Aus dem deutschen Sommer, der keiner war, möchte ich einen Bericht über einen Wochenendausflug zum Rhein präsentieren.
Irgendwann sah ich die Ankündigung für das Konzert von Joe Bonamassa auf der Loreley am 14. Juni. Die Entscheidung dauerte nur Sekunden! Karten bestellt und nach einem Stellplatz Ausschau gehalten.
Am Freitag, den 13.6. ging es dann los. Wir fuhren, aus Richtung Ruhrgebiet, über die A 45 und B 54 weiter in Richtung Koblenz. Trotz Freitag eine entspannte Anfahrt! Am Rhein folgten wir der B 42 bis St. Goarshausen. Wir hatten uns für den „inoffiziellen Wohnmobilstellplatz“ der Stadt St. Goarshausen am alten Hafenkran entschieden. Am Ortsausgang kann man den Platz bereits sehen. Trotz des Konzertwochenendes war hier nicht viel los. Man kann auf beiden Seiten des Krans stehen. Der Untergrund ist teilweise befestigt und teilweise Wiese. Der Platz ist sauber und geräumig. Es gibt keine Infrastruktur. Kostet aber auch nix. Wir bekamen sogar einen Platz in der ersten Reihe, direkt am Ufer.


Blick nach links, Blick nach rechts.... Passt!


Ein kleiner Abendspaziergang führte uns dann in den Ort. Eingekehrt sind wir im Cafe-Restaurant „Loreley“. Es gibt hier einen kleinen Biergarten in der Altstadt. Das Essen war sehr gut und die Wirtsleute waren wirklich nett. Als wir zurückkamen, hatte sich die Wohnmobilanzahl auf dem Platz auf drei verringert.
Geschlafen haben wir in der ersten Nacht sehr gut. Auf der B 42 war fast kein Verkehr mehr. Die Eisenbahnstrecke ist natürlich in der Nähe. Aber wo ist sie das im Rheintal nicht. Uns haben die Züge nicht gestört.
Am morgen hieß es dann: Kaffee kochen, Stühle raus und Schiffe gucken. Könnte ich stundenlang machen. :)



Blick auf die andere Seite nach St. Goar

Burg Katz, oberhalb des Stellplatzes
Aber auf der Loreley wartete ja unser Hauptereignis! Die Classic Rocknacht! Der Fußweg zur Freilichtbühne war in etwa 30 Minuten geschafft. Die Atmosphäre auf der Loreley ist immer wieder etwas Besonderes.Das Konzert war wirklich einzigartig. Die Bands waren durchweg top! Besonders gefallen haben mir Julian Sass und Bernie Marsden. Joe war gigantisch. Als letzter Act kam dann Joe Satriani. Ich weiß, er hat viele Fans, aber wir haben seine Musik als Begleitung für den Weg ins Tal gewählt. :roll: Leider habe ich vom Konzert nur Iphone Fotos.



Auch in der zweiten Nacht haben wir gut geschlafen. Am Sonntag war uns noch nicht nach Heimreise. Da der Rheinsteig (hier der Rundweg „Loreley“) direkt am Stellplatz vorbeiführt, war die Wanderung schnell beschlossen.
Der Weg ist etwa 15 km lang. Er ist wirklich gut ausgeschildert und führt aus dem Rheintal hinauf auf in das hügelige Hinterland. Abgesehen vom Anstieg aus dem Tal gibt es keine stärkeren Steigungen. Es war eine ruhige Tour mit großen und kleinen Ausblicken.

Aufstieg aus dem Tal

Blick zurück (nicht im Zorn :wink: )

Wegweiser (immer dem Roten nach!)







Deutschlands "berühmtester Felsen" darf natürlich nicht fehlen!
Zurück am Nachmittag nochmal die Stühle raus und Schiffe gucken. Könnte ich.... Hab ich schon gesagt ;D
Die Rückfahrt haben wir dann analog zur Hinfahrt gemacht. Es war ein wirklich tolles Wochenende an das wir gerne zurückdenken. Ich hoffe auf schöne Konzerte am Rhein in den nächsten Jahren!
Viele und allzeit gute Fahrt!
Thomas


