
Ein Hinweisschild an der E10 fordert auf, zum berühmten Eishotel Juccasjärvi abzubiegen. Natürlich ist das Hotel noch nicht existent, die in einem Kühlhaus ausgestellten Figuren können auch nicht besichtigt werden. Ab Mitte August ist nördlich des Polarkreises anscheinend die Saison zu Ende.

Die ersten Birkenblätter färben sich schon gelb. Vom Womo aus sind jede Menge Pilze zu sehen. Mehrmals halten wir an, finden aber keine Steinpilze, sondern nur Pilze, die wir nicht kennen und die wir deshalb sicherheitshalber stehen lassen.
Hinter Jokkmokk überqueren wir zum zweiten Mal den Polarkreis, diesmal aber in südlicher Richtung. Dieser Übergang ist relativ schmucklos, lediglich ein paar weissgetünchte Findlinge markieren den Verlauf.

Jetzt wird ein „Konstverk“ mit Schildern an der Strasse angekündigt. Es handelt sich um ein Wasserkraftwerk am Lilla Lule Älv, das mit samischen Sinnbildern verschönert wurde.

Das Wetter ist unverändert schlecht und drückt die Stimmung. Schade, denn die tundramässige Landschaft regt die Vorstellung an, wie das hier alles so bei strahlendem Sonnenschein oder im Winter bei 25° Minus und Schneemassen aussehen würde.

Wir stehen jetzt in Arvidsjauer, einem Ort, der eigentlich in der Automobilindustrie bekannt ist, da die meisten Werke hierher zu ihren Wintertests kommen.
Gefahrene km 392



Juni 2012
August 2011