Es ist wahrlich frisch heute früh und der Regen prasselt auf’s Blechdach. Wir starten nach dem Frühstück und stoppen in Sant Pere Pescador bei Mas Guso, machen eine kleine Weinprobe und decken uns mit Rot- und Roséwein ein, kaufen noch Gemüse und andere Köstlichkeiten und fahren weiter bei Regen und 12 °C über die Autobahn nach Frankreich.


Das Wetter bessert sich im Laufe des Tages. Wir steuern den CP Les Tamaris in Frontignan Plage an, der leider komplett belegt ist. Ein weiterer Versuch auf dem CP Les Palavas in Palavas-les-Flots scheitert ebenfalls. Eigentlich wollten wir einen netten CP ausfindig machen, auf dem Klaudia und Hartmut, unsere Kastenwagenfreunde, morgen zu uns stoßen wollen. Nun sitzen wir in einem kleinen Café in Palavas, telefonieren mit den beiden und kommen überein, dass wir zu Ihnen auf La Brise in Saintes-Maries-de-la Mer kommen werden. Eine Stunde später stehen wir auf einer Parzelle hinter Klaudia und Hartmut eingemummelt in Regenjacken unter unserer Markise. Morgen soll es aber wieder schön und warm werden.

Mittwoch, 12.6.2019
Der Tag beginnt freundlich. Die Sonne scheint. Nach dem Frühstück machen Klaudia, Hartmut und ich einen Spaziergang am Meer.


Gert startet zu einer, wie sich später rausstellt, für ihn langweiligen Radtour durch die Camarque. 90 Kilometer, meist nur geradeaus und Höhenmeter Fehlanzeige. Dafür weiße Pferde links und rechts des Asphalts.
Diese sollte man auf keinen Fall während der Fahrt anfangen zu zählen. Zu gefährlich. Nachmittags bummeln wir durch den Ort und abends machen wir Pläne für den nächsten Tag.

Schnell kommen wir überein. Es geht nach Uzès auf CP Mas de Rey.
Donnerstag, 13.6.2019
Nach dem Frühstück fahre ich mit dem Rad in den Ort, ein Geschenk für Klaudia besorgen, die heute Geburtstag hat. Gert kümmert sich in der Zwischenzeit um Ver- und Entsorgung, macht den Abwasch und packt zusammen. Dann fahren wir nach Uzès.
Genau zur Mittagsruhe treffen wir dort ein. Wir verbringen die 1,5 Stunden mit Kaffee trinken und den Platz begutachten. Die Rezeption öffnet. Bevor sich zwei Hamburger vordrängeln können, schießt Hartmut entschlossen vor und klärt sie auf, dass wir bereits seit 13.15 Uhr hier warten würden. Die Dame am Empfang ist sehr nett und führt uns zu einer Parzelle, die (nicht sonderlich groß) für 2 Kästen und einen Motorradanhänger reichen muss, denn ansonsten ist alles belegt. Passt, und ist kuschelig. Kosten: Eine Parzelle, 2 Kästen, 1 Anhänger, 4 Personen 35,00 €. Da kann man nicht meckern ☺.

Nachdem wir eingeparkt und ausgepackt haben, starten wir nach Uzès. Gert und ich mit den Rädern, Klaudia und Hartmut mit dem Motorrad.
Uzes, nördlich von Nimes gelegen, ist eines der reizvollsten Städtchen des Languedoc, dessen Ge-schichte bis in die Römerzeit zurück reicht. Wir schlendern durch die mittelalterliche Altstadt vorbei am herzoglichen Schloß Le Douché, am 43 Meter hohen Bergfried Tour Bermonde, über den Place aux Herbes mit seinen schönen Arkaden. Über kopfsteingepflasterte Gassen streunen Katzen, in den Stadtpalästen aus Renaissance und Klassizismus verkaufen Aussteiger, Antiquitätenhändler, Künstler und Kunsthandwerker das Lebensgefühl des Südens – Schmuck, Mode und Ambiente im Flair des Midi.
Abends grillen wir und lassen den Tag gemütlich bei einem unbeschreiblichen Sonnenuntergang ausklingen.
Freitag 14.6.2019
Heute heißt es Abschied nehmen. Klaudia und Hartmut fahren nach Millau, wir machen uns auf den Heimweg.
Vorher statten wir dem Winzer Domaine Saint Firmin noch einen Besuch ab und kaufen Weißwein und Rosé. Anschließend erstehen wir in der Moulin d’Uzès feinstes Olivenöl aus schwarzen Oliven und begeben uns über Landstraßen endgültig auf den Heimweg.




Gegen Abend erreichen wir einen kleinen Ort namens Saint Amour mit kostenlosem Stellplatz. Nach dem Abendessen erkunden wir den Ort zu Fuß. Zum Einschlafen geben die Frösche ein Konzert.
Samstag 15.6.2019
Die Reise neigt sich dem Ende. Nach dem Frühstück fahren wir wieder über Landstraßen bis zur deutschen Grenze.
Anschließend geht es über die A5 gut erholt, staufrei und somit zügig nachhause.
Gefahrene Km: 3366
Ø-Verbrauch: 8,4 Liter
ÜN Stell- und Campingplätze: € 287,00
Maut: 158,45
Tanken: 391,80
Verpflegung, Eintritte, Essen gehen: 465,00




November 2022
Juli 2022