
Wenn man in Rodt unter Riedburg auf dem Wohnmobilstellpaltz in den Weinbergen steht, sieht man vor sich das Schloss Villa Ludwigshöhe und darüber die Riedburg. Beides gehört zu Edenkoben.
Unter dem Schloss Villa Ludwigshöhe gibt es unzählige Esskastanienbäume, wo man im Herbst nach Herzenslust sammeln kann. --> Link
Bei einem dort stattfindenen Keschdefest holte ich mir Tipps zur Verarbeitung dieser Keschde, wie man sie hier nennt.
Denn immer nur auf dem Grill oder im Backofen backen ist ja langweilig.
Dabei versicherte man mir, dass man Maroni ohne Schaden einfach unbehandelt einfrieren kann und dann später so verarbeiten kann wie frische.
Das habe ich nun ausprobiert.
In unserem Gefrierschrank fanden sich noch zwei Beutel mit eingefrorenen Maroni/ Esskastanien.
Maronensuppe:
Zunächst etwa 500g gefrorene Maroni für kurze Zeit in heißes Wasser geben, um die Schalen anzutauen und dann kreuzweise einritzen.
Danach diese Kastanien etwa 3-4 Minuten lang kochen
und evtl. wegen der empfindlichen Finger wieder in kaltem Wasser abkühlen.
Das Schälen ging danach recht einfach. Ich denke sogar schneller als bei frischen Maroni.
Nun die Kastanien etwas hacken und mit einer halben, in Ringe geschnittenen Stange Lauch, in Butter angeschwitzen.
Mit Gemüsbrühe, Muskat, Salz und Pfeffer würzen und mit je einem halben Liter Wasser und Milch aufgießen.
Das Ganze etwa 3o Minuten kochen lassen
danach unter Zufügen von etwa 200ml Sahne pürieren.
Sollte die Suppe zu sämig sein, noch Wasser hinzufügen.
Nun noch kräftig abschmecken, die Suppe hat eine ziemliche Süße und verträgt Salz und Schärfe.
Auch Piment d'Espelette macht sich da als Gewürz gut.
Abwandeln kann man das Rezept, indem man vorher Speck mit anbrät oder Speckstreifen auf oder in die Suppe gibt. Auch eine kräftige Flesichbrühe kann statt der Gemüsebrühe zum Kochen genommen werden.
Soll die Suppe als Cappuccino serviert werden, streicht man sie am besten nach dem Pürieren durch ein Sieb und garniert sie mit aufgeschäumter Milch.
Ich habe mich für die etwas sämigere Version entschieden und die Suppe mit Schnittlauch bestreut in einer Tasse serviert.
Für meine eigene Wohnmobilküche ist das Rezept nicht geeigent, da ich keinen Pürierstab dabei habe. Aber das kann sich ja noch ändern.
Daher fällt das Rezept in die Kategorie „Kochen mit Mitbringseln“, denn nach jeder Reise findet sich in unserer Womo- Garage einiges an kulinarischen Reisesouvenirs, die verarbeitet werden wollen.



Mai 2020
Februar 2018