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anhaengerkupplung

Realisierte lifepo4 Anlagen 1 ... 9, 10, 11, 12, 13


Mimi2020 am 01 Mai 2020 06:31:38

An dieser Stelle muss ich mich bei Lars/ Lisunenergie und Herrn Eichler bedanken, welche mit Rat und Tat sehr schnell geholfen haben.
Danke auch an alle Foristen, die mit ihren Beiträgen den Anstoß zum Beginn dieses Projektes gaben und durch ihre Beispiele viele Fragen beantworteten.

Jetzt stehen 60 Kilo Batterie im Keller und warten auf den Anschluss.
MIMI ist unser Charisma 2. Mal sehen, welche Überraschungen beim Einbau auf uns zukommen.

Ach ja: Ich Versuche ohne Fehler zu schreiben, stehe mit meinem Smartphone aber noch nicht auf einer Höhe.


stoppie am 01 Mai 2020 11:07:20

Mischkaku hat geschrieben:Hallo,
auch ich habe umgestellt auf gelben Strom....

Viele Grüße,
Michael


Das sieht ja superaufgeräumt aus - klasse Montageposition für die gelben Biester. :)

Hans Kroeger am 03 Mai 2020 18:42:28

Hallo LiFe Freunde,
Nachdem ich lange auf dem Thema "Einzelzellenladung" herumgeritten bin, und dabei meinen LiFePO4 Wissensspeicher gefüllt habe, nachdem ich auch ziemlich alle Fehler gemacht habe, die sich einem anbieten, ist mein System jetzt seit Monaten im Wohnmobil eingebaut und macht dort was es soll.
Der Weg war lange. Zunächst hatte ich das Rec BMS gewählt, mit zwei Sicherheitsrelais, und wollte die alte Lade-Hardware weiter verwenden. Besonders schwierig wurde die Einbindung der EFOY Brennstoffzelle, die ich über deren Datenschnittstelle gesteuert habe. Natürlich sollte alles und jedes voll automatisch ablaufen. Die alte Lade Hardware sollte endlich einem Votronic Triple weichen, und das Rec BMS wurde durch durch einen Eigenbau ersetzt, basierend auf den EV Power CB100 Modulen. Aus 2 Sicherheitsrelais wurde eines.
Die Logik Verknüpfung wurden immer raffinierter...und das 100% funktionsfähige Endprodukt .........hängt jetzt als Bild an der Wand, neben einem Marc und einem Hundertwasser.




Den elektronischen Supergau habe ich dann beendet, und mit der Idee KISS = Keep it simple and straight angefangen.
Heraus kam folgende Schaltung, die sich gut in das bestehende System im Wohnmobil integrieren ließ.


Auf der linken Seite ist der Teil des vorhandenen Systemes zu sehen, rechts die neuen Komponenten.
Die Hardware sieht jetzt so aus:





Der Übersichtlichkeit zu Liebe habe ich inzwischen das Schaltbild auf seine wesentlichen Komponenten reduziert. Das sieht dann so aus:



Dargestellt ist die einfachste Version ohne den ELTB. Eine sehr detaillierte Beschreibung zum ELTB findet ihr hier --> Link
Nachdem der Eibau in das Wohnmobil abgeschlossen war, habe ich mich weiter im dem Thema beschäftigt. Dabei sind eine Reihe von BMS Systemen entstanden, die ich dann alle auch in Hardware umgesetzt und ausgiebig getestet habe. Dabei lassen sich die ersten beiden Systeme unkompliziert ohne Löten nachbauen. Hier ist eine Übersicht:



Alle Systeme
- basieren auf den EV Power CBM400 Modulen,
- haben nur ein Sicherheitsrelais für OVP und LVP,
- schalten nach OVP oder LVP NICHT automatisch, sondern nur manuell wieder ein,
- haben einen Stromverbrauch nahe Null nach einem OVP/LVP Ereignis

Hier nun die Frage in die Runde: soll ich diese verschiedenen Varianten hier beschreiben, oder wird das zu viel?

Servus und bleibt gesund,
Hans

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Hans Kroeger am 04 Mai 2020 08:26:48

Hans Kroeger hat geschrieben:Der Übersichtlichkeit zu Liebe habe ich inzwischen das Schaltbild auf seine wesentlichen Komponenten reduziert. Das sieht dann so aus:
.........
Dargestellt ist die einfachste Version ohne den ELTB. Eine sehr detaillierte Beschreibung zum ELTB findet ihr hier......

und die det. Beschreibung für das Schaltbild ist irgendwie verloren gegangen :cry: keine Ahnung was ich da gemacht habe in der Eile.....
sorry, liefere ich später nach.......

lisunenergy am 04 Mai 2020 08:40:04

Siehst Du es ist sehr einfach zu realisieren, und die alte ANALOG Technik ist eben ein russischer Panzer. Läuft und läuft auch voller Dreck.

Hans Kroeger am 04 Mai 2020 09:59:16

Hans Kroeger hat geschrieben: sorry, liefere ich später nach.......

Also, ein neuer Versuch:
Bild[/url

Der Votronic Triple hat einige hervorragende Eigenschaften ,die sich gerade bei der Verwendung von LiFePO4 Zellen sehr bewähren:

1.) Man kann unter 4 verschiedenen LiFePO4 Ladekennlinien wählen, da ist "für jeden was dabei".

2.) Mit einem Schalter kann man von Ladekennlinie auf konstante Stützladung mit 12,8 Volt (maximal halber Strom) schalten. Das ist bei unbenutztem Fahrzeug hilfreich, wenn man die Batterie unter 50% SOC halten will aber sicher gehen möchte, dass die Batterie nicht weiter entladen wird.
Gerade im Winter, wenn man beispielsweise die
Heizung einen Tag vor Abfahrt anwirft um die LiFePO4 Batterien auf Normaltemperatur zu bringen, um sie dann voll zu laden.

3.) Solange man am Netz hängt, wird der Solarladeregler deaktiviert. Dadurch wird sicher gestellt, dass in Ruhezeiten die Batterie nicht jeden Morgen geladen wird. Insbesondere in Verbindung mit der 12,8 Volt Stützladung ist das unverzichtbar.

4.) Bei einer Batterietemperatur unter 0 °C wird der Ladestrom reduziert, auf 2,3 A / 3,5 A / 4,6 A, je nachdem welches Modell verwendet wird.

5.) Bei Temperaturen unter -20 °C oder über +50 °C wird von Ladekennlinie auf 12,8 Volt Stützladung umgeschaltet.

6.) Der Triple liefert eine geregelte Spannung auch dann an das Bordnetz, wenn die LiFePO4 Batterie vom Bordnetz weggeschaltet ist, sei es bewusst manuell, oder durch ein OVP/LVP Ereignis. Diese Eigenschaft kommt der einfachen KISS Variante meines BMS entgegen.

Alles in allem ist der Triple für mich exakt das Gerät, dass zu

- meinem Anwenderprofil,
- meiner 200 Ah Batterie,
- meinem BMS passt.

BMS KISS:

[url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild

KISS: Keep It Simple and Straight
Dieses BMS ist für LiFePO4 12,8 V Batterien (4 Zellen) konzipiert und für geschaltete Ströme bis 1500 Ampere, bzw. 250 Ampere Dauerstrom.
Sehr einfaches zuverlässiges System mit

- großem Balancer Strom (2 Ampere max), und
- Spannungs-Überwachung jeder einzelnen der Zellen. 

Die Überwachungselektronik trennt die Lithium Batterie mit einem Sicherheitsrelais vom Bordnetz, wenn bei einer Zelle die Spannung über 4 Volt steigt (OVP), oder unter 2,5 Volt sinkt (LVP).
Dadurch wird die Batterie stromlos geschaltet und somit vor einer Beschädigung zuverlässig geschützt.
Das Sicherheitsrelais bleibt danach so lange geöffnet, bis es manuell zurückgesetzt wird.
So wird ein wiederholtes Ein-Aus Schalten verhindert. Das ist wichtig, da die CBM400 Module keine Hysterese bei den Spannungsschwellen für LVP und OVP besitzen. Außerdem wird dadurch ein unkontrolliertes Laden / Entladen verhindert.
Bei dieser KISS Version des BMS kann das Sicherheitsrelais mit Hilfe des Ein/Aus/Reset Schalters geöffnet und geschlossen werden.
Eine Besonderheit des Systemes ist, dass der Stromverbrauch des Battery Managenent Systemes nach einem LVP (oder auch OVP) Ereignis, oder nach einer manuellen Öffnung des Relais, zu Null wird. Dadurch wird sicher gestellt, dass die Batterie nach der Trennung vom Bordnetz nicht weiter entladen wird, wie das bei manchen anderen Systemen der Fall ist.
Diese Funktion erlaubt es auch das Sicherheitsrelais als Batterietrennschalter zu verwenden indem man das Relais über den Ein/Aus/Reset bei Bedarf manuell öffnet, wodurch die Batterie stromlos geschaltet wird.
Der Batterie Computer BMV 712 kann mit der Batterie verbunden bleiben, da sein Stromverbrauch weniger als 1 mA beträgt.
Normalerweise wird die BCU Micro 08 Platine direkt am Plus der Batterie angeschlossen, damit sie immer mit Strom versorgt wird (Sieh Schaltbild).
Allerdings verbraucht die BCU nach einem LVP (oder OVP) 24 mA, entsprechend 0,5 Ah pro 24 Stunden. (Diese Angaben vermisse ich in den Unterlagen des Herstellers). Das ist bei einem LVP zu viel bei Anwendungen, die über Tage unbeobachtet sind.
Deshalb wurde die BCU Stromversorgung vom Plus der Batterie entfernt und an der Bordnetz Seite des Sicherheitsrelais angeschlossen.
 Somit wird nach einem LVP die Batterie nicht weiter durch die BCU entladen.
Diese Schaltung setzt allerdings voraus, dass man das von der Batterie getrennte Bordnetz zumindest kurzzeitig mit einer stabilisierten Spannung versorgen kann, um das BMS wieder zu aktivieren und das Relais wieder zu schließen.
So eine stabilisierte Spannung liefern moderne Netzladegeräte oder auch eine Starterbatterie per Notschalter. Notfalls muss man den Motor des Fahrzeuges starten, damit die Starterbatterie dann das Bordnetz versorgt.
Wer das nicht akzeptieren möchte, kann zur Version KISS-A greifen. Dort kann man das BMS unabhängig vom Bordnetz reaktivieren.

Zum Abschluss noch die Hardwareliste, nicht ganz aktuell....



und ein Montage Beispiel:


Ich hoffe, dass ich diesmal nichts vergessen habe.....
Servus Hans

Hans Kroeger am 04 Mai 2020 20:05:51

lisunenergy hat geschrieben:Siehst Du es ist sehr einfach zu realisieren, und die alte ANALOG Technik ist eben ein russischer Panzer. Läuft und läuft auch voller Dreck.

Hallo Lars,
ich bin da ganz bei Dir........die Sojus Kapseln fliegen noch immer, das Space Shuttle ist längst eingemottet.
Ich freue mich jedes mal, wenn ich im Wohnmobil mit meinen diversen Relais spielen kann. Da klappert es wenn man schaltet.......und mein BMS KISS läuft bisher absolut fehlerfrei, genauso, wie die anderen Varianten, die ich inzwischen entwickelt habe.......alles Analoge Technik.....

Wünsche einen schönen Abend, bleib gesund!
Servus Hans

HartyH am 05 Mai 2020 03:53:01

Hallo Hans,

vielen Dank für deine akribische Beschreibung deiner Anlage. Am Anfang war es für mich etwas zu umfangreich, aber ich war am Endergebnis interessiert.
Vom Konzept her würde es mir auch passen. Wobei, ich habe seit 4 Jahren eine 24V/400Ah LiFeYPO mit dem ecs-System, LiPro1-3 passiv, verbaut. Das ist auch der Grund, warum ich nach einem Aktiv-System schaue.

Ob ich einen Umbau vornehme, weiß ich nicht, wahrscheinlich nicht. Wenn es jetzt aber so ein "Boah eh" System wäre, dann eventuell.
Was mir aufgefallen ist, die "Battery-Control-Einheit für externes Relay" gibt es leider nur für 12V, keine 24 Volt Ausführung.
Außerdem haben die Zellen-Module nur einen max. Balancerstrom von 2A, welcher mir zu niedrig ist. Schade! Das EV-System gefällt mir.

Übrigens, viel Spaß mit deiner Anlage.

Grüße aus AUS
Harty

pfeffersalz am 05 Mai 2020 11:21:34

Hans Kroeger hat geschrieben:Hallo LiFe Freunde,
Nachdem ich lange auf dem Thema "Einzelzellenladung" herumgeritten bin, und dabei meinen LiFePO4 Wissensspeicher gefüllt habe, nachdem ich auch ziemlich alle Fehler gemacht habe, die sich einem anbieten, ist mein System jetzt seit Monaten im Wohnmobil eingebaut und macht dort was es soll.
...

Hier nun die Frage in die Runde: soll ich diese verschiedenen Varianten hier beschreiben, oder wird das zu viel?

Servus und bleibt gesund,
Hans


;D

Der Berg kreiste und gebar ... eine Maus!

Die nun endlich von Hans Kröger realisierte Lösung ist nur eine Abwandlung von dem ursprünglichen Bauvorschlag der Foren-Pioniere (welche mittlerweile in den Tiefen der Beiträge verschwunden sind). Als innovativ sehe ich hier den Verzicht auf die Thermoschalter für Temperaturüberwachung in der Verriegelungskette der CBM400-Balancer.

Macht es Sinn darauf zu verzichten? Oder wurde es einfach vergessen? Die üblichen drei Schalter kosten gerade mal 1,50 je Stück.

fschuen am 05 Mai 2020 13:14:58

Sehr hübsch und sauber aufgebaut, Gratulation. Sogar die Balancer sind abgesichert - war das so geplant, oder waren die Kabel zu kurz? Wird auf jeden Fall nicht schaden. Das bistabile Relais ist besonders nett, da ein wesentlicher Teil meiner Kritik an gängigen BMS darin besteht, dass sie nach UVP-Abschaltung noch Strom verbrauchen. Das ist ein bisschen absurd. Der andere Teil bezieht sich aber auf OVP. Da hast du mit 4V pro Zelle einen ordentlichen Abstand, das dürfte normalerweise nicht ansprechen. Wenn aber doch, dann schaltet es mit der Batterie die Stromsenke weg. Wie schnell passiert das denn? Die meisten Schaltungen schalten sehr flott, obwohl die Batterie das problemlos stundenlang mitmacht. Dann geht die Überspannung voll ins Bordnetz; ein Alarm wäre hier meiner Meinung nach passender. Mit oder ohne BMS lassen sich Überspannungen - dem KISS-Prinzip folgend - mit ein bis drei TVS-Dioden wegbügeln, die man an einem günstigen Ort (Trennrelais, EBL ...) ins Bordnetz einbaut. Die schützen äusserst zuverlässig vor Spannungsspitzen, die evtl die Lichtmaschine auswirft, und etwas weniger zuverlässig vor defekten Ladegeräten.

Gruss Manfred

Hans Kroeger am 07 Mai 2020 06:36:36

HartyH hat geschrieben:......
Was mir aufgefallen ist, die "Battery-Control-Einheit für externes Relay" gibt es leider nur für 12V, keine 24 Volt Ausführung.
Außerdem haben die Zellen-Module nur einen max. Balancerstrom von 2A, welcher mir zu niedrig ist. Schade! Das EV-System gefällt mir

Hallo Harty, ich hatte angeboten die verschiedenen von mir entwickelten Versionen hier zu beschreiben. Da ist auch eine Variante für 24 Volt dabei......KISS-B.....
Meine Frage in die Runde, ob ich alle Varianten beschreiben soll blieb aber ohne Antwort! Also habe ich es gelassen.
Ich hätte auch gerne 4 Ampere , und arbeite daran........
Servus Hans

Hans Kroeger am 07 Mai 2020 07:06:43

fschuen hat geschrieben:Sehr hübsch und sauber aufgebaut, Gratulation. Sogar die Balancer sind abgesichert - war das so geplant, oder waren die Kabel zu kurz?

Hallo Manfred, Danke für Dein Lob! ........das war so geplant.......
Das bistabile Relais ist besonders nett, da ein wesentlicher Teil meiner Kritik an gängigen BMS darin besteht, dass sie nach UVP-Abschaltung noch Strom verbrauchen. Das ist ein bisschen absurd.

Genau deshalb schalte ich ja auch den BCU08 Controller aus, was eigentlich vom Hersteller so nicht vorgesehen ist. Genauso warne ich an anderer Stelle vor den Battery Checkern diverser Hersteller.....--> Link

Der andere Teil bezieht sich aber auf OVP. Da hast du mit 4V pro Zelle einen ordentlichen Abstand, das dürfte normalerweise nicht ansprechen. Wenn aber doch, dann schaltet es mit der Batterie die Stromsenke weg. Wie schnell passiert das denn?

Nach 15 Sekunden.....
Die meisten Schaltungen schalten sehr flott, obwohl die Batterie das problemlos stundenlang mitmacht. Dann geht die Überspannung voll ins Bordnetz;

Der Sinn der OVP Abschaltung ist NUR einzelne Zellen bei Überspannung zu schützen. Dabei geht man davon aus, dass die Batterie selbst im grünen Bereich liegt, also im Bordnetz keinen Schaden anrichtet. Beispiel aus meiner Praxis:
Batterie: 14,4 V,
Zelle 1....3: 3,47 V
Zelle 4: 4 Volt

ein Alarm wäre hier meiner Meinung nach passender. ..........Die schützen äusserst zuverlässig vor Spannungsspitzen, die evtl die Lichtmaschine auswirft, und etwas weniger zuverlässig vor defekten Ladegeräten.
kann man machen, brauche ich aber nicht.
Ich habe alle 12 Volt Verbraucher über einen Akkuwächter geschützt. Den Alarm habe ich im BMV700 und im Akkuwächter. Die Lichtmaschine hängt an der Starterbatterie und diese wiederum sollte Spannungsspitzen wegbügeln.....

Servus, und bleib gesund. Hans

HartyH am 07 Mai 2020 10:57:50

Hans Kroeger hat geschrieben:Hallo Harty, ich hatte angeboten die verschiedenen von mir entwickelten Versionen hier zu beschreiben. Da ist auch eine Variante für 24 Volt dabei......KISS-B.....
Meine Frage in die Runde, ob ich alle Varianten beschreiben soll blieb aber ohne Antwort! Also habe ich es gelassen.
Ich hätte auch gerne 4 Ampere , und arbeite daran........
Servus Hans

Hallo Hans,
ja ich habe das gesehen, aber auf den Zellen sind trotzdem die ev-power Module mit "nur" 2Amp Balancerstrom. Wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob das passive oder aktive Balancer sind. Eventuell könntest du etwas dazu schreiben.
Ich warte jetzt mal auf deine Lösung mit >4A-Lösung :ja:

pfeffersalz am 07 Mai 2020 11:02:47

In diesem Thread geht es nicht um Raketentechnik und Gedankenexperimente (dafür hat Hans Kroeger einen ausführlichen Thread) sondern um gebaute Anlagen.

pfeffersalz hat geschrieben: ;D
Als innovativ sehe ich hier den Verzicht auf die Thermoschalter für Temperaturüberwachung in der Verriegelungskette der CBM400-Balancer.

Macht es Sinn darauf zu verzichten? Oder wurde es einfach vergessen? Die üblichen drei Schalter kosten gerade mal 1,50 je Stück.


Ät Hans Kroeger: Die Frage nach dem Verzicht auf die Temperaturüberwachung ist noch nicht beantwortet. Kommt dazu noch Information?

Hans Kroeger am 07 Mai 2020 15:24:08

pfeffersalz hat geschrieben:Ät Hans Kroeger: Die Frage nach dem Verzicht auf die Temperaturüberwachung ist noch nicht beantwortet. Kommt dazu noch Information?

Ich hatte die 3 Thermostate ursprünglich in der Sicherheitsschleife. Dann habe ich sie herausgenommen, weil zu ungenau und 60°C zu hoch, und ersetzt durch exakt einstellbare Elektronik module. Die wiederum haben zuviel Strom verbraucht. Daraufhin habe ich die Elektronik Module modifiziert mit MOS FETs und den Stromverbrauch reduziert. Zum Schluss habe ich mit dem Schwenk zu KISS alles rausgeworfen und ein Thermometermit Fühler installiert. Ich brauche es nur, wenn ich im Winter mein Fahrzeug startklar machen will. Dann starte ich die Heizung, und wenn die Batterietemperatur über +10°C liegt schalte ich das Ladegerät ein. Im normalen Betrieb bleibt meine Batterie im Bereich zwischen 10 und 35 ° C.
Anmerkung: die beschleunigte Alterung von Lithium Batterien beginnt bei +35 °C und nimmt darüber schnell zu. 60°C ist für mich ein absolutes NoGo, ......vielleicht bin ich da übervorsichtig.....

MountainBiker am 07 Mai 2020 15:32:53

Hallo,

da wird etwas verwechselt:

Die Thermoschalter sollen nicht die Batterie schützen, sondern sollen bei einem Defekt in einem Ladegerät vor der Batterie und den Folgen eines unkontrollierten Ladevorgangs schützen!

Hans Kroeger am 07 Mai 2020 15:49:30

HartyH hat geschrieben:Hallo Hans,
ja ich habe das gesehen, aber auf den Zellen sind trotzdem die ev-power Module mit "nur" 2Amp Balancerstrom. Wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob das passive oder aktive Balancer sind. Eventuell könntest du etwas dazu schreiben.
Ich warte jetzt mal auf deine Lösung mit >4A-Lösung :ja:


Die EV Power CBM400 sind passive Balancer. Ihr Nennstrom ist 2 Ampere, es sind inzwischen aber vom Hersteller einige Datenblätter umgeschrieben worden auf nur noch 1,5 Ampere. Ich habe noch die alten mit 2 A. Ich schätze, dass diese Module bei der üblichen Verschraubung mit den Gewindeeinsätzen zu warm werden können, immerhin entstehen bis zu 8 Watt und mehr Verlustleistung. Ich habe meine Module direkt von oben auf die Verbinder aufgeschraubt, um die Wärme zu den Zellen abzuführen. Generell halte ich Balancer mit diskreten Leistungswiderständen für besser geeignet.
In meinen Testaufbauten mit dem ELTB hätte ich gerne 4 A. --> Link Beitrag vom 1. Mai
Deshalb arbeite ich momentan an einem Ersatz für die CBM400, aber das dauert, da ich mich zunächst mit der Protection Elektronik befasse,und erst danach mit dem Balancer Teil.
Eine Bauanleitung zum 4 A Balancer gibt es hier, falls das jemand nachbauen will. --> Link

fschuen am 07 Mai 2020 16:45:44

Klar sind das passive Balancer, die sind ja auf jede Zelle geschraubt. Die machen bei 3,6V auf und leiten Ladestrom an der Zelle vorbei. Für unsere kleinen Batterien, die gelegentlich vollgeladen werden, das Mittel der Wahl. Die Balancerströme sollten nur im Milliamperebereich liegen; daher weiss ich nicht, warum du höhere Ströme haben möchtest. Es spricht aber nichts dagegen, zwei parallel draufzuschrauben.

Aktive Balancer laden aus den volleren Zellen in die leereren und sind folglich ein Stück Elektronik, dass an alle Zellen angeschlossen ist. Da es nur um Unterschiede bei den Zellspannungen geht, ist dafür die Zellchemie egal - im Prinzip kann man die sogar für Bleibatterien nehmen. Die passiven Balancer müssen unbedingt passen (LFP). Da aktive Balancer auch selbst Strom verbrauchen, sind sie eher was für Leute, die die Batterie dauernd verwenden und nicht unbedingt irgendwann vollladen - also vor allem die, die dauerhaft im Womo wohnen.

Gruss Manfred

geralds am 07 Mai 2020 18:46:04

fschuen hat geschrieben:Da aktive Balancer auch selbst Strom verbrauchen, sind sie eher was für Leute, die die Batterie dauernd verwenden und nicht unbedingt irgendwann vollladen - also vor allem die, die dauerhaft im Womo wohnen.

Gruss Manfred


Ich habe aktive Balancer:

--> Link

Ich war selbst überrascht, wie wenig das BMS den Akku entlädt. Das Gerät muss man daher auch bei UVP nicht unbedingt vom Akku trennen.
(Was auch nicht geht.)

Gruß Gerald

HartyH am 08 Mai 2020 01:16:53

fschuen hat geschrieben:Klar sind das passive Balancer, die sind ja auf jede Zelle geschraubt. Die machen bei 3,6V auf und leiten Ladestrom an der Zelle vorbei. Für unsere kleinen Batterien, die gelegentlich vollgeladen werden, das Mittel der Wahl. Die Balancerströme sollten nur im Milliamperebereich liegen; daher weiss ich nicht, warum du höhere Ströme haben möchtest.

Hallo Manfred,

es gibt auch aktive Balancer, welche auf jeder Zelle verschraubt werden, z.B. --> Link

Als ich meine LiFeYPo vor 5,5 Jahren aufgebaut habe, stand ich vor der Entscheidung passive oder aktive Balancer von ecs zu nehmen.
Auf Grund nicht immer positiver Berichte über die aktiven (LiPro1-6 Active) habe ich mich entschieden die passiven (LiPro1-3) zu nehmen.
Trotz angegebenen Balancerstrom von 3A habe ich den Eindruck, daß die Zellen meiner 24/400 nicht richtig balanciert werden.
Aus diesem Grunde liebäugele ich mit einem Umbau auf aktive Balancer.

Hans Kroeger am 08 Mai 2020 07:15:34

fschuen hat geschrieben:....machen bei 3,6V auf und leiten Ladestrom an der Zelle vorbei. Für unsere kleinen Batterien, die gelegentlich vollgeladen werden, das Mittel der Wahl.

Hallo Manfred, ich finde es nicht gut, dass Du hier ständig Deine Meinungen verbreitest, die nicht auf prüfbaren Fakten beruhen. Die genannten Balancer sind analog und beginnen bei 3,5 Volt Strom zu ziehen, der mit zunehmender Spannung bis auf 2 A und mehr steigt. Balancer, die bei 3,6 V "aufmachen" sind digital, On/Off.

Die Balancerströme sollten nur im Milliamperebereich liegen;
.
würde gerne wissen, wie Du das begründest......!

Aktive Balancer laden aus den volleren Zellen in die leereren und sind folglich ein Stück Elektronik, dass an alle Zellen angeschlossen ist.
?????
Da es nur um Unterschiede bei den Zellspannungen geht, ist dafür die Zellchemie egal - im Prinzip kann man die sogar für Bleibatterien nehmen.
......das hast Du offensichtlich nie mit den aktiven Balancern von ECS ausprobiert, die hier genannt wurden.....

Da aktive Balancer auch selbst Strom verbrauchen, sind sie eher was für Leute, die die Batterie dauernd verwenden und nicht unbedingt irgendwann vollladen - also vor allem die, die dauerhaft im Womo wohnen.

???ich habe 12 Stück aktive Balancer von ECS in einer Yacht verbaut. Die Batterie mit diesen Balancern steht seit Oktober im Winterlager, ohne einmal nachgeladen worden zu sein.....

Meine Bitte: keine Meinungen als Fakten darstellen, wenn sie nicht belegbar sind.....ich denke da gerade auch an Deine merkwürdige Milchmädchen Rechnung mit den tausenden von Zyklen und Jahren.....damit vergeudest Du unsere/meine Zeit, wenn wir solche Aussagen kommentieren sollen. Ohne Kommentar bleibt es aber für ein Laien schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Servus Hans

Hans Kroeger am 08 Mai 2020 07:28:00

Trotz angegebenen Balancerstrom von 3A habe ich den Eindruck, daß die Zellen meiner 24/400 nicht richtig balanciert werden.
Aus diesem Grunde liebäugele ich mit einem Umbau auf aktive Balancer.


Ich würde zunächst mal versuchen durch Messung die Funktion der Balancer zu prüfen. Mit 3 A sollte das Balancing kein Problem sein, wenn
- das Ladegerät eine Ladeendspannung von 14 Volt oder mehr liefert,
- und in der Ladeendphase genügend lange bei einem Strom unter 3 Ampere verweilt, also nicht auf Erhaltungsladung umschaltet.
Das kann dauern, wenn Du deutlich gedriftete Zellen einfangen willst, da die hinterherhinkenden Zellen dann ja nur diesen niedrigen Ladestrom bekommen, bis auch sie wieder voll sind.
Balancing ist non mal nur ein Kompromiss.

fschuen am 08 Mai 2020 08:06:31

HartyH hat geschrieben:es gibt auch aktive Balancer, welche auf jeder Zelle verschraubt werden, z.B. --> Link


Oh, wieder was gelernt. Die sind aber untereinander über ein Kabel verbunden - muss ja so sein, da es nur um Differenzspannungen geht. Einzelne, auf Zellen geschraubte Balancer sind immer passiv. Warum hast du den Eindruck, dass die Zellen nicht balanciert sind? Moderne Zellen aus der Massenfertigung haben so geringe Toleranzen, dass sie kaum driften - es gibt auch Anlagen komplett ohne Balancer. Aber natürlich greifen passive Balancer erst bei Vollladung ein, machen also "Top Balancing" bei 100% SOC. Wenn ich unterschiedliche Zellkapazitäten habe, läuft der SOC der einzelnen Zellen bei entladener Batterie auseinander. Das ist nicht weiter schlimm, solange genug Restladung auf der Batterie bleibt, aber ein aktiver Balancer greift unabhängig vom SOC ein. Damit ist die gesamte Batteriekapazität nutzbar.

Zu dem anderen Beitrag: ich bekomme des öfteren Feedback, dass andere gut finden, wenn ich meine Meinung verbreite. Die braucht nicht immer auf Fakten zu beruhen, manches ist auch Erfahrung oder persönliche Vorliebe - aber begründen kann ich das meistens schon. Dem braucht man sich auch nicht anzuschliessen, den jedes Wohnmobil ist anders und bei Menschen sind die Unterschiede noch viel schlimmer. Mit dem Sprachniveau hab ich generell ein Problem: für manche schreib ich zu hochgestochen, für andere zu flapsig. Aber spitzfindig kann ich auch: klar sind passive Balancer analog, aber wären sie digital, würde beim Öffnen die Spannung zusammenbrechen und sie würden wieder schliessen. Das Ergebnis wäre das gleiche.

Gruss Manfred

Hans Kroeger am 08 Mai 2020 13:02:53

fschuen hat geschrieben:Oh, wieder was gelernt. Die sind aber untereinander über ein Kabel verbunden - muss ja so sein, da es nur um Differenzspannungen geht.

Warum liest Du eigentlich nicht zuerst die Beschreibung des Aktiven Balancers, bevor Du wieder Deine falsche Meinung als Fakt darstelst? Dieser Balancer misst keine Differenzspannung!! Er hat nicht mal eine ensprechende Verbindung zu anderen Zellen.

aber ein aktiver Balancer greift unabhängig vom SOC ein.

wieder falsch, der besagte Balancer schaltet wie ein passiver digitaler Balancer bei einer Schwellenspannung der Zelle ein, um dann über einen Gleichspannungswandler Energie von der Zelle in die Batterie zu transformiren. Bei einer niedrigeren Spannung schaltet er wieder ab. Kann man alles nachlesen, bevor man etwas falsches behauptet.

......wenn ich meine Meinung verbreite. Die braucht nicht immer auf Fakten zu beruhen.....

Da bin ich absolut anderer Meinung, da Du so schreibst, als wäre das gesichertes Wissen. Und Deine letzten Beiträgen waren wohl wenig hilfreich für jemanden, der sich mit der Materie vertraut machen möchte. Du stiftest bisher nur Verwirrung.

Tut mir leid, aber ich reagiere zunehmend allergisch bei fake news und Halbwahrheiten, die langsam zur Normalität zu werden drohen....ich hoffe, dass sich dieser Trennt hier nicht ausbreitet.

Servus Hans

pfeffersalz am 08 Mai 2020 16:03:08

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,

da wird etwas verwechselt:

Die Thermoschalter sollen nicht die Batterie schützen, sondern sollen bei einem Defekt in einem Ladegerät vor der Batterie und den Folgen eines unkontrollierten Ladevorgangs schützen!


Das ist der letzte Beitrag welcher mit dem Thema des Thread zu tun hat. Realisierte lifepo4 Anlagen Gibt es dazu keine Antwort?

Hans Kroeger am 12 Mai 2020 19:33:32

Wer rastet.....hier kommt eine Beschreibung meines BMS KISS-A, einschließlich Bauanleitung (ohne Löten).....
Zunächst mal die Übersicht:


Das fertige BMS + ELTB sieht dann so aus:



Hier die Beschreibung, die länglich ist (und vieles von der Version KISS enthält), aber gelesen werden sollte, wenn jemand das Konzept verstehen oder nachbauen möchte:

KISS-A: Keep It Simple and Straight, Version A (Advanced)
ELTB: Einzel-Zellen-Lader-Top-Balancer


Dieses BMS ist für LiFePO4 12,8 V Batterien (4 Zellen) konzipiert und für geschaltete Ströme bis 1500 Ampere, bzw. 250 Ampere Dauerstrom..
Sehr einfaches zuverlässiges System mit 
- großem Balancer Strom, und
- Spannungs-Überwachung jeder einzelnen der Zellen. 
Die Überwachungselektronik trennt die Lithium Batterie mit einem Sicherheitsrelais vom Bordnetz, wenn bei einer Zelle die Spannung über 4 Volt steigt (OVP), oder unter 2,5 Volt sinkt (LVP).
Dadurch wird die Batterie stromlos geschaltet und somit vor einer Beschädigung zuverlässig geschützt.
Das Sicherheitsrelais bleibt danach so lange geöffnet, bis es manuell zurückgesetzt wird.
So wird ein wiederholtes Ein-Aus Schalten verhindert. Das ist wichtig, da die CBM400 Module keine Hysterese bei den Spannungsschwellen für LVP und OVP besitzen.
Bei dieser KISS-A Version des BMS kann das Sicherheitsrelais mit Hilfe des Ein/Aus Schalters geöffnet und geschlossen werden.
Eine Besonderheit des Systemes ist, dass der Stromverbrauch des Battery Managenent Systemes nach einem LVP (oder auch OVP) Ereignis, oder nach einer manuellen Öffnung des Relais, praktisch zu Null wird (< 50 µA !). Dadurch wird sicher gestellt, dass die Batterie nach der Trennung vom Bordnetz nicht weiter entladen wird, wie das bei manchen anderen Systemen der Fall ist.
Diese Funktion erlaubt es auch das Sicherheitsrelais als Batterietrennschalter zu verwenden indem man das Relais über den Ein/Aus Schalter bei Bedarf manuell öffnet, wodurch die Batterie stromlos geschaltet wird.
Der Batterie Computer BMV 712 kann mit der Batterie verbunden bleiben, da sein Stromverbrauch weniger als 1 mA beträgt.
Eine weitere Besonderheit des Systemes ist, dass mit Hilfe des Einzelzellen-Lader-Top-Balancers (ELTB) schonend bei etwa 3,55 Volt alle Zellen einzeln balanciert (initialisiert) werden können. Das ermöglicht es die regelmäßige Ladung der Batterie mit einer niedrigen (schonenden) Spannung von beispielsweise 13,9 bis 14,0 Volt vorzunehmen, wenn dann gelegentlich mit dem ELTB Modul das Top Balancing mit etwa 3,55 Volt vorgenommen wird. In diesem Fall wird zunächst die Batterie auf 13,9 bis 14,0 Volt geladen. Dann wird das Bordnetz über das Sicherheitsrelais von der Batterie getrennt, bevor das ELTB Modul aktiviert wird (ELTB Ein/Aus Schalter). Diesen Vorgang kann man sich wie eine Wartung der Batterie vorstellen.
Die Häufigkeit richtet sich nach der Anzahl der Lade-Entlade-Zyklen, aber auch nach der Standzeit ohne Zyklen, und nach der Verfügbarkeit einer 230 Volt Steckdose. Dabei ist die Dauer der Initialisierung abhängig davon, wie sehr die Zellen gedriftet sind. Eine Drift von beispielsweise 2 Ah ist in 3 bis 5 Stunden ausbalanciert. Es ist nicht außergewöhnlich, wenn bei sehr starker Drift, das Top Balancing 20 Stunden oder mehr dauert. Das Ende des Vorganges ist erreicht, wenn die Batteriespannung 14,2 Volt beträgt und stabil ist, entsprechend 3,55 Volt für alle 4 Zellen. Dann sollte man den ELTB wieder ausschalten. Nicht vergessen danach auch das Sicherheitsrelais wieder zu schließen.

Normalerweise wird die BCU Micro 08 Platine direkt am Plus der Batterie angeschlossen, damit sie immer mit Strom versorgt wird.
Allerdings verbraucht die BCU nach einem LVP (oder OVP) 24 mA, entsprechend 0,5 Ah pro 24 Stunden, oder 3,5 Ah !! Pro Woche. (Diese Angaben vermisse ich in den Unterlagen des Herstellers). Das ist bei einem LVP zu viel bei Anwendungen, die über Tage unbeobachtet sind. Nach einer Woche +/- wäre die Batterie tiefentladen und möglicherweise zerstört.
Deshalb wurde die BCU Stromversorgung vom Plus der Batterie entfernt und an der Bordnetz Seite des Sicherheitsrelais angeschlossen.
Somit wird nach einem LVP die Batterie nicht weiter durch die BCU entladen.
Anders als bei der einfachen KISS Version, setzt diese Schaltung nicht voraus, dass man das von der Batterie getrennte Bordnetz mit einer stabilisierten Spannung versorgen kann, um das BMS wieder zu aktivieren.
Bei der KISS-A Version geschieht die Reaktivierung des BMS in dem man
- die Reset Taste gedrückt hält,
- während man den Schalter zwischen den Positionen Ein-Aus-Ein hin und her schaltet, und
- nach etwa 1 Sekunde die Reset Taste wieder los lässt.
Die hier dargestellt Variante lässt sich sehr einfach nachbauen. Die meisten Elemente werden mit Doppelgeklebeband befestigt. Die Verbindung werden ohne Löten geschraubt oder geklemmt.

Jetzt folgt Schritt für Schritt eine bebilderte Bauanleitung:


Alles mit doppeltem Klebeband geklebt:




Den Stecker fest auf das Relais schiben bis er einrastet, dann mit dem grauen Schieber verriegeln...


Fertig......Servus Hans

LSNM am 12 Mai 2020 23:26:38

Ganz herzlichen Dank für deine Mühe und Zeit diese Dokumentation hier zur Verfügung zu stellen. Chapeau!

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 07:04:19

LSNM hat geschrieben:Ganz herzlichen Dank für deine Mühe und Zeit diese Dokumentation hier zur Verfügung zu stellen. Chapeau!

Danke! Hier ist noch das Gesamtschaltbild mit BMS



Servus Hans

Henri1 am 13 Mai 2020 07:32:16

Moin Hans Kröger
Ganz tolle Sache die du gebaut hast, wenn ich könnte würde ich dir ein + geben.
Meine Frage:
Kann man die OVP - UVP Überwachung für ein 4S-3P 180A (winston) System erweitern?
Vielen Dank schon mal.
Gruß

andwein am 13 Mai 2020 10:45:00

Für Beschreibung, Dokumentation und Ausführung muss man einen Punkt vergeben, was ich hiermit getan habe!
Einfach gut
Gruß Andreas

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 10:58:55

Henri1 hat geschrieben:Moin Hans Kröger
Ganz tolle Sache die du gebaut hast, wenn ich könnte würde ich dir ein + geben.
Meine Frage:
Kann man die OVP - UVP Überwachung für ein 4S-3P 180A (winston) System erweitern?
Vielen Dank schon mal.
Gruß


Die OVP-UVP Überwachung geht ohne Probleme. Aber folgendes ist zu beachten.
1. Wenn das eine klassische 4S3P Konfiguration ist , wie im folgenden Bild oben gezeigt, dann musst Du natürlich auf jede Zelle einen CBM400 Modul schrauben. Die Schleife geht dann durch alle 12 Module.
Der ELTB geht in dieser Konfiguration nicht, den musst Du einfach weglassen.
2. Wenn das eine 4S3P Konfiguration ist , wie im folgenden Bild unten gezeigt, dann musst Du natürlich nur auf die 4 parallelgeschalteten 3'er Blöcke je ein CBM400 Modul schrauben. Die Schleife geht dann durch die 4 Module.
Der ELTB geht in dieser Konfiguration.



Servus Hans

fschuen am 13 Mai 2020 11:27:00

Hans Kroeger hat geschrieben:Warum liest Du eigentlich nicht zuerst die Beschreibung des Aktiven Balancers, bevor Du wieder Deine falsche Meinung als Fakt darstelst? Dieser Balancer misst keine Differenzspannung!! Er hat nicht mal eine ensprechende Verbindung zu anderen Zellen.


Gut, hab ich gemacht - aus Interesse, weil man auf Einzelzellen logischerweise nur passives Balancing machen kann (aktives Balancing beruht auf Differenzspannung zwischen den Zellen). CBM400: ein ganz normaler passiver Balancer, mit Shunt-Regelung auf der Zelle. Da ist nix mit Aktiv. Sicher ein gutes Teil, hat einen Signalausgang und ist fünfmal so teuer wie vergleichbares Zeug. Ich empfehle eine Fortsetzung des Lernvorgangs - hier ein guter Einstieg: --> Link

Aber ohne mich, ich bin hier raus - der Tonfall k*tzt mich an.

Gruss Manfred

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 11:54:06

fschuen hat geschrieben:Gut, hab ich gemacht - aus Interesse, weil man auf Einzelzellen logischerweise nur passives Balancing machen kann (aktives Balancing beruht auf Differenzspannung zwischen den Zellen).

Egal wie oft Du das behautest, es bleibt trotzdem falsch, also hast Du keinen Grund beleidigt zu sein. Deine Behauptung bezog sich auf diesen AKTIVEN Balancer,

--> Link

der definitiv keine Differenzspannung misst. Hör mal, ich habe 12 Stück davon in einer Yacht verbaut, bei der ich die Verantwortung trage, dass alles seriös ist und funktioniert.

CBM400: ein ganz normaler passiver Balancer, mit Shunt-Regelung auf der Zelle. Da ist nix mit Aktiv.

Hat auch nie jemand behauptet!
Sicher ein gutes Teil, hat einen Signalausgang und ist fünfmal so teuer wie vergleichbares Zeug..


Der CBM 400 kostet weniger als 30 €. Nenne doch einfach mal vergleichbare Module für 6 €, statt irgendwas einfach zu behaupten.

Aber ohne mich, ich bin hier raus - der Tonfall k*tzt mich an.


Solange Du nicht sorgfältiger persönliche Meinungen und Behauptungen von Fakten trennst werde ich Dich nicht vermissen.

Henri1 am 13 Mai 2020 11:55:41

Moin Hans Kroeger
Danke für die Antwort, so hatte ich es mir auch gedacht.
Mach dann eine Bestellliste und werde die Sache umsetzen.

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 12:02:53

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,da wird etwas verwechselt:
Die Thermoschalter sollen nicht die Batterie schützen, sondern sollen bei einem Defekt in einem Ladegerät vor der Batterie und den Folgen eines unkontrollierten Ladevorgangs schützen!

pfeffersalz hat geschrieben:Das ist der letzte Beitrag welcher mit dem Thema des Thread zu tun hat. Realisierte lifepo4 Anlagen Gibt es dazu keine Antwort?

Also ich verstehe den Kommentar von MountainBiker nicht, kann aber gerne aufklären:
Es geht nach meinem Verständnis um diese Anwendung von Thermostaten:



Die Funktion ist ganz einfach: Wenn, aus welchen Gründen auch immer, die gemessene Temperatur über 60°C +/- steigt, dann öffnet einer oder mehrere Thermostate, unterbricht damit die Sicherheitsschleife und löst eine OVP/UVP Abschaltung aus.
Wenn die Ursache des Temperaturanstieges im Ladekreis liegt, wird diese abgeschaltet und dadurch eine weitere Erhitzung unterbunden.

MountainBiker am 13 Mai 2020 13:38:41

Hallo,

Wenn, aus welchen Gründen auch immer, die gemessene Temperatur über 60°C +/- steigt, dann öffnet einer oder mehrere Thermostate, unterbricht damit die Sicherheitsschleife und löst eine OVP/UVP Abschaltung aus


Das ist korrekt, aber wie in meinen Kommentar soll damit ist erster Linie die Betriebssicherheit des "Batteriesystems" sichergestellt werden, dabei ist nicht die Erhöhung der Lebensdauer des Akkus gemeint und dafür ist die Genauigkeit der Thermoschalter mehr als ausreichend (für etwas anderes waren diese niemals gedacht)!

Warum kann die Zelltemperatur steigen:
-Fehler in der Ladetechnik
-Ausfall eines Balancers
-Übermäßiger Entladestrom
-Degenerative Veränderungen der Zelle/Zelldefekte
...

Diese Thermoschalter sind sozusagen eine Notbremse! Es gibt keinen Grund darauf zu verzichten, zusätzliche Sicherheit hat noch nie geschadet!

pfeffersalz am 13 Mai 2020 14:08:01

Henri1 hat geschrieben:Moin Hans Kroeger
Danke für die Antwort, so hatte ich es mir auch gedacht.
Mach dann eine Bestellliste und werde die Sache umsetzen.


Davor kann bei dieser unüberlegten Realisierung ohne Trennung von OVP und UVP sowie ohne Übertemperaturschutz nur dringend gewarnt werden! Lieber den mit weniger bunten Bildern aber mehr Praxisbezug realisierten Bauvorschlägen der anderen User folgen. Bin da eher bei Lysunenergy --> Link oder --> Link als bei Hans Kröger. :lach:

pfeffersalz am 13 Mai 2020 15:31:15

pfeffersalz hat geschrieben: Bin da eher bei Lysunenergy --> Link oder --> Link als bei Hans Kröger. :lach:


Oder noch detaillierter hier: --> Link . Wobei da die Thermoschalter nicht zwischen den Zellen sondern oberhalb montiert sind?

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 15:32:22

pfeffersalz hat geschrieben:Davor kann bei dieser unüberlegten Realisierung ohne Trennung von OVP und UVP sowie ohne Übertemperaturschutz nur dringend gewarnt werden!....

Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Du bezeichnest meine KISS Version als unüberlegte Realisierung und machst dich über meine bunten Bilder lustig, und meinst sogar vor dieser Schaltung warnen zu müssen....Wie wäre es, wenn Du dann auch etwas mehr Zeit investierst und Deinen Gedankengang beschreibst....statt nur zu kritisieren?
Konstruktive Kritik ja, aber einfach nur schlecht machen ohne Substanz ist billig.
Mein Gedankengang und die Funktionsweise der Schaltung ist ausführlich beschrieben, das Prinzip KISS, so einfach wie möglich, und wer meint er bräuchte Thermostaten, ich habe genau beschrieben, wie das geht. Wer OVP und LVP getrennt haben möchte, auch gut. Ich würde aber niemals wagen vor anderen Schaltungen zu warnen, da jede Schaltung ein Kompromiss ist, mit Vor- und mit Nachteilen, mit unterschiedlichen Kosten. Insbesondere hängt die Wahl der Schaltung entscheidend davon ab, wie jemand diese betreibt! ....und das kann man absolut nicht verallgemeinern. Natürlich kann man warnen, wenn eine Schaltung fehlerhaft ist, so wie früher, das "flatternde Relais" wegen der fehlenden Hysterese bei den Schaltschwellen. Aber Deine Warnung hat keine Substanz, also erspare mir in Zukunft solche Art von Kommentaren. Jedenfalls werde ich sie nicht mehr beantworten.
Servus Hans

pfeffersalz am 13 Mai 2020 15:37:44

Hans Kroeger hat geschrieben: Aber Deine Warnung hat keine Substanz, also erspare mir in Zukunft solche Art von Kommentaren. Jedenfalls werde ich sie nicht mehr beantworten.
Servus Hans


Bist sowieso die Antwort auf die fehlende Temperaturfunktion (Was soll man denn da weiter begründen? wurde schon fünf mal von drei Usern - Mountainbiker - fschuen - ich - gepostet. ) schuldig geblieben. Meine Warnung ist nicht für dich, sondern für die User im Forum die das vielleicht nachbauen. Hier in diesem Thread geht es um realisierte Anlagen. Es sind sehr viele mustergültig gebaute, einfache und funktionale Anlagen gezeigt worden. Bei deiner Anlage fehlt die Temperatur-Überwachung. So einfach ist das. Also nicht empfehlenswert zum Nachbau! Das Thema ist jetzt aber wirklich durch ...

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 15:38:59

pfeffersalz hat geschrieben:Bin da eher bei Lysunenergy --> Link oder --> Link als bei Hans Kröger. :lach:


pfeffersalz hat geschrieben:Oder noch detaillierter hier: --> Link . Wobei da die Thermoschalter nicht zwischen den Zellen sondern oberhalb montiert sind?


Das ist eine tolle Anleitung, die weit über das hinaus geht, was ich gemacht habe!!! Aber Du widersprichst Dir selbst. Wenn ich das richtig gesehen habe ist die Anlage ohne getrennte OVP LVP Kreise. Ich dachte davor ist zu warnen??????

MountainBiker am 13 Mai 2020 15:55:47

Bitte macht nicht diesen tollen Thread kaputt!

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 16:00:20

pfeffersalz hat geschrieben: Bist sowieso die Antwort auf die fehlende Temperaturfunktion (Was soll man denn da weiter begründen? wurde schon fünf mal von drei Usern - Mountainbiker - fschuen - ich - gepostet. ) schuldig geblieben. ......

Bei deiner Anlage fehlt die Temperatur-Überwachung. So einfach ist das. Also nicht empfehlenswert zum Nachbau! Das Thema ist jetzt aber wirklich durch ...


Mein letzter Kommentar an pfeffersalz und die anderen Wadelbeiser: entweder wir haben hier eine sachliche, konstruktive und rein faktenbezogene positive Diskussion, oder ich verabschiede mich wieder von dieser Diskussionsrunde.
Wir hatten das schon mal.....mancher mag sich daran erinnern. Ich bin 77 Jahre alt, ich habe viel Arbeit im Labor, wo ich unter anderen an Balancern und Protection Circuits arbeite. Warum sollte ich hier im Forum Zeit verbringen, wenn der Ton wieder so rauh und unfreundlich wird?
Für mich sind die besagten Kommentare nicht nur unqualifiziert, sondern einfach ärgerlich, und das brauche ich wirklich nicht!
Servus Hans

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 16:19:04

Hans Kroeger hat geschrieben: Noch zu den Aktiven Balancern.....

--> Link

der definitiv keine Differenzspannung misst. Hör mal, ich habe 12 Stück davon in einer Yacht verbaut, bei der ich die Verantwortung trage, dass alles seriös ist und funktioniert


Hier noch ein Bild meiner Anlage 200 Ah Anlage mit BMS für eine Yacht am Bodensee:



Kaum zu glauben, aber eine besondere Herausforderung war es Sicherungen zu finden, die bis 50 Volt zugelassen sind....

Servus Hans

MountainBiker am 13 Mai 2020 16:40:05

Hallo,

Herausforderung war es Sicherungen zu finden, die bis 50 Volt zugelassen


nicht nur Sicherungen, auch "hochstromfähige Schalter und Relais" sind da ein Problem - einmal Abschalten bei 200A Strom machen die meisten noch mit, leider sind dann oft die Kontakte abgebrannt!


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