
Also fahren wir weiter, um die 450 km ans Nordkapp in Angriff zu nehmen.
Wir durchqueren das Björsefjellet, das von karger Vegetation bestimmt wird. Die Strasse ist übersät mit überfahrenen Lemmingen.
Lakselv ist die nächste Stadt, die wir erreichen. Sie besteht hauptsächlich aus 3 Tankstellen und mehreren Geschäften. Wir wechseln wieder auf die E6. In Trollheimsund schwenken wir kurz ab ans Meer. Hier stehen bizarre Figuren, die Wind und Wetter aus dem Dolomitgestein herausgearbeitet haben. Der Sage nach sind dies zu Stein erstarrte Trolle, die es nicht mehr geschafft haben, sich rechtzeitig vor dem Sonnenlicht in Sicherheit zu bringen.

Kurz nach Olderfjord biegen wir ab auf die E69, die uns bis zum Nordkapp bringt. Zuerst müssen wir jedoch den Nordkapptunnel zur Insel Mageroya - 6890 m lang und 212 m unter dem Meer durchfahren.

Dafür dürfen wir die stolze Maut in Höhe von 507 NOK berappen. Nach Honningswag steigt die Strasse steil an und führt uns aufs Plateau. Hier dürfen wir nochmals 470 NOK bezahlen, um 48 Stunden auf dem Parkplatz stehen zu dürfen.
Entschädigt werden wir durch herrlichstes Wetter. Das Thermometer zeigt 18°, die Sonne strahlt vom wolkenlosen Himmel. Wir sind fast alleine hier und können uns mit dem fotografieren ungestört austoben. Zum Glück sind wir so rechtzeitig am frühen Abend hier, die Touristenbusse treffen alle später ein und dann gibt es kaum noch ein freies Plätzchen an der Weltkugel.
Wir erleben einen bilderbuchmäßigen Sonnenuntergang, wie er schöner nicht sein kann.


Da die Zeit der Mitternachtssonne bereits vorbei ist, sind wir gespannt, wie lange es dauert, bis die Sonne wieder zum Vorschein kommt. Wir überbrücken die Wartezeit mit Volkers Zwetschgenwasser, das er uns für Notfälle mitgegeben hat.
Gefahrene km 449



Juni 2012
August 2011