Nicht nur Natur und Kultur faszinieren uns, auch das Erkunden der landestypischen Küche ist uns sehr wichtig.
Und wenn wir nicht essen gehen, kochen wir selbst.
Meist frisch und passend zu dem was in der Urlaubsgegend üblich ist.
Unsere allerersten Campingerfahrungen machten wir mit Freunden im Zelt und ohne eigene Ausrüstung außer Luftmatratzen und Schlafsäcken am Strand von
Les Stes. Maries de la Mer in der Camargue.
Das war Freiheit pur und prägte unser weiteres Urlaubsverhalten, auch als wir dann 13 Jahre später das erste Wohnmobil kauften.
Damals, mit Freunden im Zelt, gehörte es zur Urlaubsplanung, dass jeder einen bestimmten Betrag in eine Kasse einzahlte und von einem Teil des Geldes ein ganzer Kofferrraum voller Konserven im ganz neu eröffneten Riesensupermarkt auf der grünen Wiese eingekauft wurde. Ich staunte, was es da alles an Konserven gab und befürchtete Schlimmes. Sah vor meinem geistigen Auge meinen Bruder, der mit den Pfadfindern zeltete und sich ein Wochenende lang von Ravioli ernährte.
Aber am ersten Dienstag in Stes Maries ging es auf den riesigen Markt.
Da gab es wirklich alles was das Herz begehrt und es taten sich ganz neue Perspektiven für's Mittagessen auf. Wir schleppten kiloweise die reifsten Tomaten und Pfirsiche nach Hause und nachdem man mir eingetrichtert hatte, beim Metzger darauf zu achten, nur ja kein Fleisch vom "cheval" zu kaufen, durfte ich auch frische Bolognese Soße kochen. Die Raviolidosen konnten zu bleiben.
Natürlich lernte ich auch gleich in diesem ersten Urlaub Neues kennen.
Tellines
Einer unserer Mitreisenden war bei der Marine und wusste wie man Muscheln kochte.
Also stapften wir durchs seichte Wasser und fingen diese kleinen Muscheln, während sie versuchten, sich im Sand einzugraben.
Danach kochten und aßen wir sie. Seitdem sind Tellines mit großem Abstand meine Lieblingsmuscheln.
Vor allem lauwarm in einer Vinaigrette angemacht.
Der Blogtitel stammt übrigens von Klaus Hoffmann
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Mai 2020
Februar 2018