zwei Erkenntnisse gibt es vom heutigen Tag zu berichten:
Erste Erkenntnis: Das Service Fluid einer Efoy Brennstoffzelle ist ein Gemisch aus destilliertem Wasser und Methanol. Je wärmer der Zelle im Betrieb ist, umso mehr wird davon verbraucht, bzw. umso schlechter kann es regeneriert werden. Die Zelle erzeugt ja selbst auch Wasser quasi als Abfallprodukt. Ein Teil davon wird wohl der Serviceflüssigkeit zugesetzt. Wenn die Zelle oft warm wird im Betrieb, verbraucht sie ihre Serviceflüssigkeit schneller. Das war bei mir der Fall. Die Zelle steckt im Kleiderschrank und der Lüfter läuft recht oft. Nächstes Projekt ist hier mit weiteren Luftöffnungen und PC-Lüftern nachzuhelfen.
Ach ja, eine weitere Erkenntnis hat sich heute verfestigt: Firma SFC (Efoy) hilft schnell und kulant. Bei Böhm in Garching hat man dort angerufen und ich konnte gleich mit meiner Zelle hinfahren. Ein Service Techniker hat sich der Sache angenommen. Es war wohl wirklich zu wenig Service-Fluid. Er hat selbst aus einer großen Flasche nachgefüllt und ich habe jetzt drei Flaschen in Reserve.
Erkenntnis Nummer Zwei: Man kann Pizza in der Pfanne backen. Eine Aldi-Margherita passt knapp rein...
... wird aber gar und auch etwas knusprig, wobei diese noch ein paar Minuten mehr vertragen hätte.
Verbrannt ist jedenfalls nichts. Gasherd auf kleine Flamme und den Deckel auf die Pfanne, dann klappt das. Einziges Hindernis beim Pizza-Konsum ist mein mikroskopisch kleines Eisfach. Es passt mit knapper Not eine Pizza ohne Karton, zwei Kühlakkus und eine kleine Tupperdose rein.
Auf der Autobahn klemme ich mich meistens mit 88-91km/h zwischen die Laster. Mit dem Tempomat etwas langsamer oder schneller werden, um den Abstand zu halten und ansonsten rollen lassen, so lange die Trucker gleichmäßig fahren können. Der Lohn ist ein Verbrauch von 8,3l auf 100km und ein sehr entspanntes Fahrgefühl.
Die Autobahn verlasse ich hinter Würzburg bei Marktheidenfeld und fahre am Main entlang bis Lohr. Da gibt es einen Stellplatz an der Mainlände:
--> Link
Allerdings nicht ganz ruhig, weil an der Durchgangsstraße gelegen und von zwei Brücken eingerahmt. Aber die Altstadt ist nur ein paar Schritte entfernt.
Preis: 5€/Nacht und 1€ für vier Stunden Strom. Aber meine Brennstoffzelle geht ja wieder.
Nach der Ankunft drehe ich noch eine kleine Runde durch die Altstadt.
Viel Fachwerk und eine Menge Restaurants mit Tischen vor der Tür.
Auch mir ist es warm genug zum draußen Essen auf dem Stellplatz.
Zum guten Schluss noch ein Mops-Gedicht von Ernst Jandl, gefunden im Kunsthaus Lohr:
Mögen immer genug O's auf euren Tastaturen sein.
Gute Nacht
Henning / CarbonUnit



Oktober 2012
September 2012