aqua
anhaengerkupplung

Küstentour von Holland bis in die Bretagne, Sommer 14 1, 2, 3


liesje am 22 Sep 2014 19:58:55

In die Bretagne immer an der Küste entlang oder nah dran, angefangen mit dem Weg nach Holland, im Bogen zur Küste, dann über Belgien und weiter in Frankreich, das war unser Ziel.
Wir, das sind unser kleiner Camper (selbstausgebauter Peugeot Boxer), mein Mann Paul und ich.
Einige Geburtstage und Verwandtenbesuche standen an. So sind wir einfach am 4.8.2014 los und haben das so mit unserem längeren Sommer-Urlaub verbunden.
Erst mal ins Elsaß, unter anderem ein paar Museen anschauen.
Mit unseren Museumspässen wollten wir ins Bugatti-Museum in Molsheim. Bei Paul ging alles glatt, aber mein Pass steckt in einer anderen Jacke!!!!
Zähneknirchend und mich verfluchend habe ich bezahlt. Paul grinzte - das war es mit der Museumstour!
Also wollten wir ein wenig durch das Städtchen schlendern. Bei der weitesten Entfernung vom Bussle fielen handtellergroße Tropfen, die sich blitzschnell zu einem enormen Guss verdichteten. Aus Schlendern wurde Flitzen - ins nächste Café!

Pfälzer Wald
Aber solche Schauer halten nicht so lange und wir fuhren weiter Richtung Pfalz.
In Ingheim fanden wir einen völlig erneuerten Campingplatz mit Super-Schwimmbad incl.
Wir blieben gleich zwei Nächte, nutzten das Schwimmbad ausführlich (sogar Paul) und machten am Dienstag eine wunderschöne Wanderung.
Erst ging es mit dem Rad nach Klingenmünster und von da per pedes weiter über drei Burgen und entliche andere Sehenswürdigkeiten.
Die letzte Burg ("Landeck") hatte auch eine Burgschenke - und die hatten wir uns verdient.
Heute morgen sind wir abgefahren, am Trifels vorbei zum höchsten Berg des Pfälzer Waldes, dem Donnersberg.
Das nette "Waldhaus" dort oben haben wir uns verdient mit einer kleinen Rundwanderung, zum Teil über den Keltenwall. Gut, dass es da was zu Essen gab, denn wegen etlicher Straßensperrungen kamen wir nur mit Verspätung auf dem Campingplatz in Gerbach an.
Hier ist leider nichts mit Schwimmen - das Schwimmbad ist beim Hochwasser "untergegangen" - alles voller Schlamm! Ein Bächle hatte sich danebenbenommen und Platz, Schwimmbad und Angelsee gründlich mit Schlamm bedeckt. Das war zwar schon einige Tage her, aber nur der Platz war wieder in Ordnung.
Von da aus bummelten wir am nächsten Tag über Kirchheimbolanden, Mettenheim und Alzey.
Unser schöner Aussichtsplatz über den Weinbergen wartete schon. --> Link
Dazwischen schoben wir zwei Enkel-Geburtstage und dann ging's weiter zu meiner Schwester nach Euskirchen.
Da war einiges los: Stadtbummel, Flohmarkt, Frühschoppen, riesige Kuchen-Stücke in einer Scheune --> Link

Holland
Danach, am 11.8. sind wir mit einer netten Stadtbummelpause in S'Hertogenbosch direkt nach Den Haag gefahren.
Meine Vorbereitungen haben gefluppt und wir sind genau am CP "Duinhorst" in Wassenaar gelandet, einige Zeit später mit den Rädern quer nach Westen nach Scheveningen – meistens schön durch die Dünen und immer auf Radwegen – gesaust zum nächsten Verwandtenbesuch.
Im Dunkeln ging es zurück und am nächsten Tag fast den gleichen Weg zur Schwägerin Marie. Mit ihr sind wir ans Meer, am Kurhaus vorbei zum Strand aber mit Abstand: Es stürmte und der Wind blies den feinen Sand in alle Ecken. Die Sandkörner schmerzten regelrecht!
Im Hafen sind wir dann in den Bus zur Innenstadt Den Haag.
Wir dachten nicht, dass diese Stadt so viel zu bieten hat. Eigentlich ist es das größte Dorf Hollands, die Stadtrechte fehlen! Napoleons Bruder hat solche mal mur für einen Tag verliehen, weil er in einem Dorf nicht schlafen wollte.
Den ganzen Tag schleppte ich einen Schirm mit, denn nachts und noch vor der Abfahrt hat es gräßlich geschüttet. Es wirkte – kein Tropfen bis wir wieder im Bus (So oder "Bussle" wird der „Neue“ genannt!) waren. Aber dann Gewitter und prasselnder Regen, dass man im Bus sein eigenes Wort nicht verstand.
Der nächste Tag sah etwas besser aus. Mit Marie besuchten wir das Mauritzhaus, ein Museum für die berühmtesten niederländischen Maler, anschließend noch das Escher-Museum.
Dann konnten wir eigentlich nicht mehr, bummelten noch über den Grooten Markt und fuhren dann mit der Tram ans Meer Fisch essen.
Zur dringend notwendigen Verdauung spazierten wir noch über den Strand und in die Dünen.
Wir waren sicher nicht das letzte Mal in Den Haag.
Heute sind wir dann weiter nach Delft.
So wurde die Alte Kirche von Delft durch den holländischen Maler Hendrik Cornelisz van Vliet dargestellt. So sieht sie in "Echt" aus.
Ich habe natürlich mit einem Stück Delfter Porzellan geliebäugelt, wir wollten sogar eine Führung in einer Porzellanfabrik mitmachen, aber Preis und Dauer haben uns abgeschreckt.
Ähnlich nett wie Delft ist die befestigte kleine Altstadt von Brielle.
Von da war es nicht weit zum CP „Molecatan Park Waterbos“ bei Rokanje. Ich verzichtete auf W-Lan, denn die unverschämten Preise auf diesem Platz will ich nicht noch unterstützen. Die erwarten hier auf dem Platz (schräg südwestlich von Rotterdam) 5 Euro für eben mal 50 Minuten oder 18 Euro für großzügige 2 Tage!!!
Alle Besuche haben wir hinter uns. Jetzt erholen wir uns am Meer. Das aber ist stramme 1000m Dünensand von uns entfernt. Einen ruhigen Familienplatz haben wir hier erwartet und nun steht eine Kirmes mitten auf dem Platz! Hochsaison eben!
Gerade prasselt es wieder aufs Dach. Eigentlich ist das Wetter super – es regnet nur Nachts, tagsüber scheint meistens die Sonne und es ist nicht so heiß!
Das beste an dem Platz war das Schwimmbad und die Kneipe!
Ersteres hatte für Erwachsene schon um 9 Uhr auf zum sportlichen Schwimmen! Das zweite hatte gestern tolle Live-Musik, meistens Rock' n roll. Es zuckte mir sehr in den Füßen, aber es war zu voll und wir waren die einzigen Deutschen – da will ich nicht so auffallen!!
Heute sind wir dann weiter immer nah am Meer, d. h. über all die Dämme und dazu den Oosterscheldedamm, der das Meer durchlässt und nur bei Sturm geschlossen wird. Das könnt ihr euch nicht vorstellen, wie riesig das ist.
Mitten auf letzterem Damm (auf einer ehemaligen Arbeitsinsel – jetzt Ferienattraktion) wuhlten einige Vietnamesen unten am Damm herum.
Sie hatten Berge von Austern und Muscheln gesammelt und legten einige Austern auf einen Kohlegrill.
Natürlich war Paul beim Probieren gleich dabei! Warme Austern sind besonders lecker (für ihn – mich macht das Geschlabber nicht an!).
Schnaps gab es auch noch
und ein Gespräch auf Deutsch, denn der Vietnamese war ursprünglich in der DDR und nun seit 20 Jahren in Koblenz zu Hause. Jedes Jahr treffen sich einige hier an der Küste um an frischen Seefisch u.ä. zu kommen.
Noch ein Damm und wir haben uns einen Platz gesucht, CP „de Pekelinge“ sehr nett und sehr ruhig, wieder mit Erwachsenenschwimmen und abends Musical (Playback von den Animateuren!)
Eben kommen wir von einer Radtour zurück. Der Wind ersetzt die Berge!!
Diese Radtour am Samstag (16.8.) führte uns nach Domburg
mit viel touristischen Rummel, der hier schon Geschichte hat. Wir spazierten mit hunderten von anderen Leuten auf dem Damm, auf der einen Seite das Meer,
auf der anderen den hübschen Ort.
Einige Maler haben das wohl auch so empfunden. Immer wieder wies uns eine Tafel darauf hin, oft mit einer eingraphierten Kopie des jeweiligen Bildes.
Kurz vor dem nächsten Schauer haben wir es geschafft, zurück zu kommen, genossen einen Pannekoeken mit Fleisch- und Gemüsefüllung.
Aber es ging anderntags weiter, immer die Küste entlang.
Pech, von Vlissingen nach Brescens gibt es keine Autofähre mehr, also mussten wir unterm Meer durch.
Am Wege liegt Middelburg, ein nettes kleines Städtchen mit einem wunderbaren gotischen Rathaus.
Wir schauten uns das Städtchen vom Turm aus an, 240 Stufen hoch und jede war hoch und schmal! Jedoch für die Aussicht hat es sich gelohnt.
Wir konnten bis Belgien sehen und natürlich all die spitzen Türmchen und Giebel unter uns.
Auch hier gab es den ständigen Wechsel von Sonne und Schauern. Wenn man sich auf eines verlassen konnte - jede sichtbare Wolke - und sei sie noch so klein - regnete ordentlich ab.

Belgien
Auf der anderen Seite des Meersarmes fuhren wir dann kleine und kleinste Sträßchen, um mehr von der Landschaft zu sehen.
Zum Schluss sind wir an einem Kanal an Damme
vorbei nach Brügge gekommen. Im Kanal gab es ein Wettschwimmen
und in Damme einen Ringwettkampf mit Pferden ( im Galopp durch eine enge "Gasse" und mit einer Pike einen Ring von einer Halterung runter holen.
Der Ring hatte höchstens 6 cm Durchmesser!).
Der CP „Memling“ in Brügge hat fast alles, was wir so brauchen, nur vom Regen zu viel. Zum Glück hauptsächlich vom Abend bis zum Morgen.
Am Montag, den 18.8. waren wir dann in Brügge und wer von euch da noch nicht war, der muss dann ganz schnell mal hin - eine Traumstadt! Der Zugang war vorrübergehend etwas erschwert.
Zu Pauls Freude waren alle Museen zu. Aber wir brauchten auch alle Zeit, um wenigstens einige der schönen Ecken zu erforschen.
Auf den Belfried am Markt bei der Halle mussten wir natürlich - und mit uns Hunderte! Da immer nur 70 Leute auf einmal auf den Turm durften, war das eine gehörig lange Schlange.
Endlich waren wir an der Kasse zum Tickets für Senioren > 64 zu kaufen, da muss der Paul doch tatsächlich seinen und meinen Ausweis zücken, um das nicht "jugendliche" Alter (>70!) nachzuweisen. Eigentlich war das ja ein Kompliment, aber nach der Warterei nur noch nervig.
366 Stufen und die Aussicht war phänomenal!
Deutlich sieht man den Kanal, der vom Meer zum Hafen geht.
Heute ist das hier gemalte Hospital zum Museum geworden.
Im stillen Garten der Beginen war es sehr erholsam.
Alles hier zu beschreiben, was wir da in Brügge gesehen haben, geht sowieso nicht, am Besten, ihr guckt mal selbst.
Aber zwei Museen mit Bildern berühmter flämischer Maler haben wir uns noch am nächsten Tag angesehen und eine Waffel verdrückt. Wir werden bestimmt bald wiederkommen.
Dann fuhren wir stracks Richtung Meer nach De Haan, einen Küstenort, der "als einziger an der belgischen Küste seine Ursprünglichkeit bewahrt" hätte. Papier ist geduldig!
Wie die schlechten Beispiele aussehen, werden wir morgen sehen. Da fahren wir mit der Straßenbahn, Bahnhof von De Haan
die die gesamte belgische Küste entlang fährt, nach Ostende.
Der CP hier „Strooiendorp“ ist der allerbeste bis jetzt. Klein, überschaubar, mit Rabatt 16€ nur, mit netter Cafeteria, in der Waschmaschine wurde all unsere Wäsche sauber, der Trockner funktioniert bestens, Wifi ist free - und funktionert tagsüber super hier am Platz....
Kurz nach unserer Ankunft spielte eine gute Band belgische Rockmusik.
Heute sind wir auf den Markt (der Ort De Haan ist nur gut 2km entfernt). Während der Wascherei haben wir immer mal wieder in der Sonne gesessen (im Schatten sind es 16-17°) und nach dem Essen sind wir durch den Dünenwald spaziert
bis zum riesigen Sandstrand.
Die letzte Nacht hat es so viel gegossen, dass es eigentlich für ne Woche reichen könnte.
Na, ich hoffe, dass Freiburg auch etwas von dem Segen von oben abbekommen hat, dann hält sich die Gießerei in unserrem Garten in Grenzen. Eine liebe Freundin/Nachbarin erledigt das und die Post. Wir können uns nur immer wieder bedanken!
Ostende ist fast nur schrecklich!
Ich war auf der Suche nach architektonischen Schönheiten der alten Bäderkultur, die es aber nur noch sehr spärlich gab.
Mal was Kurioses:
Ich entschuldige mich bei De Haan!!! Dort ist es wunderschön und urlaubsgeeignet.
Wir wären besser in die andere Ecke der belgischen Grenze/Küste gefahren. Die Straßenbahen fährt alle 10 Minuten in beide Richtungen.

Frankreich
Gestern 22.8. sind wir dann durchgestartet bis Calais. Dort war ich schon oft, aber immer nur am Fährhafen.
Gestern und heute blieb es trocken, heute sogar mit Sonne!
Vielleicht, weil wir endlich in Frankreich sind. Hier fühle ich mich auch viel mehr zu Hause. Auch wenn mein Französisch rudimentär ist, so versteht man doch immer mal wieder was und kann antworten und Späße machen. Fast jedes mal hier in Frankreich wurden wir mit Handschlag im Café verabschiedet.
In Calais haben wir die ganze französisch/deutsche Familie der Wirtin erklärt bekommen, mit Namen und Berufen!
Trotz immenser Zerstörungen im 1.+2.Weltkrieg ist die Stadt immer noch oder wieder sehenswert. Die Restaurierungen sind noch nicht ganz abgeschlossen, aber einiges hat uns sehr gut gefallen, z.B. der Platz vor dem Rathaus mit allem rundherum: Wunderschöner üppiger Blumenschmuck
im Park rund um die Rodinplastik "Die Bürger von Calais" (eine Kopie davon ist in Basel vor dem Kunstmuseum), natürlich dann die "Bürger"
von allen Seiten zu besichtigen,
das Rathaus mit dem Beffroi.
1961 wurde es wiederhergestellt und sieht gelungen aus. Wir durften alle repräsentativen Räume besuchen, z.B. das Trauzimmer, in dem de Gaulle geheiratet hat,
natürlich auch den Ratssaal usw.
Das Beste war für Paul: Auf den Turm mit weiter Aussicht ging es bequem per Aufzug!
Am Markt mit dem Denkmal an das Brautpaar de Gaulle, gegeüber dem alten Wehrturm
haben wir dann endlich mal Moules frites gegessen. Ein Riesenportion Muscheln, sehr schmackhaft, die Fritten dazu muss man ja nicht essen!  Der Preis war die Hälfte von dem in Belgien!

Pas de Calais
Ab Calais ging es erst mal nur noch nach Süden mit ein bisschen Westen.
Übernachtet haben wir bei der weißen Nase, dem Cap Blanc-Nez.
Nicht weit davon geht der Tunnel unter dem Kanal rüber und die Kreidefelsen von Dover sind sehr nah.
Aber erst heute morgen, denn gestern war es zu spät und zu bewölkt.
Über das Cap Blanc-Nez und später über das Cap Noir-Nez
sind wir gewandert und haben die tolle Aussicht bis England
und entlang der Küste bewundert, jedoch bei dem Anblick der vielen Überreste der Kriege packte uns oft das Grausen. Einiges holt die Natur sich zurück - wenn die Menschen es zulassen.
Einige Bunker und Kasematten sind - Gottseidank - versenkt worden, als beim Bohren den Eurotunnels so viel Schlamm anfiel. Der wurde da hin gekippt und nun hat sich dort ein See gebildet.
Unser nächster Stopp war in Bologne sur Mer. Vom Meer geht es steil bergauf zu einer befestigten Altstadt.
Drin, ihr glaubt es kaum, ein Belfried oder Beffroi.
Gratis und mit Führung. Die gute Dame schwätzte wie die Feuerwehr französisch und englisch so leise und mit so starkem Akzent, dass ich erst nach dem 4. Satz merkte: Aha, englisch!
Aber Treppen steigen und Aussicht gucken geht ohne Worte.
Dazwischen war das "Prison", das Gefängnis, eng und sehr hoch. Hoffentlich musste da nur jeweils einer darben! Das Klo für den Gefangenen gab es auch noch, Plumps! und drei Stockwerke tiefer...????
Ansonsten nette kleine Geschäfte und Kneipchen.
Die Bretagne haben wir immer noch nicht erreicht, aber bald die Normandie.
Wir und die Regenwolken haben uns zu lange in Pas de Calais aufgehalten.
Genauer gesagt an der Somme-Bucht.
Paul wollte mal lange an einem Ort sein. Sein Wunsch ist mir Befehl und so waren wir drei ganze Tage zwischen Rue und Crotoy mitten in der Pampas, genannt Marquenterre auf dem CP „Le champ neuf“.
Der erste Tag ließ sich gut an. Die Sonne schien und wir starteten zu einer Radtour, die dann aber etwas länger wurde, als wir selbst es wollten. Aber zum Schluss sollte es doch in Saint-Quentin-en-tourmont ans Meer gehen. Das wollten noch ein paar Tausend und so sind wir wieder schnell weg.
Für ein Stündchen am Strand war es uns zu kühl. Unterwegs auf dem Rückweg eine unverhoffte Begegnung!
Am nächsten Tag, 25.8., wollten wir rund um die Bucht nach St-Valery-sur Somme.
Aber morgens um 6 fing es an zu regnen, steigerte sich zum Schütten und hörte bis spät nachts nicht mehr auf.
Nur in Badelatschen mit hochgekrempelten Hosenbeinen und knapp beschirmt konnte man mal zum Sanitärgebäude oder am Nachmittag aus Langeweile in die Bar. Oh je!
Natürlich haben wir dann am folgenden Tag zwischen zwei dicken Wolken schnell gepackt und sind an der Bucht entlang
und dann entlang der Somme Richtung Abbeville und Amiens. Dazwischen stolperten wir über ein hübsches Schloss „Chateau de Long“ mit riesigem Garten,
der für eine Wanderung gut war und kurz vor Amiens ging es dann links in die Hügel nach Naours. Hier kletterten wir in die „Unterirdische Stadt“, die hier als Schutz- und Zufluchtsort seit dem 11. Jahrhundert existiert, bzw. entstanden ist.
Der Boden des Ortes ist ein Kalkmassiv mit einer wasserundurchlässigen Tonschicht darauf. In dieses Kalkmassiv gruben die Bewohner in jahrhundertelanger Arbeit eine Stadt ein mit Straßen, Plätzen, Wohnungen, Kirchen, Ställen und Werkstätten in 34 m Tiefe.
Jeder musste mitmachen. Pflicht waren 2 Stunden graben pro Tag. Einiges ließen sie sich einfallen, z.B. eine Kiesstrecke, die nie gegangen wurde, aber Fremde = Feinde gleich verriet. Dann wurden alle Lampen gelöscht und durch Geräusche – meistens übernahmen das die Kinder – die Feinde in eine Falle gelockt, eine tiefe Felsspalte, in die sie fielen.
Auch der Rauch ihrer Öfen sollte die Bewohner nicht verraten. Durch Kanäle wurde der Rauch zu einer oberirdischen Mühle geleitet und fiel so nicht auf.
Das letzte Mal diente dieses unterirdische Labyrinth als Schutzraum für Besatzer und Besetzte im 2. Weltkrieg.
Wir fuhren dann zur Somme zurück und fanden einen kleinen picobello Camping Municipal in Picquigny – weiß der Teufel wie man das ausspricht!

Normandie
Heute sind wir von da gestartet über Eu (hat bestimmt die größte Sehenswürdigkeitsdichte Frankreichs!), Treport, Dieppe, Fecamp bis hier kurz vor Etretat in Loges, auf den CP „L'Aiguille Creuse“. Einigemale haben wir schon die Falaises, die „weißen“ Kreidefelsen hier bewundert. Morgen wollen wir eine Radtour nach Etretat machen.
Neueste Neuigkeit – es regnete!!! Und so hat es uns noch die Radtour vermasselt. Wir sind dann mit öffentlichem Bus – kaum saßen wir drin, kam die Sonne herraus - nach Etretat und dann gleich in ein Touristenbähnchen umgestiegen und die Falaise (Kreidefelsen) hinaufgefahren. Oben sind wir dann – immer staunend und fotografierend – Richtung Fecamp gewandert.
So nach 45 Minuten wieder umgekehrt und die Aussicht aus der anderen Richtung bewundert.
Das Wetter wurde immer besser und uns ordentlich warm.
Besonders als wir die andere Seite nun brav zu Fuß hochkletterten!
Auch hier gab es dann eine Wanderung bis der Touri-Strom versiegte und noch ein bisschen weiter.
Ganz geschafft erreichten wir grade noch den Bus zurück.
Nachts wieder Regen und morgens eine dichte Nebelsuppe! Nein, danke, nix wie weg über die längste Hängebrücke Europas!
Erst wie wir an Le Havre vorbei waren, klarte es auf und bei bestem Wetter besichtigten wir die Invasionsstätten Arromanches und Omaha-Beach. Letztere von Weitem eine Strandidylle!
Interessant und beklemmend war der 360° Film (9 riesige Bildschirme rund um uns) über die Invasion mit Originalfilmen aller Beteiligten zusammengestellt.
Um alle Museen und Militaria-Verkäufer haben wir große Bögen gemacht. Gerade Letztere sind unerträglich! Aber die Nachfahren der Allierten sehen das anders – verständlich! Unsere Befreiung von der Diktatur durch die Invasion hat 30 000 Opfer auf Seite der Alliierten gefordert. An unzähligen Friedhöfen sind wir vorbei gekommen. Gottseidank ist so ein Frankreichurlaub möglich und mein Sohn wird nicht mit anderen Söhnen, Vätern, Brüdern unter fremder Erde liegen! All das zu sehen, ist beklemmend.
Weil wir nun schon so weit im Norden waren, sind wir auch noch bis Cherbourg gefahren. Aber zu viel Aktionen hat es dann nicht mehr gereicht. Wir sind hoch auf das Fort Roule gedüst und haben uns alles, besonders den Hafen, von oben angeschaut.
Dann ging es ans Meer bei Les Pieux.
Dort, auf dem CP „Le grand Large“ gefiel es uns eigentlich und wir wollten etwas bleiben, der Abend war anfangs so schön sonnig, aber morgens war eine dicke Nebelsuppe um uns herum.
Schnell nach Süden – mit zwei Zwischenstopps für eine alte Burg, das "Chateau de Pirou" - leider innen "Mittagspause"! -
und zwei kleine Wanderungen an die Küste zur „Cabane Vauban“
mit Blick auf Mont St. Michel
und eine ausführlichere für die Stadt Granville,
dann „um die Ecke“ – endlich Bretagne - rum und bis vor St. Malo.

Bretagne
Und mit dem „Überschreiten“ der Grenze zur Bretagne am 30.8. sahen wir keinen Tropfen Regen mehr, den hatten wir in der Normandie gelassen.

Der Norden
Ein wunderbarer Platz, traumhafte Buchten und Sonne, Sonne, Sonne!
Aber kein Internet, bzw. schweineteuer! --> Link
Morgens und Abends war das Meer da und wir konnten schwimmen.
Nach Cancale sind wir geradelt am Rathaus vorbei
zum Hafen runter zum Austern essen. Peter 11 Stück – ich 1, ne das Zeug geht immer noch nicht an mich ran!
Der Weißwein war da schon besser dazu!
Schon seit dem 16.8. hat die Anzahl der Touristen erheblich abgenommen und ab 20.8. befanden wir uns auf einigen Plätzen in der Nebensaison.
Der nächste Tag war erst der Sonne gewidmet und dann sind wir in die andere Richtung geradelt. In St. Malo-Rotheneuf gibt es einen Skulpturenfelsen. Dort hat der Abbé Fouré in 25 Jahren ca. 300 Figuren in den Granitfelsen über dem Meer gemeißelt.
Und warum? Der Arme hatte mit 30 Jahren einen Schlaganfall und konnte sich nicht mehr verständigen. Völlig vereinsamt, stumm und halbseitig gelähmt hockte er sich auf den Felsen und.....
Weil uns die Rückfahrt auf der Straße nicht so behagte, suchten wir eine „Abkürzung“, die teilweise auf dem Sentier des Douaniers (Weg entlang der Küste der Bretagne, früher für die Zöllner, um die Schmuggler zu erwischen) verlief.
Der wurde uns dann aber zu eng und steil und wir fanden – umständlich – einen Ausweg über einen verlassenen Bauernhof. Das letzte Hindernis vor der Straße war dann eine umgekippte Bootsruine, über die wir mühsam die Räder heben mussten.
Völlig fertig erholte ich mich im warmen Sand und ging schwimmen.
Abends probierten wir das hoch gelobte Lokal am Strand beim CP . Tatsächlich sehr gutes Essen, nicht gerade billig, aber serviert an diesem Tag von Piraten und mit wunderbarem Sonnenuntergang!
Der nächste Tag begann mit Nebel, gut zum Abreisen.
Bald aber schien die Sonne und das nicht schlecht. Die Besichtigung von St. Malo, die von einer Befestigungsmauer umschlossene Innenstadt, war noch etwas schattig und kühl,
aber dann schon auf dem Weg zum Fort Latte gerieten wir ins Schwitzen.
Und erst beim Erklettern aller Türmchen und Verliese dieses malerischen Forts!
Die Wanderung zum Leuchtturm vom Cap Frehel fiel daher beinahe aus. Wir nahmen nur die halbe Strecke und zurück zum Camper.
Dann zum Cap Frehel per Camper mit einer Wanderung über die Spitze.
Der Turm blieb dem Paul erspart – er war schon geschlossen!
Aber der steinige Weg schaffte uns genug!
Die nächste Nacht (2.9.) verbrachten wir auf dem netten CP „Bellevue“ hinter Erguy. Nicht am Meer, aber mit einem früh geöffneten Hallenbad ganz für uns allein.
Während Hosen und Hemden/Blusen/T-Shirts gewaschen und getrocknet wurden, speisten wir in einer wunderschönen Creperie. Galette gab es, die nicht süße Variante der Crepe mit vielen verschiedenen Inhalten. Dazu natürlich Cidre!
Am nächsten Tag fuhren wir stracks auf Morlaix zu mit einer Pause in Guincamp.
Immer wieder entdeckten wir etwas neues am Wege.
Die rosa Granitküste sahen wir nur von weitem – da waren wir schon in früheren Jahren.
Aber den Kairn Barnenez schauten wir uns an, einen riesigen Grabhügel, 6500 Jahre alt. Ein Monstersteinhaufen! Die Grabkammern sind innen verborgen und nur da sichtbar, wo in früheren Zeiten der Cairn als Steinbruch genutzt wurde.
Dann sind wir in St-Pol-de-Léon gelandet.
Der uns empfohlene Platz hier auf dem CP „Ar Kleguer“ ist ziemlich schräg. Unter die Keile mussten noch Steine! Aber wir sind auf einem kleinen Hügel mit Pinien oder Kiefern und Felsen dazwischen – ganz romantisch!
Und „free wifi“ hat es auch!
Noch schöner sind natürlich die paar Plätze direkt am Meer über den Felsen. Weil wir nachts immer unverhofft aufeinanderrollen(!), wechseln wir am nächsten Morgen auf einen wunderschönen Platz in der allerersten Reihe.
Da lässt es sich aushalten! Wir radeln nach Roskoff
und öfters in den Ort, kaufen ein, schauen uns die interessanten Kirchen an,
laufen zum Strand und zum kleinen Felsen, Rocher St. Anne dahinter mit Aussicht.

Finistere
Am Sonntag machen wir uns auf - erst mal nur 30km weiter - nach Folgoet zu einem der größten Pardons (=Wallfahrt) der Bretagne.
Normalerweise tauchen da jede Menge Leute in den verschiedensten bretonischen Trachten auf.
Leider blieb das hier eher mager. Einige kleine Gruppen und das war es!
Die Bannerträger oft in „Zivil“! Schön fromm gesungen haben sie ja, aber das war schon alles. Die Prozession ging grad mal über 150m.

Der Westen
So sind wir früh weg gekommen und nach Süden zum Ort früherer Schandtaten, nach St-Anne-La-Palud.
Dazwischen lag noch die interessante alte Klosterruine "Landévennec"
- auch diese so unecht aussehenden Blumen, die ich schon von Portugal her kenne, findet man im Kloster. Dazu jede Menge Palmen, die von einem romantisch angehauchten Vorbesitzer der Ruine her rühren - und viel Landschaft zum Begucken, einschließlich der verrosteten „bretonischen“ Kriegs-Marine-Schiffe in der Aulne.
Davor die neue Brücke "Pont Térénez" über die Aulne --> Link
„Unser“ Platz hat sich nicht viel verändert und Gottseidank auch die Natur drumrum nicht. Es gibt ein sehr großes schönes Schwimmbad, dass ich und sogar manchmal der Paul ausgiebig genutzt haben. Meistens schwamm ich in den 250qm alleine!
Einen Tag haben wir uns aufgemacht und sind nach Locronan geradelt.
Km waren das eigentlich nicht sehr viele, aber es ging ständig rauf! Zurück war es dann ein Spaß!
Die kleine hübsche Creperie in St-Anne-La-Palud gibt es nicht mehr,
dafür einen netten alten Bäcker mit Pattisserie. Der machte mir eine beinahe Latte-Macchiato aus einem Café-Creme! Ein Trauerspiel in Frankreich: Latte-Macchiato ist noch unbekannt!
Wir waren insgesamt drei Wochen in der Bretagne und es hat keinen Tropfen mehr geregnet!!!
Im Gegenteil – der Sommer ist ausgebrochen! Von Morgens bis Abends scheint die Sonne am blitzeblauen Himmel. Mittags suchst du den Schatten!
Deshalb war oft faulenzen in der Hochsommerhitze angesagt und schwimmen.
Leider war das Meer immer fort und total eklig gift-grün veralgt. Das war mal noch vor gut 20 Jahren ein endlos breiter reiner Sandstrand.
Die Bauern kippen halt viel zu viel Nitrat auf die Felder und das gelangt seit Jahren ins Meer. Ich finde es unmöglich in dem Glibber zu schwimmen!
Bei unserem letzten Besuch da – 1997 – war der Glibber noch durchwatbar und hörte nach ca. drei Metern auf. Heute ist kein Ende zu sehen und der Strand ist teilweise ganz grün.
Gestern sind wir ins „Les Dunes“, das einzige Haus hier, ein gutes Restaurant, zum Essen gegangen. Auch wieder ein Ort alter Schandtaten! Hier hat der Paul mal vor Jahren Hummer oder eine große Krabbe bestellt – und gleich ein Lätzchen umgebunden gekriegt zur Gaudi der Kinder. Er sah auch zu niedlich damit aus!!
Heute, am Donnerstag, den 11.9. sind wir etwas weiter an Douarnenez vorbei nach Süden gezogen.
Die Entfernung von St-Anne-la-palud nach Fouesnant, kurz vor Concarneau ist nicht weit, aber es gab viel zu sehen.
Erst waren wir auf dem größten Wochenmarkt in Pont l'Abbe, dann mehr nach Westen an die Küste zur Point de Penmarc'h mit Felsen
(Drumrum Schilder, die die Lebensgefahr beschreiben, wenn die Wellen antosen! Bei uns war Ebbe und keine Welle weit und breit). Nördlich davon zieht sich km-lang ein breiter Sandstrand hin.
Das Meer lockt zum Schwimmen, aber hier ist es wegen der Strömungen sehr gefährlich. Nicht weit davon gab es den ältesten Calvaire der Bretagne
bei der hübschen alten Kirche Notre Dame de Tronoën hinter den Dünen.
Direkt bei den Felsen gab es noch eine, Notre Dame de la joie.
Die hatte zur Meerseite keine Fenster wegen der Wellen!
Nicht weit davon weg steht der Phare d'Eckmühl. Ende des 19. Jahrhunderts wurde er erbaut.
Sein Name stammt von seiner Stifterin: Die Marquise de Blocqueville wollte damit ihrem Vater, Fürst Eckmühl von Bayern, ein Denkmal setzen. An dieser besonders gefährlichen Stelle (überall kleine Felsen, die bei Flut oft nur an kleinen Gischthauben erkannt werden) scheint der Lichtkegel immerhin 23,5 Meilen (ca. 43 Km) hinaus aufs Meer. Man darf ihn besteiegen, was wir auch getan haben,
schöne 300 Stufen hoch mit wunderbarer Aussicht.
Noch ein Café-Creme und ein Bierchen und wir sind wieder weiter an der Küste entlang
bis Fouesnant/la Forêt, zum Campingplatz „Kéranterec“ mit Meer und Strandzugang!!! Da kann man nur kichern. Auch hier am Eingang ein riesiges neues Schwimmbad. Morgen suche ich mal nach dem schönen Sandstrand.
Hier sieht das Meer, bzw. der Strand auch nicht so toll aus. Wir können davon ausgehen, dass, wenn ein Pool vorhanden ist, das Meer eher zum Abgewöhnen aussieht.
Unter unserem Platz mit Meerblick der zugängliche Strand - auch nicht sehr einladend!
Schöne lange Spaziergänge am Meer entlang über den Sentier du Douanier
und eine Fahrt nach Concarneaux ließen die letzten Tage nur so hinschmelzen.
Mauerspaziergang mit viel Aussicht raus und rein!
Wie die Zeit, so schmelzen wir auch hin. Der bretonische Sommer hat noch zugelegt, aber richtig heiß wurde es erst unterwegs.
Wie geplant sind wir am Sonntag, den 14.9. abgefahren, über die kostenlose bretonische Autobahn mit einem Erinnerung- und Fotostopp beim Schloß Josselin. Es sieht bombastig aus.
Die Herzöge von Rohan besitzen es immer noch und wohnen noch darin, obwohl von den 9 Türmen nur noch vier vollständig sind, denn im 17. Jahrhundert ließ Richelieu den Donjon und vier Türme niederreißen. Er kündigte dies dem Herzog Henri II. mit den Worten an: «Monseigneur, je viens de jeter une boule dans votre jeu de quilles!» – er habe eine Kugel in sein Kegelspiel geworfen.

Immer Richtung Osten
Der nächste lange Stopp war dann in Rennes. Eine sehr interessante Stadt mit einer kleinen mittelalterlichen Altstadt mit hohen Fachwerkbauten,
manchmal schmal wie ein Handtuch,
und „neu“ errichteten Prunkbauten an schnurgraden Straßen des 17. Jahrhunderts.
Danach endete die Autobahn sehr schnell und es ging immer nach Osten, manchmal wie mit einem Lineal gezogen.
Hinter Le Mans übernachteten wir an einer alten Brücke auf dem CP "Le Pont Romain" in Yvré-L'Évêque
und dann ging es am nächsten Tag weiter Richtung Orleans. Schon ein paar km davor erreichten wir die Loire bei Meung, aber Paul hatte Glück: Es war Montag und alle Sehenswürdigkeiten waren geschlossen!
So hatten wir viel Zeit für Orleans. Mir hatten es besonders die beiden großen Plätze angetan:
Place Matroi, das „Wohnzimmer“ der Leute aus Orleans, natürlich mit Johanna hoch zu Ross, und Place de la Cathedrale.
Auch hier in Orleans wieder einige nette Altstadthäuser
und -Gassen, die direkt zur Loire führen konnten
und zum Ende gerieten wir ins Hôtel Groslot, eines der wunderbaren Großbürgerhäuser oder Adelspaläste.
Das Haus diente lange als Rathaus und kann heute noch zum Heiraten genutzt werden. Wer es ganz feudal will! Es ist teilweise mit historischen Möbels eingerichtet
und der Besuch – o Wunder ist gratuit! Ansonsten begegnet man pausenlos der Jungfrau von ….
Ein kurzes Stück ging es noch an der Loire entlang,
dabei "stolperten" wir über ein karolingisches Kleinod, das Oratoire in Germigny-des-Prés
Und gleich wieder ein Chateau,"Sully", was uns zu dem Schwur veranlasste, mal nur an die Loire zu fahren.
Die nächste Übernachtung gestaltete sich etwas abenteuerlich. Links von Auxerre hatten wir einen CP angepeilt, aber der war pleite und zu. Also fuhren wir aufs Geradewohl Richtung Süden, weil nach Pauls Wunsch (ist mir Befehl!) die Burg Guédelon auf dem Programm stand.
Wir landeten auf einem Ferme-Camping „Le petit Villars“, leer wie alle Plätze. Aber nett, zum Empfang schenkte uns der Bauer einen Bio-Salatkopf.
Nachts alles stockfinster und die Taschlampe hilft da auch nicht viel. Auf dem Rückweg vom Waschhäuschen hörte ich plötzlich hinter mir ein Schnaufen und Tappen. Oh Gott! Bloß kein Hund!!! Ich ging einfach weiter und war heilfroh, als ich den Bus wieder erreicht hatte.
Am nächsten Morgen sah ich meinen „Geist“! Ein junges Pferd! Es konnte überall rumtappen. Wir haben ein wenig unseren Frühstücktisch bewacht.
Bis Guédelon war es dann nicht mehr weit. 1998 wurde damit begonnen dort eine mittelalterliche Burg zu bauen mit den technischen Möglichkeiten des Mittellalters, d.h. 1229 war fiktiver Baubeginn. 25 Jahre soll es dauern bis die Burg bezugsfertig ist. Es ist schon ganz viel zu sehen.
Alles was zum Burgbau gehört, alle Handwerke, können besichtigt werden.
Es gibt viel zu sehen und zu erleben in diesem "Freizeitpark" (Eintritt 12€ für Erw.)
Natürlich gibt es viele Möglichkeiten für Familien und Gruppen. Und so soll die Burg mal aussehen:
Und weiter ging es nach Osten, nun erst mal durch Burgund
zuerst bis Avallon auf einen piekfeinen Camping Municipal. Oberhalb des Platzes konnten wir anderntags an den Felsen
vorbei ins Städtchen.
Es ist nicht leicht, unterhalb von Paris quer zu fahren. Aber mit vielen kleinen Sträßchen schafften wir den Weg nach Osten. Nur ein Schloss stand noch im Wege
mit einem Taubenturm für 3000 Taubenpaare - ein damaliges Statussymbol!
Wir haben unser Prinzip eingehalten – keine Autobahn! Nur so sieht man etwas von der Gegend und nur so stimmt es mit dem Urlaub ab der Haustür!
Eine Pause gab es im kleinen Ort Flavigny
und eine Quiche bei den Landfrauen dort neben der Kirche.
Die letzte Nacht verbrachten wir in Vesoul am See. So konnte ich nochmal ausgiebig schwimmen. Denn es war fürchterlich heiß. Wir saßen noch lange nach Einbruch der Dunkelheit draußen und genossen den Sommer.
Nachts kam der Herbst – ein Gewitter!
Und pünktlich zur Einfahrt nach Freiburg regnete es!
Das war's für diesen Sommer!
Wenn einer/eine von Euch über eine Einzelheit dieser Fahrt mehr wissen will - ich beantworte alle Fragen so gut ich es kann.

uschi-s am 01 Okt 2014 14:37:27

Ein sehr schöner Bericht. Vieles habe ich wiedererkannt, waren wir doch erst in diesem Frühsommer in der Bretagne. Aber auch Anregungen erhalten, denn wir möchten im nächsten Jahr unsere Tour fortsetzen.

sujokain am 01 Okt 2014 14:50:05

Danke für den schönen Bericht.

rapija am 01 Okt 2014 17:35:26

Super schöner Bericht!
Die Fotos unterstreichen eure Reise eindrücklich, danke sehr für die grosse Mühe!
Diese Reise würde ich sofort auch einmal machen. Unsere Pension ist glücklicherweise nicht mehr weit entfernt!

Tipsel am 01 Okt 2014 18:21:16

Eine traumhafte Tour habt ihr da gemacht und viel gesehen. Herrliche Bilder.
Und die vielen Ausblicke von oben sind faszinierend.

:daumen2:

Lancelot am 01 Okt 2014 18:23:58

Finde ich auch : tolle Tour ... schöne Fotos :ja:

:dankeschoen:

Gast am 01 Okt 2014 18:32:17

Ich habe euren Urlaub genossen, herzlichen Dank! :flower: :flower: :flower:

wolfherm am 01 Okt 2014 19:26:27

Vielen Dank fürs Mitnehmen. Tolle Reise, toller Bericht.

Anne42 am 01 Okt 2014 19:39:06

eine wunderbare, interessante Reise habt ihr gemacht, danke, das wir daran teilnehmen durften. Sehr schöner Bericht und tolle Fotos.

schorsche51 am 01 Okt 2014 19:48:47

Danke für den ausführlichen Bericht und die schönen Aufnahmen :francais:

heidchen am 01 Okt 2014 23:03:36

Auch von mir ein dickes Dankeschön, liesje. Hast alles toll beschrieben, fotografiert und dokumentiert. Der Wiedererkennungswert war hoch, waren wir doch in der Zeit ebenfalls in der Normandie und Bretagne. :ja:

mcdudel am 02 Okt 2014 00:08:02

auch von mir ein großes Dankeschön für diesen absolut tollen und umfangreichen Bericht :francais:

mk9 am 02 Okt 2014 11:14:52

Vielen Dank für den sehr schönen Reisebericht mit den tollen Fotos.

vom linken Niederrhein
Manfred

kitally am 02 Okt 2014 11:18:31

das ist ein sehr schöner Bericht, danke schön

und ein paar Bilder Etretat etc. habe ich ja im Sommer selber geschossen. Da kommen dann Erinnerungen auf

liesje am 02 Okt 2014 12:42:08

Danke für die netten Kommentare!
Mit eins, zwei Berichten von Euch, z.B. von Dir, Martina war ich dann auch unterwegs, Danke!

womopark
  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Französisches Restaurant, kurzfristig reservieren und sparen
Wanderungen in Frankreich planen
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt