Dometic
luftfederung

Wechselrichter 1, 2


Schneebrettgleiter am 05 Mai 2015 23:35:01

Hallo,

ich will in mein Wohnmobil einen AEG Sinus-Wechselrichter 97122 mit 1500 Watt einbauen. Grund der Aufrüstung ist das meine Kinder unterwegs mal einen Film schauen können und ich auf dem Rastplatz 2 Tassen Cappuccino aus der Nespresso zaubern kann. Flat TV hat 60W und die Krups Nespresso etwa 1200. Ich habe als Aufbaubatterie momentan eine 90 Ah Batterie. Der Wechselrichter soll an der Batterie mit 160 A abgesichert und über 2m 35mm2 Kabel angeschlossen werden. Dann mit Netzvorrangschaltung ins Bordnetz einspeisen und den Kühlschrank sowie das Ladegerät vor den WR schalten. Nun meine Fragen:
Sind die Komponenten ausreichend dimensioniert? Ist die Batterie stark genug? Was passiert bzw. was geht kaputt wenn die Batterie und der WR zu klein sind?

Danke, Robert

felix52 am 06 Mai 2015 00:16:28

Jou,
Tach erstmal. Und" Herzlich Willkommen". :)

Mal abgesehen von dem Dünnquerschnitt ( Deiner Leiungen von 2 Metern Länge)
bei nur 35 qmm werden evtl. allenfalls diese richtig heiss. Sollte Dein WR diese Leistung
wirklich stemmen können, wird spätestens nach ein paar Mal "Kaffee" die Batterie
ermordet.
Benutze am besten die "Suchfunktion" hier im Forum unter dem Begriff "Wechselrichter"
und dann hast Du tausende Antworten.

Mein Tipp für eine Nespresso: Mindestens eine zusätzliche 90 Ah Batterie.


Felix52 :)

andwein am 21 Mai 2015 17:56:10

Schneebrettgleiter hat geschrieben: Ist die Batterie stark genug? Was passiert bzw. was geht kaputt wenn die Batterie und der WR zu klein sind? Danke, Robert

Nein, du solltest mindestens 180-250 Ah vorsehen, sonst entlädts du die 90 Ah Batterie zu stark. Zwei Dinge können passieren:
Der WR schaltet ab, weil die Batt. Spannung zu niedrig wird
Die Batterie geht schneller defekt, weil sie zu oft unter 50% entladen wurde.
Also erst Batteriekapazität verdoppeln, dann Sinus Wechselrichter, dann Nespresso genießen.
Andreas

kurt2 am 21 Mai 2015 18:21:24

andwein hat geschrieben:Zwei Dinge können passieren:
Der WR schaltet ab, weil die Batt. Spannung zu niedrig wird
Die Batterie geht schneller defekt, weil sie zu oft unter 50% entladen wurde.
Andreas


HAllo,
so wird es sein und zwar nicht alternativ, sondern kumulativ.

Also: Bat-Kapazität mindestens aufdoppeln!

Petri40 am 21 Mai 2015 18:29:27

Eine Zusatzfrage mit Bitte auf einen Hinweis.
Trift das für jeden Batterietyp zu oder muß man Unterschiede machen?
180 Ah - Verbraucher 1200 W.
Reagieren oder besser gesagt, verkraften dies alle Batterietypen gleichermaßen?
Säure- AGM- Gel etc. ,ist ja schließlich etwas grenzwertig.

VG Petri

maredo am 21 Mai 2015 19:51:58

Mal abgesehen davon das meine Vorredner dir wertvolle Tipps gegeben haben, wofür ich schon mal danke sage.

Sollte man von Dingen wo man keine Ahnung die Finger lassen, sonst fackelt man ab oder fliegt in die Luft. Selbst absaufen kann man im Womo, lach.

Es ist nicht damit getan einen WR einzubauen, der muß auch richtig angeschlossen werden und das geht nicht mit Lüsterklemmen und 35mm² Leitung. Da braucht es etwas mehr dazu. Möchtest du trotzdem das Risiko mit deiner Familie eingehen, dann bitte.

Frage mich ohnehin was ein Flat-TV an 220V hängen muß?

maredo

Schneebrettgleiter am 22 Mai 2015 00:29:10

Hallo und danke für die hilfreichen Antworten. Ich habe euren Rat befolgt
und mir eine 2. 90 Ah Aufbaubatterie gleichen Typs zugelegt und eingebaut.
1. Batterie ist unter dem Fahrersitz und 2. unter dem Beifahrersitz. Verbunden habe ich beide Batterien mit einem 35 qmm Kabel. Nun noch eine Frage: Muss zwischen den beiden Batterien noch eine Sicherung?
Danke und viele

veniziano am 22 Mai 2015 07:33:37

Guten Morgen,
es ist immer wieder erstaunlich, wie leichtfertig Elekto-Laien sich an einen Einbau eines Wechselrichters 1500W herantrauen. Ihnen ist nicht bewusst, welche Ströme da fließen. Mal eben eine Nespresso laufen lassen, da fließen über 100 A. Da ist richtig "Wumm" auf der Leitung. Reicht eine 90 Ah Batterie..... Muss die Leitung zwischen den (weitauseinanderliegenden) Aufbaubatterien abgesichert werden.....
Das der Wechselrichter +Pol Batterie 1 und -Pol Batterie 2 angeschlossen werden soll ist ihnen ganz fremd. Warum TV über 230V, wo es doch 12V TV reichlich angeboten gibt.
Da sollte man doch einige (gute) Kenntnisse in Sachen Ampere, Volt und Widerstand mitbringen.
maredo, da bin ich mit dir auf der gleichen Wellenlänge
veniziano

Gast am 22 Mai 2015 08:26:35

....und ich mache mir schon Sorgen ob ich den (falls ab und zu nötig wg Sinus) 150W Waeco Wechselrichter an "nur" 10mm² bei 1,5m Kabellänge hängen soll oder besser doch auf 16mm² gehe.....

Respekt!

xbmcg am 22 Mai 2015 09:26:20

Hallo,

1A / mm² Querschnitt ist eine Fausformel, damit das Kabel den Strom aushält und nicht übermäßig warm wird.
Man kann bis zu 5A/mm² gehen

Für die tatsächliche Wahl des Querschnittes spielt aber auch die Leitungslänge (hin und zurück!) eine wichtige Rolle
wegen dem Spannungsabfall auf der Leitung und den damit verbundenen Energie-Verluste.

Für so was gibt es Tabellen. bei 150W Spitze (12..13A) würde ich die 16² Leitung wählen, je nach Länge aber auch
schon mal deutlich mehr.

Gast am 22 Mai 2015 10:05:04

Schneebrettgleiter hat geschrieben:Hallo ... habe euren Rat befolgt
Verbunden habe ich beide Batterien mit einem 35 qmm Kabel. Nun noch eine Frage: Muss zwischen den beiden Batterien noch eine Sicherung?


Mal abgesehen davon, dass Dir das hier keiner wirklich empfohlen hat. Eine Sicherung macht keinen Sinn, wenn Du einen 1.500 Watt Wechselrichter anschließen willst.

Du benutzt einen 1500 Watt (Volt x Ampere) Wechselrichter. Das ist die Nennleistung. Bei Betrieb mit 100% zieht der WR ca. 1500 Watt/12V/0,9 (Wirkungsgrad) = 140 A!

Bei angenommenen 3 m Leitungslänge und 3% Spannungsabfall auf der Leitung brauchst Du einen Querschnitt von größer 80 mm2. Lieferbar ist 95 mm" --> Link

den gleichen Querschnitt nimmst du natürlich für die Verbindung der Batterien. Wie vorstehend schon gesagt, Du schließt den Pluspol an der einen, den Minuspol an der anderen Batterie an. Nur so macht es Sinn. Das Ganze verlegst du kurzschlußsicher.

Übrigens: Ich halte die ganze Aktion für hirnrissig, deine Batterien werden flugs den Geist aufgeben. Kauf doch einfach nur einen kleine Wechselrichter für den TV und eine Kaffefilter, gemahlenen Kaffee und Filtertüten. Kochplatten und Topf findest Du bestimmt schon im WoMo.

Die Fragerei und das Geld für die 2te Batterie hättest du dir auch komplett sparen können, Alles wurde hier --> Link ausführlichst diskutiert.

Liebe , Alf

viking92 am 22 Mai 2015 10:22:25

Schneebrettgleiter hat geschrieben:.... und über 2m 35mm2 Kabel angeschlossen werden.

Hy Robert,

einen 1,5 kW WR hat so Mancher hier installiert. Bei diesen Grössenordnungen sollte der WR so nah wie möglich an den Batt. installiert werden. Je kürzer der Leitungsweg, umso einfacher lässt sich das Teil einbauen. Gibt es keinen anderen, Batt.-näheren, Einbauort für den WR?
Und zur Zweitbatt. wurde ja auch schon alles gesagt. :wink:


xbmcg am 22 Mai 2015 10:55:49

Die Kapselmaschine verkraften die Batterien schon recht gut, das sind ja nur ganz kurze
Belastungen (wenige Minuten), man trinkt ja nicht literweise Kaffee am Kapselautomaten.

Föhnen der Holden ist da schon eine wesentlich größere Belastung.

Ich habe auch 2 AGM Batterien, die Last pro Batterie liegt um die 50A beim Kaffebereiten.
Ich würde alle möglichst eng zusammenbauen, möglichst kurze Kabel verwenden.
Beide Batterien sind mit je 150A Streifensicherung an der Batterie bei mir abgesichert,
zusammengeschaltet werden sie bei mir bei Bedarf automatisch über mein Batteriemanagement System.

Man kann sie aber auch permanent parallelschalten, sofern sie gleicher Bauart, Typ und Alter sind.
Ich habe 2 unterschiedliche AGM verbaut (95Ah Banner, 5 Jahre alt + 100Ah BSA neu), deshalb auch das BMS.

Petri40 am 22 Mai 2015 19:58:17

Vielleicht war meine Fragestellung nicht eindeutig, daher noch einmal.
Macht es einen Unterschied ob es sich bei der beschriebenen Konstellation um eine Gel, AGM oder Säure- Batterie handelt?
Gibt es einen Batterietyp der diese Art der Beanspruchung besser oder weniger gut abkann?

VG Petri

Helmchen am 23 Mai 2015 11:44:30

AGM-Batterien sollen hohe Stromentnahmen besser vertragen und lassen sich auch mit höheren Strömen schneller laden.
Wenn Du das wissen wolltest?

Petri40 am 23 Mai 2015 12:52:45

Ja genau, Ralf, dass wollte ich hinterfragen.
Ich nahm bisher an, dass eine Naßbatterie, welche mitunter auch als Starterbatterie zum Einsatzt kommt, langfristig diesen hohen Stromentzug besser verkraften würde.
Danke!

VG Petri

andwein am 23 Mai 2015 14:05:13

Dann die Antwort mal von der anderen Seite betrachtet:
Gel sind dafür ungeeignet
Nass und AGM sind (je nach Hersteller/Typ) dafür sogar konzipiert. Ich persönlich würde beide Typen als "gleich geeignet" einstufen
Andreas

xbmcg am 23 Mai 2015 14:51:09

Es gibt einen kleinen Unterschied zwschen Startbatterien und Versorgungsbatterien / Dual Use.

Reine Startbatterien sind in der Tat für kurzzeitig hohe Ströme konzipiert (zum Starten) und nicht für lanfristige
Stromentnahme.

Das macht man, indem man sehr dünne Platten / Gitter verbaut, um eine möglichst große wirksame Oberfläche zu erreichen
und so hohe Ströme zu liefern. Ladezyklen-technisch ist das aber eher schlecht, da das Blei der Platte recht schnell schwindet und
nach tiefen Entladungen sich schlecht wieder aufbaut. Die Batterien halten nicht so viele Zyklen aus und sind als Versorgungsbatterie
auf Dauer nicht geeignet.

Versorgungsbatterien hingegen haben dicke Bleiplatten und einen tiegfen Sumpf am Boden, so dass Ablagerungen und herabsinkende
Bleiteile / Sulfate keinen vorzeitigen Zellenschluss fabrizieren. Die kann man tiefer entladen und vertragen auch mehr Ladezyklen.

Auch bei AGM Batterien gibt es welche nur zum Starten, oder auch als Start / Bordbatterie. Durch das Flies kann man die Platten enger
aneinander plazieren, ohne dass es zu Kurzschlüssen kommt. Die sind eher ein Zwitter.

Gel Batterien sind in der Regel als reine Versorgungsbatterien konzipiert mit Schwerpunkt auf die Ladezyklen, wegen dem Gel sind die
träger und haben einen höheren Innenwiederstand - das heißt - die Spannung bricht stärker ein bei Entnahme hoher Ströme - sie sind
nicht so stark belastbar wie die Nassbatterien oder die AGM. GEL ist am besten geeignet für schwache Verbraucher, die lange an sind.
GEL Batterien brauchen auch viel länger als Nass / AGM Batterien bis sie wieder voll sind.

Petri40 am 23 Mai 2015 15:11:14

Gel sind dafür ungeeignet
Nass und AGM sind (je nach Hersteller/Typ) dafür sogar konzipiert. Ich persönlich würde beide Typen als "gleich geeignet" einstufen.


Eine klare Ansage, vielen Dank Andreas!

Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen Startbatterien und Versorgungsbatterien / Dual Use.


Woran erkennt man den Unterschied? Geht der aus der Bezeichnung für die Batterie hervor oder muss man sich darauf verlassen, dass alle verbauten Bordbatterien auch Versorgungsbatterien sind?

PS: „xbmcg“, aufmerksam lese ich Deine Beiträge; schade nur, dass man Dich nicht mit einem Namen anreden kann.

VG Petri

xbmcg am 23 Mai 2015 15:33:25

Man muss ich auf die Beschreibng des Herstellers verlassen.

--> Link
Bild

Wenn was von tiefentladefähig, zyklenfest, dickere Platten, Dual Anwendng steht, dann bist Du af der richtigen Spur.

Reine Startbatterien werden anders beworben: Hohe Startströme auch bei niedrigen Temperatren, "höhere Startkraft" etc. und heißen meist "Autobatterie" oder Startbatterie --> Link

und dann gibt es noch die Sonderform / Zwischending bei AGM als "Start-Stop Batterie", die auch als Versorgungsbatterie geht.
--> Link

Auf die Feinheiten kommt es an.

Petri40 am 26 Mai 2015 14:37:13

Vielen Dank für die ausführliche Lexion.
Nun kann ich auch weiterhin und ganz beruhigt meinen Espresso trinken.
Dabei denke ich, zumindest in nächster Zeit, an Eure guten Ratschläge.

VG Petri

ischu66 am 14 Apr 2016 01:26:46

Ich finde die Aussage "einen 1500W WR haben hier im Einige verbaut" gegenüber den Mitgliedern, die sich mit ihrer Fragestellung ganz klar als Elektro-Laien outen ziemlich fahrlässig :!: Eine falsch dimensionierte Elektro-Installation kann auch bei 12V lebensgefährlich werden, nämlich genau dann wenn Wärme und weiter Hitze und zuletzt Feuer daraus ensteht... Da reich ein unsachgemäß montierter Kabelschuh bereits aus, selbst wenn alles andere richtig berechnet wurde. Aber es gibt ja gute Rauchmelder, die sollten dann schon mit empfohlen werden... Die wenigsten Hobbybastler besitzen doch z.B. ein Werkzeug mit dem man große Kabelschuhe auf flexible Leitungen fachgerecht pressen kann...

Nur mal so...

Variophoenix am 14 Apr 2016 06:57:29

Der treat ist unterdessen 1 Jahr alt. Ich finde es fahrlässig wenn du erst nach einem Jahr die Laien davor warnst selber Handanzulegen. Unterdessen sind wohl viele dem zu Opfer gefallen.

ischu66 am 14 Apr 2016 18:20:51

Variophoenix hat geschrieben:Der treat ist unterdessen 1 Jahr alt. Ich finde es fahrlässig wenn du erst nach einem Jahr die Laien davor warnst selber Handanzulegen. Unterdessen sind wohl viele dem zu Opfer gefallen.


Tut mir leid aber ich bin erst seit kurzem hier... :wink:

Altmaerker39638 am 15 Apr 2016 14:36:27

Vorschlag, wirklich die Texte lesen und nicht nur antworten!

FWB Group am 02 Mai 2016 21:52:30

Hi
Das sehe ich ähnlich, wobei ich persönlich bemerken möchte, das ich diese Abstrafkultur per Negativbutton absolut nicht mitmache!
Demzufolge finde ich es fatal, das bei einem Hinweis von Variophoenix, das der Beitrag schon ein Jahr alt ist, direkt 2 x negativ bewertet wird.

Jungs, das ist Kindergarten und ist meines Erachtens einfach nicht in Ordnung!!
Deutschland hat ganz andere Probleme als Negativbewertungen!

Dennoch möchte ich nicht nur meinem Vorredner recht geben, sondern auch dem Neuling (ischu66) in diesem Fred.
Er hat nicht ganz unrecht, wenn sich absolute Nerds an Elektro - oder Gasanlagen trauen, weil es mit Pseudowissen in einem Forum stand.
Das ist mit Vorsicht zu genießen.

Vielleicht kann er das unterstützend angehen, wenn er der geneigten Leserschaft nicht nur in seiner Vorstellung schreibt,
was er noch alles an seinem Womo machen möchte, sondern im Profil auch noch seinen Beruf/ gelernte Tätigkeit etc. angibt,
dann kann man sein Ansinnen zuordnen. :wink:

Normal geht man die Werkstatt und gut, aber mache Sache kann man selber genau so gut.
Aus meiner Sicht (wir haben eine Werkstatt) sind Kunden besser, als interessierte Hobbyschrauber, gerade bei Elektro - oder Gasdingen!

Aber was kann (zum Beispiel) am Wassersystem schon schief gehen.
Dafür gibt es Foren und gut!
In diesem Sinne

philipok am 19 Mai 2016 23:31:52

Hallo in die Runde,

ich habe mir ein gebrauchtes Wohnmobil gekauft. Der Verkäufer hat einen 1500 W Wechselrichter einbauen lassen. Die Starterbatterie hat 65 ah und sitzt unterm Fahrersitz. Außerdem habe ich zwei Wohnraumbatterien mit je 80 ah unter der Rücksitzbank der 4er-Dinette gegen die Fahrtrichtung - also direkt hinter dem Fahrersitz. Der Wechselrichter ist an der Rückenlehne der Rücksitzbank - also zwischen den Batterien - platziert.

Ich denke und hoffe, dass der WR fachmännisch installiert wurde. Zumindest scheint er zu funktionieren. Ich hatte bisher allerdings nur auf zwei kurzen Fahrten Gelegenheit zum Test.

Meine Frage zielt vielmehr auf das richtige Nutzungsverhalten für einen solchen Wechselrichter ab:

Wir (das ist eine 5-köpfige Familie) starten demnächst auf eine sechswöchige Reise in Richtung Skandinavien. Ich würde an den Wechselrichter gern Smartphone (ginge via USB) und Akkuladegerät hängen. Wir sind geübte Stirnlampennutzer. Die Akkus müssen von Zeit zu Zeit aufgeladen werden.

Meine Frau würde wohl gern mal den Fön anschließen :)

Unser Reiseverhalten wird darauf hinauslaufen, dass wir eher ein, zwei oder drei Tage/Nächte stehen, um dann für zwei bis vier Stunden weiter zu reisen. Dabei müssen die zwei Wohnraumbatterien geladen werden, da wir auch frei stehen möchten (also ohne Landstrom).

Wie ist eure Erfahrung - kann ich während der zwei bis vier Stunden Fahrt das Smartphone und/oder das Akkuladegerät an den Wechselrichter hängen und werden die zwei Wohnraumbatterien dann noch (ausreichend) geladen oder eher nicht?

Schließe ich den Fön eher an die im Wohnraum vorhandenen Steckdose oder lieber an den Wechselrichter? Woher bekommt der Wechselrichter seinen Strom (bei welchem Zustand - also fahrend oder stehend)?

Ich bin in Sachen Elektrotechnik ein absoluter Laie und freue mich daher auf fachmännisches Feedback (gern mit verständlichen Erklärungen, um dazu zu lernen).

Ich sage schon mal Danke in die Runde! Schönen Abend :)

Gast am 20 Mai 2016 00:31:19

philipok hat geschrieben:Unser Reiseverhalten wird darauf hinauslaufen, dass wir eher ein, zwei oder drei Tage/Nächte stehen, um dann für zwei bis vier Stunden weiter zu reisen.

Das dürfte knapp werden. Die Batt.Kapazität ist ja nicht so wenig, je nach Verbrauch werden die aber durchs Fahren nicht so voll, daß es für mehrere Tage Standzeit reicht.
Da Ihr demnächst aufbrechen wollt.. in Skandinavien kann es dzt. noch recht kühl sein. Da werdet Ihr vllt. einen Grossteil des Stroms schon für Heizung nachts (Gebläse) verbrauchen. Dazu Licht.. evtl.TV.. div. Ladegeräte. Den Fön sollte Deine Frau besser nicht benutzen, sonst steht Ihr schnell ohne "Saft" da.

Eigentlich wärt Ihr prädestiniert für eine Solaranlage. Ich habe das "ein, zwei oder drei Tage/Nächte stehen" mal als "Freistehen" interpretiert.
200Wp Solar komplett bei Selbstmontage 450.-Euro mit sehr guten Komponenten. Mit brauchbaren so ab 250.-

Da aber "demnächst", wird das wohl nicht so schnell zu machen sein. Dann würde ich halt möglichst Strom sparen, die Anzeige im Auge behalten und je nachdem fahren oder mal einen Platz mit Stromanschluss anfahren, um die Batts. wieder richtig vollzumachen.(Evtl. ext. Ladegerät mitnehmen!)

Aber lasst Euch nicht kirremachen von mir. :) Letztes Jahr war ich 3 Wochen in Schweden ohne einmal an Landstrom mit einer schwächelnden 88Ah Batterie. Ging auch, obwohl ich auch öfter heizen musste. Bin allerdings bis auf 1x jeden Tag weitergefahren.

philipok am 20 Mai 2016 07:24:45

Aber lasst Euch nicht kirremachen von mir. :) Letztes Jahr war ich 3 Wochen in Schweden ohne einmal an Landstrom mit einer schwächelnden 88Ah Batterie. Ging auch, obwohl ich auch öfter heizen musste. Bin allerdings bis auf 1x jeden Tag weitergefahren.


Hallo Thomas,

danke für dein Feedback. Wir haben keinen TV und ich habe den Wohnraum mit LEDs ausgestattet, um den Verbrauch zu reduzieren. Wir werden sicher alle drei, vier Tage auf einem Campingplatz stehen mit extern Strom - allein schon der Kinder und des Föns wegen :D

Solar werde ich nicht mehr schaffen zu installieren.

Vielleicht kannst du mir noch eine Frage beantworten: die Heizung läuft ja über Gas. Strom wird trotzdem verbraucht - durch das Gebläse, sagst du. Wenn der Kühlschrank auf Gas läuft, gibt es da auch eine Stromverbrauchquelle?

Beste Grüße,

Philipp

Gast am 20 Mai 2016 16:12:04

Hallo Philipp,

philipok hat geschrieben:Wenn der Kühlschrank auf Gas läuft, gibt es da auch eine Stromverbrauchquelle?

Nein! Im Betrieb brauch der Kühli dann keinen Strom. :)

schnecke0815 am 20 Mai 2016 17:00:27

Alternativ könntet ihr euch einen Ladebooster für die Wohnraumbatterien anschaffen.
Diese Booster sind für Freisteher mit einer Standzeit von 2-3 Tagen eine Alternative zur Solaranlage.

Moderation:Text editiert. Mantishrimp



Deine Akkus und das Phone würde ich, wenn möglich, über einen noch zu installierenden USB-Anschluss laden da der Wechselrichter selbst im Standby Strom verbraucht.
Du solltest auch noch einmal kontrollieren ob der Vorbesitzer eine Vorrangschaltung verbaut hat oder sich eine solche im Wechselrichter befindet.
Ansonsten knallt dir, wenn du an Landstrom hängst und versehentlich den Wechselrichter anschaltest dieser mit kleinen Wölckchen in den Elektroschrotthimmel.
Die Vorrangschaltung verhindert dies.

Wenn der Wechselrichter an deinen 230V Stromkreis angeschlossen wurde kann der Fön als auch jedes andere Gerät an jede vorhandene Steckdose angeschlossen werden. Dies sollte eigentlich so sein da man ja ansonsten jedesmal an den Wechselrichter ran muß.

philipok am 20 Mai 2016 20:44:41

schnecke0815 hat geschrieben:Wenn der Wechselrichter an deinen 230V Stromkreis angeschlossen wurde kann der Fön als auch jedes andere Gerät an jede vorhandene Steckdose angeschlossen werden. Dies sollte eigentlich so sein da man ja ansonsten jedesmal an den Wechselrichter ran muß.


Hi,

danke für dein Feedback. Wenn der Wechselrichter am 230 V Stromkreis hängt, kann ich den Fön an den WR anschließen oder aber einfach die Steckdose im Wohnraum nutzen, korrekt. Ich brauche für den Fall den WR im Grunde nicht. In dieser Situation hätten wir ja von extern Strom - wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich nutze im PKW diese BESTEK Wechselstromrichter, um den Laptop mit Strom zu versorgen: --> Link

Nun frage ich mich, warum ich im Wohnmobil den großen WR herum fahren soll (hat ja auch einiges an Gewicht), wenn so kleine Geräte wie der BESTEK einen guten Dienst tun.

Gibt es dazu Meinungen/Empfehlungen?

Schönen Abend 8)

schnecke0815 am 21 Mai 2016 04:21:01

philipok hat geschrieben:Ich brauche für den Fall den WR im Grunde nicht. In dieser Situation hätten wir ja von extern Strom - wenn ich das richtig verstanden habe.


Das habe ich wohl nicht eindeutig erklärt. Wenn der Wechselrichter anschlußmäßig in dein 230V Bordnetz eingebunden ist hat das Einschalten desselben den gleichen Effekt wie der Anschluss an den Landstrom. Also entweder Landstrom oder WR einschalten.

Dein im Pkw genutztes Gerät kann nur 300W - schau mal was der Fön deiner Frau verbraucht.

andwein am 21 Mai 2016 10:35:11

Hundefreund02 hat geschrieben:Hallo Philipp,
Nein! Im Betrieb brauch der Kühli dann keinen Strom. :)

Das ist so leider nicht ganz vollständig. Es kommt auf den Kühlschranktyp und dessen Ausstattung an:
Strom brauchen im Gasbetrieb: AES-Automatik, Kühlschrankbeleuchtung und natürlich alle Display-Gimmiks wie Temperaturanzeige, etc.
Gruß Andreas

philipok am 21 Mai 2016 12:53:54

Hallo in die Runde,

nochmal zurück zum Ausgansthema "WR": im WoMo ist ein 1500 W Power Inverter. Ich kann nur das Gerät mit einer Google-Suche nicht finden. Und im Owners Manual stehen keine Angaben zum Hersteller, was mich ehrlich gesagt stutzig macht.

Von einer "Vorrangschaltung" im Gerät selbst (Englisch priority circuit) konnte ich im Owners Manual ebenfalls nix lesen. Und beim Verkäufer des WoMos hatte ich nach gefragt, wer den WR installiert hat - natürlich er selbst (Wortlaut: "fest schrauben, dicke Kabel an die Batterie anklemmen, fertig. Hat immer funktioniert.").

Ich bin mit unseren drei kleinen Kindern unterwegs und möchte jegliches Risiko ausschließen, dass irgendwo ein Brand entsteht.

Wie ist eure Meinung zu der Situation?

Freue mich auf Feedback :)

Gast am 21 Mai 2016 14:05:10

Ich meine, du musst selbst entscheiden ob du das Ding benutzen, ignorieren oder ausbauen willst. Mit deinen wenigen Angaben kann dir hier keiner einen vernünftigen Rat geben.

Dein Alf

philipok am 21 Mai 2016 15:18:43

KudlWackerl hat geschrieben:Ich meine, du musst selbst entscheiden ob du das Ding benutzen, ignorieren oder ausbauen willst. Mit deinen wenigen Angaben kann dir hier keiner einen vernünftigen Rat geben.

Dein Alf


Hallo Alf,

du hast natürlich recht: das Gerät hat die folgenden Angaben:

-SolarTronics PowerInverter
-1500 W Power Continuous

Foto hänge ich an.

Im Owners Manual ist beschrieben, dass der WR bei Überhitzung ein akustisches Signal gibt, die rote Warnleuchte angeht und der WR ggf. automatisch ausschaltet (wenn ein Grenzwert erreicht ist), dass er automatisch ausschaltet, wenn die Ladung der Batterien auf 9,8 - 10,2 V sinkt.

Aber viel mehr kann ich dort nicht finden. Von einer Vorrangschaltung (priority circuit) steht nix geschrieben...

Variophoenix am 21 Mai 2016 16:09:20

Dann hat er auch keine. Denn wenn da eine drin wäre, würden mind 2 / 230V Kabel dahinführen. Eins rein und eins wieder raus. Ist nur eines dran hat man mind eine extra Steckdose. Keine Sorge wenn es richtig installiert ist wird schon nix passieren.

philipok am 21 Mai 2016 17:49:33

Variophoenix hat geschrieben:Dann hat er auch keine. Denn wenn da eine drin wäre, würden mind 2 / 230V Kabel dahinführen. Eins rein und eins wieder raus. Ist nur eines dran hat man mind eine extra Steckdose. Keine Sorge wenn es richtig installiert ist wird schon nix passieren.


Hi René,

richtig installiert wird er schon sein ... aber eben vom Vorbesitzer, nicht vom Fachmann. Ich prüf mal die Kabelführung zum WR.

Kannst du mir vielleicht noch sagen, wie viel der 1500 W WR an Strom zieht im Standby (hatte ein User geschrieben, dass auch im Standby Strom fließt). Im Wohnmobil-Handbuch steht, dass der WR je Leistung zur Batterie passen sollte: je 100 W am WR sollten 15 ah Batteriekapazität vorhanden sein. Bei 1500 W wären das 225 ah. Ich habe aber nur 2x 80 ah verbaut.

Kannst du/kann jemand etwas dazu sagen?

Beste Grüße & Danke!

murksmax am 22 Mai 2016 10:36:50

andwein hat geschrieben:Das ist so leider nicht ganz vollständig. Es kommt auf den Kühlschranktyp und dessen Ausstattung an:
Strom brauchen im Gasbetrieb: AES-Automatik, Kühlschrankbeleuchtung und natürlich alle Display-Gimmiks wie Temperaturanzeige, etc.
Gruß Andreas


Moin,

nicht zu vergessen die möglicherweise vorhandene elektronische Zündung und das Gasventil!

rolfblock am 01 Jun 2016 08:33:23

" Im Wohnmobil-Handbuch steht, dass der WR je Leistung zur Batterie passen sollte: je 100 W am WR sollten 15 ah Batteriekapazität vorhanden sein. Bei 1500 W wären das 225 ah. Ich habe aber nur 2x 80 ah verbaut.

Kannst du/kann jemand etwas dazu sagen?"

Die Batteriegröße muss zur der Leistung die verlangt wird passen, die maximal mögliche Leistung des WR ist unerheblich.
Bei mir ging jahrelang ein 1 kW WR an einer 80 Ah Gel. Ich hab aber nur selten mal mit Fön oder Staubsauger gepowered. Meist waren es nur 100 bis 200 W.
Des weiteren wäre der Batterietyp interessant.

rolfblock am 02 Jun 2016 17:49:04

Es wird hier im Forum immer wieder mal ungeschickt zum Wechselrichter beraten.
Wenn ich einen Wechselrichter möchte, ist die wichtigste Frage: Welche Anforderungen stellen die zukünftigen Verbraucher?
Da der WR zukunftstauglich sein sollte, kann es nur ein Sinus WR werden.
Nächste Frage: Wie gut muss der "reine" Sinus sein?
Für meinen Bassverstärker für den E-Bass hat ein billig SINUS WR nicht gelangt. Ich konnte ihn dann gegen einen extrem sauberen SINUS WR eintauschen. Der Oszllograph konnte den Unterschied zwischen "reinem Sinus" und extrem reinen Sinus schön zeigen. Der "reinen Sinus" hatte zu viele Treppchen.

Wie stark sollte der WR sein? Ganz einfach; min 1 kW, wenn der Platz es zulässt auch 1,5 oder sogar 2 kW. 1,5 dürfte aber immer ausreichend sein. Dabei ist die Batterie völlig irrelevant!!! Entgegen vielen Expertenmeinungen sollte man die Batterie nicht in die Planung der ANSCHAFFUNG eines WR einbeziehen.
Wohl aber die Verkabelung. Die fängt bei min 35 qmm an. Abgesichert wird mit min 200 A. Alles darunter ist Pfusch und muss hinterher noch einmal gekauft werden.
Nun zur Batterie. Entscheidend ist nur die aktuell verlangte Leistung, nicht die maximal mögliche des WR.
Daher kann man ganz locker die vorhanden Gel Batterie noch ein bis 2 Jahre mit richtig Leistung quälen, bis sie den Weg zum Wertstoffhof antritt. Danach ist man frei die Batterietechnik neu anzugehen.
Man spendiert ein wenig oder ein wenig mehr Geld und kauft eine "Plug, Play and Pay" Lösung, spart 25 kg Gewicht bei 2,5 facher abrufbarer Energie und freut sich, dass man damals bereits den richtigen WR gekauft hat.

Petri40 am 02 Jun 2016 18:44:30

Es wird hier im Forum immer wieder mal ungeschickt zum Wechselrichter beraten.


Endlich einmal eine klare, fachlich fundierte Aussage zur Anschaffung eines WR und zur Roller der Batterie in diesem Zusammenhang.
Was hab ich mir deswegen schon einen Kopf gemacht und nun die erschreckend simple Erläuterung.
Also, es geht auch ganz einfach!

1,5 (Watt WR) dürfte aber immer ausreichend sein.


Oder doch nicht?
Z.B. nicht, wenn man eine Kaffeemaschine um die 1350 W betreiben möchte.

Dabei ist die Batterie völlig irrelevant!!!


Ja aber, wenn ich nur 90 Ah zur Verfügung habe und die Batterie ist nur noch zu ¾ geladen?
Ich aber noch vier Kaffee brühen möchte?

Die (Verkabelung) fängt bei min 35 qmm an. Abgesichert wird mit min 200 A.


Gib doch bitte an mit welcher Sicherung 35 mm² max. abgesichert werden dürften oder welchen Leiterquerschnitt ich verbauen muss, wenn ich eine 200 A Sicherung verbauen soll.

TravelVanT690G am 03 Jun 2016 07:23:03

Ich habe gestern den Waeco PP602 modi Sinus Dauerleistung 550W eingebaut NUR um unsere Fahrrad Akkus laden zu können.
Da waren natürlich schon 2 Kabel dran die auch nicht dicker als die Paralellkabel der Batterien sind!
Und es läuft! Der WR hat 2x35A Sicherungen eingebaut.

Soll ich jetzt in der Plusleitung noch ne Sicherung setzen? Wieviel A? Und wenn ja warum, Leitung ist ca 30-40cm lang!

Gast am 03 Jun 2016 07:38:28

Nein,

Sollst du nicht!

Die mitgelieferten Leitungen sind bei der Länge "kurzschlussfest" was in dem Zusammenhang meint dass das WoMo nicht gleich abbrennen wird. An einer zusätzlichen Sicherung hast du zusätzlichen Leistungsverlust, irgendwo muss halt die Wärme zum schmelzen der Sicherung entnommen werden.

Nur wenn der Wechselrichter sich nicht komplett abstellen lässt, wäre eine Sicherung oder ein Hauptschalter als Trennstelle für Ruhezeiten des WoMo sinnvoll.


Dein Alf

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