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Realisierte lifepo4 Anlagen 1 ... 9, 10, 11, 12, 13


fschuen am 13 Mai 2020 16:41:00

Widerspruch ist immer auch eine Form der Anerkennung - daher richtet sich das folgende explizit an die Community, die an korrekten Informationen interessiert ist:

Hans Kroeger hat geschrieben:Deine Behauptung bezog sich auf diesen AKTIVEN Balancer,
--> Link
der definitiv keine Differenzspannung misst.


Wer dem Link folgt und die Beschreibung liest, stellt fest, dass es sich tatsächlich um aktive Balancer handelt, die auf die Zellen aufgeschraubt werden. Aktive Balancer laden die Zellen mit niedriger Spannung aus denen mit höherer Spannung, das steht auch in der Beschreibung. Das funktioniert bei den Modulen, indem diese mit Flachbandkabel miteinander verbunden werden. Ohne dieses Verschalten zu einem Modul ist aktives Balancing schlicht und ergreifend nicht möglich. Ein passiver Balancer kümmert sich dagegen Stand-Alone um eine einzelne Zelle, hat dafür aber eine fix vorgegebene Schwellenspannung. Das muss dann für LFP-Akkus auch die LFP-Version mit 3,5 oder 3,6 V sein.

Hans Kroeger hat geschrieben:Der CBM 400 kostet weniger als 30 €. Nenne doch einfach mal vergleichbare Module für 6 €, statt irgendwas einfach zu behaupten.


Dreifuffzich: --> Link
Ein Fünfer: --> Link

Für den Fall, dass jemand günstig eine LFP-Anlage realisieren möchte. Bitte dann hier posten, um zum Thema zurückzukommen.

Gruss Manfred


geralds am 13 Mai 2020 18:11:20

Hans Kroeger hat geschrieben:Deine Behauptung bezog sich auf diesen AKTIVEN Balancer,
--> Link
der definitiv keine Differenzspannung misst.


fschuen hat geschrieben:Widerspruch ist immer auch eine Form der Anerkennung - daher richtet sich das folgende explizit an die Community, die an korrekten Informationen interessiert ist:

fschuen hat geschrieben:Aktive Balancer laden die Zellen mit niedriger Spannung aus denen mit höherer Spannung, das steht auch in der Beschreibung. Das funktioniert bei den Modulen, indem diese mit Flachbandkabel miteinander verbunden werden. Ohne dieses Verschalten zu einem Modul ist aktives Balancing schlicht und ergreifend nicht möglich.
Gruss Manfred


Hallo Manfred,
lies doch nochmal nach.

Das Flachbandkabel ist hier --> Link auf Seite 23 beschrieben.
Es dient nicht der Differenzmessung sondern 4xRS485 + OVP + LVP.

Zitat aus der Bedienungsanleitung Seite 5:
Übersteigt die Spannung einer Zelle die Balancer Spannung, „entnimmt“ der eingebaute Ladungsausgleicher (Balancer) einen Strom, der die Ladung dieser Zelle reduziert um so die Spannung konstant zu halten.
Der entnommene Strom wird über einen DC/DC Wandler auf die gesamt Spannung der Batterie transformiert und dort wieder eingespeist. Dadurch wird dieser Strom den anderen,weniger geladenen Zellen, zusätzlich zugefügt.


Der entnommene Strom wird also auf 14,x V transformiert.

Es gibt zwar Balancer die direkt von Zelle zu Zelle laden (mein BMS macht das), aber diese Module nicht.

Gruß Gerald

P.s. Wobei ich auch nicht verstehe, warum pfeffersalz davor warnt, OVP und LVP über ein gemeinsames Relais zu schalten.
Ich mache das so. Rückstellen muss ich in jedem Fall manuell, worin ich aber keinen Nachteil sehe. Wenn eine Abschaltung erfolgt ist, möchte ich in jedem Fall erst mal ergründen warum, bevor ich wieder zuschalte. Im Normalbetrieb erwarte ich keine Abschaltung. So tief entlade ich meinen Akku nicht. Und OVP kommt nicht, wenn alles i.O. ist. Da muss ja ein Ladegerät oder das BMS nicht richtig arbeiten. (Oder eine Zelle hat einen Defekt.)

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 18:19:57

MountainBiker hat geschrieben:nicht nur Sicherungen, auch "hochstromfähige Schalter und Relais" sind da ein Problem - einmal Abschalten bei 200A Strom machen die meisten noch mit, leider sind dann oft die Kontakte abgebrannt!

...die größere Herausforderung bei einem Power Relais ist, den angegebenen Dauerstrom zu ertragen ohne zu überhitzen. Bei meinem BMS kann das Relais 250 A Dauerstrom, wenn es über 70 bis 90 qmm Kabel angeschlossen wird, die dann die Wärme abführen. Das selbe Relais schaltet 1500 A bei 14 Volt Gleichspannung. Bei höheren Gleichspannungen sind die schaltbaren Ströme geringer. Man muss auch aufpassen, wenn Relais mit Strömen für 250 V Wechselspannung angegeben werden. Ein Relais kann in der Regel sehr viel höhere Wechselströme schalten als Gleichströme!
Servus Hans

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Hans Kroeger am 13 Mai 2020 18:31:35

geralds hat geschrieben:Der entnommene Strom wird über einen DC/DC Wandler auf die gesamt Spannung der Batterie transformiert und dort wieder eingespeist. Dadurch wird dieser Strom den anderen,weniger geladenen Zellen, zusätzlich zugefügt.
Der entnommene Strom wird also auf 14,x V transformiert.

Genau so ist es. In meinem Fall der Yacht Batterien wird sogar auf 42,x Volt hochtransformiert. Das funktioniert wunderbar. Der Vorteil dieser Aktiven Balancer ist, dass sie bei hohen Balancerströmen wenig Verlustwärme erzeugen. Das war in meinem Fall entscheidend.
Übrigens habe ich dabei die OVP und die LVP Sicherheitsschleifen (also 2 mal 12 Modulausgänge) hintereinander geschaltet, um dann über ein Koppelrelais das 500 A Powerrelais anzusteuern.
Servus Hans

Hans Kroeger am 13 Mai 2020 18:54:10

Hans Kroeger hat geschrieben:...die größere Herausforderung bei einem Power Relais ist, den angegebenen Dauerstrom zu ertragen ohne zu überhitzen.

Anmerkung 1: hier wurde gelegentlich das 500 A Relais von Blue Sea angesprochen --> Link
Für einen Dauerstrom von 500 A empfielt der Hersteller Kabel mit 2 mal 120 qmm Querschnitt. Das ist rein mechanische eine große Herausforderung.....und lässt sich meist nur mit massiven Kupferschienen bewältigen. Das ist nur was für Fachleute!!
Anmerkung 2: Zwischen Hauptsicherung und Relais sollte ein "Stück" Kabel sein, oder eine Kupferschiene. Ich hatte ursprünglich meine Hauptsicherung direkt am Relais angeschraubt, und damit einen Hotspot erzeugt. Jetzt ist zwischen Hauptsicherung und Relais etwa 15 cm Kabel mit 50 qmm, und alles ist wieder gut.

fschuen am 14 Mai 2020 15:06:44

geralds hat geschrieben:Hallo Manfred,
lies doch nochmal nach.

...

Der entnommene Strom wird also auf 14,x V transformiert.

Es gibt zwar Balancer die direkt von Zelle zu Zelle laden (mein BMS macht das), aber diese Module nicht.


Hallo Gerald, danke für den Hinweis. Hätte ich auch selbst drauf kommen können, aber ich hab beim zweiten oder dritten Widerspruch aufgehört zu lesen. Bei den Dingern handelt es sich damit schlicht und ergreifend nicht um aktive Balancer. Passive Balancer greifen bei der Ladeschlussspannung pro Zelle ein, und wo ein Shunt-Regler den anfallenden Strom einfach verbrät, wird er hier umweltschonend weiterverwendet. Warum man diesen Aufwand bei den kleinen Balancer-Strömen treibt, erschliesst sich mir nicht, aber dadurch wird das Balancing nicht "aktiv". Aktives Balancing findet bei jedem SOC statt, kann damit Kapazitätsunterschiede zwischen den Zellen ausgleichen und ist m.E. vor allem dann sinnvoll, wenn die Batterien nie vollgeladen werden.

Gruss Manfred

geralds am 14 Mai 2020 16:41:46

Hallo Manfred,

gibt es überhaupt eine eindeutige Definition für aktive Balancer?
Faktor bezeichnet diese Module jedenfalls so:
"Neues Batterie Management System (BMS) zur Zellüberwachung und aktivem Ladungsausgleich (Aktives Balancing)."

Ich verstehe unter aktiven Balancing (wie ich schon mal gelesen habe):
"Aktive Balancer-Boards leiten überschüssige Energie von den Zellen mit der höchsten Spannung in Zellen um, die noch geladen werden müssen."
Das wäre dann unabhängig davon ob das bei jedem SOC passiert.

LiTrade beschreibt es so:
"Desweiteren eignet sich das System durch das dynamische Balancing, welches ab 3,4V beginnt."
und an anderer Stelle: "Der Equalizer gleicht immer mehrere Zellen gleichzeitig an."

Ich habe mich bewusst für das BMS von LiTrade entschieden, da ich, wenn ich unterwegs bis, meinen Küli bei >13,6V auf Batteriebetrieb und bei <13,3V wieder auf Gas schalte. Am Stromnetz hänge ich so gut wie nie. Daher wollte ich keine Top-Balancer, die erst bei >14V balancieren.
Das funktioniert erstaunlicherweise sehr gut. Bei sonnigem Wetter läuft der Küli fast den ganzen Tag auf 12V und der Akku bleibt trotzdem balanziert. Die Spannungsunterschiede der Zellen sind nie mehr wie 0,01V. Und wenn der Kühlschrank am Ende der Reise ausgeschaltet wird und die Spannung auf > 13,6V steigt, arbeiten die Balancer selten und wenn nur sehr kurz. Ich habe das schon mehrfach getestet, indem ich die Module über einen Schalter vom Regler trenne. Nach dem Wiedereinschalten versucht der Regler dann auf Ladeentspannung von 14,2V zu gehen.


Gruß Gerald

Hans Kroeger am 14 Mai 2020 18:01:03

geralds hat geschrieben:Ich verstehe unter aktiven Balancing (wie ich schon mal gelesen habe):
"Aktive Balancer-Boards leiten überschüssige Energie von den Zellen mit der höchsten Spannung in Zellen um, die noch geladen werden müssen."
Das wäre dann unabhängig davon ob das bei jedem SOC passiert.

Gute Definition.
LiTrade beschreibt es so:
"Desweiteren eignet sich das System durch das dynamische Balancing, welches ab 3,4V beginnt."
und an anderer Stelle: "Der Equalizer gleicht immer mehrere Zellen gleichzeitig an."


Hallo Geralds, was Du schreibst klingt sehr vernünftig.
Anmerkung: unter 3,4 Volt macht das Balancing auf Grund momentan gemessener Spannungen keinen Sinn. Die Zellenspannungen sind dann weniger durch den Ladezustand bestimmt, als durch die unterschiedlichen Innenwiderstände der Zellen. Deshalb kann dann das Balancing bei "großen" Strömen sogar kontraproduktiv sein. Es wurde gezeigt, dass ausgeglichene Zellen erst durch das Balancing im mittleren SOC Bereich zum Driften gebracht wurden!
Die Profis messen übrigens im Spannungsbereich über 3,5 Volt die Driftwerte, speichern diese dann ab, um dann im Bereich unter 3,4 Volt entsprechend der gespeicherten Werte zu balancieren, also unabhängig vom momentanen Spannungswert der Zellen. Aber das macht man natürlich nicht in unserer Liga....
Servus Hans

HartyH am 15 Mai 2020 02:38:40

geralds hat geschrieben:Ich habe mich bewusst für das BMS von LiTrade entschieden, da ich....

Hallo Gerald,

welches BMS von LiTrade hast du Verbaut?
Das "16S-PMOS V. 3.0" oder das "Balancer/Equalizer Protect V3.3" ?

Ich will nicht unbedingt mein ecs-System ersetzen, aber trotzdem schaue ich mich nach aktiven Balancersystemen für meine LiFeYPo um.
Ob ich das Thema Zellbalancing zu kritisch sehe, kann ich momentan nicht einschätzen.

Beobachtet habe ich, dass meine LiFeYPo zum größten Teil in einem Bereich etwas über 3,4V - 3,45V/Zelle betrieben wird. Die Batterie wurde nur im Sommer auf 100%, das entspricht 3,6V/Zelle, geladen. Das Topbalancing fängt aber erst bei 3,65V/Zelle an. Richtiger, einige Zellen erreichen diese 3,65V und dieser Balancer wird aktiv.

Auf alle Fälle ist dieser threat hier interessant, obwohl wir fast eine eigenen mit dem Namen "Balancer" aufmachen müßten.

Hans Kroeger am 15 Mai 2020 06:30:08

HartyH hat geschrieben:Auf alle Fälle ist dieser threat hier interessant, obwohl wir fast eine eigenen mit dem Namen "Balancer" aufmachen müßten.


vielleicht würde das hier passen: --> Link

HartyH am 15 Mai 2020 07:00:26

Hans Kroeger hat geschrieben:vielleicht würde das hier passen: --> Link

Dankeschön, :ja:

geralds am 15 Mai 2020 10:33:14

HartyH hat geschrieben:Hallo Gerald,

welches BMS von LiTrade hast du Verbaut?
Das "16S-PMOS V. 3.0" oder das "Balancer/Equalizer Protect V3.3" ?


Ich habe das Protect V3.3

HartyH hat geschrieben:Beobachtet habe ich, dass meine LiFeYPo zum größten Teil in einem Bereich etwas über 3,4V - 3,45V/Zelle betrieben wird. Die Batterie wurde nur im Sommer auf 100%, das entspricht 3,6V/Zelle, geladen. Das Topbalancing fängt aber erst bei 3,65V/Zelle an. Richtiger, einige Zellen erreichen diese 3,65V und dieser Balancer wird aktiv.


Ich habe keine LiFeYPo4 sondern LiFePo4. (Die Winston haben nicht in mein Batteriefach gepasst, zu hoch)
Meine Zellen sind mit einer max. Spannung von 3,65V angegeben.
Ich glaube aber, dass auch die LiFeYPo4 bei 3,4V - 3,45V/Zelle nahezu voll sind. Meine Zellen liegen (Ohne Küli-Nutzung) auch meist bei dem Spannungsniveau. Ich wollte mal sehen, welche Kapazität ich noch laden kann, wenn ich auf 14,2V (3,55V/Zelle) auflade.
Ergebnis: In den 220Ah Akku passten noch ca. 1,5Ah. Das kann man vernachlässigen.

Ich würde da an Deiner Stelle nichts unternehmen. Für die Winston-Zellen sollte das Balancing bei 3,65V passen.
Auf welche Ladeendspannung lädst Du Deinen Akku auf?

Gruß Gerald

pfeffersalz am 15 Mai 2020 10:42:38

geralds hat geschrieben:
Gruß Gerald

P.s. Wobei ich auch nicht verstehe, warum pfeffersalz davor warnt, OVP und LVP über ein gemeinsames Relais zu schalten.
Ich mache das so.



Gerald, das hast du vermutlich falsch verstanden? OVP und UVP gemeinsam zu behandeln ist nicht SO schlimm, es ist nur sehr unkomfortabel. Der Grund es so zu machen liegt wohl nur in der Verwendung der billigen EV-Balancer ohne getrennte Auswertung für OVP/UVP. Insofern ist das vorgestellte System HansKröger praktisch funktionsgleich mit dem bekannten System der Pioniere (10 Jahre ist das her) aus diesem Forum (Acki und einige weitere), welches derzeit von Fa. Lisunenergy direkt und über Wohnmobilservice Peter, Faktor.de und Notnagel-Marine vermarktet wird. Teils wurden damals die Systeme übrigens bereits mit getrennten UVP/OVP und elektronischen (solid-state) Relais gebaut, das gefällt mir tatsächlich besser und ist nicht teurer. Meine Frage zum vorgestellten System bezieht sich nur auf die fehlende Überwachung der Batterietemperatur. Bei einem Technologen (HansKröger) welcher sich derart detailliert mit den verschiedensten Aspekten der Zellenüberwachung beschäftigt hat, dass man fast denken könnte die Stromversorgung wäre für ein Weltraumteleskop designed (little Scherzle :wink: ) , wundert es mich, dass diese bewährte und billige Funktion fehlt. Es erstaunt mich sehr, dass dazu keine streßfreie Antwort kommt. Mein Eindruck: es wurde vergessen?

Ob es gebraucht wird ist eh unklar, hier im Forum habe ich keinen einzigen Bericht über eine Übertemperatur-Auslösung gefunden. Fragen wird erlaubt sein?

Hans Kroeger hat geschrieben:Hallo LiFe Freunde,
Nachdem ich lange auf dem Thema "Einzelzellenladung" herumgeritten bin, ...



Auf der linken Seite ist der Teil des vorhandenen Systemes zu sehen, rechts die neuen Komponenten.
...
Hier nun die Frage in die Runde: soll ich diese verschiedenen Varianten hier beschreiben, oder wird das zu viel?

Servus und bleibt gesund,
Hans


Nochmals die Antwort auf deine Frage: Für die Beschreibung einzelner Komponenten lieber viele eigene Threads eröffnen, hier lenkt es vom Thema des Threads "realisierte Anlagen" ab.

HartyH am 15 Mai 2020 13:44:59

geralds hat geschrieben:Ich würde da an Deiner Stelle nichts unternehmen. Für die Winston-Zellen sollte das Balancing bei 3,65V passen.
Auf welche Ladeendspannung lädst Du Deinen Akku auf?

Hallo Gerald,

vielen Dank für deine Info. Ich hatte mir den Parallelthreat nochmal angeschaut und dort auch deine Aussage zu deinem System gefunden.

Die Ladeendspannung ist 28,8V das sind dann 3,6V/Zelle.
Wenn ich die 3,65V/Zelle ausnutzen würde, käme ich auf 29,2V und das erscheint mir für mein 24V-System doch etwas zu hoch.
Eventuell irre ich mich auch.

geralds am 15 Mai 2020 15:20:41

HartyH hat geschrieben:
Die Ladeendspannung ist 28,8V das sind dann 3,6V/Zelle.
Wenn ich die 3,65V/Zelle ausnutzen würde, käme ich auf 29,2V und das erscheint mir für mein 24V-System doch etwas zu hoch.
Eventuell irre ich mich auch.


Hallo Harty,

das mit 28,8V (3,6V/Zelle) passt doch für Dein 24V System. Höher würde ich nicht gehen. Und wenn eine Zelle dann mal höher geht, wird sie bei 3,65 wieder "eingefangen".
Kann man so lassen.

Gruß Gerald

Hans Kroeger am 15 Mai 2020 16:15:45

pfeffersalz hat geschrieben:Gerald, das hast du vermutlich falsch verstanden? OVP und UVP gemeinsam zu behandeln ist nicht SO schlimm, es ist nur sehr unkomfortabel. Der Grund es so zu machen liegt wohl nur in der Verwendung der billigen EV-Balancer ohne getrennte Auswertung für OVP/UVP.

Absolut nicht!! Der Grund liegt darin mit nur einem Sicherheitsrelais auszukommen, KISS! Bei einer meiner verwirklicheten Batterieanlagen führe ich deshalb extra die getrennten OVP und LVP Schleifen zusammen.....

Insofern ist das vorgestellte System HansKröger praktisch funktionsgleich mit dem bekannten System der Pioniere (10 Jahre ist das her)

Schade, dann habe ich mir die Mühe ja völlig umsonst gemacht... :idea: Inzwischen habe ich 6 verschiedene BMS Systeme gebaut und getestet...
Du musst erst mal in das Detail bei all den "gleichen" Anlagen schauen, um deren "Unterschiede" zu finden. Natürlich haben die Anlagen alle eine Zellen-Schutz-Funktion, und eine Balancing-Funktion. Dann kommen aber schon die Unterschiede. Ein wesentliches Merkmal ist die Wahl der Komponenten, deren Preis, der Zusammenbau, notwendige Vorkenntnisse, die Bedienung, der Stromverbrauch nach einem UVP !, die Unterstützung später bei Problemen.
Was Lars (Lisunenergy) macht ist vorbildlich, wenn jemand preisgünstig einen kompletten Bausatz kaufen möchte, und nach dem einfachen Zusammenbau einen Supersupport haben möchte von einem echten Fachmann. Das steht doch außer Zweifel.
Mein Ansatz war aber anders, und das habe ich ja ausführlich (vielleicht zu ausführlich für ungeduldige Leser?) beschrieben, auch gehört dazu natürlich auch meine ELTB Schaltung ....übrigens kennst Du ja gar nicht meine KISS-B Variante, oder meine KISS-A 500 Variante, weil ich diese mangels Interesse hier nicht beschrieben habe.

Bei einem Technologen (HansKröger) welcher sich derart detailliert mit den verschiedensten Aspekten der Zellenüberwachung beschäftigt hat, dass man fast denken könnte die Stromversorgung wäre für ein Weltraumteleskop designed (little Scherzle :wink: )


:roll: ....ist das jetzt Zufall oder kennst Du tatsächlich meine berufliche Vergangenheit?

Meine Frage zum vorgestellten System bezieht sich nur auf die fehlende Überwachung der Batterietemperatur, .....wundert es mich, dass diese bewährte und billige Funktion fehlt. Es erstaunt mich sehr, dass dazu keine streßfreie Antwort kommt. Mein Eindruck: es wurde vergessen?

Stress....Vergessen? Quatsch...kannst Du die Wadelbeiserei nicht einfach mal sein lassen?
Ich habe genau beschrieben, dass diese Funktion bei mir in verschiedensten Versionen (Elektronik, mit Relais, mit MOS-FET ,Thermostat....) vorhanden war, und dann herausgeflogen ist.
Kurze Begründung:
1.) ich kann mir keinen Fehler denken, bei dem die Batterietemperatur über 60 °C steigt, ohne vorher ein OVP oder LVP auszulösen. Sollte eine Zelle durch Dendriten kurzgeschlossen sein, dann kann die Abschaltung bei 60 °C Zellaußentemperatur auch kaum mehr was retten.
2.) 3 Thermostate sind 3 Fehlerquellen....
3.) Da man hier auch anderer Meinung sein kann, habe ich mein Schaltbild mit Thermostaten nachgereicht. Jeder kann selbst entscheiden, ob, oder ob nicht.
4.) Ein Mitleser hat meine Anlage nachgebaut und die Thermostate zusätzlich eingebaut, und das ist gut so.
5.) Für den Normalbetrieb sollte man spätestens bei 40 °C , besser bei 35 °C eingreifen, d.h. die Temperatur möglichst wieder herunterbringen. Dafür sind aber mechanische Thermostate nicht geeignet. Dabei hilft in der Regel auch nicht das Abschalten des Sicherheitsrelais. Da hilft nur Lüften, und das hängt wiederum völlig davon ab, wie die Batterie eingebaut ist. Meine Aussenwand ist so gut isoliert, dass bisher kein Wärmestau im Batterieraum aufgetreten ist, auch wenn die Sonne direkt auf die Wand schien. Ich habe schon immer einen 230 V Ventilator dabei, für heiße Nächte. Wenn sich herausstellt dass ich den im Sommer tatsächlich benötige, dann werde ich in ein temperaturgesteuertes...geräuscharmes...stromsparendes Gebläse einbauen, das liegt schon im Labor. Jetzt warte ich aber erst mal ab.

Hier nun die Frage in die Runde: soll ich diese verschiedenen Varianten hier beschreiben, oder wird das zu viel?

Nochmals die Antwort auf deine Frage: Für die Beschreibung einzelner Komponenten lieber viele eigene Threads eröffnen, hier lenkt es vom Thema des Threads "realisierte Anlagen" ab.

Das ist absolut ok, allerdings habe ich momentan eher weniger Lust neue Fässer aufzumachen.....

Servus Hans

HartyH am 16 Mai 2020 01:20:42

geralds hat geschrieben:das mit 28,8V (3,6V/Zelle) passt doch für Dein 24V System. Höher würde ich nicht gehen. Und wenn eine Zelle dann mal höher geht, wird sie bei 3,65 wieder "eingefangen".
Kann man so lassen.

vielen Dank,
ja, so ein Statement habe ich mal gebraucht.
Ich gehöre auch zu derjenigen Spezies, die sich mit der Zeit (aus Langeweile?) verrückt machen, ob die oder doch die andere Konfiguration die Bessere ist.
Also, ich bleibe bei meiner Konfiguration.

Stocki333 am 18 Mai 2020 07:30:13

HartyH hat geschrieben:Ich gehöre auch zu derjenigen Spezies, die sich mit der Zeit (aus Langeweile?) verrückt machen, ob die oder doch die andere Konfiguration die Bessere ist.

Hallo Harty
Wahr geschrieben, deine Worte. Respekt!!!!
Es gibt so einen Spruch:
Die Technik entwickelt sich vom Einfachen, zum Komplizierten, zum Einfachen zurück.
Also, ich bleibe bei meiner Konfiguration.

Die einfachen Dinge sind das Salz in der ganzen Suppe. Und die funktionieren am besten. Ich Frage mich immer, macht es überhaupt Sinn, mehr als das notwendigste Einzubauen. Je einfacher etwas gebaut ist, desto schneller kann man im Fehlerfall sich helfen.
Bleib gesund Franz

Byki am 18 Mai 2020 14:53:02

Hans Kroeger hat geschrieben:...übrigens kennst Du ja gar nicht meine KISS-B Variante, oder meine KISS-A 500 Variante, weil ich diese mangels Interesse hier nicht beschrieben habe.


Grandios deine Arbeit!

Mich würde brennend deine KISS-A 500 Variante interessieren. Vielleicht mit dem Kilovac EV200.

Und Danke

Günther

Hans Kroeger am 18 Mai 2020 19:53:17

Byki hat geschrieben:Grandios deine Arbeit!
Mich würde brennend deine KISS-A 500 Variante interessieren. Vielleicht mit dem Kilovac EV20.....Günther


Hallo Günter,
das Kilovac EV200 Relais ist ein monostabiles Relais, das im 12 Volt Spannungsbereich nach einem Einschaltstromstoss von 3,8 Ampere einen Haltestrom von 150 mA zieht. Mir schien das zu viel für 12 Volt Anwendungen. Natürlich kann man da anderer Meinung sein!!! Insbesondere, da der Strom nach einer Abschaltung zu Null wird.
Ich habe für mein 500 A BMS das Latching Relais von Blue Sea verwendet
--> Link
und es mit dem BCU08 Modul von EV Power über Optokoppler angesteuert.
Wenn Du näheres wissen möchtest lass es mich wissen. Schaltbild und Fotos sind verfügbar.
Wegen der hohen Anforderungen an die Verkabelung, Absicherung und Kontakte habe ich eine Variante für Testzwecke gebaut, aber danach weiter nicht verfolgt.

Das Kilovac EV200 Relais habe ich verwendet für eine 36 Volt Batterie. Der Haltestrom beträgt dann nur 30 mA, was mir akzeptabel erschien. Allerdings wird in diesem Fall das Relais über ein Koppelrelais angesteuert, das wiederum direkt aus der in Serie geschalteten OVP+LVP Schleife von 12 aktiven ECS Balancern angesteuert wird.

Ich bin momentan mit dem Wohnmobil unterwegs, und schreibe auf meinem Tablet. Das Einbinden von Bildern ist erwas mühselig.
Deshalb nur Text.
Servus Hans

fschuen am 19 Mai 2020 09:08:28

Liebe Zielgruppe,

ich habe am Wochenende eine LFP-Anlage realisiert, die nur so lange in diesen Thread passt, bis ich sie wieder zerlege. Sie ist durch Weglassen "überflüssiger" Komponenten wie Wohnmobil und Schmelzsicherung ausserordentlich kompakt und besteht nur aus vier Komponenten: WR mit Originalkabeln, Batterie, Polklemmen und ein Klettgurt:



Im Prinzip ein Prototyp meines Öko-Generator-Projekts, die Zellen sind aber noch in der Post. Gebaut habe ich das aus folgenden Gründen:
1. Ich wollte den billigen Echtsinus-Wechselrichter (2500W), den ich nach Ankunft zerlegt und durchgemessen habe, mal unter Last testen.
2. Ich wollte meiner Starterbatterie, die ich nach der unerwarteten Corona-Pause leider tiefentladen vorgefunden habe, ein bisschen auf den Zahn fühlen
3. Die Teile lagen eh rum, und das war in zehn Minuten zusammengebastelt, und vor allem:
4. Ich brauchte Strom, wo keiner war.

Kurzform der Ergebnisse: der WR entspricht meinen Erwartungen an China-Billigteile - technisch und funktional hochwertig, lieblos und schlampig zusammengebaut. Kann ich bei Interesse gerne ausführen, würde das aber in einem eigenen Thread machen. Die Batterie lebt noch. Und Strom zum Rumtragen, bei dem man nicht über Betankung und Abgase nachdenken muss, ist eine feine Sache. Übrigens haben die Blech-Polklemmen "800 A" eingeprägt. Da soll noch mal einer sagen, die Chinesen hätten keinen Humor.

Preislich gingen sich die Komponenten mit unter 400 Euro aus. Aber es ist keine gute Idee, das auf Dauer so zu bauen - das Batteriegehäuse ist ein bisschen klobig, und vor allem ist die Batterie mit 100 A ein bisschen schwach für den WR.

Gruss Manfred

Byki am 21 Mai 2020 14:57:59

Hans Kroeger hat geschrieben:Hallo Günter,
...
Ich habe für mein 500 A BMS das Latching Relais von Blue Sea verwendet
und es mit dem BCU08 Modul von EV Power über Optokoppler angesteuert.
Wenn Du näheres wissen möchtest lass es mich wissen. Schaltbild und Fotos sind verfügbar.
Servus Hans



Erstmals Danke für deine ausführliche Antwort.

Mich interessiert vor allem deine Kiss-Variante in Verbindung mit 400A Dauerstrom.
Eine komplizierte Anbindung des Leistungsrelais mit Oktokopler, komplizierte Verkabelung... widerspricht dann schon dem "KISS".
Dennoch wäre ich an deinen Schaltbilder und Fotos interessiert.

Ich hole etwas aus:
Ich wollte vor zwei Jahren, als Ich mit meinem Wohnmobilselbstbau begann eine änliche Schaltung mit derselben Platine aufbauen,
hatte aber keine Zeit, da ich 5000 Arbeitsstunden mit Fahrzeugbau, Elektrik, Wasser, Heizung, Möbelbau... vor mir hatte.

Ich hatte dann in Australien die Komponenten ( --> Link --> Link --> Link )für eine schnelle Lösung gekauft und schnell aufgebaut. Gibts jetzt auch bei Faktor.

Bin mit dem Wohnmobilbau gerade fertig und möchte schon wieder optimieren. Insbesondere gefällt mir nicht, dass der BCU-PPAK+ schon ein Leistungsrelais eingebaut hat und mit diesem das Gigavac Latchrelais schaltet. Dieses wiederum hat nur 350A Dauerstrom, was mir u.a. mit demm 3000W Wechselrichter etwas zu wenig ist.
Dauertest fehlt aber noch.

Kurzum, ich suche eine vereinfachte Lösung für 400A Dauerstrom. Die CBM400 dürfen bleiben und die kleine Platine habe ich auch hier. Ach ja ich habe 4 Winston Zellen 400Ah.

Anbei ein paar Fotos, dass alle etwas davon haben:

Fast fertige Elektrik kompakt im Küchenschrank bei der B-Säule mit kurzen Wegen


Detail Aufbau


Küchenbau mit Integration der Stromversorgung


Fertig

Hans Kroeger am 21 Mai 2020 16:54:51

Byki hat geschrieben: Mich interessiert vor allem deine Kiss-Variante in Verbindung mit 400A Dauerstrom....
......Die CBM400 dürfen bleiben und die kleine Platine habe ich auch hier. Ach ja ich habe 4 Winston Zellen 400Ah.

Hallo Günter, Du arbeitest sehr sauber, Respekt!!

Jetzt zunächst mal 2 Fragen:
1. Welche der BCU08 Platinen von EV Power hast Du? Es gibt eine für Latching Relais (A) und eine für monostabile Relais (B).
2. Bist Du vertraut mit den Anforderungen an Kabelquerschnitt, Sicherungen, Schraubverbindungen und Wärmeabfuhr, die sich bei Dauerströmen von 400 Ampere ergeben? Ich nehme an ja, aber die Kabelquerschnitte auf den Bildern sehen nicht nach 400 Ampere aus.
Dieses Thema darf man nicht unterschätzen!!

Bei Deiner Batteriekapazität kann man natürlich das Kilovac Relais mit 150 mA Haltestrom verwenden! Insbesondere wenn Du meine KISS oder KISS-A Version verwendest, bei der das gesamte BMS nach einer UVP Abschaltung keinen Strom verbraucht. Allerdings kann das BCU08 Modul nur maximal 2 A Relais schalten. Da müsste man ein Koppelrelais davorschalten, SSR oder elektromechanisch....ist aber kein Hexenwerk, habe ich schon gemacht und dokumentiert. Ich meine, das ginge dann noch als KISS durch.
Solange ich auf Deine Antwort warte suche ich mal in meinen Archiven nach den Unterlagen.
Servus Hans

Hans Kroeger am 21 Mai 2020 17:19:29

Hatte ich Wohl übersehen:
Hans Kroeger hat geschrieben:Der CBM 400 kostet weniger als 30 €. Nenne doch einfach mal vergleichbare Module für 6 €, statt irgendwas einfach zu behaupten.


fschuen hat geschrieben:Dreifuffzich: --> Link
Ein Fünfer: --> Link


schlampig, hast wieder nicht richtig hingeschaut: die genannten Balancer haben im Gegensatz zu den CBM400 keinerlei Schutzschaltung für Überspannung oder Unterspannung. Du vergleichst Äpfel mit Birnen! Lass es doch einfach.....

stoppie am 21 Mai 2020 18:31:40

Hallo Byki,

beeindruckende Arbeit, die Du da für Dich geleistet hast, 1a !!!!! :top: :top: :top:

Bekommst Du bei dieser sehr kompakten Bauweise mit den sehr hohen Betriebsströmen auch die Erwärmung durch die Verlustleistungen abgeführt. Ich sehe da (noch) keinen Ventilator o.ä.

Hans Kroeger am 21 Mai 2020 18:47:17

Byki hat geschrieben: Mich interessiert vor allem deine Kiss-Variante in Verbindung mit 400A Dauerstrom....
......Die CBM400 dürfen bleiben und die kleine Platine habe ich auch hier. Ach ja ich habe 4 Winston Zellen 400Ah.

Hallo Günter, schon mal vorab zwei Bilder. Hier ist die Schutzschaltung, die ich mit dem besagten Relais für eine 36 Volt Batterie gebaut habe.


Deine Schaltung für 400 A würde vielleicht so aussehen:


Wäre für normalen Relaisausgang der BCU-08
Aber Vorsicht, habe das nur mal auf die Schnelle so entworfen.
Servus Hans

Byki am 21 Mai 2020 20:55:06

Hans Kroeger hat geschrieben:...Bist Du vertraut mit den Anforderungen an Kabelquerschnitt, Sicherungen, Schraubverbindungen und Wärmeabfuhr, die sich bei Dauerströmen von 400 Ampere ergeben? Ich nehme an ja, aber die Kabelquerschnitte auf den Bildern sehen nicht nach 400 A aus...
Servus Hans

Die Kabelquerschnitte passen schon. Sind 50 mm2 und mehr, zum Wechselrichter 2 parallel. Die Kabel wurden von einem Freund (Elektroing., entwickelt Gabelstabler mit sehr viel höheren Strömen) In seinem Betrieb mit einer Hochdruckpresse angefertigt. Da sehe ich jetzt keine Probleme. Der windige Sicherungsverteiler wird noch ausgetauscht. Ich selber habe allerdings nur Nachrichtentechnik studiert und deshalb eher mit kleinen Strömen aber dafür mit hohen Frequenzen zu tun :D

HartyH am 22 Mai 2020 03:06:15

Hans Kroeger hat geschrieben:Deine Schaltung für 400 A würde vielleicht so aussehen:


Hallo Hans,

mir ist an deiner Schaltung aufgefallen, daß du den Batteriehauptschalter (Trennschalter) in der Plusleitung hast.
Besser wäre aber, diesen in die Minusleitung einzubauen, damit der Akku auch komplett von der Masse getrennt ist.

Bei der Variante "Trennschalter in Plusleitung" kann man trotzdem beim Arbeiten am Akku einen Kurzschluß mit der (Fahrzeug-) Masse auslösen.

Hans Kroeger am 22 Mai 2020 05:45:54

HartyH hat geschrieben:Hallo Hans,
mir ist an deiner Schaltung aufgefallen, daß du den Batteriehauptschalter (Trennschalter) in der Plusleitung hast.
.....kann man trotzdem beim Arbeiten am Akku einen Kurzschluß mit der (Fahrzeug-) Masse auslösen.


Hallo Harty,
den Trennschalter habe ich vorgesehen für regelm. Benutzung.......wenn er in der Minusleitung läge würde er den Batteriecomputer (BC) stromlos schalten und damit den SOC Wert löschen. Der Shunt, an dem der BC angeschlossen ist, liegt (nicht nur) bei meiner Anlage mit etwas Abstand von der Batterie, so dass ein Trennschalter zwischen Shunt und Bordnetz kontraproduktiv wäre.
Ausserdem möchte ich im Normalfall NICHT die Masseleitung unterbrechen, wenn es nicht einen wichtigen Grund dafür gibt.
Dein Hinweis auf Kurzschlussgefahr bei Arbeiten an der Batterie ist völlig richtig! In meinem Fall trennt man am besten die Minusleitung von der Batterie. Übrigens ist die Kurzschlussgefahr an den Batteriepolen damit nicht behoben. Ich verwende bei Arbeiten an der Batterie nur Werkzeug, das ich vorher mit Klebeband isoliert habe. Nicht vergessen Armbanduhr abnehmen, wenn sie ein Metallarmand hat!!! Das Armband könnte glühen, wenn es zwischen die Pole gerät.

Bei den bisher von mir beschriebenen Anlagen gibt es überhaupt keinen separaten Trennschalter. Dort verwende ich das Sicherheitsrelais dafür, KISS eben.......also könnte man auch hier bei Günter den Trennschalter weg lassen, er kann von dem BCU08 Modul aus das Sicherheitsrelais öffnen. Das ging bei meiner ursprünglichen 36 V Anlage nicht, da ich kein 12 Volt BCU08 Modul verwendet habe....
Servus Hans

Hans Kroeger am 22 Mai 2020 10:52:24

Byki hat geschrieben: Mich interessiert vor allem deine Kiss-Variante in Verbindung mit 400A Dauerstrom....
......Die CBM400 dürfen bleiben und die kleine Platine habe ich auch hier. Ach ja ich habe 4 Winston Zellen 400Ah.

Hallo Günter:
Nochmal die Frage:
Welche der BCU08 Platinen von EV Power hast Du? Es gibt eine für Latching Relais (A) und eine für monostabile Relais (B).

Ich habe mal schnell die KISS-A Variante für ein monostabiles 500 A Relais und die BCU-08 Platine (ebenfalls für monostabiles Relais) zusammengenagelt. Alle sind eingeladen Fehler zu finden.....
Servus Hans

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Mimi2020 am 20 Aug 2020 08:37:57

Hallo liebe Lifepoianer,
nachdem wir die ersten Ausfahrten mit der neuen Batterie hinter uns haben, können wir folgendes feststellen:
Es ist nicht einfach, den Zwang zu unterdrücken, mehrfach am Tag auf den Batterie Computer zu schauen und den Zustand der Batterien zu kontrollieren! Strom ist einfach da!
Die Lifepo4 macht, was sie soll, Strom liefern.
Selbst 5 Stunden Klimaanlage wegen der Katzen, nur unterstützt von der Solaranlage, waren kein Problem.
Und dass dann auch schon mal 350A minus da stehen, ist gewöhnungsbedürftig.
Aber alles läuft, wie es soll.

Nochmals DANKE an Sonnentau, Lars und alle anderen, die durch ihre Beiträge dazu beitrugen, den Mut aufzubringen, dieses Projekt umzusetzen.

Mimi2020 am 29 Aug 2020 19:47:54

Hallo und guten Tag an alle lifepo4 begeisterten.
ich habe eine Frage zur weiteren Einstellung des Mastervolt Ladegerätes.
Also: Mastervolt masscombi 12volt/2500Watt Wechselrichter/100A Ladegerät. Kein lifepo4 ladeprogramm

Lars riet mir, den Votronic mpp430 auf 14,2 Volt für Lifepo4 einzustellen.
Die Masscombi bringt bei Stellung AGM bzw. GEL 14,4 Volt mit der entsprechenden Ladedauer (3 stufiges Ladeprogramm).
. Es gibt eine weitere Einstellung, welche sich forced Float nennt.
Hier gibt es keine Ladeprogramme, sondern nur ein Ladeprogramm bis 13,8Volt.
Macht es Sinn dieses Ladeprogramm einzustellen und die weitere Ladung bis 14,2Volt der Solaranlage zu überlassen?
Oder auf AGM lassen und bei der-auch mehrstündigen Fahrt - die Batterie bis 14,4 Volt Laden zu lassen?
Bin unsicher, möchte die Batterien vernünftig Laden und unnötigen "Stress" vermeiden.
Oder gibt es eine Möglichkeit, die Masscombi entsprechend einzustellen?
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Danke im Voraus und immer genug Strom

wosch03 am 29 Aug 2020 22:00:24

Die Zellen sollten über alle angeschlossenen Ladezweige optimal geladen werden.

Ich bin nicht wirklich ein Spezialist für Mastervolt, habe aber von denen mal einen Booster verbaut. Da ließen sich über Dip-Schalter alle möglichen Batterietypen einstellen, nicht aber LiPO4, obwohl in den Daten so angegeben. Dann fand ich heraus, dass diese Einstellung nur per SW über einen USB Adaper am Mastervolt Bus möglich ist. Hat mit dem Adapter und der kostenlosen SW auch gut geklappt. Der Adapter ist aber teuer, konnte ihn zum Glück güstig organisieten.

Vielleicht hilft dir das.

LG

bigben24 am 29 Aug 2020 23:48:27

Mimi2020 hat geschrieben:

Lars riet mir, den Votronic mpp430 auf 14,2 Volt für Lifepo4 einzustellen.
Ja so mache ich das auch, nur das grad der Lader etwas rumspackt .., aber das wird schon wieder :-)
Mimi2020 hat geschrieben: Macht es Sinn dieses Ladeprogramm einzustellen und die weitere Ladung bis 14,2Volt der Solaranlage zu überlassen?
..

Meine Batterie lebt seit Frühjahr ausschließlich mit Solarstrom. Dazu habe ich das D+ Signal vom Ladebooster (LiMa) mit einem Schalter versehen, steht seit April auf OFF. Landstrom brauche ich nicht mehr.

Gruß

Mimi2020 am 30 Aug 2020 13:43:27

Hallo und einen schönen Sonntag,
danke für die Antworten.
Ich werde beim Concorde-Händler (Reisemobile Plus ist in der Nähe und die sind sehr hilfsbereit) Nachfragen, ob eine "Um Programmierung" auf 14,2Volt machbar ist.
Falls nicht, kann ich die Angelegenheit mit dem D+ noch überdenken.
Andererseits kann die Ladung bis 13,8 Volt über die Lichtmaschine nicht Schaden.
Ich denke, ich Stelle die Masscombi entsprechend ein und werde beobachten.

Danke für die Hinweise und bleibt alle gesund.

viking92 am 01 Sep 2020 07:49:10

Mimi2020 hat geschrieben:Oder gibt es eine Möglichkeit, die Masscombi entsprechend einzustellen?
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Moin,

ersetze den Temp.-sensor durch einen Festwiderstand.
Dazu muss nur der Widerstandwert ermittelt werden, um das das LG auf die gewünschten max. 14,2V geht.
Lässt sich wunderbar mit einem Poti ermitteln.

Funzt wunderbar, hatte ich an meinem alten B2B auch so in Betrieb.

Gruss
Birger

Mimi2020 am 02 Sep 2020 07:45:45

Hallo und danke für die Hinweise/Tipps.
Ich habe in der Zwischenzeit Kontakt mit Mastervolt aufgenommen ( per Mail) und nach kurzer Zeit einen Rückruf erhalten.
Fazit: selbst bei unserem relativ alten Mastervolt ist eine individuelle Einstellung über einen PC möglich, wie hier auch schon mitgeteilt wurde.
Mir wurde von Mastervolt auch eine Firma in meiner Nähe genannt ( mit Name, Anschrift, Telefonnummer), die dies ausführen kann.
Muss nur das Datenblatt der Batterien mitnehmen.
Für diejenigen, die im Ruhrpott heimisch sind:
Firma Naval Marine in Duisburg, Neumarkt 2 Tel: 0203/ 48 27 30.
Nochmals DANKE.
Bleibt gesund.


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