rump
luftfederung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Midi Heki 3 plus zum 3 mal undicht


DXXL am 22 Mai 2026 12:22:52

Zur Info über mein Wohnmobil bitte aufs Bild klicken.

Schon wieder ist das Midi Heki 3 plus undicht, zum 3. mal in 6 Jahren.

Bevor ich meine Fragen stelle, beschreibe ich mal, was ich bisher gemacht habe:

Mitten im Winter 2020 war es das erste mal undicht. Da war das Fahrzeug ca. 10 Jahre alt. Wassertropfen sind in schnellerem Abstand runtergetropft, durch die Lüftungsgitter an der Fahrzeug-Vorderseite.
Ich habe das damals mit einem Bekannten ausgebaut, gereinigt und neu abgedichtet. Der Bekannte hatte schon Erfahrung mir Dachfenstern, aber auf Metalldächern von LKWs, vor allem aber hat er eine Halle, in dem wir mein Wohnmobil auf Temperatur bringen konnten.
Wir haben das Fenster abgebaut und gereinigt. Sowohl der Rahmen als auch die Dachoberfläche sah danach wie neu aus. Leider mußte damals alles sehr schnell gehen, ich konnte die Halle nicht lange belegen. Deshalb haben wir zur Abdichtung Butyl aus der Kartusche verwendet und den Dichtgummi (mit den 3 Lippen) nur gereinigt, nicht erneuert. Von damals habe ich leider keine Fotos.
Es sah so aus, als hätte schon jemand vor meiner Zeit das Fenster neu abgedichtet, es sah nicht so ganz professionell aus, aber es hatte über 7 Jahre dicht gehalten.

Im September 2024 wurde es im Sommer auf einer Reise undicht. Da kam das Wasser schwallartig an der hinteren linken Seite rein. Gottseidank regnete es nur dies eine mal während der Reise.
Zuhause habe ich das Fenster wieder ausgebaut und gereinigt. Leider brachen 3 der Plastikstifte für die Schrauben ab, so daß ich einen neuen Außenrahmen kaufen mußte.
Ich habe diesmal eine Butylschnur verwendet, da die Butlymasse aus der Kartusche nicht so gleichmäßig aufgetragen werden kann. Wieder habe ich die Gummidichtung weiterverwendet, die sah noch gut aus und ich habe auf die Schnelle keine herbekommen.
Zusätzlich entschloß ich mich, außen um den Rahmen noch eine Raupe Dekaseal 8936 abtupfbare Dichtmasse zu setzen.
Ich werde mal in einem spätere Post ein paar Fotos dazu zeigen.

Trotzdem wurde das Fenster nun nach noch nicht mal 2 Jahren wieder undicht. Bei einer Routinekontrolle habe ich nasses Holz entdeckt. Das war also noch ganz am Anfang und es kam wohl nur wenig Wasser in kleinen Tröpfchen rein.
Ich habe zunächst das Dekaseal erneuert, das alte sah etwas verdächtig aus. Hat aber gar nichts gebracht. Nun habe ich wieder alles abgebaut. Dabei habe ich speziell darauf geachtet, die Undichtigkeit zu lokalisieren. Aber sowohl das Dekaseal als auch das Buty haben durchgehend ganz lange Fäden gezogen und das Entfernen der Reste war rundum sehr aufwendig, ohne Lücken. Sowohl am Rahmen als auch auf dem Dach. Keine Ahnung, wo da Wasser reinkommen konnte.

Und was ist das Grundproblem? Das Dachfenster sitzt in einer Kuhle ca. 1 cm tief im Wasser. Das war schon so, als ich das Wohnmobil gekauft habe. Im Sommer braucht Wasser einen Tag, um wegzutrocknen, im Winter bleibt es praktisch dauernd stehen. Und wenn es dann gefriert, hebelt es...
Ich befürchte aber, die Kuhle läßt sich nicht beheben, zumindest nicht so einfach.
Deshalb hatte ich die Idee mit dem Dekaseal, so daß das Wasser erst gar nicht unter den Rahmen kommt. Das Wasser hat aber trotzdem seinen Weg gefunden und ist offensichtlich auch rundum unter dem Gummi durch, obwohl der gut auf dem Dach aufsaß. Wie? Weiß ich nicht.

Ich werde diesmal einen neuen Abdichtgummi bestellen und den einbauen.
Natürlich habe ich jedesmal vor der Montage sowohl den Rahmen als auch das Dach entfettet, aber kein Primer (weil ich nicht weiß, wie sich die Materialien miteinander vertragen).

Meine Fragen:
1. Ich möchte wieder eine Butylschnur zur Abdichtung verwenden. Spricht irgendwas dagegen? Was muß man unbedingt beachten?
2. Reicht zur Vorbereitung Entfetten aus?
3. Ich plane, diesmal keine Dichtraupe außen um den Rahmen zu legen. Auch weil die Kommentare in den anderen Threads davon als unsinnig abraten. Oder gäbe es in meinem speziellen Fall (Fenster unter Wasser) doch Gründe dafür?
Über Ideen, wie ich damit umgehen soll, freue ich mich sehr. Insbesondere wichtig sind Hinweise, was ich tun kann mit einem Fenster, das unter Wasser sitzt.

Alles Gute
Dieter

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Joachim260 am 22 Mai 2026 12:34:47

hallo

Meiner Meinung nach sollte das Dekaseal nicht um den Rahmen gezogen werden sondern zwischen Rahmen und Dach aufgetragen werden, so daß es dort beim Einbau des Dachfensters komprimiert wird.
Was soll das Dekaseal, welches ja eine Dichtmasse ist, außen um den Rahmen bringen? Vielleicht habe ich dich aber auch nur falsch verstanden.

Gruß
Joachim

DXXL am 22 Mai 2026 15:06:23

Bilder vom September 2024:

Leider habe ich keine Bilder vom Rahmen vor dem Säubern gemacht.

36355
Das war die Fehlerursache damals: das Butyl hat sich vom Außenrahmen abgelöst.

36356
Aber auf dem Dach hat es offensichtlich gehalten.

36357
Fast sauber: nur noch der Dreck außerhalb des Rahmens sollte weg.

36358
Der Spalt, in den das Wasser eindringt.

36359
... habe ich versucht, mit Dekaseal abzudichten.

Joachim260: Ich war zu langsam, die Bilder vorzubereiten. Ja, das Dekaseal ist unter dem Rand, nur an manchen Stellen konnte ich es nicht so gleichmäßig aufbringen, da stand es etwas über.
Komprimiert wird es allerdings nicht, da es nur nach der Montage des Rahmens aufgetragen werden kann.

Allerdings: es hat ja offensichtlich nichts gebracht, also auf dieselbe Art und Weise brauche ich es nicht nochmal machen. Ich hoffe halt, jemand hat eine bessere Idee, weil die Situation wird ja öfter im Forum beschrieben.

Dieter

Anzeige vom Forum


DXXL am 22 Mai 2026 15:09:56

Ach ja, noch ne Frage: Wenn ja zur Butylschnur, welcher Durchmesser?

Niederrhein am 22 Mai 2026 20:21:26

Womit wurde entfettet?

Noch wichtiger:
Wurde vor dem Auftragen Primer verwendet?

Gerade letzteres führt bei Nichtverwendung häufig zu nachträglicher Undichtigkeit,
da sich die "Kleber"-Verbindung wieder löst ...

BadHunter am 23 Mai 2026 07:50:27

Mal ganz ehrlich: grundsätzlich klingt es nicht nach Hexenwerk, Dachluken oder Fenster neu einzudichten, in der Theorie ist das alles ganz klar, aber wie sieht die Praxis aus?
Ich habe es vor Jahren mal selbst versucht, ein kleines Seitenfenster neu einzusetzen, es war undicht und das Wasser lief unter dem Rahmen durch und an der Innenwand herunter.
Alles gemacht wie es beschrieben wird: komplettes Fenster mit Rahmen ausgebaut, Rahmen und Wand gründlich gereinigt und entfettet, mit reichlich Dekaseal wieder eingesetzt usw...
Ergebnis: trotzdem nach kürzester Zeit wieder Wassereinbruch!
Dann mit einem Bekannten, Handwerker, das ganze Spiel noch einmal. Ergebnis? Wie oben....

Ich habe das Wohnmobil dann zu einer Werkstatt, die seit Ewigkeiten Boote und Wohnmobile repariert, auch umfangreiche Wasserschäden saniert, gebracht. Kostet wenig, es war ja auch nur ein kleines Fenster zu machen, und seitdem war das Fenster 20 Jahre lang, bis zum Verkauf im letzten Jahr, und vermutlich bis heute, dicht!

Seitdem bringe ich unser Wohnmobil, egal welches es gerade ist, in die besagte Werkstatt. Faire Preise und professionelle Arbeit. Ich hätte viel zuviel Angst, dass eine selbst gemacht Reparatur eben nicht 100 prozentig ist, und lasse dann lieber Profis, gerade wenn es um Wassereinbruch gehen sollte, ran.

DXXL am 23 Mai 2026 11:59:47

Niederrhein hat geschrieben:Womit wurde entfettet?

Noch wichtiger:
Wurde vor dem Auftragen Primer verwendet?

Gerade letzteres führt bei Nichtverwendung häufig zu nachträglicher Undichtigkeit,
da sich die "Kleber"-Verbindung wieder löst ...


Danke für die Antwort, Peter!
Entfettet habe ich mit Entfetter/Silikonentferner, wie man es vor dem Lackieren oder Kleben aller Art verwendet.
Habe ich so auch bei allen anderen Klebevorgängen so gemacht, z.B. bei den Solarpanels. Die halten sehr fest seit Jahren.

Im Gegensatz zu den Solarpanels, bei denen ich genau wußte, welcher Primer dazupaßt, habe ich beim Dachfenster keinen Primer verwendet. Benutzt man hier nämlich den falschen, bewirkt das vielleicht das Gegenteil. Ich habe damals Wohnmobil Meister, Bekannte und das Internet befragt, keine klare Antwort, was zu Butyl paßt. Also habe ich es auf jedermanns Rat weggelassen.
Wahrscheinlich war das das Problem 2024 am Rahmen, da hat sich ja das Butyl abgelöst. Jetzt aber hat das Butyl rundum auf beiden Seiten heftig geklebt und beim Demontieren des Rahmens durchgehend lange Fäden gezogen, wie eine Wand. Die habe ich manuell durchtrennen müssen.

Vielleicht schreibt mal jemand, welcher Primer sich definitiv mit Butyl verträgt, dann besorge ich mir den.


Jens, danke auch für deine Antwort!
Du hast ganz Recht, ich würde wahrscheinlich fast nichts mehr selber machen (man wird alt :-D )...
Leider gibt es bei mir auch im etwas weiteren Umkreis kaum Wohnmobilwerkstätten. Zu ein paar werde ich definitiv nicht mehr hingehen, die haben mich extrem betrogen (werde ich hier nicht weiter ausführen). Andere machen nur noch ganz eingeschränkt Reparaturen, oder gar nicht mehr. Die wollen nur noch verkaufen, das scheint einfacher zu sein. Und Basisfahrzeug können die meisten gar nicht, da geht's dann zur extrem teuren LKW-Werkstätte.
Gottseidank habe ich 45 km weg eine freie Werkstatt gefunden, die auch mein Wohnmobil (9m lang, 3,8m hoch) können. Wartezeit meist 1/2 bis 1 Jahr, ehrlich. Nicht ideal, aber besser als gar nichts. Da bleibt einem nur selber arbeiten, will man nicht mehrere hundert km eine Werkstatt suchen.
Ich würde selbst das akzeptieren, dann macht man halt ne kleine Reise zur Reparatur. Aber erst mal finden, Vertrauen aufbauen, etc.

Einstweilen muß ich jetzt halt noch selber ran. Mit (hoffentlich) eurer Hilfe wird das klappen, und man bekommt Erfahrung.

Alles Gute vom Dieter

kheinz am 23 Mai 2026 19:25:34

Die Dachhaut, ergo das Dach arbeitet beim Fahren unter dem staren Rahmen des Midi Heki. Und das ist nicht wenig. Wenn die Dichtmasse zu dünn aufgetragen wird führt das auf kurz oder lang dazu das die (zu dünne) Dichtmasse weil unelastisch sich von der Dachhaut / dem Dach ablöst und Wasser eindringt.
Ziel muß es sein, gleichmäßig eine möglichst dicke Raupe aufzutragen, den Mini Heki Rahmen zunächst nur ganz leicht so auf das Dach zu drücken so das es an allen vier Seiten die Dichtmasse gleichmäßig herausdrückt. Das zu viel nicht entfernen. Und nach so ca. 5 Minuten das Dach von Innen zu verschrauben. Von Innen verschrauben bedeutet zunächst alle Schrauben über Kreuz, ergo nicht eine nach der anderen in gleicher Reihe sonder auf der eine Seite und dann gegenüber der Seite ganz leicht reinzudrehen.
Die Schrauben sollen nur dazu dienen dass das Mini Hekti nicht ( im extremfall) wegfliegen kann.
Werden die Schrauben zu stark angezogen drückt es die Dichtmasse raus und wird wieder dünn / unflexibel. usw.

MfG kheinz

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Dachfenster - Globecar Pössl 60x60 Bj 2004
Empfehlung Firma für Reparatur Wohnmobilwand in Hamburg
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt