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2014: Zum Nordkap und an der Küste Norwegens retour ... 1, 2, 3, 4, 5 ... 10


shoe1 am 20 Sep 2014 14:52:03

Quasi: Wohin sollte der Sommerrulaub 2014 mit dem Wohnmobil gehen ...? Zu Ostern ging es bei uns (Sonja und Rupert) in den Süden nach Griechenland. Da würde sich der Sommer doch anbieten, dass man mal in den Norden fährt - noch dazu deshalb, da man heuer vielleicht ein bisschen länger Zeit als 14 Tage hat ...

Norwegen reizt mich schon lange, sehr lange und Sonja ist sowieso mit (fast) jedem Ziel einverstanden. Viel und beeindruckende Natur, Wasserfälle, Fjorde, Einsamkeit, Elche, Rentiere, Lachse, angeln, wandern und Nordkapp. Diese Schlagwörter fallen mir ohne viel zu überlegen ein. Ob es wirklich so ist? Das kann man nur heraus finden, wenn man selbst dahin reist - also los ...

Aber da wären doch einige Dinge noch zu klären:
- Das Wichtigste: Aushilfe für Geschäft suchen ...
- Anreise (so wenig wie möglich Fähre ...) ?
Zwischenpunkte: Kopenhagen, Stockholm ...?
Was muss man unbedingt sehen ?
Wie weit soll die Reise gehen ?

Aber so einfach ist das doch gar nicht: Es gibt unzählige (wirklich unzählige) Reiseberichte im Internet und jeder schreibt oder rät etwas anderes, z.B.:
- Die Lofoten müss ihr unbedingt sehen ...
- Fjordnorwegen müsst ihr unbedingt sehen ...
- Das Nordkapp könnt ihr vergessen ...
- Das Nordkapp müsst ihr unbedingt bereisen ...
... und natürlich: Für eine Reise nach Norwegen braucht ihr mindestens zwei Monate ...

... also das Übliche ... ;-))

Also lese ich - soweit es die Zeit erlaub - ausführlich die interessanten Reiseberichte im Internet und in den einschlägigen Büchern. Weiters habe ich dem norwegischen Tourismusverband geschrieben, der mir freundlicherweise ausführliches Informationsmaterial per Post geschickt hat - nett!

Bild

Sonja unterstützt mich wie immer mit der positiven Zustimmung: "Du machst das schon, Liebling ..."
- 30 Jahre verheiratet und noch immer wie am Anfang ... ;-))

Besonders interessant, hilfreich und sehr nett geschrieben war der Reisebericht Nordkap von Rofalix hier in diesem Forum (--> Link. Da stieg die Lust auf Skandinavien gleich noch einmal - herzlichen Dank dafür!

So, am 16. Juli 2014 geht es nun endlich los ...


lg Rupert

shoe1 am 20 Sep 2014 15:23:33

16.07.2014 - Der erste Tag ...

Naja, sagen wir lieber: der Rest vom ersten Tag: Punktlich um 19:00 Uhr am Abend (sogar um fünf Minuten früher, als von mir geplant) sind wir in Richtung Nordkap (mit einem "p" oder mit zwei "p" ???) abgefahren.
Ich sag zwar immer "Stress macht man sich selber" aber irgendwie kommt ein paar Tage vor der Abfahrt dann doch immer wieder ein bisschen Hektik auf ...

Aus diesem Grund sind wir gestern noch bis um Mitternacht im Geschäft gestanden und heute zu einer - für uns völlig unchristlichen Zeit - aufgestanden. Dafür haben wir unseren Hausberg, den Hohen Göll (2522 m) im herrlichen Morgensonnenlicht gesehen.



Sobald wir im Womo sitzen, beginnt der Urlaub für mich. Das Wetter ist wunderbar, der Verkehr ist erträglich und so tuckern wir gemütlich durch Deutschland. Schon jetzt bewundern wir eine herrliche Abendstimmung. Ob das im Norden auch so schön wird?



Nach 414 Kilometern stellen wir unser Wohnmobil auf einem Autohof ab und schlafen ruhig, ohne überfallen zu werden, den Schlaf der Gerechten. Morgen ist ja auch noch ein Tag ...

lg
Rupert

shoe1 am 20 Sep 2014 15:52:00

17.07.2014 - Durch Deutschland nach Dänemark

Heute geht es über Leipzig - Magdeburg - Hamburg - nach Puttgarden und dann weiter nach Dänemark. Unser Navi - die Susi - hat uns kurz vor Hannover von der Autobahn runter geholt, weil sie - die Susi - zwar ziemlich technisch angehaucht, aber trotzdem anscheinend auch naturverbunden ist. Vielleicht war auch ein schwerer Unfall bei Hannover schuld, der schon den ganzen Tag im Radio neben den alten Schlagern für Verkehrsnachrichten gesorgt hat. Egal, auf jeden Fall sind wir in Richtung Lüneburger Heide ewige Kilometer auf der Landstraße durch einen oder mehrere Wälder gefahren und da sind mir einige alte Wohnmobile aufgefallen, die da einfach so im Wald gestanden sind. Zuerst habe noch gedacht, dass sind diese sogenannten "Freisteher" die sich so wie wir die Campingplatzgebühr sparen wollen (stimmt natürlich nicht ...) aber dann - da habe ich so rote große Herzen auf den alten Wohnmobilen und in diesen so ganz blonde, hübsche Mädchen gesehen. So ähnliche Mädchen habe ich schon bei der Einreise in Tschechien und auf der Fahrt nach Barcelona beobachtet. Experten sagen, dass es sich um Mädchen des horizontalen Gewerbes handeln soll - und schön langsam glaube ich das jetzt auch ...

Gegen Abend sind wir an einem äußersten Zipfel von Deutschland in Puttgarden gelandet und mit der Fähre nach Dänemark rüber: 45 Minuten - für mich die ideale Zeit für eine Fährüberfahrt. Man kann in Ruhe das Schiff erkunden, Fotos machen und bevor es fad wird - ist man schon am Zielhafen: Rodby.



Danach sind wir noch bis Kopenhagen gefahren und stehen jetzt absolut SUPER und fast wieder einmal kitschig auf der Insel Amager direkt vor dem Zentrum von Kopenhagen. Wenn uns hier heute keiner mehr verjagt - dann wird es eine wunderbare Nacht ...





Morgen steht die Stadtbesichtigung von Kopenhagen auf dem Plan ...

lg
Rupert

shoe1 am 20 Sep 2014 17:01:15

18.07.2014 - Stadtbesichtigung Kopenhagen

Heute am Morgen war die Aussicht nicht mehr ganz so bezaubernd wie gestern in der Nacht. Die beleuchteten Häuser am anderen Ufer und die Skyline von Kopenhagen direkt vor unserem Wohnmobil war schon der Wahnsinn. Heute in der Früh ohne Beleuchtung schaute alles ein bisschen nüchterner aus – trotzdem war es aber noch immer ein wunderbarer Stellplatz.

Nach dem herrlichen Frühstück mit nettem Ausblick auf Kopenhagen und Umgebung starten wir zur Besichtigungstour. Zu Fuß machen wir uns auf den Weg – zuerst nach Christiania – die ehemalige „Hibbiestadt“, die in der Zwischenzeit eher eine Tourismusattraktion darstellt. Wir haben den Eindruck, dass neben den Busladungen von Touristen viele Menschen nur hier her kommen, um in der Öffentlichkeit ihren Joint zu rauchen. Da wir zu beiden Gruppen nicht gehören, suchen wir den Weg zu den anderen Sehenswürdigkeiten. Entgegen meinem sonst sprichwörtlichen Orientierungssinns verlaufen wir uns – man kann fast sagen – wie Hänsel und Gretel. Sonja ist mir jetzt auch keine große Hilfe. Ansonsten – wenn ich mich gar nicht mehr auskenne, frage ich ansonsten immer Sonja, welchen Weg wir einschlagen sollen und dann gehen wir genau in die entgegengesetzte Richtung. Das klappt meistens, aber selbst hier funktioniert diese Methode in Kopenhagen nicht und so bringen wir doch einige Kilometer Fußweg an diesem Tag zusammen.











Es war also ein anstrengender aber schöner Tag in der Hauptstadt Dänemarks.

Nach unser Rückkehr und nach einem erfrischenden Schluck (es hatte immerhin ca. +30 ° C) genehmigen wir uns noch einen guten Kaffee. Danach geht es weiter nach Schweden …



„Rüber“ wollte ich unbedingt über die insgesamt 16 Kilometer lange Öresundverbindung (Tunnel und längste Schrägseilbrücke der Welt) zwischen Kopenhagen (Dänemark) und Malmö (Schweden). Zwar mit € 97,-- für unser Womo nicht gerade günstig aber doch ein Erlebnis. In Schweden geht es dann über gut ausgebaute Autobahnen weiter. Die Gegend ist leicht hügelig. Man merkt schön langsam, dass wir immer nördlicher kommen – die Sonne geht ca. um 21:30 Uhr unter. Wir gleiten im rötlichen Abendlicht an Seen vorbei, ich lege den USB-Stick mit den Musikvideos ein und lasse den Zufall entscheiden, welche Musik mich begleitet. Als die einfühlsame Stimme von Xavier Naidoo und anschließend „What a wonderful world“ erklingt, ist die Stimmung fast nicht mehr zu toppen. Als das Video von „Convoy“ abläuft, ist es einfach nur mehr geil und ich muss aufpassen, dass ich mich auf meine Straße konzentriere. Der einsame Ritter mit dem Wohnmobil auf der langen Straße durch Schweden fährt in den purpurroten Sonnenuntergang … Wohnmobilfahrerherz, was willst du mehr! Sinead O‘ Connor singt dann noch: „Nothing compares to you – Nichts ist vergleichbar mit dir …“ und ich möchte ihr in meiner absoluten Hochstimmung fast glauben. Gott sei Dank ist noch Sonja an Bord, die mich dankenswerter Weise wieder auf den Boden der Realität bringt und so gelangen wir sicher bis ca. 180 km vor Stockholm …



lg
Rupert

shoe1 am 22 Sep 2014 08:44:10

[b19.07.2014 - Stadtbesichtigung Stockholm][/b]

Die ca. 180 Kilometer nach Stockholm vergingen bei ebensolch guter Musik wie gestern, wie im Flug und wir erreichen Stockholm ohne Schwierigkeiten. Zum ersten Mal auf dieser Reise nehmen wir, den für uns bewährten, Schulz-Reiseführer zu Hilfe, der uns in das Erholungsgebiet Djurgard (ein paar Kilometer außerhalb der von Stockhalm) bringt.



Hier stellen wir das Womo ab und brechen mit dem Bus auf, um die Hauptstadt Schwedens zu erobern. Nach dem wir gestern in Kopenhagen gefühlte 60 Kilometer zu Fuß gegangen sind, gönnten wir uns heute eine Sightseeingtour um € 30,-- pro Person mit dem Bus. Auch ganz nett und man sieht wirklich viel.







Anschließend besuchen wir dann doch noch zu Fuß einige Highlights und sitzen am Abend wieder auf einem einsamen Waldparkplatz in der Nähe des Erholungsgebietes Djurgarden mit seinen schönen Wasser- und Parkanlagen im Wohnmobil und freuen uns über die schöne Stimmung im Abendrot ...



Fortsetzung folgt ...
lg
Rupert

sini2000 am 22 Sep 2014 12:06:00

Das wird ein toller Reisebericht, ich freue mich gespannt auf die Fortsetzung.

shoe1 am 22 Sep 2014 12:22:24

sini2000 hat geschrieben:Das wird ein toller Reisebericht, ich freue mich gespannt auf die Fortsetzung.


Da können wir doch gleich helfen ... ;-)):

2014-07-20 – Fahrt durch Schweden

Wir haben wunderbar auf unserem Waldparkplatz in der Nähe von Stockholm übernachtet. Nach den zwei Stadtbesichtigungen (Kopenhagen und Stockholm) gönnen wir nun unseren ermüdeten Füßen eine Erholung – das heißt: Wir bewegen heute also quasi nur unser Wohnmobil und zwar in nördliche Richtung.
Die Fahrt verläuft ausgezeichnet, vielleicht auch deshalb, weil meine allerliebste Gattin auch wieder ein Stück gefahren ist ...



Die E4, auf der wir uns bewegen, ist eine Art Autobahn, bzw. Schnellstraße, die teilweise zweispurig geführt wird. Ideal, um die relativ vielen Wohnwagengespanne zu überholen. LKW sind auf Grund des Sonntages fast gar keine unterwegs. Das Wetter ist – so wie bisher immer – wunderbar. So um die +26 ° C, Sonnenschein und ab und zu ein paar Wolken.

Ein Abstecher nach Bjurholm zu einer Elchfarm erweist sich als Fehlschlag, da sie bei unserer Ankunft kurz vor der Schließung stand. Der nette Herr empfahl uns aber für den Rückweg eine Elchfarm in Südschweden, die außerdem viel schöner und interessanter wäre, als die eigene …



Dank dem Schulz-Reiseführer haben wir am Abend einen wirklich schönen Gemeindestellplatz in Burea gefunden, wo wir uns direkt am Meer (schaut hier aus wie ein großer See) in einem Waldstück häuslich nieder gelassen haben. Idylle pur …



Morgen soll es dann nach Finnland weitergehen – Wir werden berichten …

Fortsetzung folgt ...
lg
Rupert

berny2 am 22 Sep 2014 15:06:21

sini2000 hat geschrieben:Das wird / [ist] ein toller Reisebericht, ich freue mich gespannt auf die Fortsetzung.

Nicht nur Du... :razz:

shoe1 am 22 Sep 2014 23:31:30

berny2 hat geschrieben:... Das wird / [ist] ein toller Reisebericht, ich freue mich gespannt auf die Fortsetzung ...

Nicht nur Du... :razz:


Na, dann wollen wir mal die Spannung nicht allzu sehr in die Höhe treiben:

2014-07-21 - Wir stehen am Nordkap !!!



... und die Fahrt dahin war für uns wirklich der Wahnsinn! Aber alles der Reihe nach:

In der Früh standen wir noch am romantischen Stellplatz am Schärenufer in Schweden. Zum Nordkap wären es noch so ungefähr 1200 Kilometer - also genau richtig, um in zwei Tagen das locker zu schaffen. So war ursprünglich unser Plan, also gingen wir es heute gemütlich an: Brötchen aufbacken, relaxt im Freien unter den Bäumen frühstücken. Den Duft des Meeres und der Tannenzapfen einsaugen, nebenan plätschert das Wasser .... Urlaub.



Weiter ging es nun der Küste entlang nach Finnland. Wir ließen uns wirklich Zeit und so erreichten wir um ca. 17:15 Uhr das "Santa Claus-Center" und zwei Kilometer weiter das Weihnachtsdorf am Polarkreis. Leider oder "Gott sei Dank", hatte das ganzjährig geöffnete Weihnachtsmannzentrum schon geschlossen und so machten wir eine kleine Wanderung auf den Weihnachtsmannhügel, mit einer guten Aussicht, aber ohne den Weihnachtsmann persönlich zu sehen.





Im Weihnachtsdorf am Polarkreis befinden sich viele Geschäfte und in den vielen Geschäften gibt es noch viel mehr Souvenirs - leider war für uns nichts Passendes dabei ...





Nun stand die Frage im Raum, wo es denn nun hingeht.
Die Fakten: Es ist 18:00 Uhr. Zum Nordkap noch ca. 680 km. Wetterbericht sagt heute noch schönes Wetter am Nordkap an - ab morgen soll es schlechter werden ...Wer mich nun kennt, weiß, dass ich zum Nordkap möchte: wenn möglich gleich und noch heute. Ich denke mir oft, dass Gott sei Dank Sonja an meiner Seite st, die mich ab und zu einbremst und auf den Boden der Realität zurück holt. Wir einigen uns darauf, dass wir so lange weiter fahren, wie es uns behagt ...



Fortsetzung folgt ...
lg
Rupert

Mover am 23 Sep 2014 09:06:40

Kannst Du mal berichten, was am Nordkap so toll ist?
Dazu gleich die Kosten. Tunnel, Parklatz usw.

Vielen Dank

Nordkap = deutsche Schreibweise.
Nordkapp = nordische Schreibweise.

Alles klar?

shoe1 am 23 Sep 2014 09:36:18

Mover hat geschrieben:Kannst Du mal berichten, was am Nordkap so toll ist?
Dazu gleich die Kosten. Tunnel, Parklatz usw.

Vielen Dank

Nordkap = deutsche Schreibweise.
Nordkapp = nordische Schreibweise.

Alles klar?


8) Ja selbstverständlich - aus MEINER/UNSERER Sicht gerne! Nur ein bisschen Geduld (bin momentan etwas in Zeitnot...)

Danke übrigens für die richtige Schreibweise - alles klar?
Rupert

shoe1 am 23 Sep 2014 09:55:13

Mover hat geschrieben:Kannst Du mal berichten, was am Nordkap so toll ist?
Dazu gleich die Kosten. Tunnel, Parklatz usw.

Vielen Dank

...


Achja, die wichtige Frage der Kosten kann ich dir gerne gleich beantworten, weil ziemlich kurz:
Nordkaptunnel - kostet nichts - quasi € 0,--
Parkplatzkosten - kostete uns auch nichts, da bedauerlicher Weise bei unserer Ankunft und auch bei der Abfahrt niemand im Häuschen etwas verlangt hat. Hätte aber gerne die € 30,-- (glaube ich zumindest) pro Person und 48 Stunden gerne gezahlt.

mfg
Rupert

Geskro am 23 Sep 2014 11:51:23

ui... das macht Lust auf mehr :D
Danke für die Mühe und die vielen tollen Fotos.

Asterixwelt am 23 Sep 2014 13:32:32

Danke für den bisherigen Bericht + Fotos.

shoe1 am 23 Sep 2014 18:51:33

Für Asterixwelt, Geskro und die anderen: Bitte, ich mache das doch gerne und damit ist auch die Mühe nicht allzu groß :lol:

Für Mover: Nun möchte ich dir berichten bzw. beschreiben, warum für MICH die Fahrt zum Nordpol so toll war:


21. - 22.07.2014 - Die Wahnsinnsfahrt zum Nordpol

Um 18:00 Uhr haben wir uns also in Romanievi (FIN) entschlossen, in Richtung Nordkap weiter zu fahren. Sind ja nur noch ca. 680 Kilometer.



Wir fahren und fahren und die Zeit vergeht wie im Fluge. Das Wetter ist optimal und die Strecke zwar meistens einspurig, aber in gutem Zustand. Fast kein Verkehr, höchstens jede halbe Stunde kommt uns vielleicht ein Auto entgegen. Viel Wald, sehr viel Wald, einige Rentiere und wenige Häuser säumen die langen, geraden, hügeligen Straßen.



Dank der nördlichen Lage wird es nicht dunkel. Um 23:00 Uhr ist es fast noch taghell und ich werde nicht und nicht müde. Um Mitternacht wird die Stimmung romantisch dunkelrot - so wie auf Korsika die legendären Sonnenuntergänge. Nur mit dem Unterschied, dass die Sonne eben NICHT untergeht und sich daraus wunderschöne, einmalige Anblicke ergeben, die noch dazu relativ lange zu sehen sind. Dazu kommt eine Landschaft, wie ich sie vorher noch nie gesehen habe.







Bei der Vorbereitung zu dieser Reise habe ich in den verschiedenen Foren gelesen, dass die Fahrt zum Nordkap landschaftlich nichts bringe, außer dass man eben dann dort gewesen sei. Dem darf ich aus meiner/unserer Sicht vollkommen widersprechen: Es lohnt sich absolut und ich bin froh, dass wir uns entschlossen haben, das Nordkap zu besuchen. Diese Wahnsinnsfahrt ist einfach nur traumhaft und unbeschreiblich schön ...





Nur langsam vergeht die Sonnenröte und es wird heller. Am Meeresufer begleiten uns eine Zeit lang Schweinswale - Kitsch pur ...



Vor dem Nordkaptunnel werden wir dann noch um halb vier Uhr in der Früh wegen Revisionsarbeiten aufgehalten - Wartezeit: Ca. eine Stunde - auch schon egal ....
Ich mache mir einen guten, warmen Kaffee (Sonja schlummert friedlich vor sich hin ...). Zusammen mit dem Wachposten warten wir auf die Freigabe des Tunnels. Er erzählt mir, wie "shit" dieser Job sei und ich erzähle ihm, wie schön es auf der Welt ist ...



Nach dem wir mit einer eigenen Eskorte durch den Nordkaptunnel geleitet werden, stehen wir ganz alleine um 04:12 Uhr am Nordkap - ich möchte jetzt nicht all zu pathetisch klingen, aber es ist für uns ein wirklich erhebender Augenblick ...





Wir haben es geschafft - Wir sind Nordkap-Fahrer :ja:
Ist es wichtig, mit dem Wohnmobil oder überhaupt, am fast nördlichsten Punkt Europas gewesen zu sein? Nein, wichtig im Leben sind andere Dinge für uns. Aber, ich möchte diese, unvergessliche Fahrt und den besonderen Augenblick, als wir mutterseelen alleine am Nordkap gestanden sind - nicht missen und an dieses schöne Erlebnis werden wir uns sicherlich lange erinnern ...




Mover - alles klar?

Fortsetzung folgt ...
lg
Rupert

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