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Schleichende Entladung trotz Landstrom


Alete am 11 Jan 2022 11:11:12

Hallo,

ich habe ein Wohnmobil (Alter und Übergabe 07/2020), dessen elektr. Geräte größtenteils aus dem Haus Votronic stammt:

1 Netz-Ladegerät Automatic Charger VAC 1240 M 3A (Nr. 0413) (Votronic)
2 Inverter (Wechselrichter) MobilPOWER Inverter SMI 1700 ST-NVS (Nr. 3184) (Votronic)
3 Lade-Wandler (Ladebooster) VCC 1212-50 (Nr. 3326) (Votronic)
4 Solarmodule (4x) KVM 100 W 12V flexibel (Solar Swiss)
5 Solar-Laderegler (2x) MPP 250 Duo Digital (Nr. 1715) (Votronic)
6 Aufbau-Batterien (2x) LiFePO4 12,8/150 (Victron energy)
7 Tiefentladungsschutz Battery Protect BP 12V/24V 220 (Victron energy)
8 Batteriemanagement­system miniBMS (Victron energy)

Seit einiger Zeit bemerke ich, dass der Ladezustand bei einer Landstromversorgung nach ca. 8h beginnt langsam abzunehmen.
Dieser Effekt verstärkt sich mit zunehmender Zeit.
Nach einem kurzzeitigen Unterbrechen der Landstromversorgung beginnt der vollständige Ladevorgang umgehend. Aber nach weiteren ca. 8h beginnt wieder das ablesbare Absinken des Ladezustands.

Können Sie mir einen Rat oder Tipp geben woran das liegt?

Über einige aussagekräftige Antworten würde ich mich sehr freuen.

Peter

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silver34 am 11 Jan 2022 11:47:04

Wenn du aussagekräftige Antworten haben möchtest, solltest du allerdings auch genug Fakten liefern!
Nicht alle haben eine hochpolierte Glaskugel!

Wie groß ist dein Effekt? %SOC oder Ah

Welche Spannung liegt an?

Ich vermute der Effekt war schon immer da, ist dir nur jetzt aufgefallen (Durch die niedrigen Temperaturen verschiebt sich die Spannungslage und verstärkt etwas den Effekt)!

Da es bei dir so nach 8h vermute ich das Ladegerät noch auf Gel steht, bei Li-Programmen sollte es nach 1h schon beginnen!

Bei mir fällt der SOC wenn mit 14,4V vollgeladen und auf 13,8V Erhaltung geht um ca. 1%.
Bei der Ruhespannung von 13,3-13,4V fehlen dann so 4-5% von SOC!

Pechvogel am 11 Jan 2022 11:53:49

Hallo Peter,
willkommen hier im Forum!! ( und stell Dich ruhig mal vor?! )

Ich nehme mal an dass Dein Womo im Moment keinen Strom aus Solar generieren kann ( z.B. weil es in einer Halle steht )?
Das Ladegerät lädt den LI-Akku bis er voll ist. Dann schaltet sich das Ladegerät komplett ab. D.h. wo bei "herkömmlicher Ladetechnik" noch eine Erhaltungsladung vorlag steht ein voller LI-Akku "ohne Strom nur so rum".
Wenn dann ein paar Verbraucher etwas Strom entnehmen nimmt der Ladezustand des Akkus ab. Das geht so weit bis das Ladegerät einen gewissen Ladezustand erkennt und den Akku wieder voll macht.
Ziehst Du allerdings den Stecker ( vom Ladegerät / Landstrom ) und steckst ihn wieder rein beginnt das Ladegerät standardmäßig erstmal den Akku voll zu laden bevor es ihn wieder "überwacht".




Grüße
Dirk

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MountainBiker am 11 Jan 2022 12:14:09

Hallo,

Seit einiger Zeit bemerke ich, dass der Ladezustand bei einer Landstromversorgung nach ca. 8h beginnt langsam abzunehmen.


Auf welcher Grundlage beruht diese Aussage, aus obiger Konfiguration ersehe ich keinen Batteriecomputer oder Smart-Shunt! Wenn Du die Spannung als Grundlage nimmst, das ist auf jeden Fall keine Basis für eine SoC Bestimmung!

kheinz am 11 Jan 2022 12:28:36

Übrigens, eine vollgeladenen - neue - Batterie hat, frei im Raum stehend, also ohne jeglichen Anschluss ( laden / entladen) bei einer Temperatur von 21°C eine Spannung von 12,7 Volt = Ladezustand 100%.
Nicht mehr und nicht weniger.....................
Gemessen mit einem guten Voltmeter und nicht mit so Wundertüten wie sie in den Wohnmobilen, genannt
- Batteriecomputer - eingebaut sind.

MfG kheinz

Pechvogel am 11 Jan 2022 12:34:25

kheinz hat geschrieben:Übrigens, eine vollgeladenen - neue - Batterie hat, frei im Raum stehend, also ohne jeglichen Anschluss ( laden / entladen) bei einer Temperatur von 21°C eine Spannung von 12,7 Volt = Ladezustand 100%.
Nicht mehr und nicht weniger...

Dann sag denen bei Victron das doch auch mal. Vielleicht ändern sie dann mal das Etikett ihrer Batterien?
Alete hat geschrieben:...
6 Aufbau-Batterien (2x) LiFePO4 12,8/150 (Victron energy)
...





Grüße
Dirk

MountainBiker am 11 Jan 2022 12:41:40

Hallo,

Übrigens, eine vollgeladenen - neue - Batterie hat, frei im Raum stehend, also ohne jeglichen Anschluss ( laden / entladen) bei einer Temperatur von 21°C eine Spannung von 12,7 Volt = Ladezustand 100%.


wir sind hier im LiFePO4 Forum und es geht nicht um Bleibatterien, insofern ist diese Aussage falsch!
Eine LiFePO4-Batterie mit 12,7V ist fast komplett leer!

An den TE: betreibst Du den Batteriemix als Hybrid, fest verdrahtet?

kheinz am 11 Jan 2022 12:47:15

LiFePo4 Akkus werden wegen des geringeren Gewichtes und der Leistungsfähigkeit immer beliebter.

Ein paar Dinge gibt es zu beachten wenn man damit länger Freude haben will:

Spannungsbereich: für den 12V Bereich werden 4 Zellen zusammengeschlossen.
typischer Spannungsbereich je Zelle: 2.5V bis 3.6V, dh in Summe 10V bis 14.4V.

Aber das sind die Extremwerte, so richtig fühlt sich der Akku zwischen 13V und 13.3V.
Unter 12V Leerlaufspannung ist der Akku praktisch leer.
Die Ladeendspannung ist zwar 14.4V, aber die Spannung fällt nach Ladeende gleich auf 13.3V ab.
Deswegen darf man den Akku nicht mit 14.4V dauerladen, das schädigt den Akku.
usw. usw.

MfG kheinz

Pechvogel am 11 Jan 2022 12:51:41

kheinz hat geschrieben:...Deswegen darf man den Akku nicht mit 14.4V dauerladen, das schädigt den Akku...

Darum schaltet sich das Ladegerät des TE auch kompl. weg wenn der Akku voll ist!



Grüße
Dirk

Pechvogel am 11 Jan 2022 12:52:46

MountainBiker hat geschrieben:... Batteriemix ...

Hab´ ich da was nicht gesehen oder wie kommst Du auf MIX??



Grüße
Dirk

kheinz am 11 Jan 2022 12:55:27

Das schonmal gelesen: --> Link.
Sich vorab mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen ist allemal besser als auf einmal vor Problemen zu stehen.

MfG kheinz

MountainBiker am 11 Jan 2022 13:00:39

Hallo,

6 Aufbau-Batterien (2x) LiFePO4 12,8/150 (Victron energy)


Hab überlesen, dass es nicht 6 Batterien insgesamt sind sondern nur eine Aufzählung! Leider wissen wir nichts über die Ladeparameter/Einstellungen.

Pechvogel am 11 Jan 2022 13:02:27

kheinz hat geschrieben:Das schonmal gelesen: --> Link.
Sich vorab mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen ist allemal besser als auf einmal vor Problemen zu stehen.

Vielleicht solltest Du erstmal das lesen:
Alete hat geschrieben:...
1 Netz-Ladegerät Automatic Charger VAC 1240 M 3A (Nr. 0413) (Votronic)...

Und dann vielleicht auch noch das hier:
--> Link
und dann vielleicht mal überlegen was das ganze dem TE bei seiner Fragestellung hilft?!



Grüße
Dirk

Pechvogel am 11 Jan 2022 13:04:43

MountainBiker hat geschrieben:...Leider wissen wir nichts über die Ladeparameter/Einstellungen.

Da der TE alles "aus einer Hand" hat kann man wohl davon ausgehen dass das Votronic-Ladegerät die Votronic-Akkus mit dem passenden LI-Ladeprogramm lädt?!




Grüße
Dirk

Tinduck am 11 Jan 2022 13:05:56

Völlig normales Verhalten, deine stillen Verbraucher nuckeln am Akku, und der leert sich langsam, weil nix nachlädt. Das LG springt erst bei Unterschreiten einer Mindestspannung wieder an, oder wenn es manuell neu gestartet wird.

Kannst froh sein, dass der Shunt das überhaupt mitbekommt... oder traurig, dass du so einen hohen Ruhestrom im Womo hast, je nachdem.

bis denn,

Uwe

Gast am 11 Jan 2022 13:10:07

Pechvogel hat geschrieben:...die Votronic-Akkus...


Der TE hat Victron-Akkus mit passendem BMS.

Pechvogel am 11 Jan 2022 13:13:20

Pechvogel hat geschrieben:...die Votronic-Akkus...


hmarburg hat geschrieben:Der TE hat Victron-Akkus mit passendem BMS.

Wo Du Recht hast, hast Du Recht! :yau:



Grüße
Dirk

cinzano01 am 11 Jan 2022 13:27:54

Das, was du da beobachtest dürfte ganz normal sein.
Das Ladegerät lädt bis zum Erreichen der Ladeschlussspannung (verm. 14,2V oder 14,4V ), Dann geht es über in die Erhaltungsladung von 13,5 bzw. 13,4 V
Wenn die Spannung der Batterie nicht unter 13,25V sinkt, wird nicht nachgeladen. Und das kann bei einer großen LiFePO4 (hier 300 Ah) über einen langen Zeitraum der Fall sein.

VOTRONIC schreibt hier: --> Link

Ein neuer, kompletter Hauptladezyklus wird ausgeführt:
• Nach einem Netzausfall bzw. Abschaltung mit dem Netzschalter (Stellung „0“).
• Wenn die Batterie durch hohe Belastung über den maximalen Geräteladestrom hinaus für 30 Sekunden unter die Rücksetzspannung von ca. 12,75 V / 13,25 V gebracht wird.


Und weiter: Auto Wake Up alle 10 Tage 0,4 h

Wie stellst du das Sinken des Ladestands fest? Batteriecomputer?

Fledermaus am 11 Jan 2022 15:24:54

Servus
Der Votronic Lader berücksichtigt die Batteriewünsche, wie eingestellt. Und versorgt die 12V Verbraucher über das Ladegerät.
Ist bei mir so. Schwankungen auf der Batterie sehe ich als Normal an, mach mir keine Sorgen diesbezüglich.

Alete am 11 Jan 2022 18:10:40

Hallo zusammen,

vielen Dank schonmal für Euer Interesse an meinem Problem.

Ich hole zum besseren Verständnis der Situation ein bisschen aus:
Wir waren jetzt 3 Monate unterwegs und sind vor drei Tagen zurückgekehrt
Der beschriebene Effekt (nach vlt. 8h ist der Ladezustand um 1% auf 297Ah abgesunken trotz Landstromanschluß) trat jedesmal auf, wenn wir mal auf einem Stellplatz mit Strom waren (meistens standen wir aber autark). Er ist auch unabhängig von der Sonneneinstrahlung und auch von der tatsächlichen Last. Unser Kühlschrank zieht z.B. ca. 4,5A und saugt so schon kräftig an den Batterien. Der beobachtete Abfall des Ladezustands ist aber völlig unabhängig davon.
Wenn der Landstrom uterbrochen und wieder angeschlossen wird, werden die Batterien auch wieder voll auf 100% = 300Ah geladen. Das zeigt die Anzeige des 'LCD-Batterie-Computer 400 S mit Smart-Shunt 400 A (Nr. 1269)' (Votronic) - den hatte ich leider in der Auflistung vergessen.
Wenn der Landstrom nicht unterbrochen wird, scheint sich dieser Abfall weiter zu beschleunigen, denn nach 2 Tagen war die Kapazität schon auf 265Ah abgesunken. Der Kühli und die anderen Verbraucher hätten die Kapazität in der Zeit ohne Landstrom ungefähr halbiert.
Eine Testreihe wurde nicht durchgeführt, da dies auf Reisen eher störend ist. Ich versuche ja nun das Problem einzukreisen.
Eine entsprechende Anfrage habe ich auch schon an Votronic gerichtet, aber noch (natürlich) noch keine Antwort bekommen.

Dass die richtige Ladekennline eingestellt wurde hatte ich letztes Jahr mal routinemäßig überprüft (da gab es dieses merkwürdige Verhalten definitiv nicht).

Ich habe von der Elektrik keine tiefergehende Ahnung und würde eben gerne einen Tipp haben, welches Bauteil möglicherweise dafür verantwortlich ist.

Schaltpläne und Anleitungen habe ich aus dem Internet zu den genannten Geräten soweit verfügbar heruntergeladen. Einen Schaltplan der Aufbau-Elektrik habe ich selber erstellt.

Das Mini-BMS wurde vom WoMo-Hersteller letztes Jahr nachgerüstet, da bei Sonneneinstrahlung während der Fahrt die Batterien nicht geladen wurden. Hintergründe kenne ich nicht.
Aber danach hat alles nach Wunsch funktioniert und der Ladebooster hat seine Aufgabe wieder erfüllt.

Weiteren Rückfragen zum Verständnis beantworte ich gerne, soweit es mir möglich ist. Aber tiefergehende Details und Fachbegriffe sind mir leider NICHT geläufig.

Vielen Dank schon mal im Voraus.

Gruß Peter

PS: ich schaue nochmal die Antworten durch, ob bestimmte Infos noch nachgeliefert werden können....

Fledermaus am 11 Jan 2022 20:03:08

Servus
Ich habe auch alles Votronic Geräte, Batterie von Lars mit 400Ah Winston

Warum hast einen 400 BC? Aber an den wird es nicht liegen.

Rufe direkt bei Votronic an und vergiss die langen Erklärungen bei Mail, die sind überlastet und verstehen lange Mail nicht, so hatte ich das Gefühl.
Per Tel ging es immer recht gut, ....

Alete am 11 Jan 2022 21:30:44

Fledermaus hat geschrieben:Servus
Ich habe auch alles Votronic Geräte, Batterie von Lars mit 400Ah Winston

Warum hast einen 400 BC? Aber an den wird es nicht liegen.

Rufe direkt bei Votronic an und vergiss die langen Erklärungen bei Mail, die sind überlastet und verstehen lange Mail nicht, so hatte ich das Gefühl.
Per Tel ging es immer recht gut, ....


Hi Fledermaus,

ich hab auf der Website von Votronic leider keine Tel.Nr. gefunden. Als Kontaktmöglichkeit wird lediglich ein Kontaktformular angeboten.
Hättest Du evtl. eine Tel.Nr. für mich?

Fledermaus am 12 Jan 2022 09:20:24

Servus
Leider hab ich keine Nummer bei der Hand, sollte am Katalog stehen,

Gast am 12 Jan 2022 09:23:18

Alete hat geschrieben:...ich hab auf der Website von Votronic leider keine Tel.Nr. gefunden. Als Kontaktmöglichkeit wird lediglich ein Kontaktformular angeboten.
Hättest Du evtl. eine Tel.Nr. für mich?


Hallo

auf der Internetseite ist ebenfalls die Telefonnummer zu finden: --> Link

Gast am 12 Jan 2022 10:01:43

Hallo Peter,

das Verhalten ist meiner Meinung nach ganz normal und auch bei mir so. Ich habe als Lader allerdings einen Victron Energy Multiplus sowie ein Hybridsystem aus AGM und LiFePO. Auch hier geht die Kapazität am Batteriecomputer langsam runter. Wenn ich dann die App vom LiFePO starte, deckt sich der Verbrauch mit der Anzeige der App.

Wie einige schon geschrieben haben, geht das Ladegerät ja nach einer gewissen Zeit auf Erhaltungsladung. Wenn dann die Akkuspannung entsprechend hoch ist, wird natürlich dann aus dem Akku entladen, ohne dass das Ladegerät nachsteuert.

Wenn ich dann eine Kaffee über den WR mache, dann wird danach wieder geladen, bis die 100% erreicht sind. Auch wenn ich kurzzeitig das Ladegerät abschalte und danach wieder mit der Ladung beginne, geht das bei 100% hoch.

Mehr wie 35Ah (bei 580Ah gesamt) ging der Batteriecomputer aber nie runter und hat sich dann bei dem Wert eingependelt.

Gruß Axel

UweHD am 12 Jan 2022 10:18:02

Trikeflieger hat geschrieben: ...das Verhalten ist meiner Meinung nach ganz normal und auch bei mir so. Ich habe als Lader allerdings einen Victron Energy Multiplus sowie ein Hybridsystem aus AGM und LiFePO. Auch hier geht die Kapazität am Batteriecomputer langsam runter...

Ja, das ist in der Tat normal und auch kein LiFePO-Phänomen. Ist bei meinem Nordelettrica NE350 mit 100AH AGM Akke ebenso.
Die heutigen Wohnmobil-Ladegeräte gehen i.d.R. in eine Erhaltungsladung über, wenn der volle Batteriestand erreicht ist, und puffern erst dann nach, wenn die Spannung unter einen bestimmten Hysteresewert gesunken ist. Das dient dazu, die Akkus in der "Ruhephase" mittels einer Erhaltungsladung zu schonen.
Aber das wurde hier ja schon mehrfach erwähnt...

Also, aus meiner Sicht ist hier alles so, wie es soll :)

Alete am 12 Jan 2022 11:06:36

hmarburg hat geschrieben:
Hallo

auf der Internetseite ist ebenfalls die Telefonnummer zu finden: --> Link


Danke für den Link - den hab ich wohl übersehen.
Werde dort mal anrufen und fragen ob es ein normales Verhalten ist.

Alete am 12 Jan 2022 11:57:57

UweHD hat geschrieben:Also, aus meiner Sicht ist hier alles so, wie es soll :)


Hi,
das mit dem Hysteresewert klingt einleuchtend.
Im Moment (24h nach dem Wiedereinstecken des Landstroms) ist die Anzeige auf 92% (=277Ah) gesunken. Ich werde nochmal 24h beobachten.

Der Anruf bei Votronic war insofern informativ, als dass das Problem bei der Initialisierung des BMS gesehen werden kann. Ein kurzzeitiges Abklemmen und wieder Anschließen würde die neue Initialisierung auslösen.
Das werde ich dann in den nächsten Tagen mal versuchen und anschließend darüber kurz berichten.

Danke ans Forum für die Gedanken und Ratschläge

Gruß
Peter

Tinduck am 13 Jan 2022 09:59:10

Mich wundert, wie doof diese modernen Ladegeräte sind.

Wenn unser olles Calira (Bj. 2002) Stromentnahme (12-V-Netz) bei Landstromanschluss detektiert, geht es in den Versorgungsmodus und hält konstant 14 V Bordspannung. Auf Erhaltungsladung geht es erst wieder, wenn kein 12-V-Strom mehr fliesst... das verhindert, dass die Batterien entladen werden, wenn Landstrom angeschlossen ist.

Früher für Blei optimal, jetzt für LiFePO diskutabel.

bis denn,

Uwe

Pechvogel am 13 Jan 2022 10:42:31

Letzten Endes wohl eine Frage der Philosophie die hinter dem Laden von LI-Akkus steht?!
Es gibt Verfechter der 50% Ladung für längere / lange Lagerzeiten.
D.h. wird der Akku, für z.B. die Winterpause, nicht bzw kaum genutzt dann wird er auf 50-80% seiner Kapazität entladen und letztlich auch da gehalten.
Wird nun plötzlich viel Strom verbraucht und der Akku geht unter seine 50% lädt das Ladegerät wieder auf 100% und schaltet sich dann komplett ab.
Erst wenn der Akku dann wieder einen gewissen Ladezustand unterschreitet "aktiviert" sich der Lader wieder.
Wird das Ladegerät aber vom ( Land- ) Strom getrennt und wieder eingesteckt dann lädt es erstmal auf 100%.



Grüße
Dirk

andwein am 13 Jan 2022 11:24:11

Tinduck hat geschrieben:Mich wundert, wie doof diese modernen Ladegeräte sind.bis denn, Uwe

Ja, wie im Leben, zuviel "smarte Intelligenz" macht manchmal doof!
Gruß Andreas

rolfk am 13 Jan 2022 16:09:52

andwein hat geschrieben:Ja, wie im Leben, zuviel "smarte Intelligenz" macht manchmal doof!
Gruß Andreas

Vor allem dann wenn man zwischendurch seine Meinung über das optimale Wunschergebnis ändert. :mrgreen:

Alete am 13 Jan 2022 17:12:16

Pechvogel hat geschrieben:Wird das Ladegerät aber vom ( Land- ) Strom getrennt und wieder eingesteckt dann lädt es erstmal auf 100%.
Grüße
Dirk


Hallo Dirk,

Ja, auch das klingt plausibel. Seltsam ist nur, dass am Service-Telefon überhaupt nicht die Rede war.
Ich beschlossen, den schleichenden Entladevorgang zu beobachten und zwar solange bis er deutlich unter die 50% sinken sollte.

Wenn es das nicht tun sollte, muss ich mir das BMS genauer anschauen.
Im Moment sind die Akkus bei 85%

Ich melde mich wieder

Pechvogel am 13 Jan 2022 17:44:36

Aber bei dem Ladegerät
Alete hat geschrieben:...1 Netz-Ladegerät Automatic Charger VAC 1240 M 3A (Nr. 0413) (Votronic)...

heißt es doch auf der Votronic-Homepage --> Link
"... Eine spezielle Ruhe-Erhaltung hält die LiFePO4-Batterie bei abgestelltem Fahrzeug (Saisonbetrieb) automatisch auf einem für die Lebensdauer vorteilhaften Ladestand von 50-80% und puffert dabei auch 12 V-Verbraucher sowie die Fahrzeug-Starterbatterie..."

Damit ist es doch "normal" dass der Ladezustand des Akkus bis 50% abfallen darf ohne dass das Ladegerät "eingreift".



Grüße
Dirk

Gast am 13 Jan 2022 19:12:33

cinzano01 hat geschrieben:Ein neuer, kompletter Hauptladezyklus wird ausgeführt:
• Nach einem Netzausfall bzw. Abschaltung mit dem Netzschalter (Stellung „0“).
• Wenn die Batterie durch hohe Belastung über den maximalen Geräteladestrom hinaus für 30 Sekunden unter die Rücksetzspannung von ca. 12,75 V / 13,25 V gebracht wird.


Danke für den Hinweis. Weißt Du wann die 12,75 Volt gelten, ist das für Blei?

UweHD am 14 Jan 2022 12:13:33

Die Alterung und damit der einhergehende Kapazitätsverlust bei Lixx-Zellen wird ganz wesentlich von Temperatur und Ladezustand beeinflußt.

Bei LiPO-Zellen tritt bereits innerhalb eines Jahres bei vollständig aufgeladenen Zellen bei 25°C ein Kapazitätsverlust von etwa 20% auf. Lagert man hingegen bei 40% Ladezustand, dann verringert sich dieser Effekt auf rund 4%:



Im Wohnmobilbereich übliche LiFePo4-Zellen sind da etwas verzeihlicher, reagieren aber im Grundsatz ähnlich auf die Parameter Temperatur und Ladezustand in Bezug auf die Zellalterung. Wikipedia sagt dazu folgendes --> Link
"Auch im Bereich der vom Hersteller angegebenen oberen Spannungsgrenze der Zellen setzen irreversible chemische Prozesse ein, die auf Dauer eine Kapazitätsabnahme und damit Zellverschleiß nach sich ziehen. <...schnipp...> Erhaltungs- oder Dauerladen mit konstanter Spannung mit der oberen Spannungsgrenze ist aufgrund der geringen Selbstentladung nicht notwendig und der Lebensdauer abträglich. Nach Erreichen des Vollladekriteriums wird daher die Abschaltung des Ladestroms empfohlen."

Es ist daher klar, warum die Hersteller von Ladeelektroniken entsprechende Kennlinien für eine Erhaltungsladung implementieren und den Akku nach einer Volladung erst dann wieder mit Ladestrom beaufschlagen, wenn das Hysteresekriterium der Ladekennlinie überschritten wurde. In der Praxis bedeutet dies, daß ein Akku auch an Landstrom zunächst eine sinkende Kapazität im BMS signalisiert bevor das Ladegerät wieder auf 100% Kapazität nachlädt.

Wer etwas tiefer in die Materie der Lixx-Technologie eintauchen möchte, dem kann ich das Papier "Lithium Polymer Akkutechnologie - Einführung" von Dipl.Ing. Frank Siegert empfehlen. Es ist praxisorientiert geschrieben und erklärt die Grundlagen der LIthium-Technologie recht anschaulich. Auch wenn Frank Siegert sich hauptsächlich auf Lithium-Polymer Akkus bezieht, sind die Grundlagen auch auf andere Bauformen von Li-Akkus übertragbar.

Hier der Link dazu: --> Link

ManfredK am 14 Jan 2022 13:04:22

Das mit dem Lagern von LiFePO4 Akkus hatten wir doch erst --> --> Link

UweHD am 14 Jan 2022 14:31:46

ManfredK hat geschrieben:Das mit dem Lagern von LiFePO4 Akkus hatten wir doch erst --> --> Link

Sicher, aber gerade in diesem Thread wurde ja thematisiert, warum LI-Ladegeräte nicht permanent nachpuffern. Und die Lagerspannungsproblematik ist die Antwort darauf. Ich denke nicht, daß das jedem bewußt ist :)

silver34 am 14 Jan 2022 15:00:44

Mir kommt es so vor wie: Wer bietet mehr!

Die von UweHD gepostete Tabelle bezieht sich auf Ladungsverluste (also reversible Verluste)!

Die irreversiblen Verluste liegen so bis 2,5% bei 25°C (Bei Li-Polymer).
Am Anfang des Batterielebens steigt sogar die Kapazität, da die Anode immer mit Überkapazität hergestellt wird und die Kathode beim Laden/Entladen etwas aufbricht und dadurch die Oberfläche größer wird.

Und ja Temperatur und Spannung haben darauf einen großen Einfluss! Auch die Dauer, es macht schon viel aus ob auf 14,6V voll und abgeschaltet oder ob Dauerhaft 14,6V gehalten werden...

Bei den meisten verkauften Li-Akkus (Meist auf Balancieren beim Laden eingestellt) würde ein einfaches I1U1-Ladegerät das bei erreichen der max. Spannung einfach komplett abschaltet reichen. Nur müsste da der geneigte Womo-Nutzer ja gelegentlich ein Knopf drücken.
So geht man darauf ein wird es dann auch noch eine U3 damit die Li nicht gestresst und der Nutzer kein Knöpfchen drücken muss...

UweHD am 14 Jan 2022 15:17:15

silver34 hat geschrieben: ...Die von UweHD gepostete Tabelle bezieht sich auf Ladungsverluste (also reversible Verluste)...

Du hast Recht, mein Fehler.
Ich bezog mich im Text auf irreversible Kapazitätsverluste, habe aber irrtümlich die Tabelle der Ladungsverluste gepostet. Danke für die Korrektur!

Alete am 14 Jan 2022 17:23:23

UweHD hat geschrieben:Sicher, aber gerade in diesem Thread wurde ja thematisiert, warum LI-Ladegeräte nicht permanent nachpuffern. Und die Lagerspannungsproblematik ist die Antwort darauf. Ich denke nicht, daß das jedem bewußt ist :)


Hallo,
in der Tat, dieser Sachverhalt war mir (als Laie) bislang nicht präsent.
Ich danke daher allen Antwortgebern für Energie sich mit dem Thema auseunanderzusetzen und auch schlüssige Erklärungen einzustellen.

Ein kleiner verständlich geschriebener Leitfaden gemäß 'LiFePO4 for Dummies' wäre schön gewesen, wenn es der Batterie bzw. dem WoMo begelegen hätte.

Von meiner Seite aus ist die EIngangsfragestellung voll umfänglich beantwortet.

VG
Peter

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