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Sardinien Ende September Anfang Oktober 2022


dieNordlichter am 27 Jan 2024 09:47:06

Sardinien 2022 - eine Herbstreise ins Paradies

Zugegeben, dies ist unser zweiter Sardinienbesuch, aber der war so komplett anders, dass er eigentlich ein zweiter erster Besuch ist. Nach einem Besuch Anfang Oktober im Jahr davor in Sardiniens Norden mit Wetterpech, Sturm und trotzdem vielen tollen Momenten, haben wir dem Reiseziel "eine zweite Chance" gegeben....

Wir kommen ganz aus Schleswig-Holstein und da noch aus dem Norden, also kann man sich vorstellen, dass die Anreise einige Zeit in Anspruch nimmt. Unterwegs waren wir da noch mit unserem T6 mit Dachzelt. Die Anreise bis Genua hat uns 2 Tage mit einem Zwischenstopp in Wangen im Allgäu gekostet.

Übernachtungsstopp, Platz: Hundriss-Hof außerhalb von Wangen, schöne Lage, rustikale Toiletten.....hat uns nicht gestört.

Stichworte des Tages: Vorfreude - Kümmelbrötchen - Nieselregen - erste Etappe geschafft

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In Genua kamen wir viel zu früh an und ich muss sagen, diese Stadt hat uns einige Nerven gekostet und graue Haare gebracht. Mein Mann ist ein fantastischer Autofahrer, den so leicht nichts aus der Ruhe bringt, aber da.....
Wir unwissenden Lämmchen waren viel zu früh am Fährhafen (12.00) und wurden mit den Worten weggeschickt, dass wir nicht vor 16.00 wiederkommen dürften.
Mist.
Ob es denn in der Nähe eine Parkmöglichkeit für uns gäbe..."Shopping-Center, Shopping-Center!!"" Okay, wieder raus aus dem Fährhafenareal, rein ins Labyrinth, Mist, falsch abgebogen...was labert das Navi da? Wo soll das sein? Nicht gefunden und schwupps, standen wir ohne Absicht wieder bei dem Mann im Fährhafen. "Shopping-Center....da!" Wildes Gestikulieren in eine Richtung. Wir wieder los....nicht gefunden. Also irrten wir durch Genua mit unserem Bullilein, auf der Suche nach einem Parkplatz, 2 Stunden lang unter Hochstraßen drunter und oben drüber, Motoroller von allen Seiten, links, rechts, oben, unten...."Da! Ein Parkhaus!" Mist, zu niedrig (Dachzelt!!!), von einem Kreisverkehr zum nächsten, das Navi hatte mental auch schon die weiße Fahne gehisst. Mit den Nerven am Ende fällt der Blick auf die Tankanzeige...
Nun fokussiert sich die Suche nach einer Tankstelle und es trägt uns wieder etwas aus dem Stadtmoloch heraus in die Richtung, aus der wir angereist waren. Und wir sind fündig geworden UND direkt daneben ein Lidl-Markt mit einem Parkdeck. Wir waren inzwischen völlig durch mit den Nerven, also ab aufs Parkdeck. Ein paar Snacks eingekauft und nach einem Besuch der Kundentoilette (genial, das die eine hatten) verbrachten wir die nächsten 2 Stunden auf dem Parkdeck und haben gedöst und uns ausgeruht und einfach nur noch abgewartet.
Dann war es so weit und wir konnten endlich zurück zum Fährhafen.

Einschiffen und die Fährfahrt war relativ ereignislos. Da es die Nachtfähre (GNV)war, hatten wir mit Kabine gebucht. Diese war ordentlich und sauber. Nach ein paar Happen aus dem Reiserucksack haben in der Bar noch Karten gespielt und sind dann auf unsere Kabine. Ich schlaf auf Fährfahrten nie gut, also nix mit ausgeruht ankommen. Aber man kann morgens duschen und ist einigermaßen erfrischt, dann noch einen Cappuccino an der Bar und runter von der Fähre.

Stichworte des Tages: Schweizer Alpen - Horrorfahrt durch Genua - Sonnenuntergang auf der Fähre - Vorfreude

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Weiter in Teil 2....

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dieNordlichter am 27 Jan 2024 09:59:55

Am nächsten Morgen in Porto Torres 18 Grad und Nieselregen. Na, Bravo! Das fängt ja gut an! Kurzerhand haben wir unsere Tourenpläne Westküste über Bord geworfen und sind direkt in einem Rutsch runter an die Costa Rei, wo wir uns "zum Ankommen" erstmal auf dem CP Tiliguerta einnisten wollten.

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Je südlicher wir kamen, desto besser wurde das Wetter und dann kam der erste türkisblaue Moment und ich fühlte mich zu Hause....Bin ein Meermensch (bin auf Sylt aufgewachsen).

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Der CP war dann gefunden, wir freuten uns und dann.....ausgebucht! Ende September hatten wir das, ehrlich gesagt, nicht erwartet. Schiet. Sie hätten eine größere Reisegruppe da, die würde in 3 Tagen abfahren. Dann hätten sie was für uns. Langer Rede, kurzer Sinn - nach einem Rundgang über den Platz haben wir, ganz untypisch für uns (wir hassen es zu reservieren) 1 Plätzchen für 3 Nächste gebucht. Sicher ist sicher.Ganz großartig, in erster Reihe direkt hinter der flachen Düne.

Doch zunächst mussten wir was für die Zeit dorthin finden. Zum wild hinstellen waren wir zu feige, muss ich zugeben... Also sind wir dem Tipp von der Campingplatzmitarbeiterin gefolgt und sind Richtung Capo Carbonara gefahren und haben unser Glück auf dem CP Spiaggia del Riso probiert. Beim Ankommen standen schon wieder Schlangen von Wartenden draußen und wir dachten "Das kann ja wohl nicht wahr sein!".
Unsere Geduld hat sich dann aber bezahlt gemacht. Wir bekamen noch einen Platz, allerdings auf dem unschönsten Teil des CP, wo es dank der Straße sehr laut war.
Der Platz ist eigentlich dreigeteilt, kann man sagen. Zwei Bereiche unter Bäumen auf beiden Seiten der Straße und ein, wirklich schöner, aber sehr sonniger Bereich am Strand, wo jeder Stellplatz ein eigenes, kleines Sonnendach hat.
Wir hatten den lautesten Teil des Platzes, aber hey - es war eine Notlösung für 2 Nächte und wir waren froh, untergekommen zu sein. Und es ließ sich zunächst ganz gut an: Um uns herum viele junge Familien, Bulli- und KaWa-Camper und wird dachten, das passt, die sind locker drauf, aber die meisten waren sich wohl zu fein oder wir zu alt oder was weiß ich. Die meisten haben einen mit dem Arsch nicht angeguckt und nicht mal gegrüßt. Haben wir selten so erlebt. Total bescheuert!

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Dennoch war der Aufenthalt sehr schön, da die Gegend traumhaft war.

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Abends haben wir noch eine kleine Radtour gemacht und haben umringt von wild stehenden Bullicampern den Sonnenuntergang genossen.

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Am nächsten Tag sind wir mit dem Rad zum Capo Carbonara, aber nicht bis ganz zum Turm.
Was für eine wunderschöne Gegend!
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Unterwegs entdeckte ich sie dann - die Schicksalsfrüchte unserer Reise: Die Kaktusfeigen. Sie sahen so gut aus und waren so reif und ich dachte: "Pflückste eine! Kann nicht so schlimm sein, die Stacheln sind recht lang, fasste einfach dazwischen mit spitzen Fingern..." Denkste! Die haarfeinen Dornen dazwischen habe ich nicht gesehen. Dafür gespürt. Tagelang. Man erwischt die nicht gleich aus der Haut. Ein paar haben sich entzündet. Großartig! Und in meiner Tasche habe ich während des ganzen Urlaubs (und auch noch danach) auch immer wieder welche "gefunden"....aber die Geschichte der Kaktusfeige geht an anderer Stelle noch weiter......

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Stellplatz: Camping Spiaggia del Riso

Stichworte des Tages: Hitze - AUSGEBUCHT!! - Sonnenuntergang der Extraklasse - Strände - Sonne - Glück!

Weiter in Teil 3.....

dieNordlichter am 27 Jan 2024 10:18:41

Teil 3
Dann ging es weiter (zurück) zum Tiliguerta CP. Wie gesagt hatten wir einen tollen Platz direkt hinter der Düne, der Strand - ein Traum! Das Wasser......wie in der Karibik! Okay, die Bilder geben das gerade jetzt nicht so her....

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Gleich nach dem Ankommen und Aufbauen, was immer sehr schnell ging, denn wir hatten zu der Zeit ein Dachzelt, das sich selbst in Sekundenschnelle aufstellt, haben wir uns auf die Räder geschwungen und haben die Gegend erkundet und noch eine Wanderung zum Capo Ferrato zu dem Turm auf dem Berg gemacht. Auf Sardinien gibt es ja Unmengen von diesen alten Türmen. Großartig! Die Rundumsicht war klasse!

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Auf dem Campingplatz gefiel es uns tatsächlich sehr gut. Das Glück war uns hold und wir hatten die besten Stellplatznachbarn ever! Links ein Paar, mit dem wir bis spät in die Nacht Karten gespielt und zusammengesessen haben und ihren wunderbaren Wein von der "Weintankstelle" in Jerzu kosten durften, rechts ein tiefenentspannter Bullicamper mit einem halben Elektroshop im Auto.....wir haben uns immer gefragt, wo er eigentlich schläft, wo er doch sein Aufstelldach nicht benutzt hat und auf seinem Bett 2 Hochdruckreiniger lagen...aber er war total klasse, ein Supertyp.

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Es gab hier sogar einen Hundepool, den wir nicht brauchten, da wir keinen Hund haben, obwohl......

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Eine Nacht zog ein grandioses Gewitter über die Bucht mit spektakulären Blitzen, die wir die ganze Nacht aus dem Bulli und nicht vom Zelt aus beobachtet haben bei offener Schiebetür, denn bei Gewitter verlasse ich das Dachzelt lieber....

Wir hatten dort wundervolle Tage mit Radtouren in die Umgebung, nach Villasimius usw, gutem Essen, Sonne und Meer und wären auch länger geblieben, doch unser Platz war dann vergeben....schade....

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Stellplatz: Camping Tiliguerta in Muravera

Stichworte des Tages: weißer Sand und blaues Meer - Wandern - Türme - Wein und nette Gesellschaft - Gewitter, Wein, Port Royale spielen, baden, Seele baumeln lassen

Weiter in Teil 4....

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dieNordlichter am 27 Jan 2024 10:33:04

Teil 4....

Wohin jetzt? Wir entschieden uns, Richtung Pula zu fahren und sind an Cagliari und unzähligen Flamingos vorbei auf dem CP "Cala d'Ostia" untergekommen.
Ich muss sagen, der hat uns nicht so sehr gefallen. Der Empfang war ziemlich lustlos und wir kamen uns fast vor, als würden wir stören. Wir wollten einen Platz mit Halbschatten und wurden mitten in den Wald gestellt ohne einen Hauch von Sonne. Über den Tag füllte sich unser "Waldidyll" mit Einheimischen mit Wohnmobilen und Wohnwagen, die sich zum Feierwochenende dort trafen. Nicht falsch verstehen, wir stehen sehr gern auf Plätzen, die überwiegend von Einheimischen frequentiert werden. Aber hier war das irgendwie anders. Wir kamen uns sowas von fehl am Platze vor......

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Der Strand (zum Schwimmen)hat uns dort nicht ganz so gut gefallen...zwar haben wir mit dem Radel die Gegend erkundet, sind bis zu der historischen Stätte Nora gefahren und haben auch viele schöne Ecken gesehen, aber nach 2 Nächten haben wir unsere Sachen gepackt und sind abgehauen.

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Ironischerweise standen draußen direkt vor dem CP in herrlicher Lage lauter Wildcamper mit direktem Blick aufs Meer und wir kamen uns irgendwie blöd vor, dass wir für den schattigen Platz mit kalten Duschen und Müll auf dem Stellplatz soviel Geld bezahlt hatten. In uns keimte wieder der Gedanke auf, mal wild zu stehen. In Deutschland haben wir das auch schon oft genug gemacht. Und eigentlich hatten wir uns ja auch u.a. für einen Bulli entschieden, weil man da etwas unauffälliger kleiner sich irgendwo hinstellt. Während wir vom Platz fuhren und wieder Richtung Osten rollten, haben wir darüber diskutiert und letztlich für uns festgestellt, dass das ohne Klo und Waschmöglichkeit doof ist. Wir hatten zwar ein Notfall-Trelino an Bord und auch ein kleines Spülbecken, aber irgendwie.....keine Ahnung. Vielleicht fingen wir da schon unterbewusst an, uns vom Bullicampen zu verabschieden. Man weiß es nicht.

Stellplatz: Camping Cala d'Ostia

Stichworte des Tages: Schatten - viel Dünengras im Wasser - Wildcamper überall - Müll auf dem Stellplatz - Party von Wochenendcampern um uns herum

Weiter in Teil 5...

battman am 27 Jan 2024 10:39:57

Sehr schöner Bericht.
Das macht Lust auf Sardinien.

dieNordlichter am 27 Jan 2024 11:00:55

Last, but not least.... Teil 5:

Kurzentschlossen nach Blick in unseren Womoreiseführer ging es wieder Richtung Osten nach Villaputzu bzw Porto Corallo, wo wir uns für den Womoplatz Camper Service Bellavista entschieden. Eine gute Wahl. Total entspannter Empfang und eher ein Camping- als ein Stellplatz unter Bäumen mit direktem Strandzugang. Ein ansprechend aussehendes Restaurant gab es auch, das um die Jahreszeit leider schon geschlossen hatte. Das Sanitär...nun gut...wir sind nicht empfindlich. Eine Reihe kalte Duschen (kostenlos) eine Reihe warme Duschen (50Cent). Das Wasser der kalten Duschen war aber meist fast warm, von daher....

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2 Klokabinen für den ganzen Platz sind etwas unterdimensioniert, aber es ging. Wenn man ein Womo hat, tangiert einen das nicht so, im Bulli ist man mehr darauf angewiesen. Lustig war auch, dass die meisten Leute mit der Türklinke der Klos nicht klarkamen. Die musste immer genau in Mittelstellung, damit die Tür aufging. Man konnte sie aber auch nach oben oder unten drehen, dann war die Tür verriegelt (wie es oft in Kindergärten an der Ausgangstür der Fall ist). Wir haben manchen verzweifelten "Besucher" befreit, da wir mit unserem Bulli in der Nähe standen und hatten manchen lustigen Moment. Pfui, ich weiß, am Leid der anderen ergötzen......

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Der Platz war so schön und tiefenentspannt, wir haben unsere letzten 3 Nächste dort verbracht. Kleine Ausflüge in die Gegend, viele Runden geschwommen, gegrillt, gechillt, Urlaub halt. Nette Nachbarn hatten wir auch, mit denen wir hier und da ins Gespräch gekommen sind.

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Hier geht dann auch die Geschichte der Kaktusfeige weiter.

Bei einer Radtour habe ich einen erneuten Versuch gestartet, Kaktusfeigen zu ernten. Denn die waren überall, wild, in Massen, wunderschön anzusehen; unmöglich, ihnen zu widerstehen.....was bei uns wilde Brombeeren sind, sind da, so kam es mir zumindest vor, Kaktusfeigen. Aber diesmal war ich vorbereitet - mit Arbeitshandschuhen und mehreren Lagen Küchenpapier und einer Edelstahldose. Die Ernte klappte auch ohne nennenwerte Zwischenfälle. Zurück am Bullilein habe ich - immer noch in meiner Handschuh-Küchenpapier-Rüstung mit dem Papier und einem Messer die Stacheln abgerubbelt und abgeraspelt. Die Frucht wurde dann aufgeschnitten und ausgelöffelt.
Fazit: Lecker. Aber - den Aufwand lohnt es (für mich) nicht. Denn, alle kleinen Dornenscheißerchen (man verzeihe mir meine Wortwahl) erwischt man nicht. Also ich nicht. Und wieder...zerstochene Finger. Never ever again!!!! Ich schwöre es hiermit feierlich! Beim nächsten Mal Sardinien lasse ich - im wahrsten Sinne des Wortes - die Finger davon!

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Noch ein paar Eindrücke:

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Stellplatz: Camperservice Bellavista in Porto Corallo (Villaputzu)

Stichworte des Tages: Baden - Wandern - Entspannung - Heimweh: Null, Sonne, Wärme, Kaktusfeigen

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Am Rückreisetag sind wir dann die SS 125 nach Olbia gefahren (auf Anraten des Pärchens, das wir auf Tiliguerta kennengelernt hatten) und die Fahrt war spektakulär. Da wir uns mit der Strecke im Vorfeld nicht beschäftigt hatten, waren wir hin und weg von der Landschaft, allein Baunei, dann diese Hochebenen....Mini Grand Canyon.

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Mir ist allerdings schleierhaft, warum ich so wenig Fotos gemacht habe. Vielleicht, weil wir damit überhaupt nicht gerechnet hatten und so geflasht waren. Allein Baunai, plötzlich wie aus dem Nichts da ganz oben dieses wuirliege Örtchen....
Dann der Fußballplatz mitten am Abhang....

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Dann plötzlich diese Hochebene mit frei laufenden Schafherden. Dann schlängelt sich die abenteuerlich anmutende Straße, die bisweile sehr notdürftig geflickt (an den Kanten) aussieht, enge Örtchen....Ich könnt mir in den Allerwertesten beißen, dass ich das nicht festgehalten habe. Aber wir haben kaum angehalten, weil wir die Fährabfahrt im Hinterkopf hatten.

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Unglaublich schön und mit jedem Kilometer, der uns näher der Fähre trug, wuchs die Sehnsucht in mir, einfach auf dieser tollen Insel zu bleiben.

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Sardinien - wir kommen wieder!

Reisefazit:

Wetter - top!!!! Im Schnitt 25- 28 Grad, einmal hatten wir über 30 Grad (im Oktober).
Wasser: Unbeschreiblich schön! Kristallklar, türkisblau, karibisch genial! Und noch warm um die Jahreszeit, es hat bestimmt 25 Grad, wenn nicht mehr gehabt.

Umgebung: Wunderschön und so abwechslungsreich! Weiße Strände, zerklüftete Felsen, raue und karge Hochebenen, Ausgrabungsstätten, hübsche Orte...alles da, was man braucht.

Ich bin infiziert und habe eine neue Lieblingsinsel!

Aretousa am 27 Jan 2024 11:56:05

Was für ein toller Reisebericht. Dein Schreibstil gefällt mir sehr. Und Sardinien auch, nachdem wir vor ein paar Jahren auch im September dort waren.
Ich hatte in Griechenland mal Kaktusfeigenstachelchen in der Zuge :lol: Das ist noch besser als in den Fingern. Aber ich muss einfach alles probieren :oops:

Vielen Dank dir!

Lancelot am 27 Jan 2024 13:10:29

Ich sag auch : :dankeschoen:

Schöner Bericht über eine schöne Insel.
Macht richtig Lust auf einen Besuch dort, wäre eh mal wieder an der Zeit .. :)

dieNordlichter am 27 Jan 2024 17:28:59

Danke für das Lob!

Igitt - in der Zunge? :cry: Wie schrecklich....ich fühle nachträglich mit dir!

basste315 am 27 Jan 2024 19:19:14

dieNordlichter hat geschrieben:Ich bin infiziert und habe eine neue Lieblingsinsel!

Danke für den schönen Bericht, dafür gern von mir ein "Positv".
Wir waren vor fast 10 Jahren zuletzt dort und sollten auch wieder einmal hinfahren --> Link

Helmut

dieNordlichter am 27 Jan 2024 19:45:34

[/quote]
Danke für den schönen Bericht, dafür gern von mir ein "Positv".
Wir waren vor fast 10 Jahren zuletzt dort und sollten auch wieder einmal hinfahren --> Link

Helmut[/quote]

Das solltest ihr tun! Danke für die netten Worte!
Ich bin deinem Link gefolgt und habe mich von deinem wunderbaren Sardinienbericht "entführen" lassen! Danke!

Auf dem Camping Isuledda waren wir bei unserem ersten Sardinienaufenthalt 2021. Und jetzt im Juni gehts wieder rüber auf die Inseln. Ich freu mich so, ich flipp fast aus.

Aretousa am 28 Jan 2024 19:12:22

Dann gibt es doch bestimmt wieder einen Bericht :wink: Wäre schön.

dieNordlichter am 13 Mär 2024 08:46:50

Etwas spät, die Antwort, ich weiß....
Ja, versprochen! Mittlerweile sind wir in der Planung, die Fährtickets sind gebucht, der Reiseführer ist voller bunter Post-its, der neue Wanderführer und die neue Karte sollen diese Woche kommen. Werde demnächst mal die Wanderschuhe fetten und.... :D achja, da war doch was? Das Womo muss entwintert werden bzw. gibt es noch einiges zu tun, bevor er wieder angemeldet wird. Ich denke, Anfang Mai wird das sein.

RichterRaedel am 11 Aug 2024 17:11:28

Hallo, auch etwas spät, aber ein sehr toller Bericht. Wir sind auch infiziert und fahren in 3 Wochen das 7. mal. Ein Tip zu den Kaktusfeigen: Mit einem eigeschlitzten Stock ernten, nicht auslöffeln sondern komplett abpellen. Sollte doch mal was in der Hand piksen dann mit dem Rasierapparat die Stelle rasieren. Oder noch besser mal versuchen auf dem CP Capo Ferrato einen Platz zu bekommen, die Besitzerin Patricia macht kostenlose Lehrgänge zu dem Thema kaktusfeigen. Ist ein netter Zeitvertreib.

dieNordlichter am 22 Aug 2024 06:27:40

:D Danke für den Tipp. Ich habe die Kaktusfeigen aufgegeben und erfreue mich nur noch an ihrer visuellen Schönheit..... 8) 8) 8) 8) Schön gesagt, oder?
Capo Ferrato - da unterzukommen haben wir auch aufgegeben, ein fast fruchtloses Unterfangen. Past zu den Kaktusfeigen. Ich wünsche einen wunderschönen Urlaub! Hätte auch schon wieder Lust, aber wir peilen für September Südtirol an, mal was anderes ausprobieren. Obwohl ich ja ein Wassermensch und Flachlandtiroler bin...

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