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Reisebericht polnische Ostsee und Masuren 1, 2, 3


Julia10 am 16 Aug 2014 13:26:59

Ich bin zurück von meiner Polenreise!
An der Ostsee entlang, durch Masuren und über Warschau zurück nach Deutschland.
Viele interessante Eindrücke und Erlebnisse, sommerliche Temperaturen bis zu 39 Grad, klare Seen, nette und freundliche Menschen und vieles war einfacher, als ich dachte.
Die Sorge, mit könnte etwas unfreiwillig abhanden kommen, wurde immer geringer. Am Ende des Urlaubs hab ich immer häufiger vergessen, mein Fahrrad abzuschließen. Ich hab mich sehr sicher gefühlt und wenn ihr Lust habt, nehme ich Euch mit auf meine Reise.
Wieder zu Hause zeigt mein Womo Tacho 3950 und der meines Fahrrades 450 km an.
Es gibt also viel zu sehen!
Hier meine Reiseroute
Kleinmachnow am Teltowkanal
Über Szczecin nach Swinemünde
An der Ostsee entlang bis Kolobrzeg ehemals Kolberg
Dartowo/ehemals Rügenwalde hier wurde die Rügenwalder Wurst erfunden wurde
Leba
Halbinsel Helska
Puck
Gdansk
Elblag
Liuawa
Nidzica/ehemals Neidenburg
Mikolajki
Wilczy Szaniec/Wolfschanze
Weggorzewo
Goldap
Suwalki dann Richtung Warschau und ein paar Tage Erholung am Stettiner Haff in Altwarp

Meine erste Station und Übernachtung nach einer völlig staufreien Fahrt (an einem Freitag) von ca. 450 km der Campingplatz Kleinmachnow.

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Schnell ist ein schöner Stellplatz am Kanal gefunden.



Ein wenig Bewegung nach der langen Fahrt tut gut und so radle ich an den Wannsee. 6 km vom Campingplatz entfernt, durch den Wald und auf einem inzwischen geteerten Radweg.





Der S Bahnhof Wannsee ist gut zu erreichen. Touren um den Wannsee mit vielen schönen Badestellen ist gut möglich. Dafür habe ich allerdings heute nicht die Zeit.




Am kleinen Wannsee das Grab von











Wundeschöne Villen am kleinen Wannsee :!:



Am nächsten Morgen ist es wieder sehr warm :!: . Bereits um 8.00 Uhr zeigt das Termometer 25 Grad.

Ich enschließe mich daher, nicht über Usedom nach Polen zu fahren sondern die Autobahn zu nehmen.







Polens Bevölkerung ist sehr katholisch und überall an den Straßen findet man die unterschiedlichsten Kreuze.



Mit der kostelosen Fähre setzt ich nach



über.

Vor meinem Urlaub habe ich mein Womo gründlich gereinigt, diesmal auch das Dach. Sieht es nicht guuuuut aus?














Am Nachmittag fahre ich auf den Campingplatz

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Preis für eine Nacht mit Strom 44 Zloty. Man wird auf dem Platz eingewiesen. Zahlen kann man hier nur mit Zloty und wird. Sofern man kein polnisches Geld hat, an die angrenzende Wechselstube verwiesen, deren Kurs immer gleich hoch ist. In der Altstadt gibt es mehrere Banken, die gute Wechselkurse anbieten, teilweise werden die Kurse auf Laufbändern angegeben.

Anzuraten ist, nicht gleich große Summen zu tauschen, sondern lieber in Ruhe schauen, wo der Kurs am günstigsten ist. Das Gleiche gilt fürs tanken. Auch hier sind die Preise recht unterschiedlich.

Meine erste Erkundung der Stadt schockt mich ein wenig.



Die Promenade und die Strände nutzen tausende von Menschen. Es gibt Belustigungen für Kinder, Automaten und l laute Musik, Restaurants und jede Menge Menschen an der Promenade.
Am Strand liegt man eng gekuschelt aneinander, ob man will oder nicht.

Ich habe nicht weiter fotografiert, muss erst mal in Ruhe ankommen und morgen schaue ich weiter.

Julia

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Julia10 am 16 Aug 2014 14:38:43

Am sehr späten Nachmittag mache ich mich doch noch mal auf den Weg in Richtung Hafen.



Die Fähren von und nach Skandinavien laufen ein.



Krananlagen löschen auch heute noch die ankommenden Schiffe.



In den nächsten Tagen begenen mir noch ettliche Bunkeranlagen, Kriegerdekmale und Erinnerungen an die Kriegswirren des ersten und zweiten Weltkrieges.

Da ich vergessen haben, mein Mückenabwehrspray aufzutragen, sind die ersten Blutsauger fündig geworden.

Wer empfindlich auf Mückenstichte reagiert, sollte sich immer einsprühen.

Der erste Tag in Polen neigt sich dem Ende zu, morgen schaue ich mir die Altstadt an und dann gehts weiter, an der Ostsee entlang.



Einge hübsch gestaltete Häuser am Wegesrand.




Die Hafeneinfahrt mit den Industriegebäuden im Hinterrgrund.

Der Wasserturm








Ein restauriertes Verwaltungsgebäude.



Jeden Abend, so berichtet ein Frau, füttert sie die streunenden Katen im Hafen.





In ?winouj?cie findet man überall Fotos, die vor dem Krieg aufgenommen wurden. Hier der HAfenbereich mit dem Wasserturm und dem Verwaltungsgebäude, weiter hinten der kleine Hafen.

Der Sportboothafen heute ist mit Mittel aus dem Europäischen Font neu gestaltet, kleine, nette Restaurants zum Teil mit Lifemusik bieten leckere Speisen an. Da der Hafen etwas abseits der Touristenzentren liegt, geht es hier etwas beschaulicher zu.







Der Leuchtturm auf der anderen Seite des Flusses.








Weiter am Hafen enlang kommt man zur









Es ist schon recht spät und das Museum schließt bald. Gerne hätte ich mir die Bungekanlage angesehen.





Julia10 am 16 Aug 2014 15:29:35

Am nächsten Morgen, nach einer sehr ruhigen Nacht auf dem Campingplatz, fahre ich in die Altstadt.

Mit dem Fahrrad knappe 5 Minuten vom Platz entfernt.
Kleine, hübsche Geschäfte, die üblichen kleinen Gemüse und Obstgeschäftge, aber auch Bäckereien und Metzger mit guten frischen Wurstwaren laden zum Einkaufen ein. Hier ist es deutlich günstiger, als in der Nähe des Strandes.

In der Deutschen Bank wechselt man zu einem guten Kurs.

Die Altstadt wird gerade aufgehübscht. Die Straßen sind teilweise schon neu gepflastert, der große Platz ist mit Wasserspielen, wie fast überall in Polen, bestückt.



Früher



Heute



Früher


Heute leider nicht mehr viel davon übrig.



Wer Bilder vom Strand oder "Polenmarkt" vermißt, wird sie hier nicht finden. Strand gibts später noch reichlich. den Markt habe ich mir geschenkt, weil ich vor einigen Jahren schon mal dort war.

Über die

geht es weiter in Richtung Ostseeküste.

Viel kleinere Badeorte, die sehr überlaufen sind, schließen sich an.



Auch in Polen sind Sommerferien und sollte ich noch einmal hierher, an die Küste fahren, würde ich Mai Juni oder den September bevorzugen.

Alles, was man für einen gelungenen Strandurlaub benötigt, findet man in vielen kleinen Geschäften.



So, oder so ähnlich sieht es in den meisten kleineren Urlaubsorten an der Ostsee aus. Hier sind die Strände meist überfüllt. Ruhiger wird es erst, wenn man sich außerhalb der Ortschaften bewegt.



Ein wenig landeinwärts finde ich eine kleine Stadt mit einem gut erhaltenen Stadtkern.


Treptow







Rathaus








Marienkirche



Eine besonders schöne katholische Kirche, mitten in der Stadt.








Eine große Hallenkirche, reich geschmückt mit vielen Besonderheiten.





Farbenfroh gestaltete Kirchenfester, der größte Teil aus neuerer Zeit.



Zur Orgel gelangt man über diese Treppe.




Papst Johannes Paul der II wird in Polen sehr verehrt. Große Plakate, Statuen stehen in den Kirchen. Gerne wird das Gesicht des Papstes auch in Kirchenfestern verewigt. Wie hier in diese. Ist leider schlecht zu erkennen.

Julia10 am 16 Aug 2014 16:52:17

Die Nebenstrecken an der Ostsee entlang sind fast immer grün. Endlose Alleen aus verschienden Baumarten werden mich die nächsten Tage begleiten.







Auf diesem Campingplatz bleibe ich 2 Tage. 55 Zloty pro Tag mit Strom, zahle ich am Ende.


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Das ehemalige Koberg wurde im Krieg stark zerstört, dementsprechend zeigt sich der Stadtkern eher im sozialistischen Baustil.

Die Kirche wurde erhalten. Übrigens, oft sind die Kirchen in vielen Orten die einzigen historischen Gebäude. Daher werdet Ihr Gelegenheit haben, einige davon zu bewundern :D










In der Basilika wurde im Krieg der Altar zerstört und nun duch einen sehr modernen ersetzt.




Die Kirchen sind immer gut besucht, hier das Nachmittagsgebet.




Auch hier neue, künsterlisch gestaltete Kirchenfenster.



Gleich neben der Kirche ehemalige verwaiste Geschäfte und Wohnblocks rings um und in der Altstadt.



Polen liebe Parkanlagen. In jeder etwas größeren Stadt findet man Parks. Hier in Kolberg gleich 3 Nebeneinander. Sie sind gut besucht. Ältere Menschen oder Familien mit Kindern bevölkern die Anlagen. Gut ausgestatete Kinderspielplätze locken Familien an.

Die Springbrunnen und Wasserspiele locken im Sommer zum Planschen.





Vom Campingplatz zum Strand sind es keine 2 Min. mit dem Fahrrad.

An einigen Strandabschnitten und in der Stadt senken sich in windeseile Nebelbänke bis auf den Boden.





Die Sicht wir immer mehr durch Nebel behindet.




Ehemalige Bunkeranlagen nutzt man als Restaurants, Hotels oder auch Diskotheken.






Diese Parkanlage wird tagsüber für den Weg zum Stran und am Abend als Promenade genutzt. Tausende Menschen spazieren dann hier entlang. Mag man nicht glauben :!: Morgens um 8 Uhr ist noch niemand zu sehen.







Zur Zeit ist die Seebrücke geperrt. Sie wird komplett erneuert.





Julia10 am 16 Aug 2014 17:15:58

Morgens um 8.00 Uhr gehört der Strand noch den Möwen.






Denkmale findet man in Polen überall. Groß müssen sie sein und an exponierter Stelle stehen.






Das ehemalige Fort und später auch Leuchtturm.














Wer mag, kann an der Küste weitere Leuchttürme besichtigen. Sie sind oft nicht leicht zu finden und die Zufahrtstraßen sehr eng.


Langsam belebt sich der Strand.





Händler bauen ihre Geschäfte auf.






Bilderrahmen entstehen direkt vor Ort.





Auch tagsüber zieht immer wieder Nebel auf.





Der Hafen ist massiv gegen Sturmfluten gesichert.








Hier wird musiziert, 4 m hohe Stühle als Erkennungsmerkmal für ein Musikzentrum.



Julia10 am 16 Aug 2014 17:52:23

Heute ein besonders warmer Tag, am Ende werden es 40 Grad.

Trotdem fahre ich zum

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in der Hoffnung auf schattige Plätze. Ist aber nur eine Hoffnung. Der Park ist neu angelegt, seeeeehr weitläufig, und noch wenig schattig.

Ich hätte mir gerne mehr angesehen, aber es ging beim besten Willen nicht. Kann jedoch jedem Garteninteressierten raten, dieses Gelände anzuschauen. Es gibt noch ein weiteres Gelände, in dem man auch Pflanzen erwerben kann. Dort sollen auch Themengärten zu sehen sein.

Hab ich leider nicht angesehen, es war viel zu heiß.


Ein Birkenwäldchen läd zum Verweilen und Spielen ein.




Wer sich nicht benehmen kann, den bestraft die Hexe.





Trotzdem hier einige Eindrücke :)

Aus ?ger Höhe ist der Park gut zu überblicken.






Ein riesiges Labyrint läd zum Verstecken und Suchen ein.











Kleine Themengärten bieten Anregungen für die eigene Gartengestaltung.















Speiseteller große, leuchtende Stockrosen in verschiedensten Farben leuchten in allen Farben.


nuvamic am 16 Aug 2014 18:26:11

Julia10 hat geschrieben:... und wenn ihr Lust habt, nehme ich Euch mit auf meine Reise...

Aber sischer haben wir Lust :D

Danke fürs Mitnehmen :)

iwoi am 16 Aug 2014 18:33:52

ganz toller Reisebericht. Die Bilder sind wunderbar getroffen. Klasse ! von Ines

knutschkugel am 16 Aug 2014 18:55:21

Klasse und tolle Bilder.

Julia10 am 16 Aug 2014 19:28:25

Polen, das Land der Störche :!:

Störche sieht man von nun an regelmäßig. In jedem Dorf oder kleinerem Ort lebt mindestens ein 1 Storchenpaar. Auf vielen Wiesen sieht man, in gebührendem Abstand, oft mehrere Storchenfamilien nach Futter suchen.



Interessante Gebäude warten häufig auf neue Nutzer.






Viele Gebäude erstrahlen schon wieder in ihrer alten Pracht.

Und weiter gehts durch endlose Alleen.



Wegkreuze in allen Variationen.




Mein nächstes Ziel ist:



ehemals Rügenwalde.

Stimmt hat etwas mit der Rügenwalder Teewurst zu tun.

Dazu gibt es eine nette Geschichte:

Rügenwalde war schon im 18. Jahrhunder für seine Wurstspezialitäten bekannt.18324 erfand ein Herr müller eine streichfähige Wurst mit einem hervorragenden Aroma.
Zu der Zeit war es üblich zum nächmittaglichen Tee süßes Gebäck zu sich zu nehmen.
Der Rügenwalder Fleischermeister jedoch ließ sich am Nachmittag einen herzhaften Imbiss, mit dieser neuartigen Wurst servieren. Schnell bürgerte sich die Streiwurst aus außerhalb der Stadt ein. Und da sie zum Tee gereicht wurde, erhielt sie den Namen Teewurst.
Übrigens, eine rote Mühle gibt es in Rügenwalde nicht.

Zum Nachlesen:

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Durch Zufall finde ich diesen Campingplatz, für den ich 30 Zloty mit Strom bezahle. Der Beswitzer und eine Frau sind sehr bemüht, um ihre Gäste. Sehr freundlich, deutschsprechend.

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Der Weg zur Dusche füht durch ein Wäldchen.





An einem Gewächshaus vorbei



Ins nächste Gewächshaus und zu den Sanitäranlagen.



Die neue Brücke führt in der Nähe des Campingplatzes über den Fluss.



Zur Innenstadt sind es nut ein paar Meter zu Fuß. Auch an diesem Tag ist es sehr heiß. 36 Grad im Schatten.
Langsam gewöhne ich mich an die Temperaturen.

Ein nette Städtchen mit altem Stadtkern.

Hier das Rathaus



Die Feuerwehr hat einen Hydranten geöffnet und einen Schlauch angschlossen, zur Freude der Kinder.


Der Marktplatz



Kleine Häuser drücken sich an die Reste der Stadtmauer.



Ein Gewitterregen prasselt heftig nieder und bringt die ersehnte Erfrischung. Die Innenstadt ist schnell geräumt.




Eine Burg mit einem gruseligen Foltermuseum steht am Ortsrand.







Ein riesiges Speicherhaus zeugt von einer langen Geschichte und hohen Umschlagzahlen des Hafen.



Eine Kirche gehört in jedes Dorf



Düstere Wandmalereien im Hintergrund



Auch hier neue Kirchenfenster mit dem Bild des ehemaligen polnischen Pastes








Zum Strand im nächsten Ort sind es vielleicht 4-5 km. Man kann an dem Fluss Wieprza direkt entlang fahren. Das Örtchen, ein Touristenort, ist klein und überschaubar und im Zentrum ist Abends viel los. Musik, Restaurants, halt alles, was man im Urlaub so benötigt. Die Strände sind auch hier breit und endlos lang.

Gast am 16 Aug 2014 23:17:56

Toller Bericht, Danke!

Arno

soletti1 am 17 Aug 2014 07:15:21

Mensch Julia jetzt bist du schon wieder zuhause - wie die Zeit vergeht :ja: .

Danke für den schönen Bericht und die eindrücklichen Bilder :gut: .

Freu mich schon auf die Fortsetzung :ja: .

Julia10 am 17 Aug 2014 09:10:12

Danke für Eure Rückmeldungen, bin aber noch nicht ganz fertig.

Wir sind noch immer im gleichen Örtchen.

Am Abend, danach dem Gewitter, fahre ich inden Nachbarort an die Ostsee.

Die Sonne geht langsam unter und der Nebel vernebelt :) die Sicht innerhalb von Minuten.

















Eigentlich schreibe ich keine Postkarte, diesmal hab ich es versprochen und fahre noch mal in die Stadt, die ich gestern, wegen des Gewitters, fluchtarig verlassen habe.


Ein Stadttor steht noch, sieht so ähnlich aus wie die Stadttore an der deutschen Ostsee.




Der in Reiseführern erwähnte Fischerbrunnen steht auf dem Marktplatz.







Bei strahlendem Sonnenschein radle ich noch mal an die Ostsee. Vorbei an gut restaurieren Gebäuden.




So stelle ich mir einen schönen Sommertag am tiefblauen Meer vor.




Die Hafeneinfahrt










Übrigens, der Ort hat eine besonders interessante Schiebebrücke. Sie schiebt sich zu beiden Seiten weg, wenn Schiffe in den Hafen fahren.


Die Schaltzentrale der Brücke ist in diesem Gebäude untergebracht.




Hoher Wellengang läßt aufschäumende Wasserkaskaden zurück.







Angeschwemmtes Treibgut verkeilt sich in den Wellenbrechern.







Bilderbuchwetter, klar und warm.




Im Hafen bieten Fischer frischen und frisch geräucherten Fisch an. Es duftet intensiv nach Rausch und Meer.


Wassereinbruch mit Schräglage.



Die Liebe zu nachgebauten historischen Schiffen scheint in Polen sehr groß zu sein. Fast in jedem Hafen findet man Schiffe unterschiedlichster Bauart.







Es ist noch früh am Morgen und die ersten Touristen bauen bereits ihren Windschutz auf. Meine Kollegin, die in Polen geboren ist, gab mir den Tipp: Wenn Du an den Strand gehst, kauf, die einen Winschutz, sonst trampelt man Dir in der enge übers Handtuch.

Windschutz ist aber auch, so wie morgens um 8.00 Uhr hier zu sehen, die Sicherung der besten Plätze in der ersten Reihe (wie das Reservieren von Handtüchern auf Sonnenliegen :D )





Muschelsuchen bevor der Strand gekarpert wird.




Möwen fehlen in keinem Hafen. Ein kleiner Plausch mit der Nachbarin!



Ist ja interessant Frau Nachbarin :)




Ein letzter Blick auf die Hafeneinfahrt, bevor ich weiterfahre.



Fortsetzung folgt!

Julia

Julia10 am 17 Aug 2014 10:09:50




Mein Ziel heute ist Sowotow :!:

Ich möchte mir die Fachwerkdörfer anschauen.





Hier wurden teilweise Fachwerkgebäude aus anderen Dörfern wieder aufgebaut, einige Höfe aber auch restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Teil der Höfe wird auch weiterhin bewirtschaftet, so wie es früher mal war.

Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich Kopfhörer und die entsprechenden Informationen an der Kase mitnehmen. Der Rundgang ist interessant und das Eintauchen in die Geschichte, insbesondere auch die Vertreibung aus den pommerschen Gebieten nach dem Krieg bedrückend.

Die einen wurden aus ihrer Heimat in eine ungewisse Zukunft vertrieben, die andern aus ihren Dörfern herausgerissen und hierher zwangsumgesiedelt.

Die ersten polnischen Siedler wachsen zu einer Dorfgemeinschaft zusammen.




Die neue Kirchenorgel kann aufgebaut werden.








Ich fühle mich hier fast wie zu Hause, in deinem der münsterländischen Dörfer.

Ein Ziehbrunnen mitten im Dorf.



Handwerkliche Techniken wurden an die nächsten Generationen weitergegeben.



An einen solchen "Vorhang" kann ich mich auch noch erinnern. ER hing in unserer Küche und dahinter wurden Handtücher usw. aufgehängt.



Die Gutshäuser waren gut eingerichtet.



Die kleine Küche im Altenteil.



Das Speisezimmer.



Blumenbänke vor den Fenstern waren anscheinend sehr beliebt.



Die bei der Restaurierung gefundenen Wanddekorationen sind liebevoll wiederhergstellt worden.



Kinderspielzeug wurde an Wintertagen hergestellt.







Tierhaltung, insbesonderen Geflügel wird hier praktiziert.




Löwenmäulchen, habe ich lange nicht mehr gesehen.

Weites Land, wenig bewaldet.



Schattige Alleen begleiten die Straßen.



In der Nähe befindet sich ein Fischerdorf, in der ebefalls viele Häuser restauriert und zugänglich sind. Eintritt zahlt man hier nicht.









Der Ort ist sehr abgeschieden und die Menschen lebten vorwiegend vom Fischfang und im Winter von handwerklichen Arbeiten.






Die gute Stube.



Schlafstube und Essbereich.



Geheizt wurde mit Torf.



Glückliche Hühner, sie dürfen hier brüten und Küken aufziehen.



Übrigens, der Strand ist hier traumhaft schön und noch nicht so überlaufen wie in Leba.

Julia10 am 17 Aug 2014 11:35:33

Durch den



fahre ich nach Leba.

Wolken türmen sich auf und fallen wieder in sich zusammen.







Der




ist für die nächsten 2 Tage mein Quartier. Direkt am Stadtzentrum von Leba gelegen, ist er im vorderen Bereich etwas laut, gegen ca. 22.00 Uhr wirds ruhig.














Die Sanitäranalgen sind neu und sauber, ich glaube ich habee 44 Zloty pro Nacht bezahlt.

Natürlich radle ich am nächsten Morgen, schon recht früh, zu den Dünen. Ist übrigens sehr zu empfehlen, zeitig dorthin zu fahren oder gehen, denn am späten Vormittag wälzen sich Menschenmassen auf die Dünen zu.
Außerdem wird der San in der Mittagshitze sehr heiß und man kann barfuss nicht mehr darüberlaufen. Festes Schuhwerk ist dann angebracht. Nicht vergessen, etwas zu trinken und Badesachen mitzunehmen. Der Strand ist traumhaft schön und wenn mann sich etwas vom Hauptweg entfernt, ist man ganz alleine.

Zu Fuß sind es vom Ort auch ca. 10 km zu laufen (eine Strecke). Etwas Kondition braucht man, um auf die Dünen zu steigen. Sieht auf den Bildern nicht so hoch aus.

Über einen langen, schattigen Weg durchs Naturschutzgebiet kommt man zum Binnensee.

Ein Aussichtsturm ermöglicht den Blick auf die Wanderdünen.

Wer Mückenstiche vermeiden möchte, sollte entsprechend vorsorgen.









Unterhalb des Aussichtsturms ein großer Parkplatz, auf dem schon zeitig Wohnmobile standen. Ob man hier übernachten kann, weiß ich nicht.







Über eine lange, von Bäumen bestandenen Weg radle ich Richtung Düne. Um 8.30 Uhr sind es heute schon wieder 25 Grad und ich bin froh üer den schattigen Weg.

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Die ersten, kleineren Wanderdünen erheben sich nahe am Weg.




Ein anstrengender Gang die Düne hinauf.




Kinder haben Spaß daran, sich herunterrollen zu lassen.




Die Belohnung für den Aufstieg, ein weiter Blick aufs blaue Meer.































Die Düne hinunter und der Weg zum Meer lohnt sich. Herrliches Wasser zum Schwimmen und man ist schnell sehr alleine am Strand, wandert man 500 m weiter.









Möwen leben hier ungestört,





wenn sich kein Mensch hierher verirrt







Muscheln sucht man hier vergebens, findet aber anderes Strandgut.











Der beschwerliche Weg zurück zum Fahrrad.




Schön, das es schattige Wege gibt und ich schwinge mich auf mein Rad und kühle langsam ab. An diesem Tag steigt das Thermometer auf schlappe 37 Grad.




Fortsetzung folgt.

Julia

Die Rumtreiber am 17 Aug 2014 11:45:45

Sehr schöner Reisebericht. :daumen2:
mit ganz tollen Bildern...

Vielen Dank fürs mitnehmen, bin auf die Fortsetzung gespannt.

Wäre auch mal was für uns.... :P

Julia10 am 17 Aug 2014 12:42:49



Auf dem Weg zurück der Hinweis zu einem Museum. Wenn ich schon mal hier bin.... denke ich dann...

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Also durchschreite ich den Schlagbaum.




















Mein Vater war im Krieg Kraftfahrer und erzählte oft von solchen Motorrädern, die er gefahren ist.




Vom Aussichtstrum geht der Blick weit über dei Dünenlandschaft und das gut getarnte militärische Gebiet.












Inzwischen ist es früher Nachmittag und ich mache mich auf den Weg zum Campingplatz. Übrigens befinden sich in und um Leba mehrere Campingplätze,teilweise direkt an der Ostsee und mit schattigen Plätzen.

Der Platz





liegt den Dünen am Nächsten, ca. 10 Minuten Weg in die Stadt.

Der Strand von Leba (etwas außerhalb) am frühen Abend.






Es ist schon 19.00 Uhr und der Strand ist noch sehr gut besucht. Kann mir nicht vorstellen, wie er im Laufe des Tages ausschaut.



Leba ist eine quirlige, lebendige und von vielen polnischen Urlaubern belagerte Kleinstadt.

Für Erwachsene und Kinder wird viel Geboten z.b. dieses Speedbootfahrt.









Neue, kathedralenartige Kirchen sind in Polen überall zu finden. In Leva entstand diese Kirche gerade neu.













Architekten und Künstler leben sich in Polen mit kreativen und wunderschönen Ideen aus. Kosten spielen teilweise wohl keine Rolle. Viele Bauten sind für die "Ewigkeit" erstellt









Mittagspause, vielleicht später mehr, die Reise war noch lange nicht u Ende.

Julia

Gast am 17 Aug 2014 12:53:02

Danke Julia für den wirklich schönen Reisebericht und die vielen schönen Bilder !

Julia10 am 17 Aug 2014 14:20:43

Ich vergas, es lebte viele Jahre Max Pechstein in Leba

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Ich möchte mit noch einige witere Orte anschauen und stoße, direkt an der Hauptstraße auf das Kloster



Weiter gehts zu Halbinsel Hela.

Julia








Auf dem Kirchhof, der hier noch direkt an der Kirche liegt (selten in Polen) sind die Gräber prunkvoll geschmückt.



An der Friedhofsmauer sind, bescheiden mit Birkenkreuzen versehen, die Gräber der Schwestern zu finden.



Der Kreuzgang des Klosters.



Blick in den Klostergarten



Ein kurzer Blick in den prächtig ausgeschückten Kirchenraum.












Run um Krokawa stehen Restaurierte Gutshäuser, teilweise als Hotels genutzt, die es sich lohnt, anzuschauen.

Hier im Ort steht das ehemalige Gutshaus der Familie Krockov.







Von dem Landschaftspark ist nicht mehr viel zu sehen, alles zugewachsen und verwildert.



Eine kleine Brücke führt in die öffentliche Parkanlage.

Eine große Kirche schließt sich dem Park an. War leider nur von außen zu besichtigen, weil ein Gottesdienst sattfand.


Standgaaaaas am 17 Aug 2014 16:11:00

Sehr schöner Bericht und tolle Bilder! :)

nuvamic am 17 Aug 2014 18:13:31

Kleine Zwischenfrage - wie kamst du denn sprachlich klar? Bzw. in welcher Sprache wie gut?

mk9 am 17 Aug 2014 18:29:04

Ich bin von diesem Bericht sehr begeistert und habe mich über die vielen schönen Aufnahmen gefreut.
Dass zwischendurch auch alte Aufnahmen eingebunden wurden, lockerten den Bericht auf. :daumen2:

vom linken Niederrhein
Manfred

Julia10 am 17 Aug 2014 18:33:08

:lol: Geführte Kanuwandertouren sind an vielen Flüssen buchbar.




Dr. Oetker ist auch in Polen im Geschäft



Halbinsel Hela, eine schmale Landzunge die weit in die Ostsee und die Danziger Buch hinausragt.

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Die Halbninsel ist eine Urlaubsinsel und bieten Wassersportlern alles, was das Herz begehrt.
Es gibt einige Campingplätze, die Heillos überlaufen sind. Trü an Tür drangen sich Wohnwagen, Wohnmobile ud Zelte aneinander. Der Vorteil, mit wenigen Schritten ist der Stran zu erreichen.

Schon auf der Anfahrt drängeln und stauen sich die Fahrzeuge über enge Straßen. Ein Umkehr ist schlecht möglich.

Mai oder September sind sicher Monate, die einen Inselbesuch lohnen. So bin ich froh, wieder auf dem Festland zu sein.

Hier einige meiner wenigen Fotos.



Ein chinesisches Hotel der Luxusklasse.



Parkplatz mit Aussicht auf den Ort Puck. Nach einer anstrengenden Fahrt raste ich hier in Ruhe.









Der Marktplatz von Puck










Klosteranlage Puck












Übrigens, an den Wochenende heiraten viele junge Polen oder lassen ihre Kinder taufen. Die Kirchen sind dann meist bis auf den letzten Platz gefüllt, so das einige vor der Kirche stehen bleiben. Alle Gottesdienste übertragen Lautsprecher nach draußen.









Das Quartier um den Hafen ist mit EU Mitteln kompett erneuert worden. Eine Promenade führt am Hafen entlang, eine kleine Seebrücke und ein Sportboothafen schließen sich an.







Alt und neu miteinander kombiniert. Auf den Garagendächern befindet die die Promenade.




Am frühen Abend komme ich Gdansk an.

Es grüßt freundlich an der Straße ein




und die typischen Plattenbauten




Mein Ziel ist die Westerplatte dort übernachte ich.

Der Weg dorthin ist nicht so einfach zu finden. weil einge Baustellen den direkten Weg unmöglich machen.




Die Sonne geht langsam unter, als ich ankomme.

Weichselmündung









Auf großen Platten wird die wechselvolle Geschichte vom Seebad bis hin zum militärischen Stützpunkt und dem Beginn des ersten Weltkrieges aufgearbeitet.

Ab 4.45 Uhr wird zurückgeschossen, verkündete Adolf Hitler, undso begann der Polenfeldzug und damit der Zweite Weltkrieg. Ein Munitionsdepot auf der Westernplatte, die damals zu Polen gehörte, wurde beschossen.

Soweit ich mich erinnere haben 189 polnische und weit über 2000 deutsche hier ihr Leben verlore und das war erst den Beginn des Krieges.














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Als Frühaufsteherin lasse ich mir den Sonnenaufgang über der Weichselmündung nicht entgehen





Am nächsten Morgen schaue ich mir den Leuchtturm an.

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Fortsetzung folgt.

Julia10 am 18 Aug 2014 17:21:33

So, wir bleiben noch etwas auf der Westerplatte. Wer Zeit hat, sollte ich das Museum und das Ehrenmal anschauen.

Der Parkplatz an der Westernplatte ist kostenlos und von hier aus kann man mit dem Schiff nach Gdansk in die Altstadt (gegen 11.00 Uhr) fahren. Eine schöne Strecke und das Womo ist sicher untergestellt. Wer lieber einen bewachten Parkplatz möchte, fährt 50 m weiter auf den Strandparkplatz.
Gut essen kann man übrigens im naheligenden Restaurant mit Terrrasse. Schiffe beobachten kostenlos :) .

Am nächsten Morgen will ich mir den ehemaligen Leuchtturm, später als Festung umgebaut,anschauen.

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Es ist warm, sehr warm. 8.00 Uhr 25 Grad :!: Auch dieser Tag wird wieder sehr heiß. Am Abend wird das Thermometer 41 Gras anzeigen.
Aber jetzt ist es noch recht angenehm.

Auf dem Weg zur Festung hängt an einem seidenen Faden ein recht großes Blatt im Weg.



Festung in Sicht!



Das Tor ist verschlossen, wird erst um 10.00 Uhr geöffnet. Ist mir zu spät und ich schaue mich in der Gegend ein wenig um.

Kein seidener Faden sondern ein kräftiges Seil halt die Schlinge.



Geplant war, die Altstadt von Gdansk zu besuchen, aber in Anbetracht der hohen Themperaturen schenke ich mir den Besuch und fahre weiter nach I?AWA im ehemalige Westpreussen.

Über die Brücke zurück, an der Stadt vorbei



wie kann es anders sein durch Baumalleen.




Einige Halte in kleinen Orten mit riesigen, neu erbauten Kirchen





und kleinen Dörfern, in den Störche träge in der heißen Sonne vor sich hin dämmern,

komme ich nach I?AWA.

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Das Rathaus und die evangelische Kirche stehen noch, ansonsten zeigt der Ort sich in sozialistischen Baustil, leider etwas gesichtslos, landschaftlich aber kaum zu toppen. Der Ort I?awas liegt am Ende des längsten See Polens, dem Jeziorak und ist ein Paradies für Wassersportler.

l



Übernachten werde ich auf diesem Campingplatz



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im Schatten nur im Schatten



unter hohen Eichen. Am Nachmittag ist es sehr windig und die herunterfallenden Eicheln knallen hin und wieder aufs Dach.

Die Sanitäranlagen, einfach aber ausreichend.



Ich habe viiiiiel Platz und genieße die Ruhe.





50 m. entfernt liegt der See




Luxushotels mit 5 Sternen findet man in dieser Gegend häufiger. Bootsanlegeplätze oder Chatermöglichkeiten, jeder Luxus wird hier geboten.





Hotel von der Seeseite aus.



In die Stadt scheinen enorme EU Mittel zu fließen. Die Straßen sind sehr großzüg und breit ausgebaut.
Neben der Fahrbahn Fußwegen und zweispurige Radweg, für Radler Wege der Luxusklasse.


Neue Hebebrücken,damit Schiffe in den Hafen einfahren können.


Selbst die Hydranten sind krativ gestaltet.




Ein modernes neues Schwimmbad.



Von den riesigen, neu gestalteten Sportanlagen können unsere Gemeinden nur träumen.

Besucher machen es sich auf meinen Polstern gemütlich.



Am späten Nachmittag türmen sich Wolkenberge auf und verziehen sich wieder.






Es wird sehr stürmisch und die Wolken plustern sich gefährlich hoch auf.

Ein Gewitter kündigt sich an und ich stehe unter Bäumen :( :( :(

Langsam wird es mir unheimlich, Eicheln knallen im Sekundentagt aufs Dach. Sicherheitshalber stelle ich mich etwas von den Bäumen weg, bevor das Gewitter losbricht. War auch gut so, denn es kamen etliche Äste herunter.



Fortsetzung folgt.

Julia

Julia10 am 18 Aug 2014 20:35:02

Vom ehemaligen Westpreußen nach Ostpreußen


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Eine großer Pilgerstätte


















Aus allen 4 Himmelsrichtungen kommen die Pilger durch Alleen aus Birken, buchen oder anderen Laubbäumen zum Santuarium.










Die Landschaft ändert sich, freie, weite sicht, hügelig und teilweise buckelige Erhebungen.






Störche auf fast jedem Feld, oft mehrere Paare.









Guten Appetit





Geglückte Landung







Fortsetzung folgt.

Julia

Julia10 am 19 Aug 2014 14:54:49



Noch ein gewaltiges Denkmal erinnert an eine Völkerschlacht im 15. Jahrhundert. Im angegliederten Museum kann man seine Geschichtskenntnisse auffrischen. Die Anlage selbst ist beeindruckend, riesig groß, Blick in die weite, masurische Landschaft.
























Der Weg zurück zum Parkplatz












Die Landschaft wird hügelig, die Straßen auch, enge Kurven, Achterbahnfahren. Aber, es fahren seeeeehr wenige Fahrzeuge und so kann ich beim Fahren in Ruhe die Landschaft genießen.

Zum Beispiel



mit einem architektonisch interessanten Pferdehof.






Militärfahrzeuge, Waffen und ensprechende andere Utensilien sind in Polen anscheindend ser populär. Es gilt die Möglichkeit an vielen Orten mit Panzern, Motorrädern und anderen Fahrzeugen zu fahren.

An einer Weggkreuzung steht unvermittelt ein Panzer.




Nächster Ort ist Nidzica/ehemals Neidenburg. Stöbern in unserer Familiengeschichte ist hier angesagt.

Bin sehr gespannt auf das Städtchen.

--> Link



Fortsetzung folgt.

Julia

globeman am 19 Aug 2014 16:23:01

Ganz ganz ganz Spitze dein Bericht.....daraus könnte man glatt einen "Reiseführer der besonderen Art" machen.

Wie war denn das Essen in Polen, was haste denn so gemampft?

silent1 am 19 Aug 2014 17:49:09

Wir waren ja noch vor 14 Tagen an der (Deutschen) Ostsee unterwegs.
Unsere letzte Station sollte eigentlich Usedom sein. Leider wollte man uns dort nicht.
Alle Plätze egal ob Camping- oder Stellplätze waren übervoll.
Nicht ein Plätzchen zu ergattern. Ich hatte die Überlegung weiter zu fahren nach Polen, aber Sorge das es dort ebenfalls so voll ist und wir nicht unterkommen.
Die Insel Hel hätte ich mir gern angesehen. Dort ist es auch zum Surfen interessant.
Nach Deinem wie immer eindrucksvollen und tollen Bericht ärgere ich mich nun, dass ich das Risiko nicht doch eingegangen bin.
Du machst das wirklich toll. Vielen Dank für die Arbeit und die Zeit die Du investierst um uns zu unterhalten und zu informieren :top: :top:

Mann am 19 Aug 2014 18:17:23

silent1 hat geschrieben:Alle Plätze egal ob Camping- oder Stellplätze waren übervoll.


Mit Sicherheit nicht, in den bekannten Stellplatzführern steht eh nur ein drittel.

Julia10 am 19 Aug 2014 18:44:26

Hallo Globeman,

ernährt habe ich mich viel von frischem Obst und Gemüse, schmeckt dort superlecker und ist für kleines Geld zu haben.

Essen gegangen bin ich einige Male, Fisch natürlich an der Küste. Auch der Räucherfisch zum Mitnehmen war immer frisch und lecker . Suppenspezialisten sind die Polen! Rote Beete Suppe z.b. hab ich vorher noch nie gegessen, schmeckte fantastisch. Ich habe mir sagen lassen, das Polen immer ein Süppchen vor der Hauptspeise mögen. Soljanka schmeckt immer anders gut. Am Besten einfach nach regionale Spezialitäten fragen, dann wird immer etwas leckeres angeboten.
Die Preise in einfachen Restaurants sind, außerhalb der Urlauberregionen, äußerst günstig.
Es gibt oft noch die herkömmlichen Metzger, die ihre Wurstwaren selbst herstellen und vertreiben. Man muss sich einfach mal durch das Angebot durchfuttern. Auch in Supermärkten wie --> Link aber auch Lidl und Konsorten lassen sich polnische Spezialitäten gut einkaufen.

--> Link Pirrogen findet man überall. Gefüllt werden pikant oder süß, mit Gemüse oder Fleisch. Hab sie einige Male mit Heidelbeerfüllung oder Gehackten gegessen. Sind sehr mächtig, aber lecker. Ein Essen mit ein zwei Bierchen bekommt man meist weit unter 10 Euro.

Auf den Märkten erhält man die interessantesten Spezialitäten. Käsesorten, die man hier nicht kennt, aber auch kräftige, geräucherte Wurst mit Paprika oder anderen interessanen Gewürzen. Die polnische Küche ist fast immer deftig und je nach Landstrich recht unterschiedlich.


Ich mache jetzt mal weiter, falls es noch jemanden interessiert.

Also jetzt sind wir in Neidenburg/Nidzica. Wie ich schon schrieb, bin ich auch ein wenig auf Spurensuche. Von der Vergangenheit meiner Familie weiß ich nicht viel. Einer meiner Onkel ist in Neidenburg geboren. Seine Eltern und Goßeltern waren als Lehrer dort beschäftigt. Diese Familie kann ich bis in 17. Jahrhundert zurückverfolgen.

Ostpreussen war evangelisch, aber leider gibt es nicht mehr viele evangelische Gemeinden. Um so mehr freute es mich, das die Kirche im Ort noch unversehrt ist und auch noch immer evangelisch. Hier wurde mein Onkel 1875 (richtig gelesen) getauft. Eine hübsche, kleine Kirche.

--> Link














[img]https://www.wohnmobilforum.de/bilderdienst/wohnmobil-bilder/-url-



Die Ordensburg, mächtig tront sie über der Stadt und ist gut erhalten.


[URL=https://www.wohnmobilforum.de]Bild



--> Link











Heute beherbergt die Burg:



Im oberen Gang wird die leidvolle Geschichte der Stadt in großen Bildtafeln dargestellt.






Was ich nicht wußte war, das Neidenburg schon im ersten Weltkrieg 1914 von den Russen stark zerstört wurde. Das Schloss ist in den 30ziger Jahren wieder aufgebaut worden und wird derzeit mit Mitteln der Eu so wiederhergestellt wie es damals war.



Ein paar Häusezeilen zeugen vom ehemaligen Reichtum der Stadt.



Der Rest der Innenstadt zeigt sich gesichtslos. Endlose Wohnblocks reihen sich aneinander.



Übrigens, unterhalb der Burg, gegenüber der Polizei an der Hauptstraße, kann man das Mobil ohne Sorge stehen lassen. Der Weg zur Burg und zur Innenstadt ist innerhalb von 5 Minuten zu bewältigen.






Durch die Masuren mit ihren kleinen Örtchen, den Holzhäusern und den unendlich weiten Wäldern geht es weiter in Richtung Mikolajki.


Mein Navi führt mich über Straßen, auf denen höchst alle 15 Minuten ein Auto vorbeifährt. Tiefe, weite Wälder, soweit das Auge reicht.



Holzhäuser in verschiedenen Variationen säumen die Straßen.


















Ein ehemaliger evangelischer Friedhof, mitten in einem Waldgebiet.




In den nächsten Tagen finde ich noch einige alte, evangelische Friedhöfe. Die letzten erkennbaren Grabsteine sind in den 30ziger Jahren gesetzt. Leider sind viel Grabsteine zerschlagen, die Namen unkennlich gemacht .





Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, eine Grabplatte zusammenzusetzten, sofern es möglich war.





Auf einigen Gräbern stehen noch Grablampen.




Die Athmosphäre auf diesem Friedhof, miten im Wald ist eigenartig, kaum zu beschreiben. Ein wenig gruselig, Gänsehautgefühl, aber irgedwie auch ein wenig Heimat.


Ein kleiner, farblich sehr auffälliger Käfer, versucht, sich zu verstecken.





So dicht die Wälder aus sein mögen, sie sind immer grün, auch am Boden und wenn die Sonne hindurchscheint, leuchten sie in allen Grüntönen, die man sich vorstellen kann. Je nach Lichteinfall ändern sich die Farben. Einfach nur schön.




Fortsetzung folgt.

Julia

Julia10 am 19 Aug 2014 18:51:24

Danke für Eure Rückmeldungen, hatte schon Sorge, das der Bericht uneinteressant ist, weil niemand etwas geschrieben hat.

Übrigens, die Campingplätze an der polnischen Ostsee waren gut genutzt, aber es war immer ein freier Platz zu bekommen.
Es gibt alle paar km Campingplätze, viel mehr als in Deutschland.

Usedom ist im Sommer besonders überlaufen, aber auch Boltenhagen usw. Oft muss man dort reservieren.

Über die Preise in Polen kann man nicht meckern. Ich schrieb glaube ich schon, das ich, für eine Person immer mit Strom zwischen 30-55 Zloty gezahlt habe.

Die Strände sind traumhaft schön, man muss sich allerdings außerhalb der Touristenorte ein Plätzchen am Strand sichern, sonst liegt man wie ein Hering.

Julia

Anne42 am 19 Aug 2014 19:43:29

dein Bericht ist einfach nur Klasse, unglaublich interessant und tolle Fotos, hoffe du schreibst noch mehr.

nuvamic am 19 Aug 2014 19:57:43

Hab ja schon einige Kommentare zwischendurch gelesen ;)

nuvamic hat geschrieben:Kleine Zwischenfrage - wie kamst du denn sprachlich klar? Bzw. in welcher Sprache wie gut?


Drum trau ich mich auch nochmal die Frage hochzubringen - ging wohl auch unter.... :D

soletti1 am 19 Aug 2014 20:12:22

Mensch Julia da hast du ja nee tolle Reise gemacht, vielen Dank für Deine Mühe den Bericht zu schreiben und die vielen tollen Fotos :ja: .

vosu99 am 19 Aug 2014 20:17:29

Julia, Deine Reiseberichte hauen mich immer von den Socken. Sooooo schön!! Fahr bloss weiter munter durch die Gegend :ja: :respekt:

Mover am 19 Aug 2014 20:18:14

Ich komme mir doof vor, denoch die Frage: wie kann ich die Fotos sehen?

Julia10 am 19 Aug 2014 20:50:10

Die Bilder laden sich hoch, wenn Du den Reisebericht anklickst, eigentlich.

Warum bei Dir nicht :?: :?: :?: :?: :?:

Frag mal den Administrator.

Julia

Julia10 am 19 Aug 2014 21:02:10

Nuvamic, ich hatte auch goße Bedenken, ob ich mich verständlich machen kann.

Polnisch klingt für meine Ohren seeeeehr schwierig czytz und weiß der Himmel welche interssanten Buchstabenkombinatioen.

So ein Brocken habe ich versucht, mir zu merken Guten Tag -und so....

--> Link

In Polen sprechen viele Menschen deutsch, die jungen auch englich. So habe ich mich durchgeschlagen. Ging sehr viel besser, als gedacht.

Immer nett grüßen Dzie? dobry (dschin dopreund) fragen, ob die Verständigung auch in deutsch oder englisch geht.

An sonsten geht die Verständigung auch mit Händen und Füßen, die Polen sind da recht aufgeschlossen und hilfsbereit.

Langsam gewöhnt man sich an die Aussprache, habe immer polnisches Rdio gehört und mache Worte kann man gut ableiten.

Ist halt erst mal etwas ungewohnt.

Julia

klanger am 19 Aug 2014 21:10:24

Ein super Reisebericht. Ich habe letztes Jahr die Tour bis Danzig fast identisch gemacht. Nun freue ich mich auf Fortsetzung.

kitally am 19 Aug 2014 21:19:44

super Julia, wie immer
. Bei dir fahre ich gerne mit

Julia10 am 19 Aug 2014 21:27:59

Danke Martina, nehme Dich gerne mit :)

Julia

nuvamic am 19 Aug 2014 21:28:26

Ich glaub, das Womo platzt aus den Nähten vor lauter Mitfahrern ;)

BurnerWil am 19 Aug 2014 21:31:20

Hallo Julia,

Einfach Klasse. In deinen Reiseberichten liegt so viel Herzblut. Danke dafür und fürs mitnehmen, immer wieder schön

Julia10 am 19 Aug 2014 21:37:19

nuvamic hat geschrieben:Ich glaub, das Womo platzt aus den Nähten vor lauter Mitfahrern ;)
Hab noch einige Plätze frei :D :D :D :D

Burnerwill ich bin auch immer gerne unterweg und habe viel Freude an dem, was ich sehe und erlebe. Das kann ich mit meinen Fotos immer gut nacherleben. Ich mache die Reise mir meinen Berichten ein zweites Mal :) :) :)

Julia

Lancelot am 20 Aug 2014 08:38:24

Sehr schön ... DANKE fürs mitnehmen ... :dankeschoen:

Die Masuren stehen auch noch auf unserer Liste. Das war jetzt ein kleiner Vorgriff ... :gut:

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