beschichtete Oberfläche bearbeiten. Das ist ziemlich grobes Poliermaterial, hat dementsprechen ordentlich Abtrag und hinterlässt hässliche Kratzer. Da kann man sein Auto auch gleich mit Stahlwolle polieren :D

a.miertsch am 12 Aug 2014 11:12:19

" Alles was größer als 50x50 cm ist, ist nichts mehr für die Sprühdose."
Und auch da braucht es schon ein wenig Erfahrung.
Höre auf den Rat einer erfahrenen Frau, rolle die Farbe drauf, aber lass die Finger von Nitrolack und Universalverdünnung. Mit der Rolle kannst du in wenigen Minuten das ganze Alkovendach machen und wirst sehen, es sieht gut aus. Willst du es noch besser, kannst Du ja noch farblosen Lack unter die Farbe mischen oder direkt draufsprühen. Hättest quasi einen 2-Schicht Lack. Glänzt dann aber mehr, als der Rest des Wagens und ist vielleicht auch nicht so gut. Alles schon vorbereitet, eine Plane gespannt und auf einen windstillen Tag gewartet. mit der Gießkanne weiträumig alles gewässert und los geht's. Ach ja, mit dem Rollen machst Du es so, wie mit dem Buckel runterrutschen, immer schön kreuzweise. :lach:
Albert

leonloewe am 12 Aug 2014 11:44:31

Also, du würdest das ganze Dach neu lackieren?

Ich hab jetzt auch noch mal einiges gelesen hierzu. Auch Beiträge von Leuten, die einfach auf ihren alten Lack (weil der nicht mehr schön war) neuen Lack aufgerollt haben - nach vorherigem Anrauen. Also ohne Grundierung.

Ich habe nun aber Stellen, wo das Alu durchschimmert und Alu muss man immer vorbehandeln, damit der Lack darauf hält. Das habe ich so im Internet an verschiedenen Stellen gelesen, auch von Profilackierern.

Sollte ich mich entscheiden, das ganze Dach zu rollern, wie mache ich das dann mit der Grundierung? Kann ich die auf das komplette Dach aufbringen (also an Stellen MIT altem Lack UND an Stellen, wo nur noch Alu ist), ohne dass mir der alte Lack "hochkommt"?
Das habe ich nämlich auch gelesen. Es muss passen: Grundierung + Lack und in dem Falle auch alter Lack. Wisst ihr denn auf welcher Basis (Acryl) die alten Beschichtungen der WoMo's hergestellt wurden? Wenn Acryl, dann sollte eine Grundierung für Acryl und der anschließende Überstrich mit Acryl kein Problem sein, oder?

Manno Mann, so viel zu bedenken...

manfredsc am 12 Aug 2014 12:37:10

Du mußt nur die blanken Stellen grundieren.

bernhardm am 12 Aug 2014 15:05:11

Frag den Hersteller der Grundierung bzw. das Datenblatt bzw. die Anleitung. Das meine ich ernst. Es kann durchaus sinnvoll sein, auch auf dem bestehenden Lack erst zu Grundieren, muss aber nicht. Das ist abhängig vom Produkt und Du solltest das Passende auswählen. Mindestens die blanken Stellen sollten jedoch grundiert werden.

haballes am 12 Aug 2014 15:20:24

Ich vermisse Bilder, sonst könnte man besser beraten.
Gerade bei älteren Mobilen kann man durch geschicktes Folieren günstig die Gesamtoptik aufhübschen.

Mein erst 2011er VI hatte letztes Jahr beim Kauf schon eine matte GFK Stirn und überhaupt war der Unterschied der "Plastefront" zu dem Rest des Mobils zu erkennen.
Ich habe die komplette Front einfach silbermetallic folieren lassen.
Wär ich Vielfahrer, wäre ein regelmäßiges Folieren der Front wahrscheinlich fast günstiger als die häufigen Fahrzeugwäschen mit Insekten und Teerentferner. :mrgreen:

ralle1967 am 12 Aug 2014 17:24:20

Hallo leonloewe,

wenn die Foto´s auf der Website noch Euer aktuelles Mobil zeigen, also den Knaus, würde ich schon das ganze Dach machen.

Mit den Sprühdosen wird das nichts, die Fläche ist zu groß. Und Nitro-Kombi würde ich wirklich lassen, da dieses Zeug schnell verwittert und dann schön den Dreck aufnimmt. Und wenn ihr druaßen arbeiten wollt, freuen sich die Nachbarn über den Sprühnebel, der sich auf deren Auto´s, Scheiben oder sonstigem wiederfinden. und auch an eurem Womo müsst ihr nicht nur die Hauben und Dachfenster abkleben, der Sprühnebel würde auch auf den Seitenwänden, Fenstern und der Motorhaube zu finden sein.

Wenn ihr es vernünftig, aber selber machen wollt, geht in eine Niederlassung der gängigen Reparaturlackhersteller, wie z. B. Standox, SpießHecker, Sikkens, PPG und lasst euch den Farbton als 2-Komponenten-Material mischen. Das könnt ihr mit der Rolle auftragen und trocknet auch relativ schnell. Es muß aber ein trockener, sonniger Tag sein, möglichst mit wenig bis keinem Wind. Ideal wäre natürlich eine Halle. Auf jeden Fall darf keine Politur, von etwaigen Polierversuchen mehr vorhanden sein, sonst haftet der Lack nicht. Vorsichtiges Anrauhen mit einem Stahlwollepad und anschließender Reinigung mit Silikonentferner verbessert die Haftung immens.

Und von dem Lack immer nur einen Teil anmischen, der wird nämlich nach ca. 30 Minuten (hängt vom Hersteller und Härtertyp ab, hier gibt es unterschiedliche Varianten, z. B. "Härter Kurz" = schnelle Trocknung) in der Dose fest, also besorgt euch mal ein paar Kunststoffbecher, z. B. die von den Salaten beim letzten Grillfest... ;-).

Aber die richtige Lösung wäre in der Tat, mit einem Lackierbetrieb zu sprechen., aber das kostet halt.

,

Ralf

leonloewe am 12 Aug 2014 21:09:40

Danke, Ralf, das mit dem Sprühnebel habe ich mir auch schon gedacht. Wahrscheinlich doch rollern... Silikonentferner steht auch schon auf der Liste.
Ich habe heut nachmittag noch ein paar Bilder gemacht. Die Bilder auf der Webseite sind ja VOR dem Waschen entstanden. Ich glaube, dort sieht man gar nichts. Also hier die Bilder:

oben auf dem Dach:



hier sind Kratzer zu sehen, die nicht vom Waschen stammen, hab ich allerdings erst jetzt "freigelegt"/entdeckt:



auch oben auf dem Dach:



Blick von vorn auf den Alkoven:



Detailbild vom Vorherigen Bild:



Ja, so siehts leider aus... Noch ein paar gute Tips??
Vor allem, es ist immer noch auch Dreck drauf (sieht man gut auf dem zweiten Bild mit dem Kratzer). Ich trau mich gar nicht mehr ran mit irgendwas. Das ist so hartnäckig! Ich hab ihn jetzt zwei Jahre. Als ich ihn gekauft habe, war er meiner Meinung nach sauber. Jetzt die Standzeit unter den Linden aber war einfach große Sch...

Also: alles abschleifen, Silikonentferner drauf, Grundierung für Alu für besser Haftung des Lackes, und dann Acryllack drauf rollern?
Was meint ihr?

Gast am 12 Aug 2014 22:55:04

leonloewe hat geschrieben:
Also: alles abschleifen, Silikonentferner drauf, Grundierung für Alu für besser Haftung des Lackes, und dann Acryllack drauf rollern?
Was meint ihr?


Ja mach das so, Acryllack verträgt sich so ziemlich mit allen Untergründen, die Außentemperaturen sind auch passend, direkte Sonneneinstrahlung sollte man vermeiden da das Blech dann zu warm wird.

ralle1967 am 13 Aug 2014 09:15:22

Aua, daß sieht ja aus, als hättest Du das Dach mit Scheuermittel bearbeitet. Oder mit einem hochkonzentrierten Säurereiniger.

Bei den Schadensbildern würde ich wirklich zur Komplettlackierung raten, inclusive Grundierung. Wenn Du zu den genannten Reparaturlackanbietern gehst, frag mal nach "Washprimer". Das ist ein spezieller Primer, der vorzugsweise im Busbereich zur Grundierung der Alubeplankung eingesetzt wird. Und um das Anschleifen wirst Du nicht herumkommen.

Viel Erfolg.

,

Ralf

leonloewe am 13 Aug 2014 11:52:46

Jetzt doch noch mal die Frage zum Abschleifen: großflächig? womit? wieviel vom vorhandenen Lack muss runter? nur anrauen oder mehr weg?
Lack aufrollen: mit herkömmlicher Malerrolle? wie groß? eher klein, weil feiner oder eher groß, um schneller mehr Fläche zu schaffen, bevor es beginnt anzutrocknen?

was mach ich mit dem Aufkleber vorn von Knaus? Der könnte wegen mir runter. Krieg ich den so abgezogen oder soll ich ihn auch abschleifen? Oder abkleben?

Sorry für vielleicht dumme Fragen, aber bevor ich loslege, will ich konkret wissen, wie ich's machen soll.

Ach, und ich kann doch sicher in Teilschritten vorgehen, oder? Also z. B. zuerst von der Unterkante Alkoven bis obere Kante Alkoven auf dem Dach - komplett abschleifen, säubern, grundieren, lackieren.. Dann die Dachfläche oben drauf im zweiten Schritt genau das Gleiche.
Ich habe nämlich Angst, wenn ich alles einmal sauber habe, es dann doch dauert, bis der Lack überall drauf ist und in der Zwischenzeit wieder Dreck drauf ist. Außerdem muss ich wohl einen Teil des vorderen Daches von oben (auf dem Dach liegend/sitzend) machen, so dass ich das zuvor gereinigte Dach wieder betreten würde und das wär Mist..

Danke!

pippifax am 13 Aug 2014 17:32:27

... und nach, egal welcher, Lackierung die Flachen mit UV-filterndem Klarlack decken. Sonst fällt's nach Jahren wieder ab oder wird durchgerieben.

Hier wirst Du vielleicht geholfen.

--> Link

willi_chic am 13 Aug 2014 17:51:51

wenn Du im Freien arbeiten mußt, vergiß alle wasserbasierten Lacke

ich mußte mal einen großen Gastank (2000 L) neu weiß anstreichen, und wollte umweltbewußt arbeiten. Als ich fertig war gabs ein Gewitter und die noch feuchte Farbe war wieder weg. Seitdem verwende nur noch Lacke auf Basis Nitro, Kunstharz etc

grüße klaus

vhutter am 13 Aug 2014 18:45:40

Hallo liebe Gemeinde.

Ich habe ebenfalls ein älteres Womo Jg.85 ein wenig aufgepeppt.
Mein Aufbau (Hammerschlagalublech) war ebenfalls in diesem wunderschönen creme/braun Ton :eek:

Ich dachte auch, dass Akryllack (Ökologie) eine gute Wahl wäre..... Das Lehrgeld habe ich dann nach einem Vierteljahr bezahlt.
:evil: Die weisse Farbe hat sich schön in kleinen Fetzen abgelöst trotz intensiver Vorbehandlung der alten Lackschicht.

Das mit dem Alu anschleifen ist mit Vorsicht zu geniessen, da die Materialdicke sehr gering ist.
In meinem Fall musste ich den kompletten Aufbau ablaugen... Oder aber warten, bis sich der Rest auch von selber gelöst hätte :lol:
Erstaunlicherweise ging das Ablaugen sehr sauber und leicht, ohne viel Sauerei 8)
Ich habe immer kleinere Streifen (ca.20cm) von oben nach unten mit dem Gelee eingestrichen und dann konnte ich mit einem Kunststoffschaber
die Original und "neue" Lackschicht abstreifen.

Nach Rücksprache mit einem Profi-Malerfachhandel haben wir uns dann für eine Grundierung und Maschinenlack (1K / Nitro-Basis) entschieden.
Die Farbe habe ich dann sauber mit der feinen Lackierwalze aufgetragen, wichtig dabei, schön nass in nass rollen.


Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

ralle1967 am 14 Aug 2014 15:27:23

leonloewe,

ich würde nur mit einem Schleif-Vließ aus Stahlwolle arbeiten. Damit den Lack wirklich nur anrauhen und dann gründlich mit Silikonentferner abreiben. Und immer schön saubere Lappen nehmen, vielleicht ein paar alte Bettlaken oder T-Shirts opfern.

Nitrolack trocknen zwar schnell, da hierbei schnellflüchtige Lösemittel eingestzt werden, aber das Problem ist, daß "Nitro" für Nitrozellulose steht. Diese Bindemittelbasis ist leider nicht sehr stabil und vor allem nicht Lösemittel- oder Benzinfest. Nun wird die Wahrscheinlichkeit gering sein, daß Kraftstoff auf dein Dach kommt, aber z. B. Baumharz, speziell von Nadelbämen, enthält Terpene, die wiederum den Lack anlösen. Und Nitrolack verwittert über die Zeit, deshalb musste man früher die alten Kutschen oder auch das Ford T-Modell immer wieder schön polieren.

Und ich stimme willi-chic zu, wasserbasierte Systeme sind zwar gut für das Umweltgewissen, aber für den Privatanwender, speziell bei "Freiluftverarbeitung" nicht zu gebrauchen. Deshalb rate ich zu den 2-Komponenten Systemen.

Den Klarlack kannst Du dann vergessen, der ist nur notwendig, wenn Du einen Basislack einsetzt, wie z. B. Metalliclacke. Aber auch Uni-Lacke gibt es als Basislack. Diese Systeme benötigen in der Tat einen schützenden Klarlack, der auch UV-Stabilisatoren enthält.

Da Du nur das Dach beschichten willst, habe ich mir mal den Link in einem der Vorposts angesehen. Was Du unter Color-Base de findest, ist schon nicht schlecht. Ich würde den 2K-PUR Lack für Maschinen und Nutzfahrzeuge empfehlen, dazu den Härter MS-kurz, das ist der "schnelle" Härter (--> Link). Dieser Lack ist etwas höher im Festkörper, d. h. die Lackschicht wird im ersten Auftrag dicker und es könnte schon ein Auftrag reichen. Für das Dach wirst Du leider wohl 3 Liter Lack plus 1,5 Liter Härter brauchen. Dazu kommt die Grundierung und Verdünnung zum Reinigen der Geräte (und entfernen der Kleckerspuren), sowie zum Einstellen des Lackes. Da Du rollen willst, ist das Einstellen (verdünnen) wahrscheinlich nicht nötig. Der MIPA 2K-Aktivprimer (--> Link) ist der von mir genannte Washprimer, der sich speziell für Aluminiumuntergründe anbietet, hier soltest Du mit 2 Dosen plus Härter auskommen.

,

Ralf

Nille am 14 Aug 2014 22:20:10

Vielleicht wäre hier auch Folieren mit weißer Folie eine Lösung?

leonloewe am 15 Aug 2014 09:07:40

Hallo und danke für eure Antworten!
Ralf, Volltreffer! Deine Ausführungen sind sehr ausführlich! Danke dafür. So werde ich es auch machen.
Habe Kontakt zur Firma MIPA aufgenommen, mein Problem ausführlich erläutert und diese Antwort bekommen:

"Das Dach kann nach der Reinigung mit Mipa Silikonentferner komplett mit Mipa EP-Grundierfiller beschichtet werden. Anschließend kann die Fläche mit Mipa PUR HS deckbeschichtet werden.

Bitte beachten Sie, dass das Lackmaterial Mipa PUR HS ein Spritzlack ist und systembedingt schnell trocknet. Das kann bei der Streich- und Rollapplikation zu Unebenheiten in der Lackoberfläche führen. Dies ist ein rein optischer Mangel."

Ich habe dann noch mal gefragt, wieviele Anstriche man machen muss. Die Antwort lautete: bei Grundierfiller und auch Decklack reicht eine Lage.

Nun habe ich alles gekauft (auch Schleifvlies!), habe übernächste Woche Urlaub und werde dann den besten Tag(e) dafür aussuchen und hier natürlich berichten.
Da alles 2 Komponenten-Anstriche sind, wird's vielleicht koordinatorisch eine Herausforderung. Vorarbeiten (säubern, anschleifen, Abkleben, Silikonentferner), Teil Grundierung anrühren, Teil auftragen, Teil Decklack anrühren, auftragen. Für das nächste Stück Grundierung anrühren, grundieren, Lack anrühren, lackieren usw. Die Topfzeit ist wohl ausreichend, dass ich vielleicht auch nur jeweils 1 oder 2 mal anrühre. Also eine Anmischung für 2-3 Teilstücke stehen bleiben kann.
Topfzeit Grundierung: 10 h, Topfzeit Lack (je nach Härter): 2-4 h.

Drückt die Daumen, dass es wird.

matthiast4 am 15 Aug 2014 09:22:49

Roman hat geschrieben:Dabei handelt es sich dann allerdings auch um lösungsmittelhaltigen Lack. Die Autolacke zum Nachlackieren die ich kenne, sich alle lösungsmittelhaltig.


Jeder Lack enthält Lösungsmittel. Bei manchen ist das Lösungsmittel eben Wasser, aber das ist eher nichts zum selbermachen. Alternativ mal wohin, wo sie Lackreparaturen anbieten, kostet nicht mal wirklich viel, ist aber auch die Frage, wie groß der betroffene Bereich ist. Auf dem Dach würde ich es aber wohl definitiv selber machen. Mal gut, dass ich kein Alu habe.

PS: Politur poliert und trägt darum noch mehr ab, sagt ja schon der Name!

ralle1967 am 15 Aug 2014 14:33:23

Hallo Matthias,

im Prinzip hast Du recht, da GFK keinen Alufraß bekommt oder flächig oxidiert, wenn der Lack weg ist. Aber GFK hat den sogenannten "Gelcoat", daß ist der Lack, der zuerst in die Formen kommt, bevor die Glasfasermatten mit dem Epoxyharz einlaminiert werden. ist der Gelcoat "wegpoliert", geht auch GFK ducht UV-Einwirkung in die Knie, sprich zersetzt sich. Solche Dachhauben habe ich auch schon an einigen gut geputzten Teilintegrierten gesehen....

,

Ralf

a.miertsch am 15 Aug 2014 15:47:07

geht auch GFK ducht UV-Einwirkung in die Knie, sprich zersetzt sich.


Wenn es nur beim UV bliebe. Kommt noch Feuchte dazu, ist so ziemlich der Käs gegessen. Die geht nicht mehr raus und durch die Kapillarwirkung immer tiefer in das Glasgewebe. Da die Hersteller mit Sicherheit nicht hochwertiges Glas verwenden, verseift das hochgepriesene GFK und zerbröselt letztendlich. Also, nix ist für die Ewigkeit. Nur mal so nebenbei bemerkt.
Deshalb Autolack draufgerollt und fertig. Lacknummer müsste irgendwo stehen, damit ist sichergestellt, dass sich der neue mit dem alten Lack verträgt. So lange wie hier schon diskutiert wird dauert ja nicht mal die Neulackierung. Zumal es dem TE nicht so sehr um Schönheit geht.
Albert

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