affvanhoff am 26 Apr 2026 21:12:05 Moin zusammen, Gestern, am 25.4.2026 sind wir vormittags auf der AP 7 aus Girona kommend Richtung Süden gefahren. Auf mehreren Anzeigetafeln an den schilderbrücken waren in französischer und englischer Sprache warnhinweise angezeigt. Soweit ich das auf die Schnelle gelesen und realisiert habe, wurde vor Fake Unfällen, Raubüberfällen usw gewarnt. Das Problem ist ja nun schon lange bekannt. Was mich etwas erschüttert hat, ist die Tatsache, dass eine Behörde damit in meinen Augen offiziell bestätigt, die Situation nicht mehr im Griff zu haben. Kapituliert hier der rechtsstaat? Schiebt man die Verantwortung ab nach dem Motto: Wir haben ja gewarnt. Oder sehe ich das zu verkniffen? Grüße Heiner
RaGu am 26 Apr 2026 21:20:13 affvanhoff hat geschrieben:Moin zusammen, Oder sehe ich das zu verkniffen?
ja....
WomoToureu am 26 Apr 2026 21:34:28 affvanhoff hat geschrieben:Kapituliert hier der rechtsstaat? Schiebt man die Verantwortung ab nach dem Motto: Wir haben ja gewarnt.Oder sehe ich das zu verkniffen?
Ja. Sollen sie nicht waren ? Was ist mit den ganzen Wohnmobilen die in Deutschland geklaut werden ? Hat Deutschland das nicht im Griff ? Kriminalität gibt es überall, Spanien kontrolliert und fängt. Aber es gibt eben Banden die dort operieren. Es gibt Banden die bringen Rauschgift übers Mittelmeer ...... Zitat:Die Guardia Civil nahm in den vergangenen drei Jahren 43 mutmaßliche Banden-Mitglieder fest. Bei den meisten handelt es sich um Wiederholungstäter. Viele wurden schon vor 2010 in Spanien straffällig, andere wurden in mehreren europäischen Ländern polizeilich erfasst. --> Link
neyoo am 26 Apr 2026 22:15:59 affvanhoff hat geschrieben:Moin zusammen, .. Das Problem ist ja nun schon lange bekannt. Was mich etwas erschüttert hat, ist die Tatsache, dass eine Behörde damit in meinen Augen offiziell bestätigt, die Situation nicht mehr im Griff zu haben. Kapituliert hier der rechtsstaat? Schiebt man die Verantwortung ab nach dem Motto: Wir haben ja gewarnt. Oder sehe ich das zu verkniffen? ..
Mag sein, daß die Behörden überfordert sind. Es gibt überall auf der Welt Orte, die man meiden sollte. Erwarte nicht, daß in der Situation dir jemand helfen kann. Nur du selbst kannst etwas tun. z.B. Dort nicht hinfahren und wenn schon, dann nicht anhalten..... usw. Ist so ähnlich wie in Kapstadt, wo seit Jahren Leute ( zum teil mit Pistole ) in der Nähe vom Flughafen auf die Autobahn laufen und Autos anhalten und ausrauben. Die Behörden schieben die Verantwortung nicht ab, sie warnen dich nur davor, was passieren kann, wenn du dort Urlaub machst. ..... ( kennt jemand zufällig eine nette Großstadt in der Nähe, in der man in der vollen Fußgängerzone gemütlich spazieren gehen kann, ohne daß man Bedenken haben muß, daß es Taschendiebe gibt? ) viele grüße neyoo
HeideMobil am 27 Apr 2026 08:08:50 Es ist doch sinnvoll Ahnungslose zu warnen. Auch Autofahrer als Zeugen, denen die Problematik evtl gar nicht bekannt ist. Ich weiß das von einem Freund mit Wohnwagen, bei dem versucht wurde einen Unfall zu faken. Generell hat Spanien wesentlich niedrigere Kriminalität als Deutschland. Wer sich vorbereiten möchte holt die App Alert Cops Spain auf sein Handy und ruft damit die Polizei nachdem er vorher das Kennzeichen und Autotyp fotografiert oder notiert hat.
palstek am 27 Apr 2026 10:35:35 Es gibt in Spanien übrigens auch eine Touristenpolizei (Servicio de Atención al Turista Extranjero - SATE), die man unter der Nummer +34 902 102 112 erreicht. Damit kann auf Deutsch (und Englisch, Französisch und Italienisch) Verbrechen melden, die keine akuten Notfälle sind, also beispielsweise eine Anzeige bei einem Diebstahl aufgeben. Man erhält eine Fallnummer, mit der man innerhalb 48 Stunden zur nächstgelegenen Polizeistation geht. Dort wird der Fall abgerufen und man kann direkt die Anzeige unterschreiben, ohne dass Sprachbarrieren auftreten.
Tinduck am 27 Apr 2026 11:00:39 Ich finde das gut, dass die warnen. Gibt ja anscheinend immer noch Leute, die auf Trickbetrüger reinfallen, weil sie die Maschen nicht kennen. Vielleicht bringen die Warnungen ja ein paar Leute dazu, sich mal schlau zu machen.
Bis denn,
Uwe
mowgli am 27 Apr 2026 11:16:05 Bei uns gibt es den Enkel Trick und die Polizisten die den Schmuck gegen Diebstahl sichern und ähnliches. Es wird seit Jahren davon gewarnt und die Leute fallen immer noch darauf herein. Warum sollte das in Spanien anders sein. Vor allem weil die Womo Fahrer und Fahrerinnen in Urlaubsstimmung sind. Ich finde es gut das, vor Ort, davor gewarnt wird.
dietmardd am 12 Mai 2026 21:55:58 Wir kennen Spanien als sehr sicher, sicherer als manche Gebiete in D. Ausnahmen sind der städtische Womo-Stellplatz in Santiago de Compostela, wo wir Zeugen waren, als die Polizei einen Womo-Einbruch erfasst hat. Der Einbruch war tagsüber, da dann alle Wohnmobilisten im Stadtzentrum sind. Auch der zurück gelassene Hund half nicht. Er wurde gleich mit gestohlen. Der 2. bekannte Kriminalitäts-Hotspot ist Barcelona. Dort gibt es gehäuft Trickdiebstähle/Taschendiebstähle, meist von Romas oder Migranten begangen, aber keine Gewaltkriminalität wie z.B. in einigen Städten in F. Ein einziges Mal sind wir vor Taschendiebstählen von der Polizei gewarnt worden. Das war in Andalusien. Es soll in Andalusien eine kleine Stadt geben, wo Romas und Migranten Touristen bestehlen. Es war aber keine der bekannten Städte, die Touristen gewöhnlich besuchen. Da es dort nichts besonderes zu sehen gibt, wollten wir ohnehin nicht dorthin. Den Namen der Stadt habe ich wegen der touristischen Bedeutungslosigkeit vergessen.
Auffällig ist, dass die Polizei mit Streifenwagen und Motorrädern etwas präsenter ist als früher. Offensichtlich hat die spanische Polizei noch nicht vor der Kriminalität kapituliert wie in manchen Statteilen in D und F. Selbst in Dörfern sind fast alle Fenster im Erdgeschoss und viele auch im 1. Geschoss vergittert und überall wird auf Alarmanlagen verwiesen. Auf unsere Frage warum, sagten die Spanier, dass sie die aus Angst vor Romas und Migranten tun. Auch gibt es in vielen Grundstücken aggressive Wachhunde. Inwieweit diese "Gefahr" so real ist, dass solche Maßnahmen begründet sind, entzieht sich unserer Kenntnis.
Fake-Unfälle sind eher aus Italien bekannt. Diese konzentrieren sich aber auf solche Straßen, auf denen viele Touristen unterwegs sind.
Gast am 12 Mai 2026 22:31:39 affvanhoff hat geschrieben:Kapituliert hier der rechtsstaat?
Nein - wie kommst Du denn darauf? Glaubst Du tatsächlich ein Rechtsstaat hat die Aufgabe 100% Sicherheit herzustellen? Ein Rechtsstaat ist keine Nanny. affvanhoff hat geschrieben:Schiebt man die Verantwortung ab nach dem Motto: Wir haben ja gewarnt.
Rechtsstaatlich organisierte Freiheit geht nicht ohne Übernahme von Eigenverantwortung. Da wir gar nichts abgeschoben. Es wird gewarnt. Das ist sinnvoll. Es wird auch vor gefährlichen Kurven oder Unfallschwerpunkten gewarnt. Wer gewarnt wird, kann sein Verhalten anpassen und der Situation erhöhte Aufmerksamkeit schenken. affvanhoff hat geschrieben:Oder sehe ich das zu verkniffen?
Verkniffen würde ich nicht sagen. Ich denke, dass da ein Missverständnis vorliegt.
HeideMobil am 13 Mai 2026 07:55:36 Selbst in Dörfern sind fast alle Fenster im Erdgeschoss und viele auch im 1. Geschoss vergittert und überall wird auf Alarmanlagen verwiesen
Die Gitter sind, meiner Meinung nach, dafür da die Fenster bei Hitze (auch nachts) geöffnet zu lassen. Kippfenster sind "fast nur" in Deutschland üblich. Alarmanlagen sollen vor Hausbesetzungen schützen. In Spanien gibt es eine andere Gesetzeslage dazu. Und bei der Unmenge an Zweitwohnungen/-häuser an der Küste und der Abwesenheit der Eigentümer sicher angebracht.
Labrador am 13 Mai 2026 08:46:51 Ja die Warnungen an der AP7 kommen nicht von ungefähr. Gibt halt noch viele, die das nicht wissen und offenbar zu blauäugig gleich anhalten.
Tinduck am 13 Mai 2026 11:19:25 dietmardd hat geschrieben: Fake-Unfälle sind eher aus Italien bekannt. Diese konzentrieren sich aber auf solche Straßen, auf denen viele Touristen unterwegs sind.
In Spanien auch nicht unbekannt - da war für eine Weile beliebt, an den Maut-Ausfahrten Reifen anzustechen oder einen Brand zu simulieren (brennender Lappen unterm Auto). Hab ich aber lange nichts mehr von gehört. bis denn, Uwe
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