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Wohnen im Reisemobil/Wohnmobil während meiner Deutschlandreise.
Seit ungefähr einem Jahr, mit zwei unfreiwilligen Unterbrechungen, bin ich nun unterwegs. Weil es seit Sonntag hier in Norddeutschland ununterbrochen regnet habe ich mal ein paar Daten zusammen gefaßt.
3900 km bin ich gefahren, kann es garnicht glauben, daß es so viel sind. Auf 82 Stellplätzen, in immerhin 12 Bundesländern, habe ich meistens 3 oder 4 Tage übernachtet. Diesel für 685,- Euro getankt, die Menge habe ich nicht erfaßt. Von Oktober bis April habe ich ca. 1Fl. Gas pro Woche verbraucht und zusätzlich noch einiges an Strom für den Ecomat. Da Stellplätze mit Stromanschluß leichter zu finden sind, als Tauschstellen für Alugasflaschen, habe ich mit Gas und Strom geheizt. Von Mai bis September 1Fl. Gas pro Monat. Durchschnittlich 7,75 Euro pro Übernachtung auf Stellplätzen. Wäsche gewaschen habe ich 2 mal auf einem Campingplatz, 2 mal in einem Waschsalon und 3 mal bei Verwandten. Das war ja meine größte Sorge, die Wäsche.
Die 3 kleinen Dachfenster wurden durch neue ersetzt und ein zweites Solarpanel installiert, während dessen ich mit Hund 2 mal im Hotel übernachtet habe. Die BearLock Wegfahrsperre wurde eingebaut und zwei neue AGM Aufbaubatterien. Arbeiten auf die ich warten konnte, bzw. einen Stadtbummel unternommen habe.
Einmal war ich sogar mit meiner Hündin beim Tierarzt. Für mich war zum Glück im vergangenen Jahr kein Arztbesuch notwendig.
Hatte in dem ganzen Jahr nur eine etwas unangenehme Begegnung auf einem Parkplatz in Jena, wo ich 2 Nächte stand. Sechs Männer aus der Slowakei, die in zwei Pkw übernachteten, begannen abends eine Schlägerei, gingen mit Flaschen aufeinander los. Als ich noch überlegte ob ich die Polizei rufen soll, hörte ich schon die Sirene. Ein Anwohner hat sie wohl gerufen, die Männer sind schnell weg gefahren. Ich hatte mir vorsichtshalber die Kennzeichen notiert und den Polizisten gegeben.
Oft stand ich im Winter allein auf einem Stellplatz. Und nicht immer war es da beleuchtet wenn ich spät abends nochmal mit meiner Hündin raus ging. Einmal wurde ein Rudel Rotwild aufgescheucht.
Viele große und kleine Städte habe ich besucht, aber auch einfach nur Wanderungen oder Spaziergänge gemacht. Ich fühle mich sehr wohl unterwegs, nur mit mir und meiner Hündin. Es gab auch schöne Gespräche mit netten Menschen auf den Stellplätzen oder beim Einkaufen. Aber überwiegend bin ich nur für mich, suche nicht die Gesellschaft anderer Reisemobilisten. Manchmal bin ich über das Verhalten der Menschen auf den Stellplätzen erstaunt. Solange es mich nicht betrifft ist es in Ordnung. So kann ich die größtmögliche, von mir erhoffte Freiheit, genießen.
Ich hoffe noch einige Jahre gesund zu bleiben und unterwegs zu sein.
Gruß Christa



Juni 2020
April 2020