ottomar hat geschrieben:Das ist naheliegend, denn welche Perspektiven hätten die Vertriebenen denn in den Balkanstaaten?
Volki, wie stellt sich eigentlich die Schweizer Regierung, die ja viel Erfahrung mit Zuwanderung hat, zu dieser ganzen Geschichte?
Eins ist klar.
Wer an Leib und Leben bedroht ist wäre auch in einem "Balkan-Staat" sicher. Wer die Auswahl seines "Zuflucht-Landes" nur von den dortigen "Perspektiven" abhängig macht, ist schon nicht mehr ganz ein "Kriegsflüchtling"
Aber zu deiner Frage:
im Moment ist gerade eine Parlamentsdebatte im Tun. Da sollten je nach politischer Farbe "die ganze Welt" oder nur solche Personen aufgenommen werden, die der "Genfer Flüchtlingskonvention" entsprechen.
Je nachdem was das Parlament beschliesst, wird es dann sehr wahrscheinlich zu einer Volksabstimmung kommen, welche Variante gewinnt. Das letzte Wort hat da nicht "die Regierung" sondern das Volk
Eines der Problem-Länder ist für die Schweiz, Eritrea, die stellen einen Grossteil der "Asylanten" und je grösser die Diaspora wird, je mehr kommen ! Selten Familien, sondern fast alles junge Männer, die behaupten wegen Militärdienst-Verweigerung an "Leib und Leben" gefährdet zu sein. Militärdienst-Verweigerung ist in der Schweiz mit ihrer Jahrhunderte alten Milizarmee-Tradition aber eine
Bürgerpflicht und kein Asylgrund. Das Problem ist den "Betreffenden" nachzuweisen dass sie deswegen nicht "an Leib und Leben" gefährdet sind, sondern das nur als Ausrede benutzen. Da das aber eben nicht bewiesen werden kann, wird etwa die Hälfte "vorläufig" aufgenommen, weil man sie ja auch nicht zurückschicken kann. Schlagzeilen, wie, dass solche Leute dann in ihrer Heimat Ferien machen :!: heizt das Thema noch an.
Solche "vorläufig Aufgenommene" , auch solche von Balkan, belegen dann die echten Flüchtlings-Unterkünfte und neu Eintreffende müssen dann in Zivilschutz-Anlagen untergebracht werden.
Interessant ist es dann, wenn speziell in deutschen Medien, penetrant von "Bunkern" gesprochen wird. Das einzige Wort Deutsch das diese Einquartierten dann können, ist das abwertende Wort "Bunker". Dabei sind viele dieser "Bunker" für den Militärdienst von "Schweizern" gut genug. Macht halt nicht gerade positive Stimmung im Volk.
Auch unsere Kantone bereiten sich auf mehr Flüchtlinge vor, der Kt. St.Gallen, zB der an der Route aus München oder Salzburg-Wien liegt, hat den Zivilschutz aufgeboten, um solche "Bunker" für die Ankunft der Flüchtling vorzubereiten, es werden Betten angezogen und Kissen darauf verteilt und die Küchen und Toiletten/Duschen vorbereitet
--> LinkWir gehören wohl nicht zum "Gelobten Land" der Syrier-, Afganistan/Irak-Flüchtling- da wir von dort keine grosse Disapora haben. Die ist bei Albaniern & Co viel grösser, m.W. beherbergte die Schweiz während der Jugo-Kriege halb Kosovo. Von den rund 400'000 Kosovaren, waren 200'000 in der Schweiz.
Ich persönlich würde, bei den beschränkt zur Verfügung stehenden Plätzen zuerst Familien mit Kleinkindern aufnehmen und nicht hunderte von "jungen Männern" die laut deren Aussagen erstmals vorgeschickt wurden, um später die ganze Familie nachzuziehen.
Das wird dann auch einmal ein Problem für Deutschland werden.