Nach einigem Hin- und Herüberlegen haben wir uns entschlossen, wieder einmal nach Deidesheim zum Weihnachtsmarkt zu fahren.
Weil ich wusste, dass es dort außer einem kleinen Stellplatz bei einem Winzer keine offiziellen Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobile gibt und da außerdem der Parkplatz bei den Schulen weggefallen ist, weil dort ein toller Bewegungspark für alle Generationen entstanden ist, fragte ich per mail beim Fremdenverkehrsbüro an und bekam postwendend die Antwort, dass wir auf allen Parplätzen stehen und übernachten könnten, ein Plan war angehängt, nur sollten wir früh genug vor Eröffnung des Marktes da sein.
Wir fuhren also am Samstagmorgen los und fanden dann tatsächlich nur wenige Meter vom Eingang des Weihnachtsmarktes entfernt einen, zu dem Zeitpunkt noch leeren, Parkplatz bei einem ehemaligen Discounter. Schnell hatten wir eingeparkt und konnten uns bei eisiger Kälte aber strahlendem Sonnenschein auf den Weg machen.

In Deidesheim gibt es ein sehr vielfältiges Angebot an Waren und ich fand auch schnell, wonach ich suchte. Einen Stand mit Bürsten, wo ich einen besonders weichen Backpinsel kaufen konnte und natürlich auch einen Stand mit Gewürzen. Ich kaufe meine Gewürze fast ausschließlich auf Märkten.
Danach probierten wir dann, wie könnte es anders sein, den ersten Glühwein. Hier in Deidesheim werden alle Glühweine aus Deidesheimer Weinen hergestellt. Das ist einer der Gründe, wieso es uns hier besonders gut gefällt.
Wir verkaufen nämlich auf dem Limburger Weihnachtsmarkt selbst für den Städtepartnerschaftsverein Glühwein, roten aus Beaujolais und weißen aus Pfälzer Weißwein selbst zusammengemixt, dadurch schmeckt uns der fertige Glühwein, der an den meisten anderen Weihnachtsmarktständen verkauft wird, kaum noch.
Der Dornfelder-Glühwein schmeckte jedenfalls klasse.
Wir bummelten weiter. Es war noch wenig los und man konnte die Stände, Ateliers, Höfe und Werkstätten in Ruhe besichtigen.
Zum Mittagessen gönnten wir uns in der Weihnachtsscheune des Deidesheimer Hofes Rehgulasch. Es scheckte sehr gut und stark nach Lebkuchengewürzen.
Anschließend gönnten wir uns eine Ruhepause im Wohnmobil um dann später bei Dunkelheit wieder zum Markt zu gehen.
Die Stimmung war sehr schön, der Glühwein schmeckte immer noch und es gab, nun mit wunderschöner Beleuchtung, noch so einiges zu entdecken.
Zum Beispiel "Dubbegläser" als Partytische bzw. Laternen.
An einem Stand wurden Piemonteser Spezialitäten angeboten und ich kaufte einen klitzekleinen Trüffel.
Später zogen wir uns dann müde ins gut angewärmte Wohnmobil zurück. Und da der Markt nicht endlos lange dauerte, kehrte auch bald Ruhe auf dem Parkplatz ein.
Wir schliefen bestens. Am nächsten Morgen gab es dann Croissants aus der Bäckerei im nahen Wasgau Markt.
Wir haben in Deutschland selten so gute Croissants gegessen.
Schon am frühen Morgen schien die Sonne auf unser Wohnmobil und die Batterien begannen wieder zu laden.
Und wir machten uns gegen Mittag ganz gemütlich auf den Weg zur Autobahn und wieder nach Hause.
Dort kochte ich uns ein feines, getrüffeltes Kartoffelsüppchen.
Danach genossen wir die Sonne und die frische Luft bei einem langen Spaziergang durch die herrliche Winterlandschaft hier zu Hause.
Fazit: Deidesheim hat einen sehr schönen, stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Es gibt ausgesprochen guten Glühwein und Stände mit schönem Kunsthandwerk.
Dieses Jahr findet der Markt noch an den nächsten beiden Adventswochenenden statt.
Und wir fahren mit Sicherheit in den nächsten Jahren wieder hin.



Mai 2020
Februar 2018