Dometic
cw

Wechselrichter an der Starterbatterie


Gast am 10 Feb 2015 20:00:39

Moin,

ich bin im Internet auf das folgende - wie ich finde sehr interessante - Dokument gestoßen.

Es befasst sich mit dem Einbau eines Wechselrichters an die Starterbatterie. Ich finde alles sehr einleuchtend und wundere mich darüber, dass ich in dem Forum hierzu keine Diskussion gefunden habe.

Was sagen die E-Steuerungs-Profis zu dieser Lösung?

--> Link.

Ich bin mal sehr gespannt...

,
Ludger

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Gast am 10 Feb 2015 20:06:58

Auf Seite 6 unter Risiken stehen die Gründe, warum man das nicht machen sollte.

Darf aber jeder selbst entscheiden.


Ich mein ja bloß, Alf

Gast am 10 Feb 2015 20:14:06

KudlWackerl hat geschrieben:Auf Seite 6 unter Risiken stehen die Gründe, warum man das nicht machen sollte.

Darf aber jeder selbst entscheiden.


Ich mein ja bloß, Alf


... aber ab Seite 7 stehen auch die Lösungsansätze ...

,
Ludger

Helmchen am 10 Feb 2015 20:45:54

Ich halte da nix von. Die Starterbatterie ist absolut tabu und soll zuverlässig den Motor starten, allenfalls max. 30 Min eine Standheizung zur Motorvorwärmung betreiben.
Mit Ladebooster und Wechselrichter an den Bordbatterien kann ich auch während der Fahrt 230-Volt-Geräte betreiben. Aber wozu?

silverdawn am 10 Feb 2015 21:10:04

Helmchen hat geschrieben:
Mit Ladebooster und Wechselrichter an den Bordbatterien kann ich auch während der Fahrt 230-Volt-Geräte betreiben. Aber wozu?



Um im Vollintegrierten die Dachklimaanlage volle Brause mitlaufen zu lassen ! :razz:

Harald

Silvarado am 10 Feb 2015 21:54:43

Also ich kann der Idee etwas abgewinnen:

+ Ich quäle die Aufbaubatterie nicht mit hohen Strömen.
+ Ich habe faktisch einen Moppel.
+ Ich erspare mir den Ladebooster.

Bin auf weitere Meinungen gespannt.


Klaus

Gast am 11 Feb 2015 01:39:49

Silvarado hat geschrieben:Also ich kann der Idee etwas abgewinnen:

+ Ich quäle die Aufbaubatterie nicht mit hohen Strömen.
+ Ich habe faktisch einen Moppel.
+ Ich erspare mir den Ladebooster.

Bin auf weitere Meinungen gespannt.


Klaus

Genau diese Punkte finde ich auch interessant. Dazu kommt noch, dass man ja quasi nicht in die Womo Steuerung eingreift.

,
Ludger

Meule am 11 Feb 2015 01:51:22

Da ist mir einer zuvor gekommen.

Ist ein LzuB-Booster für arme Leute *grins*

Mein neues WoMo ... ein Hymer S 700 ... hat so einen EBL vom Schaudt verbaut. Der Ladestrom auf die Bordbatterien ist lächerlich - 6 - 10 AH.
Da war ich anderes gewohnt von meinem Alpha ... bei AGM-Batterien auch gerne mal 30 AH zum Beginn.

Habe dieses WoMo allerdings erst gerade so lange, dass ich diesen Monat aus der Gewährleistung bin. Dann kann ich anfangen und selbst Hand anlegen.

lg
Meule

kintzi am 11 Feb 2015 04:56:05

Bedenken:
1. WR nahe der St.-Batt (kurze Leitung) bedeutet Unterbringung im Motorraum, der heiß wird , was dem WR ganz sicher zusetzt. Hinter dem Brandschott im Bereich des Armaturenbrettes ist wenig Platz .
2. Entladetiefe d. Starterb. 15% = 15Ah bei einer 100er ist für den WR ein Witz.
3. Jede Wandlung bedeutet Verlust. 12V auf 230V,, die wieder zurück auf 12 f. Aufbaubatt-Ladung = 20-40% Verlust.Der Laderverlust der EVS wird bei Landanschl. vom Landnetz übernommen, hier muß aber die begrenzte Lima ran. Gut, demgegenüber bei 230V wenig Leitungsverluste, der Vorteil ist aber m.E. zu klein.
4. Kühlleistung d.Külis bei 12V etwas geringer, aber wegen der begrenzten elektr. Versorgung durch Lima geht man eh meist auf Gas , um den ersparten Strom (10-15A) in die Versorgerbatt.-Ladung zu stecken.
5. Verkabelungsaufwand , falls EVS nicht unter den Frontsitzen, doch erheblich.
6. Störungsmöglichkeit der zusätzlichen SiS, unterwegs lästig, auch wenn man sein eigener "Kundendienst" mit Lötkolben "on board" ist.

Im übrigen hatten wir ähnliches hier schon durchgekaut mit meist negativen Argumenten.

Ansonsten habe ich in meinem Womo ähnliches System mit ökunom. neg. Erfahrung:
Wegen Kühltr. in Gar.habe ich ein zweites 12V System mit einer 80-100er Batt u. extra 230V-Lader, wahlweise LAS 1218 oder Ctek 25000 angesteckt.
Diese Hängen am internen 230V-Netz , welches in Vorrangsch. mit
1. Außennetz , an 2. Stelle Generator u. an 3. Stelle mit WR betrieben wird.

Stationär je nach Möglichkeit 1 (Außenstr.) oder 2 (Gen.) in Betrieb mit automat. Battladung natürlich beider Systeme (Gen. muß anfänglich bis 950 W bei halbleeren Batts schaufeln).
Auf Reise dann Betrieb über WR, d.h. : Lima lädt St.-Batt, von dieser über 45A-Booster auf 12V Hauptsystem-Batts, von da über fernschaltbaren 1000W-WR auf LAS oder Ctek zur Ladung der Kühltruhenbatt.
Beide Batt-Systeme sind mit je einem uralten Votronik BC (aus '05) überwacht.So kann ich sehen, was der WR aus dem Hauptsystem zieht u. was in die Truhenbatt geht:
Schlechtestes Ergebnis: um 2/3 Verlust.
Z.B. bei Ladestrom 5A f. Truhenbatt bis 15A Entnahme aus Hauptsystem.
Auf Truhenbatt lade ich beim Fahren nur um, wenn Hauptsystem annähernd voll, sonst geht das Hauptsystem ins Minus . Gr. Richi

xbmcg am 11 Feb 2015 10:01:21

Ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Alle nötigen Steuerleitungen für die Zündungs-Steuerung sind im Fahrzeug vorhanden, geht auch ohne SPS.

Ein Eingriff in die Bordelektronik des Basisfahrzeugs würde ich vermeiden, damit es auch in einer Werkstatt
noch reparierbar bleibt.

Die "ausnahmsweise" Nutzung der Bordbatterie für den Wechselrichter kann man auch mit einem Batterie-
Wechselschalter bewerkstelligen, die Nutzung als "Ladebooster" während der Fahrt ist zwar möglich, man
muss aber im Stand dafür sorgen, dass die 220V Seite zum Ladegerät getrennt wird, Perpetuum Mobile
gibt es nicht. Den Kühlschrank während der Fahrt mit 220V betreiben ist OK, im Stand ist die Batterie schnell
leer. Also auch hier muss die Vorrangschaltung abschalten, 12V sind dann effektiver (kleinere Heizpatrone,
keine Wandlungsverluste), oder eben Gas.

Die 10-15 AH, die man so beim Stehen gewinnt, wären mir den Aufwand ehrlich gesagt nicht Wert.
Natürlich ist unterschwellig auch die Maschine des WoMo als "Moppel-Light" hier ein Argument, aber leider
verboten. Ein Moppel und eine Zusatzbatterie wäre für mich deshalb die bessere Lösung, die auch einen
längeren Betrieb von 220V sicherstellt.

Die Ladeboosterei mit Ladegerät / Wechselrichter sind mir suspekt. Wenn man die Batterietrennschalter
des Aufbaus nicht außer Kraft setzt, baut man eine Heizung mit Hilfe des Wechselrichters. Er bezieht
seine Energie aus der Bordbatterie / Lichtmaschine, die zusammengeschaltet ist über den Trennschalter
mit der Aufbaubatterie, die wieder über das 220V Ladegerät mit einer höheren Spannung geladen wird,
die wiederum über die Verbindung zurück auf den Ausgang wirkt.... So was wie ein intelligenter Kurzschluß.

Wenn man während der Fahrt das Bordeigene Trennrelais deaktiviert, wird die Bordbatterie nur noch
vom WR/Ladegerät geladen und nicht mehr direkt ünber die LiMa. Ob das schneller, effizienter und besser ist???

Wenn der WR nicht an ist während der Fahrt, wird auch die Bordbatterie nicht mehr geladen.
Natürlich kann man das alles irgendwie lösen, aber auch die Steuerung verbraucht im Stand Strom.

Wie gesagt, kann man alles machen, aber nicht alles was möglich ist, ist auch effizient und sinnvoll.

Hier war noch mal das Thema Dachklimaanlage mit 220V während der Fahrt... Dafür würde ich einen eigenen
billigen WR spendieren, der fest verkabelt ist und über verzögertes D+ eingeschaltet wird. Eine zusätzliche
LiMa wäre vielleicht sogar noch besser, um die benötigten 2-3kW zu liefern (24V Lima/WR wegen der Ströme
und Querschnitte), da würde auch die Kühlschrankversorgung locker mit abfallen. Hängt vom Basisfahrzeug
ab, ob eine weitere Lima Platz hat und die Motorleistung dafür reicht.

kintzi am 11 Feb 2015 11:05:01

Zitat:
Hier war noch mal das Thema Dachklimaanlage mit 220V während der Fahrt... Dafür würde ich einen eigenen
billigen WR spendieren, der fest verkabelt ist und über verzögertes D+ eingeschaltet wird.

Brauchst Du nicht spendieren, gab/gibt es alles schon seit ünber 10 J, fertig von Waeco u. Truma, mit eigenem Ladeverteiler, auch als Standklimaanlage . Haben nicht viel davon verkauft, setzt starke 12V-Anlage voraus. Meine hatte ich bereits nach 2 Jahren ausgebaut, weil sie bei 600W Aufnahmeleistung 300 Ah Batt-Kapaz. die Batts mordete. Gr. Richi

andwein am 11 Feb 2015 11:24:35

Es wäre interessant zu erfahren, auf welchem Chassis und mit welchen Batteriekapazitäten der Verfasser seine Erfahrungen gemacht hat. Mit LKW-Chassis, 300Ah Startbatterien und 100Ah Aufbaubatterien als Grundlage würde ich in eingen Punkten wahrscheinlich zu ähnlichen Schlüssen kommen. Der Verfasser dieser Dokumentation hat einige Dokumente zum Thema Wohnmobil verfasst, die meiner Meinung nach alle recht fundiert dargelegt sind.
Der TE fragt nach der Meinung der E-Spezialisten.
Ich, für meinen Teil, sage: Sage mir deine Konfiguration und deine Gewohnheiten und ich sage dir, was in meinen Augen die am wirtschaftlich günstigsten umzusetzende Lösung wäre.
Andreas

xbmcg am 11 Feb 2015 11:41:27

Ich denke, es ist ein 3.5t WoMo mit nur einer 95Ah Startbatterie nass und einer 95Ah Bordbatterie.
Das schreibt er auch so und möchte / kann wegen Zuladung keine 2 Wohnbatterie spendieren.
Stattdessen soll die Startbatterie herhalten, um Fön oder Padmaschine kurzzeitig zu versorgen.

Und wenn das schon umgesetzt werden soll, hat er sich Gedanken gemacht, was man noch so alles
mit dem WR während der Fahrt anstellen könnte... An der Stelle wirds kompliziert und aufwendig.

- Kühlschrank
- Ladebooster
- Klima...

Meiner Meinung nach ist die 220V Seite nicht zu Ende gedacht (220V Vorrangschaltung und Anordnung
220V Seitig von Kühlschrank, Bordladegeräte, Batterietrennung). Ich hätte die Geräte vor dem
Vorrangschalter auf der 220V Landstrom-Seite gesetzt und den WR Betrieb nur für die Versorgung der
Bordsteckdosen genutzt, mit (manuellem) Umschalter auf die Bordbatterie bei Bedarf.

Ich bin kein Fan von Nutzung der Startbatterie beim Stehen für irgend welche Verbraucher. Nicht
umsonst ist da ein Trennschalter und eine extra Bordbatterie verbaut.

thomas56 am 11 Feb 2015 11:49:11

ich finde die Idee gut, so brauche ich während der Fahrt die Aufbaubatterie nicht quälen und meine 24V-Lima ist eh nicht ausgelastet.
Bei 2x 140Ah (24V) und 24V-WR erkenne ich kein Problem. Allerdings würde ich es ausschliesslich bei laufenden Motor betreiben.

rkopka am 11 Feb 2015 12:08:58

Meule hat geschrieben:Der Ladestrom auf die Bordbatterien ist lächerlich - 6 - 10 AH.

Strom -> [A]mpere !! [Ah] sind Kapazität und [AH] gibts gar nicht !

kintzi hat geschrieben:1. WR nahe der St.-Batt (kurze Leitung) bedeutet Unterbringung im Motorraum, der heiß wird , was dem WR ganz sicher zusetzt. Hinter dem Brandschott im Bereich des Armaturenbrettes ist wenig Platz .

Und dort ist die Kühlung auch nicht unbedingt einfach. WR(230V) wirst du nur sehr schwer mit der nötigen Wasserdichtheit finden. Und selbst wenn bleibt noch die Frage, wie sie die Wärme loswerden. Außerdem habe ich dann 230V in einem Feuchtbereich.

3. Jede Wandlung bedeutet Verlust. 12V auf 230V,, die wieder zurück auf 12 f. Aufbaubatt-Ladung = 20-40% Verlust.Der Laderverlust der EVS wird bei Landanschl. vom Landnetz übernommen, hier muß aber die begrenzte Lima ran. Gut, demgegenüber bei 230V wenig Leitungsverluste, der Vorteil ist aber m.E. zu klein.

Wenn die Verbraucher weit auseinander liegen, ist der Gewinn an der Leitung wieder wichtiger. Andererseits würde ich einen WR nie in den Motorraum geben, also braucht man da auch schon längere 12V Kabel.

4. Kühlleistung d.Külis bei 12V etwas geringer, aber wegen der begrenzten elektr. Versorgung durch Lima geht man eh meist auf Gas , um den ersparten Strom (10-15A) in die Versorgerbatt.-Ladung zu stecken.

Die Leistung der Patronen ist normalerweise fast gleich. Also sind es eher wieder die Verluste am 12V Kabel.

6. Störungsmöglichkeit der zusätzlichen SiS, unterwegs lästig, auch wenn man sein eigener "Kundendienst" mit Lötkolben "on board" ist.

So was hat man ja auch eher zum Spielen :-)

xbmcg hat geschrieben:Alle nötigen Steuerleitungen für die Zündungs-Steuerung sind im Fahrzeug vorhanden, geht auch ohne SPS.

Dann aber nur während der Fahrt und auch ohne die Sicherheitsaspekte. Wer eine SPS kennt, nimmt halt sowas. Ich würde eher einen uC nehmen.

RK

xbmcg am 11 Feb 2015 12:47:27

Im Grunde hat man Zündungsplus und D+ als Steuerleitung,
den Rest kann eine einfache Relaisverschaltung mit 2 Umschalt - Relais erledigen
und alle Schaltzustände sicherstellen.

Wenn man die Startbatterie nicht belasten will, reicht auch ein
Batterietrennrelais gesteuert über D+ vor dem WR zum Umschalten von Bord
auf Lima Versorgung.

Die SPS / µC verbrauchen auch im Stand Strom, bei den Relais sollte man versuchen
Umschaltrelais zu wählen, die bei fehlender Stromquelle (Lima, Solar) nicht angesteuert
werden müssen, damit sie kein zusätzlichen Strom verbrauchen (Ruhekontakt nutzen
oder bistabile Relais verwenden).

andwein am 12 Feb 2015 11:41:28

Ja!
Andreas

aottenwaelder am 12 Feb 2015 13:56:21

Hallo,

also für mich ist die Starterbatterie absolut tabu!
Gründe:

1. ist in den meisten Fällen eine Blei-Säure Batterie und nicht Zyklenfest. Ist für Anlasser Betrieb ausgelegt (also nur für Sekunden hohe Ströme)
2. Wer schon mal eine leere Starterbatterie am Auto hatte und in der "Pampa" steht weis was warten / laufen / telefonieren ist um den Service zu holen der dann überbrückt.

Wer mal sehen will, wie sowas auch geht:
--> Link

LG

xbmcg am 12 Feb 2015 14:31:35

Hab ich gesehen... Da hast Du die Bazooka ausgepackt. Kann man sicher auch günstiger realisieren,
es wären mir zu viele Batterie-Computer / Laderegler / Batterien (Gewicht) verbaut.

Aber wenn Geld keine Rolex spielt, ist das auch eine schöne Lösung.

Ich hätte vermutlich einen großen Solar-Laderegler genommen und statt 3 Büttner AGM-Batterien
für 320€ / Stück irgend was günstigeres verbaut. Dazu kommen 2* 300€ für den Batteriecomputer
+ 2 * 350 Wp Solaranlage a 2.000€ + 2 Solarcomputer a 100€ komme ich ohne Kleinkram auf ca. 5.800€
Investitionsvolumen (ohne die Wechselrichter).

Mit dem Budget könnte man einiges mehr anstellen:

- flexible Module flach auf dem Dach (leichter)
- großer MPPT Laderegler (mit Computerinterface...)
- LiFeYPO4 Batterie mit 300Ah und Batteriecomputer (hätte fast die doppelte nutzbare Kapazität im
Vergleich zu Deiner Lösung und eine mehrfache Lebensdauer / Zyklenfestigkeit)

- Verzicht auf die AGM Bordbatterie

Das Ganze ohne nenneswerte Erhöhung der Zuladung.

Aber trotzdem, ein schöner Ansatz, Glückwunsch!

andwein am 13 Feb 2015 11:02:38

aottenwaelder hat geschrieben: also für mich ist die Starterbatterie absolut tabu!
2. Wer schon mal eine leere Starterbatterie am Auto hatte und in der "Pampa" steht weis was warten / laufen / telefonieren ist um den Service zu holen der dann überbrückt. LG

Ich gebe dir ja recht, ich würde auch nicht an die Starterbatt gehen (obwohl meine 120Ah hat)
Aber du weißt schon, dass auch du von der (geschonten) Aufbaubatterie zur Starterbatterie überbrücken kannst? Man (frau) braucht nur ein Starthilfekabel.
Andreas

BulliFeeling am 03 Apr 2015 21:50:11

aottenwaelder hat geschrieben:Hallo,

also für mich ist die Starterbatterie absolut tabu!
Gründe:
....LG


Meine Elektrotechniker-Sicht:

Das ist genau die richtige Formulierung !
Ueber Jahrzehnte hinweg haben wir mit Trennrelais, dann Diodenisolatoren und heute Ladebooster und High-Tech eine klare Trennung der Starterbatterie vom Zyklenbetrieb. Das ist einmal die Batterieart (Starter sind keine Zyklenfreunde) aber auch klar die Sicherheit dass man immer morgens oder nach 3 Tagen starten kann.
Wir haben kleine 60Ah Batterien um den Motor zu starten. Die leben immer und werden nicht angefasst.

Die Beobachtung des Autors dieses Papiers im Link zeigt aber auch, dass die Leitungen und Anschluesse meist voellig unterbelichtet werden wenn 2kW WR mit grosser Euphorie gekauft werden. Das sind Stroeme oberhalb des Levels von Schweissgeraeten.
Der technisch saubere Einbau, die Absicherung und die richtige Leistungsauswahl und -verlegung und alles an die Aufbaubatterie ist eine sichere und robuste Loesung. Spielen kann man immer mit allem - nur raten wuerde ich das nicht in einem 20 Seiten-Pamphlet.

, Dirk

Karliblue am 13 Feb 2016 19:09:22

Es wurde hier ja schon viel über den Einbau von Wechselrichter geschrieben, aber meist ging es darum diese an die Wohnraumbatterie/en anzuschließen. Habe hier einen Beitrag in einem anderen Forum gefunden (PDF von Rainer Klasani) wo er im Detail beschreibt wie der Anschluss funktioniert und auch welche Vorteile er bietet.
--> Link

Hier eine Zusammenfassung der Vorteile solch einer Lösung:

- Die Kapazität der Bordbatterie braucht wegen des Wechselrichters nicht erhöht werden. Dadurch wird die Einrüstung kostengünstiger und gewichtsneutraler.

- Für die Zuleitung der 230V in den Aufbau wird nur ein geringer Kabelquerschnitt benötigt. Das senkt die Kosten und spart Gewicht.

- Die Bordbatterie bleibt unbelastet und wird geschont (Erhöhung der Versorgungssicherheit). Folgekosten werden dadurch gesenkt.

- Das im Wohnmobil vorhandenen Ladegerät kann während der Fahrt und im Stand (Motor läuft) die Aufbaubatterie laden. Die Aufladung der Aufbaubatterie mit dem Ladegerät des Aufbaus erfolgt in der Regel schneller, vollständiger und schonender als mit der Lichtmaschine.

- Der Kühlschrank kann während der Fahrt mit 230V betrieben werden und kühlt damit während der Fahrt effektiver als mit 12V und risikoloser als mit Gas.

- Die Einrüstung erfolgt ohne wesentliche Veränderung der vorhandenen Installation/Technik des Wohnmobils und des Basisfahrzeugs. Dadurch bleiben alle Funktionen der elektrischen Anlage des Wohnmobils erhalten.

- Durch die Einspeisung in die vorhandene 230V Verteilung des Wohnmobils können alle Geräte an den im Wohnmobil vorhandenen 230V Steckdosen, sofern die Geräte im Leistungsspektrum des WR liegen, sofort benutzt werden. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten für die 230V Installation.

- Mit der Kombination aus Motor, Lichtmaschine, Starterbatterie und WR steht jederzeit ein kostengünstiger „230V Generator“ zur Verfügung.

- Die Versorgungssicherheit des Wohnmobils wird deutlich größer.

- Änderungen und Erweiterungen an der SPS Steuerung sind jederzeit einfach und flexibel möglich.

Gibt es zu solch einer Lösung hier im Forum schon Erfahrungen bzw. was haltet ihr davon?

Moderation:Beitrag in den bestehenden Thread zu dem Thema verschoben. Mantishrimp


Gast am 13 Feb 2016 22:44:16

Ich persönlich finde diese Idee für MICH total Unnütz -> Gründe wurden schon einige genannt !
Alles dies, was die Starterbatterie kann , KANN DIE AUFBAUBATTERIE schon lange (selbst die kleinsten sind größer wie die Starterbatterien und das Rad kann halt nicht neu erfunden werden ), denn hier wird davon ausgegangen , das das Fahrzeug LÄUFT :!: Da wird auch die Aufbaubatterie genauso geladen .
Ich halte die Installation sogar für noch komplizierter wie die Übliche :arrow: daher wird über diese Methode auch kaum im Forum diskutiert.
Ich müsste den WR im Motorraum unterbringen und zudem Dicke Kabel verlegen .Der Sinn dieser Schaltung ist für mich nicht ersichtlich :!:
- Mit der Kombination aus Motor, Lichtmaschine, Starterbatterie und WR steht jederzeit ein kostengünstiger „230V Generator“ zur Verfügung.
Solch ein Schmarn -> auch dazu muß der Motor laufen , sonst ist genauso nach einer gewissen Zeit Schluß mit lustig und ich kann nicht mal mehr mein Fahrzeug starten :lach:

Meine Meinung : Professionell gestaltetes PDF Dokument wo sich ein Benutzer SEIN WR -Verbrauch schöngeschrieben hat und für 90% der Wohnmobilfahrer nicht verständlich bzw. Nachvollziehbar ist, genauso wie für mich.

Altmaerker39638 am 14 Feb 2016 11:12:37

Hallo, :eek: ich finde: Nicht Alles was THEORETISCH möglich ist / technisch umsetzbar ist auch SINNVOLL. Meine Bordbatterie bleibt jedenfalls dazu da, für was sie eingebaut wurde. Wer auf CP/SP steht mag ja noch dann Hilfe bekommen, aber da wir viel in der freien Natur stehen... ich mag gar nicht daran denken.

faxensatt am 14 Feb 2016 13:01:46

Hallo,

als Anregung für den, der unbedingt 230 V während der Fahrt haben möchte.

--> Link

vlt. Off Topic aber als Lösung für mich die Beste.

Gruß
Thomas

kintzi am 14 Feb 2016 13:47:31

Zitat Karliblue:
Es wurde hier ja schon viel über den Einbau von Wechselrichter geschrieben, aber meist ging es darum diese an die Wohnraumbatterie/en anzuschließen. Habe hier einen Beitrag in einem anderen Forum gefunden (PDF von Rainer Klasani) wo er im Detail beschreibt wie der Anschluss funktioniert und auch welche Vorteile er bietet.
--> Link Zitat Ende

S. Eingangsbeitrag-Link. Hatten wir doch schon vor einem Jahr und lange bekackelt.

Faxensatt: Diese 230V- Generatoren wurden bereits vor 20 Jahren von einem Forenmitglied
eingebaut, allerdings in MAN_Fahrgestell > 7,5 t: 24V Serienmaschine f. Basis-Netz, mächtiger Wandler auf 12V , 900Ah Aufbau-Batt-Kapazität, 230 V Lima
zusätzlich mit 100 oder 120 A Lader. Hatte Schaltpläne, leider bei FP-Crash gehimmelt.
Aber : bau mal bei den Fiats u. Fords eine Zusatz-Lima ein, platzmäßig, antriebsmäßig?
Im Motorraum von VI, wo Du schon serienmäßig an versch.Dinge kaum drankommst !
Gr. Richi

taps am 14 Feb 2016 14:37:22

andwein hat geschrieben:Aber du weißt schon, dass auch du von der (geschonten) Aufbaubatterie zur Starterbatterie überbrücken kannst? Man (frau) braucht nur ein Starthilfekabel.
Andreas

Problem ist dabei nur, dass die Batterien z. Bsp. bei mir im Transit unter Fahrer- und Beifahrersitz untergebracht sind.
Da müßte ich, um mir selber Starthilfe zu geben, beide Sitze ausbauen...
Gruß
Andreas

andwein am 15 Feb 2016 15:51:34

Karliblue hat geschrieben:Es wurde hier ja schon viel über den Einbau von Wechselrichter geschrieben, aber meist ging es darum diese an die Wohnraumbatterie/en anzuschließen. Habe hier einen Beitrag gefunden wo er im Detail beschreibt wie der Anschluss funktioniert und auch welche Vorteile er bietet.

Aber schaut euch auch bitte die Lkws an, die RK ausgebaut hat!! Die Lösung kann schon OK sein, es kommt halt immer auf die Umstände an. Die Womos sollen individuell sein, die Stromlösungen werden als "von der Stange" diskutiert.
"Bedarf ermitteln, Messen, Analysieren und dann darauf eine Lösung finden!!!" Das ist der normale technische Prozess.
Manche machen es allerdings in der Reihenfolge: Lösung kaufen, Probleme Analysieren, Messen, Bedarf ermitteln.
Nur meine Meinung, Andreas

rolf51 am 15 Feb 2016 18:00:36

Hallo,
kann auch etwas dazu beitragen. Ich habe in meinem Womo eine 12V Steckdose, die direkt an die Starterbatterie angeschlossen ist. An der Dose habe ich abends mein Laptop an ein Netzladegerät mit 19V angeschlossen (1-2Std.). Meine Batterie hat es übel genommen, da diese schon nach 4 Jahren deutlich nachgelassen hat. Nach dem 5 Jahr (1 Jahr ohne Netzgerät) ist diese am Ende. Mit 12,8V, Zündung ein und springt auf 12V ohne zu Starten. Habe gerade ein Batterie-Aktivator angeschlossen, mal sehen was in einem Monat herauskommt.

xbmcg am 15 Feb 2016 18:18:02

Beim Diesel kein Wunder, mit Einschalten der Zündung werden die Glühkerzen befeuert,
da fließen ordentliche Ströme auch ohne Anlasser.

Die Startbatterien sind stark überdiensioniert, da sie bei großer Kälte funktionieren müssen, selbst bei
nur noch 50% der Kapazität nach Alterung kann man noch einigermaßen zuverlässig starten, deswegen
hält eine Startbatterie schon mal 10 Jahre. Wenn man sie als Versorgungsbatterie missbraucht, führen tiefere
Entladungen / unvollständige Ladungen während der Fahrt zur schnelleren Alterung / Sulfatierung / Plattenkorrosion
und schließlich Zellschluß und Ausfall. Eine Startbatterie hat viel dünnere stark strukturierte Platten, um möglichst viel
Strom kurzzeitig abzugeben, die verbrauchte Ladung wird sofort nach Motor Start wieder eingeladen.

Schon ein Start-Stopp Betrieb schrottet eine Nassbatterie ziemlich schnell. Dafür wurden schließlich die AGM Dual Use
Batterien entwickelt, die haben dickere Platten und können den Stress besser ab.

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