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Es gibt zu Thema Federung / Stoßdämpfer unzählige Beiträge hier, und auch in anderen Foren. Ich blicke da ehrlicher Weise gesagt nicht mehr durch. Natürlich kann ich in eine Werkstatt gehen und die bauen mir für tausende Euro etwas ein und der Komfort wird dadurch besser.
Ich brauche aber nicht das non plus Ultra.
Wenn ich durch die Beiträge darüber lese und glaube etwas sinnvolles gefunden zu haben, kommt immer wieder jemand um die Ecke und negiert das mit scheinbar besserem....
Ich fahre einen 6 Meter Ducato / Dethleffs Globetrail BJ 24, aktuelles Faceliftmodell und möchte einfach nur das sich der Federungskomfort etwas verbessert, also quasi die nächste Stufe über der Werkskonfiguration. Ich mag es einfach nicht wie der Duc bereits auf kleinste Unebenheiten mit "knallen" (übertrieben ausgedrückt) reagiert. Hier frage ich mich ob es Vorder-und Hinterachse sein muss, oder ob es bereits an einer Achse ausreicht etwas zu machen. Das bekomme ich schon mal nicht raus durchs lesen. Dann frage ich mich ob nur Feder oder nur Stoßdämpfertausch Sinn macht oder direkt beides.
Bei Federn bin ich auf Lesjofors und bei Stoßdämpfer auf Billstein für den Ducato gestoßen, diese werden oftmals als gut und günstig beschrieben.
Ich weis einfach nicht was Sinn macht eine Verbesserung im Federungskomfort (nicht Fahrverhalten das ist so wie es ist ok für nicht) zu erreichen ohne Unsummen auszugeben ..
Welchen Luftdruck hast Du denn? Die meist genannten 5,5 bar ==> knallharte Holzräder!
Schau beim Reifenhersteller auf der Homepage nach: dort werden die empfohlenen Drucke für die jeweiligen Achslasten (voll belanden & prüfen) genannt. Wir haben einen 7,5m teilintegrierten mit 3,5 Tonnen und fahren vorn 3,5 und hinten 4,3. Viel besserer Fahrkomfort!
Man kann diesen Luftdruck auch im System einprogrammieren lassen, so daß das Reifendruckkontrollsystem dann nicht mehr meckert. Auch wenn die Werkstatt sagt das ginge nicht...und wir mußten sogar unterschreiben daß wir das genauso haben wollen, die wollten da ganz sicher gehen.
Grund für den werksseitig genanten hohen Druck: man geht davon aus, daß die Kisten monatelang rumstehen & sich buchstäblich die Reifen platt drücken.
hampshire am 06 Mai 2026 08:21:48
Borland hat geschrieben:Ich weis einfach nicht was Sinn macht eine Verbesserung im Federungskomfort (nicht Fahrverhalten das ist so wie es ist ok für nicht) zu erreichen ohne Unsummen auszugeben ..
Das „Rumpelige“ kannst Du durch eine Veränderung der Rad-Reifen Kombination und einem dann geringeren Luftdruck mindern, ohne eine aufwändige Fahrwerksmaßnahme durchzuführen. Du kannst auch einfach so den Luftdruck etwas senken, wie Ginnes das vorschlägt, musst aber darauf achten, dass die Tragfähigkeit ausreichend bleibt. Diese ist abhängig vom Luftdruck und keine Konstante, wie es der Index suggeriert. Du hast dann eine potenziell geringere Laufleistung der Reifen, weniger Flankenschutz gegen das Anecken an einen Bordstein, aber viel mehr Ruhe beim Fahren. Ich habe das eher zufällig erfahren, da ich die anderen Felgen und Reifen aus optischen Gründen wollte und nicht so sehr auf den versprochenen Komfortgewinn fokussiert war. Fündig wurde ich bei ORC. Inzwischen habe ich noch eine kleine Zusatzfeder (auch von ORC) an der Hinterachse, da sich nach 8 Jahren das Heck etwas senkte und der Wagen nicht mehr gerade stand. Dem Fahrverhalten tat auch das gut, aber nicht hinsichtlich des Rumpelns. Aus dieser Erfahrung heraus würde ich zum Ändern der Rad-Reifen Kombination mit geringerem empfohlenen Luftdruck raten.
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UweHD am 06 Mai 2026 08:32:09
Borland hat geschrieben: ...Ich weis einfach nicht was Sinn macht eine Verbesserung im Federungskomfort (nicht Fahrverhalten das ist so wie es ist ok für nicht) zu erreichen ohne Unsummen auszugeben ...
Wir haben (Jumper Bj. 2021, 4t Heavy-Chassis) durch eine Zusatz-Luftfederung und angepasste Reifendrücke viel Verbesserung für wenig Geld erreicht. M.E. ist die (bei uns recht harte) Blattfeder-Hinterachse das Problem, an der VA mit McPherson-Federbeinen rollt er einigermaßen passabel ab. Hinten mit mittlerem Luftdruck auf der Zusatz-Luftfeder rollt er nun bei kleinen Unebenheiten primär auf dem Luftkissen, während die eher störrische Blattfeder noch relativ unbelastet ist. Das merkt man deutlich im Fahrkomfort. Bei tendenziell an der Lastgrenze betriebenen Light-Fahrwerken kann es auch vorkommen, dass die Blattfeder hinten schnell "auf Block" geht und daher Stöße recht hart übertragen werden. Das müsste man in eurem Fall mal prüfen (kann man direkt sehen, wenn man hinten unter das Auto schaut). Auch dem dem Fall wäre die ZLF meine erste Wahl zur Verbesserung der Situation.
hampshire am 06 Mai 2026 08:35:57
UweHD hat geschrieben:Bei tendenziell an der Lastgrenze betriebenen Light-Fahrwerken kann es auch vorkommen, dass die Blattfeder hinten schnell "auf Block" geht und daher Stöße recht hart übertragen werden.
Genau das war bei unserem Kasten nach ein paar Jahren der Fall. Die Zusatzfeder über dem Bock half und war weder teuer, noch schwer.
700MEG am 06 Mai 2026 08:54:37
Borland hat geschrieben:... fahre einen 6 Meter Ducato / Dethleffs Globetrail BJ 24, aktuelles Faceliftmodell und möchte einfach nur das sich der Federungskomfort etwas verbessert, also quasi die nächste Stufe über der Werkskonfiguration ...
Moin, aktuell habe ich die ab Werk bei unserem vollintegrierten Weinsberg mit Fiat Ducato Light-Fahrgestell montierte 16" Ganzjahresbereifung anstatt mit den vom Aufbauhersteller üblichen 5,x Bar nur mit 4,5 Bar befüllt. Beim reduzierten Luftdruck ist tatsächlich bewirkt, dass der Fahrkomfort spürbar im positiven Sinn beeinflusst werden konnte. An der Vorderachse möchte ich demnächst bei passender Gelegenheit noch auf 3,8 Bar verringern und vor dem Umstellen der Reifenluftdruckwarnung auf die neuen Werte eine gewisse Strecke testen. Sollte damit auch die Spurstabilität wie jetzt bleiben wäre das Senken des Reifenluftdruckes vorerst die einzige Maßnahme und dafür kein Geld auszugeben, dass das Rappeln weniger wird. Nach der im anderen Thread eingefügten Tabelle sind o. g. Werte für die bei unserem Auto verbaute Bereifung zu den zulässigen Achslasten funktionierend. --> Link
Du könntest versuchen zur verbauten Bereifung und den zulässigen Achslasten Deines Fahrzeuges die passenden Reifenluftdruckwerte herzuausfinden und damit einfach probieren ob der Komfort beim Fahren erhöht werden kann. Ist dir bekannt ob Du vorn eventuell schon die verstärkten Federn ab Werk von Fiat verbaut hast? An der Hinterachse dürften bei Deinem Ducato ebenfalls die GFK-Blattfedern wie bei unserem 2023er Fahrgestell verbaut worden sein. Schau dort mal ob der Abstand zwischen Feder und Anschlagpuffer ebenso groß wie der bei unserem beladenen Auto ist.
hampshire hat geschrieben: ...Die Zusatzfeder über dem Bock half und war weder teuer, noch schwer.
Das ist vermutlich eine Stahl-Spiralfeder, richtig? Die wirkt erst einmal im Prinzip wie der Luftbalg einer ZLF indem sie die Haupt(blatt-)feder entlastet.
Nur ist eine Stahlfeder grundsätzlich etwas weniger feinfühlig als ein Luftkissen, was ich jeden Tag an meinem BMW 5'er erfühlen kann. Der hat eine Voll-Luftfeder an der Hinterachse und ist u.a. dadurch um Längen komfortabler als z.B. ein (auch schon recht komfortabler) 3'er mit konventioneller Stahl-Spiralfeder an der HA. Einen ähnlichen Effekt hat man mit der ZLF am Heck des Ducato, allerdings in stark abgeschwächter Form: Die serienmäßige, schwere Blattfeder bleibt bei dem Umbau ja leider unverändert erhalten, die ungefederten Massen ändern sich nicht. Die Blattfeder spricht lediglich etwas sanfter an, weil die ZLF die Fahrhöhe erhöht und somit die Feder-Vorspannung der Blattfeder bei ebendieser Fahrhöhe verringert. Eigentlich ein relativ simpler Zusammenhang, den ich aber auch erst einmal verstehen (und selber er"fahren") musste.
maxmara am 06 Mai 2026 09:13:58
UweHD hat geschrieben:Wir haben (Jumper Bj. 2021, 4t Heavy-Chassis) durch eine Zusatz-Luftfederung und angepasste Reifendrücke viel Verbesserung für wenig Geld erreicht