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Flüchtlings-Treck an der Landgrenze GR-TR


volki am 16 Sep 2015 00:30:07

Heute Abend am TV gehört
Es sollen sich ganze "Heerscharen" von Flüchtlingen nicht mehr übers Meer nach GR bewegen, sondern jetzt auf der Landroute nach GR unterwegs sein.
Weiss jemand etwas Aktuelle dazu?
Plante eigentlich nächste Woche an der Grenze GR/TR (A-2) zu sein?

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Gast am 16 Sep 2015 03:06:00

Zu lesen bein N24

In der Türkei machten sich Augenzeugenberichten zufolge Tausende Flüchtlinge auf den Weg zur griechischen Grenze. Sie fordern, dass die Türkei die Landgrenze in die EU öffnet, damit sie nicht mehr die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer riskieren müssen. Auf Fotos aus der Grenzregion waren Sicherheitsbeamte zu sehen, die die Route der Flüchtlinge blockierten

LongJohn

volki am 16 Sep 2015 10:08:57

Ja das habe ich eben auch gehört, aber wie immer, TV ist immer "Bild-mässig"
Was heisst wohl "Griechische Grenze".
Der Grenzfluss Evros hat nur wenige Übergange zwischen Enez und Edirne und soll schon länger durch Zaun verstärkt sein. Man hörte ja immer von vielen Ertrunkenen dort, der "Evros" scheint nicht nur das stille Wässerchen zu sein, das ich beim Grenzübergang Ipsala sehe (A-2)
Aber Nord-Westlich von Edirne ist Bulgarien, ob die wohl dort hin ausweichen? ist ja auch EU :!:
aber dann sind sie ja wieder auf der "Balkan-Route" und Ungarn will auch gegen Rumänien einen Zaun bauen.

Aber die Variante Bulgarien-Serbien-Kosovo-Albanien-und mit Schiff nach Italien wird auch nicht das Nonplusultra sein

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akdeniz am 16 Sep 2015 21:33:30

Das türkische Innenministerium hat den Busunternehmen es verboten, Flüchtlinge nach Edirne zu bringen. Die türkischen Tv-Nachrichten zeigen Bilder von Flüchtlingen, die zu Fuß Richtung Edirne unterwegs sind. Ich habe keine Erklärung dafür, warum die Flüchtlinge nach Griechenland über Edirne wollen. Ipsala wäre auch eine Möglichkeit.

Gast am 16 Sep 2015 21:48:15

akdeniz hat geschrieben:Das türkische Innenministerium hat den Busunternehmen es verboten, Flüchtlinge nach Edirne zu bringen. Die türkischen Tv-Nachrichten zeigen Bilder von Flüchtlingen, die zu Fuß Richtung Edirne unterwegs sind. Ich habe keine Erklärung dafür, warum die Flüchtlinge nach Griechenland über Edirne wollen. Ipsala wäre auch eine Möglichkeit.


Hallo,
den Flüchtlingen fehlen oft die Informationen, sie gehen dort wo andere gehen/flüchten, sobald über die sozialen Netzwerke neue Routen bekannt gegeben werden spricht sich das etwas verzögert rum weil nicht alle Zugang zum Internet haben....diesen Leuten muß geholfen werden.

volki am 16 Sep 2015 23:49:22

akdeniz hat geschrieben:Das türkische Innenministerium hat den Busunternehmen es verboten, Flüchtlinge nach Edirne zu bringen. Die türkischen Tv-Nachrichten zeigen Bilder von Flüchtlingen, die zu Fuß Richtung Edirne unterwegs sind. Ich habe keine Erklärung dafür, warum die Flüchtlinge nach Griechenland über Edirne wollen. Ipsala wäre auch eine Möglichkeit.

Ich vermute Edirne, weil da Bulgarien nicht weit ist. Unten ist der Evros, je nach Wasserstand wohl breit und "gefährlich" und oben ist ja noch der viel genannte Zaun, der da gebaut wurde.
Ich meine, die alle wollen nicht nach Griechenland selber, sondern weiter in den Norden und Westen ins "gelobte Land"

ottomar am 17 Sep 2015 10:09:02

Das ist naheliegend, denn welche Perspektiven hätten die Vertriebenen denn in den Balkanstaaten?

Volki, wie stellt sich eigentlich die Schweizer Regierung, die ja viel Erfahrung mit Zuwanderung hat, zu dieser ganzen Geschichte?

volki am 17 Sep 2015 16:07:31

ottomar hat geschrieben:Das ist naheliegend, denn welche Perspektiven hätten die Vertriebenen denn in den Balkanstaaten?
Volki, wie stellt sich eigentlich die Schweizer Regierung, die ja viel Erfahrung mit Zuwanderung hat, zu dieser ganzen Geschichte?


Eins ist klar. Wer an Leib und Leben bedroht ist wäre auch in einem "Balkan-Staat" sicher. Wer die Auswahl seines "Zuflucht-Landes" nur von den dortigen "Perspektiven" abhängig macht, ist schon nicht mehr ganz ein "Kriegsflüchtling"

Aber zu deiner Frage:
im Moment ist gerade eine Parlamentsdebatte im Tun. Da sollten je nach politischer Farbe "die ganze Welt" oder nur solche Personen aufgenommen werden, die der "Genfer Flüchtlingskonvention" entsprechen.
Je nachdem was das Parlament beschliesst, wird es dann sehr wahrscheinlich zu einer Volksabstimmung kommen, welche Variante gewinnt. Das letzte Wort hat da nicht "die Regierung" sondern das Volk

Eines der Problem-Länder ist für die Schweiz, Eritrea, die stellen einen Grossteil der "Asylanten" und je grösser die Diaspora wird, je mehr kommen ! Selten Familien, sondern fast alles junge Männer, die behaupten wegen Militärdienst-Verweigerung an "Leib und Leben" gefährdet zu sein. Militärdienst-Verweigerung ist in der Schweiz mit ihrer Jahrhunderte alten Milizarmee-Tradition aber eine Bürgerpflicht und kein Asylgrund. Das Problem ist den "Betreffenden" nachzuweisen dass sie deswegen nicht "an Leib und Leben" gefährdet sind, sondern das nur als Ausrede benutzen. Da das aber eben nicht bewiesen werden kann, wird etwa die Hälfte "vorläufig" aufgenommen, weil man sie ja auch nicht zurückschicken kann. Schlagzeilen, wie, dass solche Leute dann in ihrer Heimat Ferien machen :!: heizt das Thema noch an.
Solche "vorläufig Aufgenommene" , auch solche von Balkan, belegen dann die echten Flüchtlings-Unterkünfte und neu Eintreffende müssen dann in Zivilschutz-Anlagen untergebracht werden.

Interessant ist es dann, wenn speziell in deutschen Medien, penetrant von "Bunkern" gesprochen wird. Das einzige Wort Deutsch das diese Einquartierten dann können, ist das abwertende Wort "Bunker". Dabei sind viele dieser "Bunker" für den Militärdienst von "Schweizern" gut genug. Macht halt nicht gerade positive Stimmung im Volk.

Auch unsere Kantone bereiten sich auf mehr Flüchtlinge vor, der Kt. St.Gallen, zB der an der Route aus München oder Salzburg-Wien liegt, hat den Zivilschutz aufgeboten, um solche "Bunker" für die Ankunft der Flüchtling vorzubereiten, es werden Betten angezogen und Kissen darauf verteilt und die Küchen und Toiletten/Duschen vorbereitet
--> Link

Wir gehören wohl nicht zum "Gelobten Land" der Syrier-, Afganistan/Irak-Flüchtling- da wir von dort keine grosse Disapora haben. Die ist bei Albaniern & Co viel grösser, m.W. beherbergte die Schweiz während der Jugo-Kriege halb Kosovo. Von den rund 400'000 Kosovaren, waren 200'000 in der Schweiz.

Ich persönlich würde, bei den beschränkt zur Verfügung stehenden Plätzen zuerst Familien mit Kleinkindern aufnehmen und nicht hunderte von "jungen Männern" die laut deren Aussagen erstmals vorgeschickt wurden, um später die ganze Familie nachzuziehen.
Das wird dann auch einmal ein Problem für Deutschland werden.

wolfherm am 17 Sep 2015 16:10:13

:thema:

Die Situation an der Schweizer Grenze steht hier nicht zur Debatte.....

volki am 17 Sep 2015 16:35:42

Wieso? ich wurde ja direkt befragt und habe nur geantwortet

Leider beeinflusst das alles auch uns Wohnmobilfahrer,
ich zB wollte nach GR und West-Türkei und nach Lesbos. Ich habe das aber schubladisiert und fahre MORGEN nach Bari, zur Fähre nach GR und werde wohl eher in Mittel-/Süd-GR bleiben

Ich muss mich nicht am Leid von Flüchtlingen ergötzen

ottomar am 17 Sep 2015 17:15:16

Hallo Volki,

vielen Dank für die Auskunft. Es ist immer interessant zu hören, wie unsere Nachbarn mit Problemen unserer Tage umgehen.

FastFood44 am 17 Sep 2015 21:33:22

--> Link

Laut Titel zum dritten Bild, stimmt das wohl.

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