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Reisebericht Schweden/Norwegen 2014 1, 2


danielreichel1981 am 31 Okt 2014 21:24:39

Hallo zusammen,

wir haben dieses Jahr unseren ersten Wohnmobilurlaub gemacht und dabei hat es uns nach Schweden und Norwegen verschlagen.

Gern wollen wir euch mit einem kleinen Reisebericht an unseren Erlebnissen teilhaben lassen.

Reisezeitraum: 14.07.2014 - 03.08.2014
gefahrene Kilometer: ca. 7100
Wohnmobil: geliehen bei Wohnmobile Gläser in Zschorlau - McLouis Menfys Van

Viele werden sagen "oh da sind aber viele Kilometer", für uns war es aber genau richtig. Erstens hatten wir nicht mehr als 3 Wochen Zeit und zweitens fahren wir gern Auto :-).

Ich werde den Bericht tageweise erstellen und dies immer nach und nach, also wenn es mal ein wenig dauert, dann bitte ich um etwas Geduld. Danke

Falls jemand Fragen hat, so werde ich versuchen diese so gut wie möglich zu beantworten :-).

Und nun viel Spaß beim Lesen, ich hoffe es gefällt.

Gesamtreiseroute:



14.07.2014 - Der Norden ruft



Wir verladen noch die restlichen Dinge im WoMo und machen uns dann auf den Weg Richtung Norden.

Über die Stationen Freiberg (Mittagessen bei Oma ;-) ), Dresden, Berlin, Stralsund geht es nach Rügen zum Fährhafen Neu Mukran.

Von hier aus wollen wir am nächsten Morgen 07.45 Uhr mit der StenaLine-Fähre Richtung „Trelleborg“ starten.
Gegen 18 Uhr kommen wir auf dem nahe gelegenen Stellplatz an, hier sind schon einige Wohnmobile und Gespanne, aber für uns ist noch ausreichend Platz.
Wir bezahlen die Gebühr am Parkautomat, gehen kurz an den Strand und genießen danach den ersten Abend und die Nacht im Wohnmobil.

Stellplatz/Strand Rügen





15.07.2014 - Willkommen in Skandinavien



Damit wir pünktlich am Fährhafen sind, klingelt relativ früh der Wecker. Das Frühstück schenken wir uns, denn das können wir auf der Fähre nachholen.

Am Fährhafen ist nicht zu viel los und wir checken schnell ein, die nette Dame schickt uns auf eine Wartespur, wo schon einige Wohnmobile stehen, kurze Zeit später fahren wir auch schon auf das Eisenbahndeck der Fähre.
Das WoMo steht sicher und wir machen uns auf den Weg zum Passagierbereich. Dort gibt es erst einmal Kaffee und Muffins und die Überfahrt kann beginnen, vorbei an den Kreidefelsen von Rügen Richtung Schweden. Nach einer ruhigen und sonnigen Überfahrt kommen wir kurz vor Mittag in Trelleborg an.

Wir haben uns für den Abend bei Bekannten angemeldet, welche in der Nähe von „Mariannelund“ wohnen. Von „Trelleborg“ fahren wir über die 108 Richtung „Lund“, von dort ein paar Kilometer auf der E22, ehe wir auf die 23 in nördliche Richtung nach „Hässleholm“ abzweigen, dann weiter Richtung „Växjö“ und „Vetlanda“ (Straße 28). Die Landschaft ist sehr weitläufig mit sanften Hügeln und vielen Felder.

In „Vetlanda“ besorgen wir uns im Biltema erst mal noch einen Stromkonverter von 12 Volt auf 220 Volt, damit wir unser Tablet, die Handys und die Akkus von der Kamera laden können.
Weiter geht es zu unseren Bekannten in die Nähe von „Mariannelund“, sie sind vor einigen Jahren nach Schweden ausgewandert.
Wir werden schon erwartet und parken das WoMo direkt auf dem Grundstück inkl. Strom und Wasser ;-).

Mit einem gemütlichem Grillabend, Rotkäppchen Sekt und deutschem Bier lassen wir den Abend ausklingen.

Trelleborg



schwedische Straßen :-)



unterwegs



Stellplatz




16.07.2014 - Auf den Spuren von „Michel aus Lönneberga“



Heute ist etwas länger ausschlafen angesagt. Es ist ein schöner Sommermorgen, sodass wir draußen frühstücken, unsere Bekannten hatten schon angekündigt, dass sie Langschläfer sind, deshalb haben wir uns am Vorabend verabschiedet.

Gegen 10 Uhr machen wir uns auf den Weg nach „Katthult“.
Auf dem gleichnamigen Hof wurden die „Michel aus Lönneberga“ – Filme gedreht. Auf dem Parkplatz stehen schon einige Fahrzeuge, aber überlaufen ist der Hof nicht. Nach dem wir alles angeschaut haben, geht es weiter Richtung Norden.

Über „Örebro“ und „Falun“ erreichen wir am Abend „Orsa“ am „Osasjön“. In „Orsa“ schauen wir uns den dortigen Campingplatz an, dieser ist aber völlig überfüllt, was wahrscheinlich auch an dem stattfindenden Fest liegt. Also schauen wir auf die Kaarte und ganz in der Nähe in „Våmhus“ ist ebenfalls ein Campingplatz eingezeichnet.

Wir nehmen die letzten Kilometer Richtung „Våmåbadets Camping“ in Angriff.
Der Platz liegt schön direkt am See mit eigenem Strand und allem was man sonst so braucht.
Wir parken das WoMo, genießen den tollen Abend und die Helligkeit zu später Stunde.

Katthult







unterwegs













Campingplatz









....bald geht es weiter ;-)

danielreichel1981 am 31 Okt 2014 21:37:12

17.07.2014 - Auf dem Weg nach Lappland



Wieder begrüßt uns ein herrlicher Sommertag. Nach dem Frühstück geht es weiter Richtung Norden, diesmal ohne bestimmtes Ziel bzw. ist das Ziel heute, so viel Kilometer wie möglich zu fahren, ohne das es anstrengend wird. Also fahren wir auf die E45 – den „Inlandsvägen“ – Richtung „Östersund“, weiter über „Dorotea“, „Vilhelmina“ Richtung Polarkreis.

Die Landschaft wird waldreicher, die Entfernungen zwischen den Orten größer und der Verkehr weniger.
Gegen 19 Uhr haben wir dann genug vom Fahren und schauen uns nach einem Campingplatz um, unsere Wahl fällt auf „Slagnäs Camping“ in „Slagnäs“ direkt am Fluss „Skellefteälven“.
Zu unserer Überraschung sind die Besitzer Deutsche, nämlich 2 Brüder, welche den wirklich schönen Campingplatz mit viel Hingabe betreiben. Wir suchen uns einen schönen Stellplatz aus, kochen und genießen die Ruhe.
Nach dem Essen machen wir noch einen kleinen Spaziergang am Fluss.

Zurück am WoMo machen wir das erste Mal richtig Bekanntschaft mit den schwedischen Mücken, aber Räucherstäbchen und AntiBrumm sorgen für Ruhe.?

unterwegs











Campingplatz und Umgebung









...bald geht es weiter

danielreichel1981 am 31 Okt 2014 21:52:20

18.07.2014 - Der Polarkreis



Diesmal begrüßt uns Schweden am Morgen mit dunklen Wolkentürmen, vor dem Frühstück geht Daniel zum Duschen, während er unter der Dusche steht, meint Petrus wohl, er muss die Dusche draußen auch aufdrehen und lässt ein mächtiges Gewitter los.
Nachdem Daniel fertig ist, wartet er noch eine ganz Weile, aber es schüttet wie aus Eimern, da er Hunger hat, nimmt er die Beine für die 30 Meter zwischen Sanitärgebäude und WoMo in die Hand, mit dem Ergebnis, dass Daniel an diesem Morgen ein zweites Mal duscht.

Wir frühstücken in Ruhe und als wir zur Abfahrt bereit sind, tröpfelt es nur noch leicht, also geht es weiter Richtung Polarkreis.
Diesen erreichen wir kurz vor „Jokkmokk“, das Wetter hat sich inzwischen auch gebessert. Wir kaufen Ansichtskarten und Eis. Die Karten werden umgehend geschrieben und später in „Jokkmokk“ auf die Reise nach Deutschland geschickt.

Danach fahren wir weiter Richtung „Kiruna“, unterwegs haben wir immer mal wieder Schauer, ansonsten ist es weiterhin sommerlich. Wir sehen nun auch die ersten Rentiere, welche friedlich am Straßenrand grasen. In „Kiruna“ stoppen wir nur kurz um ein paar Lebensmittel einzukaufen, danach geht es weiter Richtung Norwegen.

In der Ferne sind schon die Berge zu sehen, wo die Reichsgrenze zu Norwegen verläuft. An der Grenze gibt es keine Kontrolle und Norwegen begrüßte uns mit sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein. Wir folgen nun weiter der E10 Richtung „Narvik“. Am Fjord angekommen biegen wir nach links auf die E6 Richtung „Narvik“ ab, nach ca. 5 km geht es hinter der Brücke kurz nach dem Betonwerk links auf eine kleine Straße und dann noch ca. 3,5 km weiter, hier gibt es auf einer kleinen Halbinsel 3-4 Stellplätze (Tipp aus dem Buch – „Mit dem Wohnmobil nach Nordnorwegen“).

Als wir ankommen steht auch schon ein deutsches Wohnmobil an diesem schönen Flecken Erde, aber für uns ist noch genug Platz. Später gesellen sich ein weiteres deutsches Wohnmobil und ein schwedisches Wohnwagengespann dazu.

Heute grillen wir und genießen wieder einmal die herrliche Abendsonne.
Mit dem Herrn aus dem ersten deutschen Wohnmobil unterhalten wir uns auch noch ganz nett, somit wieder ein toller Urlaubstag.

unterwegs

















Stellplatz









...bald geht es weiter

danielreichel1981 am 31 Okt 2014 22:09:35

19.07.2014 - Nördlichster Punkt der Reise



Wieder beginnt ein wunderschöner Sommertag mit einem leckeren Frühstück, danach brechen wir auf nach „Narvik“ und schauen uns ein wenig in der Stadt um. „Narvik“ ist jetzt nicht so groß und so sehenswert, dass man sich hier den ganzen Tag aufhalten muss, also machen wir uns auf den Weg zu unserem nördlichsten Punkt unserer Reise nach „Andenes“ auf den „Vesterålen“.

Das Fahren in Norwegen ist völlig anders als in Schweden, die Durchschnittsgeschwindigkeit geht erheblich zurück, aber es ist traumhaft ganz gemütlich an den Fjorden entlangen zu gleiten. Es geht jetzt auch öfter durch Tunnel oder über spektakuläre Brücken.

Kurz vor „Andenes“ ist es auf einmal vorbei mit Sommer und Sonne, denn es zieht Seenebel auf. Wir fahren gleich als erstes zu „Whalesafari in Andenes“ und buchen dort für den nächsten Tag 11.00 Uhr eine Walsafari. Danach fahren wir ein Stück Richtung Süden bis zum kleinen Fischerdorf „Bleik“, wo wir bei „Midnattsol Camping“ einen tollen Stellplatz direkt hinter den Dünen bekommen.

Trotz dem nicht so tollen Wetter machen wir einen längeren Spaziergang am Strand und durch das Örtchen, mit Jacke und Mütze ist das auch kein Problem ;-).

Das Abendbrot nehmen wir erstmalig im WoMo ein und lassen den Abend in Ruhe ausklingen.

Narvik







unterwegs









Campingplatz und Umgebung





















...bald geht es weiter

danielreichel1981 am 31 Okt 2014 22:33:58

20.07.2014 - Walsafari



Heute wollen wir zur Walsafari, der Wecker klingelt recht früh, da wir 08.45 Uhr in „Andenes“ sein müssen. Als wir aufstehen ist immer noch alles voller Nebel, wir frühstücken und machen uns auf den Weg.

Zur Walsafari gehört eine Museumsführung, welche 08.45 Uhr beginnt. Hier werden die Besucher in verschiedene Sprachgruppen (Englisch, Spanisch, Deutsch) eingeteilt und von netten Guides durch die Ausstellung geführt, dabei erfährt man viele interessante Dinge über Wale im Allgemeinen und über die Pottwale, welche hier vor „Andøya“ beobachtet werden können.

Am Ende der Führung schaut der Guide etwas pessimistisch drein, denn es ist immer noch Nebel, sodass ein rausfahren nicht möglich ist. Von 10.00 – 14.00 Uhr gibt es jede Stunde einen neuen Statusbericht, aber immer nur die Info „zu viel Nebel“, zwischendrin bummeln wir durch die Stadt, allerdings ist Sonntag und somit sind alle Geschäfte geschlossen und auch sonst ist nicht viel los.

14 Uhr – es ist nach wie vor dichter Nebel – erhalten wir die Info: 14.45 Uhr sticht die „M/S Reine“ in See, die „M/S Reine“ ist ein etwas älteres Boot, sagt uns aber mehr zu als der moderne Katamaran, welcher ebenfalls zu Walbeobachtungen rausfährt. Etwas skeptisch bzgl. des Nebels packen wir unseren Rucksack und machen uns auf den Weg zu Liegeplatz des Schiffes. An Bord werden ein paar Sicherheitsregeln erklärt und die Guides stellen sich noch einmal vor, dann geht es los – nach wie vor Nebel, d.h. man sieht nichts.

So schippern wir ca. 45 min durch die Gegend und plötzlich verschwindet der Nebel und es herrscht strahlender Sonnenschein. Der Kapitän begibt sich nun nach oben auf das Schiff, setzt sich Kopfhörer auf und sucht mit den Unterwassermikrofonen die Wale. Es dauert auch gar nicht lang und wir können ziemlich weit entfernt einen Wal sehen, gut zu erkennen wenn er seine Wasserfontäne ausbläst.

Nun ist der Wal gefunden und die „M/S Reine“ nimmt Fahrt auf, nach ca. 10min drosselt der Kapitän die Geschwindigkeit und wir warten, nun taucht der Wal ziemlich in unsere Nähe wieder auf und der Kapitän fährt das Schiff langsam von hinten auf ca. 30 Meter an den Wal heran.

Dort liegt nun dieses riesige Tier (ca. 14 Meter und 25-30 Tonnen schwer) ganz ruhig und sammelt Kraft für seinen nächsten Jagdausflug in die Tiefe.

Auch wenn man vom Wal nicht viel sieht, ist es doch ein erhebendes Gefühl, solch ein Tier in freier Wildbahn zu sehen. Das Beste kommt natürlich noch, der Wal bleibt so ca. 10-15 Minuten an der Oberfläche kurz vorm Abtauchen ruft der Kapitän „he is diving - look at the whale“, nun krümmt der Wal seinen Rücken und taucht ganz langsam ab, dabei entstehen dann die typischen Fotos der gehobenen Schwanzflosse, was von der Geräuschkulisse vieler Fotoauslöser klackernd begleitet wird. Dieses Schauspiel können wir 3mal verfolgen und somit hat sich für uns die Buchung der Safari auf jeden Fall gelohnt.

Danach geht es zurück Richtung Hafen, dort hat sich der Nebel inzwischen auch verzogen. Wir gehen zu unserem WoMo und machen uns auf den Weg nach „Stave“ zu „Stave Camping“.

Hier haben wir wieder einen tollen Stellplatz mit direktem Blick auf den einsamen Sandstrand, inzwischen ist auch wieder Sommer, sodass wir Mütze und Jacken ablegen können und unser Abendbrot draußen in kurzen Sommersachen genießen können.

Walsafari / Andenes































Campingplatz













...bald geht es weiter

Spooky am 31 Okt 2014 23:49:39

Grandios! Danke für den tollen Bericht und bitte, bitte MEHR!!!

kurt2 am 01 Nov 2014 11:41:58

Hallo Daniel,
vielen Dank für Deinen exzellent bebilderten Reisebericht.
Super finde ich, dass Du bei jeder Etappe den entsprechenden Kartenausschnitt mit CP/SP und einigen Orten eingeblendet hast. So kann man die Route ohne G…..-M… zu bemühen super einfach nachvollziehen - Einfach genial.
Ich selbst war ja noch nie im Norden, liebäugle jedoch schon einige Zeit damit und sehe mich geradezu gezwungen, diese Reise (zumindest größtenteils) nachzufahren.
Hattest Du die Reise so geplant, oder seid ihr auf`s Geradewohl losgefahren und die Route incl. der CP`s ergab sich spontan?
Wenn ich es richtig deute, dürftest Du bis hierhin (Andenes) keine Maut-/Tunnel-/Brückenkosten gehabt haben, richtig?

frankjasper8 am 01 Nov 2014 13:32:20

Hallo Daniel,

ein schöner Reisebericht und viele wunderschöne Fotos. Die Naturaufnahmen sind Dir sehr gut gelungen. Besonders gefallen mir die Fotos von den Sonnenuntergängen, aber auch die Nebelbilder sind gut. Bei den Walbildern spürt man geradezu die Wellen.

Supertoll! Bitte mehr davon! :eek:

womifahrer am 01 Nov 2014 14:28:04

hallo.....einfach toll,tolle tour u. fotos weiter gerne mehr,gerade jetzt wo bei uns allen der winter vor der tür steht wo die reisen und touren bei uns weniger werden.

danielreichel1981 am 01 Nov 2014 15:55:54

kurt2 hat geschrieben:Hattest Du die Reise so geplant, oder seid ihr auf`s Geradewohl losgefahren und die Route incl. der CP`s ergab sich spontan?
Wenn ich es richtig deute, dürftest Du bis hierhin (Andenes) keine Maut-/Tunnel-/Brückenkosten gehabt haben, richtig?


Hallo Kurt2,

geplant hatten wir die Reise grob. Wir wussten das wir zur Walsafari und auf die Lofoten wollten. Einige andere Ziele hatten wir auch noch, aber das kommt ja noch ;-).

Bei den Stellplätze ist es so, dass wir einige gezielt angefahren haben, andere einfach spontan.

Richtig, bis nach Andenes hatten wir keinerlei Mautgebühren.

Viele
Daniel

danielreichel1981 am 01 Nov 2014 15:56:48

frankjasper8 hat geschrieben:Die Naturaufnahmen sind Dir sehr gut gelungen. Besonders gefallen mir die Fotos von den Sonnenuntergängen, aber auch die Nebelbilder sind gut. Bei den Walbildern spürt man geradezu die Wellen.


Hallo Frank,

für die Fotos ist meine Frau zuständig ;-).

Daniel

kurt2 am 01 Nov 2014 15:58:47

Hallo Daniel,
danke für die Auskunft.

Bin super gespannt wie die Reise weitergeht.

danielreichel1981 am 01 Nov 2014 16:20:26

...so es ist ein wenig Zeit, also weiter:

21.07.2014 - Mitternachtssonne?



Augen auf – und wieder Sommer ?. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Freien wollen wir uns heute das Fischdorf „Nyksund“ anschauen und dann in „Hovden“ einen Stellplatz suchen, um die Mitternachtssonne zu bewundern.

Auf dem Weg Richtung „Nyksund“ halten wir in „Sortland“, wo im Hafen das Schiff „Midnatsol“ von der Hurtigroutenlinie liegt. Wir verweilen ein wenig und schauen beim Ablegemanöver zu, dann geht es weiter Richtung „Nyksund“, die letzten Kilometer zum Fischerdorf muss man auf einer Schotterstraße zurücklegen, was aber kein Problem darstellt. Nyksund wird nicht mehr durch Fischer bewohnt, aber es gibt einige Restaurants, Bars und kleine Läden. Die restaurierten Häuser lassen erahnen, wie man hier früher gelebt hat.

Nun aber weiter Richtung „Hovden“, dort angekommen fahren wir bis an das Ende der Mole am Außenhafen, der dortige Stellplatz gefällt uns aber nicht sonderlich, sodass wir zurückfahren. Auf dem Rückweg in einem Wohngebiet erspähen wir ein Schild „fresh fish for sale“, wir fragen nach und unsere Frage wurde auch in gutem Deutsch beantwortet, der Hausherr ist zwar Norweger, hat aber viele deutsche Freunde. Wir kaufen 2 frische Flundern für € 6,-, da kann man nicht meckern ?.

Ein weiteres Stück zurück sehen wir 2 Wohnmobile oberhalb des Sandstrandes stehen, es ist noch Platz und wir gesellen uns dazu. Am Abend gab es dann frischen Fisch – lecker.

Nach dem Essen klettern wir auf eine kleine Anhöhe, um die Mitternachtssonne zu sehen, leider ziehen am Horizont Wolkenbändern auf, welche die Sonne verdecken.

unterwegs







Nyksund









unterwegs





Stellplatz und Umgebung










22.07.2014 - Auf die Lofoten



Heute wollen wir weiter auf die „Lofoten“. Wir wachen auf und diesmal begrüßt uns Norwegen mit Nebel. Unsere Wohnmobilnachbarn sind schon zeitig am Morgen gestartet, somit herrscht herrliche Ruhe, welche wir für ein entspanntes Frühstück nutzen.

Wir fahren zurück nach „Sortland“ und dann weiter Richtung „Melbu“, inzwischen hat sich der Nebel verzogen und die Sonne strahlt wieder vom Himmel. In „Stokmarknes“ entsorgen wir das erste Mal in unserem Leben eine Campingtoilette, was aber weniger aufregend ist, als vorher gedacht ?.

In „Melbu“ am Fähranleger angekommen, sehen wir das die Fähre erst in ca. 45 Minuten Richtung „Fiskebøl“ auf den „Lofoten“ startet, also stellen wir das WoMo in die Wartespur und gehen im benachbarten Supermarkt noch ein paar Lebensmittel einkaufen.

Die Fährüberfahrt verläuft ruhig und nach ca. 25 Minuten erreichen wir die „Lofoten“. Direkt nach dem Fährhafen biegen wir scharf rechts auf die Fv888 ab und folgen der Küstenstraße bis wir wieder auf die E10 treffen. Wir stoppen in „Svolvær“ und machen uns in der Touristeninformation über eine Schiffstour zum Trollfjord schlau, der Ticketpavillon wo man die Schiffstour buchen kann, ist nicht mehr besetzt, also werden wir morgen kurz vor Abfahrt unser Glück versuchen.

Die Suche nach einem Stellplatz ist heute etwas schwierig, der empfohlene Stellplatz aus dem Reiseführer ist völlig überlaufen, denn dieser befindet sich an einem Sandstrand und da es heute heiß ist, sind dort sehr viele Menschen baden. So schauen wir uns noch 2 richtige Campingplätze an, welche direkt am Wasser sind, somit aber auch sehr voll. Letztendlich entscheiden wir uns für „Kabelvåg Feriehus & Camping“, einen kleinen, ruhigen Platz mit einem sehr netten Besitzer, welcher uns mit Handschlag begrüßt wie alte Freunde.

Wir kochen etwas, relaxen ein wenig und genießen die Zeit.

unterwegs











Stellplatz







...bald geht es weiter :-)

danielreichel1981 am 01 Nov 2014 16:44:40

23.07.2014 - Trollfjord & Mitternachtssonne die 2.?



Heute wollen wir mit „Trollfjord Cruise“ von „Svolvær“ eine Schiffstour zum berühmten „Trollfjord“ machen.

Wir fahren nach dem Frühstück nach „Svolvær“ und suchen einen Parkplatz für das WoMo. Das WoMo steht und wir machen uns auf den Weg zum Ticketpavillon von „Trollfjord Cruise“. Wir wollen gern eine Tour machen, wo man unterwegs auch angeln kann, auf der „M/S ØYKONGEN“ sind noch Plätze frei, sodass wir kurzerhand buchen.

Da bis zur Abfahrt noch etwas Zeit ist, bummeln wir noch durch „Svolvær“ und schauen uns das kleine Städtchen genauer an.

Unser Schiff ist inzwischen von einer anderen Tour zurück und bereit zum Ablegen, wir haben gute Plätze auf dem Vorderschiff, sodass wir eine tolle Aussicht haben. Leider hat es sich etwas bewölkt, doch uns macht das nicht aus, wir haben warme Sachen mit. Der Kapitän nimmt Kurs auf den „Trollfjord“, nach ca. 1 Stunden Fahrt geht es ans Angeln.

Auf dem Schiff gibt es ca. 8 vorbereitet Angeln mit Pilker und jeder kann sein Glück versuchen. Der Kapitän weiß natürlich wo Fischschwärme stehen (in dem Fall in der Nähe einer Lachsfarm ;-) ), sodass es nicht lang dauert und einige Fische sind an Bord – Susann fängt insgesamt 3 Köhler (Seelachs).

Das Schiff nimmt wieder Fahrt Richtung „Trollfjord“ auf, während aus dem Fisch eine Fischsuppe für die Rückfahrt gekocht wird.

Am „Trollfjord“ angekommen bietet sich uns ein spektakuläres Bild. Die Einfahrt in den „Trollfjord“ ist nur ca. 100 Meter breit, rechts und links erheben sich aber Felswände mit einer Höhe von ungefähr 1000 Metern – man kommt sich irgendwie klein vor ;-).

Auf dem Rückweg gibt es Fischsuppe und der zu viel gefangene Fisch wird an die Möwen verfüttert, welche unser Boot hungrig begleiten. Manchmal kommt wohl auch ein Seeadler zur Fütterung, wir haben aber leider kein Glück.

Zurück in „Svolvær“ gehen wir zum WoMo und siehe da, ein Strafzettel, weil wir kein Parkticket haben – 500,- Kronen = ca. € 60,-. Daniel schaut sich um und entdeckt den Automat, heute Morgen war er von einem LKW verdeckt ;-).

Wir lassen uns nicht beirren und starten Richtung „Henningsvær“ einem beliebten Touristenziel, weil das Dorf dem typischen „norwegischen Postkarten Fischerdorf“ entspricht. Wir ergattern auf dem großen kostenlosen Parkplatz eine Lücke, schlendern durch die Gassen und essen ein Eis. Es ist wirklich ein Postkartenmotiv. Die Fahrt nach und von „Henningsvær“ lohnt sich aber auch, eine tolle Küstenstraße.

Es geht zurück zum WoMo, denn wir wollen heute noch nach „Uttakleiv“, einen neuen „Mitternachtssonnen-Schauversuch“ unternehmen. Wir fahren zurück zur E10, folgen dieser ca. 15 km und biegen nach der Brücke nach links auf die Straße 815 ab. Abseits von der Hauptverkehrsstraße befahren wir eine weitere spektakuläre Küstenstraße ehe wir bei „Leknes“ wieder auf die E10 treffen, welcher wir wieder ein paar Kilometer folgen, um dann nach rechts Richtung Fv826 abzubiegen.

Wir sind anscheinend nicht die einzigen die in die Richtung wollen, denn vor uns fahren noch mehr Autos und Wohnmobile. Kurz vor „Uttakleiv“ hat man für ca. 30 Einwohner einen ca. 1 Kilometer langen Tunnel durch den Berg getrieben, was den Weg im Gegensatz zur alten Straße erheblich verkürzt. In der Bucht kurz vor diesem Tunnel haben viele Norweger private und abgezäunte Stellplätze. In „Uttakleiv“ angekommen sind schon einige Autos und Wohnmobile vor Ort, wir fahren aber nicht bis ganz hoch zum Parkplatz, sondern halten etwas weiter unten links direkt an einer hölzernen Sitzgruppe und einem Wasserhahn.

Bei der Einfahrt haben wir gesehen, dass die Übernachtung pro WoMo 100,- Kronen kostet, somit sichern wir erst einmal den Stellplatz und laufen dann noch einmal ca. 1 km zur „Kasse des Vertrauens“ und bezahlen gern den kleinen Obolus für diesen super Stellplatz.

Es ist wieder tolles Wetter und wir hoffen auf Mitternachtssonne. Wir sitzen oberhalb vom Strand auf unseren Campingstühlen und lassen uns eine kühles Bier schmecken. Nach dem Abendbrot machen wir noch einen Strandspaziergang, doch schon wieder ziehen Wolken und Wind auf, leider wieder keine richtig Mitternachtssonne, also zurück zum WoMo denn es wird ganz schön frisch.

Schifffahrt Trollfjord





















unterwegs Richtung Henningsvær









unterwegs Richtung Uttakleiv























...so das soll es für heute gewesen sein, bald geht es weiter.

Altmaerker39638 am 01 Nov 2014 18:07:21

Hallo Daniel, ein sehr schöner Reisebericht & viele wunderschöne Fotos. :daumen2: Die Naturaufnahmen sind sehr gut gelungen. Da machst Du den Lesern Appetit auf mehr. Weiter so, sind schon ganz gespannt. Der Bericht gibt viele Anregungen. Wollen auch 2015 nach N, diesmal aber bis zum Nordkap und Start in Oslo (Fähre Kiel-Oslo) und dann zurück über S und die Brücken. Joachim

danielreichel1981 am 02 Nov 2014 15:05:50

24.07.2014 - Ausschlafen



Heute ist ausschlafen angesagt, also haben wir auch keinen Wecker gestellt, als wir aufwachen ist es zu unserer eigenen Überraschung doch schon 11.30 Uhr, aber wir haben ja Urlaub und heute steht auch keine große Etappe an.

Nach dem Frühstück fahren wir zurück über „Leknes“ Richtung „Nusfjord“, einem Fischerdorf was heute ein Museum ist. Wir kaufen uns die Tickets und schauen uns das Dorf an, es ist wirklich toll gemacht und in einem Kino kann man sich einen Film über das frühere Leben in „Nusfjord“, als der Ort eine der wichtigsten Fischannahmestellen im Lande war, anschauen.

Unser nächstes Ziel ist „Sund“, laut Reiseführer soll es dort einen Schmied geben, welcher Kormorane aus Eisen schmiedete. Außerdem gibt es noch ein Fischereimuseum. Wir schauen bei beiden nur von außen, da es für uns nicht so interessant scheint.

Da wir spät gestartet sind, machen wir uns auf Richtung „Fredvang“ wo wir heute bei „Fredvang Camping“ übernachten wollen. Es ist ein einfacher Platz, aber er liegt direkt am Strand. Da wir keinen Strom brauchen, finden wir einen schönen ruhigen Stellplatz.

Wir machen einen langen Spaziergang am Strand und halten die Füße in das ca. 13 Grad warme - oder doch besser kalte - Wasser.

Das es recht windig ist, verbringen wir den Abend im Wohnmobil. Morgen wollen wir nach Reine „bergsteigen“.

unterwegs







Nusfjord











unterwegs









Stellplatz und Umgebung













...bald geht es weiter.

danielreichel1981 am 02 Nov 2014 15:45:17

25.07.2014 - Bergsteigen, Fähre und Elche



Norwegen zeigt sich erneut von seiner sommerlichen Seite und wir starten mit strahlendem Sonnenschein in Tag.

Unser Ziel heute ist „Reine“, wo wir den Hausberg von „Reine“, den „Reinebriggen“ bzw. „Reinebringen“ mit einer Höhe von 442 Metern „erklettern“ wollen. Auf dem Parkplatz direkt an der E10 ist nichts mehr frei, also parken wir in „Reine“ am kleinen Dorfplatz.

Wir wandern ca. 1,5 – 2 km Richtung und entlang der E10, bis rechts der Aufstieg zum „Reinebriggen“ beginnt. Von hier geht es nur bergauf, teils gibt es Seile, welche als Hilfe besonders steiler Passagen angebracht sind. Zu unserem Glück scheint heute der heißeste Tag des Sommers zu sein, sodass wir ziemlich ins Schwitzen kommen.

Nach ca. 1 Stunde Aufstieg entschädigt die Aussicht für alles, wir haben genau das Panorama, welche man in vielen Reiseführer, auf Fotos oder Internetseiten sieht. Wir verweilen etwas und treten dann den Abstieg an, welcher genauso oder evtl. noch schwieriger ist, der Pfad ist ziemlich ausgespült, extrem staubig mit losen Steinen und dadurch rutschig, aber auch das können wir bewältigen. Beim Abstieg treffen wir noch auf eine Gruppe Erzgebirger aus Neundorf, kurzer Small-Talk und weiter geht es.

Auf dem Weg zum WoMo kommt uns eine japanische Familie entgegen und fragt ob wir oben waren. Daniel erklärt, dass es sehr steil und schwierig zu gehen ist. Der Vater fragt wie lang der Aufstieg dauert, wir sagen, dass wir 1 Stunde gebraucht haben. Da sagt der Vater siegessicher – „dann schaffen wir das in 2 Stunden“ und dann zogen sie los mit ihren Sandalen und leichtem Schuhwerk.

Ebenfalls auf dem Weg zu WoMo treffen wir 2 Frauen aus Leipzig und plaudern mit den beiden eine Weile, sie sind seit 5 Wochen mit dem Fahrrad unterwegs: Start Trelleborg – Ziel Nordkapp, Rückfahrt über Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. Die beiden waren aber noch frohen Mutes ?.

Am WoMo angekommen mussten wir erst einmal duschen, es war doch ganz schön anstrengend und man sollte wirklich körperlich einigermaßen fit sein und festes Schuhwerk tragen um den „Reinebriggen“ zu erklettern.

Heute wollen wir 18 Uhr die Fähre von „Moskenes“ aufs Festland nach „Bodø“ nehmen. Da noch etwas Zeit ist fahren wir noch nach „Å“ und entspannen bei einem Spaziergang und einem Eis.

Wir fahren jetzt zurück nach „Moskenes“ und können uns direkt auf die „Reserviert-Spur“ stellen, denn das Fährticket hat Daniel schon 2 Tage vorher über das Internet gebucht. Wir essen noch im WoMo Abendbrot und dann kommt auch schon die Fähre, welche uns wieder auf das norwegische Festland bringt. Das WoMo ist im Bauch der Fähre geparkt und wir genießen das Panorama der Lofoten, welches nach einiger Zeit immer kleiner wird und am Horizont verschwindet. Eins ist gewiss – „wir kommen wieder“!

Es ist 22.00 Uhr und „Bodø“ begrüßt uns mit Nieselregen, wir nehmen Kurs auf den „Saltstraumen“, dort ganz in der Nähe ist laut Reiseführer ein Stellplatz, wo wir heute übernachten wollen.

Es ist nicht mehr weit und plötzlich sehen wir links auf einer Wiese einen Elch stehen. Susann zückt schnell die Kamera, aber die will gerade nicht fotografieren. Nun funktioniert sie doch und Susann schießt Fotos, allerdings ist das kleine Objektiv zu lichtschwach, also schnell das Teleobjektiv drauf. Inzwischen hat sich der Elch oder besser die Elchkuh in den Büschen versteckt, sodass wir nicht so ganz optimale Fotos machen.

Aber wir sind stolz – unser erster Elch in freier Wildbahn, die Uhr zeigt ca. 23.15 Uhr und es ist schon ziemlich dämmrig.

Nun aber weiter, doch was ist das, links ein junger Elchbulle, leider können wir nicht sofort anhalten, da hinter uns ein Auto ist. Wir fahren aber bis zur nächsten Wendemöglichkeit und dann noch einmal zurück, leider zeigt uns der Elch nur noch den „Hintern“. Daniel fährt ein Stück weiter und biegt nach links in eine Einfahrt, wo der Weg noch ca. 100 Meter geradeaus geht. Als wir schon wieder zurücksetzen wollen, sehen wir einen großen Elchbullen im Fernlicht ca. 50 Meter vor uns gemütlich aus dem Gebüsch kommen. Zu unserer Überraschung bleibt er direkt auf dem Feldweg stehen und schaut uns neugierig an. Daniel blendet das Licht ab und Susann steigt langsam aus und kann auf ca. 30 Meter an den Elch heran und tolle Fotos machen. Der Elch posiert eine Weile, ehe er weiter seines Weges zieht, etwas weiter bleibt er noch einmal stehen und ganz in seiner Nähe ist auch noch eine Elchkuh zu sehen. 4 Elche innerhalb 30 Minuten :-D!

So nun aber weiter, wir stoppen am „Saltstraumen“ und schauen im Dämmerlicht die Strudel an, da es nach 24 Uhr ist, sind wir inzwischen müde und fahren Richtung Stellplatz. Die Einfahrt ist kurz nach der Saltstraumenbrücke links, ein unscheinbarer Weg, wir fahren natürlich dran vorbei und müssen in der nächsten Ortschaft wenden. Dafür sehen wir Elch Nummer 5 und 6, nämlich eine Elchkuh mit ihrem Jungen mitten auf der Straße im Ort.

Zurück Richtung Stellplatz, dort macht sich gerade ein Gruppe Deutscher bereit zum Angeln. Wir parken das WoMo, essen noch etwas und gehen dann schlafen. Ein toller aber sehr langer Tag.

Reine













unterwegs























...bald geht es weiter :-)

bonjourelfie am 02 Nov 2014 18:26:42

Hallo,
danke für euren tollen Reisebericht mit den phantastischen Fotos. Wir haben in diesem Jahr fast die gleiche Reise gemacht, allerdings ein paar Wochen später, und da war das Wetter leider nicht mehr so gut. Der Reinebringen war in Wolken, aber in Uttakleiv habe ich sogar gebadet. Mein Reisebericht --> Linkist noch nicht vollständig, aber ihr werdet einiges wiedererkennen.Danke fürs Mitreisen.

LGElfie

soletti1 am 02 Nov 2014 21:40:01

Hallo,

tolle Reise habt ihr da gemacht und die Bilder einfach Klasse :ja: .

Freu mich schon wenn es weiter geht und einen Dank für die Mühe den Reisebericht zu schreiben :wink:.

danielreichel1981 am 05 Nov 2014 21:09:51

26.07.2014 - Tschüss Nord-Norwegen



Wir haben etwas länger geschlafen und starten nach dem Frühstück zu einer längeren Reiseetappe, da wir heute bis kurz vor Trondheim fahren wollen.

Wir schauen uns noch einmal die Strudel des „Saltstraumen“ bei Tageslicht an und man muss sagen, es ist wirklich beeindruckend, welche Kräfte dort wirken. Beim „Saltstraumen“ handelt es sich um den stärksten Gezeitenstrom der Welt, d.h. durch den 150 Meter breiten und 2,5 Kilometer langen Sund strömen im Wechsel der Gezeiten ca. 400 Millionen Kubikmeter Wasser, dabei erreicht der Strom eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h.

Weiter geht es über die Straße 812 Richtung E6, dort wollen wir heute einige Kilometer zurücklegen. Wir fahren die E6 durch das Tal der „Lonselva“, ein wirklicher wilder und spektakulärer Fluss. Danach steigt die E6 stetig an, bis sie in über 670m Höhe den Polarkreis erreicht. Hier stoppen wir am Polarkreiszentrum, es gibt einen großen Parkplatz, im Zentrum selbst ein Restaurant und Souvenirs. Auf dem Gelände drum herum stehen viele hundert Steinmännchen, sodass man eigentlich keinen einzelnen Stein mehr auf Boden findet. Das obligatorische Foto knipsen wir natürlich auch noch ?.

Wir wollen weiter, doch da kommt ein deutsches Ehepaar auf uns zu, ihr Reifen verliert Luft und der eigene Kompressor funktioniert nicht. Wir leisten kurzerhand Pannenhilfe, sodass die beiden weiter Richtung Norden bis zur nächsten Werkstatt fahren können.

Für uns geht es weiter Richtung „Mo i Rana“, nun wieder abwärts, die E6 führt wieder durch schöne Tallandschaften Richtung Süden. Unterwegs halten wir am „Laksfossen“, einem spektakulären Wasserfall.

Danach verlassen die Region „Nord-Trondelag“ und somit auch das nördliche Norwegen, damit werden nun auch die Tage wieder wesentlich „kürzer“.

Weiter geht es Richtung „Steinkjer“, hier halten wir und kaufen ein paar Lebensmittel und Grillgut ein.

Laut Reiseführer soll es ganz in der Nähe am „Henningvatnet“ (See) einen Badeplatz geben, wo man auch mit dem WoMo übernachten darf. Wir biegen also in „Steinkjer“ auf die Straße 759 und nach wenigen Kilometer weißt uns ein Schild den Weg Richtung „Henningvatnet“, die Zufahrt ist mautpflichtig (50,- Kronen). Allerdings stehen wir vor einer automatischen Schranke, wo man eigentlich mit Karte zahlen kann, der Automat nimmt aber weder Bargeld, noch unsere VISA- bzw. Maestrokarte. Wir wollten schon aufgeben, da nähert sich ein norwegisches Auto, Daniel fragt die Frau ob sie uns helfen kann, das tut sie gern, zückt ihre Geldkarte und öffnet uns die Schranke, dafür bekommt sie von uns die 50,- Kronen in bar – nett die Norweger ?.

Wir fahren ca. 4 km auf einer Schotterstraße stetig bergauf bis wir auf einem Hochplateau ankommen und den See sehen. Am Badeplatz sind noch ein paar Norweger, welche gegrillt haben, aber ca. 20 Minuten später haben wir dieses Idyll ganz für uns allein.

Der See ist wirklich warm, sodass wir baden, grillen und den Sommerabend genießen, ab und an kommt ein Auto vorbei - Norweger die rund um den See ihre Wochenendhäuser haben.

unterwegs

















Stellplatz










danielreichel1981 am 05 Nov 2014 21:34:58

27.07.2014 - Atlantikstraße



Unser heutiges Ziel – ein Campingplatz in der Nähe der „Trollstigen“, denn diese wollen wir morgen „erklimmen“.

Auf geht es - wieder 4 Kilometer Schotterstraße bergab und dann über die Straße 759 Richtung „Verdal“, wo wir wieder auf die E6 treffen. Nu weiter auf der E6 Richtung „Trondheim“, dort biegen wir auf die E39, dieser folgen wir weiter bis zum Abzweig Richtung „Kristiansund“.

Von „Kristiansund“ bis „Bud“ befahren wir die „Atlantikstraße“, auf dieser Fahrt überquert man 8 Brücken, welche mehrere kleine Inseln miteinander verbinden. Laut der britischen Zeitung „The Guardian“ ist die „Atlantikstraße“ – „Die beste Autostrecke der Welt“. Auch wir fanden es ganz toll und es ist wirklich sehenswert.

Der Straße 64 weiter folgend, fahren wir über „Molde“ und „Åndalsnes“ Richtung „Trollstigen“. Bei „Trollstigen Camping“ wollen wir die Nacht verbringen, um am nächsten Morgen die „Trollstigen“ zu erfahren.

Das Wetter ist wieder super, wir essen im Freien, genießen die umliegende Bergwelt und beobachten den Verkehr an den „Trollstigen“ mit dem Fernglas.

unterwegs

















Stellplatz








danielreichel1981 am 05 Nov 2014 22:13:40

28.07.2014 - Trollstigen & Geirangerfjord



Wir wachen auf und irgendetwas trommelt komisch auf dem WoMo – es regnet ziemlich stark und die „Trollstigen“ sind in Wolken gehüllt.

Also erst einmal in Ruhe frühstücken, leider wird in dieser Zeit das Wetter nicht besser, deshalb warten wir noch etwas.

Gegen 11.00 Uhr die ersten Wolkenlücken, da wir 14.30 Uhr eine Fähre von „Valldal“ nach „Geiranger“ gebucht haben, machen wir uns auf den Weg.

Wir haben Glück und das Wetter wird besser, sodass wir das tolle Panorama auf der Fahrt über die „Trollstigen“ erleben können. Es ziehen zwar immer mal wieder Wolken vorbei, aber das tut der Freude keinen Abbruch. Die „Trollstigen“ führen vom „Isterdal“ in 11 Haarnadelkurven mit ca. 12 % Steigung hinauf auf ca. 700 Meter, das entspricht einer Höhendifferenz von 405 Meter. Im weiteren Verlauf werden noch ca. 850 Meter über Meereshöhe erreicht, ehe es Richtung „Valldal“ bergab geht.

Am Besucherzentrum parken wir das WoMo und spazieren zu den Aussichtsplattformen, wo wir die „Trollstigen“ noch einmal aus der Vogelperspektive bewundern können.

Die Fähre ruft, also geht es weiter Richtung „Valldal“, unterwegs halten wir noch am „Gudbrandsjuvet“. Dabei handelt sich es um eine Schlucht, wo sich das Wasser vom Fluss „Valldola“ bis zu 25 Meter in das Gestein gräbt und tosend in einen Kessel stürzt. Das Naturschauspiel kann von einer Aussichtsplattform gut besichtigt werden.

In „Valldal“ angekommen fahren wir das WoMo direkt zum Fähranleger, kaufen kurz etwas ein und schlendern dann noch etwas durch das Städtchen.

„Valldal“ ist vor allem berühmt wegen seiner Erdbeeren, vom Fjord aus Richtung „Trollstigen“ reiht sich auf 40 Kilometer Länge ein Erdbeerfeld an das nächste, dabei werden hier jährlich ca. 825 Tonnen Erdbeeren geerntet.

Wir sind zurück am Fähranlieger und in der Ferne ist auch schon die „fjord1-Fähre“ zu sehen, ein etwas älteres Modell und ziemlich klein, aber wir hatten ja vorgebucht. Also ab auf die Fähre, dass WoMo abstellen und einen schönen Sitzplatz auf Deck suchen.

Die Fähre fährt über den „Norddalsfjord“ und „Sunnylvsfjord“ in den wohl bekanntesten Fjord Norwegens, den „Geirangerfjord“. Unterwegs erfahren wir allerhand über die Gegend, d.h. alle Bergbauernhöfe, Wasserfälle, Berge und Orte werden erklärt. Es ist quasi eine Fährfahrt mit Reiseführer.

Wir biegen in den „Geirangerfjord“ ein, vorbei an der „Teufelsschlucht“, den „7 Schwestern“ und dem „Freier“. Von weiten kommt uns auch schon ein kleiner Kreuzfahrer entgegen, ein weiterer liegt in Geiranger vor Anker – eine wirklich beeindruckende Kulisse.

Das WoMo hat wieder festen Boden unter den Pneus und wir fahren ein kleines Stück auf dem „Adlerweg“ Richtung „Valldal“. Ein paar Minuten außerhalb von „Geiranger“ liegt der Aussichtspunkt „Flydalsjuvet“, einer der bekanntesten Panoramablicke Norwegens.

Gegen 17 Uhr machen wir uns auf dem Weg zum Campingplatz „Dalen Gaard Familiecamping“, wir lassen „Geiranger“ links liegen, da es im Ort selbst keine großen Attraktionen geben soll. Nach ca. 7 km erreichen wir den Campingplatz, ein kleiner familiengeführter Platz, wenig los und ein herrliches Panorama auf die umliegenden Berge und Wasserfälle.

Wir lassen den Abend in Ruhe beim Essen im Freien ausklingen.

Trollstigen















Valldal -> Geiranger























Stellplatz







...so, erst einmal gut für heute - bald geht es weiter :-)

Hoss am 06 Nov 2014 10:49:02

Hallo,

danke für diesen schönen Reisebericht und den vielen beeindruckenden Bildern. :daumen2:

kurt2 am 06 Nov 2014 11:41:26

Hallo,
wieder eine SUPER Fortsetzung. Danke dafür.

Eine Frage zum 5.letzten Bild (das mit dem Schiff im Fjord, der Ortschaft im Hintergrund und dem CP/SP links vorne):
Ist die Ortschaft im Hintergrund Geiranger und der CP: Grande Hytteutleige og Camping – Geiranger?

danielreichel1981 am 06 Nov 2014 12:09:20

kurt2 hat geschrieben:Eine Frage zum 5.letzten Bild (das mit dem Schiff im Fjord, der Ortschaft im Hintergrund und dem CP/SP links vorne):
Ist die Ortschaft im Hintergrund Geiranger und der CP: Grande Hytteutleige og Camping – Geiranger?


Hallo Kurt,

richtig, der Ort im Hintergrund ist Geiranger.

Der Campingplatz im Vorgrund ist Grande Hytteutleige og Camping – Geiranger, er liegt direkt am Fuße des Adlerweges Richtung Valldal.

Daniel

Malibu640 am 06 Nov 2014 17:48:13

Hallo Daniel

Ich finde deinen Bericht zur jetzigen Zeit sehr unfair, da ich noch auf mein WoMo warte und keine Ferien habe :heul: .
Genau solche Reisen haben uns zum Entschluss geführt, den WW gegen einen KaWa zu tauschen.

Mich würde noch speziell interessieren, wie eure Versorgung war (Wasser, Batterie etc.) bzw. wie das auf den Stellplätzen zu händeln war.

Freue mich auf die Fortsetzungen. :wein:



Elmar

kurt2 am 06 Nov 2014 18:16:56

Hallo Daniel,
vielen Dank. Ich finde die Lage sehr schön.

danielreichel1981 am 06 Nov 2014 21:25:28

Malibu640 hat geschrieben:Mich würde noch speziell interessieren, wie eure Versorgung war (Wasser, Batterie etc.) bzw. wie das auf den Stellplätzen zu händeln war.


Hallo Elmar,

also die Wasserversorgung ist überhaupt kein Problem, denn es gibt überall Versorgungsstationen - zur Not geht es mit Gießkanne aus dem Fluss oder See ;-).

Mit dem Strom hatten wir auch keine Probleme, denn durch die relativ weiten Strecken, waren die Batterien im Aufbau immer voll. Selbst wenn wir auf einem Campingplatz waren, hatten wir meist keinen Strom, vielleicht so 5 mal in den 3 Wochen. Man braucht ja auch nicht wirklich viel Strom, da es meist hell ist. Kochen, Kühlschrank und Warmwasser geht ja über Gas. Fernsehn haben wir nie geschaut und das bisschen Beleuchtung geht über LED-Lampen, also sehr sparsam. Handy, Tablet und Akkus haben wir während der Fahrt geladen.

Also alles kein Problem :-).

Daniel

danielreichel1981 am 06 Nov 2014 22:06:47

29.07.2014 - Auf den Spuren von Peer Gynt



Bevor wir unsere Fahrt Richtung Süden fortsetzen, fahren wir ein kleines Stück zurück Richtung Geiranger um den „Knuten“ zu befahren. Der „Knuten“ wurde im Jahre 1882 im Zuge des Baus der „Geiranger-Straße“ errichtet. Es handelt sich um eine 270-Grad-Schleife, welche angelegt wurde, um Höhe zu gewinnen, damit man eine schwierige Geländepassage überqueren konnte.

Nun fahren wir Richtung „Dalsnibba“, einem Gipfel südlich von „Geiranger“. Die mautpflichtige aber gut asphaltierte Straße führt uns auf knapp 1500 Meter über dem Meeresspiegel. Von hier oben haben wir einen fantastischen Ausblick auf den „Geirangerfjord“ und die umliegende Berg- und Gletscherwelt. Momentan liegen im Fjord 3 große Kreuzfahrer, aber nur 2 sind richtig zu sehen, die „AIDA“ versteckt sich hinter einer Halbinsel, wir können sie nur mit dem Fernglas anhand ihres bunten Schornsteins entdecken.

Wir folgen weiter der Straße 63 und biegen an ihrem Ende rechts auf die 15 Richtung „Stryn“ ab. Nach ca. 15 km geht es nach links auf die Straße 258, welche sich kurvig immer weiter in die Höhe schraubt. Diese Straße ist eine über 100 Jahre alte Touristenstraße – die „Strynefjellstraße“. Wir kommen an das Sommerskigebiet „Stryn“, wo man eigentlich auch immer Sommer Skifahren kann, aber wahrscheinlich war selbst in Norwegen der Winter 2013/2014 zu mild und nicht schneereich genug, denn es gab keinen Skibetrieb. Weiter geht es auf einer Schotterstraße vorbei an Bergseen und durch Hochgebirgslandschaft, bis wir wieder auf die Straße 15 treffen.

Unser Weg führt uns weiter Richtung „Lom“, unterwegs stoppen wir an einem Wasserfall.

In „Lom“ schauen wir uns die „Stabkirche Lom“ aus dem 12. Jahrhundert an und machen einen kleinen Spaziergang durch die Stadt.

Wir rollen weiter auf der 15 bis „Randen“ wo wir scharf rechts auf die Straße 51 abbiegen, am Abzweig der Straße 257 folgen wir dieser durch das Tal des Flusses „Sjoa“ bis wir auf die E6 treffen. Nach ca. 30 km folgen wir in „Harpefoss“ den Hinweisschilder Richtung „Peer-Gynt-Vegen“ – einer gut 60 km langen teilweise mautpflichtigen Hochgebirgsstraße im „Espedalen“.

Da wir uns irgendwie verfahren, zahlen wir einmal Maut an einer „Selbstbedienungsmautstation“, d.h. Geld in einen nummerierten Umschlag, die angehängte Quittung selbst ausfüllen und den Umschlag in einen Kasten werfen.

Als wir unserem Fehler bemerken fahren wir zurück Richtung „Gålå“, kurz nach dem Örtchen eine weitere Mautstation, diesmal aber mit automatischer Schranke, somit müssen wir noch mal Maut zahlen, wir tun es aber gern und weiter geht es. Richtung „Skei“ fahren wir auf dem Hochplateau und halten Ausschau nach einem Stellplatz, leider sind wir etwas spät dran und somit sind alle guten Plätze belegt. Langsam geht es wieder bergab und als wir uns fast schon damit abgefunden haben einen Campingplatz aufzusuchen, sehen wir linkerhand eine Einfahrt, wir halten an und folgen dem Weg zu Fuß, welcher nach ca. 50 Meter zwischen Büschen direkt an einem Bach inkl. Sitzgruppe endet. Da unser WoMo ziemlich schmal ist, jonglieren wir rückwärts bis zur Sitzgruppe, stellen das WoMo mit Hilfe von Keilen und Steinen in Waage und haben doch noch einen sensationellen Platz gefunden.

Direkt am Bach wird es zwar ohne Sonne recht frisch, aber wir haben gut gegessen, sitzen noch eine Weile im Freien und beobachten die Mäuse, welche wenige Meter vor uns ihre Pfade haben und von links nach rechts und wieder zurück sausen.

Knuten





Dalsnibba







unterwegs

















Peer-Gynt-Vegen







Stellplatz







...bald geht es weiter.

danielreichel1981 am 06 Nov 2014 22:21:19

30.07.2014 - Auf Wiedersehen Norwegen



Norwegen ist traurig das wir es heute verlassen, der Himmel weint und es ist neblig. Wir wollen nach „Lillehammer“ zu den Olympiaschanzen. An den Schanzen angekommen ist es trocken und die norwegische Jugend trainiert auf der kleine Schanze, nun wollen wir mit dem Lift hoch auf den Schanzenturm, doch in diesem Moment öffnet der Himmel noch einmal sein Schleusen, sodass wir auf eine Liftfahrt verzichten. Auf dem Rückweg zum WoMo werden wir schon genügend durchgeweicht.

Wir ziehen trockene Sachen an und machen uns auf den Weg gen Süden – „Göteborg“ ist unser Ziel. Nach einer halben Stunde Fahrt scheint dann auch wieder die Sonne und Skandinavien zeigt sich wieder so, wie wir es in den letzten Wochen gewohnt sind. Kurz vor Oslo ist die E6 eine Megabaustelle und es geht zäh voran, Oslo selbst lassen wir links liegen, hier kommen wir später einmal her.

Die Tanknadel liegt eigentlich schon am Boden, wir wollen aber in Schweden tanken, weil es dort günstiger ist, allerdings findet sich nach der Grenze nicht gleich eine Tankstelle, sodass es ziemlich spannend wird. Mit dem letzten Tropfen Diesel rollen wir an eine Tankstelle an einem riesigen Einkaufszentrum und was passiert – unsere Karte wird nicht akzeptiert. Zum Glück geht sie an einer anderen Tanksäule.

Mit gefülltem Tank fahren wir nach Göteborg zu „Lisebergs Camping Askim Strand“ – unser teuerster Campingplatz mit über € 40,- und der mit dem meisten Trubel, was wir gar nicht mehr gewöhnt sind.

Aber alles ist gut, wieder schönes Wetter, somit essen im Freien und ein ausgiebiger Strandspaziergang.

unterwegs







Campingplatz









...bald geht es weiter.

Malibu640 am 06 Nov 2014 22:43:16

Hallo Daniel

welche Kapazität hatte deine Aufbaubatterie?

in meinem neuen WoMo ist eine mit 80 ah verbaut, es könnte eine zweite mit gleicher Leistung eingebaut werden.
Ich weiss nicht ob dies notwendig und sinnvoll für solche Reisen ist.

Danke und

Elmar

danielreichel1981 am 06 Nov 2014 22:46:31

31.07.2014 - Göteborg



Heute ist Kultur angesagt und wir wollen uns Göteborg anschauen. Mit dem WoMo fahren wir in die Stadt und finden auch einen passenden Parkplatz. Parkgebühren kann man in Schweden ganz einfach per Kreditkarte am Parkautomat zahlen, man muss also nicht immer ans Kleingeld denken.

Was wir uns in Göteborg angeschaut haben:
- Sightseeing auf einer Paddan Boots-Tour (Sturm und Regenschauer während der Fahrt, schön durchgeweicht ;-) )
- Markthalle - Saluhallen
- Fischmarkt - Feskekörka
- Haga, ältester Stadtteil Göteborgs
- Hafen
- Nordstan Shoppingcenter

Wir haben einen ersten Eindruck von Göteborg gewonnen, man fühlt sich nicht wie in einer Großstadt und es geht weniger hektisch zu als in Deutschland und die Menschen strahlen eine südländische Gelassenheit aus. Besonders hat uns Haga, ein kleiner Stadtteile mit vielen Holzhäusern, gefallen. Hier gibt es viele kleine Geschäfte und Cafés.
Göteborg ist auf jeden Fall eine Reise wert und wir kommen wieder.

Im Campingführer haben wir einen kleinen Campingplatz in „Vegby“ gefunden, ebenfalls familiär geführt, mit angeschlossenem Supermarkt, modernen Sanitäreinrichtung und direkt an einem See. Es ist fast nichts los und viel ruhiger als am Vortag in „Göteborg“.

Heute wird noch einmal gegrillt und entspannt, bevor es morgen an die südschwedische Küste geht.

Göteborg





















Campingplatz









...bald geht es weiter.

danielreichel1981 am 06 Nov 2014 22:47:40

Malibu640 hat geschrieben:Hallo Daniel

welche Kapazität hatte deine Aufbaubatterie?

in meinem neuen WoMo ist eine mit 80 ah verbaut, es könnte eine zweite mit gleicher Leistung eingebaut werden.
Ich weiss nicht ob dies notwendig und sinnvoll für solche Reisen ist.

Danke und

Elmar


Hallo Elmar

WIr hatten 2 a 80 ah.

Daniel

danielreichel1981 am 06 Nov 2014 23:08:24

01.08.2014 - Auf den Spuren Wallanders



Nach dem Frühstück starten wir gemütlich Richtung Süden, morgen Mittag geht unsere Fähre von „Trelleborg“ zurück nach Deutschland :-(. Aus den Wallander-Krimis kennen wir „Ystad“ und das wollen wir heute noch anschauen, über „Ljungby“ und „Kristianstad“ kommen wir am Nachmittag in „Ystad“ an.

„Ystad“ ist ein schönes Städtchen mit einer ruhigen Fußgängerzone und vielen alten Häuser und Hinterhöfen. Wir spazieren ein wenig durch die Stadt bis zum Hafen und dann zurück zum WoMo. Ein Stück wollen wir noch Richtung „Trelleborg“ fahren, damit wir es morgen nicht so weit haben.

In „Beddingestrand“ finden wir einen ruhigen Stellplatz bei „Granhyddans Camping“. Es ist wieder ein sehr warmer Tag, sodass wir die Badesachen schnappen und noch einmal an die Ostsee gehen, vom Campingplatz ist das einmal über die Straße und dann ca. 200 Meter bis zum Strand.

Das Ostseewasser ist überraschend warm, sodass wir eine ganze Weile im kühlen Nass verbringen.

Am Abend noch einmal schön im Freien essen und schon einmal die letzten Wochen Revue passieren lassen.

Ystad













Campingplatz









...der "Rest" kommt auch gleich noch ;-)

danielreichel1981 am 06 Nov 2014 23:20:26

02.08.2014 - Zurück in die Heimat



Wir schlafen aus und frühstücken ein letztes Mal im Freien auf skandinavischem Boden.

Pünktlich 12 Uhr sind wir am Hafen von „Trelleborg“, wo auch schon viele andere Urlauber auf ihre Heimreise warten. Wir dürfen mit als erstes auf die Fähre und parken rückwärts in einem Eck auf dem Mitteldeck ein. Deshalb kommen wir auch zügig in den Passagierbereich und können noch gute Sitzplätze sichern – die Fähre ist diesmal wesentlich voller als auf der Hinreise.

Bei sommerlichem Wetter ist es wieder eine sehr ruhige Überfahrt, vorbei an den Kreidefelsen von Rügen bis nach „Neu Mukran“, wo wir das Anlegemanöver von Deck aus beobachten.

Es dauert etwas eh wir vom Schiff kommen, nun fahren wir noch schnell tanken und dann ab Richtung Heimat. Wir lassen Rügen hinter uns und fahren relativ flott Richtung Sachsen, ab Brandburg begleitet von Gewittern. Es ist 23.30 Uhr als wir bei unseren Freunden in „Gelobtland“ ankommen, wir werden herzlich begrüßt und mit Kaltgetränken versorgt :-D.

Danach geht es ab ins Bett zur letzten Nacht in „unserem“ WoMo :-).

unterwegs












03.08.2014 - Die letzte Etappe

Wir frühstücken heute zu fünft und danach geht es auf bevor wir die letzten 3,3 Kilometer unter die Räder nehmen und gegen 10.30 Uhr daheim eintreffen.


So, nun ist es geschafft :-). Ich hoffe es gefällt und der Bericht findet noch viele Leser.

Demnächst werde ich mal noch eine Stellplatzliste mit GPS-Daten einstellen.

Viele
Daniel

kurt2 am 07 Nov 2014 11:11:29

Hallo Daniel,
ein grandioser Bericht, der sicher einige User animieren wird (mich eingeschlossen), diese herrliche Landschaft zu erkunden.
Vielen Dank dafür.

sonnenblume58 am 07 Nov 2014 15:53:01

Euer Bericht hat uns sehr gut gefallen,sehr schöne Fotos, sehr interessant und kurzweilig geschrieben.
Wir waren noch nicht in Norwegen oder Schweden, aber bei Lesen des Berichtes bekommt man große Lust.

Vielen Dank für die viele Arbeit die Ihr Euch gemacht habt

Steffi

Silvarado am 07 Nov 2014 22:14:55

Vielen Dank für Deinen Reisebericht und die tollen Bilder! - Weckt Reiselust ;-)

Wie hast Du die Karten hinbekommen - mit StepMap?

,
Klaus

danielreichel1981 am 10 Nov 2014 14:13:10

Silvarado hat geschrieben:Wie hast Du die Karten hinbekommen - mit StepMap?


Hallo Klaus,

richtig, die Karten habe ich mit StepMap erstellt.

Daniel

Silvarado am 10 Nov 2014 15:58:05

Hallo Daniel,

Du hast mich inspiriert!

Die Kartendarstellung wertet den ganzen Reisebericht nochmal so richtig auf.
Toll gemacht!

Danke & ,
Klaus

sunday69 am 10 Nov 2014 22:52:52

Danke sehr für diesen schönen und ausführlichen Bericht. Die Bilder sind der Wahnsinn. Nun weiß ich auch, warum ich nächstes Jahr da hoch fahre...

Heiko

:dankeschoen:

Gast am 10 Nov 2014 23:06:23

Gratuliere zu eurer Reise. Da kann man nur sagen alles richtig gemacht!

Liebe , Alf

Jonah am 11 Nov 2014 02:12:18

Ein toller Reisebericht, den habe ich mit Spannung gelesen. Gerade auch die Kartendarstellung fand ich klasse, so konnte man gut mitreisen und sich vorstellen, auf welcher Höhe ihr euch gerade befunden habt. Ich war zur gleichen Zeit wie ihr in Schweden, aber es war furchtbar heiß und so habe ich nur einen Bruchteil vom dem gemacht was ich eigentlich machen wollte. Hattet ihr in Norwegen keine Mückenplage?

danielreichel1981 am 11 Nov 2014 11:48:43

Jonah hat geschrieben:Hattet ihr in Norwegen keine Mückenplage?


Hallo Michaela,

mit Mücken hatten wir recht wenig am Hut. Außer in Slagnäs, wo die Viecher ziemlich groß und agressiv waren, fanden wir es nicht schlimm. Klar ab und an mal die ein oder andere, aber nicht schlimmer als im Sommer bei uns. Zusätzlich hatten wir Antibrumm, ein Kindermückenschutzmittel und so Räucherspiralen mit. Oft haben wir das aber nicht verwendet.

Viele
Daniel

danielreichel1981 am 12 Nov 2014 12:41:31

Hallo zusammen,

wie versprochen anbei noch unsere Stellplatzliste inkl. GPS-Koordinaten.

Stellplatzliste

Tag--Land--Ort--GPS
1. Tag--Deutschland--Rügen (Stellplatz)--54.475056,13.570556
2. Tag--Schweden--bei Freunden Nähe Mariannelund--wird nicht verraten ;-)
3. Tag--Schweden--Våmhus--61.116506,14.493896
(--> Link)
4. Tag--Schweden--Slagnäs--65.584782,18.173087
(--> Link)
5. Tag--Norwegen--Nähe Narvik (Stellplatz)--68.418699,17.772617
6. Tag--Norwegen--Bleik--69.275589,15.965023
(--> Link)
7. Tag--Norwegen--Stave--69.204552,15.861897
(--> Link )
8. Tag--Norwegen--Hovden (Stellplatz)--68.811057,14.550061
9. Tag--Norwegen--Kabelvåg--68.217434,14.445434
(--> Link)
10. Tag--Norwegen--Uttakleiv (Stellplatz)--68.209303,13.505287
11. Tag--Norwegen--Fredvang--68.098651,13.16264
(--> Link)
12. Tag--Norwegen--Saltstraumen (Stellplatz)--67.224982,14.615486
13. Tag--Norwegen--Henningvatnet (Stellplatz)--63.930037,11.69529
14. Tag--Norwegen--Trollstigen--62.499222,7.67101
(--> Link)
15. Tag--Norwegen--Geiranger / Dalen--62.068845,7.254968
(--> Link)
16. Tag--Norwegen--Peer-Gynt-Vegen (Stellplatz)--61.352978,10.05646
17. Tag--Schweden--Göteborg--57.628229,11.92066
(--> Link)
18. Tag--Schweden--Vegby--57.677677,13.374642
(--> Link)
19. Tag--Schweden--Beddingestrand--55.3645,13.42886
(--> Link)
20. Tag--Deutschland--Marienberg / Gelobtland (Stellplatz)

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