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Rügen spontan


morcenx am 24 Aug 2014 13:59:06

Hallo allerseits,
eigentlich wollten wir mit Freunden zusammen Anfang September eine zwei-wöchige Bretagne-Tour machen. Aus familiären Gründen müssen wir dies nun leider abblasen und uns bis ca. Mitte September in Berlin aufhalten.
Seit Jahren wollten wir schon mal die Ostsee bereisen, so dass wir nun das Beste aus der Situation machen wollen und ab Mitte Sept. dann von Berlin nach Rügen weiterfahren, zumal wir in Berlin ja schon 2/3 der Strecke hinter uns haben.
Das kommt jetzt etwas plötzlich für uns und so frage ich hier mal, was man auf Rügen unbedingt sehen muss, was besonders zu empfehlen ist, wo es in gemütlichem Ambiente gutes zu essen gibt (bestimmt guten Fisch?), welche SP / CP sind zu empfehlen, etc.
Ich bin mal gespannt.

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frankjasper8 am 24 Aug 2014 20:55:58

Schaut Euch mal meinen Reisebericht aus 2010 an --> Link leider noch ohne Fotos, da war ich noch nicht digital ausgestattet.
Aber vielleicht nutzt Euch der Bericht doch ein wenig.

Noch ein paar weitere Tipps:
Einen Abstecher lohnt auf jeden Fall auch die Stadt Stralsund mit dem schönen Marktplatz, der Marienkirche und der Nicolaikirche, sowie dem Rathaus. Wen es imteressiert, der kann sich auch im Ozeanium am Hafen umschauen oder die alte "Gorch Fokk" besichtigen. Eine Schiffsrundfahrt durch den Strela-Sund ist auch empfehlenswert. Für eine Übernachtung bietet sich der Stellplatz beim Caravan-Center Dahnke an der Rügen-Brücke an. --> Link

Wie im Bericht erwähnt kann man den Campingplatz in Schaprode --> Link als Etappenort für einen Abstecher auf die Insel Hiddensee --> Link anfahren. Hiddensee kann man mit dem Rad, per Pferdekutsche oder auch zu Fuß erkunden.

Über die Wittower Fähre erreicht man ganz im Norden das Kap Arkona --> Link
Das Womo muß auf dem Parkplatz in Putgarten zurück bleiben, hier kann man auch übernachten --> Link
Mit der "Arkona-Bahn" geht es zum Kap Arkona. Ein schöner Wanderweg führt oberhalb der Steilküste ins Fischerdorf Vitt, wo es einige Restaurants gibt. Mit der Bahn oder zu Fuß geht es dann zurück nach Putgarten.

Für den Besuch der bekannten Kreidefelsen fahrt Ihr am Besten den Stellplatz am Königsstuhl in Lohme Hagen an. --> Link
Von hier führt ein Wanderweg durch ein Naturschutzgebiet zu den Aussichtsstellen der Kreidefelsen.

So, das sind ein paar Tipps, wenn Ihr noch mehr benötigt, meldet Euch ruhig. :)

morcenx am 24 Aug 2014 21:55:05

Super, Frank,
ich seh schon, das wird nicht langweilig.
Jetzt muss ich mal die ganzen links anschauen.

Aki19 am 25 Aug 2014 00:37:38

wir haben uns hier --> Link letztes Jahr sehr wohl gefühlt.

Jonah am 25 Aug 2014 01:50:15

Hallo, ich war im Juli ein paar Tage auf Rügen. Dort wollte ich mir unbedingt Prora in Ruhe ansehen, bevor ich nach Schweden weiter gefahren bin. Den Stellplatz in Sellin habe ich mir angesehen, der hat mir aber nicht gefallen. Da habe ich auf dem Stellplatz neben Prora übernachtet: --> Link

Mir hat es dort gut gefallen, vor allem aber auch weil ich Hunde habe und von dort direkt in den Wald laufen konnte. Der Baumwipfelpfad liegt nebenan und die Feuersteinfelder habe ich mir auch angesehen.

morcenx am 27 Sep 2014 00:06:18

Dank eurer Tips haben wir ein paar wunderschöne Tage auf Rügen verbracht. Das Wetter hat allerdings auch seinen Anteil daran gehabt.
Von den bekannten Badeorten haben wir nur Sellin besucht. Der SP ist tatsächlich nichts besonderes, liegt aber recht günstig zur Stadtmitte. "Duschen kostet 50 C", sagte der Platzwart bei der Ankunft. Am Abend also Duschtasche gepackt und 50 C eingesteckt und zum duschen gegangen. Abduschen, einseifen - Warmwasser Ende nach max 1 min. Ich hab mich schon lange nicht mehr eiskalt abgeduscht - geht aber muss nicht sein. Ein Nachwerfen wäre möglich gewesen, aber nix dabei, weil Duschen ja 50 C kostet. Nix unverzeihliches , aber für den Anspruch eines "TOP-Platzes" gibts bei mir da Punktabzug.
Leider hatten wir dann eine Panne am Womo. Zwei Tage Werkstattaufenthalt. Die Ford-Werkstatt in Bergen will ich hier ausdrücklich loben! Innerhalb von 1 1/2 Tagen Ersatzteil (Kühlerlüfter) von Schwerin besorgt und eingebaut - schneller als zu Anfang geplant. Dazu einen preisgünstigen Ersatz-PKW, und Übernachten war auf dem Gelände im Womo möglich.
Sehr gefallen hat uns dann die Westküste der Hauptinsel, die wir mit dem PKW besuchten. Touristisch weniger bedeutungsvoll, aber herrliche Natur in z.T. absoluter Stille. Die Dörfer sehr schön und geschmackvoll renoviert.
Die Womo-Tour ging dann im Norden weiter mit Cap Arcona, natürlich ein "must see". Vom SP in Putgarten mit dem Fahrrad nach dem sehr pitoresken Fischerdorf Vitt und am Küstenradweg entlang zum Cap. Die Treppe zum Ufer hinunter haben wir uns gegönnt. Der SP war uns etwas zu "dröge" und wir sind am späten Nachmittag noch umgezogen nach Lohme zum SP am Dorfladen. Der freundliche Ladenbetreiber und Platzwart hat uns den Weg zum Königstuhl per Pedes und per Velo genau erklärt. Wir entschieden uns fürs Fahrrad. Der Fußweg hin und am Strand zurück soll zwar sehr schön sein, aber ca. vier Std. dauern.
Vom Victoriablick aus (ein Aussichtspunkt im Wald) hat man den besten Blick auf den Königstuhl wenn man nicht die 412 Stufen ans tiefer liegende Ufer machen will (abwärts gings ja noch) . Die Fahrräder brachten uns anschließend teils über befahrene Straßen nach Sassnitz mit einem Abstecher zu den "Wissower Klinken", die Kreidefelsen, die Caspar David Friedrich gemalt haben soll. Das Motiv sieht jetzt etwas anders aus, da die Felsen zum großen Teil ins Meer abgerutscht sind. Nach Sassnitz hinein führt dieser Weg durch die kleine Altstadt, die ebenso wie die Strandpromade recht hübsch ist. Es gibt in dieser Region ein "Rads-Fatz" Fahrrad-Shuttle-Bus, der einem den Rückweg erleichtert, wenn man das will. Wir wählten die härtere Tour. Über Radwege durch die Wälder gehts gefühlt 100 km bergauf wieder zurück nach Lohme. Meißt auf Wegen, die mit sehr groben Steinen grob gepflastert sind. In der Dorfwirtschaft "Daheim" in Lohme gabs riesige Portionen ganz leckeren Fisch.
Im Südosten, im Mönchgut, blieben wir zwei Nächte auf dem CP Thiessow. Unser Platz (selbstgewählt) lag direkt am Zaun zu einer Viehweide. Die Rinder waren ganz schön neugierig und kamen beim Frühstück zum zuschauen. Hinter dem alten Lotsenturm liegt ein recht wilder Strand mit Steinen und kleinen Sandbuchten mit jetzt jahreszeitgemäß nur wenigen Besuchern. Eine Stunde sich dort zu sonnen war herrlich. Für den typischen Badeurlaub im Sommer gibt es auch eine "richtigen" großen Sandstrand mit Strandkörben. Gut organisiert und ausgeschildert mit "?-, Hunde-, Textilstrand". Etwa fünf Kilometer weiter südöstlich hat das kleine Dorf Klein Zicker schöne Wanderwege mit tollen Ausblicken über den Greifswalder Bodden und noch weite kleinere "Bodden? Bödden? Boddens?".
Binz haben wir uns nach Sellin geschenkt. Uns liegt weniger das Mondäne als die Natur und das Ländliche. In Sellin kann man übrigens eine schöne Radtour um den Selliner See machen, mit der Attraktion der winzigen menschenbetriebenen Ruderfähre von Baabe, die einen für jeweils 1 € pro Person und Fahrrad über ein Flüsschen bringt.
Also "Rügen spontan" ist sehr zu empfehlen. Schöne Landschaften, viele SP und CP, viele schöne Gaststätten mit gutem Essen. Große Planungen sind nicht nötig, alles läuft einem über den Weg.

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