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Erneuerung Elektrik mit Schaudt EBL 220-2 - Lademodul?


AlwaysKeepExploring am 12 Apr 2026 14:47:10

Hallo Forum und Technikspezialisten :)

ich habe mir einen Frankia 680ED Bj. 2009 gekauft. Dessen Elektrik läuft über den Schaudt EBL 220-2, den Adapter AD 01 und einen Sicherungskasten. Es ist ein Absorberkühlschrank mit automatischer Umschaltung verbaut. Als Referenz poste ich hier direkt die entsprechenden Schaltpläne aus der Anleitung und die tatsächliche Verkabelung:

3631536316363093631136310

Ich möchte die Elektrik komplett aufrüsten mit:
- 3000W Wechselrichter
- 50A DC/DC Ladebooster
- 480W Solar (4 x 120W Paneele)
- 2x300Ah LiFePo4 Batteriebank
- neuer Batteriecomputer da der alte Schaudt bei LiFePo nicht funktionieren wird

Ich habe mir auch schon einen Schaltplan gezeichnet:

36314

Jetzt zu den Fragen. Wie ihr am Schaltplan seht habe ich jetzt 2 Parallele 300Ah LiFePo4 Akkus. Zur Ladung der Akkus habe ich 3 Möglichkeiten:
1. Über den Wechselrichter mit NVS bei angeschlossenem Landstrom
2. Über das Kombiladegerät von den Solarpaneelen
3. Über das Kombiladegerät als Ladebooster über die Lichtmaschine

Allerding hat auch das Schaudt EBL ja die Funktion, die Aufbaubatterie zu laden:
1. Während der Fahrt über Lichtmaschine
2. Bei Landstromanschluss werden sowohl Starter- als auch Wohnraumbatterie geladen

Jetzt ist diese Funktion mit der neuen Elektrik aber aus mehreren Gründen ungünstig. Zum einen würde das Lademodul anspringen sobald ich den Wechselrichter anschalte - da würde ich dann quasi im Kreis laden nur mit großen Verlusten^^. Zum anderen würde bei laufendem Motor sowohl dass neue Kombigerät, als auch das Schaudt Lademodul versuchen die Aufbaubatterie mittels Lichtmaschine zu laden. Und das auch noch mit unterschiedlichen Ladekurven, weil das Schaudt keine explizite Einstellung für LiFePo4 hat. Dafür ist es einfach zu alt.
Unterm Strich möchte ich also jegliche Ladetätigkeit des EBL unterbinden, ohne dabei auf seine Funktion als Verteilerkasten zu verzichten. Meine erste Maßnahme wäre, die Sicherung unter Nr. 3 - "int. Lademodul" rauszunehmen. Genügt das? Hat jemand schonmal auf ähnliche Art und Weise die Ladefunktion eines EBL 220-2 umgangen?

Und noch eine Frage zum Kühlschrank. Der ist ein AES Absorberkühlschrank. Wählt seine Energieart also selbstständig bzw. vom EBL gesteuert. Ich will ihn dank der großen Batterien eigentlich dauerhaft über 12V laufen lassen und nur bei Landstromanschluss über 230V (Gas nur im Notfall). Würde das auch manuell umschalten. Irgendwann werde ich den sowieso durch einen Kompressorkühlschrank ersetzen. Es gibt unter Nr. 6 eine Sicherung 15A "Kühlschrank - nur mit AES!". Diese ist aktuell nicht besetzt. In der Bedienungsanleitung heißt es " Dieses Relais versorgt den AES/Kompressorkühlschrank mit Strom aus der Starterbatterie, wenn der Fahrzeugmotor läuft und der Anschluss D+ Spannung führt. Ein AES/Kompressorkühlschrank wird von der Wohnraumbatterie versorgt, wenn der Fahrzeugmotor abgestellt ist." Jetzt die Frage: Sicherung rein oder Sicherung draußen lassen^^ Bin ob der Beschreibung etwas verwirrt. Ich hätte gerne, dass ich nur manuell am Kühlschrank umschalten kann und 12V als Standard bevorzugt wird.

Über Ideen / Hinweise / Lösungsvorschläge würde ich mich sehr freuen :D Ansonsten wird es try-and-error^^ Ich versuche den Umbau meine Fahrzeuges hier zu dokumentieren: --> Link

Beste Grüße
Alex

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Hannus am 12 Apr 2026 17:36:18

Zum einen würde das Lademodul anspringen sobald ich den Wechselrichter anschalte

Nur wenn du den EBL fälschlicher Weise hinter dem Wechselrichter anschließt. Der gehört dann, genau wie der Kühlschrank vor die Netzvorrangschaltung.

als auch das Schaudt Lademodul versuchen die Aufbaubatterie mittels Lichtmaschine zu laden.

Es gibt dafür kein Lademodul, nur ein Relais, das beide Batterien bei Motorlauf miteinander verbindet. Um das zu unterbinden, reicht es aus, das hinten ankommende Kabel der Starterbatterie abzuklemmen. Gut isolieren, oder auf beiden Seiten abklemmen.

Die Bleiladekurven des EBL sind ohne weiteres auch für LiFePO geeignet.

AlwaysKeepExploring am 12 Apr 2026 20:52:15

Hallo Hannus. Danke für deine Antwort.

Hannus hat geschrieben:Nur wenn du den EBL fälschlicher Weise hinter dem Wechselrichter anschließt. Der gehört dann, genau wie der Kühlschrank vor die Netzvorrangschaltung.

Korrigiere mich gerne wenn ich falsch liege, aber für mich sieht es entsprechend der Kabelführung so aus, als ob das 230V Kabel vom Landstromeingang erstmal in den Sicherungskasten (FI/LS) geht und sich von da zu den Steckdosen, zur Klimaanlage und zum EBL verteilt. Der EBL nutzt 230V nur für das Lademodul und wahrscheinlich noch für den Kühlschrank. Ich kann den neuen Wechselrichter also nicht nach dem EBL anschließen. Wo sollte das sein und welchen Zweck hätte dann der neue Wechselrichter außer ich lege neue Steckdosen?

Hannus hat geschrieben:Es gibt dafür kein Lademodul, nur ein Relais, das beide Batterien bei Motorlauf miteinander verbindet. Um das zu unterbinden, reicht es aus, das hinten ankommende Kabel der Starterbatterie abzuklemmen. Gut isolieren, oder auf beiden Seiten abklemmen.

Das ist ein guter Hinweis! Das ist wahrscheinlich nur ein Trennrelais und hat nix mit dem Lademodul zu tun. Ist das interne Lademodul dann nur für 230V Landstrom-Ladung relevant? Wenn ich das + Kabel der Starterbatterie zum EBL abklemme erfolgt aber auch keine 12V Ladung des Kühlschrankes während der Fahrt über Starterbatterie mehr...das wäre jetzt aber nicht so schlimm für meine Zwecke.

Hannus hat geschrieben:Die Bleiladekurven des EBL sind ohne weiteres auch für LiFePO geeignet.


Ja, dass habe ich jetzt schon mehrfach gelesen. Funktioniert aber auch nicht mehr wenn ich das + Kabel Starterbatterie-EBL abklemme. Unabhängig davon bin ich trotzdem kein Freund von 2 verschiedenen Ladekurven. Die Spannungsunterschiede sind natürlich nur minimal aber ich will da trotzdem nix riskieren.

Beste Grüße
Alex

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BossHogg am 12 Apr 2026 23:11:10

Servus,
welche Komponenten hast Du geplant?

Hannus am 13 Apr 2026 08:54:27

Ich kann den neuen Wechselrichter also nicht nach dem EBL anschließen.

Das hast du falsch verstanden. EBL und Kühlschrank bleiben wo sie sind. Nur der Anschluß für die Steckdosen wird quasi aufgetrennt und durch den Wechselrichter geführt.

erfolgt aber auch keine 12V Ladung des Kühlschrankes während der Fahrt über Starterbatterie mehr

Doch, das ist der große Vorteil dieser EBLs, die haben noch eine extra Leitung zur Starterbatterie für den Kühlschrank. Es bleiben also alle anderen Funktionen erhalten.

Funktioniert aber auch nicht mehr wenn ich das + Kabel Starterbatterie-EBL abklemme

Das Kabel hat nichts mit dem Laden der Aufbaubatterie bei Landstrom zu tun.

Unabhängig davon bin ich trotzdem kein Freund von 2 verschiedenen Ladekurven.

Dann darfst du aber auch kein Ladegerät plus Solarregler oder Booster plus Solarregler betreiben, denn auch deren LiFePO Ladekurven sind unterschiedlich.

Stocki333 am 13 Apr 2026 19:17:01

Hallo Alex.
Wenn ich mir den Schaltplan so anschaue.
Dann mußt du mit deinem Booster das Trennrelais stillegen.
Vergiss den Schaß mit der Ladekennlinie. Die Sau ist voll fit, wird seit Jahren durch das Dorf getrieben.
Das Lademodul auf Blei einstellen. Fertig und verwenden. Du brauchst sowieso von einer Ladequelle die Absorbationszeit.
- 50A DC/DC Ladebooster
- 480W Solar (4 x 120W Paneele)

Du willst ein Modul verwenden das beide Komponenten integriert hat. Und einige dieser Komponenten haben die blöde EIgenschaft, das sie nur immer eien Komponente bedienen können. Fährsts du ist die Solar ausser Betrieb. Mach dich mal schlau, ob das bei deiner Wahl auch so ist. Den 600 Ah wollen auch gefütert werden.
Sicherung 400 A. Lieber auf jeden Accu eine 225 A. Nach dem Pluspol.
Bordcomputer fehlt auch bzw ist nicht definiert.
- neuer Batteriecomputer da der alte Schaudt bei LiFePo nicht funktionieren wird

Korrekt den der Wr zieht zuviel Strom.
- 3000W Wechselrichter

Dauerlast oder nur Peackleistung.???
Ladegerät ist eingezeichnet. Welches??
Franz

AlwaysKeepExploring am 14 Apr 2026 11:10:42

Danke für eure Antworten,

also dann erstmal zu den neuen Komponenten. Ich habe mich dafür entschieden ein komplettes System eines Herstellers zu nutzen um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden. Auf Grund des Preis-Leistungs-Verhältnisses ist es Renogy geworden. Alle Bilder im Schaltbild entsprechen also den bereits gekauften Komponenten. Hier mal im Detail:

- Renogy Battery Shunt 300 (max. 300A Dauerstrom)
- Renogy One Core als Displayeinheit funktioniert für alle Renogy Komponenten
- Renogy Pro HF-Wechselrichter-Ladegerät mit 3000W Dauerlast, 6000W Spitzenlast, NVS, 91% Wirkungsgrad, integrierter RCD Schutz und Batterieladefunktion bis zu 120A einstellbar.
- Renogy Dual Input DC-DC On-Board Battery Charger with MPPT, 50A
--> Die Ladelogik bevorzugt den Solareingang. Erreicht dieser keine 50A wird bei laufendem Motor zusätzlich über den Ladebooster geladen. Heißt beides läuft simultan.
- Renogy Core Series 300Ah Mini Deep Cycle LiFePo Batterien
- 4x ShadowFlux 120W Anti-Beschattung N-Typ Solarmodul mit 25% Zellwirkungsgrad

Bitte keine Diskussionen über den Hersteller und das andere besser sind oder eben nicht. Für mich ist es eine Preis-Leistungsfrage und für das komplette System nur 2700€ zu bezahlen ist für mich ausschlaggebend, wenn ich bei einem Deutschen Hersteller dafür gerade mal eine 300Ah Batterie bekomme :razz:

Stocki333 hat geschrieben:Sicherung 400 A. Lieber auf jeden Accu eine 225 A. Nach dem Pluspol.

Hab mich da mal an der Einbauanleitung von Renogy für Parallelschaltungen orientiert, kann aber sicher nicht Schaden alternativ beide Batterien einzeln abzusichern. Die Kabellängen werden genau gleich lang ausgeführt, weswegen eigentlich eine gleichmäßige Stromverteilung gewährleistet sein sollte.

Stocki333 hat geschrieben:Dann mußt du mit deinem Booster das Trennrelais stillegen.

Irgendeinen Tipp wie ich das am Schlausten mache? Ist das in der Sicherung "int. Lademodul" mit drin? Oder doch das + Kabel EBL-Starterbatterie abklemmen wie Hannus vorschlägt?

Hannus hat geschrieben:Das hast du falsch verstanden. EBL und Kühlschrank bleiben wo sie sind. Nur der Anschluß für die Steckdosen wird quasi aufgetrennt und durch den Wechselrichter geführt.

Also erstmal mega lieben Dank für die ganzen Hinweise. Hab die extra Kühlschrankleitung gefunden :D Die restlichen Hinweise hab ich auch verstanden. Und ich denke ich verstehe jetzt auch was du mit Wechselrichter und EBL meinst. Es ist auf jeden Fall die technisch sauberste Lösung wie du es meinst, aber ganz schönes Gefummel. Dazu mal das Bild vom Sicherungskasten:

36317

Hier kommt der Landstromeingang der CEE Steckdose an, geht durch den FI/LS und geht dann auf einen Verteiler mit 7 Abzweigungen (Klimaanlage, 5x Steckdosen, 1x zum EBL). Hinter den EBL meinen Wechselrichter zu packen geht also in dem Sinne nicht, weil es keine abgehenden Leitungen "hinter" dem EBL gibt. Also habe ich drei Möglichkeiten:
a) Wechselrichter direkt zwischen CEE Steckdose und Verteilerkasten --> EBL denkt bei Wechselrichterbetrieb er wäre am Landstrom --> Konsequenz: Lademodul ausschalten und Kühlschrank-Ladung über 230V unterbinden

b) Ich trenne die Leitung CEE Steckdose-Sicherungskasten auf und verteile auf Wechselrichtereingang und EBL separat. Wechselrichterausgang dann auf den Sicherungskasten um alle Steckdosen und Klimaanlage zu versorgen. Den EBL ziehe ich vom Sicherungskasten ab, er hängt jetzt direkt an der Landstromleitung (kein Wechselrichter davor) aber hat auch keinen FI/LS mehr in der Leitung --> Konsequenz: Müsste noch einen zusätzlichen FI/LS für den EBL einbauen

c) Wieder Leitung CEE-Sicherungskasten auftrennen, Wechselrichter Abzweigung schaffen und alle Verbraucher aus dem Sicherungskasten abklemmen und über neuen Verteiler an Wechselrichter-Ausgang packen. Ich denke, dass ist die Variante die du vorschlägst, oder?

36318

Auf Bildern wirkt es dann doch nochmal besser als textlich. Also vom Ding her wäre a) mein Favorit weil es am einfachsten geht. Aber je länger ich mir c) anschaue umso mehr sehe ich, dass es die technisch beste Lösung wäre...

Beste Grüße
Alex

Hannus am 14 Apr 2026 11:29:03

Erstmal, auch der Wechselrichter kommt hinter den Sicherungskasten. Also parallel zum EBL.
Und willst du wirklich deine Klimaanlage und deinen Kühlschrank auch über den Wechselrichter betreiben? Ansonsten kommen auch die direkt hinter den Sicherungskasten, wie der EBL.

AlwaysKeepExploring am 14 Apr 2026 11:41:21

Hannus hat geschrieben:Erstmal, auch der Wechselrichter kommt hinter den Sicherungskasten. Also parallel zum EBL.

Der Wechselrichter hat einen integrierten RCD. Warum sollte ich ihn nochmal über einen Sicherungskasten führen?

Hannus hat geschrieben:Und willst du wirklich deine Klimaanlage und deinen Kühlschrank auch über den Wechselrichter betreiben?

Nein will ich natürlich nicht, aber der Kühlschrank bekommt die 15A Sicherung, sodass er quasi als AES bzw. Kompressorkühlschrank immer über 12V funktioniert, außer ich stelle das manuell am Kühlschrank ein. Und die Klimaanlage muss ich ja auch aktiv an schalten. Das würde ich dann nur im Extremfall oder bei Landstrom machen.

Noch ein Nachtrag: Nehmen wir mal an ich würde mich für Variante c) entscheiden. Würdest du dann das interne Lademodul aktiv lassen? Dann würde ja bei angeschlossenem Landstrom sowohl meiner Wechselrichter, als auch der EBL versuchen meine Batterien (mit unterschiedlicher Ladekurve) zu laden. Wäre ja auch wieder nicht so recht das gelbe vom Ei, oder sagt ihr das wäre fein?

Hannus am 14 Apr 2026 12:41:14

Der Wechselrichter selber muß ja auch im Schadensfall abgesichert sein. Außerdem sichert sein RCD nur den Ausgang des Wechselrichter selber ab. Bei Landstrom wird der Strom einfach nur durchgeschaltet und kommt dann unabgesichert bei den Verbrauchern an.
Ein AES Kühlschrank schaltet im Automatikmodus vorrangig immer auf 230V um. Wenn du da nicht aufpaßt, kann schnell mal die Batterie leer sein

Ruedi1952 am 14 Apr 2026 13:20:14

Nehmen wir mal an ein Ladegerät lädt bis 14,4 V, das andere bis 14,6 V.
Wenn 14,4 V erreicht sind schaltet das eine ab und das andere lädt alleine weiter.
Wo ist das Problem?

BossHogg am 14 Apr 2026 13:39:14

Das Problem dabei ist eine mögliche Überladung des Li Akkus

BossHogg am 14 Apr 2026 13:48:27

Hannus hat geschrieben:Der Wechselrichter selber muß ja auch im Schadensfall abgesichert sein. Außerdem ....... AES Kühlschrank schaltet im Automatikmodus vorrangig immer auf 230V um. Wenn du da nicht aufpaßt, kann schnell mal die Batterie leer sein


Servus,
At TE, Du klemmst hinter den WR alle essentiellen Verbraucher die auch ohne Landstrom laufen sollen.
Weitere "nice to have" Verbraucher hinter dem WR schaltest Du über abfallverzögerte Relais, so vergißt Du nicht diese abzuschalten.

P.S.
Hättest Du auf Geräte mit der Gehäusefarbe RAL 5012 gesetzt, wäre ein Anschluß einfacher gewesen da man EBL und Co. auf ACout2 geklemmt und diesen so programmiert hätte daß er nur bei Landstrom zuschaltet. Beide ACout hätten ihre eigenen FI erhalten,.,,

AlwaysKeepExploring am 14 Apr 2026 14:42:09

Hannus hat geschrieben:Der Wechselrichter selber muß ja auch im Schadensfall abgesichert sein. Außerdem sichert sein RCD nur den Ausgang des Wechselrichter selber ab.


Ganz sicher? Hier mal die Seite aus der Bedienungsanleitung:

36319

Für mich klingt das so, also ob der Wechselrichter und nachfolgender Verbraucher durch den integrierten RCD von Fehlern von außerhalb geschützt sind. Läuft der Wechselrichter über die Aufbaubatterien haben wir ja sowieso nur einen Potentialausgleich über die Fahrzeugkarosserie (beschriebenes Erdungsrelais). Da müsste man ggf. noch einen weiteren FI an den Ausgang packen, der über die Karosserie als Potentialausgleich läuft. Was ja in meinem vorgeschlagenen Verkabelungsweg a) genau so wäre. Ist leider in der Anleitung bisl schwammig beschrieben, und mein Wissen endet auch so ziemlich an dieser Stelle^^

Und nochmal für alle. Ich bin mir sicher es gibt super schlaue Relais- und Schaltlösungen, aber ich möchte eine Lösung die:
1. Sicher
2. Einfach (und im Zweifel von jedem Laien durchführbar)
3. Praktisch
ist. Abfallverzögerte Relais, ACout2...bin ich ehrlich ... ist für mich so erstmal nicht klar und bekannt. Darauf will ich auf jeden Fall verzichten. Deswegen vielleicht nochmal ganz simpel gefragt.

Kann ich die Komponenten so wie in meinem Schaltbild gezeigt verkabeln? Dass ich dabei manuell auf die Kühlschrankschaltung und die Klimaanlage achten muss. Egal! Geschenkt. Dafür hab ich Batterieüberwachung und steuere das Manuell. Und das ich die Plus-Leitung EBL-Starterbatterie bzw. das Trennrelais kappen muss, auch verstanden.
Aber ansonsten spricht da technisch nix dagegen, oder? Um ganz sicher zu gehen könnte ich eben noch die Sicherung "int. Lademodul" rausnehmen. Besten Dank :)

Hannus am 14 Apr 2026 15:42:59

Dein Wechselrichter ist landstrommäßig gesehen ein ganz normaler Verbraucher. Bekommt der intern einen Schluß und du fäßt ihn an, kannst du tot umfallen. Davor schützt dich der RCD am Wechselrichterausgang uberhaupt nicht, denn alles was über die Netzvorrangschaltung direkt geht, geht nicht über diesen RCD.

Schau einfach mal in die Beschreibung. Da steht z.B. folgendes: (man beachte das NUR)

"Solange du den Strom deiner Verbraucher nur aus dem Wechselrichter beziehst, sind der Inverter und deine Verbraucher, wie daheim, komplett abgesichert."

Da steht nichts davon das du auch geschützt bist, wenn der Strom vom Landstrom kommt. Aber bitte, es ist dein Leben.

Stocki333 am 14 Apr 2026 16:33:39

Hallo Alex.
Mal ein Gedanke wie ich es mache, bzw habe.
Transit Bj-99 Chausson Alkofen aufbau.
300 Ah Winston. als Zentrallbatterie. Kein Starterbatterie. Klima Unterbau 60 A Stromaufnahme.
2500watt WR. 5 A Victron LG. und das CBE ladegerät bringt auch 6 A. EIngebaut im EBL.500Watt Solar.
LIchtmaschine 95 A.Dauerlast 52 A. Hängt ohne Umwege an der 300er.Kein Booster, keine Starterbatterie.
Im Fzg gibt es 2 Steckdosen eine ist vom Landstrom die andere vom WR. Falss ich mal Landstrom brauche. (2X in 11 Jahren) Wird einfach umgesteckt.
Verbrauch pro Tage 80 Ah. Kaffeemaschine, Backgrill. Morgens laufen beide. 2 KW aus der Batterie. Immer wenn ich unterwegs bin. frische aufgebackte Brötchen inkl.
Und die Klima läuft manchmal mit wenn ich fahre. Keine Motorklima.
Hab ich zuviel Strom wird der Kühlschrank auf 12 Volt gestellt. Neue 12 Leitung mit 6mm2.
Und abnds zu einschalfen läuft die auch oft 2 Std um das WOMo abzukühlen. Alles aus dem 300 Ah Accu.
Primitiv und einfach. Alles erledigt der WR. Und sollte ich mal auf einem CP stehen. Nehme ich Strom und betreibe nur den Kühlschrank eventuel die Klima. Alles andere läuft über WR.
Du hast 600 Ah.
Grundsatzfrage. Warum so viel.
Franz

BossHogg am 15 Apr 2026 17:28:18

Franz wir haben blaue Geräte mit Namen Renogy, keine Geräte mit Gehäusefarbe RAL 5012 (Victron)! Da wäre die Zuschaltung über Assistenten und/oder einen Taster am Cerbo erfolgt

At alwayskeepexploring
Im Bild des Handbuchs oben unter Punkt 8,2 wird klar erklärt wie das Erdungsrelais öffnet und der WR auf Landstrom durchschaltet wenn dieser anliegt. Der PE ist somit durchgängig vorhanden, der eingangsseitige FI hinter der CEE wird bedarfsweise auslösen, ggf. der WR seitige mit da seriell verkettet (außer das ist ein selektiver FI).
Soweit so gut! Du darfst das offiziell nicht einbauen, nur der Eli!

AlwaysKeepExploring am 16 Apr 2026 15:49:52

Vielen Dank für eure Mühe und die Erklärungen. Ich habe auch bei Renogy nachgefragt und die haben auch gesagt, dass Eingangsseitig am Wechselrichter der RCD nicht wirkt. Somit werde ich es jetzt wie bereits von Hannus vorgeschlagen wie folgt verkabeln:

CEE-Steckdose --> Eingebauter Sicherungskasten --> Aufteilung in neuen Wechselrichter, --> alle Steckdosen
............................................................--> Klimaanlage
............................................................--> und EBL --> Kühlschrank bleibt wo er ist

Weiterhin werde ich:
- die Sicherung "int. Lademodul" erstmal rausnehmen und ggf. später mal zum ausprobieren einsetzen
- das + Kabel EBL-Starterbatterie abklemmen

Ich werde berichten wie die Anlage nächste Woche läuft!

Beste Grüße
Alex

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