Wie sich ja vielleicht noch einige erinnern können, habe ich mich vor längerer Zeit nach Stellplätzen in Essen erkundigt, da Karin und ich das Folkwangmuseum besuchen wollten. Als potenziell geeignet erschien dann der Stellplatz an der Gruga und der Messeparkplatz 2. Der Erstere schied schon bald aus, da er nur bei Veranstaltungen geöffnet ist, wie die Stellplatzbeschreibung aussagt. So rief ich dann zur Sicherheit bei der Messe Essen an und der nette Herr von der Logistik erklärte mir, dass ich natürlich den Parkplatz 2 auch außerhalb der Messezeiten nutzen könne, nur seien dann die Sanitäranlagen nicht geöffnet und es stehe kein Strom zur Verfügung. Da ich neuerdings am Mittwoch frei habe, beschlossen wir, am Dienstag anzureisen und nach einem guten Frühstück am nächsten Tag das Museum zu stürmen. Am Dienstagabend wurde es auf Grund der Wetterlage schon früher dunkel und wir verließen die Autobahn schon in der beginnenden Dunkelheit. P 2 war schnell gefunden, doch versperrte ein rot weiß gestreiftes Hindernis mit dem Schild "Durchfahrt verboten"! die Straße. Scheibenkleister, aber es gibt ja noch andere Messeparkplätze. Wir folgten dem Parkleitsystem. Doch was musste ich lesen? Alle Parkplätze waren entweder geschlossen oder nur für Codekartenbesitzer geöffnet. Halt nein, der P 9 ist ja offen, also nichts wie hin. Denkste, P 9 ist kein Parkplatz sondern ein Parkhaus mit 2 m Einfahrthöhe. Inzwischen war es stockdunkel und wir schauten ratlos umher. Wenigstens konnte ich in dieser Sackgasse noch wenden und dabei sahen wir auf der anderen Seite vom P 9 einen P&R Parkplatz, aber zugelassen nur für PKW. Inzwischen war uns alles egal und wir machten uns auf dem inzwischen fast leeren Parkplatz breit und ich erkundete die Umgebung. Volltreffer, im Umkreis von 50 m waren einige Bushaltestellen und die Endstation der U-Bahnlinie, die uns direkt zum Museum bringen würde. Wir machten es uns gemütlich uns verbrachten den Abend bei einigen Gläsern Wein und angeregter Unterhaltung. Niemand störte uns und keiner wollte uns verjagen. Am nächsten Morgen standen rund um uns PKW’s aus dem gesamten Ruhrgebiet, aber wir nahmen keinem einen Platz weg, da noch einige Reihen frei waren. Für 1 Euro und 10 Cent gibt es eine Kurzstreckenkarte, bis zu 3 Haltestellen, und man ist am Rüttenscheider Stern, von dort erreicht man in wenigen Minuten das Museum. Erst gegen 18.00 Uhr waren wir wieder am Fahrzeug, da wir uns neben der Ausstellung "Caspar David Friedrich" auch noch das sehr sehenswerte Ruhrlandmuseum mit, u.a., einer sehenswerten Darstellung der Geschichte des Ruhrgebietes zu Gemüte führten. Um 19.35 Uhr waren wir wieder daheim und blickten zufrieden auf einen schönen Ausflug zurück.
Wolf

