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walter7149
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- März 2011
Auf der Straße nach Norden
   10 Mär 2011 00:30:41
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   10 Mär 2011 00:14:34

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Auf der Straße nach Norden

permanenter Linkvon walter7149 am 10 Mär 2011 00:30:41

Reisebericht von unserer Womotour vom
3. bis 9. Nov. 2010 nach Steigen zum Elchfest
Die Reise beginnt wie üblich bei uns am Mittwochabend nach der Arbeit,so gegen 19.00 Uhr.
Wir starten gern abends,da ist nicht mehr so viel Verkehr und der nächste Tag ist schon ein voller
Urlaubstag unterwegs,und am meisten freut sich unsere Vicky wenn´s endlich los geht,denn sie
merkt sofort wenn wir anfangen das Womo reisefertig zu machen.
Kurzer Stopp noch an der Statoil-tanke in Selbu zum Kaffee holen.
Von Selbu geht es dann bis zur E6 und dann noch weiter bis Rinnan,ca. 90 km,bis zum neuen
Womostellplatz an einem ehemaligen Militärobjekt direkt an der E6 – großer ebener geschotterter
Platz mit V/E-Station,keine Naturschönheit aber für Durchreisende bestens geeignet,wir stehen
ganz allein ca. 100 m weg von der E6.
GPS 63.76420° N ; 11.43600° O
Bilder vom Stellplatz Rinnan,Norwegen,Sør-Trøndelag am nächsten morgen
Auf den letzten paar Kilometern fängt es an zu regnen und wir sind froh den Stellplatz so gegen
21.00Uhr zu erreichen.
Am Donnerstag früh,als es heller wird,geht dann nach einer kurzen Shoppingtour im „Menü“ von
Verdal weiter – immer die E6 nordwärts – wir haben ja noch bis zu unserem Ziel noch gut 700 km
zu fahren.
Weil es den ganzen Tag nur regnet habe ich von der Hinfahrt keine Bilder gemacht,weil eh alles
grau in grau ist.
In Verdal und Mosjøen fahren wir noch die LPG-Füllstationen an,weil wir nach unserer letzten
Tour nicht wieder nachgefüllt hatten,aber ohne Kundenkarte von LPG Norge war es nicht möglich
dort Gas aufzufüllen.
Erst in Mo i Rana ,dicht neben der E6 von Süden kommend,haben wir dann mit VISA-Karte an
einer LPG-Station Gas aufgefüllt.An einem REMA 1000 dann nochmal preiswert getankt und etwas
Kuchen zum Kaffee eingekauft.Während der Kaffeepause hört es dann auf zu regnen,wird richtig
dunkel und wir haben noch 4 Stunden bis zum Ziel zu fahren.
Weiter geht’s im dunkeln über´s Saltfjell mit Polarkreis und es wird langsam aber sicher
winterlich – und das sieht dann so aus:
Nach der Überquerung des Polarkreises kommt im Saltdal links von der E6 eine Statoil-tankstelle
und mit unsere Abo -tassen holt Annett für jeden einen heißen frischen Kaffee.
Übrigens sind die Abo -tassen die beste Investition des Jahres für uns.Einmal am Jahresanfang
umgerechnet ca. 15,- €/Tasse bezahlt und dann das ganze Jahr gratis Kaffee,Tee oder Heiße
Schokolade trinken – einfach Klasseidee.
Gegen 22.00 kommen wir unserem Ziel näher,an der Shell-tanke in Innhavet links abbiegend
die E6 verlassen bis Finnøy,bei einer deutschen Familie,die dort einen Bauernhof übernommen hat.
Noch eine kurze Begrüßung,Womo abstellen,Strom anschließen und dann ins Bett.
Und am anderen Morgen sieht es dann so aus:
Freitag früh wir erst mal richtig ausgeschlafen – wir haben ja Urlaub und es wird sowieso nicht so
zeitig hell. Ab 10.00 wird bei einem gemütlichem Frühstück beim Bauern viel erzählt und gegen
15.00 kommen die Kinder aus der Schule und seine Frau von ihrer Arbeit als Krankenschwester.
Wie in Norge üblich gibt es,wenn die ganze Familie zuhause ist,ein warmes Mittagessen,und weil
wir dazugekommen sind gibt’s heute Putenkeulen mit Kartoffel und Gemüse. Weil danach alle sehr
satt sind wird das Dessert auf den Abend verschoben,da gibt es dann Rømmegrøt mit zerlassener
Butter,Zucker und Zimt oder Sauerkirschen.
Als die Kinder dann ins Bett sind können wir dann bei Bier,Whisky und Rotwein nochmal in Ruhe
erzählen. In der Nacht schneit und friert es – natürlich nicht im Womo,da ist es gemütlich warm.
Am Sonnabend frühstücken wir wieder gemeinsam,bekommen tiefgefrorene selbstgemachte
Butter und Sahne und verabschieden uns herzlichst wieder mit etwas Wehmut bis zum nächsten
Besuch.
Unser nächstes Ziel ist auf der anderen Seite des Fjordes,dicht bei den Bergen auf den letzten
Fotos,man kann hinschauen und muß trotzdem 70 km fahren.
Als wir dann bei unseren nächsten Bekannten,ein norwegisches Ehepaar,so ca. gegen 12.00
ankommen,sieht es dann so aus:
So sieht es aus,wenn man die Sonne ca. 3 Monate nicht mehr aufgehen sieht.
Und man sieht nur noch wo sie noch hin scheint.
Wie immer gibt es eine herzliche Begrüßung mit einer leckeren Lunchmahlzeit und viel zu
erzählen.
Am Abend gegen 19.00 kommen noch zwei andere gute Bekannte dazu und wir fahren mit einem
übervollen Auto(6 Personen) noch ca. 40 km zum „Elchfest“.Wir sind mit die Ersten und können
uns einen schönen 6er Tisch aussuchen.
Um 20.00 wird das Fest mit einer kurzen Ansprache eröffnet und kurz danach gibt es ein warmes
Büfett mit Elchgulasch,Salzkartoffeln,Rosenkohl,Möhrengemüs e,Preiselbeeren und einer
wunderbaren Sahnesoße. Es ist genügend aufgetragen und jeder kann soviel essen wie kann oder
will.Leider hab ich davon keine Bilder – und es schmeckt wie immer ganz prima.
Danach gibt es dann Musik und Tanz mit einer Einmannband. Da es nicht so voll ist wie die Jahre
vorher ist genug Platz auf der Tanzfläche.
Ab 22.30 gibt es dann noch ein Kuchenbüfett und Kaffee – aber davon hab ich Bilder:
vorher nachher
An alkoholischen Getränken gibt es Bier,Rot- und Weißwein und Cognac. Um 01.30 ist
Ausschankschluß und um 02.00 endet auch die Tanzmusik.
Während wir drinnen schön und lustig gefeiert haben,hat es draußen kräftig geschneit.Das Auto
wird vom Schnee befreit und wir zwängen uns alle wieder rein – eine lustige Fuhre.
Nachdem wir Helge vom Dyping abgesetzt haben und wir in Skramstad sind,bemerkt der zweite
Helge,daß er seinen Haustürschlüssel in seinem Auto vergessen hat.Nun mußte er sich eine Leiter
vom Stall holen und in sein eigenes Haus über den Balkon einsteigen – wir haben uns köstlich
amüsiert und gewartet bis er sicher drinnen ist.
Um 03.00 sind wir dann auch am Womo,der Hund freut sich,will nochmal raus und dann geht’s
auch ins Bett.
Am Sonntag gibt es recht spät ein gemütliches Frühstück,dann werden die geparkten Autos der
Anderen wieder nach hause gefahren und noch ein weiterer Besuch bei einer bekannten Familie.
Wie immer gibt es viel zu erzählen bei lecker Kuchen und Kaffee.Dann bimmelt das Handy und
Solfrid mahnt uns zum Abendbrot ,ja es ist ja schon wieder 19.00 – wie doch die Zeit vergeht.
Wieder zurück in Hoydal gibt es,ist ja klar,wieder lecker Abendbrot und es ist noch ein
gemütlicher Abend mit unseren Gastgebern.
Am Montag morgen,mal etwas früher als sonst,ihr werdet es schon richtig vermuten,gibt es wieder
gemütliches Frühstück,danach eine herzliche Verabschiedung und gegen 9.00 starte ich den
Womomotor zur Abfahrt zurück nach Selbu. Ach ja, noch einen Koffer von Solfrid mit zu Agneta
nach Levanger mitnehmen.
Wir gehen es ruhig an,denn geplant ist nur die halbe Strecke zu fahren. Aber bevor es richtig in
Richtung Süden geht,die vergessene Hundeleine noch von der Shell-tanke in Innhavet abholen.
Es sind richtig schöne winterliche Straßenverhältnisse – und das sieht dann so aus:
Wer erkennt diesen Felsen? - nächster Gebirgspass der E6 nördlich vom Polarkreis
Wenn man dann über den Berg ist....
…..... kommt wieder ein Fjord und viele Tunnel bis Fauske.
Und nach Fauske noch einige Tunnel bis man auf der E6 im Saltdal ist,wo man die Sonne noch
sehen kann.
Im Saltdal,vor der Überquerung des Polarkreises in südlicher Richtung,nochmal eine Pause mit
obligatorischen gratis Kaffee von Statoil und natürlich einem Besuch in der Lystøperie Rockland
„Arktik Lys og Design“ (Wachskerzenfabrik mit Verkaufsausstellung)
Exklusiv ein paar Bilder – ganzjährig geöffnet – es lohnt sich immer anzuhalten

Nach dem Einkaufsbummel im Kerzenladen geht es dann diesmal bei Tageslicht über das
Saltfjell mit Polarkreis.
In Mo i Rana noch mal Gas und Diesel tanken, durch Mosjøen bis zum geplanten
Übernachtungsplatz am „Tor nach Nord-Norge“
Auf den Straßen sieht man fest gefahrene Schneedecke,mal mehr oder weniger aufgeraut und
Fahrspuren weggekratzt,kein Sand,Splitt oder Salz gestreut !!!
ABER,weil alle anderen mit Spikesreifen(auch die LKW) fahren,nicht glatt,man kann problemlos
bis 80 km/h fahren wie auf trockenem Asphalt.
Die Nacht ist sternenklar und kalt. Am Dienstag morgen zeigt das Außenthermometer – 16,8°C,
wir sehen die Sonne wieder aufgehen und ich mache noch ein paar Fotos vom Rastplatz an den
stilisierten Nordlichterbogen über die E6.
Nach dem Frühstück wird der Motor gestartet und die Tour heimwärts geht weiter durch die
schöne Winterlandschaft. Es ist wenig Verkehr und ich kann beim Fahren noch einige schöne
Fotos machen.

Unterwegs wird es auch noch mal etwas kälter,aber wir erreichen nicht ganz die – 20°C Marke.
Die Sonne scheint und das Eis auf der Straße blendet noch zusätzlich,aber auf so trockenen
festgefahrenen Schnee und Eis fährt man fast wie auf trockenem Asphalt,man darf nur nicht
stark bremsen oder ruckartig lenken,also vorausschauend fahren mit 80 km/h und die Fahrt der
letzten Stunden noch genießen.
Ab Snaså kommune südwärts werden dann durch Streusalzeinsatz die Straßen zunehmend freier
und auf trockenem Asphalt geht es flott voran.
In Levanger haben wir dann noch einen Koffer bei Agneta abzuliefern und Annett wollte
eigentlich die Zwillinge mal sehen, aber das hat nicht geklappt.
Diesmal wird an der Shell-tanke am Flughafen Værnes/Trondheim aber die Gastankflasche
gleich wieder aufgefüllt und als nächstes wird eine Kundenkarte bei LPG Norge bestellt.
In Selbu an der Statoil wird auch der Dieseltank wieder gefüllt und noch einmal Heiße
Schokolade zum Abendbrot mit nach hause genommen.
Gegen 16.00 kommen wir zu hause an und es müssen erst mal ca. 20 cm Schnee geräumt
werden bevor wir das Womo ausräumen und wieder auf seinen Stellplatz rangieren Strom
anschließen,entsorgen und die Wasseranlage entleeren bevor alles ausgekühlt ist.
Damit geht eine schöne Wintertour zu ende und ich hoffe einige von euch haben richtig
LUST bekommen – der skandinavische Winter hat seine besonderen Reize und im Sommer
kann jeder hier rumfahren.
Nach der Tour ist vor der nächsten Tour,es ist noch nichts geplant,aber wenn Wetter,Lust
und Zeit passen sind wir ganz schnell mal „on the road again....“
Text und Bilder von Walter Berndt
Reisebegleitung: Annett und Vicky

viele grüße von Walter aus Selbu

Allzeit Gute Fahrt und viele freundliche Begegnungen mit WOMO-Freunden !!!
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