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Lake District und North Wales


gnarz18 am 08 Jun 2025 15:12:39


Es gibt tatsächlich in England noch Gegenden, in denen wir komischerweise immer nur mal so im Vorbeifahren, aber nie richtig waren - und so haben wir uns diesmal für den Lake District entschieden. Meistens haben wir dort auf dem Weg von oder nach Schottland immer nur eine Nacht verbracht. Da unser letzter Schottland Trip im Winter ein ziemlicher Reinfall war, dazu vielleicht etwas später mehr, wollen wir mal einer anderen Region eine Chance geben. Am Gründonnerstag geht es bei schönstem Wetter also los in Richtung Calais. Das Auto kam mal wieder frisch aus der Reparatur, Bremsen und die Servo-Lenkung bedurften der Zuwendung unseres Ford-Händlers. Da wir relativ kurz entschlossen unser Ziel gewählt haben, wäre die Fähre nach Hull unverhältnismäßig teuer gewesen - knappe 1400 Euro wollten die von uns haben. Damit war die Entscheidung über Dover und durch halb England zu fahren gefallen. In knappen 4 Stunden schaffen wir es von Aachen über Brüssel bis nach Calais. Die Abfertigung geht recht zügig, was vielleicht an dem vorher eingereichten ETA-Visum liegt, welches seit 1. April 2025 Pflicht für die Einreise nach GB ist.

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Es dauert nicht lange und die White Cliffs of Dover kommen in Sicht. Kurz vor 18 Uhr sind wir in GB und machen uns auf den Weg zum Plough Inn.

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White Cliffs of Dover

Wir haben im Vorfeld dort angerufen und gefragt, ob wir für die Nacht mit dem Wohnmobil auf dem Parkplatz schlafen dürfen. Die Antwort war positiv und so haben wir einen Tisch für zwei Personen gebucht. Kaum sind wir von der Hauptstraße abgebogen, geht es auf den typischen südenglischen Sträßchen zum Pub. Die Straßen sind verdammt eng. Es ist Frühling, die Vegetation spriest und die Hecken rechts und links sind noch nicht geschnitten. Da tut es einem schon in der Seele weh, wenn man die kleinen Äste am Wohnmobil entlang schrammen hört. Aber es hilft ja alles nichts, man muss ja vorwärtskommen. Nach einer guten halben Stunde erreichen wir den tollen Pub. Wir parken in der hintersten Ecke des großen Parkplatzes und begeben uns voller Vorfreude in die Gaststätte. Leider hat man von unserer Buchung keine Ahnung und man würde generell keine Wohnmobile für die Nacht aufnehmen dürfen – dazu bedarf es extra Genehmigung und Versicherung. Nach einer etwas längeren Diskussion kommt der Chef und hat des Rätsels Lösung. Er schaut sich die Telefonnummer an, bei der wir die Reservierung gemacht hatten. Daran erkennt er - wir sind am falschen Pub … zwei Kilometer weiter gibt es nämlich noch einen Pub mit dem Namen Plough Inn und dort wären wir bestimmt richtig. Schade, der Pub und das servierte Essen sahen ziemlich gut aus. Nach 10 Minuten sind wir wieder am Plough Inn, diesmal ist es aber auch der Richtige. Der Pub ist aus dem 16. Jahrhundert und dementsprechend urig. Außer uns steht noch ein weiteres Wohnmobil für die Nacht auf dem Parkplatz.

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Plough Inn, 16th Country Inn

Am nächsten Morgen sind wir früh auf den Beinen und machen uns auf in Richtung Norden. Ohne größere Staus geht es durch den vorher bezahlten Dartford-Tunnel um London herum auf die M1. Merkwürdig war, dass unser Wohnmobil im Buchungssystem vom Dartford-Crossing als „Commercial Car“ gelistet war und ich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass wenn ich nur die normale PKW-Maut bezahlen würde, ich mit eventuellen Strafen rechnen müsste. Ich buche natürlich nur die normale PKW-Maut - mal abwarten, ob da was nachkommt.
Die Fahrt in den Norden ist vollkommen ereignislos. Wir legen nur eine kurze Pause in Aylesbury ein, um uns eine SIM-Karte mit ausreichend Datenvolumen zu kaufen. Der Umweg über Aylesbury hat sich tatsächlich nicht gelohnt. Es ist leider unspektakulär, natürlich mit dem obligatorischen aber eher traurigen Einkaufszentrum versehen. Es ist ziemlich viel Verkehr und so erreichen wir erst am frühen Abend das Hest Bank Inn in Hest Bank. Der Pub liegt relativ zentral, mitten im Ort am Lancaster Canal. Wie auch beim Plough Inn kostet die Übernachtung nichts, sofern man im Pub etwas verzehrt. Am Abend gibt’s sogar noch Live Music.

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Lancaster Canal

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wir stehen ziemlich zentral im Ortl

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Das Essen und die Musik sind auf jeden Fall gut, wenn auch leider an diesem Karfreitag relativ wenig im Pub los ist.
Der Karsamstag startet bedeckt und mit ziemlich viel Wind. Wir fahren nach Kendal, einer kleinen Stadt, die zwischen dem Lake District und den Yorkshire Dales liegt. Kendal ist ein quirliges kleines Städtchen mit ein paar netten kleinen Geschäften, engen Gassen und dem üblichen Verkehrschaos. Wir schlendern über die Hauptstraße, gehen in das ein oder andere Geschäft und suchen uns anschließend ein kleines Café zur Stärkung.

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Gegen Mittag machen wir uns dann auf in den Lake District, unser erstes Ziel ist der im Süden gelegene Windermere Lake. Mit einer Länge von 18km ist er der größte See Englands. Es ist die Hölle los und im Schneckentempo geht es um den See herum. Vom See sieht man dabei relativ wenig, überall versperren Bäume oder Häuser die Sicht. Uns ist es auf jeden Fall viel zu voll und die meisten Holiday Parks und Campingplätze haben Schilder am Eingang stehen, dass sie „Fully Booked“ sind. Wir fahren weiter und stoßen sofort auf ein neues Problem: Verbotsschilder für Fahrzeuge über 2 Meter Breite, ausgenommen man hat ein Anliegen. Die Straßen sehen schon verdammt eng aus und man hat leider nicht, wie in Schottland, überall ausreichend Passing Places in der nötigen Größe für ein Wohnmobil. Wir beschließen für dieses Mal unserer Feigheit nachzugeben und suchen uns am nahen Coniston Water einen CP. Dort finden wir einen Farm-Camping, der uns für geschmeidige 35 Pfund - das sind immerhin über 40€ - einen schiefen Platz ohne Strom auf einer riesigen Wiese anbietet. Für die Benutzung der Duschen muss man nochmals 1 Pfund für 5 Minuten berappen. Der Platz ist voll und ziemlich laut, es ähnelt mehr einer Party Location als einem Campingplatz. Aber wir haben keine Lust mehr auf Fahrerei und so bleiben wir für eine Nacht.
Wir haben diesmal unsere Fahrräder dabei. Da es noch relativ früh ist, fahren wir mit den Rädern zu einem nahen Wanderparkplatz, um von dort zur Banishead Quarry zu laufen. Das Problem bei den Parkplätzen in England ist oft, dass sie über Höhenbeschränkungen verfügen und man mit dem Wohnmobil daher meist massive Probleme hat, einen geeigneten Parkplatz zu finden. Gerade hier im Lake District, wo die Straßen oft nicht breiter als ein Wohnmobil sind, ist es schwierig einen Parkplatz zu finden. Gefährt stehen lassen und mit dem Radel zum Einstiegspunkt einer Tour zu fahren, funktioniert hier dagegen ganz gut.
Der Weg führt durch Wiesen und Weiden bis zum Steinbruch.

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Es ist eine kurze Wanderung und wir genießen die Ruhe, die man hier abseits der Touristenströme hat. Wobei, alleine ist man hier natürlich auch nicht. Mountainbiker und Wanderer, mal mit expeditionsmäßiger Ausrüstung mal nur in Badelatschen, gibt’s auch hier.

Es gibt tolle kleine Wasserfälle mit moosbewachsen Steinen, sehr schön das Ganze.

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Der Steinbruch selber ist ein großes Loch mit einem See, der durch einen Wasserfall gespeist wird.

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Nach der kurzen Wanderung fahren wir abends noch ins nahgelegene Dorf, um dort die lokale Gastronomie zu testen. Auch dieser Ort ist ziemlich überlaufen und wir haben Probleme, ohne Reservierung einen Tisch zu bekommen. Aber nach ein wenig Wartezeit an der Bar klappt es dann doch. Zurück am Campingplatz ist erstmal an Schlafen nicht zu denken, überall brennen Feuer und es ist recht laut, da die Nachbarn Party machen.
Der Ostersonntag startet mit strahlend blauem Himmel. Wir verlassen den CP ziemlich früh und fahren nach Seathwaite. Wie schon beim Plough Inn gibt es in relativ geringer Entfernung einen zweiten Weiler mit diesem Namen. Unser Ziel für heute ist das Seathwaite am Duddon River. Der Weg dorthin führt wieder über eine für 6‘-6“ breite Auto gesperrte Straße, aber da am Ende der Straße ein CP sein soll, muß man ja auch irgendwie mit seinem CP-Fahrzeug dorthin kommen. Außerdem liegen rechts und links der Straße diverse Farmen und so ein Traktor mit Anhänger hat ja auch eine gewisse Breite. Nach gut einem Kilometer laufen wir auf eine Fahrradgruppe auf, die uns ihren vermeintlichen Unmut über unser Fahrzeug zu verstehen gibt. Ein etwas älterer Herr steigt von seinem Fahrrad ab und ich denke, jetzt gibt’s Ärger. Aber der durchaus freundliche Herr erklärt uns, dass die Straße weiter oben wegen einer beim letzten Hochwasser zerstörten Brücke gesperrt wäre und wir da nicht durchkämen. Wo wir denn hinwollen, wollte er wissen. Wir erklärten ihm unser Ziel und dann ging es los ... wo wir herfahren sollten, was wir dort alles tun könnten, welchen Pub wir besuchen sollten, dass wir Glück mit dem Wetter haben usw. Eine gute viertel Stunde werden wir in die Geheimnisse der Gegend eingewiesen. Irgendwie typisch englisch. Wir nutzten die von unserem neuen Freund genannte Alternative, auch wieder eine enge für über 2 Meter breite Fahrzeuge gesperrte Straße, es sei denn man hat ein Anliegen. Die Straße führt von der Duddon Bridge aus gut 10km zum Turner Hall Campsite bei Seathwaite. Manch ein Auto, welches uns entgegen kommt ist, schon ziemlich von unserer Anwesenheit genervt aber wir haben ja nun ein berechtigtes Anliegen. Und im Großen und Ganzen nehmen es die meistens Entgegenkommenden gelassen. Irgendwie scheinen uns besonders Tesla-Fahrer dieser Straße nicht gewachsen zu sein, die bleiben einfach mittendrin stehen und hoffen, dass sich die Situation von selbst klärt. Mal zwei Meter zurücksetzen, scheint einfach nicht möglich zu sein und wenn, endet es meist in einem Desaster.

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Das Tal zum CP ist absolut der Hit - malerisch und eine wunderschöne Landschaft.

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Turner Hall Campsite bei Seathwaite

Viel los ist auf dem CP nicht. Wir suchen uns den schönsten Platz aus und starten sofort auf eine Rundwanderung durch die umliegenden Berge. Zum Glück startet der Rundweg bei einem Pub, so hat man wenigsten ein Ziel für das Ende der Wanderung :) . Zunächst führt der Weg zu einem Fluß, dem man mehrere Kilometer flussaufwärts folgt. Bei dem sonnigen Wetter ein absoluter Traum.

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Irgendwann biegt der Weg nach links ab und es geht steil durch einen Buchenwald zu einer einsam gelegenen Farm.

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Man kommt an romantischen Bachläufen vorbei und trifft auf entspannte tierische Zeitgenossen.

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eine faule Sau

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Nach gut 10km und knappe 3 Stunden später sind wir wieder beim Pub, wo wir uns erstmal im Biergarten ein Bier gönnen und für den Abend einen Tisch reservieren. Das Essen im Newfield Inn ist preislich ok und lecker.
So schön der Ostersonntag auch war, so mies beginnt der Ostermontag. Es ist kalt und es regnet leicht. Wir fahren nach Millom, einer kleinen Stadt, die an der Mündung des Flusses Duddon liegt. Der Ort wirkt absolut trist und man trifft kaum einen Menschen auf der Straße. Wir schlendern so durch den trostlosen Ort und überlegen uns, was wir an so einem regnerischen Tag anstellen sollen. Da biegt ein älterer Herr schwungvoll auf seinem E-Lastenrad um die Ecke und hält direkt vor uns. Es ist der nette Mensch vom Vortag. Eine gute dreiviertel Stunde später wissen wir alles. Was es hier in der Gegend zu sehen gibt, warum es hier so trostlos ist, wo die Menschen arbeiten, wo der beste CP in der Nähe ist und natürlich, dass er das einzige E-Bike-Lastenrad von Riese&Müller in der Grafschaft fährt, welches er bei einem Besuch bei seinem Bruder in Deutschland persönlich abgeholt hat. Und da sonst niemand in der Gegend so ein Rad besitzt, braucht er es auch nicht abzuschließen. Der Wiedererkennungswert ist so hoch, dass sich keiner drantraut. Außerordentlich nett und informativ das Ganze.
Wir verabschieden uns und fahren im Regen nach Barrow-in-Furness, in der Hoffnung dort ein wenig Sightseeing zu machen. Aber auch hier ist nichts los, wir stehen ganz alleine auf dem riesigen City-Parkplatz - nur ein etwas verzweifelter Vater versucht hier seiner Tochter das Autofahren beizubringen.

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Barrow-in-Furness Town Hall

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So wirklich einladend wirkt der Ort nicht – eher deprimierend. Dass es hier in der Gegend eher bergab als bergauf geht, sieht man an den Geschäften, dem Leerstand und auch an den Menschen. Aber immerhin hat Waterstones geöffnet und wir ergattern ein paar Bücher für unsere Tochter. Nach einem ausgiebigen Wettercheck beschliessen wir, wieder in die Berge des Lake Districts zu fahren. Der morgige Tag verspricht schön zu werden und die Bewölkung scheint auch hier in Barrow-in-Furness ein wenig lockerer zu werden. Es geht also zurück zur Duddon Bridge und wieder über die schmale Straße Richtung Seathwaite. Diesmal biegen wir aber auf halber Strecke ab in Richtung Eskdale, dort soll es einen CP vom National Trust geben.

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Muncaster Fell

Die Straße ist nicht nur eng, sondern mit 25% auch ziemlich steil. Dazu kommen noch die nasse Fahrbahn und der Fahrradträger, da tut sich der frontgetriebene Ford schon ziemlich schwer und man muss schon ordentlich Schwung holen, um durch die engen Kehren zu kommen. Nach ein paar Meter hat man das Schwerste aber geschafft und es geht über eine ausgedehnte Hochfläche weiter nach Eskdale.

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Der CP in Eskadale ist, da er vom National Trust betrieben wird, natürlich Top in Schuss - kostet allerding auch für non-members 49 Pfund die Nacht. Uns wird ein Platz zugewiesen, der Stromanschluss erklärt, darauf hingewiesen wann und wo wir duschen können, dass wir besonders vorsichtig bei Ausfahrt sein müssen usw. Für 49 Pfund all inclusive nimmt die Fürsorge kein Ende.

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Eskdale National Trust Campsite

Nachdem wir uns eingerichtet haben und unser Auto vorschriftsmäßig akribisch an den vorhandenen Pylonen ausgerichtet haben, schnappen wir uns unsere Räder und fahren zum nahen Stanley Ghyll Wasserfall. Der 20-minütigen Radtour folgt ein ebenso langer Fußmarsch zum Wasserfall. Leider ist die Klamm gesperrt, weil zu viele Bäume beim letzten Sturm umgefallen sind und diese nun kreuz und quer in der Klamm liegen.

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Stanley Ghyll Waterfall

So bleibt einem nichts anderes übrig, als den Wasserfall von der Ferne aus anzuschauen. Der Weg führt weiter zu einer Aussichtsplattform, die etwas über die Klamm ragt. Nicht unbedingt spektakulär, aber toll gemacht.
Am nächsten Morgen wollen wir zu einem römischen Fort, das malerisch am Hardknott Pass liegt. Da der Pass eine Steigung von 30% aufweist und unser Auto schon bei 25% ins Stöhnen kommt (mit 16 Jahren und einem Kilometerstand über 220 000 darf der alte Herr das aber auch), nehmen wir wieder die Räder und fahren gemütlich Richtung Pass. Normalerweise muss der Platz bis 10Uhr geräumt sein, aber man erlaubt uns auf Nachfrage unser Auto vor der Rezeption zu parken. Die Straße führt durch eine malerische Landschaft bis zu Ende des Tales, wo Schilder vor der Steilheit und Straßenbreite des Passes warnen.

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auf dem Weg zum Pass

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30% - zu viel für unser Auto

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Wir fahren ein Stück den wirklich steilen Pass hinauf und lassen die Räder beim Abzweig zum Wanderweg stehen. Die Autos, die uns überholen, leiden ganz schön. Gerade in den engen Kurven verlieren die frontgetriebenen Autos an Haftung und es fängt an zu qualmen, aber die meisten scheinen Spaß daran zu haben. Der Weg zum römischen Fort dauert nicht lange, die Aussicht ist sehenswert. Das Fort liegt auf einem Bergrücken mit Zugängen in jeder Himmelrichtung. Wirklich gut sieht man es natürlich mit einer Drohne.

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römisches Fort am Hardknott Pass

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Hardknott Pass

Ein beeindruckender Ort, besonders wenn man sich vorstellt auf diesem kargen und einsamen Bergrücken im Winter als römischer Legionär seinen Dienst tun zu müssen. Wir laufen etwas durch das Fort, machen ein paar Fotos und lassen die Drohne fliegen.

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Kurz nach Mittag sind wir wieder beim Auto, verladen die Räder und machen uns auf nach Buttermere, in der Hoffnung dort auf dem CP unterzukommen. Die Straße dorthin ist nervig, sie ist stellenweise ziemlich eng und schlecht. Zudem parken in Ermangelung von Parkmöglichkeiten relativ viele Autos in den Ausweichbuchten, was bei häufigem Gegenverkehr natürlich immer wieder zu Problemen führt. In Buttermere entpuppt sich der angestrebte CP als reiner Platz nur für Zelte, was bedeutet, dass wir die ganze Strecke wieder zurück müssen - Mist. Wir halten kurz in Rannerdale für einen kurzen Spaziergang, hier soll es besonders viele Blue Bells geben. Mit Blue Bells bezeichnen die Engländer das Atlantische Hasenglöckchen, ein kräftig blau blühendes
Hyazinthengewächs. Wir haben Glück einen Parkplatz zu bekommen, denn hier rund um Buttermere herrscht ein ziemlicher Trubel - was uns schon wieder mächtig auf die Nerven geht, aber wir selbst sind ja auch nur Touristen. Der Weg zu den blauen Blumen ist nur ein paar hundert Meter lang. Diverse Schilder weisen auf die Blümchen hin und geben Anweisung, wie man sich zu verhalten hat. Das Ergebnis ist allerdings eher enttäuschend. Es gibt zwar ein paar Blue Bells, aber entweder sind wir noch zu früh im Jahr unterwegs oder es hat andere vier beinige Gründe.

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Blue Bells....ziemlich enttäuschend

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der Grund wird schnell klar...

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Crummock Water

Wir müssen uns auf jeden Fall noch einen CP suchen und fahren uns über die miese Straße zurück auf die Hauptstraße. Auf halben Weg zurück scheppert es auf einmal ganz kräftig und unser Auspuff schleift über den Boden. Zum Glück können wir links an einem Cattelgrid anhalten und die Lage begutachten. Eine Halterung hat sich gelöst und ein Gummi von einer anderen Halterung ist abgesprungen. Sowas kann man echt nicht gebrauchen. Ich versuche den Gummi wieder einzuhängen, was allerdings aufgrund der anderen fehlenden Halterung nicht richtig funktionieren will. So befestige ich alles mit etwas Draht, Metallkabelbindern und Schellen aus dem mitgeführten Ersatzteillager und wir fahren vorsichtig nach Keswick, in der Hoffnung dort am kommenden Tag Hilfe zu bekommen.
Achtung: hier folgt nun ein länglicher, aber immer noch kurz gefasster Bericht unseres Problems im Winterurlaub – mit dem eigentlichen Bericht geht es erst ein paar Seiten weiter :wink:

Das ist nun schon das zweite Mal in Folge, dass uns das Auto im Stich lässt und mich nun zu dem Anfangs erwähnten Fiasko in unserem letzten Urlaub bringt. Wir waren über den Jahreswechsel natürlich wieder in Schottland unterwegs, um genau zu sein auf der Insel Mull. Das Wetter war wieder mal lausig und wie wir da so über die Insel fahren, fängt das Auto plötzlich an massivst zu qualmen. Es ist so schlimm, dass man im Rückspiegel von der Straße nichts mehr sieht und auch die Polizei interessiert sich für das komische Verhalten unseres Autos. Aber zum Glück fährt es noch. Am zweiten Weihnachtsfeiertag retten wir uns dann mit der gebuchten Fähre nach Oban - zum einen weil wir Hilfe brauchen, zum anderen weil Paula am morgigen Tag auf einen Flug von Edinburgh nach Düsseldorf gebucht ist (sie mag zwar Weihnachten mit uns im Wohnmobil verbringen, aber eine Silvesterparty mit Freunden zieht sie unserer Gesellschaft mittlerweile verständlicherweise doch vor). Wir retten uns also auf einen Wohnmobilparkplatz im Industriegebiet von Oban und rufen morgens um 9 Uhr den ADAC um Hilfe. Die freundliche Dame erklärt uns, dass das alles kein Problem wäre und in maximal 1 bis 2 Stunden Hilfe vor Ort wäre. Wir nutzen die Zeit und gehen erstmal in Oban einen Kaffee trinken - bringt ja nichts, nutzlos im Womo rumzusitzen. Nach gut 1 Stunde sind wir zurück und niemand ist zu sehen, auch nach 2 Stunden ist noch keine Hilfe in Sicht. Wir fangen nun, an uns einen alternativen Plan für unsere Tochter zu überlegen denn morgen um 9Uhr geht ihr Flug. Um 12 Uhr frage ich nochmal höflich beim ADAC nach und man verspricht mir, beim lokalen Service nachzufragen und mich dann zu kontaktieren. Um 14 Uhr, unsere Laune ist massiv gesunken, kontaktiere ich nun zum dritten Mal den ADAC. Die gute Frau meint, man hätte den Service kontaktiert und er würde heute nicht kommen, da ja wegen der Feiertage zwischen den Tagen sowieso alles geschlossen wäre, morgen um 9 Uhr wäre er dann da. Ich frage, warum man mich nicht schon vorher darüber informiert hätte und erkläre nochmals die Situation unserer Tochter. Man hätte mich in den nächsten 5 Minuten schon noch kontaktiert…naja…. Zusammen mit der Dame vom ADAC beschließen wir, unsere Tochter in den letzten und einzigen Bus nach Glasgow zu setzen, von dort muss sie dann irgendwie nach Edinburgh in das vom ADAC gebuchte Hotel und dann am nächsten Tag zum Flughafen. Das klappt auch alles ganz gut, nach einer viertel Stunde haben wir die Buchungsbestätigung vom Hotel, um das Bus-Ticket müssen wir uns selbst kümmern, bekommen wir aber erstattet. Um 18 Uhr sitzt Paula im Bus. Nach etwas Trouble, um von der Endstation des Busses bis zum Hotel in Queensferry zu kommen, kann sie dann nachts um 1 Uhr im Hotel einchecken. Wir verbringen den Abend und die Nacht in Oban. Am nächsten Morgen hat unsere Tochter es zum Flughafen geschafft und hebt dort pünktlich um 9 Uhr ab. Bei uns in Oban ist die für 9 Uhr versprochene Hilfe nicht zu sehen… Um 11 Uhr kommt dann endlich jemand vorbei, steckt den OBD Stecker ins Auto und meint „da ist nichts“, „der Motor muss sich nur mal richtig frei fahren“. Ich solle mal ein paar Kilometer hochtourig fahren, dann würde der Rauch verschwinden, „der hat nur sowas wie eine Erkältung und muss sich freihusten“. Ah ja, wir haben da so unsere Zweifel, der junge Kerl im modischen Jogging-Anzug hat noch nicht mal mehr die Motorhaube geöffnet. Zur Verabschiedung gibt er uns noch den guten Rat mit, das AGR-Ventil zu „deaktivieren“, die Dinger machen nur Ärger und in GB wäre das so üblich… Da bleibt man etwas sprachlos zurück. Nach knappen 10 Minuten ist der Spuk vorbei und wir machen uns wild qualmend auf den Weg Richtung Fort William. Zum Glück ist wenig Verkehr bzw. die anderen Autos halten respektvoll Abstand zu uns. Aber der schwarze Rauch wird trotz hochtourigen Fahrens, wie von uns erwartet, nicht besser. 15km vor Fort William beende ich das Leiden unseres Autos, halte auf einem Parkplatz und kontaktiere wieder den ADAC. Dort ist man natürlich verwirrt, weil man dachte die Sache ist vom Tisch. Ich gebe unsere Position durch und bestehe diesmal auf kompetentere Hilfe und einen Abschleppwagen. Spätestens in zwei Stunden wäre jemand vor Ort….meint die wiederum nette Dame vom ADAC. Um 14 Uhr frage ich nochmals nach, dann um 16 Uhr und dann um 18 Uhr. Es ist nicht nur Freitagabend sondern inzwischen natürlich stockdunkel und wer die A82 kennt weiss, dass es kein besonders gastlicher Ort ist. Die LKWs donnern mit 100km/h an einem vorbei und es regnet in Strömen. Um kurz vor sieben werden wir von einem Truck Recovery angerufen, der ein Foto von unserem Auto haben möchte. Bei Dunkelheit, Regen und vorbeifahrenden LKWs ein Foto von einem auf dem Standstreifen stehenden Auto zu machen, ist schon eine kleine Herausforderung. Wir geben unser Bestes und hoffen, dass die aufgeschriebene E-Mail-Adresse richtig ist. Das Foto ist angekommen und man ruft uns erneut an. Ja, es kommt jemand und holt uns ab – aber nur um uns in ihrem Lager einzulagern. Ob wir denn schon ein Hotel hätten … Meine GG wird tatsächlich etwas ausfällig und macht sehr deutlich, dass wir nicht eingelagert werden, sondern in eine Werkstatt gebracht werden wollen. Das kann die nette junge Lady am anderen Ende der Leitung auch verstehen. Aber wegen der Feiertage zwischen den Feiertagen haben alle Werkstätten im größeren Umkreis bis einschließlich 06.Januar geschlossen. Und mit dem ADAC wäre das jetzt auch so abgestimmt. Nach mehreren Telefonaten mit diesem und jenem, haben wir uns durchgesetzt und das Einlagern ist erstmal vom Tisch. Unter anderen haben wir auch den Ford-Händler in Sterling mit dem großen Truck-Center angerufen, dort hat man uns zugesagt sich das Fahrzeug anzuschauen. Also nur noch dorthin kommen. Nach einer guten weiteren dreiviertel Stunde kommt dann endlich ein massiver LKW Recovery Abschleppwagen und nimmt uns an den Haken. Dieser junge Mann macht nicht nur einen kompetenten Eindruck, er macht auch tatsächlich die Motorhaube auf und meint, dass ist das AGR-Ventil. Und der Keilriemen sieht – da nur noch zur Hälfte existent - auch nicht mehr gut aus. Das wäre nicht unser aktuelles, aber sicher das nächste Problem. Nicht so schlimm also, wir müssen nur zur Werkstatt kommen.

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die Webcam in Fort William zeigt unser Desaster :D


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gnarz18 am 08 Jun 2025 15:13:18



Wir werden auf den Parkplatz von Neptun’s Staircase geschleppt, mit der Zusage, uns morgen früh samstags um neun weiter nach Stirling zum Ford-Händler zu schleppen. Wir verbringen die Nacht auf dem Parkplatz und finden zum Glück noch einen Pub, der uns noch etwas zu Essen gibt. Um 10 Uhr (ist ja fast 9 Uhr) kommt dann endlich der Schlepper und es geht in Richtung Stirling. Wir rufen sicherheitshalber beim Ford-Händler in Stirling an und melden unsere Ankunft an. Entgegen der Aussage vom Vortag ist man heute nicht bereit, uns zu helfen - wir sollten es woanders versuchen. Der Abschlepper erzählt uns, dass es mit diesem Ford-Händler immer Probleme geben würde….wo wir denn nun hinwollen? Es ist inzwischen Samstag Mittag und bei den meisten Werkstätten erreichen wir niemanden mehr. Glück haben wir bei einer kleinen Werkstatt in Alexandria in der Nähe von Glasgow, dort könnten wir das Auto hinschleppen lassen und am kommenden Montag würde man sich die Sache anschauen. Neues Ziel ist also Alexandria. Auf halben Weg, bei der Bridge of Orchy, meint unser Abschlepper, dass seine Fahrzeit nun zu Ende wäre und er uns auf dem Parkplatz in Tyndrum Parkplatz absetzen müsse.

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der Abschlepper scheint's zu genießen

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wir hinterlassen deutliche Spuren

Wir sollen den ADAC kontaktieren, damit wir weiterkämen. Unsere Laune ist inzwischen auf Null gesunken und einer gewissen Aggressivität gewichen. Bei einem erneuten Telefonat verspricht die wiederum sehr nette Dame vom ADAC zeitnahe Hilfe. Nach gut zwei Stunden erreicht uns ein Anruf von einem weiteren Abschlepper, der fragt was wir denn eigentlich wollten?! Wir erklären ihm die Situation und er sagt, er hätte niemanden bei der Werkstatt in Alexandria erreicht, somit würde er uns auch nirgendwo hinschleppen und legt einfach auf. Immerhin könnte man für 10Pfund auf dem Parkplatz nächtigen… Wir rufen also wieder bei der Werkstatt an, erklären das Problem und bekommen nochmals die Bestätigung, dass man uns am Montag hilft - aber jetzt gleich, wenn der Abschlepper sich das OK bei ihm abgeholt hat, ist erstmal Wochenende. Den Abschlepper sollen wir bitte fragen, ob er denn die richtige Nummer gewählt hat. Es gibt die für den Verkauf (samstags nicht besetzt) und die für die Werkstatt. Ja glaubt man es denn! Daraufhin rufen wir den Abschlepper an, geben ihm den Hinweis mit der korrekten Nummer der Werkstatt und hoffen das wir weiterkönnen. Erneut legt er unfreundlich auf, er würde jetzt mit niemandem mehr telefonieren, wir würden den ganzen Betrieb aufhalten. Solch Unfreundlichkeit haben wir in all den Jahren noch nicht erlebt. Nach einer weiteren Stunde rollt ein Abschlepper auf den Parkplatz und fährt uns tatsächlich zu der Werkstatt nach Alexandria. Dort ist jetzt natürlich niemand mehr. Der Schlepper stellt uns an die Seite der Straße und macht sich vom Acker. Zum Abschied meint er noch, dass wir mal das AGR-Ventil prüfen lassen sollten. Die Gegend ist nicht gerade vertrauenserweckend, neben der Werkstatt, einer ziemlich gammelig wirkenden Schrauberbude sind zwei Schrottplätze, ein Gebrauchtwagenhändler und ein Bestattungsunternehmen. Den bewohnten Mehrfamilienhäuser gegenüber fehlen zum Teil die Fenster bzw. sind die Fenster mit Brettern zugenagelt. Sehr schön das Ganze. Wir besuchen den örtlichen Pub, in dem zu unserer Verwunderung Ramstein läuft. Passt alles zusammen.
Wir beschließen am nächsten Tag mit dem Zug nach Glasgow zu fahren und uns vorsorglich ein neues AGR-Ventil zu kaufen. Ich hatte ja nun Zeit genug im Internet zu recherchieren und auch 3 von 4 Abschleppern stellten diese Diagnose. Unser Auto hat schon diverse neue AGR-Ventile bekommen, aber diese Defekte hatten sich vorher immer durch ein Ruckeln angekündigt. Zum Glück haben in Glasgow die Geschäfte auch sonntags (und sogar zwischen den Feiertagen) geöffnet und wir kaufen ein neues AGR-Ventil und einen neuen Keilriemen. Am Montag rollen wir dann endlich in die Werkstatt auf der anderen Straßenseite. In zwei Stunden könnten wir, wenn alles gut geht und das AGR wirklich die Ursache ist, das Auto wieder abholen. Und – Hurra - es war das AGR-Ventil! Ein Glück, dass wir es am Vortag besorgt haben, sonst wäre ein weiterer Tag im Eimer gewesen. Den Keilriemen haben die netten Menschen vom Lomond Auto Centre auch getauscht. Da haben wir uns allerding in dem Ersatzteileladen den falschen andrehen lassen (so einen, haben sie noch nie gesehen). Macht aber nix, zum Glück hat der Chef zwei fast neue Transits auf dem Hof stehen. Denen bauen sie kurzerhand alle möglichen Riemen aus, um sie bei uns einzubauen. Die Kosten halten sich in Grenzen und Montag Mittag können wir endlich Ruß-frei in den Resturlaub starten. Herzlichen Dank (Many, many thanks) an dieser Stelle an die Jungs vom Lomond Auto Centre und den kompetentesten und freundlichsten aller Abschlepper und seiner Schwester am Telefon (die Arme hat den ganzen Ärger meiner GG mit schottischem Gleichmut ertragen :zustimm: ) von A.D.J. Stevenson.
Fünf Tage und vier Schlepper hat uns dieser Mist gekostet.

Und nun schon wieder! Aber immerhin ist diesmal die Diagnose kein Problem. Wir buchen uns in Keswick auf dem riesigen CP des Caravan and Motorhome Clubs für 64,75 Pfund ein, das sind 77€! Immerhin sind die Duschen kostenlos. Wie bei diesen Plätzen oft üblich werden wir von einem Mitarbeiter persönlich zu unserem Platz geleitet und dort penibel eingewiesen. Der Platz ist voll und das für den Preis! Zugegeben, der Platz liegt direkt am See - aber den Preis ist er trotzdem nicht wert. Keswick ist ein nettes kleines Örtchen mit einer großen Fußgängerzone und diversen Restaurants, Pubs und natürlich jeder Menge Touristen. Wir gehen abends in einem der Pubs etwas Essen und sind früh wieder zurück beim Wohnmobil.

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Derwent Water

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Keswick

Am nächsten Morgen sind wir früh unterwegs. In Keswick gibt es leider keine Ford Werkstatt. Also fahren wir gen Norden zum 31 Kilometer entfernten Ford Händler. Dort bekommen wir natürlich sofort unsere erste Abfuhr - „Man würde grundsätzlich keine Wohnmobile annehmen, sie nehmen nur „commercials“. Wir fahren weiter in den Norden von Carlisle zum Ford-Händler. Doch hier heißt es: „Seit ein paar Wochen nehmen wir keine trucks mehr, nur noch PKW. Fahren sie bitte zu unserem neuen Ford Transit Kompetenz-Center im Süden von Carlisle„. 20 Minuten später sind wir dann endlich bei dem neuen schicken Ford-Transit-Kompetenzhändler, doch dieser meint: ohne Termin … frühestens in zwei Tagen. Wir haben von diesen Ford Händlern sowas von die Schnauze voll, die schauen sich das Auto noch nicht einmal kurz an! Mit dem richtigen Werkzeug und einer Bühne ist die Reparatur kein Hexenwerk! Wir fahren mehr oder weniger in die Innenstadt zu Kwik-Fit, einer dieser Reifen-Auspuff-Bremsen Ketten. Auch dort bekommen wir eine Abfuhr, wenn auch eine der freundlichen Art – er würde uns sehr gerne helfen, wäre ja sicher nichts Aufwendiges, aber das Auto passt nicht auf die Bühne. Aber man zeigt sich durchaus hilfsbereit und gibt uns die Adresse vom „Auspuff Bryan“, einem ausgewiesenem Auspuff-Experten.

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uns wird geholfen

Dort nimmt man sich dann auch sofort unseres Problems an. Das Auto wird unverzüglich auf die Bühne gefahren, der Halter angeschweißt, der Auspuff ein wenig gerichtet und die Gummis neu eingehängt. Eine Stunde später ist alles wieder tiptop und wir um erträgliche 40 Pfund ärmer. Wir bedanken uns für den guten Service, geben ordentlich Trinkgeld und fahren nach einem kurzen Stop bei Lidl und Aldi wieder zurück in den Lake District.
An dieser Stelle also herzlichen Dank (Many, many thanks) an die Jungs von Bryan Fell Motor Engineer & Exhaust Specialist.

Da wir am nächsten Tag eine Radtour unternehmen wollen und der Start in der Nähe von Keswick ist, fahren wir zum Swinside Inn. Der Pub liegt an einer kleinen Straße mitten in den Bergen und bietet ein hervorragendes Essen, nicht gerade günstig, aber es ist auch nicht der übliche Pub-Fraß. Von dem Risotto mit frischem Bärlauch schwärmt meine GG immer noch …

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Abendsonne am Swinside Inn

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etwas versteckt liegt der Swinside Inn

Am nächsten Morgen stellen wir das Auto in eine Parkbucht, schnallen die Räder ab und fahren zum Honister Pass. Zuerst geht es ziemlich flach am Derwent Water vorbei, durch ein paar nette Örtchen, über schöne Brücken bis zum Ende eines Tales.

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der Weg führt am See entlang

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durch malerische Orte

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über alte Brücken

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durch schöne Täler

Dann kommt der 25% Anstieg zur Passhöhe. Von dieser Seite ist der Anstieg zum Glück relativ kurz, aber zeitweise dementsprechend auch verdammt steil.

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Passhöhe

Wir machen nur eine kurze Pause und fahren dann die lange Abfahrt nach Buttermere runter. Das macht natürlich Spaß, zumal recht wenig Verkehr auf dem Pass ist.

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links die Passhöhe, rechts am Ende des Tals liegt Buttermere

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Ist man an der Talsohle angekommen, geht es auf einem guten Schotter-Radweg immer am See entlang bis nach Buttermere.

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immer schön am See entlang...

Auf dem Weg bis ins Örtchen, stellen wir fest, dass es hier noch eine WoMo-taugliche Camping Wiese neben einer Farm gibt. Zumindest heute steht hier kein WoMo, sie ist völlig leer. In Buttermere angekommen, machen wir erstmal eine ausgiebige Pause und trinken etwas. Buttermere ist ein kleiner Ort und besteht eigentlich nur aus ein paar Häusern, aber es herrscht ein ziemlicher Trubel. Wir lassen die Räder in der Nähe von Buttermere stehen und starten eine kurze Wanderung zum Scale Force, einem laut Reiseführer sehenswerten Wasserfall. Der Weg führt schön am See entlang und biegt dann etwas steiler in die Berge ab. Nach ca. 1,5 Meilen haben wir den Wasserfall erreicht. Aber so überwältigend wie der Reiseführer ihn beschreibt, ist er dann doch nicht.

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der Wanderweg führt erst am See entlang

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dann steil bergauf

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bis zum etwas enttäuschenden Wasserfall Scale Force

Nach knapp zwei Stunden sind wir wieder bei den Räder und strampeln den nächsten Pass hinauf. Der Anstieg zum Newlands Pass von Buttermere aus mit einer Steigung von 25% ist 1,9km lang. Er verbindet Buttermere und Keswick durch das Newlands Valley.

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Newlands Pass

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Nach knapp 40km Radeln und der netten Wanderung sind wir wieder beim Auto, verladen die Räder und fahren zum Setmabanning Farm Camping. Hier kostet die Übernachtung nur erfreuliche 25 Pfund, inklusive Strom und Duschen.
Der nächste Tag startet auch wieder sonning und unser erstes Ziel ist der Castlerigg Stone Circle, der nur ein paar Kilometer vom CP entfernt ist. Ist nicht gerade Stonehenge, aber die Lage ist schon gut gewählt. Und auch dieser kleine Steinkreis ist ein Besuch wert. Bei unserem ersten Besuch hier, konnte man die Parksituation hier durchaus als schwierig bezeichnen. Mittlerweile gibt es (natürlich) höhenbegrenzte PKW Parkplätze, aber auch Platz für WoMos und andere höhere Gefährte.

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Castlerigg Stone Circle

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Kreis??? naja

Wir laufen etwas durch den Steinkreis und lassen die Drohne fliegen.
Vom CP aus schaut man auf das mächtige Massiv des Blencathra. Da wir in diesem Urlaub noch keinen Berg bestiegen haben, ist dies unser nächstes Ziel. Der Weg startet an einem großen Wanderparkplatz und an der Zahl der Autos erkennen wir sofort, dass wir nicht alleine sind. Der Weg ist ein breiter mit Schotter belegter Pfad, fast schon barrerefrei. Ziemlich gemächlich geht’s bergauf. Die Aussicht wird immer besser, je höher wir kommen. Man sieht die Seen in der Ferne und die ganzen Menschenmassen, die mit uns unterwegs sind.

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der Aufstieg beginnt...

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tolle Aussicht

Der Weg ist wirklich gut zu gehen - breit, nie wirklich richtig steil. Und die Orientierung ist auch kein Problem.

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der Gipfelgrat

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Nach einer guten Stunde kommt der Gipfel in Sicht und ein paar Minuten später stehen wir auch schon auf dem 868m hohen Blencathra.

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der gut besuchte Gipfel

Da es uns auf dem Gipfel eindeutig zu voll ist, gehen wir ohne Halt weiter und steigen ziemlich steil bergab bis zu einem Bergsee.

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Der Weg runter zieht sich. Nach einer guten halben Stunde erreichen wir den See.

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Dort machen wir erstmal Pause und genießen die Ruhe. Der Weg führt ziemlich flach weiter aus dem Tal hinaus.

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Die letzten paar Meter zur Straße geht es dann nochmal steil bergab. Nach knappen 3 Stunden und 10km sind wir wieder beim Auto und fahren weiter zum Aira Force, einem weiteren Wasserfall in der Nähe vom Ullswater. Der Wasserfall wird vom National Trust betreut und so ist natürlich auch der zugehörige Parkplatz nicht kostenlos. Zum Glück kann man hier inzwischen überall mit der Parking App bezahlen. Darüber kann man, wenn man einmal mit der Zeit nicht hinkommt, einfach nachbuchen. Der Weg zum Wasserfall dauert nur ein paar Minuten, wobei einem die 800 Höhenmeter vom Blancathra merklich in den Knochen stecken.

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Viel spannender als den Wasserfall selbst finden wir den Weg dorthin, der von unzähligen Baumwurzeln durchzogen ist. Auch hier tummeln sich unzählige Menschen. Überall wuseln Leute rum, um einen Blick auf den Wasserfall zu erhaschen - sehr zum Leidwesen der Natur. Also stehen überall Schilder, die bitten, dass man auf den Wegen bleiben soll - aber es hält sich kaum jemand daran.
Wir fahren weiter nach Pooley Bridge, wo wir uns für 38 Pfund eine Nacht auf dem CP buchen. Pooley Bridge ist ein kleiner Ort am Nordufer des Ullswaters mit ein paar Pubs und jeder Menge Campingplätze. Wir schnappen uns wieder unsere Räder und fahren noch etwas am See entlang.
Wir kommen an mindestens 5 Farm-Campingplätzen vorbei, die ausnahmslos alle gut bevölkert sind.
Auf dem Rückweg halten wir in Pooley Bridge, füllen unsere Vorräte auf und gehen in einem der zahlreichen Pubs mäßig gut essen.
Der nächste Morgen startet wieder sonnig und wir fahren zeitig nach Borrowdale. Nach einem kurzen Spaziergang erreicht man eine alte Mühle, die aber gerade zu einem Ferienhaus umgebaut wird und somit leider ihren Charme als Lost Place verliert.

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alte Mühle bei Borrowdale

Wir halten uns nur kurz bei der Mühle auf und gehen zurück zum Auto. Wir fahren weiter und kommen am Blakeley Moss Stone Circle vorbei (auf Maps auch Blakeley Raise Stone Circle). Wir halten kurz an, aber von allen in diesem Urlaub gesehenen Steinkreisen ist dies die unspektakulärste Ausführung.

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Blakeley Moss Stone Circle

Wir fahren weiter und kommen per Zufall am Swinside Stonecircle vorbei - schon besser. Leider regnet es leicht, aber wir machen uns trotzdem auf den 3km langen Weg zum Steinkreis.

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das nenn ich mal Kreis

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Swinside Stonecircle

Der Steinkreis verdient seinen Namen, aber bei Regen ist es natürlich nicht so toll. Wir verlassen den Lake District und fahren weiter gen Süden nach Silverdale und buchen uns auf dem Gibraltar Farm Camping ein. Vom CP hat man einen schönen Blick über die riesige Morecambe Bay und der kleine Ort Silverdale ist fußläufig zu erreichen. Normalerweise ist die minimale Buchungsdauer 2 Tage. Aber wir haben Glück, dass jemand abgesagt hat, und so bekommen wir für 35 Pfund einen Platz für die Nacht (mit Duschen aber ohne Strom).

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Sonnenuntergang über der Morecambe Bay

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Abends werden wir noch mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt und staunen über den Wald, der voll vom Wild Garlic (Bärlauch) ist. Duftet köstlich beim Vorbeigehen.

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Wild Garlic

Zum Glück hat sich über Nacht das Wetter gebessert und wir beschließen in den Norden von Wales zu fahren. Der Lake District ist ohne Zweifel schön, uns aber ist es zu voll und eigentlich auch zu teuer - 40€ für eine Nacht auf einer einfachen Wiese ohne Strom zu stehen und dann noch oft Geld fürs Duschen. Aber die Menge der Übernachtungsgäste rechtfertigen und bestimmen jeden Preis.
Wir sind früh auf den Beinen und verlassen den CP in Richtung M6, die wir dann südlich von Liverpool verlassen und auf der M56 weiter nach Wales fahren. Kurz vor Mittag sind wir dann am Eingang zum Tal Cwm Pennant. Nur ein kleines Schild weist den Weg in dieses malerische Tal. Wir besuchen erst die kleine Kirche am Taleingang und fahren dann über die kleine schmale Straße ins Tal hinein.

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Dolbenmaen Parish Church

Nach gut einem Kilometer kommt uns ein Quad mit oranger rotierender Signalleuchte entgegen. Wir denken Not am Mann und quetschen uns so gut es geht in den Passing Place, um Platz zu machen. Der Typ im Quad hält aber ganz entspannt neben uns an und fragt, ob wir wohl einen Platz für die Nacht suchen? Wir sind etwas überrascht, überlegen kurz und bejahen die Frage. Er sagt, er hätte einen CP gut zwei Kilometer weiter. Wir sollten uns schon mal irgendwo hinstellen, er käme gleich nach. Nach kurzer Fahrt erreichen wir den kleinen CP, der direkt an einem rauschenden Bach liegt. Außer uns sind in dieser Idylle noch zwei andere Parteien vor Ort. Für die Nacht werden 25 Pfund fällig (inklusive Duschen, exklusive Strom). Für Reisende mit Internet-süchtigen an Board – das ist hier im Tal schwierig. Wir haben kein Netz und das CP-eigene Internet funktioniert nur rund um das Facility House. Auch mal ganz schön, noch mal so richtig abgekoppelt von der Außenwelt zu sein. Später am Tag halten wir noch einen Schwatz mit der Besitzerin. Wir fragen, warum der CP nicht ausgeschildert ist. Wir sind ja nur per Zufall hier gelandet. Ja, sagt sie … das ist nicht so einfach in GB. Sie sei schon froh, hier mit enormen Auflagen überhaupt einen CP betreiben zu dürfen. Ein Schild an der Hauptstraße aufstellen zu dürfen bedarf weiterer diverser Anträge und Genehmigungen. Wir hoffen, der nette CP Ty’n Llan findet ausreichend Besucher, um an diesem schönen Fleckchen Erden weiter bestehen zu können.

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Campsite Ty’n Llan

Wir richten uns ein, schnappen uns sofort unsere Räder und fahren weiter ins Tal hinein. Wir kommen zunächst an der kleinen Kirche St. Michael’s vorbei.

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St. Michael’s

An einer unscheinbaren Brücke stellen wir unsere Räder ab und machen uns auf den Weg zur Copper Mine Cwm Ciprwth (wie immer man das auch ausspricht). Es geht erst durch einen schönen Wald mit jeder Menge Blue Bells, um dann anschließend steil bergauf zu gehen bis man ein Plateau erreicht auf dem die Mine liegt.

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Blue Bells

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Nach einer knappen Stunde mit vielen Pausen kommt dann die Miene bzw. deren Überreste in Sicht.

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Copper Mine Cwm Ciprwth

In der ganzen Gegend wimmelt es nur so von Minen, seien es Kupferminen oder Schieferminen. Wir laufen vorsichtig durch das Gelände und lassen die Drohne fliegen. Wir genießen die Ruhe, kein Mensch weit und breit.

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Eine gute Stunde später machen wir uns langsam auf den Rückweg, es ist windig geworden und auch recht frisch.
Da es uns hier so gut gefällt, nehmen wir am nächsten Morgen wieder unsere Räder und fahren bis zum Ende des Tales.

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am Ende vom Tal Cwm Pennant

Das Wetter ist nicht direkt als schlecht zu bezeichnen. Die Berge sind in Wolken, aber ab und zu kommt die Sonne heraus und der Wetterbericht verspricht eigentlich gutes Wetter. Wir stellen unsere Räder an einem Weidezaun ab und steigen steil bergauf in Richtung Prince of Wales Slate Quarry. Man passiert einige verlassene Gebäude und verfallene Mauern. Der Weg ist gut markiert und nach ca. 45min sehen wir die Miene.

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auf einem kaum erkennbaren Weg geht's bergauf

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Prince of Wales Slate Quarry

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Das muss hier früher schon ein hartes Arbeiten gewesen sein, erst der lange und steile Weg zur Miene, dann das oft ruppige Wetter und die miesen Arbeitsbedingungen in dieser rauen Gegend.
Die Wanderkarte sagt, dass es einen Rundweg zu einer weiteren Miene geben soll, der uns in einem großen Bogen zurück zu unseren Fahrrädern bringen soll. Aber wir finden diesen Weg leider nicht, obwohl wir uns laut GPS direkt auf ihm befinden. So laufen wir mühselig querfeldein und kommen zu einem weiteren verlassenen Gebäude. Aber auch hier keine Spur von einem Weg, und so folgen wir einfach einem Bachlauf, der zwangsläufig wieder ins Tal führt.

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Querfeldein geht's zurück

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Nach knapp 10km Rundweg sind wir wieder bei den Fahrrädern und strampeln zurück zum CP. Wir schnallen schnell die Räder aufs Auto und fahren nach Porthmadog, wo wir uns einen Imbiss suchen und eine Kleinigkeit zu Mittag essen. In dem kleinen Ort ist ziemlich viel los und wir haben Probleme, ein Parkplatz zu finden. Aber da wir sowieso zum Lidl müssen und die sich einen großen Parkplatz mit anderen Geschäften teilen, nehmen wir einfach diesen. Nach dem etwas verspäteten Mittagessen schlendern wir noch durch die Geschäfte und fahren anschließend weiter zur Cwm Ystradllyn Slate Mill. In diesem imposanten Gebäude wurde von der am Vormittag besuchten Miene große Schieferblöcke mit einer Eisenbahn angeliefert und hier zersägt.

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Bachlauf bei Cwm Ystradllyn Slate Mill

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Cwm Ystradllyn Slate Mill

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Nach diesem kurzen Abstecher fahren wir weiter nach Blaenau Ffestiniog. Dort gibt es ziemlich zentral einen CP mitten im Ort, der inzwischen aber nur noch „Adults only“ ist. Das war vor 4 Jahren noch anders und wir fragen natürlich nach. Die nette Chefin meint, es hätte halt Familien gegeben, die sich absolut nicht benehmen konnten. Die Nachbarn haben sich mehrfach beschwert, daher dieser Schritt. Naja, uns betrifft es nicht mehr und man muss diese Entscheidung wohl respektieren. Da es noch früh ist laufen wir noch ins nahe Tal zur Rhosydd Chapel.

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Ein total schönes Tal - der See, die hohen Berge und wir sind vollkommen alleine unterwegs, absolut empfehlenswert. Am Abend gehen wir dann in den Ort, in der Hoffnung irgendwo etwas zu Essen zu bekommen. Aber außer einem Fish & Chips Laden ohne Sitzgelegenheit gibt es nichts. Wir ordern zweimal das Nationalgericht und setzten uns auf dem nahen Marktplatz auf eine Bank und futtern unseren Fisch. Der Ort frustriert irgendwie, die Häuser sehen fast alle verfallen aus oder stehen leer. Ein paar Jugendliche kicken lustlos ihre Fußbälle gegen die Wand und die älteren Jugendlichen fahren mit ihren etwas peinlich aufgemotzten Autos die Straße rauf und runter (unser Favorit gezählte achtmal!).

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ein wenig depremierend...

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überall riesige Schieferhalden

gnarz18 am 08 Jun 2025 15:13:52


Nach einem schönen Abend in einem leider ziemlich ranzigen Pub, fahren wir am nächsten Morgen ziemlich früh ins Fairy Glen. Auf dem zugehörigen privaten Parkplatz sind leider Wohnmobile ausdrücklich verboten. Also parken wir gut einen Kilometer weiter in einer Parkbucht und laufen auf der viel befahrenen Straße zurück zum Fairy Glen. Der Besuch kostet einen kleinen Obolus von 50p, da das Tal auf Privatbesitz liegt und der Erhalt des Weges verständlicher Weise auch Geld kostet. Der Weg ist nicht besonders lang und führt eigentlich immer am Bach entlang bis zu einer engen Schlucht.

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Fairy Glen

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Wir fahren weiter über den Pen-Y-Pass nach Llanberis.

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Pen-Y-Pass

Wenn man den Pass nach Llanberis herunterfährt, fallen sofort die riesigen Schieferhalden auf. Der ganze Berg scheint ein einziger Steinbruch gewesen zu sein. Diesen wollen wir uns anschauen. Um den Steinbruch zu erreichen, muss man ganz außen um den See Llyn Padarn herumfahren und landet dann gegenüber von Llanberis auf einem Wanderparkplatz bei Dinorwig. Der Steinbruch ist großartig und bietet neben vielen Lost Places einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft. Man kommt sich aufgrund dieser gewaltigen Halden und dieser Menge aufgetürmten Schiefers vor, als wäre man in einer vollkommen anderen Welt. Die verlassenen und langsam verfallenden Gebäude mit ihren Maschinen und Werkzeugen verstärken den Eindruck.
Wir laufen gut drei Stunden durch den Steinbruch. Besonders beeindruckend sind die gigantischen aus Schiefer gemauerten Transportrampen, auf denen der Schiefer ins Tal befördert wurde. Fotomotive gibt es hier auf jeden Fall reichlich und hinter jeder Kurve entdeckt man Neues. Beindruckend ist auch das Panorama, man schaut auf das Massiv vom Snowden auf der einen Seite und auf der anderen Seite sieht man in der Ferne das Meer.

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Schiefer soweit das Auge reicht

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verlassene Hütten, im Hintergrund der Snowdon

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hier wurde der Schiefer zersägt...

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und mit großen Winden...

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über riesige Rampen

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ins Tal transportiert

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Der Steinbruch war der zweitgrößte Schiefersteinbruch der Welt.
--> Link

Über Caernarfon fahren wir zu den Porthor Whistling Sands und suchen uns dort einen CP. Von denen gibt es hier reichlich, wir entscheiden uns für den Maes Gwersylla Dwyros Campsite oberhalb von Aberdaron.

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Morfa Nefyn Beach

Am nächsten Tag lassen wir es gemütlich angehen und besuchen zuerst das Harlech Castle. Anschließend geht es zur Cymer Abbey.

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Harlech Castle

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Cymer Abbey

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Wie wir so gemütlich über die A487 rauschen, düsen auf einmal mehrere Flugzeuge dicht über unsere Köpfe hinweg und wir erinnern uns, dass hier irgendwo ja auch der Mach Loop ist. Das ist ein Rundkurs, wo Piloten aus der ganzen Welt Tiefflüge üben. Wir beschließen uns einen CP zu suchen und den morgigen Tag für einen Ausflug zum Mach Loop zu nutzen. Viel gibt es in der Nähe nicht, und so müssen wir mit dem Parkplatz des Pen-Y-Bont Hotels direkt am See Llyn Mwyngil Vorlieb nehmen - für geschmeidige 10 Pfund ohne alles. Das Hotel hat schon bessere Zeiten gesehen und wir fragen uns, ob es überhaupt noch Gäste beherbergt. Die Besitzer scheinen sich jedenfalls auf das Parkplatzgeschäft zu konzentrieren. Wir bleiben nicht alleine, später kommen noch 3 weitere WoMos dazu.

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Llyn Mwyngil

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Die Nacht war ziemlich ruhig, trotz der nahen Straße. Wir machen uns früh auf zum Mach Loop, da uns gesagt wurde, dass die Parkplatzsituation ziemlich schwierig wäre. Als wir um 8:00 Uhr auf dem Parkplatz ankommen, sind schon jede Menge Spotter, die sogenannten Looper, vor Ort.

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wir sind nicht die ersten...

Wir beginnen den kurzen Aufstieg zu einem Felsrücken, von dem man eine gute Aussicht auf die Flugzeuge haben soll.

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der Weg vom Parkplatz zum Bergrücken ist nicht weit

Nach knappen 10 Minuten erreichen wir den Bergrücken und suchen uns einen bequemen Platz zum Sitzen. Alleine sind wir nicht, der ganze Hang ist voller Looper und auch auf den gegenüberliegenden Hängen sitzen Menschen. Manche haben Zelte aufgebaut und sitzen entspannt in mitgebrachten Stühlen.

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Die Drohne haben wir natürlich im Auto gelassen, ein Schild weist ausdrücklich auf die Gefahr hin.

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die Drohne muss im Auto bleiben

Aber erstmal passiert überhaupt nichts, wobei wir auch gar nicht wissen worauf wir achten müssen und von wo die Flieger kommen. Wir warten also und beobachten die routinierten Looper, die noch faul im Gras liegen. Nach gut einer Stunde kommt dann urplötzlich Hektik auf und die Looper zücken ihre Kameras mit Objektiven, die mich neidisch machen. Wir hören und sehen immer noch nichts, bis auf einmal ein kleines gelbes unscheinbares Propellerflugzeug an uns vorbeifliegt. Der Pilot scheint hoch konzentriert bei der Arbeit zu sein, während die Copiloten winkt und uns mit ihrem Handy filmt, eigentlich sollte das umgekehrt sein.

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So schnell das Flugzeug erschien, genauso schnell ist es auch wieder weg und das Warten geht weiter. Ein paar Minuten später wird es wieder hektisch, als zwei Trainingsflugzeuge in einem Affentempo an uns vorbeirauschen.

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Das war wirklich schnell und recht spektakulär, man ist auf Augenhöhe mit den Piloten bzw. man schaut von oben in die Flugzeuge. Das Ganze dauert nur ein paar Sekunden und da die Flugzeuge nicht gerade langsam fliegen, hat man so seine Mühe die Flieger im Blick zu behalten und scharfe Bilder zu bekommen. Und nun geht es recht zügig weiter, es kommt eine große Transportmaschine, zwei Eurofighter, diverse Trainingsflieger und schließlich noch drei F15 Eagles. Die Düsenflieger sind natürlich schon der Hit - wenn man mal den Zweck dieser Flieger ausblendet.

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Um kurz vor 17Uhr machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto und überqueren um 18:30 Uhr die Grenze nach England.
Eine Anmerkung / ein Warnhinweis noch zum Looper-Dasein. Entgegen diverser Gerüchte gibt es es keinen veröffentlichten Flugplan für den Mach Loop. Man weiß also nie, ob man überhaupt ein Fluggerät zu sehen bekommt. Wenn Trainingsflüge am Mach Loop durchgeführt werden, dann Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 17:00. Nie an Wochenenden und Feiertagen. Wir haben wohl einen ganz passablen Tag erwischt, mancher ist auch schon ganz ohne Sichtung wieder nach Hause gefahren.

Wir fahren durch typisch englische Landschaften mit schönen Weiden und tollen Bäumen. In der Nähe von Shrewsbury finden wir beim New Inn einen Pub, der uns für die Nacht auf seinen Parkplatz stehen lässt.

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es geht durch malerische englische Landschaften

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bis zum New Inn bei Shrewsbury

Das Essen ist ok und bei einem kühlen Blonden lassen wir den Tag in Ruhe ausklingen.
Am nächsten Tag fahren wir dann nach Shrewsbury und finden ein nettes kleines Städtchen mit netten Geschäften, schönen alten Häusern und engen Gassen vor. Der Wochenmarkt auf dem schönen Marktplatz umrahmt von alten Gebäuden lädt zum Schlendern ein.

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Nach gut zwei Stunden verlassen wir Shrewsbury und fahren weiter Richtung Cambridge. Der erste Campingplatz, den wir ansteuern, ist leider schon „fully booked“ und wir werden schon an der Zufahrt recht energisch zurückgeschickt. So landen wir wieder bei einem CP vom Motorhome & Caravan Club. 50 Pfund ohne Strom sind für die Rasenfläche fällig, wobei wir auch hier natürlich persönlich zu unserem Stellplatz geleitet werden und millimetergenau positioniert werden.
Wir nehmen sofort den nächsten Bus nach Cambridge und verbringen den Nachmittag in der Stadt. Es ist unangenehm voll und wir wundern uns, dass so viele Touristen unterwegs sind. Wir schauen uns ein paar Colleges an - allerdings nur von außen, denn die meisten erlauben keine (oder nur im Voraus gebuchte) Besichtigung und gehen ein wenig shoppen. Gegen Abend suchen wir uns ein Lokal zum Essen und fahren so gegen 22Uhr wieder zurück zum CP.

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Unseren letzten Tag in GB nutzen wir für die Rückreise nach Dover. Wir machen kurze Stopps in Sittingbourne, was Touristenmäßig schon grenzwertig ist, und Ramsgate. Gegen 17Uhr sind wir beim Coastguard, das hat ja schon Tradition bei uns. Wir hatten uns schon eine Woche vorher dort angemeldet.

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Coastguard

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Inzwischen scheint es ein beliebter Platz zu sein, 8 Wohnmobile standen diesmal für die Nacht dort. Wobei sich einer mit seinem schweren MAN-Truck bis zum Pub getraut hat. Wer die enge und steile Straße kennt, weiß das man nur hoffen kann, dass einem so ein Fahrzeug dort nicht entgegenkommt. Dem Personal vom Pub fehlen dafür auch jegliche Worte. Mit 8 Mobilen ist es auf jeden Fall kuschelig eng auf dem Parkplatz. Wir unterhalten uns kurz mit der Chefin vom Coastguard. Wir kommen schon viele Jahre hier hin, und in den ersten Jahren waren wir oft die einzigen Übernachtenden. Sie ist etwas unglücklich mit der Situation. Zum einen hat sie nämlich nur eine Genehmigung für 6 Mobile pro Nacht. Da die Mobile den Bewohnern von St. Margaret´s at Cliffe seit jeher ein Dorn im Auge sind, gibt es entsprechend Spannungen. Und sie weiß nicht, wie lange das noch so geht. Zum anderen melden sich leider nicht alle an und stellen sich einfach so auf den Parkplatz, teils ohne etwas zu verzehren. Etwas dreist, finden wir.
Wir verspeisen ein leckeres Abendessen und genießen den Blick über den Channel und das Geräusch der rollenden Kiesel am Strand.

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Der Rest ist schnell erzählt. Wir nehmen eine frühe Fähre und sind um kurz vor 11Uhr wieder in Calais und knappe vier Stunden später zurück in Aachen.

Nachtrag zur Maut für den Dartford Crossing: In der Zwischenzeit hat uns eine Zahlungsaufforderung über 3,73 Euro erreicht. Wenn wir die nicht innerhalb der nächsten 14 Tage bezahlen, werden 90,75 Euro fällig. Ich habe natürlich Widerspruch eingelegt und möchte wissen, warum wir plötzlich als „commercial“ gewertet werden.

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pluplus am 08 Jun 2025 16:13:19

So ein toller und gut geschriebener Bericht. Es ist ein riesen Aufwand so zu dokumentieren!!! leider kann ich kein positiv geben.
Aber daraus kannst du ein Reisebuch machen und richtig Geld verdienen.
Danke für die viele Mühe.

Viele Grüße aus dem Münsterland Holger

macagi am 09 Jun 2025 07:24:42

Vielen Dank für die schönen Bilder und den Bericht!

Momoblog am 09 Jun 2025 10:33:46

Wieder mal ein toller Bericht von Dir, Michael.

Vor allem großartig, mal einen Bericht aus dem Lake District zu lesen. Tolle Bilder wie immer, aber hört sich nach einem nicht ganz so entspannten Womo-Ziel an.
Täuscht mein Eindruck, oder hat euch das ruhigere Wales am Ende besser gefallen?

Liebe Grüße
Micha

Saju am 09 Jun 2025 11:36:31

Unglaublich schöner Bericht. Vielen Dank für die tollen Bilder und die kurzweilige Beschreibung.

FastFood44 am 12 Jun 2025 17:29:14

Danke für den tollen Reisebericht.
Und die wunderschönen Bilder. Da geht jedem UK-Fan das Herz auf!

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